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Eine Analyse ausgewählter Goldanlageformen für den privaten Investor

Projektarbeit 2018 39 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

II. Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau

2 Grundlagen Portfoliooptimierung
2.1 Magisches Dreieck der Vermögensanlage
2.2 Die Begriffe Risiko, Rendite und Diversifikation
2.3 Das optimale Portfolio nach Markowitz

3 Anlage in Gold
3.1 Über Gold
3.2 Allgemeine Risiken und Zweck einer Anlage in Gold
3.3 Beschreibung und Bewertung ausgewählter Goldanlageformen
3.3.1 Goldbarren
3.3.2 Goldmünzen
3.3.3 Gold-ETCs
3.3.4 Gold-ETFs
3.3.5 Goldminenaktien/Goldminenfonds
3.4 Die Anlageformen im Vergleich

4 Gold im Portfolio
4.1 Berechnungen
4.2 Analyse der Berechnungen
4.3 Ergebnis

5 Fazit

III. Anhang

IV. Literatur- und Quellenverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Magisches Dreieck der Vermögensanlage (eigene Darstellung)

Abbildung 2: Normalverteilung mit einfachem Schwankungsintervall

Abbildung 3: Möglichkeitskurven in Abhängigkeit von ρ

Abbildung 4: Auffinden des optimalen Portfolios

Abbildung 5: Weltgoldbestand 2017 (eigene Darstellung)

Abbildung 6: Goldpreis

II. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Die Anlageformen im Vergleich (eigene Darstellung)

Tabelle 2: Rendite und Standardabweichung der Goldpreis- und der DAX-Entwicklung zwischen 1980 und 2017 (eigene Darstellung)

Tabelle 3: Zwei-Anlagen-Portfolio mit unterschiedlichen prozentualen Goldbarren-/DAX-ETF-Anteilen (eigene Darstellung)

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

„Nach Golde drängt, Am (!) Golde hängt Doch (!) Alles (!).“1

Schon Johann Wolfgang von Goethe war sich um des Reizes und der Bedeutung des Goldes für die Menschen bewusst und ließ die Protagonistin Margarete in seinem Werk Faust diese Worte aussprechen. Bis hinein ins Jahr 2018 besitzt der Spruch im weitesten Sinne seine Gültigkeit. Zumindest die Nachfrage nach Gold ist nach wie vor ungebrochen. Im Angesicht des seit April diesen Jahres fallenden Goldpreises (Stand: 11.08.2018) konstatieren Experten wie Daniel Marburger von der CoinInvest ein bemerkenswert hohes Interesse der Anleger an dem glänzenden Edelmetall und sprechen gar von einer Goldgräberstimmung.2 Einen Hauptgrund für die aktuell große Goldnachfrage der Investoren sieht der Autor des Artikels Christoph Rottwilm in der Psychologie der Menschen, die das Gold schlicht mögen und daran glauben.3 Was sich allerdings seit Goethes Lebzeiten signifikant geändert hat, sind die vielfältigen Möglichkeiten, in Gold zu investieren. Wenn früher von Goldbesitz gesprochen wurde, war nur von physischem Gold - also Barren, Münzen und Schmuck - die Rede. Mittlerweile verlieren viele Investoren schon den Überblick, welche Goldanlageformen auf dem Markt angeboten werden. Auch die Frage, inwiefern Gold als Bestandteil in einem Portfolio geeignet ist, ist für den privaten Investor oft unklar. Aus dieser Problemstellung heraus werden im Folgenden die Zielsetzung und der Aufbau der Projektarbeit erläutert.

1.2 Zielsetzung und Aufbau

Das Ziel dieser Projektarbeit ist es, dem Leser einige ausgewählte Goldanlageformen vorzustellen und diese kritisch zu beleuchten. Weiterhin soll die Eignung einer Goldanlage für den privaten Investor untersucht werden und dabei schwerpunktmäßig auf die Auswirkungen von Gold in einem Portfolio eingegangen werden.

