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Die Theologie der Unterscheidung

Zur Begriffsbildung im Neuen Testament und bei Ignatius von Loyola

Akademische Arbeit 2019 14 Seiten

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung.

2.Zur Begriffsbildung und Theologie der Unterscheidung im NT.

3.Die Unterscheidung der Geister beim hl. Ignatius von Loyola.

4.Zusammenfassung und Ausblick.

5.Literaturverzeichnis.

1. Einleitung

Die „Unterscheidung” (ital. „discernimento“) ist einer der Kernbegriffe nicht nur der akademischen Theologie, sondern überhaupt des gesamten christlichen Lebens. Erst durch diese Geistesgabe (vgl. 1. Kor 12,10) werden wir als Christen in der gelebten Nachfolge Jesu in die Lage versetzt, zwischen richtig und falsch, Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden.1 Es ist diese geistliche Erkenntnisfähigkeit bzw. dieses grundlegende Urteilsvermögen des Menschen, die rechten christlichen Glauben und rechtes christliches Handeln überhaupt erst möglich machen; erst durch sie werden wir in die Lage versetzt, dem Wahrheitsanspruch des Evangeliums in Worten und Werken gerecht zu werden.

Letzten Endes geht es bei der theologischen Unterscheidung darum, den Willen Gottes zu erkennen und zu ergründen (vgl. Röm 12,2). Es ist jener Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, der nach dessen glaubhaftem Zeugnis auch unser liebender Vater ist. Als solcher will er stets unser Bestes, d.h. dass wir Leben und Heil in Fülle haben (vgl. Joh 10,10). Dieses Erkennen des göttlichen Willens soll in spiritueller und menschlicher Reife geschehen (vgl. Eph 4,14), nicht in infantiler Naivität, und dabei sollen wir sämtliche uns zur Verfügung stehenden geistigen und geistlichen Mittel im Heiligen Geiste nutzen; zu diesem Zwecke ist er uns als Beistand und Lehrer gegeben worden (vgl. Joh 14,18; 14,26; 16,13).2 Damit ist die theologische Reflexion auf den Begriff der „Unterscheidung“, welcher Gegenstand dieser Hausarbeit ist, unerlässlich für die beiden traditionellen „Hauptdisziplinen“ der Theologie, nämlich die Dogmatik und die Moraltheologie.

Die Theologie der Spiritualität überschaut innerhalb ihres Kompetenzbereichs die gesamte theologische Tradition zu diesem Thema3 und vermag als sogenannte Auxiliardisziplin4, ihren eignen Beitrag zu diesem Gegenstand der theologischen Debatte zu leisten. Das macht sie für die Fächer der systematischen Theologie zu einer wertvollen, wenn auch leider oft missverstandenen bzw. unterschätzten Verbündeten. Daher wird diese Hausarbeit auch aus der Sicht und mit der Methodik der spirituellen Theologie verfasst.

Da der Rahmen für diese Arbeit eng gesteckt ist, liegt der Fokus vor allem auf zwei Themenbereichen, nämlich der biblischen Tradition zur Unterscheidung in einigen ausgewählten Schriften des Neuen Testaments, sowie der Fortentwicklung einer Lehre und Methodik der Unterscheidung durch Ignatius von Loyola. Was die Heilige Schrift und die Ignatianische Spiritualität damit zu den gegenwärtigen Debatten und Herausforderungen der systematischen Theologie in Bezug auf die geistliche Unterscheidung beitragen können, wird Gegenstand der Reflexion im abschließenden Kapitel sein.

2. Zur Begriffsbildung und Theologie der Unterscheidung im NT

In den Schriften des Neuen Testaments finden sich an diversen Stellen verschiedene Bezüge auf das Thema der Unterscheidung.5 Einen ersten deutlichen Bezug finden wir in einem der ältesten Texte des NT, nämlich dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher:

„16 Freut euch zu jeder Zeit! 17 Betet ohne Unterlass! 18 Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes für euch in Christus Jesus. 19 Löscht den Geist nicht aus! 20 Verachtet prophetisches Reden nicht! 21 Prüft alles und behaltet das Gute! 22 Meidet das Böse in jeder Gestalt! 23 Er selbst, der Gott des Friedens, heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. 24 Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.“6

