Lade Inhalt...

Die sprachlichen Besonderheiten der Dominikanischen Republik im historischen und geographischen Kontext

Hausarbeit 2017 20 Seiten

Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die geographische und historische Einordnung der Dominikanischen Republik
2.1 Die Geographie
2.2 Die Historie

3. Sub- und Adstrate
3.1 Indeginismen
3.2 Afrikanismen
3.3 Amerikanismen/Anglizismen
3.4 Gallizismen

4. Sprachliche Besonderheiten der Dominikanischen Republik
4.1 Fehlende Subjekt-Verb-Inversion

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die spanische Sprache in der Dominikanischen Republik unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom herkömmlichen Spanisch. Um die Grundzüge der Varietät des Dominikanischen Spanisch in der vorliegenden Hausarbeit darzustellen, wird ein historischer und geographischer Kontext hergestellt.

Vor diesem Hintergrund werden die verschiedenen Spracheinflüsse aufgezeigt, welche sich durch die wechselvolle Geschichte der Einwanderung auf die Insel Hispaniola im Dominikanischen Spanisch gefestigt haben. Die sprachlichen Besonderheiten äußern sich in phonologisch-phonetischen und morpho-syntaktischen Merkmalen, dabei wird jedoch ein besonderes Augenmerk auf die Syntax und die fehlende Subjekt-Verb-Inversion in Fragesätzen in der Dominikanischen Republik gelegt, und aus den Untersuchungen diverser Autoren präzisiert.

Das Thema dieser Hausarbeit wurde gewählt, da in dem Seminar „Subjekt-Verb-Inversion im Französischen und Spanischen“ festgestellt wurde, dass die Subjekt-Verb-Inversion in einigen spanischsprachigen Staaten, wie den Karibikstaaten oder den Kanarischen Inseln, nicht stattfindet. Die Entscheidung fiel in meinem Fall auf die Dominikanische Republik, da das Spanisch einen starken Dialekt aufweist, der für mich persönlich schwer zu verstehen ist. Somit stellte sich mir die Frage, inwiefern sich das dort gesprochene Spanisch entwickelt hat und welche Einflüsse bei dieser Entwicklung eine Rolle gespielt haben. Zudem war es interessant herauszufinden, wieso in den meisten Teilen der Dominikanischen Republik die Subjekt-Verb-Inversion nicht verwendet wird.

Der erste Teil dieser Hausarbeit deckt die geographischen und geschichtlichen Einflüsse auf die Sprache in der Dominikanischen Republik ab, während sich der zweite Teil intensiver mit einer sprachlichen Besonderheit, dem Fehlen der Subjekt-Verb-Inversion in Fragesätzen, beschäftigt.

2. Die geographische und historische Einordnung der Dominikanischen Republik

In diesem Kapitel der Hausarbeit wird der geographische und historische Bezug zur Dominikanischen Republik hergestellt, um die Entstehung und Entwicklung des dort sprechenden Spanisch in seinem Kontext zu verstehen.

2.1 Die Geographie

Die Dominikanische Republik ist ein karibischer Inselstaat, der sich zwischen dem Atlantik im Norden und der Karibik im Süden befindet. Sie liegt östlich zu zwei Dritteln auf der Antilleninsel Hispaniola, das restliche Drittel gehört zu Haiti. Die US- amerikanische Insel Puerto Rico liegt rund 110 km östlich von der Dominikanischen Republik.1 Diese Nähe zeichnet sich auch durch die sprachlichen Ähnlichkeiten dieser beiden Länder aus.

Das Dominikanische Spanisch ist eine Varietät des Spanischen, die dem karibischen Dialektraum zugeordnet wird. Henríquez Ureñas2 fünf große Dialekträume Lateinamerikas betreffen auch die Antillen, gemeinsam mit der Atlantikküste Kolumbiens und einem Teil Venezuelas. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass die einzelnen Zonen durch „ sucesos de historia política3 und dem indianischen Substrateneinfluss bedingt sind. Auch Lipski teilt das lateinamerikanische Spanisch in Dialektzonen ein: Die Dominikanische Republik gehört zusammen mit Kuba, Puerto Rico, Panama, der karibischen Küste von Kolumbien und Venezuela und Mexikos Karibik- und Pazifikküste zur karibischen Region.4 Daher teilt das Dominikanische Spanisch einige sprachliche Besonderheiten mit Puerto Rico, Kuba, Venezuela, Panama und Kolumbien.

