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Wie werden Anderswelten im Lanzelet konzipiert?

Eine Illustration der Feynwelt

Hausarbeit 2019 21 Seiten

Literaturwissenschaft - Mittelalterliche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Anderswelten
2.1 Wie werden Anderswelten definiert
2.2 Das Feenreich als besondere Anderswelt

3.Lanzelets Jugend im Feenreich

4.Die Rolle der Meerfee in räumlichen Settings
4.1 Die weltliche Rolle der Meerfee
4.2 Rolle der Meerfee im Feenreich
4.3 Rolle der Meerfee gegenüber Mâbûz und Lanzelet

5.Warum endet die Aventiure nach dem Tod Iwerets nicht

6.Fazit

7. Quellen-und Literaturverzeichnis

1.Einleitung

In der folgenden Arbeit wird der Artusroman Lanzelet 1 Ulrichs von Zatzikhoven in Hinblick auf die Konzeptionen von Anderswelten analysiert. Ziel dieser Analyse ist es, die Besonderheiten des Feenreichs zu untersuchen. Dabei gilt es herauszufinden, inwiefern sich das Feenreich von den übrigen Anderswelten abgrenzt, welche besonderen Naturgesetze vorliegen und wie sich die merfeine gegenüber dem Personal aus anderen Anderswelten unterscheidet.

Im Kern der Hausarbeit steht die Frage: Wie beeinflusst der Kindesraub, der durch die merfeine stattfindet, den Handlungsverlauf des Romans?

Um diese Fragestellung zu beantworten, wird zunächst die Rolle der merfeine und ihr Wirken in räumlichen Settings in den Blick genommen. Da sich die Handlungsmacht der merfeine über die Grenzen ihres Reiches erstreckt, sind die übrigen Machtzentren ebenfalls zu untersuchen. Im Zuge der Arbeit werden die unterschiedlichen Anderswelten miteinander ins Verhältnis gesetzt und die Figuren kontrastiert. So werden nicht nur die Unterschiede zwischen den Anderswelten, sondern ebenfalls zwischen den Akteuren sichtbar gemacht. In diesem Zusammenhang wird die Divergenz zwischen den Figuren und ihrer Heteronomie analysiert. Die Schwäche von Mâbûz der in der Burg Schâdil li Mort (Lz. 3550) lebt, scheint die Ursache für den Kindesraub zu bilden, der durch die merfeine stattfindet.

Um die Feinde des Sohnes der merfeine besiegen zu können, bedarf es des besten Ritters. Hier stellt sich die Frage, wie es dazu kommt, dass Lanzelet Ritter werden will und auf eigenen Wunsch das perfekte Feenreich verlässt. (Vgl. Lz. 304-306). In diesem Zusammenhang wird Lanzelets Jugendzeit im Feenreich untersucht.

Ein weiterer Punkt den es zu untersuchen gilt liegt darin begründet, wie Lanzelet zum Handlungsort gelangt und wodurch die Reise an den Bestimmungsort durch die merfeine manipuliert wird.

Die Feenwelt bildet mit dem Kindesraub durch die merfeine einen der Ausgangspunkte für den gesamten Handlungsverlauf des Romans. Die merfeine motiviert den Protagonisten und treibt die Handlung voran.

Zu erwarten ist, dass sich an der Konstitution der Anderswelten im Zusammenspiel mit ihrem Personal bereits ablesen lässt, dass die merfeine die Verantwortung an dem Tod von Iweret trägt um ihren Sohn zu schützen. Sie entführt den Protagonisten aus eigennützigen Motiven und geleitet ihn in das Feenreich, um ihn großzuziehen.2

2.Anderswelten

Anderswelten werden in der Forschungsliteratur auch als Schwellenräume bezeichnet.3 Im Artusroman begegnen dem Rezipienten zwei Typen von Schwellenräumen: Der erste Typus ist der Artushof. Dieser bezeichnet die verschiedenen Lebensräume des Königs. Es ist ein ziviler Raum mit einer höfischen Etikette. Dem gegenüber stehen die Naturräume. In diesen befinden sich ebenfalls Anderswelten, in dem die Helden innerhalb des Romans verschiedene Aventiuren bestehen müssen.4 Die beiden gegenüberstehenden Typologien schaffen einen Kontrast.

