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Kennenlernen der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Ausbildung (Reiseverkehrskaufmann/frau)

Unterweisung / Unterweisungsentwurf 2011 4 Seiten

AdA Gastronomie / Hotellerie / Tourismus

Leseprobe

Thema der Präsentation: Das Jugendarbeitsschutzgesetz im Überblick

Beschreibung der Ausgangssituation:

Unser Unternehmen ist einer der größten Reiseanbieter in Deutschland und Europa.

Wir bieten ein umfassendes Programm für Pauschal- und Bausteinreisen und geben jedes Jahr jungen Menschen eine berufliche Perspektive, indem wir sie zum Reiseverkehrskaufmann/frau ausbilden. Gestern habe ich als verantwortliche Ausbilderin in unserer Firmenzentrale in München 20 Auszubildende, alle zwischen 16 und 18 Jahre alt, begrüßt, die uns in den nächsten zweieinhalb Jahren im täglichen Arbeitsablauf begleiten werden.

Nach der Vorstellung meiner Person habe ich den ersten Ausbildungstag mit einem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Firma begonnen und dabei den Auszubildenden die wichtigsten Personen vorgestellt. Anschließend haben wir uns mit der Firmenphilosophie sowie mit den Sicherheitsvorschriften auseinandergesetzt. Nachdem jedem Auszubildenden sein Arbeitsplatz zugeteilt und in der Personalabteilung die Formalitäten geregelt wurden, habe ich bei einem gemeinsamen Nachmittagsprogramm erste Kontakte zwischen den Auszubildenden und den Mitarbeitern hergestellt. Die Berufsschule beginnt erst in zwei Wochen, so dass wir uns die nächsten Tage intensiv und ohne Unterbrechung mit unseren Auszubildenden beschäftigen können.

Beschreibung und Analyse der Aufgaben-/Problemstellung:

Bei unserem gemeinsamen Nachmittagsprogramm am ersten Ausbildungstag kamen einige Fragen bei den Auszubildenden auf. So wollten diese wissen, ob sie Pausen während eines Arbeitstages haben oder ob sie die ärztliche Untersuchung nun jedes Jahr nachweisen sollen. Einige Jugendliche haben im Gespräch untereinander festgestellt, dass sich die Anzahl ihrer Urlaubstage unterscheidet.

Um diese Verwirrungen schnellstmöglich zu beseitigen, habe ich die Fragen der Auszubildenden für den heutigen zweiten Tag in unserem Unternehmen als Anlass genommen, um den Jugendlichen das Jugendarbeitsschutzgesetz vorzustellen.

Die Inhalte sind für unsere Auszubildenden sehr wichtig, da für sie alle aufgrund ihres Alters die Gesetze des Jugendarbeitsschutzgesetzes gelten. Sie können aus dieser Gesetzesgrundlage ihre Rechte und Pflichten für die Ausbildung bis zu ihrer Volljährigkeit entnehmen und sich von Beginn an daran halten.

Als Motivation sollen praktische Beispiele den Jugendlichen klar machen, wie wichtig diese Paragraphen für sie sind.

Zielformulierung

Richtlernziel: Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann/frau

Groblernziel: Kennenlernen der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Ausbildung

Feinlernziel: Jugendarbeitsschutzgesetz

Operationalisiertes Feinlernziel: Die Auszubildenden kennen nach der Präsentation von 15 Minuten die wesentlichen Inhalte des Jugendarbeitsschutzgesetzes. Sie können mit Hilfe dieser Paragraphen einerseits ihre Pflichten erschließen und einhalten; wissen dann anderseits auch über ihre Rechte Bescheid.

Durch die Präsentation sollen in erster Linie kognitive Lernziele erreicht werden. Die Auszubildenden kennen danach die wesentlichen Punkte des Jugendarbeitsschutzgesetzes und haben erfasst, dass dieses ihre Rechte und Pflichten vorgibt.

Auch affektive Lernziele werden mit der Präsentation gefördert, wie zum einen das richtige Verhalten während einer solchen. Die Auszubildenden zeigen Aufmerksamkeit und Interesse am Thema. Zum anderen erhoffe ich mir, dass die Auszubildenden die vorgestellten Rechten und Pflichten beherzigen und dadurch eine sorgfältige und gewissenhafte Arbeitsweise während ihrer Ausbildung entwickeln. Sie sollen selbständig eventuelles Fehlverhalten bei sich selbst oder dem Arbeitgeber feststellen können.

Der psychomotorische Lernzielbereich wird hier nicht tangiert, da keine Fertigkeiten vermittelt werden.