Die Projektarbeit ist wie folgt aufgebaut. In Kapitel 2 werden dem Leser über das magische Anlagedreieck, den Begriffen Risiko, Rendite und Diversifikation bis hin zur Portfoliotheorie nach Markowitz Grundlagen zur Optimierung eines Portfolios erläutert, die im weiteren Verlauf der Arbeit von Bedeutung sind. Das dritte Kapitel beginnt mit einem Überblick über Gold gefolgt von Ausführungen zum Zweck einer Goldanlage. Den Hauptbestandteil des Kapitels 3 bildet die Beschreibung und Bewertung der vom Verfasser ausgewählten Goldanlageformen. Zum Abschluss des Kapitels werden die Bewertungen der Anlageformen nochmals tabellarisch gegenübergestellt. Das Kapitel 4 startet mit dem Unterkapitel Berechnungen. Es wird anhand einer Beispielsrechnung untersucht, ob sich ein alleiniges Goldinvestment lohnt. Daraufhin wird ein fiktives Zwei-Anlagen-Portfolio erstellt, an dem die Auswirkungen eines variierenden Goldanteils auf das Portfolio ersichtlich werden sollen. Nach der Analyse dieser Berechnungen folgt schließlich das Ergebnis, inwiefern eine Goldanlage für den privaten Investor geeignet ist. Zu guter Letzt rundet das Fazit die Projektarbeit ab.

2 Grundlagen Portfoliooptimierung

2.1 Magisches Dreieck der Vermögensanlage

Wäre es für einen Investor möglich, würde er höchstwahrscheinlich sein Geld so anlegen wollen, dass er eine möglichst hohe Rendite erzielt (Rentabilität), das Anlagerisiko dabei so gering wie möglich bleibt (Sicherheit) und er bei Bedarf über das angelegte Geld so schnell wie möglich wieder verfügen kann (Liquidität).4 Diese drei Anlageziele können im magischen Dreieck der Vermögensanlage durch dessen Eckpunkte veranschaulicht werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Magisches Dreieck der Vermögensanlage (eigene Darstellung)

Das Dreieck wird als magisch bezeichnet, da die gleichzeitige Erreichung der Ziele auf hohem Niveau nicht möglich ist.5 Dagegen konkurrieren diese untereinander und stehen in einem wechselseitigen Spannungsfeld. Das bedeutet, wenn ein Anleger ein bestimmtes Ziel besonders priorisiert, muss er dafür anderweitig Einbußen hinnehmen.

Wer einen hohen Wert auf die Liquidität der Anlage legt, sieht sich in der Regel mit niedrigeren Renditen konfrontiert (z.B. Tagesgeldkonto). Je sicherer die Anlage sein soll, desto illiquider wird sie tendenziell (z.B. Immobilie). Wenn vom Anleger eine hohe Rendite gefordert ist, so wird er auf riskantere Investments zurückgreifen müssen (z.B. Aktien).

Folglich sollte sich jeder Anleger vor seiner Investition im Klaren darüber sein, wo seine persönlichen Präferenzen liegen, um die richtige Vermögensaufteilung passend zu seiner Anlegermentalität zu wählen. Hierbei fallen verschiedene Einflussfaktoren wie das Lebensalter, der Anlagezeitraum und die Vermögens-und Familiensituation ins Gewicht.6

2.2 Die Begriffe Risiko, Rendite und Diversifikation

Auf Portfolioebene nehmen für den Anleger insbesondere die Begriffe Risiko und Rendite eine elementare Rolle ein. In der gesamten Arbeit wird an dieser Stelle von einer Normalverteilung der Renditen am Kapitalmarkt ausgegangen, da diese Wahrscheinlichkeitsverteilung ausschließlich mit den zwei Parametern Erwartungswert μ und Standardabweichung σ vollständig beschrieben werden kann. Der Erwartungswert gilt für die Rendite und gibt den erwarteten Ertrag einer Kapitalanlage an. Als Risikomaß dient die Standardabweichung, welche die durchschnittliche Abweichung vom Erwartungswert beschreibt und über die Wurzel der Varianz berechnet wird. Sie ist der Varianz als Risikomaß vorzuziehen, da sie nicht quadriert ist und sowohl negative wie auch positive Abweichungen vom Erwartungswert entsprechend berücksichtigen kann.7

Ein Problem in der Aufstellung der Normalverteilung liegt in der Bestimmung der Parameterwerte für die erwartete Rendite und der Standardabweichung, da hier vor allem die Werte für die Zukunft interessant sind. Diese müssen also geschätzt werden, sei es durch eine subjektive Einschätzung aus zur Verfügung stehenden Informationen oder durch eine empirische Ermittlung der Werte aus der Vergangenheit. Abgesehen von dieser Problematik lässt sich mit der Normalverteilung eine aussagekräftige Behauptung aufstellen: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 68,3% wird die Rendite in dem Konfidenzintervall Erwartungswert plus/minus einer Standardabweichung liegen.8 Dies soll in nachfolgender Abbildung 2 auf Seite 5 veranschaulicht werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Normalverteilung mit einfachem Schwankungsintervall9

In der Abbildung 2 bildet die Ordinate die relative Häufigkeit und die Abszisse die Rendite ab. Der markierte Bereich zeigt das oben beschriebene Konfidenzintervall an.

