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Die Sharing Economy. Konzeptionelle Grundlagen und Erfolgsfaktoren

Masterarbeit 2019 137 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

2 Die Grundlagen der Sharing Economy
2.1 Modelle der Sharing Economy
2.2 Die Beteiligten der Sharing Economy

3 Die Erfolgsfaktoren der Sharing Economy
3.1 Technik als Erfolgsfaktor
3.2 Wertewandel als Erfolgsfaktor
3.3 Psychologische Faktoren als Erfolgsfaktor
3.4 Rechtliche Rahmenbedingungen als Erfolgsfaktor

4 Empirische Untersuchung
4.1 Forschungsdesign
4.1.1 Erhebungsmethode
4.1.2 Auswahl der Fachexperte
4.1.3 Interviewleitfaden
4.2 Auswertungsmethode
4.2.1 Kategoriensystem
4.2.2 Kategorien
4.3 Darstellung und Analyse der Ergebnisse

5 Handlungsempfehlungen

Anhang

Experteninterviews- Transkripte

Experteninterviews - Paraphrasierung

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Leitfaden des Experteninterviews

Tabelle 2: Darstellung der Kategorien für die Auswertung der Experteninterviews

Tabelle 3: Das Kategoriensystem

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Differenzierung der Sharing Economy

Abbildung 2: Sharing Economy-Branchen und deren führenden Teilnehmer

Abbildung 3: Gründe, Dinge zu leihen statt sie zu kaufen

Abbildung 4: Bewertungssysteme bei Online-Sharing-Angeboten

Abbildung 5: Erwartungen an den Daten- und Verbraucherschutz

Abbildung 6: Was sind die Nachteile von Sharing Economy- Angeboten?

Abbildung 7: Darstellung der Reduktion der Oberkategorie Motive

Abbildung 8: Darstellung der Reduktion der Oberkategorie Treiber

Abbildung 9: Darstellung der Reduktion der Unterkategorie Geld

Abbildung 10: Darstellung der Reduktion der Unterkategorie Nachhaltigkeit

Abbildung 11: Darstellung der Reduktion der Unterkategorie Flexibilität

Abbildung 12: Darstellung der Reduktion der Oberkategorie Hemmfaktoren

Abbildung 13: Darstellung der Reduktion der Oberkategorie Vertrauen

Abbildung 14: Darstellung der Reduktion der Oberkategorie Aufklärungsarbeit

Abbildung 15: Darstellung der Ergebnisse der Literaturrecherche und empirischen Untersuchung

1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Obwohl das Eigentum von Gütern lange als das hauptsächliche Konsummotiv galt, folgen derzeit immer mehr Menschen dem Motto Nutzen statt Besitzen.1 Im Fokus hierbei stehen die Erlebnisse beziehungsweise der Nutzen eines Produkts oder einer Dienstleistung. Durch die Hilfe von Vermittlungsplattformen im Internet oder in Apps können nicht genutzte Ressourcen mit geringem Aufwand anderen zur Verfügung gestellt werden.2 Die Entstehung der Sharing Economy war eine Reaktion auf den Überkonsums des 20. Jahrhunderts.3 In den letzten Jahren sind seitdem zahlreiche Sharing-Plattformen entstanden. Durch diese Angebote wird Privateigentum sozialer und der Markt für gemeinschaftliche sowie gebrauchte Waren individueller. Mithilfe der Art der Geschäftsmodelle des geteilten Konsums wird es den Kunden ermöglicht, eine kostensparendere und nachhaltigere Alterna- tive in Anspruch zu nehmen. So unterschiedlich wie Nutzer sein können, ist auch ihre Motivation, an der Sharing Economy teilzunehmen. Einige Nutzer möchten Geld verdienen, andere möchten sparen. Eine weitere Motivation für Nutzer der Sharing Economy liegt in dem Zugang zu einem besseren Service und besseren Gütern, der außerhalb des kollaborativen Konsums nicht möglich wäre. Neben den genannten ökonomisch motivierten Intentionen nutzen andere die Sharing Economy, um nachhaltig und umweltbewusst zu leben.4 Die Sharing Economy wird als Produkt der digitalen Transformation gesehen, die mittlerweile in fast alle Teile unseres alltäglichen Lebens Einzug gefunden hat. Die Digitalisierung führt einerseits zu einer grundsätzlichen Änderung der zwischenmenschlichen Kommu- nikation und formt anderseits neue Arten des Konsumverhaltens und Wirtschaf- tens. Eine dieser neuen Ausprägungen zeigt sich in der Gestalt der Sharing Eco- nomy, die als tiefgreifende Veränderung unseres gesellschaftlichen und wirtschaft- lichen Lebens gesehen werden kann, da sie einen bewussteren Umgang mit Res- sourcen und Produkten mit sich bringt.5 Das Konsumverhalten wird aber nicht nur durch die technologischen Entwicklungen beeinflusst, sondern auch durch die durchgehend problematischer werdenden Nachhaltigkeitsherausforderungen und die damit einhergehenden Diskussionen über Wirtschaft, Wachstum und Lebens- qualität.6 Die vermehrten Eingriffe in die Natur bergen das Risiko, langanhaltende Auswirkungen auf unseren Planeten zu haben. Als Beispiel entsteht durch die Landwirtschaft, der Industrie, dem Verkehr und dem Energiesektor eine hohe Stickstoffbelastung.7 Die stetig ansteigende Umweltproblematik zeigt sich bei- spielsweise deutlich in der globalen Erderwärmung, durch die sich unser Planet aufheizt. Dies ist in der Erdgeschichte schon häufiger geschehen, allerdings nicht in der Geschwindigkeit der vergangenen zweihundert Jahre. Die Schuld daran wird deutlich den Menschen zugeschrieben.8 Umso wichtiger ist es, Lösungen zu finden, die diesen Umweltproblemen entgegenwirken. Eine mögliche Lösung die der Umweltproblematik entgegenwirken könnte, stellt die Sharing Economy dar. Die primäre Zielsetzung dieser Arbeit liegt darin, die Frage nach der Beständigkeit der Sharing Economy zu ergründen. Darüber hinaus hat sie zum Zweck, die zu- künftige Relevanz der Sharing Economy zu bestimmen und für die Anbieter-Seite Handlungsempfehlungen für weitere Entwicklungen zu geben.

Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: „Unter welchen Bedingungen würde die Sharing Economy als langfristig angesehen werden oder nur als Hype?“. Um die- se Frage zu beantworten werden die Erfolgsfaktoren der Sharing Economy unter- sucht.

Der Begriff Hype meint in diesem Zusammenhang etwas, das zeitlich begrenzt in Mode ist. Im Zuge dieser wissenschaftlichen Arbeit wurde eine qualitative Befra- gung (Experteninterviews) durchgeführt, um durch das Wissen von Experten die Forschungsfrage genauer zu untersuchen und zu beantworten. Dadurch sollen Erkenntnisse über die Erfolgsfaktoren gewonnen werden, die maßgeblich für den Erfolg und das Bestehen der Sharing-Economy-Branche sind. Zudem können mit Hilfe der Befragung Erkenntnisse über Handlungsempfehlungen und zukünftige Entwicklungen gewonnen werden.