Eine weitere Möglichkeit einer Anderswelt ist die „magische[…] Sphäre[…] die auf die keltische Vorstellung von der „Anderen Welt“ als eine für Lebende nur schwer erreichbaren Totenreich zurückgeht.“5

2.1 Wie werden Anderswelten definiert

Anderswelten kennzeichnen sich durch bestimmte Territorien. Diese sind oft durch einen Übergang von der normalen Welt abgegrenzt, „denn in der keltischen Mythologie wurde der Eintritt in die ,Andere Welt´ stets besonders [markiert]“6. Die Figuren übertreten eine imaginäre Grenze die meistens durch ein Gewässer symbolisiert wird.7

Das Wasser oder auch die Seefahrt stehen in der älteren Literatur für das Ungewisse.8

„Für die literarische Darstellung der Grenze ist symptomatisch, dass ihre physische Dimension mit ihrer metaphysischen Dimension enggeführt wird. Die Überquerung der Grenze bzw. der Aufenthalt im Grenzbereich korrespondiert auffällig häufig mit einem Wechsel der Identität des sich bewegenden Subjekts bzw. mit einer Fragwürdigkeit von dessen Identität und conditio.“9

Die Anderswelten werden von „außermenschlichen Bewohnern die in moderner Sicht der Sphäre des ,Übernatürlichen‘ zugerechnet werden“10 können kontrolliert und bestimmt.

Anderswelten kennzeichnen sich nicht nur durch eine geografische Abgrenzung, sondern ebenso durch ihre prägnanten Merkmale. Denn sie folgen ihren eigenen Gesetzen und heben die natürlichen Gesetze teilweise außer Kraft. Daraus resultiert eine Unberechenbarkeit. Der Zugang für Menschen ist nur unter besonderen Bedingungen realisierbar. Das Leben und der Tod von Figuren sind nicht immer klar voneinander zu unterscheiden.11

„Eine spezifisch mystische Dimension kommt den autogenen Anderswelten […] dadurch zu, dass sie einer transzendenten Wirklichkeit angehören und das Weltverständnis strukturieren, menschlicher Erkenntnis aber nur begrenzt zugänglich sind.“12 Klinger verweist hier auf die begrenzte Erreichbarkeit des Feenreichs, dessen Zugang durch die merfeine kontrolliert wird. Ebenso wird deutlich das die Anderswelten mit ihren eigenen Regeln undurchschaubar sind.

2.2 Das Feenreich als besondere Anderswelt

Die Burg der merfeine befindet sich auf einem großen Kristall erbaut und ihre Einzelgebäude glänzen golde als ein gestirne. (Lz. 225).13 Es handelt sich um einen unnatürlich großen Edelstein und macht die Lage des Feenreiches einzigartig. Der Kristall suggeriert „[…] meist die Reinheit und den schönen Glanz […] und betont [den] Wert [des Reiches].“14

Kristallkugeln werden im Mittelalter verwendet, um eine Zukunftsdeutung zu praktizieren und suggerieren die Einzigartigkeit.15 Da das Feenreich auf einem Kristall errichtet ist, entsteht die Hypothese, dass die merfeine mit Hilfe dessen ebenso die Zukunft sehen kann.16 Daraus entsteht die These, dass die merfeine mittels des Kristalls einen Wissensvorsprung generiert. In der Realität des Mittelalters behaupten „Menschen, Hexen [und] Zauberer […], in einer Kristallkugel [oder] einem Kristallspiegel das Künftige und Vergangene […] erblicken [zu können].“17

„Räumlich wird die eingeschränkte Erreichbarkeit des Meerfeenreiches durch seine Insellage zum Ausdruck gebracht.“18 Die Insel ist von Wasser umgeben, welches zum einen das Ungewisse markiert und andererseits eine imaginäre Abgrenzung zum übrigen Raum darstellt. Die Magie wird nach keltischer Vorstellung durch die Edelsteine konkretisiert. di steine heten solhe kraft […] swer dâ wonet einen tac, daz er niemer riuwe pflac. (Lz.234ff.)

Der Zugang zum Feenreich ist nur unter der Hilfe der merfeine möglich. Damit schützt die merfeine ihr eigenes Reich gegen äußeren Zugriff. Das Reich ist ausschließlich über einen Pfad zugänglich. Durch daz was ein herter adamas; dâ wâren si âne vorhte (Lz. 220f.)19 wird das Reich geschützt.