In klarer Form und Sprache ruft Paulus hier zur Unterscheidung auf: „Prüft alles und behaltet das Gute! Meidet das Böse in jeder Gestalt!“ Er richtet diese Worte an die noch junge Gemeinde von Thessaloniki, die er erst wenige Jahre zuvor gegründet hat. Man spürt in diesem Brief noch viel von der freudigen, geisterfüllten Offenheit und Experimentierfreude des hl. Paulus in den ersten Jahren seines missionarischen Wirkens. Kreuzigung und Auferstehung des Herrn liegen gerade einmal zwei Jahrzehnte zurück, das junge Christentum ist noch voll der Erwartung der baldigen Wiederkunft des Herrn. Ganz charismatisch und pragmatisch verlässt Paulus sich auf den „Geist“, den es nicht auszulöschen gilt. In der Freude des Herzens und im unablässigen Beten lässt sich dieser Geist finden und erflehen. Im völligen Vertrauen auf diesen Geist Gottes setzt Paulus auf die inspirierte (prophetische) Rede, die dabei hilft, „das Gute“ zu erkennen und zu behalten, „das Böse in jeder Gestalt“ jedoch zu meiden. Gott selbst, der die Thessalonicher „berufen“ hat, wird die noch junge christliche Gemeinde von spirituellem Schaden an Geist, Seele und Leib, d.h. in Worten und Werken, im Glauben und in der Moral, unversehrt halten.

Wenige Jahre später, im 1. Korintherbrief, ruft Paulus dazu auf, „der Liebe“ nachzujagen und von allen Geistesgaben vor allem „nach der prophetischen Rede“ zu streben.7 Hier wiederholt Paulus sein bedingungsloses Vertrauen in den Heiligen Geist als Beistand in der Entscheidungsfindung im Sinne einer Unterscheidung zwischen Gutem und Bösem; zuvorderst aber führt er die Liebe an, die nicht nur Haupt- und Erkennungsmerkmal der christlichen Kirche sein soll, sondern auch zum Streben nach den Geistesgaben motiviert und ermutigt. Diese Liebe selbst ist eine der Gaben des Heiligen Geistes und befähigt zur Erkenntnis von Gut und Böse, zum Verharren in der Tugend sowie zur maßvollen Unterscheidung.8

In diesem etwas späteren und aber immer noch sehr jungen Schreiben der neutestamentlichen Briefliteratur, führt Paulus einen erweiterten Begriff der Unterscheidung ein, nämlich die „Unterscheidung der Geister“ als eine der Gaben des Heiligen Geistes.9 Hier deutet sich der Gedanke an, dass es verschiedene „Geister“ sind, die auf den Menschen einzuwirken versuchen; nur den Eingebungen des „guten Geistes“, des Heiligen Geistes, ist jedoch Folge zu leisten. Er ist der Geist der Wahrheit, der Christus als den Herrn zum Heil der Welt bekennt: „Keiner, der aus dem Geist Gottes redet, sagt: Jesus sei verflucht! Und keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet.“10 Er ist damit auch der Geist der wahren Nachfolge Jesu im Lichte des Evangeliums.

Dem schließt sich auch der Verfasser des 1. Johannesbriefes an, wenn er schreibt:

„1 Geliebte, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgezogen. 2 Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus bekennt als im Fleisch gekommen, ist aus Gott 3 und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, dass er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt.“ 11

Aus den oben zitierten Texten des Neuen Testaments zeigt sich der Pflichtcharakter der Unterscheidung für jeden Christen, damit der Einzelne oder gar ganze Gemeinden nicht in die Irre und damit verloren gehen. Denn diese Gefahr ist für die Christen nicht nur der frühen Kirche real, wie der Verfasser des 1. Petrusbriefes warnt:

„8 Seid nüchtern, seid wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. 9 Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!“ 12

Damit sind die vielen falschen Propheten und „Lügenapostel“ (vgl. 2. Kor 11,13) jener Zeit, aber auch der Teufel selbst als Widersacher von Wahrheit und Moral in Kirche und Welt identifiziert. Sie verleiten zum Irrtum und inspirieren zu bösen Taten. Mitunter gibt sich der Feind der menschlichen Natur sogar als „Engel des Lichts“13 aus, hüllt sich also in den Anschein des Wahren und des Guten, um die Menschen zu verwirren und zum Bösen zu verleiten. In der Unterscheidung der Geister aber ist der Kirche jedoch ein wirkungsvolles Hilfsmittel gegeben, um dem Irrtum und seinen üblen Konsequenzen in Worten und Werken zu entgehen.

