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Das gotische Maßwerkfenster

Hausarbeit 2002 35 Seiten

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Vorbemerkung

II. Begriffsdefinition „Maßwerk“

III. Entwicklung des Maßwerkfensters in Deutschland
Maßwerk der Hochgotik (1220-1270/80)
Maßwerk des Rayonnant-Stiles (1260-1360/80)
Maßwerk des Flamboyant-Stiles (1350-Anfang des 16. Jh.)

IV. Schlussbemerkung

V. Literaturverzeichnis

VI. Abkürzungsverzeichnis

VII. Abbildungen

VIII. Abbildungsnachweis

I. Vorbemerkung

Diese Arbeit ist als Ergänzung zum Referat „Der Regensburger Dom“ entstanden und stellt deshalb die Maßwerkfenster des Regensburger Domes in den Mittelpunkt. Wenn Epochen der Entwicklung des Maßwerks nicht an den Fenstern des Domes nachgewiesen werden können, werden, so weit vorhanden, Beispiele aus anderen Regensburger Kirchen herangezogen.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung des Maßwerks in Deutschland, bzw. im damalig deutschsprachigen Raum, aufzuzeigen, die besondere Entwicklung in England wird deshalb außer Acht gelassen. Die Maßwerksformen in Frankreich sind zwar nicht Gegenstand dieser Arbeit, aber da sie vor allem in den frühen Phasen die Grundlage für die Entwicklung der Formen in Deutschland bilden, ist es oft unverzichtbar, Beispiele aus Frankreich zu benennen. Im Zuge dieser Arbeit wird vor allem auf das Maßwerk der Fenster eingegangen, Maßwerk an anderen Bauteilen folgt zwar ähnlichen Prämissen, ist aber nicht Thema dieser Arbeit.

Maßgebend stütze ich mich bei dieser Arbeit auf Literatur von Günther Binding und Lottlisa Behling, die sich mit dem Maßwerk in Deutschland, Frankreich und England intensiv auseinandergesetzt haben, wobei ich mich für Bindings Terminologie als der stringenteren und moderneren entschieden habe. Des weiteren habe ich für die Baugeschichte des Regensburger Domes vor allem das recht aktuelle Werk von Achim Hubel und Manfred Schuller herangezogen.

II. Begriffsdefinition „Maßwerk“

Unter Maßwerk versteht man eine Bauzier, die aus rein geometrischen Formen entsteht, d. h. sie ist unter Verwendung von Zirkel und Richtscheit zu erzeugen, mit dem „gemessen“ wurde. Entstanden als architektonische Schmuckform, war dementsprechend Stein das Material des Maßwerks; im Laufe der Zeit gab es aber bald kein plastisches Material mehr, aus dem nicht Maßwerkformen gestaltet worden wären. Holz, Ton, Elfenbein, edle und unedle Metalle wurden in Maßwerkornamente verwandelt.[1]

Günther Binding beschreibt das Wesen des Maßwerks lexikonartig genau: „Maßwerk (´Gemessenes Werk´) ist ein ausschließlich aus exakten Kreisbogen geometrisch konstruiertes Element zur Unterteilung des über der Kämpferlinie gelegenen Bogenfeldes (Couronnement) von gotischen Fenstern, später auch zur Gliederung von Mauerflächen (Blendmaßwerk) oder frei gespannt vor ganzen Wänden (Schleiermaßwerk), sowie für Wimperge[2] und Brüstungen“.[3] Es ist ungegenständliches Bauornament der Gotik und entwickelt sich aus rein geometrischen Figuren, deren wesentlichstes Bildungsgesetz das Symmetrieprinzip darstellt. Das Maßwerk selbst ist als Netz profilierter Stege ausgearbeitet; ein Fehlen der Profilierung würde der Schmuckform ihren Maßwerkcharakter nehmen.[4]

III. Entwicklung des Maßwerks in Deutschland

Erstmals tritt in Deutschland um 1235 mit dem Bau der Elisabethkirche in Marburg hochgotisches Formengut auf. Nachdem vorher nur Versatzstücke und Einzelformen aus der gotischen Formensprache Frankreichs entlehnt worden sind, um in die spätromanischen deutschen Kirchen eingebaut zu werden, entstehen ab 1235, also rund ein viertel Jahrhundert später als in Frankreich, einzelne komplett gotische Bauten in der Rheingegend in Deutschland, die auch die Gesamtheit der gotischen Formensprache aufweisen, einschließlich des ersten deutschen Fenstermaßwerks. Erst ab 1250 verbreitete sich der gotische Baustil zur allgemein gültigen Bauform in Deutschland. Zwar gab es den Transfer von Wissen um den neuen Stil, da im Mittelalter eine rege Migration von Bauleuten innerhalb Europas üblich war, allerdings schränkten die unsicheren politischen Bedingungen in Deutschland die Ausbreitung der Gotik ein. Es fehlte eine Zentralgewalt, die für eine konzentrierte Verbreitung hätte Sorge tragen können.[5]

Nach Binding unterscheidet man drei große Phasen des Maßwerks: Hochgotik, Rayonnant und Flamboyant[6], diese Phasen werden im Folgenden nun genauer erläutert.

