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Das Geschäftsmodell von eBay

Hausarbeit 2006 35 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung

2. Definition

3. Das Marktmodell Das Nachfragermodell
3.1.1. Die Privatkunden
3.1.2. Die eBay Shops
3.1.3. Die eBay Business Kunden
3.2. Das Wettbewerbsmodell
3.2.1. Der deutsche Markt für Onlineauktionen
3.2.2. Amazon vs. eBay
3.2.3. Zukünftige Konkurrenz

4. Das Leistungserstellungsmodell

5. Das Leistungsangebotsmodell
5.1. Das Auktionsverfahren
5.2. Die Hauptleistungen für eBay Kunden
5.3. Hauptleistungsangebot für eBay-Shops
5.4. Die Sicherheit von eBay
5.4.1. Betrügerische Auktionen
5.4.2. Zugriff auf Benutzeraccounts durch Passwortdiebstahl
5.5. Die eBay-Gemeinschaft
5.6. Fortbildungsangebote
5.7. Die mobile Verfügbarkeit von eBay

6. Das Distributionsmodell
6.1. Die internen Elemente der Wertekette
6.2. Das externe Element der Wertekette

7. Das Kapitalmodell
7.1. Das Finanzierungsmodell
7.2. Das Erlösmodell

8. Schlussbetrachtungen

Literatur- und Quellenverzeichnis

Sonstige Quellen

Versicherung

Abstract

Das Geschäftsmodell wird in dieser Ausarbeitung durch das „Partialmodell eines integrierten Geschäftsmodells[1] “ erläutert, welches sich in das Marktmodell, das Nachfragermodell, das Leistungserstellungsmodell, das Leistungsangebotsmodell, das Distributionsmodell und das Kapitalmodell aufgliedert. Anhand dieser Aufteilung wird das interne und das externe Agieren sowie die Erlöserzielung veranschaulicht.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Partialmodell eines integrierten Geschäftsmodells

Abbildung 2: eBay User Weltweit

Abbildung 3: Onlineauktionen bei der eBay Konkurrenz am 06.11.2005

Abbildung 4: Sun Server V880 und V480

Abbildung 5: Sternensymbole für positive Bewertungen

Abbildung 6: eBay Darstellung über WAP

Abbildung 7: Wertekette der Online-Distribution von eBay

Abbildung 8: Aktienkurs von September 1998 bis November 2005

Abbildung 9: Umsatzentwicklung und Umsatzwachstum

Abbildung 10: Aktuelle Gebührenliste

Abbildung 11: Aktuelle Gebührenliste für eBay Shops

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

„Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf.“

…und doch werden gerade solche Dinge bei eBay angeboten und finden einen enormen Zuspruch. Das genannte Zitat stammt von dem griechischen Philosophen Sokrates, der schon 399 Jahre vor Christus den Konsumwunsch seiner Mitbürger und vielleicht auch seinen eigenen so treffend beschrieb.

Diese Tatsache machten sich Pierre Omidyar und Jeff Skoll im September 1995 zunutze und gründeten eBay.[2] Die eigentliche Geschäftsidee stammte von Omidyar (nicht von Skoll und auch nicht von Sokrates) – der sich durch seine frühere Freundin und heutigen Frau inspirieren ließ, einen „effizienten Marktplatz“ mit vollkommenen Informationen unter für alle Beteiligten gleichen Voraussetzungen zu schaffen (seine Frau sammelt PEZ-Boxen – ein Ausgabemechanismus für Bonbons, die einen außerordentlichen Sammlerwert entwickeln können). Omidyar und Skoll gründeten das Unternehmen als Einzelunternehmen – die Hardware wurde zu Anfang in Omidyar´s kleinem Apartement in Kalifornien betrieben.2

In den vergangenen 10 Jahren ist eBay zum größten Online-Marktplatz mit 33 internationalen Märkten aufgestiegen. Bei eBay werden ständig ca. 60 Millionen Artikel angeboten, pro Sekunde werden Waren im Wert von 1.359 US Dollar gehandelt – im dritten Quartal 2005 betrug das Handelsvolumen 10,8 Mrd. US Dollar![3] Anhand dieser herausragenden Zahlen soll in dieser Ausarbeitung geklärt werden, welche Architektur das Geschäftsmodell hat und wie die Ströme zwischen den einzelnen Modellen, aus denen das Geschäftsmodell besteht, fließen. Einzelheiten werden in dieser Ausarbeitung am Online-Marktplatz Deutschland näher erläutert, da eine Differenzierung der weiteren weltweiten Marktplätze den Rahmen sprengen würde.