Im einfachsten Fall besteht zwischen der Rendite und dem Risiko ein linearer Zusammenhang.10 Je risikoloser die Anlage, desto geringer ist die Rendite. Andersherum trifft diese Aussage allerdings nicht ganz zu. Es stimmt zwar, dass man für eine höhere Rendite mehr Risiko eingehen muss. Ein höheres Risiko bedeutet jedoch keineswegs, dass auch die Rendite tatsächlich steigen wird, sondern lediglich Chancen auf eine höhere Rendite bestehen.11

In der obenstehenden Abbildung 2 wirkt sich eine Veränderung des Risikos folgendermaßen auf den Graph der Normalverteilung aus. Je geringer das Risiko, desto steiler würde der Graph der Kurve verlaufen, da das Konfidenzintervall aufgrund der kleineren Standardabweichung schrumpfen würde. Je höher das Risiko, desto flacher wäre der Graph der Kurve, weil sich das Konfidenzintervall nun aufgrund der größeren Standardabweichung ausweiten würde. Das erweiterte Intervall zeigt deutlich an, dass neben der Chance auf eine höhere Rendite sich genauso höhere Verluste einstellen können. Insgesamt ist schnell erkennbar, dass die Begriffe Rendite und Risiko eng miteinander verwoben und nicht einfach voneinander zu separieren sind.12

Ein zentraler Begriff im Portfoliomanagement lautet Diversifikation. Hierbei wird nicht die Rendite des Portfolios beeinflusst, sondern nur das Risiko.13 Es wird versucht, die heterogenen Kursentwicklungen der verschiedenen Anlagen in einem Portfolio auszunutzen, um das Gesamtportfoliorisiko unter das arithmetische Mittel der Einzelrisiken zu senken.14 Der Diversifikationseffekt wird gemessen am Korrelationskoeffizienten ρ, welcher sich in einem Korridor von -1 bis +1 bewegt. Bei einem Wert von ρ nahe -1 spricht man von einer negativen Korrelation, bei dem Wert von 0 von einer Unkorreliertheit und bei einem Wert nahe +1 von einer positiven Korrelation zweier Anlagen. Handelt es sich um eine gegenläufige/zusammenhangslose/gleichgerichtete Bewegung der Renditen, sind die beiden Anlagen negativ korreliert/unkorreliert/positiv korreliert.15 Die Auswirkungen von Korrelationen zwischen zwei Anlagen auf das Portfoliorisiko werden nun in Abbildung 3 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Möglichkeitskurven in Abhängigkeit von ρ16

Die Ordinate stellt die erwartete Rendite und die Abszisse das Risiko dar. Die Punkte A und B zeigen zwei Anlagen mit unterschiedlichem Rendite-Risiko-Profil. Die hyperbelförmige Möglichkeitskurve zeigt deutlich, wie stark die Korrelation zwischen den Anlagen A und B das Portfoliorisiko beeinflusst. Den besten Diversifikationseffekt erreicht man dadurch, indem man negativ korrelierte Anlagen in einem Portfolio miteinander kombiniert.17 Im Falle des theoretischen Grenzfalls einer perfekten negativen Korrelation (ρ= -1) ist es sogar möglich, das gesamte Portfoliorisiko vollständig zu vernichten, sodass ein risikoloses Portfolio erreicht werden kann (Punkt C).18

Andersherum gilt, dass eine zu hohe Korrelation zwischen den Anlagen zu keinem hinreichenden Diversifikationseffekt führt.19 Sind die Anlagen perfekt positiv korreliert, tritt überhaupt kein Diversifikationseffekt auf und die Anlagealternativen sind bei gleichbleibendem Portfoliorisiko gegeneinander substituierbar.20