Maßwerk der Hochgotik (1220-1270/80)

„Die Urform des Maßwerks entstand in Frankreich, dem Ursprungsland der Gotik überhaupt. Der Meister der Reimser Chorkapellen (1211-1227) erfand die Form, die von dort für alle folgenden Bauten Frankreichs und der übrigen Länder auf gleicher Stilstufe verbindlich wurde: Ein umgreifender Spitzbogen wird von zwei Spitzbögen auf Säulchen unterteilt, deren Scheitel, auf kurze Strecke mit ihm verschmolzen, ein Rund mit eingesetztem Sechspass tragen“[7][8] (Abb. 1). In der Frühgotik spricht man noch nicht von Maßwerk, erst die Hochgotik kennt das Maßwerk als Zierform. Zunächst einzeln stehende, spitzbogige Fenster rückten nach und nach zu Gruppen zusammen, die schließlich ihrerseits wieder von einem Spitzbogen überwölbt worden sind. Der verbleibende Raum im Scheitel des übergreifenden Spitzbogens wurde immer mehr aufgebrochen, erst waren es Lochfiguren, die wie aus der massiven Wand ausgestanzt wirkten, später löste sich der Wandbezug gänzlich auf. Die Reimser Chorkapellenfenster gelten deshalb als. Innerhalb des übergreifenden Spitzbogens gibt es keine Wandreste mehr, „das Rund mit dem eingesetzten Sechspass ist nicht mehr Lochfigur in einem bretthaften Grunde (...), sondern ein ringförmiger Körper in einem raumerfüllten Grunde“[9]. Durch das Schwinden selbst der Wandzwickel zwischen Rahmen und Unterteilungsbogen schwebt das Rund des Sechspasses gleichsam auf den Scheiteln der beiden Spitzbögen (Abb. 2).[10]

Direkt in der Reimser Tradition stehen in Deutschland neben den Chorfenstern der Liebfrauenkirche in Trier (um 1235 bis vor 1243) (Abb. 13) die Chorfenster der Elisabethkirche in Marburg (Chor 1235-1248). Das Profil zeigt einen Rundstab, der einem relativ breiten Pfosten aufgelegt ist. Der Kreis berührt den Laibungsbogen[11] zwar, aber nur mit der Vorderfläche, jedoch nicht mit dem Rundstab (Abb. 3). Die aufgelegten Rundstäbe von Kreis und Lanzettbogen berühren sich, verschmelzen aber nicht.[12] Im Westteil des Langhauses (Abb. 4) erfolgt dann der nächste Schritt der Einbindung des Maßwerks, indem die Profile der Lanzettbögen mit denen des Kreises und diese wiederum mit dem Profil des Laibungsbogens verschmelzen.

Diese frühe Maßwerkform kann man in Regensburg in leicht abgewandelter Form an der Dominikanerkirche St. Blasius (2. Hälfte des 13. Jh.) finden. Ein Spitzbogen umschließt zwei spitzbogig geschlossene Bahnen, die einen Kreis mit einbeschriebenem liegendem Dreipass (Abb. 5) bzw. stehendem Vierpass[13] (Abb. 6) tragen, allerdings sind hier die Stäbe nicht als Säulchen oder Rundstäbe ausgebildet, sondern im Maßwerk erster Ordnung abgeschrägt profiliert und im Maßwerk zweiter Ordnung als Bandprofil ausgeführt.