2 Die Grundlagen der Sharing Economy

Der Begriff Sharing Economy taucht seit dem Jahr 2008 immer häufiger in der wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Diskussion auf und bedeutet übersetzt „teilende Wirtschaft“.9 In der Literatur werden verschiedene Definitionen der Sharing Economy aufgeführt. Neben diesem Begriff werden oft auch die Be- griffe „gemeinschaftlicher Konsum“, „Nutzen-statt-Besitzen“ oder „Collaborative Economy“ verwendet.10

Die folgende Abbildung zeigt die drei populärsten Definitionen.

Abbildung 1: Differenzierung der Sharing Economy11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle : Scholl, et al. 2015.

Bei Angeboten der Sharing Economy geht es darum, dass der Nachfrager sich das Recht für eine befristete Nutzung eines Gutes erwirbt, anstatt es zu kaufen“.12

Die Kernidee der Sharing Economy besteht darin, vorhandene, aber ungenutzte Ressourcen an bestehende Nachfrager zu vermitteln und so deren Auslastung zu verbessern.13 Laut Rachel Botsman handelt es sich bei der Sharing Economy nicht um einen kurzfristigen Trend, sondern um eine mächtige kulturelle und öko- nomische Kraft, die nicht nur die Konsumgüter beeinflusst, sondern auch die Art, wie wir diese konsumieren.14 Mit der Entwicklung und der Globalisierung der Sha- ring Economy-Bewegung findet ein Wandel für die Wirtschaft und die Gesellschaft statt. Dieser wird beispielsweise durch technologische, ökonomische und soziale Faktoren getrieben.15 Der Durchbruch der Sharing Economy gelang durch die Kombination aus den veränderten Präferenzen der Gesellschaft und den neuen digitalen Technologien wie Smartphone-Apps. Durch das Aufkommen neuer Technologien war es möglich, Transaktionskosten für die Vermittlung von Gütern und Dienstleistungen stark zu senken und neue, bisher nicht organisierbare Märk- te, entstehen zu lassen. Ebenfalls gilt als wichtiger Treiber für die Entwicklung der Geschäftsmodelle der Sharing Economy die Bereitschaft, auf Eigentum zu ver- zichten, und lediglich für die Nutzung zu bezahlen. Somit steht nicht mehr der Be- sitz von Gütern im Vordergrund, sondern der Zugang zu diesen.16 Auf die Erfolgs- faktoren und Treibkräfte wird in Kapitel 3 näher eingegangen.

2 .1 Modelle der Sharing Economy

In den Geschäftsmodellen der Sharing Economy wird großes Potential gesehen. Darauf deutet die hohe Anzahl der online Plattformen hin, die in den verschiede- nen Branchen bestehen. Durch die in Kapitel 2 bereits genannten treibenden Fak- toren, haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Geschäftsmodelle in der Sharing Economy entwickelt. Diese Geschäftsmodelle basieren meistens auf dem emotio- nalen und rationalen Mehrwert, der den Konsumenten entsteht. Nachfolgend wer- den verschiedenen Sharing Economy-Formen aufgelistet:17

- Der Kauf und Verkauf gegen Gegenleistung, wie zum Beispiel ein Tausch oder Geld und dem damit einhergehenden Eigentumswechsel.
- Konsumgemeinschaften, wie beispielsweise Genossenschaften, bei denen die Mitglieder Eigentum erwerben, um es selbst zu nutzen.
- Rechtlich geregelte Miet- und Pachtverhältnisse: Nutzungen nach dem Miet- rechtgesetz mit Mietzins, mittels Pachtvertrags, aber auch Vermietungen im Rah- men von beispielsweise Beherbergungsunternehmen. Zu diesem Modell zählen ebenfalls „Timesharing“-Konzepte, bei denen das Recht erworben wird, eine Feri- enwohnung regelmäßig zu nutzen.18

2.2 Die Beteiligten der Sharing Economy

Im Hinblick auf die Art der Sharing-Teilnehmenden existiert zunächst eine große Heterogenität an Sharing-Ansätzen. Nachdem in Kapitel 2.1 die unterschiedlichen Sharing Economy-Formen genannt wurden, geht es in diesem Kapitel um die un- terschiedlichen Sharing-Ansätze welche aus den verschiedenen Zusammenset- zungen der teilnehmenden Akteure entstehen. Die Sharing Economy kann zwi- schen verschiedenen Akteuren betrieben werden. Grundsätzlich können Privat- personen („P“ oder „C“ für Consumer) oder Unternehmen („B“ für Business) Sha- ring-Teilnehmende sein. Es wird zwischen Peer-to-Peer (P2P), Business-to- Consumer (B2C), Consumer-to-Business (C2B) und Business-to-Business (B2B) Modellen unterschieden.19

Diese Sharing-Konstellationen werden folgendermaßen charakterisiert:

• P2P (Peer-to-Peer):

Das Wort Peer bedeutet auf Deutsch gleichberechtigter Teilnehmer oder Gleichstehender und soll kennzeichnen, dass eine Transaktion zwischen zwei gleichberechtigten Mitgliedern vollzogen wird.20 Bei diesem Modell stellen Privatpersonen anderen Privatpersonen ihre Güter zur Verfügung. Mitglieder bieten dabei untereinander Güter zum vorübergehenden Ge- brauch an. Dies kann, muss aber keine profitorientieren Gründe haben. Bei profitorientierte Gründen verdient der Privatanbieter Geld durch eine Miet- oder Bereitstellungsgebühr. Wenn keine profitorientierten Gründe vorliegen, verlangt der Anbieter des Gutes höchstens einen Kostenersatz oder eine Kostenbeteiligung. Zu diesem Sharing-Ansatz gehören auch das gegensei- tige Anbieten und Nachfragen von Fertigkeiten oder Wissen, das weiterge- ben werden kann.21 Als Beispiel hierzu dient die App „nebenan“. Das Netzwerk „nebenan.de“ ist eine Plattform, die Dienstleistungen zum Aufbau und zur Förderung von sogenannten Nachbarschaften anbietet. Es ist Deutschlands größtes soziales Netzwerk für Nachbarn, um sich gegenseitig zu helfen und auszutauschen.22

- B2B (Business-to-Business):

Bei diesem Ansatz stellen Unternehmen profitorientiert anderen Unterneh- men in einem Nutzungsnetzwerk Güter zur Verfügung. Dies beinhaltet zum Beispiel die zeitweise Bereitstellung von Arbeitsräumen in Form von „Co- Working-Spaces“.23 Wenn somit Ressourcen zwischen Unternehmen oder Organisationen temporär zur Verfügung gestellt werden, wird dies als Busi- ness-to-Business-Modell der Sharing Economy (B2B) bezeichnet.24 Dieses Modell ist eher selten vertreten.25

- B2C (Business-to-Consumer):