Freude und Prüfung im Gebet, Wahrhaftigkeit und vor allem Liebe sind frühe Kriterien für eine solche Unterscheidung und Wahrheitsfindung, wie sich oben gezeigt hat.14 Diese Merkmale erinnern bei näherer Betrachtung ein wenig an die Früchte des Heiligen Geistes (im Gegensatz zu den Werken des Fleisches; vgl. Gal 5, 16–26), welche ebenfalls als Kriterien zu einer Unterscheidung der Geister herangezogen werden können.

Spätere christliche Autoren, vor allem im frühen Mönchtum, haben dieses Konzept aufgegriffen, aus ihren eigenen Erfahrungen heraus ausgeweitet, die Kriterien verfeinert und für die geistliche Begleitung nutzbar gemacht.15 Als in unseren Tagen bekanntester und einflussreichster spiritueller Meister und Lehrer einer Unterscheidung der Geister dürfte jedoch der hl. Ignatius von Loyola gelten, dessen Einsichten und Unterweisungen das nun folgende Kapitel gewidmet ist.

3. Die Unterscheidung der Geister beim hl. Ignatius von Loyola

Die wichtigsten Quellen zur Unterscheidung der Geister beim hl. Ignatius von Loyola sind seine Autobiographie, d.h. der „Bericht eines Pilgers“16, sowie seine „Geistlichen Übungen“ (bzw. „Exerzitien“17 ). Dabei entspringen seine Einsichten und Lehren zunächst seinen eigenen geistlichen Erfahrungen bzw. seiner bemerkenswerten Gabe der reflexiven Selbstbeobachtung. Einen Schlüsselmoment bildeten seine Erfahrungen auf dem Krankenbett nach einer schweren Beinverletzung bei der Verteidigung Pamplonas im Jahr 1521, welche hier aufgrund der gebotenen Kürze allerdings nicht im Detail wiedergegeben werden können. Wichtig ist jedoch, dass er während seiner Rekonvaleszenz unterschiedlichen Phantasien nachhing, welche sich zum einen um eine weltliche Karriere bei Hofe, um Ruhm und Ehre und ein ritterliches Idealbild drehten. Zum anderen aber drehten sich seine Phantasien, angeregt durch seine geistlichen Lektüre, um das Leben der großen Heiligen, denen er gerne nacheifern, sie in der Askese sogar übertreffen wollte. Hier haben wir es offensichtlich mit Gedankengebilden zu tun, wie sie widersprüchlicher nicht sein konnten.

Als er in Momenten der Selbstreflexion in sich hineinblickte, entdeckte er unterschiedliche Regungen der Seele, d.h. Emotionen, die durch seine Phantasien hervorgerufen wurden. Jene Phantasien, die sich um Erfolg, Ansehen und Karriere drehten, ließen ihn innerlich leer, ausgelaugt und trostlos zurück. Wenn er jedoch an die großen Heiligen dachte und wie gerne er schwerste Askese auf sich nehmen würde, um ihrem Vorbild nachzueifern, fühlte er sich mit innerem Glück und Frieden erfüllt, in einem Zustand des Trostes, wie er es nannte. Diese erste Unterscheidung seiner Gedanken sowie der unterschiedlichen emotionalen Wirkungen, die sie auf seine Seele hatten, führte er auf „den guten“ und „den bösen Geist“ zurück, die ihn zu seinem Wohl oder Verderben zu beeinflussen versuchten. Diese Einsicht erwies sich als seine „spirituelle Initialzündung“, d.h. seine Urerfahrung in geistlichen Angelegenheiten. Sie sollte sich in jeglicher Hinsicht als lebensverändernd für ihn auswirken, den Ausschlag für eine unumstößliche Entscheidung zu einem geistlichen Lebenswandel geben und viele Jahre später zur Gründung des Jesuitenordens führen.