Erwartungen an die Auszubildenden:

Um eine Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen, haben sich die Auszubildenden an ihrem ersten Arbeitstag im Betrieb orientiert und konnten erste Kontakte untereinander knüpfen. Sie haben ihre Arbeitsplätze zugeteilt und wichtige Grundsätze des Unternehmens, wie die Firmenphilosophie und die Sicherheitsvorschriften, vermittelt bekommen. Eine weitere Grundlage für das erfolgreiche Absolvieren einer Ausbildung in unserem Unternehmen bietet das Jugendarbeitsschutzgesetz, das die Jugendlichen vor meiner Präsentation noch nicht kennen. Das Wissen über dessen Inhalte wird ihnen nicht nur während der Ausbildung bis zur Volljährigkeit von großem Nutzen sein, da sie ihr eigenes Handeln dementsprechend anpassen und ihre Pflichten einhalten müssen, sondern eröffnet ihnen vor allem auch einen Überblick über ihre Rechte. Besonders letzteres scheint mir ein großer Anreiz zu sein, der Präsentation aufmerksam, interessiert und ohne Störungen zu folgen.

Zu vermittelnde/r Inhalt/e berufsspezifischer Fachqualifikation:

Laut Ausbildungsrahmenplan können die Inhalte des Jugendarbeitsschutzgesetzes dem Kapitel „Berufsbildung, Kompetenzen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“ zugeordnet werden und müssen daher als Grundlage für die Ausbildung möglichst zu Beginn vermittelt werden.

Lösungsalternativen und Begründung der eigenen Lösung:

Für die Vermittlung der Inhalte des Jugendarbeitsschutzgesetzes habe ich die Präsentation als Ausbildungsmethode gewählt. Diese Methode scheint mir in diesem Fall die sinnvollste zu sein, da es sich hauptsächlich um kognitive Lernziele handelt, die ich vermitteln möchte. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit einer Präsentation eine größere Gruppe von Auszubildenden gleichzeitig angesprochen werden kann, wie es bei mir der Fall ist. Es werden von den Auszubildenden keine Vorkenntnisse erwartet. Da es sich bei der Präsentation um eine passive Form der Übermittlung von Ausbildungsinhalten handelt, werden die Jugendlichen an ihrem zweiten Arbeitstag, an welchem sie sich gerade erst noch kennen lernen und Hemmungen untereinander bestehen, nicht in eine unangenehme Situation gedrängt. Dass der Behaltungsgrad nicht so hoch ist wie bei anderen Methoden, ist hier in diesem Fall nicht schwerwiegend, da die Jugendlichen die Gesetze nachlesen können und nur einen Überblick über ihre Pflichten und Rechte erhalten sollen.

Die 4-Stufen-Methode scheidet in diesem Fall aus, da keine psychomotorischen Lernziele vermittelt werden sollen; außerdem ist die Gruppe für eine Einzelunterweisung mit 20 Auszubildenden zu groß.

Alternativ hätte ich die Leittextmethode als weitere Möglichkeit, Lernziele zu vermitteln, wählen können. Diese hätte jedoch ein selbstständiges Arbeiten mit den Gesetzestexten vorausgesetzt, was ich meinen Auszubildenden am zweiten Arbeitstag ohne Vorkenntnisse und Erfahrung mit Gesetzestexten nicht zumuten kann.

Ein Lehrgespräch ziehe ich hier ebenso nicht in Betracht, da auch hierbei Vorkenntnisse der Teilnehmer fehlen und die Gruppe zu groß ist.

Zielgruppe / Zielpersonen:

20 Auszubildende, alle zwischen 16 und 18 Jahre alt,

am zweiten Arbeitstag der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann/frau

Lernort:

Als Lernort habe ich unseren Seminarraum gewählt, weil dort ausreichend Platz für die große Gruppe ist und alle Medien, die ich einsetzen möchte, verfügbar sind.

Zeitlicher Rahmen:

15 Minuten für die Präsentation

Hilfsmittel/Medieneinsatz:

Beamer (Power Point Präsentation) - falls technische Probleme auftreten,

alternativ Tageslichtprojektor (Folien)

Flipchart

1 Buch „Arbeitsgesetze“

Ich versichere, dass ich diesen Präsentationsentwurf selbständig erstellt habe und dass er noch bei keiner anderen Prüfung vorgelegt wurde.

München, den 12.10.2011

[...]

Details

Seiten
4
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783346009739
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v496597
Institution / Hochschule
IHK für München und Oberbayern
Note
1,00
Schlagworte
Reiseverkehrskaufmann/frau Reiseverkehrskaufmann Reiseverkehrskauffrau Ada IHK

Autor

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Titel: Kennenlernen der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Ausbildung (Reiseverkehrskaufmann/frau)