Bei dem Business-to-Consumer-Modell vermietet ein Unternehmen seine Güter an Privatpersonen. Dies stellt die klassische Handelsbeziehung der Sharing Economy dar, welche zwischen Unternehmen und Konsumenten herrscht. Anders als beim P2P-Sharing steht hier der Gewinn im Mittel- punkt. Hierbei bieten Unternehmen ihre Güter Privatpersonen temporär ge- gen Gebühr zur Nutzung an. Dies stellt ein profitorientiertes Modell dar, wie zum Beispiel Car-Sharing-Angebote von Unternehmen.26 Weitere Beispiele für dieses Modell sind in verschiedenen Branchen zu finden27. In der Immo- bilienbranche gibt es beispielsweise Airbnb28. Das Unternehmen Airbnb wurde 2008 gegründet und ist heute in über 81.000 Städten und 91 Län- dern vertreten. Airbnb hat die Zimmervermittlung auf der ganzen Welt per- fektioniert und etablierte sich mit der Zeit zur stärksten Konkurrenz der etablierten Hotelbranche.29 Als Beispiel für die Branche der Fahrräder bietet sich das Sharing-Unternehmen nextbike an, Deutschlands größtes Fahr- radverleihsystem. Bei nextbike können sich Kunden Fahrräder in fünfzig Städten in ganz Deutschland rund um die Uhr ausleihen.30 Das Unterneh- men readymade-furniture kann als Beispiel für die Möbel-Branche der Sha- ring Economy herangezogen werden. Hier können sich Kunden Möbel für eine Gebühr leihen.31 Für die Automobil-Branche der Sharing Economy dient das Unternehmen Sharoo32 als Beispiel. Das Ziel dieses Unterneh- mens besteht darin, die Art und Weise der Autonutzung grundlegend zu verändern. Die Plattform ermöglicht Privatpersonen und Firmen, ihre Autos außerhalb der eigenen Nutzungszeiten an Dritte zu vermieten.33

- C2B (Consumer-to-Business):

Bei dem Consumer-to-Business-Modell stellen Privatpersonen ihre Güter über eine Plattform für Unternehmen zur Verfügung. Als C2B Modell treten beispielsweise Schwarmfinanzierungen auf. Viele Personen stellen einer oder mehreren Personen, einem Unternehmen oder einer Organisation Ressourcen wie Wissen, Ideen oder Geld zur Verfügung. Meistens handelt es sich bei dieser Ressource um Geld.34 Ein Beispiel hierfür ist die online Plattform auxmoney35, auf der die Möglichkeit besteht, Geld anzulegen oder zu leihen.36 Bei auxmoney handelt es sich um ein Onlineportal mit mehr als 50.000 privaten Anlegern durch die für Nutzer die Möglichkeit besteht, sei- nen Kredit zu finanzieren.37

In der gleichen Produktkategorie können die vier unterschiedlichen Teilnehmer Konstellationen ihre Anwendung finden. Als Beispiel dafür eignet sich Car-Sharing (zum Beispiel der Anbieter Sharoo38 ), denn diese Art des Sharing-Angebotes kann in allen oben genannten vier Ausprägungen stattfinden.39 Zur Übersicht der ver- schiedenen Branchen und führenden Anbieter der Sharing Economy dient die fol- gende Abbildung:

Abbildung 2: Sharing Economy-Branchen und deren führenden Teilnehmer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Schultz, 2014.

3 Die Erfolgsfaktoren der Sharing Economy

Die Bewegung der Sharing Economy zeichnet sich durch viele positive Effekte für unsere Gesellschaft und Umwelt aus. Für das Funktionieren der Angebote ist es notwendig, dass viele Menschen an ihnen teilnehmen, um die positiven Effekte zu maximieren. Besonders in den letzten Jahren hat der kollaborative Konsum eine sehr schnelle Verbreitung erfahren.40 Die Sharing Economy besitzt verschiedene Erfolgsfaktoren, auf die in diesem Kapitel eingegangen wird. Die zentralen Fakto- ren sind die technologischen Erfolgsfaktoren, der Wertewandel, psychologische sowie rechtliche Faktoren. Anhand der aufgezählten Erfolgsfaktoren soll zusam- menfassend gezeigt und in Kapitel 4 analysiert werden, welche Aspekte den Er- folg der Sharing Economy ausmachen und dafür entscheidend sind, um ableiten zu können, ob es sich hierbei nur um einen Hype oder einen langfristigen Erfolg handelt.

3.1 Technik als Erfolgsfaktor

Der am häufigsten genannte Treiber der Sharing Economy ist die technologische Entwicklung, die in den letzten Jahren stattgefunden hat.41 Einen besonderen Schub hat ihr vor allem die schnelle Entwicklung des Internets gegeben. Die neu- en Geschäftsmodelle der Sharing Economy wären ohne die Entwicklung mobiler Endgeräte beziehungsweise Apps, digitaler Plattformen sowie dem elektronischen Zahlungsverkehr gar nicht möglich. Besonders im Hinblick auf das Teilen von Ressourcen wird deutlich, dass dieses durch das Internet einfacher geworden ist.42 Zusammenfassend kann die Sharing Economy als Produkt der digitalen Transformation gesehen werden, welche mittlerweile in fast alle Teile unseres all- täglichen Lebens Einzug gefunden hat. Die auf der Digitalisierung aufbauenden online Plattformen schaffen für Anbietende und Nachfragende die Möglichkeit, praktisch unabhängig von Raum und Zeit zu interagieren. Die Digitalisierung formt zum einen neue Arten des Wirtschaftens und Konsumverhaltens und zum anderen zieht sie auch eine grundsätzliche Änderung der zwischenmenschlichen Kommu- nikation nach sich.43

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die neuen Bezahlsysteme. Heutzutage existie- ren auf dem E-Commerce-Markt diverse Bezahlmöglichkeiten, die den Nutzern angeboten werden. Deren Entwicklung bildet einen wesentlichen Treiber unter den technologischen Erfolgsfaktoren der Sharing Economy. Durch die Entwicklung neuer, vertrauenswürdiger und mobiler Bezahlsysteme wurden Geschäftsabwick- lungsprozesse im Rahmen der Sharing Economy vereinfacht.44 Die Mehrzahl der Unternehmen nutzen bereits online Zahlungssysteme. Diese sind für die Sharing Economy sehr wichtig, da der Zahlungsverkehr zwischen den Nachfragern und den Anbietern als sicher angesehen werden muss. Diese auf beiden Seiten emp- fundene Sicherheit gilt als Voraussetzung für die Teilnahme an der Sharing Eco- nomy.45 Im Umkehrschluss wird deutlich, dass der Erfolg von Sharing-Plattformen ohne online Bezahlsysteme mittels Kreditkarten oder anderen Zahlungsmitteln deutlich eingeschränkt wäre.

Ein weiterer Erfolgsfaktor der durch den technologischen Fortschritt besteht, ist zum einen der Ausbau der Internetinfrastruktur, insbesondere des mobilen Inter- netzugangs mit dem Smartphone, aber auch die Vertrautheit der Konsumenten gegenüber digitaler Technologien. Somit besteht ein technologischer Erfolgsfaktor der Sharing Economy in der zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräte und Platt- formen. Hauptsächlich sind es die in den mobilen Endgeräten, wie beispielsweise Smartphones, integrierten hochauflösenden Kameras und GPS-Systeme, die den Fortschritt der Sharing Economy angetrieben haben.46 Durch die in Smartphones integrierte GPS-Technologie wurde beispielsweise der Erfolg von Car-Sharing erst möglich. Die intensive Nutzung von mobilen Endgeräten, besonders Smartphones, ist eine Grundlage für die Vernetzung des Nutzers und dies rund um die Uhr.47 Durch den beschriebenen technologischen Fortschritt sind die Transaktionskosten stark zurückgegangen, was ebenfalls einen Erfolgsfaktor für die Sharing Economy darstellt. Besonders die Suche nach geeigneten Angeboten und Informationen über den jeweiligen Anbieter oder Nachfrager wurden vereinfacht, wodurch Onli- ne-Marktplätze entstehen konnten, die es den Eigentümern von Gütern ermögli- chen, mit entsprechenden Nachfragern Kontakt aufzunehmen und Transaktionen durchzuführen.48 Die hierbei relevanten Transaktionskosten umfassen beispiels- weise die Markttransparenz, den Aufwand der Suche und des Vergleichs von An- geboten, das durch Bewertungssysteme entstehende Vertrauen sowie auch einen ortsungebundenen, zeitsparenden und bequemen Vertragsabschluss.49