Es zeigt sich an dem eben gesagten, dass er seine Erfahrung von Konsolation und Desolation von der Heiligen Schrift her deutete, welcher er auch die Bezeichnung „Unterscheidung der Geister“ für seinen Entscheidungsfindungsprozess in wichtigen Lebensfragen entlieh. Seine Kontakte zu Benediktiner- und Kartäusermönchen in seiner Heimat brachten ihn zudem in Berührung mit der monastischen Tradition und den Einsichten der Wüstenväter, die ebenfalls eine Unterscheidung der Geister kannten, hier jedoch vielmehr im Kontext des „Dämonenkampfes“.18 Diese Kontakte halfen ihm dabei, seine Erlebnisse besser zu verstehen und für seine Geistlichen Übungen fruchtbar zu machen, an denen er in den darauffolgenden Jahren schrieb und welche später erheblichen Einfluss in der Spiritualitätsgeschichte entwickeln sollten.19

Aus dem oben gesagten sowie dem genannten Quellenmaterial20 lassen sich folgende Annahmen und Kriterien für eine Unterscheidung der Geister im Sinne der ignatianischen Spiritualität ableiten21:

Bei der Unterscheidung der Geister handelt es sich in erster Linie um ein Entscheidungsfindungsverfahren, das die eigenen Lebensentscheidungen mit dem Willen Gottes in Einklang zu bringen versucht. Hierbei handelt es sich nicht um eine Ethik im engeren Sinne und kann eine solche auch nicht ersetzen; vielmehr bewegt sich die freie Wahl des Menschen zwischen möglichen Optionen innerhalb einer vorgegebenen theologischen Moral, d.h. innerhalb dessen, was im Sinne des Evangeliums bereits als gut und erlaubt erkannt worden ist.

In Entscheidungsfragen ist es nicht immer einfach, den Willen Gottes zu erkennen, zu ergründen und ihm Folge zu leisten, da oftmals eine Vielzahl an Stimmen in unseren Köpfen vorherrschen, die uns alle zu beeinflussen versuchen. Diese Stimmen stammen von verschiedenen Urhebern, von denen die ignatianische Spiritualität drei verschiedene kennt:

Da ist zum einen die Stimme des Individuums selbst mit all seinen Wünschen, Neigungen und Bedürfnissen, die das Verhalten beeinflussen. Diese können einer Eitelkeit und Profilierungssucht entspringen, wie bei dem jungen und ehrgeizigen Höfling und Kämpfer Ignatius von Loyola vor seinen inneren Bekehrungserlebnissen. Oft spiegeln sich in dieser Stimme Machtgelüste oder Anmaßung, aber auch das natürliche Verlangen nach sozialer Sicherheit und Anerkennung. Besitz, Status, Ideologie, Gruppendruck, Applaus, gewisse Erwartungen an einen selbst oder schlichte Gewohnheiten sind starke Motivatoren im Entscheidungsprozess. Ignatius nennt diese egoistischen bzw. egozentrischen Wünsche und Gelüste auch ungeordnete „Affekte“ bzw. Regungen der Seele. Sie werden manchmal mit dem Willen Gottes oder einer echten Berufung zu einem Amt in der Kirche verwechselt, stammen aber nicht von Gott, sondern vom eigenen weltverhafteten Ego.22 Bei der Unterscheidung der Geister ist es daher von größter Wichtigkeit, auf die Motivation für unsere Entscheidungen und Handlungen zu achten.

[...]


1 Vgl. J. MacArthur: What is biblical discernment and why is it important? In Grace to You, 21.03.2007. Online abrufbar unter: https://www.christianity.com/theology/what-is-biblical-discernment-and-why-is-it-important-11532182.html, aufgerufen am 15.06.2019.

2 Vgl. F. Pieri: Alla scuola dell’affinità di Paolo di Tarso ed Ignazio di Loyola per "essere discernimento spirituale” nel nostro oggi credente. In Ignaziana 24/2017, S. 201 ff. Online verfügbar unter: https://www.ignaziana.org/24-2017_01.pdf, aufgerufen am 15.06.2019.

3 Vgl. hierzu ausführlicher M. A. McIntosh: Discernment and Truth. The Spirituality and Theology of Knowledge, New York 2004.

4 Vgl. zum Ausdruck E. Möde: Theologie der Spiritualität an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt: Geschichte, Eigenart und wissenschaftliche Einbindung des Faches. In St. E. Müller, E. Möde (Hgg.): Christliche Spiritualität und Wandel. Beiträge zur aktuellen Forschung. Reihe: Glaube und Ethos, Bd. 8; Berlin, Münster, Wien etc. 2009, S. 12.