2. Definition

Vorab soll dem Leser an dieser Stelle eine kurze Definition aller Elemente im Geschäftsmodell an die Hand gegeben werden. Da es verschiedene Defintionen zum Geschäftsmodell gibt, orientiert sich diese Ausarbeitung an der Definition aus dem Werk von Bernd W. Wirtz[4]. Aufgrund unterschiedlicher Geschäftsmodelltypologien im Electronic Business mußte das Geschäftsmodell im Folgenden noch an eBay-typische Strukturen (Beschaffungsmodell entfällt) angepasst werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Partialmodell eines integrierten Geschäftsmodells

Geschäftsmodell

Laut Timmers Definition des Geschäftsmodells

„A business model is defined as the organization (or “architecture“) of product, service information flows, and the sources of revenues and benefits for suppliers and customers“ [5],

handelt es sich hier um ein gedanklich- architektonisches Konstrukt, das die Material-, Arbeits- und Informationsflüsse zwischen Unternehmen, Umwelt und Interna sowie die Erlösströme abbildet.[6]

Marktmodell

Das Marktmodell unterscheidet zwischen Wettbewerbsmodell und Nachfragermodell. Es gibt Auskunft über das Profil der Nachfrager und welche Preisbereitschaft diese aufweisen.[7] An dieser Stelle wird der potentielle Kundenmarkt segmentiert. Das Wettbewerbsmodell gibt explizit Auskunft über die Strukturen des Wettbewerbsumfeldes und zeigt die Marktstrukturen auf den Absatzmärkten.7

Beschaffungsmodell

Das Beschaffungsmodell beschäftigt sich hauptsächlich mit den Inputfaktoren von Unternehmen des Electronic Business.[8] Da Ebay jedoch seine Haupteinnamen durchweg durch Provisionen in der Maklertätigkeit erzielt, wird dieser Zweig in dieser Ausarbeitung nicht weiter ausgeführt.

Leistungserstellungsmodell

Dieses Modell gibt Auskunft über die Kombinationen von Gütern und Dienstleistungen und den erzielbaren Ausbringungsmengen.[9] Abweichend von Wirtz´ Definition wird in dieser Ausarbeitung die IT-Architektur betrachtet, da sie zur Leistungserstellung maßgeblich beiträgt.

Leistungsangebotsmodell

Durch die genaue Analyse der Kunden im Marktmodell, wird im Leistungsangebotsmodell ein genau auf die Kundengruppe abgestimmtes Angebot unterbreitet. Dieses Angebot dient letztendlich der Befriedigung der Kundenwünsche.9

Distributionsmodell

Das Distributionsmodell zeigt den materiellen als auch den immateriellen Transport von Produkten und Dienstleistungen vom Anbieter zum Nachfrager. Transport meint die genaue Spezifikation von Zeit, Preis und der Art und Weise der Beförderung. 9 Da eBay nur als Makler tätig und nicht direkt in die weitere Abwicklung der Auktionen involviert ist, vermittelt das Unternehmen ausgesuchte Logistikpartner, auf die an entsprechender Stelle noch eingegangen wird.

Kapitalmodell

Das Kapitalmodell zeigt alle zugeführten finanziellen Ressourcen und alle Formen der Refinanzierung eines Unternehmens sowie die Erlösgenerierung.9

3. Das Marktmodell

eBay wurde in Deutschland 1999 etabliert; im Dezember 2002 lag die Zahl der User schon bei 11.943.000 Mio.11 und stieg bis September 2005 auf 16.798.000 Mio.[10] an. Damit ist eBay Deutschland der zweitgrößte elektronische Marktplatz nach den USA mit 36.264.000 Mio.[11] Usern. Rund 50,21 %[12] der aktiven Internetznutzer in Deutschland klicken mindestens einmal pro Monat auf www.ebay.de.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: eBay User Weltweit11

3.1 Das Nachfragermodell

Ursprünglich wurde die eBay-Plattform für Sammler von seltenen Gegenstände geschaffen. Es sollten nur “Laien“-Verkäufer agieren, um Sammelgegenstände zu fairen Preisen kaufen und verkaufen zu können. Im Laufe der Entwicklung der eBay- Plattform wurden jedoch weitere Zielgruppen etabliert.