Der Einsatz von sozialen Medien und ihre weitreichenden Möglichkeiten stellen neben der Kombination der digitalen Internetinfrastruktur für Kommunikation und Informationsaustausch ebenfalls einen wichtigen Baustein der Digitalisierung dar.50 Die sozialen Medien eignen sich nicht nur für die Kommunikation und das Teilen der eigenen Medieninhalte, sondern gelten auch als „Matching-Plattform“ für Nachfrage und Angebot. Sharing-Angebote sind durch soziale Medien überall und zu jeder Zeit zugänglich sowie gezielt zu vermarkten.51 Die Sharing- Bewegung erzielt durch die heutzutage mögliche digitale Kommunikation eine ho- he Reichweite und entwickelt über soziale Netzwerke eine ganz neue Form des Vertrauens mit Blick auf Seriosität, Glaubwürdigkeit und Transparenz.52

Das Problem fehlenden Vertrauens zwischen anonymen Anbietern und Nachfra- gern, löst das Internet weitgehend. Durch fehlende Informationen war es in der Vergangenheit beispielsweise eher riskant, seine eigene Wohnung einem Frem- den zu überlassen. Dieses Problem konnte durch Reputationsmechanismen und Bewertungssysteme reduziert werden.53 Auf den Aspekt des Vertrauens wird in Kapitel 3.3 genauer eingegangen.

Die genannten Treiber, die durch die technologischen Entwicklungen entstanden sind und bestehen, sind für die Entwicklung der Sharing Economy sehr relevant und bilden eine Grundlage für die Integration des kollaborativen Konsums in den gesellschaftlichen Alltag und dessen globale Akzeptanz.54 Laut Dan’l Lewin steht die Technologiebranche vor einem Umbruch. Seiner Meinung nach bestehen die neuen Herausforderungen darin, die sozialen und politischen Probleme unserer Gesellschaft zu verstehen und den technologischen mit dem sozialen Fortschritt zu verschmelzen.55 Zusammenfassend lässt sich ableiten, dass die Sharing Eco- nomy-Branche weiterhin und konstant auf technologische Fortschritte eingehen muss, um mit Hilfe dieser die Bezahlsysteme stetig auszubauen und zu verbes- sern, damit auch weiterhin Vertrauen für ihre online Plattformen besteht. Ansons- ten könnte der Erfolg in der Zukunft gefährdet sein.

3.2 Wertewandel als Erfolgsfaktor

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor der Sharing Economy stellt der Wertewandel unserer Gesellschaft dar. Zusammenfassend gelten Werte als Vorstellungen von Wünschenswertem und kennzeichnen eine Person oder Gruppe. Sie beeinflussen die Auswahl zugänglicher Mittel und Ziele von Handlungen und stellen Orientie- rungsmuster zur Verfügung.56 Der Begriff Wertewandel kennzeichnet einen Wan- del individueller und gesellschaftlicher Normen sowie Wertvorstellungen.57 Jede Gesellschaft kann die verschiedensten Präferenzen haben, aktuell scheint es so, dass Eigentum und der Besitz an Ressourcen zunehmend an Bedeutung verlie- ren. Immer mehr wächst der gesellschaftliche Trend eines verstärkten Umweltbe- wusstseins in den Menschen.58 Anstatt Besitztum und Vermögen stehen bei den Menschen unserer Gesellschaft die Selbstverwirklichung und Kommunikation zu- nehmend im Vordergrund.59 Einem Teil unserer Gesellschaft ist es bereits primär nicht mehr wichtig, etwas zu besitzen, sondern der Fokus liegt auf dem Nutzen eines Produktes oder einer Dienstleistung. Außerdem legen Konsumenten beim Kauf von Produkten oder Dienstleistungen einen größeren Wert darauf, dass Un- ternehmen nachhaltig agieren und sich verantwortungsvoll verhalten.60 Die folgen- de Statistik des Marktforschungsinstituts TNS Emnid, bestätigt die genannten As- pekte, dass Menschen andere Faktoren als den Besitz wichtiger finden und damit bevorzugen sich Dinge zu leihen.

Abbildung 3: Gründe, Dinge zu leihen statt sie zu kaufen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle : TNS Emnid, 2015, S. 4.

Zentraler Bestandteil der Sharing Economy ist somit die Veränderung individueller Wertesysteme, weg von traditionellen Ausprägungen bezüglich Besitz und Eigen- tum hin zur Verwirklichung individueller Präferenzen, wie beispielsweise Flexibilität und Mobilität. Damit wird der Zugang zu Produkten und Dienstleistungen mehr Wert zugesprochen als dem Erwerb. Die Sharing Economy wird als Instrument zur Schaffung einer nachhaltigeren und ressourcenschonenderen Gesellschaftsord- nung gesehen, die zum einen die wirtschaftliche und zum anderen die gesell- schaftliche Teilhabe der Gesellschaftsmitglieder erhöht.61 Das Unternehmen readymade-furniture ist eine online Plattform, über die Möbel geliehen werden können. Auf ihrer Homepage wirbt es mit dem Leitspruch: “Nachhaltigkeit ist eine Frage der Ressourcen, aber genauso eine Frage des Umgangs“.62 Dies zeigt, dass besonders der Umgang mit Ressourcen sehr wichtig ist und genau dieser wird durch die Sharing Economy unterstützt. Wenn der Wertewandel weiter voran- schreitet, die postmaterialistischen63 Wertevorstellungen der Menschen zunehmen und sie weiter Vertrauen entwickeln, wird voraussichtlich auch die Nutzung der Sharing Economy weiter wachsen. Wenn die Anbieter es schaffen, ihre Plattfor- men und Angebote an den Wertewandel angepasst weiterzuentwickeln, sind die Aussichten für die Sharing Economy im Hinblick auf das Wachstum und den Erfolg positiv.

