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Unterrichtsstunde: USA - A Melting Pot of Nations? (10. Klasse)

Unterrichtsentwurf 2006 14 Seiten

Didaktik - Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

1) Übersicht über die Unterrichtseinheit „Life in USA“

1. USA – A Melting Pot of Nations?
2. Melting Pot or Salad Bowl?
3. People in the USA (individual stories)
4. Who are the Americans?
5. A symbol for freedom - The statue of liberty
6. Hollywood and Coca Cola – Symbols of American Culture today?
7. American culture spreads! (influences on Germany)

2) Intention bzw. Ziel der Stunde

Die heutige Stunde soll einen exemplarischen Einblick in die Lebenswirklichkeit der größten ethnischen Gruppen in den USA bieten. Die SuS sollen in dieser Stunde das publizierte Idealbild der USA als „Melting Pot“ kritisch betrachten, hinterfragen und beurteilen.

3) Didaktischer Schwerpunkt der Unterrichtsstunde

Die heutige Unterrichtseinheit „USA- a Melting Pot of nations?“ bewegt sich im Rahmen der Unit 3 ‚USA - Modern Times’. Diese Unterrichtseinheit entspricht dem Thema „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ mit dem Unterpunkt „Situationen junger Menschen in der modernen Gesellschaft“ in der Jahrgangsstufe 9/10, im Kernlehrplan für die Hauptschule im Fach Englisch[1].

E pluribus unum ’ (‚Eins aus vielen’) ist seit 1776 das Staatsmotto der USA. Das Land wurde einst beschrieben als „[…] magic melting pot or a miraculous crucible, in which immigrants of different nationalities, of different ethnic stock and of different religious beliefs are fused into a new nation and live peacefully together[…]“[2]. Doch dieses Bild scheint in den letzten Jahrzehnten seine Gültigkeit verloren zu haben. Bereits 1963 publizierten Glazer und Moynihan in ihrer Studie über ethnische Gruppen in New York „the point about the melting pot […] is, that it did not happen[3]. Es stellt sich die Frage ob der beschriebene Assimilationsprozess überhaupt jemals stattgefunden hat. Dennoch ist das ursprüngliche Idealbild der USA in vielen Köpfen verankert und wird in den Medien vielfach publiziert.

Die SuS haben sich bereits fächerübergreifend mit der Einwanderungsgeschichte und den damit verbundenen Idealen der USA beschäftigt. Außerdem begegnen den Lernenden im täglichen Leben Berichte über Diskriminierung und Ausschreitungen ethnischer Gruppen in den USA. Durch dieses Vorwissen stellt sich den SuS unweigerlich die Frage: „Wie ist die Situation der amerikanischen Bevölkerung in der Realität?“. Auf diese Fragestellung soll in dieser Stunde eingegangen werden.

Den Einstieg bildet die Folie ‚USA – A melting pot of nations’. Dieser Cartoon bietet einen ersten Sprechanlass und soll durch seinen humoristischen Charakter motivierend wirken und Interesse am Thema der Stunde wecken[4]. Die Aussagen der SuS werden stichpunktartig auf der Folie festgehalten (ggf. äußern einzelne SuS schon Bedenken an der Authentizität des Cartoons).

Den Schwerpunkt der Unterrichtsstunde bildet eine Gruppenarbeit, in der sich 5 Kleingruppen mit unterschiedlichen ethnischen Gruppen beschäftigen. Im Sinne der didaktischen Reduktion sind die 5 größten ethnischen Gruppen der USA exemplarisch dargestellt (Weiße, Afro-Amerikaner, Hispanier, Asiaten, Indianer). Die entsprechenden Arbeitsblätter enthalten Stichwortsammlungen zur Lebenssituation dieser US-Amerikaner. Die SuS sollen zuerst aus den Stichworten kurze Sätze formulieren und aufschreiben. Die zweite Aufgabe besteht dann darin eine Wertung vorzunehmen, das Erarbeitete soll rot oder grün (negativer oder positiver Aspekt) unterstrichen werden. Die Gruppe muss sich dann verständigen, wer welche Sätze vorträgt um Wiederholungen in der Präsentation zu vermeiden. Dann sollen die Lernenden ihre positiven und negativen Aspekte vergleichen und daraus ein Fazit zur Gesamtsituation überlegen. Im Anschluss berichtet jede Gruppe über ihre Ergebnisse, jedes Gruppenmitglied trägt min. 3 Sätze vor. Dadurch beschäftigt sich alle SuS intensiv mit einer Minderheit und erfahren aber bei der Präsentation ebenfalls die Aspekte der anderen Gruppen. Durch die Stichwortvorgaben formulieren die SuS eigenständige Sätze, sie sind genötigt sich Gedanken über den Sinn der Angaben zu machen und es wird einem einfachen Abschreiben von Textteilen vorgebeugt. Die schriftliche Fixierung gibt schwächeren SuS Sicherheit, damit sie sich sinngemäß äußern können. Dies ist bei dieser Klasse besonders wichtig, weil einige der SuS aus dem schwächeren G-Kurs in die Klasse 10B gekommen sind und ein dementsprechend niedrigeres Leistungsniveau im Fach Englisch mitbringen. Bei der Präsentation wird dann die kommunikative Kompetenz, die als übergeordnetes Ziel des Englischunterrichtes gilt, geübt[5]. Ferner wird das Hörverstehen bei der Präsentation geschult, indem die SuS sich gegenseitig aktiv zuhören. Das bekannte Sprechtempo erleichtert ihnen dabei das Verständnis[6]. Das jeweilige Fazit der Gruppen wird an der Tafel festgehalten.

Nach der Präsentation erfolgt ein stummer Impuls durch die Eingangsfolie. Sie SuS sollen sich noch einmal mit der Folie auseinandersetzen und ihre Eingangskommentare ggf. durch das neu erworbene Wissen über die verschiedenen ethnischen Gruppen kommentieren, ergänzen oder revidieren.

[...]


[1] Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): S. 21

[2] Freese: Introduction

[3] Freese nach Glazer/Moynihan: Introduction

[4] Greving/Paradies: S. 17

[5] Vollmer: S. 237

[6] Hermes: S. 224

Details

Seiten
14
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638462167
Dateigröße
796 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v49872
Institution / Hochschule
Universität Paderborn
Note
1.3
Schlagworte
Unterrichtsstunde Melting Nations Klasse)

Autor

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Titel: Unterrichtsstunde: USA - A Melting Pot of Nations? (10. Klasse)