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Die Sparquote in Deutschland. Ein Überblick über Volkswirtschaft und die privaten Haushalte

Hausarbeit 2006 17 Seiten

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einführung

2. Grundlegende Definition des Begriffs
2.1 Die gesamtwirtschaftliche Sparquote
2.2 Die durchschnittliche Sparquote der privaten Haushalte

3. Aussagefähigkeit der Sparquote

4. Entwicklung der privaten Sparquote in Deutschland

5. Zusammenfassung

6. Anhang

Anlage 1

Anlage 2

Anlage 5

Literaturverzeichnis

Vorwort

Den Begriff „Sparen“ hört heutzutage jeder von uns mehrmals am Tag: Autohersteller werben mit der Sparsamkeit ihrer Fahrzeuge in Bezug auf den Kraftstoffverbrauch; schließt man sofort einen neuen Mobilfunkvertrag ab, so spart man sich die Grundgebühr für drei Monate; bestellt man beim Versandhändler Waren über einen bestimmten Betrag, so spart man sich die Versandkosten. Man kann also auch durch schlauen Konsum sparen, indem man nicht mehr bezahlt als wirklich notwendig ist. Die oben genannten Beispiele sind nur einige von vielen Beispielen zum Thema sparen mit denen wir jeden Tag unvermeidbar konfrontiert werden. Aufgrund der vielseitigen Verwendung des Begriffs scheint es angebracht sich einmal auf die Grundbedeutung zu konzentrieren. In seiner Grundbedeutung ist mit „sparen“ der Verzicht auf Konsum, das Zurücklegen für spätere Zeiten gemeint. Wird die Menge an Geld, die gespart wird, in Relation zum Einkommen gesetzt ergibt sich die Sparquote, womit wir auch schon beim Thema dieser Hausarbeit angelangt sind. Nach der Definition des Begriffs folgt eine kurze Betrachtung der gesamtwirtschaftlichen Sparquote. Da im Mittelpunkt des Interesses der Deutschen Bundesbank und des Statistischen Bundesamtes jedoch so gut wie immer die Sparquote der privaten Haushalte steht, legt diese Hausarbeit ihren Schwerpunkt auf diese private Sparquote. Nachdem die Aussagefähigkeit der Sparquote behandelt wurde, wird noch intensiv auf die derzeitige Entwicklung der privaten Sparquote in Deutschland eingegangen. Abschließend folgt eine kurze Zusammenfassung.

1. Einführung

Wie bereits im Vorwort dieser Hausarbeit schon angedeutet, verwenden wir den Begriff „Sparen“ oder Abwandlungen davon häufig in unserer Alltagssprache. Sogar in Zitaten wie „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!“, treffen wir häufig auf diesen Begriff. Eine grundlegende Definition dieses Begriffs scheint daher im Zuge der weiteren Verwendung unumgänglich. Die Sparquote als gesamtwirtschaftliche Sparquote wird nur kurz gestreift. Ergänzend dazu seien abschließend noch die Gründe für die derzeitige Entwicklung der privaten Sparquote sowie die Unterschiede innerhalb Deutschlands genannt.

2. Grundlegende Definition des Begriffs

Der Begriff „sparen“ stammt vom lateinischen „separe“ ab, was soviel bedeutet wie „trennen, separieren“[1]. Damit ist insbesondere das Sammeln von Ressourcen für schlechte Zeiten gemeint. Das verfügbare Einkommen kann entweder konsumiert oder gespart werden (Y=C+S). Aus wirtschaftlicher Sicht stellt „sparen“ den momentanen Verzicht eines Haushalts auf Konsum dar. Es wird der Teil des Einkommens einer Periode gespart, der in dieser Periode nicht konsumiert wird. Sinn und Zweck des Sparens aus individueller Sicht ist, den Konsum optimal über die Zeit zu verteilen. Denn wenn in der Gegenwart auf Kosten des Konsums gespart wird, wird der Konsum in der Zukunft erst ermöglicht. Abhängig von den Beweggründen des Sparens, wir sprechen hier auch vom Motiv, können wir drei Ziele unterscheiden[2]:

Zwecksparen: Sparen für einen bestimmten Zweck (z. B. Immobilienerwerb, Fahrzeugkauf)