3 .3 Psychologische Faktoren als Erfolgsfaktor

Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Sharing Economy sind des Wei- teren die psychologischen Faktoren. Es ist entscheidend, dass viele Menschen bereit für eine Teilnahme an der Sharing Economy sind, denn erst dann können verhaltensbeeinflussende Aspekte im Rahmen von geeigneten Maßnahmen dazu beitragen, die Voraussetzungen für die Sharing Economy zu verbessern. Das liegt darin begründet, dass sie kooperatives Verhalten stärken und Informationsasym- metrien abbauen.64 Um die Sharing Economy erfolgreich gestalten zu können, ist es wichtig, Verhaltenstreiber wie beispielsweise Risikopräferenzen oder Vertrauen gegenüber Fremden zu analysieren. Ein Verhaltenstreiber, der zum Erfolg der Sharing Economy beiträgt, ist die Risikobereitschaft auf Seiten des Nutzers. Risi- kopräferenzen sagen aus, in welcher Situation Menschen eine unsichere Option gegenüber einer sicheren Option bevorzugen. Menschen tendieren bei der Wahl zwischen einem sicheren, niedrigen Gewinn und einem hohen aber unsicheren Gewinn meistens zu der sicheren Option. Wenn Menschen zwischen unterschied- lich unsicheren Optionen abwägen, wird die Entscheidung durch Risikopräferen- zen beeinflusst und das Abwägen erfolgt rational.65 Bei der Sharing Economy sind für Güter und Dienstleistungen die Verfügbarkeit und der Zustand beziehungswei- se die Qualität unsicher, da die Nachfrager häufig über wenig Informationen verfü- gen. Die Anbieter hingegen müssen damit rechnen, dass sich Nachfrager nicht an Absprachen halten und beispielsweise nicht zum vereinbarten Treffpunkt erschei- nen, die zur Verfügung gestellte Ressource verschleißen oder geliehenes Geld nicht zurückbezahlt.66 Deshalb ist es für Sharing-Anbieter wichtig, ihre Angebote so zu gestalten, dass die Nutzer ein Risiko als niedrig empfinden. Dadurch sollten sowohl risikobereite als auch weniger risikobereite Nutzer dazu bereit sein, Ange- bote des geteilten Konsums zu nutzen.

In der Literatur wird im Hinblick auf die Sharing Economy besonders auf Vertrauen als Treiber eingegangen, der im folgenden Abschnitt genauer beleuchtet wird. Der Erfolg der Sharing Economy beruht unter anderem darauf, dass fremde Personen durch die Hilfe von Plattformen Vertrauen zueinander entwickeln und Güter sowie Dienstleistungen günstiger, einfacher und schneller über das Internet tauschen, verkaufen oder verschenken können. Dabei geht es um gemeinschaftliche oder gewinnorientierte online Plattformen, die sehr unterschiedliche Zwecke und Ziele verfolgen. Während es bereits in der Vergangenheit Nachbarschaftshilfen, Genos- senschaften oder Büchereien gab, ermöglicht die Digitalisierung neben der orts- und zeitunabhängigeren Nutzungsmöglichkeit auch die Entwicklung vertrauensbil- dender Mechanismen zwischen fremden Menschen.67 Vertrauen spielt in der Sha- ring Economy eine sehr große Rolle, wenn eine Person in eine andere Person investiert, um einen Vorteil für beide Seiten zu schaffen, es aber auch gleichzeitig bei der Investition zu persönlichem Schaden kommen kann. Somit ist Vertrauen von entscheidender Bedeutung, da stets erhebliche Informationsasymmetrien vor- liegen können. Als Beispiel dazu kann sich eine Person beim Anmieten einer Air- bnb-Wohnung nicht sicher über die Intentionen der vermietenden Person sein o- der dem exakten Zustand der Wohnung. Dadurch stellt Vertrauen einen wesentli- chen Verhaltenstreiber für den Abschluss von Geschäften in der Sharing Economy dar, da mangelndes Vertrauen zwischen Anbieter und Nutzer die Geschäftstätig- keit stark beeinträchtigt oder gar nicht erst ermöglicht. Besonders bei P2P- Geschäftsmodellen spielt Vertrauen eine Rolle, da es für die Vermittlungsplattfor- men wichtig ist, ihren Marktplatz so zu gestalten, dass Mitglieder bereit sind, diese Plattform zum Teilen von Ressourcen zu nutzen.68 Im Peer-to-Peer-Bereich gehö- ren, wie bereits in Kapitel 2.2 beschrieben, beispielsweise Plattformen zur Vermitt- lung von privaten Unterkünften, wie der Plattformen Airbnb oder Wimdu. Das Schaffen von Vertrauen zwischen Kunden ist bei P2P-Plattformen besonders ent- scheidend, da beide Seiten oft die mit den Transaktionen verbundenen Risiken selbst tragen müssen, ohne dass es eine Verifizierung von Dritten gibt.

Bewertungssysteme nehmen eine erfolgskritische Funktion für das Schaffen von Vertrauen auf den Plattformen ein.69 In der Regel ist der Transaktionspartner je- mand mit dem etwas geteilt wird oder gegebenenfalls ein Gut für einen gewissen Zeitraum überlassen wird, jemand, der einem nicht persönlich bekannt ist und dessen Vertrauenswürdigkeit man daher nicht einschätzen kann.70 Eine Lösung für dieses Problem schafft die Sharing Economy durch den Aufbau von Vertrauen mit Hilfe von Bewertungssystemen.71 Das Problem fehlenden Vertrauens zwi- schen weitgehend anonymen Anbietern und Nachfragern, wird somit durch Ver- mittlungsplattformen reduziert. Wenn zwischen anonymen Anbietern und Nachfra- gern kein Vertrauen besteht, kann dies die Ursache dafür sein, dass eine Transak- tion erst gar nicht zustande kommt. Auf der Plattform Airbnb können beispielswei- se alle Nutzer die angemieteten Räumlichkeiten sowie die Gastgeber nach ihrem Aufenthalt bewerten.72 Dies gilt auch für die Anbietenden gegenüber den Nutzen- den. Diese Bewertungen werden öffentlich zur Verfügung gestellt. Dadurch ist es einer Person möglich, Vertrauen aufzubauen, welches für eine weitere Nutzung einer Plattform ausschlaggebend ist. Es wird mehr Transparenz geschaffen und Informationsasymmetrien werden abgebaut. Durch das Bewertungssystem haben außerdem beide Seiten einen Anreiz, den Erwartungen des Gegenübers zu ent- sprechen.73 Durch mehrfaches gegenseitiges Bewerten entwickelt sich mit der Zeit ein Bewertungsprofil der Anbieter und Nutzenden, welches für alle Teilnehmenden der gleichen Plattform einsehbar ist. Wenn eine Vermittlung zwischen zwei Teil- nehmenden ansteht, sehen beide Teilnehmer sich das Profil des Vermittlungs- partners an und entscheiden auf dieser Grundlage, ob sie sich gegenseitig ver- trauen können und miteinander einen Tausch eingehen möchten.74 Häufig werden Bewertungssysteme zusätzlich durch weitere Verifizierungsmaßnahmen der Platt- formbetreiber unterstützt indem sie beispielsweise Ausweisdokumente anfordern, um die Vertrauensbildung zusätzlich zu stärken.75 Dass bezüglich der Bewer- tungssysteme noch großer Handlungsbedarf besteht, zeigt die folgende Abbildung 4 des TNS Emnid Marktforschungsinstituts im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Statistik zeigt die Meinungen der deutschen Verbraucher zu Bewertungssystemen von Online-Sharing-Angeboten. Die Mehrzahl der Men- schen besitzen noch wenig Vertrauen in die Bewertungssysteme der online Platt- formen und befürchten, diese könnten beispielsweise manipuliert sein. Die Abbil- dung zeigt deutlich, dass besonders bei Bewertungssystemen noch Verbesse- rungsbedarf besteht, aber auch Vertrauen aufgebaut werden kann und sie als Entscheidungshilfen dienen können.

Abbildung 4: Bewertungssysteme bei Online-Sharing-Angeboten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle : TNS Emnid, 2015, S. 4.