Im Gegensatz zu den Maßwerkfenstern, die in dieser Anfangsphase sehr stark den französischen Vorbildern nachempfunden sind, haben sich die Rosenfenster in Deutschland verhältnismäßig selbständig aus einer langen romanischen Tradition entwickelt. Aus den romanischen Rad- und Lochscheibenfenstern, die wie aus der Wand ausgestanzt wirkten, entwickeln sich, im Sinne der Gotik überformte neue Figuren. Die beiden Südquerhausrosen des Straßburger Münsters (Abb. 7) liegen als Kreisfenster in der von Blendbogen überfangenen zurückgestuften Mauerfläche, also noch nicht frei in einen Spitzbogen eingefügt. Allerdings sind sie nicht mehr aus der Fläche geschnitten, sondern mit einem, der Fläche aufgelegtem Rundstab gezeichnet; somit sind sie als die ersten Maßwerkrosen in Deutschland zu bezeichnen.[14]

In Frankreich entsteht um 1230 das vierbahnige Maßwerkfenster mit abgestufter Profilierung. „Das klassische Gliederungssystem von zwei Lanzetten mit Kreis wird in den beiden Lanzetten wiederholt; das Profil des Fenstergewändes[15] setzt sich aus einer Folge von Gliedern zusammen, von denen die äußeren auch den Spitzbogen des Gewändes umziehen, während die inneren um die Hauptteilung des Fensters geführt und von den alten Stäben[16] aufgenommen werden“[17]. Durch die Verbreiterung zu vierbahnigen Fenstern wird der Bereich des Couronnements größer und bietet damit mehr Raum für mehr und vor allem größere Maßwerkskonstruktionen.

Nach 1250 wird das Maßwerk dynamischer. Man wendet sich ab von den einfachen, klaren Grundstrukturen; eine Bereicherung der Schmuckform setzt sich allgemein durch.[18] Durch die Stelzung des Bogenfeldes der zweibahnigen Fenster entsteht dort ebenfalls mehr Raum für Maßwerkfiguren; wie bei den vierbahnigen Fenstern werden kleinere Drei- und Vierpässe in Kreisen zwischen dem Hauptpass und dem Gewände eingefügt. Das Ersetzen der Rundstäbe durch abgeplattete Grate ist auch eine typische Entwicklung im gotischen Deutschland der Zeit nach 1250. Ebenso findet die Figur von einem oder mehreren, dann gestapelten, ungerahmten Dreipässen im Bogenfeld Verwendung, wie in Regensburg an der Dominikanerkirche St. Blasius zu sehen ist. Durch die selbstauferlegte Einfachheit in den Kirchen- und Ornamentformen der Dominikaner wirkt hier das Maßwerk allerdings sehr flächig und grob modelliert (Abb. 14).

Maßwerk des Rayonnant -Stiles (1260-1360/80)

In dieser Stilepoche werden eine Reihe von neuen Formen eingeführt: die Nasen an den Lanzettbögen der Bahnen und der Dreistrahl gehören dazu. Ungerahmte Passformen treten ab 1260 auf, ebenso wie erste dreibahnige Fenster. Diese treten in verschiedenen Spielarten auf: die mittlere Bahn kann über die seitlichen hinaufgezogen sein oder niedriger enden, wenn das Zentralmotiv sich zwischen die seitlichen Bahnen senkt. Nun finden sich auch sechsbahnige Fenster, die entweder zu drei und drei Bahnen oder zu dreimal zwei Bahnen zusammengefasst sind. Von 1310-1330 werden große Prachtfenster dekorativ ausgestaltet, deren Formenreichtum sich nach 1330 verselbständigt. In dieser Zeit entsteht als völlig neue Figur die Zwickelblase[19][20][21].

Am Regensburger Dom kann man gut die verschiedenen Phasen der Entwicklung des Maßwerks nachvollziehen. Anfangs wurde die gotische Formensprache nur zögerlich zitiert, was im zuerst entstanden Südchor nachzuweisen ist. „Hier läßt sich (...) die Architekturauffassung der ursprünglichen Planung bis heute nachvollziehen. Dabei fällt eine bewußt altertümliche, retrospektive Grundhaltung auf, welche die ehrwürdige Traditionen des Hochstifts im Bewußtsein wachhalten wollte. Man ging sogar so weit, in den Arkadennischen des Chorschlusses zwei Säulchen mit Kapitellen und Basen einzusetzen, die der Zeit um 1220 zugehören und wahrscheinlich aus einem Bauteil des alten Domes stammen.“[22]

Bekannte Motive, die einfache Motivform der Reimser Chorfenster wurden im Südchor verbaut. Entstanden sind von einem Spitzbogen überfangene zweibahnige Fenster mit genastem Spitzbogenabschluss, die einen Kreis tragen, der drei ungerahmte, liegende Dreipässe umschließt, die pyramidenartig gestapelt sind. Die Maßwerkformen verschmelzen mit den Profilen der Rahmungen, die wiederum mit denen des Fenstergewändes. Das Profil[23] des Gewändes bilden eine Fase über einer Hohlkehle und einem Halbstab, dasjenige der Figuren erster Ordnung ein abgeplatteter Grat, der im Kreis auf ein beidseitig hohlgekehltes Profil aufgesetzt ist, die darin einbeschriebenen Maßwerkfiguren werden gebildet aus einem recht massiven Rechteckprofil mit aufgesetztem Birnstab (Abb. 9-10). Diese frühen Formen werden zitiert, obwohl die Fenster des südlichen Nebenchores erst um 1290 entstanden sind (Abb. 11); die Ausführung in ihrer komplexen Profilierung allerdings verweist auf diese späte Zeit.