2.3 Das optimale Portfolio nach Markowitz

Im Jahre 1952 setzte Harry Max Markowitz mit seiner Theorie einen Meilenstein in der Portfoliooptimierung. 1990 wurde er dafür mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften belohnt.21 Das Ziel der Portfoliotheorie liegt in der Optimierung des Portfolios durch eine bestmögliche Kombination von verschiedenen Anlageformen. Das Rendite-Risiko-Profil des Portfolios soll hierbei mit den individuellen Präferenzen des Investors übereinstimmen, welche mithilfe des Erwartungswerts und der Standardabweichung vollständig beschrieben werden.22 Die Theorie beruht auf vereinfachenden Annahmen. Der Planungshorizont beschränkt sich auf genau eine festgelegte Periode, beispielsweise ein Jahr. Die Präferenzen der Investoren beziehen sich dabei nur auf das Endperiodenvermögen.23 Des Weiteren geht man von einem vollkommenen Kapitalmarkt mit Informationseffizienz, vollständiger Konkurrenz, beliebig teilbaren Wertpapieren und keinen Transaktionskosten sowie Steuern aus.24 Zum einen nimmt man einen risikoaversen Investor an, der bei zwei Anlagen gleicher Rendite stets die risikoärmere wählen würde. Zum anderen verhalten sich Investoren rational, das heißt, es wird bei der Auswahl von Handlungsalternativen immer eine Nutzenmaximierung angestrebt.25

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Auffinden des optimalen Portfolios26

Wie in Abbildung 3 auf Seite 6 beschreibt auch hier die Ordinate die erwartete Rendite und die Abszisse das Risiko. Auf dem Markt gibt es eine Menge von ineffizienten Anlagealternativen, die im Zuge der Portfolioselektion erkannt und ausgeschlossen werden sollen. Daher ist die Bestimmung von effizienten Portfolios ein Kernbestandteil in der Portfoliooptimierung nach Markowitz, nur dann kann das Diversifikationspotenzial eines Portfolios vollständig ausgeschöpft werden.27 Ein Portfolio ist nur dann effizient, wenn kein anderes Portfolio mit gleicher Rendite und geringerem Risiko oder mit gleichem Risiko und höherer Rendite existiert.28 Die konkave Effizienzlinie in der Abbildung 4 zeigt alle effizienten Portfolios an. Der Anfangs- und Endpunkt der Linie ergibt sich durch das Minimum-Varianz-Portfolio und das Maximum-Ertrags-Portfolio. Ersteres ist jenes effiziente Portfolio mit dem geringsten Risiko, letzteres jenes mit der höchsten Rendite.29 Die positive, streng monotone Steigung der Effizienzlinie zeigt an, dass für eine höher erwartete Rendite immer ein höheres Risiko in Kauf genommen werden muss. Wird ein geringeres Risiko präferiert, liegen die Portfolios auf der Effizienzlinie in einem Bereich niedrigerer Renditen. Der Investor hat das optimale Portfolio erreicht, wenn seine Rendite-Risiko-Vorstellungen mit dem Rendite-Risiko-Profil des Portfolios einhergehen.30

Die individuelle Risikoeinstellung des Investors wird durch sogenannte Iso-Nutzenkurven dargestellt. Auf einer Iso-Nutzenkurve ist der Nutzen für den Investor stets konstant. Sie wird daher auch als Indifferenzkurve bezeichnet, da ein rationaler Investor mit dem Ziel der Nutzenmaximierung auf einer Iso-Nutzenkurve indifferent zwischen den Anlagemöglichkeiten ist.31 Damit die Präferenzstruktur eines Investors vollständig abgebildet werden könnte, müsste für jedes Nutzenniveau eine Indifferenzkurve skizziert werden. Da es theoretisch unendlich viele Nutzenniveaus gibt, wird dies in der Abbildung 4 auf Seite 8 durch eine Schar von einigen Indifferenzkurven angedeutet. Für den risikoaversen Investor ergibt sich eine konvex verlaufende Indifferenzkurve. Diese drückt aus, dass der Investor bei steigendem Risikoniveau nur an einer Vermögensanlage interessiert ist, falls die Rendite für diese Risikoübernahme überproportional ansteigt.32 Prinzipiell gilt, je weiter oben die Indifferenzkurve in dem μ/σ-Diagramm liegt, desto größer ist der Nutzen für den Investor. Allerdings wird der nutzenmaximierende Investor durch die Marktgegebenheiten gebremst, welche sich in der Effizienzlinie widerspiegeln. In dem Punkt P*, in welchem die Effizienz- und die Iso-Nutzenkurve tangieren, liegt also das optimale Portfolio. Ein höheres Nutzenniveau kann nicht mehr erreicht werden, da man sonst von der Effizienzlinie abweichen müsste.33

Inwiefern eine Goldanlage zur Portfoliooptimierung beitragen kann, wird in Kapitel 4 thematisiert. Im nachfolgenden Kapitel 3 wird Gold allgemein vorgestellt und später verschiedene Goldanlageformen beschrieben, bewertet und verglichen.