Zusammenfassend gibt es drei Kategorien des Vertrauens, die für eine Sharing- Plattform von Bedeutung sind. Diese sind das persönliche, das technische und das zwischenmenschliche Vertrauen. Das persönliche Vertrauen beinhaltet die Datensicherheit (Vertraulichkeit und Privatsphäre für den Nutzer). Das Vertrauen in die Technologie beinhaltet die Effizienz einer Dienstleistung und die Benutzer- freundlichkeit. Das zwischenmenschliche Vertrauen beinhaltet die Voraussetzung, dass Vertrauen zwischen den Sharing-Partnern bestehen muss.76 So war es in der Vergangenheit durch zahlreiche Informationsprobleme riskant, beispielsweise die eigene Wohnung Fremden zu überlassen, wodurch Transaktionen ausblieben. Dieses Informations- beziehungsweise Vertrauensproblem wird durch die Bewer- tungs- und Reputationsmechanismen der Sharing-Plattformen gemindert und die Anonymität des Marktes kann nahezu überwunden werden.77 Wie wichtig bei- spielsweise dem Unternehmen Airbnb das Thema Vertrauen ist, zeigt sich auf de- ren Homepage. Dort besteht eine eigene Seite zu dem Thema „Vertrauen und Si- cherheit“. Das Unternehmen zählt insbesondere durch den sensiblen Umgang mit Nutzervertrauen zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Sharing Econo- my.78 Wenn Plattformen keine Bewertungs- und Reputationsmechanismen besit- zen, kann dies zu einem Misserfolg der Sharing-Anbieter führen.

3.4 Rechtliche Rahmenbedingungen als Erfolgsfaktor

In der Sharing Economy stellen die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesonde- re durch den Datenschutz, einen Erfolgsfaktor dar. Die in Kapitel 2 bereits aufge- führten Geschäftsmodelle der Sharing Economy basieren zu weiten Teilen auf dem wirtschaftlichen Wert der Nutzerdaten. In jeder Datenmenge steckt eine In- formation, aus der die Sharing Economy-Plattformen ihren Nutzen ziehen können. Im Internet basieren viele der neuen Geschäftsmodelle darauf, dass die Unter- nehmen Daten sammeln und diese dann wirtschaftlich nutzen. Dieses Konzept haben Sharing Economy-Plattformen in ihre Geschäftsmodelle integriert und sich dadurch besonders auf die Analyse und Verarbeitung der Daten ausgerichtet.79

Die Bedeutung der Sharing Economy steht und fällt mit Akzeptanz der Nutzenden von Angeboten. Diese hängt zum einen von den Präferenzen und dem Vertrauen der Nutzenden ab und zum anderen vom Kommunikationsverhalten der Plattform- betreibenden und deren Umgang mit den Anliegen der Nutzenden. Der Daten- schutz beeinflusst sowohl die Akzeptanz neuer digitaler Lösungen als auch das Vertrauen der Nutzenden. Durch die Nutzung von digitalen Plattformen entstehen große Mengen persönlicher Daten, die durch Unternehmen automatisch generiert und gesammelt werden. Die auf den Plattformen von Nutzern und Anbietern hin- terlassenen Daten, haben für Plattformbetreiber einen großen Wert. Sie nutzen diese entweder für sich selbst oder für Dritte, denen sie die gesammelten Daten verkaufen können. Plattform-Nutzer haben keine große Möglichkeit zu beeinflus- sen, was mit den Daten geschieht. Daher ist in erster Linie erforderlich, dass die datenschutzrechtlichen Grundprinzipien durch die allgemeine Datenschutzverord- nung der EU auf einem europaweit einheitlich hohen Schutzniveau festgelegt wer- den.80 Außerdem ist die Verwendung der Daten oft wenig transparent.81 Unter- nehmen können durch diese Daten beispielsweise die Weiterentwicklung sowie die Ausweitung ihres Angebotes vorantreiben und damit ihr Angebot spezifischer und individueller an ihre Nutzer anpassen. Dadurch entsteht ein Vorteil für die Nutzenden, da ihnen ein optimiertes Angebot zur Verfügung steht und die Such- kosten reduziert werden. Die folgende Abbildung des Marktforschungsinstituts TNS Emnid zeigt, welche Erwartungen Nutzer der Sharing Economy an Daten- schutz haben:

Abbildung 5: Erwartungen an den Daten- und Verbraucherschutz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle : TNS Emnid, 2015, S. 23.

Ein Nachteil für die Nutzer besteht darin, dass durch die Ansammlung von Daten und Analysen ihrer Präferenzen, Zahlungsbereitschaften und Verhaltensmuster vorhergesagt werden können, wodurch Missbräuche ermöglicht werden.82 Zu Missbräuchen des Datenschutzes zählt beispielsweise, wenn Daten unrechtmäßig oder ungefragt erhoben, weitergeleitet, gespeichert oder veröffentlicht werden.83 Im Hinblick auf den Datenschutz zeigt sich ebenfalls, wie im vorigen Abschnitt be- schrieben, dass Vertrauen als sehr wichtig gilt. Denn wenn eine Person einem Unternehmen nicht vertraut, wird es diesem auch nicht seine Daten zur Verfügung stellen. Daraus ergibt sich, dass ein geregelter Datenschutz, sprich ein Bestehen datenschutzrechtlicher Regeln für Nutzer, für den Erfolg der Sharing Economy relevant ist. Wenn Nutzer das Gefühl haben, dass verantwortungsvoll mit ihren Daten umgegangen wird, gilt der Datenschutz als Erfolgsfaktor. Wenn Unterneh- men einen nach außen hin unsicheren Datenumgang führen, kann dies den Erfolg einer Plattform stark hemmen. Daher ist es auch in der Sharing Economy sehr wichtig, dieser Thematik eine große Bedeutung zuzuschreiben und sie weiterzu- verfolgen.84

Ein weiterer Aspekt der rechtlichen Rahmenbedingungen, der als Erfolgsfaktor der Sharing Economy gilt, ist die Infrastruktur. Um Sharing-Konzepte langfristig in die Struktur und den Aufbau einer Stadt, Region oder einem Land zu integrieren, be- darf es einer Anpassung der Gesetzgebung hinsichtlich Steuern und Regulierun- gen. Erst wenn alle beteiligten Stakeholder, öffentlicher und privater Natur, zu- sammenarbeiten und dabei das Wohl der Stadt, Region und Land im Fokus steht, kann die Sharing Economy erfolgreich funktionieren. Als positives Beispiel dafür kann die Regierung von Amsterdam begutachtet werden. Diese hat eine Regulie- rung für das Portal Airbnb eingeführt.85 Die Regulierung, beziehungsweise Vor- schriften, die am 1. Januar 2019 durch die Stadt Amsterdam in Kraft getreten sind, betreffen die Gastgeber der angebotenen Unterkünfte. Für Gastgeber, die ihre gesamte Unterkunft vermieten wollen, gilt die Vorschrift, dies nur an maximal 30 Nächten pro Jahr zu dürfen.86 Neben Amsterdam hat auch Airbnbs wichtigster Markt Paris die verfügbaren Tage für vermittelte Wohnungen seit Januar 2019 auf 120 Tage pro Jahr limitiert.87 Diese Art von Regulierung durch Gesetze ist unab- dinglich in der Entwicklung des zukunftsorientierten Konzeptes der Sharing Eco- nomy.88 Die Notwendigkeit dieser Regulierungen entsteht dadurch, dass immer mehr Mietwohnungen zu Ferienunterkünften werden und dass Anbieter wie Airbnb den ohnehin schon knappen Wohnungsmarkt verschärfen. Kritik an den Home- sharing-Portalen üben besonders Städte wie beispielsweise die Stadt Köln aus. Dort wird insbesondere die Gewinnorientierung als Motiv für die Vermietungen deutlich. Im Jahr 2014 ging die Stadt bereits gegen Homesharing-Angebote vor und erließ eine Wohnraumschutzsatzung. Sie verhindert seitdem, dass Mietwoh- nungen in Beherbergungsbetriebe umgewandelt werden können.89 Als ein weiterer Erfolgsfaktor kann daher die Akzeptanz der Bevölkerung für die Sharing Economy gesehen werden. Regulierungen wie sie genannt wurden erhöhen die Akzeptanz unserer Gesellschaft für die Angebote des kollaborativen Konsums.