Zusätzlich altert nichts, welches sich innerhalb des Burggrabens befindet. Diese Eigenschaft ist eine klare Missachtung Gottes, denn nur der Heilige Gral vermag es der Quell ewiger Jugend zu sein.20 Diese Unnatürlichkeit ist ebenfalls ein starkes Indiz für eine Anderswelt, jedoch „ […scheint diese magische Wirkung] […] nur für die genuinen Gegenstände und Bewohnerinnen der Feenburg zu gelten [, denn] Lanzelet unterliegt […] [einem] Alterungsprozess […].“21

„Das Feenreich hat eine eigene Raum-Zeit-Gesetzlichkeit- es entspricht einem Chronotopos nach Bachtin-, die sich von der Zeit außerhalb des abgeschlossenen Raums unterscheidet.“22 Da theoretisch niemand die Zeit verschieben, aufhalten, verkürzen oder anhalten kann, ist dies ein weiteres Indiz einer Anderswelt.

Das Feenreich ist durch sein Personal, der politischen Lage und den klimatischen Bedingungen ebenfalls besonders. Es handelt sich um ein absolutes Frauenreich. Siu hete zehen tûsint vrouwen in ir lande, dern keiniu bekande man noch mannes gezoc. (Lz.196ff.). Anders ist auch die politische Lage, denn es besteht nie eine Gefahr und wünneclich der învanc (Lz.209). Daraus resultiert ein Dauerfrieden in einer Zeit die durch Expansionsbestrebungen23 geprägt ist. Klimatisch kommt dem Reich ein Vergleich mit dem Orient24 zu, denn ir lant was über allez jâr alse miten meien gebluot. (Lz.204f.)

Das Reich wirkt uneinnehmbar, unerreichbar und unberechenbar, welches mehrere Kriterien der Anderswelt impliziert und es transzendent macht. Wegen der intensiven Beschreibung der Burg und des Feenreiches handelt es sich um eine Ekphrasis.25 Mit seinen Eigenschaften und seiner Andersartigkeit bildet das Feenreich einen starken Kontrast gegenüber der Burg von Malduc. Diese besticht durch Kälte, Zauberei und Zorn.

3.Lanzelets Jugend im Feenreich

Nachdem die Feenwelt als Anderswelt identifiziert ist, drängt sich eine neue Frage in den Vordergrund: Wie verläuft die Jugend von Lanzelet in einer Anderswelt?

Nachdem der Vater von Lanzelet, der zornige König Pant, von seinem Volk in Genewis gewaltsam gestürzt wird, flieht seine Mutter Klarine mit ihm zuo eim boume. (Lz.178). In der verzweifelten Lage kommt es zu einer „wunderbaren Gegebenheit“26. „Ungesehen und unerkannt kann [eine] Fee mit Hilfe des Nebels plötzlich erscheinen.“27 Eine mögliche Ursache in der Rettungsaktion der merfeine liegt in dem adligen Blut, welches durch Lanzelets Venen fließt. Denn Feen sind dem Adel gegenüber positiv gesinnt. Die nächste Möglichkeit ist der Schutz des Sohnes der merfeine. Dieser steht den Expansionsbestrebungen des Iwerets hilflos gegenüber. Die merfeine rettet das wehrlose Kind, um es als Medium zur Rettung des eigenen Sohnes zu einem späteren Zeitpunkt, nutzen zu können. Nach René Pérennecs Hypothese wird der Kindsraub durchgeführt, „damit der Held nicht in Versuchung gerät sich innerhalb des vertrauten Lebenskreises eine Frau auszusuchen, [deswegen] wird er vorsorglich schon im Kindsalter von der Heimat entfernt.“28 Demzufolge lässt sich die Hypothese entwickeln, das Lanzelet im Jugendalter noch nicht in der Lage ist, sich die richtige Frau auszuwählen und davor geschützt werden muss.

Bei der Entführung denken die Zeugen, dass die merfeine „das Kind vor den Gefahren einer feindlich gesinnten Welt […] schützen will, [währenddessen sie es] auf eine besondere Rolle vorbereite[t].“29 Die Angreifer der Burg „werden Zeugen des Geschehens, sind aber nur Statisten ohne Handlungsverfügung.“30 Aus diesem Grund kann die merfeine Lanzelet ungehindert in ihr Reich entführen. Die merfeine ist ab diesem Zeitpunkt für das Kind verantwortlich und erzieht es. Aufgrund der Erziehung folgt ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Figuren. Daraus resultiert eine starke Bindung. Im Sinne Plutarchs lässt sich argumentieren, dass die merfeine Lanzelet entführt, weil „[ das Kind im] Kindesalter noch in hohem Maße formbar und geschmeidig [ist]. […] Den zarten Kinderseelen lassen sich Lehren unverlierbar einprägen […].31 Die Meerfee schlüpft hier in die Rolle der „mütterliche[n] Schutzherrin“32 und wird damit zu einer der einzigen Bezugspersonen innerhalb der Jugendzeit von Lanzelet. Die Fee übernimmt charakteristisch die Rolle der Ziehmutter.33 Das zeigt sich an den Bemühungen der merfeine gegenüber Lanzelet, welche sich nach dem Austritt aus dem Feenreich fortführt. Eine charakteristische Szene symbolisiert die Schenkung des Zelts und des Rings, die gleichzeitig ihr Einverständnis mit der Beziehung zu Iblis darstellt.