3 Anlage in Gold

3.1 Über Gold

Der Begriff Gold bedeutet „glänzend, gelb“ und stammt vom indogermanischen Wort „ghel“ ab. Das chemische Element mit der Abkürzung Au und der Ordnungszahl 79 hat eine unvergleichbare Farbe, welche es so einzigartig macht. Gold ist ein Edelmetall mit einer sehr hohen Dichte von 19,3 Gramm pro Kubikzentimeter und zugleich einer hohen Korrosionsbeständigkeit. Es ist also ein sehr schweres Metall, welches aber nicht an der Luft oxidiert. Zudem ist Gold äußerst weich und gut verformbar, besitzt einen für Edelmetalle relativ niedrigen Schmelzpunkt von 1063 Grad Celsius und verfügt über eine exzellente elektrische Leitfähigkeit.34

Aufgrund dieser Eigenschaften herrscht für Gold auch eine hohe Nachfrage in der Dentalbranche und in der Elektroindustrie. Die Korrosionsbeständigkeit sowie die gute Formbarkeit sorgen für ideale Voraussetzungen für die Verwendung von Gold in der Zahnmedizin. Die Eigenschaft als verlässlicher Leiter von Elektrizität führt dazu, dass sich Gold auch in vielen technischen Produkten wie in Fernsehern, Computern und Handys wiederfinden lässt.35 Beispielsweise befinden sich in jedem Handy ca. 24 Milligramm Gold.36 Außerdem steht Gold für eines der bedeutendsten Materialien in der Schmuckindustrie. Dies gilt insbesondere auf dem indischen Subkontinent, in welchem Goldschmuck traditionell einen sehr hohen Stellenwert genießt.37 Die folgende Abbildung 5 auf Seite 11 zeigt die Aufteilung des Weltgoldbestandes in den verschiedenen Sektoren.

[...]


1 Goethe, J.W. (2014), S.81.

2 Vgl. www.manager-magazin.de (2018).

3 Vgl. ebd.

4 Vgl. Sander, B. (2009), S.53.

5 Vgl. Rühl, A. (2006), S.21.

6 Vgl. Sander, B. (2009), S.51.

7 Vgl. Günther, S. u. a. (2012), S.27f.

8 Vgl. ebd.

9 Günther, S. u. a. (2012), S.27.

10 Vgl. McCauley, J. L. (2009), S.108.

11 Vgl. Günther, S. u. a. (2012), S.17.

12 Vgl. www.buchauer-gmbh.eu (2010), S.8.

13 Vgl. Jiang, W. N. u. a. (2014), S.1046.

14 Vgl. Günther, S. u. a. (2012), S.34.

15 Vgl. ebd.

16 Günther, S. u. a. (2012), S.36.

17 Vgl. Jiang, W. N. u. a. (2014), S.1049.

18 Vgl. Günther, S. u. a. (2012), S.36.

19 Vgl. Jiang, W. N. u. a. (2014), S.1049.

20 Vgl. Günther, S. u. a. (2012), S.46.

21 Vgl. Bissantz, N. u. a. (2011), S.146f.

22 Vgl. www.buchauer-gmbh.eu (2010), S.8.

23 Vgl. Günther, S. u. a. (2012), S.30.

24 Vgl. Günther, S. u. a. (2012), S.57.

25 Vgl. ebd., S. 31.

26 ebd., S.56.

27 Vgl. www.buchauer-gmbh.eu (2010), S.8.

28 Vgl. Bissantz, N. u. a. (2011), S.146f.

29 Vgl. www.buchauer-gmbh.eu (2010), S.7f.

30 Vgl. ebd.

31 Vgl. Günther, S. u. a. (2012), S.52.

32 Vgl. ebd.

33 Vgl. ebd. S.56f.

34 Vgl. von Nauckhoff, H. M. (2010), S.96ff.

35 Vgl. Rogers, J. (2016), S.202f.

36 Vgl. Bloss, M. (2017), S.71.

37 Vgl. Rogers, J. (2016), S.202.

Details

Seiten
39
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783346006073
ISBN (Buch)
9783346006080
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v495875
Note
bestanden
Schlagworte
Goldanlage Korrelation Portfolio nach Markowitz

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