Zu den rechtlichen Erfolgsfaktoren zählt ebenfalls der Aspekt der Haftung. Wie durch die folgende Abbildung 6 deutlich wird, besteht laut der Umfrage von Statis- ta der größte Nachteil (46 Prozent) in Sharing-Angeboten in der Frage, wer im Fall eines Schadens beziehungsweise Problem, verantwortlich ist.

Abbildung 6: Was sind die Nachteile von Sharing Economy-Angeboten?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle : Statista, 2016.

Wie bereits bei den psychologischen Erfolgsfaktoren erläutert, spielt das Vertrau- en eine sehr große Rolle in der Sharing Economy. Vertrauen stellt ebenfalls einen wichtigen Bestandteil in rechtlichen Angelegenheiten dar, wie der Haftung. Ein Fall dafür ist beispielsweise, wenn während einer Vermietung etwas beschädigt oder ungefragt entwendet wurde und unklar ist, welche Seite für den Schaden haftet. Diese Thematik wird in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert und bezieht sich auf die Frage nach Versicherungspflichten. Besonders für den Nutzenden kann sich ein großes Risiko ergeben, wenn versicherungsrechtliche Fragen im Voraus nicht geklärt sind. Die Frage der Haftung bei der Nutzung von Sharing-Angeboten betrifft zum einen die Nutzer selbst, zum anderen aber auch die Anbieter. Versi- cherungsrechtliche Fragen müssen daher bereits im Vorfeld geklärt werden.90 Als Beispiel dazu hat Airbnb versicherungsrechtliche Themen klar definiert und listet diese auf der eigenen Homepage auf.91 Es ist somit von großer Bedeutung, dass Anbieter der Sharing Economy versicherungsrechtliche Themen offen und klar behandeln. Für Nutzer dürfen keine Unsicherheiten in Bezug auf Haftung oder versicherungsrechtliche Fragen bestehen.

4 Empirische Untersuchung

In diesem Kapitel wird die methodische Herangehensweise der empirischen Un- tersuchung erläutert. Für die Analyse wurden Experten zur Unterstützung befragt. Die Befragung von Experten bietet die Möglichkeit, sich Einschätzungen einzuho- len, um die Forschungsfrage beantworten zu können. Es wurde eine qualitative empirische Untersuchung durchgeführt.

4.1 Forschungsdesign

Die folgende Beschreibung des Forschungsdesigns soll darstellen, wie die Daten erhoben wurden. Dazu werden jeweils die Erhebungsmethode, die Auswahl der Fachexperten und der Interviewleitfaden erläutert.

4.1.1 Erhebungsmethode

Bei einer Forschungsarbeit gibt es die Möglichkeit, quantitative oder qualitative Analysen durchzuführen. Die qualitative Forschung wird genutzt, um erste Er- kenntnisse zu gewinnen, wenn über den Untersuchungsgegenstand wenig bis keine Informationen vorliegen. Auf Grund der Tatsache, dass zu diesem Thema bisher noch wenige Informationen vorliegen, entschied sich die Verfasserin für eine qualitative Analyse anhand Experteninterviews.

Bei dem Experteninterview handelt es sich um ein leitfadengestütztes Interview, in dem unterschiedliche Dimensionen des Themas angesprochen werden. Das Leit- fadeninterview wird angewendet, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Bei dieser Form erfolgt das Interview, indem der Interviewende ein Gespräch mit den Befrag- ten auf Grundlage einer vorbereiteten Liste offener Fragen führt. Die Reihenfolge der Fragen und die Formulierungen sind nicht verbindlich. Dadurch wird den Inter- viewpartnern ein möglichst natürlicher Gesprächsverlauf ermöglicht.92 Das Inter- view eignet sich vor allem als Instrument zur Datenerhebung, wenn das Wissen der Experten Gegenstand des Forschungsinteresses ist.93 Als Erhebungsmethode wurde aus dem Bereich der qualitativen Sozialforschung das nicht standardisierte Interview beziehungsweise das leitfadengestützte Interview ausgewählt. Das qua- litative Interview stellt einen Oberbegriff für verschiedene Befragungsmethoden in der empirischen Sozialforschung dar, unter denen das Leitfadeninterview eine Va- riante ist.

Es wurde die Form des nicht standardisierten Interviews gewählt, da keine Ant- worten, wie bei einem standardisierten Interview üblich, vorgebeben werden soll- ten, um die Antworten der Experten nicht einzuschränken. Denn durch die Ja-Nein Dichotomie würden die Experten potenziell zu einer vereinfachten Stellungnahme gebracht werden, wodurch die Gefahr einer Vereinfachung der Problematik be- steht. Bei der Form des nicht standardisierten Interviews werden weder die Fragen des Interviewers noch die Antworten des Interviewpartners standardisiert. Durch diese Methode wird dem Interviewten mehr Raum für eigene Formulierungen ge- geben, wodurch das Ergebnis des Interviews mehr in die Tiefe geht als bei einem standardisierten Interview.94

4.1.2 Auswahl der Fachexperte

„ Eine Person wird im Rahmen eines Forschungszusammenhangs als Experte an- gesprochen, weil wir wie auch immer begründet annehmen, dass sie über ein Wissen verfügt, das sie zwar nicht notwendigerweise alleine besitzt, das aber doch nicht jedermann in dem interessierenden Handlungsfeld zugänglich ist. Auf diesen Wissensvorsprung zielt das Experteninterview.“ 95

Experten können Sachverständige, Kenner oder Fachleute sein. Es sind Perso- nen, die über einen besonderen Wissensstand verfügen.96 Die Experten wurden anhand ihrer Erfahrungen mit der Sharing Economy ausgewählt. Die Verfasserin hat im Rahmen der qualitativen empirischen Untersuchung fünf Experten befragt. Nach den durchgeführten Interviews wurden keine weiteren Experten herangezo- gen, da davon auszugehen ist, dass sich das Wissen der Befragten überschnitten hätte. Wenn sich eine große Abweichung in den Antworten und dem Wissen der Experten gezeigt hätte, hätte die Verfasserin noch weitere Experten befragt. Für die Qualität der Informationen, die durch die empirische Forschung gewonnen wurden, ist die Auswahl der Interviewpartner ein entscheidender Einflussfaktor. Der Verfasserin war es wichtig, das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Daher wurde darauf geachtet, Experten aus den verschiedenen Be- reichen der Sharing Economy zu befragen, um eine größere Bandbreite an Exper- tenwissen einzuholen. Es wurden Experten gesucht, die regelmäßig und über ei- nen längeren Zeitraum Angebote des kollaborativen Konsums nutzen oder aber selbst Güter oder Dienstleistungen anbieten. Außerdem war es der Verfasserin wichtig, dass die befragten Personen nicht alle über die gleichen Sharing-Objekte berichten können, sondern eine hohe Variation besteht.