3.1.1. Die Privatkunden

Da bei der ursprünglichen Konzeption von Kauf und Verkauf nur Privatleute in Erscheinung traten und Güter direkt gegen den ausgehandelten Auktionsendpreis tauschten, kann bei der anfänglichen eBay-Idee von den C2C-Auktionen ausgegangen werden[13].

3.1.2. Die eBay Shops

Im Laufe der Zeit traten immer mehr professionelle Verkäufer in Erscheinung – diese neuen Kundengruppen verkauften die Waren nun auch gewerblich. Um eine adäquate Umgebung für diese Gewerbetreibenden zu schaffen, entwickelte eBay den “eBay-Shop“. Damit wurde die C2C Konzeption durchbrochen – nun wurde neben C2C-Auktion, die B2C[14] - Auktion auf dem elektronischen Marktplatz implementiert. Als Vorstufe der eBay-Shops waren die power seller, für die bestimmte kostenlose Vergünstigungen angeboten wurden.

3.1.3. Die eBay Business Kunden

Weiterhin führte eBay die B2B-Auktion ein. Bei diesem Auktionstyp interagieren zwei Unternehmen miteinander.[15] Laut einer Studie von eBay agieren Unternehmen, die ihre Materialbeschaffung über eBay abwickeln, profitabler - sie erzielen höhere Umsätze und können letztendlich sogar mehr Mitarbeiter einstellen. So beabsichtigen 36 % der bei eBay tätigen Unternehmen, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Bei Unternehmen die nicht bei eBay tätig sind, ergab sich ein Wert von lediglich 19 %. eBay hat seine Kategorie “Business & Industrie“ in “eBay Business“ umbenannt und weiter ausgebaut.[16]

3.2 Das Wettbewerbsmodell

Das Wettbewerbsmodell bedarf einer besonderen Betrachtung, da eBay sich bereits in der Vergangenheit gegen Mitwettbewerber behaupten musste, die im Grunde bessere Anfangsvoraussetzungen hatten.[17]

3.2.1. Der deutsche Markt für Onlineauktionen

In Deutschland gibt es eine Vielzahl ähnlicher Auktionsplattformen wie eBay. Eine kurze Übersicht sowie die Auktionszahlen zeigen das folgende Schaubild (Die Zahlen sind ex post und beziehen sich als Momentaufnahme auf den 06.11.2005. Auf eine längerfristige Untersuchung wurde verzichtet, da hier nur die Relationen exemplarisch gezeigt werden sollen)[18]:

[...]


[1] Vgl. Wirtz, B. W., Electronic Business, S. 83

[2] Vgl. Bunnell, D./Luecke R.; The ebay Phenomenon, S. 20

[3] Vgl. eBay Deutschland – Presse Service Center, http://presse.ebay.de/news.exe?page=print&content=FW, Stand 25.10.2005

[4] Vgl. Wirtz, B. W., Electronic Business

[5] Vgl. Timmers, P. Electronic Commerce – Strategies and Models for Business-to-Business Trading, S. 31

[6] Vgl. Wirtz, B. W., Electronic Business, S. 81

[7] Vgl. Wirtz, B. W., Electronic Business, S. 82

[8] Vgl. Wirtz, B. W., Electronic Business, S. 84

[9] Vgl. Wirtz, B. W., Electronic Business, S. 84

[10] Vgl. eBay Deutschland – Presse Service Center, http://presse.ebay.de/news.exe?page=print&content=FD, Stand 25.10.2005

[11] Vgl. Becker, A., Volkssport eBay, In tomorrow, Ausgabe 03/2003 S.39

[12] Vgl. Nielsen//Net Ratings, http://www.nielsen-netratings.com/news.jsp?section=dat_to&country=ge, Stand 04.11.2005

[13] Vgl. Merz, M., E-Commerce und E-Business, S 28

[14] Vgl. Merz, M., E-Commerce und E-Business, S. 25

[15] Vgl. Merz, M., E-Commerce und E-Business, S. 24

[16] Vgl. ECIN - eBAYsiness, http://www.ecin.de/news/2005/04/14/08191/print.html, Stand 31.10.2005

[17] Vgl. Bunnell, D./Luecke R.; The ebay Phenomenon, S. 25

[18] Vgl. AuktionsSchnüffler – Das Auktionsportal, http://www.aserch.de/trader, Stand 06.11.2005

Details

Seiten
35
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638462723
ISBN (Buch)
9783638660716
Dateigröße
948 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v49945
Institution / Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1,3
Schlagworte
Geschäftsmodell Informatik E-Commerce E-Business

Autor

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Titel: Das Geschäftsmodell von eBay