Bei dem Meerfeenreich handelt es sich um eine besondere Anderswelt, die ihren eigenen Gesetzen folgt.34 In Folge dessen ist die Jugend des Protagonisten von einer besonderen Umgebung bestimmt in welcher das Kind die Gegenstände weder fassen noch durchschauen kann.

Als Figuren haben die Feen eigene Interessen und Vorstellungen, an denen sich die Erziehung von Lanzelet orientiert. Das betrifft in erster Linie das Verhalten gegenüber den Frauen. Er muose sîn getriuwe, hübsch und wol gemuot. (Lz. 244ff.). Erstaunlicher Weise erfolgt keine Erziehung über männliche Verhaltensriten, die Lanzelet auf die natürliche Welt vorbereiten. Ob die Meerfeen die Bedürfnisse des Jungen kennen bleibt offen.

Die Edelsteine die an der Burg befestigt sind, sorgen dafür, daz er niemer riuwe plac (Lz.238). Daher kann die merfeine die Erziehung frei gestalten, unabhängig davon ob Lanzelet etwas nicht gefällt und sie dadurch seinen Zorn auf sich zieht. Nach Selmayr ist nicht nur Lanzelet von der vreude betroffen, sondern alle Bewohner des Reichs.35

Der Protagonist folgt der Erziehung durch die merfeine an spot er sich niht kêrte, als ungeslaht liute tuont. (Lz.248f.). Lanzelet lernt richtiges Benehmen und wie man Gespräche mit Damen führt. Dieses Wissen wird zu gegebener Zeit innerhalb seiner aventiure hilfreich sein. Lanzelet erlernt unter anderem harfen und gîgen und allerhande seiten spil, des kund er mê danne vil, wan des was dâ lantsit (Lz.262ff.). Zusätzlich zur Instrumentenkunde kommt das singen hinzu. Damit ist er nach Ansicht der Feen an allen dingen bescheiden und sǣlden rîch. (Lz.268f.).

[...]


1 Von Zatzikhoven, Ulrich; Kragl, Florian(Hg.): Lanzelet, Berlin/Boston, 2013². Im weiteren Verlauf der Arbeit werden weitere Zitate aus dem Buch mit Lz. innerhalb des Fließtextes angegeben.

2 Vgl. auch bei Miklausch, Lydia: Studien zur Mutterrolle in den mittelhochdeutschen Großepen des zwölften und dreizehnten Jahrhunderts, Erlangen, 1991, S.95.

3 Glaser, Andrea: Der Held und sein Raum-Die Konstruktion der erzählten Welt im mittelhochdeutschen Artusroman des 12. und 13. Jahrhunderts, Frankfurt am Main, 2004, S.49-52.

4 Ebd.

5 Von Aue, Hartmann; Kuhn, Hugo (Hg.); Cormeau, Christoph (Hg.): Wege der Forschung, Darmstadt, 1973, S.176.

6 Vgl. Glaser, 2004.

7 Vgl. auch bei Schmid, Florian; Hanauska, Monika: Meer, Ufer; in: Renz, Tilo (Hg.); Hanauska, Monika; Herweg, Mathias: Literarische Orte in der deutschsprachigen Erzählung des Mittelalters. Ein Handbuch (de Gryter 2018), S.512.

8 Schmid, Florian; Hanauska, Monika: Meer, Ufer; in: Renz, Tilo (Hg.); Hanauska, Monika; Herweg, Mathias: Literarische Orte in der deutschsprachigen Erzählung des Mittelalters. Ein Handbuch (de Gryter 2018), S.419.

9 Wagner, Silvan: Grenze; in: Renz, Tilo (Hg.); Hanauska, Monika; Herweg, Mathias: Literarische Orte in der deutschsprachigen Erzählung des Mittelalters. Ein Handbuch (de Gryter 2018), S.229.