Vorsorgesparen: Sparen um vorzusorgen (z. B. Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge)

Vermögensbildung: Sparen um Vermögen zu bilden

Eine Kreditaufnahme ist stets als negative Vermögensbildung zu betrachten, eine Kredittilgung hingegen als positive Vermögensbildung. Kredite können von den Kreditnehmern für betriebliche Zwecke, den Immobilienerwerb oder für Konsumzwecke (Konsumentenkredite) aufgenommen werden. Von der positiven Vermögensbildung ist negative Vermögensbildung abzuziehen um die Nettogeldvermögensbildung bzw. den Finanzierungssaldo zu erhalten. Der Finanzierungssaldo steht für das Geldvermögen, welches zur Vermögensbildung zur Verfügung steht.

2.1 Die gesamtwirtschaftliche Sparquote

Die gesamtwirtschaftliche Sparquote gibt das Verhältnis der Ersparnis, der gesamten Volkswirtschaft, in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder. Unter der gesamten Volkswirtschaft sind dabei die Haushalte, die Unternehmen (AG´s, GmbH´s, OHG´s usw.) sowie der Staat zusammengefasst[3].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entstehungsrechnung (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Antwort auf email-Anfrage)

Wie sich das Bruttoinlandsprodukt berechnen lässt, zeigt die Entstehungsrechnung in Abbildung 1 (siehe Pfeilmarkierung) als Teil der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

2.2 Die durchschnittliche Sparquote der privaten Haushalte

Bei der Definition des Begriffs „Sparquote“ ist zu unterscheiden, ob es sich um die durchschnittliche Sparquote der privaten Haushalte oder um die gesamtwirtschaftliche Sparquote handelt. Die gesamtwirtschaftliche Sparquote wurde in Kapitel 2.1 behandelt. Die durchschnittliche Sparquote der privaten Haushalte ist der Anteil des Einkommens, der als Ersparnis definiert ist. Da in den Darstellungen des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Bundesbank üblicherweise die Sparquote privater Haushalte im Mittelpunkt des Interesses steht, wird diese Hausarbeit im Folgenden ihre Betrachtung voll und ganz darauf beschränken. Dabei werden private Organisationen ohne Erwerbszweck mit dem Sektor private Haushalte zusammengefasst. Die Sparquote selbst berechnet sich folgendermaßen[4]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das heißt die Sparquote ist der prozentuale Anteil des Einkommens, der auf die hohe Kante gelegt, also gespart wird. Die zwei Variablen, die in der oben genannten Formel vorkommen, können folgendermaßen definiert werden:

Unter dem verfügbaren Einkommen ist das Einkommen zu verstehen, welches den Haushalten für Konsum (von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern sowie Dienstleistungen) und Sparen zur Verfügung steht. Aus der nachfolgenden Verteilungsrechnung, die als Fortsetzung zur Entstehungs-rechnung aus Kapitel 2.1 zu betrachten ist, lässt sich sehr gut ablesen wie das verfügbare Einkommen berechnet wird. Der Übersicht halber sind beide Rechungen (Entstehung und Verteilung) nochmals in Anlage 1 dargestellt.

Unter Sparen wird der Betrag des Einkommens verstanden, der nicht konsumiert, sondern in irgendeiner Form (z. B. Termingelder, Spareinlagen, Sparbriefe, Aktien, Genossenschaftsanteile, Investmentzertifikate) gespart wird. Auch diese Größe ist in der Verteilungsrechung aufgeführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Verteilungsrechnung (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg)

Was genau diese gesamtwirtschaftliche Quote aussagt und wie diese sich in den letzten Jahren und derzeit in Deutschland entwickelt hat, wird in den folgenden Kapiteln einer genaueren Betrachtung unterzogen.

[...]


[1] Vgl. Wikipedia Foundation Inc.

[2] Vgl. Wikipedia Foundation Inc.

[3] Vgl. Wikipedia Foundation Inc.

[4] Vgl. Wikipedia Foundation Inc.

Details

Seiten
17
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783346019752
ISBN (Buch)
9783346019769
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v498187
Institution / Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,3
Schlagworte
sparquote deutschland überblick volkswirtschaft haushalte
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