Folgende Experten wurden befragt:

A: Immobilien: – Jule Vera Sauter (Anbieter & Nutzer) B: Automobile: – Martin Kasperski (Nutzer)
C: Kleidung: – Hanitra Wagner (Anbieter)
D: Allgemein: Prof. Dr. Priddat, Sonja Laude

Jule Vera Sauter arbeitet als Consultant im Bereich Content Marketing in einer Kölner Marketingagentur und ist spezialisiert auf Strategie und User Engagement. Sie fungiert als Projectlead für Kunden aus dem Technologie- und Automotive- Bereich. Aktuell leitet sie eine Engagement-Kampagne zum Thema automatisier- tes Fahren, wodurch sie einen starken Bezug zur Automobilbranche hat. Neben dem Fachwissen über die Automobilbranche, wurde Frau Sauter als Expertin her- angezogen, da sie zum einen viele Angebote der Sharing Economy nutzt, zum anderen, weil sie seit einigen Jahren auch ihre eigene Wohnung über die Plattform Airbnb vermietet. Das Interview fand persönlich in Köln statt.

[...]


1 Vgl. Leismann, Schmitt, Rohn, & Baedecker, 2012.

2 Vgl. Haucap, 2015, S. 6.

3 Vgl. Botsman & Rogers, 2010, S. 321.

4 Vgl. Botsman & Rogers, 2010.

5 Vgl. Heinrichs, 2013, S. 104.

6 Vgl. Heinrichs & Grunenberg, 2012, S. 17-19.

7 Vgl. Der Tagesspiegel, 2019.

8 Vgl. GEO, kein Datum.

9 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 57.

10 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 18.

11 Vgl. Scholl , et al., 2015.

12 Vgl. Bendel, 2015.

13 Vgl. Eichhorst & Spermann, 2015, S. 4.

14 Vgl. Botsman und Rogers 2010, S. 321.

15 Vgl. Owyang, 2013.

16 Vgl. Rifkin 2007, S. 10.

17 Vgl. Sikorska & Grizelj, 2016, S. 324.

18 Vgl. Sikorska & Grizelj, 2016, S. 324.

19 Vgl. Eichhorst, 2015, S. 4.

20 Vgl. Bauer, Spindler, Martinetz, & Friz, 2015, S. 26f.

21 Vgl. Kaup, 2013, S. 6.

22 Vgl. Nebenan, kein Datum.

23 Vgl. Kaup, 2013, S. 6.

24 Vgl. Bauer, Spindler, Martinetz, & Friz, 2015, S. 28.

25 Vgl. Heinrichs, 2013, S. 104.

26 Vgl. Kaup, 2013, S. 6.

27 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 75.

28 Vgl. Airbnb, Inc., 2019.

29 Vgl. Markwald, 2018.

30 Vgl. nextbike, 2019.

31 Vgl. readymade-furniture, 2019.

32 Vgl. Sharoo, 2019.

33 Vgl. Spielmann, kein Datum.

34 Vgl. Bauer, Spindler, Martinetz, & Friz, 2015, S. 27.

35 Vgl. auxmoney, 2019.

36 Vgl. Kaup, 2013, S. 6.

37 Vgl. Stern, kein Datum.

38 Vgl. Sharoo, 2019.

39 Vgl. Georgi, et al., 2018, S. 16.

40 Vgl. Kaup, 2013, S. 53.

41 Vgl. Heinrichs, 2013, S. 104.

42 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 135.

43 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 53.

44 Vgl. Sikorska & Grizelj, 2016, S. 324.

45 Vgl. Peitz & Schwalbe, 2016, S. 7.

46 Vgl. Stokar, et al., 2018.

47 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 324.

48 Vgl. Peitz & Schwalbe, 2016, S. 4.

49 Vgl. Theurl, Haucap, Demeray, Priddat, & Paech, 2015.

50 Vgl. Bauer, Spindler, Martinetz, & Friz, 2015, S. 24.

51 Vgl. Sikorska & Grizelj, 2016, S. 324.

52 Vgl. News4teachers-Das Bildungsmagazin, 2017.

53 Vgl. Haucap, 2015, S. 3.

54 Vgl. Sikorska & Grizelj, 2016, S. 324.

55 Vgl. Weddeling, 2018.

56 Vgl. Hellbrück & Kals , 2012, S. 88.

57 Peronalwirtschaft, 2019.

58 Vgl. Haucap, 2015, S. 1.

59 Müller, 2012.

60 Vgl. Hinz, 2014, S. 15.

61 Vgl. Theurl, 2016, S. 603f.

62 Vgl. readymade-furniture, 2019.

63 Vgl. Duden, 2019.

64 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 92.

65 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 86.

66 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 86.

67 Vgl. Schumich, 2016, S. 71.

68 Vgl. Clement, 2015, S. 953.

69 Vgl. Bröse, Henseling, & Behrend, 2016, S. 17f.

70 Vgl. Clement, 2015, S. 953.

71 Vgl. Haucap, 2015, S. 91f.

72 Vgl. Airbnb, Inc., 2019.

73 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 144.

74 Vgl. Slee, 2016, S. 115.

75 Vgl. Repschläger, Zarnekow, Meinhard, Röder, & Pröhl, 2015, S. 12.

76 Vgl. Hinz, 2014, S. 22f.

77 Vgl. Schwalbe, 2014, S. 13.

78 Vgl. Airbnb, 2019.

79 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 145.

80 Vgl. Müller K. , 2015, S. 31.

81 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 13.

82 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 145.

83 Vgl. Bußgeldkatalog , 2019.

84 Vgl. Stokar, et al., 2018, S. 16f.

85 Vgl. Airbnb, 2014.

86 Vgl. Airbnb, Airbnb, 2019.

87 Vgl. Weddeling, 2018.

88 Vgl. Sikorska & Grizelj, 2016, S. 336f.

89 Vgl. WDR, 2016.

90 Vgl. Haucap, 2015, S. 22.

91 Vgl. Airbnb, 2014.

92 Vgl. Gläser & Laudel, 2010, S. 41f.

93 Vgl. Buber, 2007, S. 452.

94 Vgl. Grüttner, Egle, & Urich, kein Datum.

95 Meuser & Nagel, 2009, S. 37.

96 Vgl. Liebold & Trinczek, 2009, S. 32ff.

Details

Seiten
137
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346016164
ISBN (Buch)
9783346016171
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v497471
Institution / Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
2,1
Schlagworte
Sharing Economy Erfolgsfaktoren Grundlagen geteilter Konsum Share Economy Airbnb Car2go teilende Wirtschaft Zukunft

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Titel: Die Sharing Economy. Konzeptionelle Grundlagen und Erfolgsfaktoren