10 Klinger, Judith: Anderswelten; in: Renz, Tilo (Hg.); Hanauska, Monika; Herweg, Mathias: Literarische Orte in der deutschsprachigen Erzählung des Mittelalters. Ein Handbuch (de Gryter 2018), S.16.

11 Vgl. Glaser, 2004.

12 Vgl. Klinger, 2018, S.17.

13 Lorenz, Kai Tino: Raumstrukturen einer epischen Welt. Konstruktionen des epischen Raumes in Ulrichs von Zatzikhoven Lanzelet, Gröppingen, 2009, S.205.

14 Belting, H., Ohly, F., Schmid, K.; u.a.: Die Edelsteine in der deutschen Dichtung des 12. und 13. Jahrhunderts, München, S.334.

15 Daxemüller, Christoph; Tarnowski, Wolfgang: Zauberer, Hexen und Magie; Band 97, Nürnberg, 2003, S.9.

16 Vgl. van Dülmen, Richard: Kultur und Alltag in der frühen Neuzeit: Religion, Magie, Aufklärung. 16.-18.Jahrhundert, München, 2005³, S.86.

17 Knoblauch, Matthias; Hoffmann-Krager, Eduard (Hg.): Handwörterbuch zur deutschen Volkskunde, Berlin/Leipzig, 1932/1933, S.577.

18 Vgl. Lorenz, 2009, S.205.

19 Hier ist die Tür des Feenreiches durch einen Adamas (Diamanten) geschützt. Er gilt als der härteste Edelstein der Welt und ist durch keinen materiellen Gegenstand zerstörbar.

20 Graf, Daniel: Kulturgeschichte des Heiligen Grals im Hinblick auf das Gralmotiv im Film. Magisterarbeit (grin), Norderstedt, 2007, S.1.

21 Selmayr, Pia: Der Lauf der Dinge, Frankfurt am Main, 2017, S.155.

22 Bachtin, Michael: Formen der Zeit im Roman. Untersuchungen zur historischen Poetik. Aus dem russischen von Michael Dewey, Frankfurt a.M., 1989, S.8.

23 Expansionsbestrebungen sind in dieser Zeit notwendig um die Gütermenge für den Adel zu erhöhen. Wird die Gütermenge erhöht gelangt man zu mehr Reichtum, der zu mehr Macht führt. Auch bei: Vgl. Isenmann, Eberhard: Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150-1550, Wien/Köln/Weimar, 2014², S.705-710.

24 Der Orient steht für das moderne und für das erstrebenswerte. Auch bei: Vgl. Kunitsch, Paul: Der Orient bei Wolfram von Eschenbach-Phantasie und Wirklichkeit; in: Zimmermann, Albert (Hg.); Craemer-Ruegenberg, Ingrid: Orientalische Kultur und europäisches Mittelalter, Berlin/New York, 1985, S.112-115.

25 Ekphrasis als eine intensive Beschreibung des Gegenstandes, um dem Rezipienten eine bildliche Vorstellung zu geben. Vgl. auch bei: Wandhoff, Heiko: Ekphasis. Kunstbeschreibungen und virtuelle Räume in der Literatur des Mittelalters.2003, Band 22, Heft 2, (de Gryter 2018), S.122.

26 Vgl. Selmayr, 2017, S.151.

27 Selmayr, 2017, S.152.

28 Pérennec, Réne: Artusroman und Familie: Daz welsche buoch von Lanzelet; in: AG 11,1979, S.42.

29 Vgl. Miklautsch, S.95.

30 Selmayr, 2017, S.152.

31 Martin, Jochen: Zur Sozialgeschichte der Kindheit, Freiburg, 1986, S.449.

32 Cordes, Teresa: Die Redeszenen in Chrétiens > Chevalier de la Charrette <; in Ulrichs > Lanzelet < und im > Prosalancelot <. Eine narratologische und sprachpragmatische Untersuchung. Historische Dialogforschung; Berlin/Boston, 2016, S.80.

33 Ähnlich verhält es sich im Wigamur.

34 Zu den Besonderheiten Kapitel 2.2.

35 Vgl. Selmayr, 2017, S.156.

Details

Seiten
21
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783668972506
ISBN (Buch)
9783668972513
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v491152
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Deutsche Philologie
Note
2,3
Schlagworte
Lanzelet Feenreich

Autor

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