Der Weiterbau am Hauptchorpolygon verheißt einen anderen Geist. „man beauftragte offenbar einen hochspezialisierten Bautrupp, auf der südlichen, der Stadt zugewandten Polygonseite des Hauptchors als Prototyp ein Fenster zu errichten (...). Der Baumeister verzichtete vollständig auf Wandflächen und spannte zwischen die bereits vorhandenen Strebepfeiler ein einziges riesiges Fenster“[24]. Ein dreigeschossiger Wandaufriss mit durchleuchtetem Triforium[25] wurde eingeführt und der gesamte Hauptchorschluss nach der Art des „Probefensters“ in dieser neuartigen, an bedeutenden Werken der französischen Hochgotik entwickelten Formensprache, gebaut.[26]

Das erste gebaute Fenster des Hauptchorschlusses, s II[27] (Abb. 15-16), ist ein hochrechteckiges Fenster, dem ein Spitzbogen einbeschrieben ist, der vier gleich hohe Bahnen überfängt, die lanzettbogig über Dreiblattabschlüssen mit aufgesetzten ungerahmten, liegenden, dem formgebenden Lanzett angeglichenen Dreiblättern schließen. Jeweils zwei Bahnen tragen ein sphärisch gerahmtes stehendes Vierblatt; die beiden Vierblätter begrenzen zusammen mit dem Spitzbogenscheitel einen Kreis mit einbeschriebenem, liegendem Fünfblatt. In den durch Spitzbogen und Rechteck ausgeschiedenen Zwickeln befinden sich zwei Kreise mit je einem einbeschrieben stehenden Vierpass. Das Gewändeprofil besteht aus einem, einer Wandeintiefung aufgesetztem Dreiviertelstab, der in eine geschrägte, profilierte Laibung übergeht. Das Profil des Maßwerks erster Ordnung ist durch ein Birnstabprofil mit Hohlkehlen gekennzeichnet. Das Maßwerk zweiter Ordnung ist ebenfalls durch ein Birnstabprofil mit Hohlkehlen profiliert und das dritter Ordnung durch einen, einer Kehle aufgesetzten Grat. Das Stabwerk unterscheidet keine Haupt- und Nebenstäbe, die Stäbe sind als Säulchen ausgebildet, die, bekrönt von einem Blattkapitell das Maßwerk tragen. „Im Inneren überfängt in der vorderen Laufgangebene ein Bogen mit offenen Maßwerkzwickeln das Fenster und stützt das verglaste Triforium. dessen Mittelstab den Hauptstab des vierbahnigen Obergadenfensters aufnimmt“[28] ; zum ersten Mal in der deutschen Gotik wird hier das Triforium verglast.[29]

Die Gliederung des Maßwerks unterscheidet sich vom Chorfenster I[30]. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein hochrechteckiges vierbahniges Fenster, dem ein Spitzbogen einbeschrieben ist. Die Kreise in den Zwickeln rahmen je einen liegenden Dreipass. Die äußeren, dreiblättrig geschlossenen Bahnen sind einzeln, ein eingepasstes Dreiblatt umschließend, lanzettbogig überwölbt, die beiden inneren, mit genasten Spitzbögen geschlossenen Bahnen sind gemeinsam unter Einschluss eines sphärisch gerahmten stehenden Vierblattes spitzbogig überwölbt. Darüber befinden sich drei gleich große, stehende Vierpässe einschließende Kreise. Das Stabwerk unterscheidet sich vom vorhergehenden Fenster insofern, als hier Haupt- Neben- und Wandstäbe in Dicke und Profilierung unterschieden sind. Die Wandstäbe sind wie die Nebenstäbe als Säulchen mit Blattkapitellen ausgebildet, der Hauptstab besitzt ein Birnstabprofil mit Hohlkehlen (Abb. 17).