5 Vgl. zum folgenden F. Pieri: “Non sono più io che vivo, ma Cristo vive in me” (Gal 2,20). La cristificazione di Paolo: vertice del suo essere discernimento spirituale come esperienza cristificante molti. In F. Ficco, L. Mazzinghi, G. Papola (Hgg.): La vita benedetta. Studi in onore della prof.sa Bruna Costacurta in occasione del suo quarantesimo anno di insegnamento. Rom 2018, S. 414-423.

6 Zitiert nach der Einheitsübersetzung der Bibel (2016). Online verfügbar unter: https://www.bibleserver.com/text/EU.LUT/1.Thessalonicher5, aufgerufen am 15.06.2019. Alle folgenden Bibelstellen werden nach dieser Quelle und Übersetzung zitiert.

7 Vgl. 1. Kor 14,1: „Jagt der Liebe nach! Strebt aber auch nach den Geistesgaben, vor allem nach der prophetischen Rede!“

8 Diese besondere Eigenschaft der geisterfüllten Liebe, die zum rechten Urteil befähigt, spiegelt sich auch im Philipperbrief wider, einem späteren Schreiben des hl. Paulus im Neuen Testament: „9 Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher an Einsicht und jedem Verständnis wird, 10 damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt. Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi, 11 erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus kommt, zur Ehre und zum Lob Gottes.“ Phil 1, 9-11

9 Vgl. 1. Kor 12, 7-11: „Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem anderen durch denselben Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, einem anderen in demselben Geist Glaubenskraft, […] einem anderen prophetisches Reden, einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden […]. Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.“

10 1. Kor 12, 3

11 1. Joh 4,1-3

12 1 Petr 5,8

13 2 Kor 11,14

14 Vgl. auch F. PIERI: “Non sono più io che vivo, ma Cristo vive in me”, S. 414-418.

15 Siehe hierzu A. Grün OSB: Der Umgang mit dem Bösen. Der Dämonenkampf im alten Mönchtum. Münsterschwarzacher Kleinschriften, Bd. 6, Münsterschwarzach 102000. Siehe auch Ders.: Geistliche Begleitung bei den Wüstenvätern. Münsterschwarzacher Kleinschriften, Bd. 67, Münsterschwarzach 31996.

16 Ignatius von Loyola: Bericht eines Pilgers. Übersetzt und kommentiert von P. Knauer SJ, Würzburg 2015. Vgl. zum folgenden die Seiten 37-51 in diesem Werk.

17 Ders.: Die Exerzitien. Übersetzt von H. U. von Balthasar, Einsiedeln/ Freiburg 152016. Äußerst hilfreich für ein Verständnis der Lehren und Methoden des hl. Ignatius ist die folgende kommentierte Ausgabe der Geistlichen Übungen: M. Ivens SJ: Understanding the Spiritual Exercises. Text and Commentary. A Handbook for Retreat Directors, Trowbridge, Wiltshire 1998.

18 Siehe hierzu Fußnote 15.

19 Zu den externen Quellen der Geistlichen Übungen siehe J. Melloni SJ: The Exercises of St Ignatius of Loyola in the Western Tradition. Inigo Texts Series: 5. Gloucester 2000.

20 Siehe hierzu und zum folgenden M. Ivens SJ: Understanding the Spiritual Exercises, S. 205-237.

21 Vgl. zum folgenden auch P. Hundertmark, J. Spermann SJ, T. Zimmermann SJ: Unterscheidung der Geister. Herausgegeben vom Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP). Online verfügbar unter: https://zip-ignatianisch.org/wp-content/uploads/ZIP_Unterscheidung_der-Geister_Erlaeuterung.pdf, aufgerufen am 12.06.2019.

22 Vgl. hierzu auch R. Böhm: Durchblick verleiht allein der Geist Gottes. Gedanken zur Unterscheidung der Geister. Online verfügbar unter: https://www.ojc.de/brennpunkt-seelsorge/2014/brennpunkt-1/unterscheidung-der-geister/, aufgerufen am 19.06.2019.

Details

Seiten
14
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346002457
ISBN (Buch)
9783346002464
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v494368
Institution / Hochschule
Pontificia Università Gregoriana – Istituto di Spiritualità
Note
1,0
Schlagworte
Unterscheidung Unterscheidung der Geister Ignatius von Loyola Ignatianische Spiritualität

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