An den Unterschieden der beiden, fast gleichzeitig entstandenen Chorfenstern kann man deutlich die Veränderung in der Auffassung von Ornamentik erkennen. Der Baumeister hat nun, da das „Pflicht“-Fenster gefallen gefunden hat, mehr Spielraum für die „Kür“. Ganz im Sinne der Zeit variiert er Formen und spielt mit Effekten. So erzielt er z. B. durch die veränderte Ausführung des Mittelstabes eine optisch mittige Teilung des Fensters in zwei linke und zwei rechte Bahnen, dieser Eindruck wird aber aufgehoben durch das Zusammenfassen der beiden mittleren Bahnen sowohl durch einen gleichartigen Abschluss als auch durch einen gemeinsamen Überfangbogen. Ob diese Impulse der Annäherung an die Formen der französischen Hochgotik vom Baumeister ausgingen oder ob der, nach dem Tod Bischof Heinrichs von Rotteneck (1277-1296) gewählte Konrad von Lupburg (1296-1313) den neuen Formen aufgeschlossener gegenüber stand, lässt sich nicht mehr klären.[31]

[...]


[1] Vgl. Knobloch, Charlotte, Studien zur Konstruktion und Komposition des Maßwerks, Univ. Diss. Berlin 1991, im Folgenden zitiert als Knobloch 1991, S. 3.

[2] Ein Wimperg ist ein über Portalen, Türen und Fenstern angebrachter Ziergiebel der gotischen Architektur, an den Schrägen mit Krabben besetzt, häufig von zwei Fialen flankiert und von einer Kreuzblume bekrönt.

[3] Binding, Günther, Maßwerk, Darmstadt 1989, im Folgenden zitiert als Binding 1989, S. 22.

[4] Vgl. Knobloch 1991 (wie Anm. 1), S. 3.

[5] Vgl. Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 196.

[6] Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 22.

[7] Zur Datierung vgl,. Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 22.

[8] Behling, Lottlisa, Gestalt und Geschichte des Maßwerks, Köln, Wien 21978 (erweiterte Auflage,

1. Auflage Halle an der Saale 1944), im Folgenden zitiert als Behling 1978, S. 11.

[9] Behling 1978 (wie Anm. 8), S. 18.

[10] Vgl. Behling, 1978 (wie Anm. 8), S. 18.

[11] Unter Laibung versteht man die senkrechte, oft schräg verlaufende Schnittfläche in der Mauer bei Fenster- und Türöffnungen.

[12] Vgl. Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 197.

[13] Zur Veranschaulichung der Passformen vgl. Abb. 12.

[14] Vgl. Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 206.

[15] Als Gewände bezeichnet man den schräg verlaufenden Einschnitt in der Mauer bei Fenster- und Türöffnungen; bei Gewölben und Bögen die untere Wölbfläche. Das Gewände kann profiliert sein, z. B. als Stab oder Hohlkehle.

[16] Bei Fenstern mit mehreren Bahnen können die teilenden senkrechten Stäbe in ihrer Dicke unterschieden sein. Man unterschiedet die mittig teilenden Hauptstäbe (alte Stäbe) und die dünneren Nebenstäbe (junge Stäbe).

[17] Behling 1978 (wie Anm. 8), S. 23.

[18] Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 200.

[19] Rayonnant (franz.): strahlend.

[20] Zur Datierung vgl,. Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 22.

[21] Vgl. Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 25-27.

[22] Hubel, Achim/ Schuller, Manfred, Der Dom zu Regensburg, Regensburg 1995, im Folgenden zitiert als Hubel/Schuller 1995, S. 25.

[23] Das Profil bezeichnet den Querschnitt eines Bauelementes, wie z. B. des Gewändes, einer Rippe oder eines Gesimses.

[24] Hubel/Schuller 1995 (wie Anm. 22), S. 31.

[25] Triforium (lat., Dreibogenöffnung) ist die Bezeichnung zunächst für eine direkt der Wand vorgeblendete Gruppe auf Säulen ruhender Bogenstellungen, später für den durch eine Brüstung geschützten Laufgang zwischen der Arkaden- und der Fensterzone (bei dreigeschossigem Wandaufriss). Die späte Gotik führte das durchleuchtete Triforium ein.

[26] Vgl. Hubel/Schuller 1995 (wie Anm. 22), S. 31.

[27] Zur Bezeichnung der Fenster vgl. Abb. 8.

[28] Binding 1989 (wie Anm. 3), S. 262.

[29] Vgl. Morsbach, Peter, Kunst in Regensburg, Regensburg, 1995, S. 55.

[30] Chorfenster I und n II sind gleichartig ausgeführt.

[31] Vgl. Hubel/Schuller 1995 (wie Anm. 22), S. 26, S. 30f.

Details

Seiten
35
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638454803
Dateigröße
3.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v48902
Institution / Hochschule
Universität Regensburg – Institut für Kunstgeschichte
Note
1,5
Schlagworte
Maßwerkfenster Proseminar Einführung Architekturgeschichte Beispiel Regensburger Bauten

Autor

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Titel: Das gotische Maßwerkfenster