Weiterhin gehört die Dominikanische Republik zu den „ti erras bajas5, wo sich der schwache Konsonantismus und der stabile Vokalismus durchgesetzt hat. Die meisten Länder in Lateinamerika sind durch die Andalucismo -Theorie geprägt, diese gilt auch für die Entstehung des Dominikanischen Spanisch, da die meisten Seeleute und Siedler der frühen Kolonialzeit aus der spanischen Provinz Andalusien kamen, und zwar hauptsächlich aus Sevilla und Extremadura.6

2.2 Die Historie

Christoph Kolumbus entdeckte die Insel Hispaniola auf seiner ersten Reise nach Amerika im Jahre 1492, auf der er an der nördlichen Küste eine kleine Ansiedlung von Menschen hinterließ.7 Bei seiner zweiten Reise 1493 nach La Navidad war keiner der Siedler mehr da, daher gründete Kolumbus diesmal La Villa de Isabela im Osten der Insel. Dort blieb sein Bruder als Verwalter zurück. Dieser Versuch der Ansiedlung wurde jedoch durch Angriffe der Taínos und anderen Ureinwohnern zerstört, sodass Kolumbus’ Bruder an der Südküste Nueva Isabela gründen musste, das später zu Santo Domingo, der heutigen Hauptstadt, umbenannt wurde. Dies wurde schon damals zu Beginn der Kolonisation als Zentrum der Neuen Welt gesehen.8

Vor 1492 war die Insel Hispaniola jedoch die Heimat des Arawak- Stammes der Taíno, welches die bedeutendste indianische Kultur der Insel repräsentierten: „ eran culturamente más avanzado y eliminaron los remnantes ciboneys.9 Sie galten als friedfertiges und gesittetes Volk mit einem geordneten Gesellschaftssystem, das Maniok, Süßkartoffeln und Mais anbaute. Im Gegensatz dazu standen die im Osten angesiedelten Ciboneys, ein gewalttätiger Stamm von Jägern, Sammlern oder Fischern. Ab 1492 begann dann die Eroberung und Hispanisierung der Insel, was zur Ausbeutung und Massensterben der Indianervölker führte. Im 16. Jahrhundert waren sie gänzlich ausgestorben.10 Der Verlust der Zwangsarbeiter führte zur Einfuhr afrikanischer Sklaven auf die Insel, was wiederum Kleinkämpfe, Überfälle und Besetzungen zur Folge hatte. Die Insel Hispaniola entpuppte sich als „Spielball“ europäischer Großmächte, insbesondere der Kolonialmächte England und Frankreich, die immer wieder die Vorherrschaft der Spanier in Amerika zu zerstören versuchten.11 1697 mussten die Spanier schließlich den westlichen Teil der Insel an Frankreich abtreten, im Jahre 1795 auch den östlichen Teil. Als Haiti 1804 unabhängig von Frankreich wurde, eroberten die Haitianer auch den östlichen Teil Hispaniolas, dessen Bewohner wiederum 1844 ihre Unabhängigkeit erkämpften und ihrem Land den Namen Dominikanische Republik gaben.12 Doch die Kämpfe ließen in den folgenden Jahren nicht nach, sodass Spanien zwischenzeitlich wieder über die Dominikanische Republik herrschte, bis sie 1865 endgültig unabhängig wurde. Von 1916 bis 1924 war die Dominikanische Republik von US- amerikanischen Truppen besetzt, bis der Diktator Trujillo 1930-1961 die Macht ergriff. Im folgenden Jahr gab es dann die ersten freien Wahlen.13

Vor diesem Hintergrund kann nun die Entstehung des dominikanischen Spanisch näher erläutert werden: Die Kolonisation der dominikanischen Republik erfolgte in der „ Época antillana14, zwischen 1493 und 1519. In der Frühphase, also bis ungefähr 1508 siedelten vor allem Andalusier auf der Insel. Innerhalb der Zeitspanne von 1509-1519 stellten sie den stärksten Einwanderer-Anteil, vor allem rund um Santo Domingo. Klump spricht in diesem Zusammenhang von der „ regíon más andaluzada del Nuevo Mundo.“15 Dadurch bezeichnet man das dominikanische Spanisch als Varietät des karibischen Spanisch, welches stark vom andalusischen Akzent geprägt ist. Da die drei großen Antillen zum größten Teil durch Südspanier und Bewohner der Kanarischen Inseln besiedelt wurden, entstand eine weitgehende Homogenität der Sprachen in diesem Raum. Die Andalucismo – Theorie ist ebenfalls prägend für das dominikanische Spanisch, mit ihren charakteristischen Zügen des Seseo/ ceceo 16, des Yeísmo 17 und der Aufweichung des intervokalischen /d/.18 Da es sich dabei um rein phonologisch-phonetische Merkmale handelt, wird dies im Umfang dieser Hausarbeit nicht näher erläutert, da der Schwerpunkt auf der Syntax liegen wird.

Im Zusammenhang mit der Hauptstadt bemerkt Henríquez Ureña, dass bis zum Anfang der 20. Jahrhunderts die gehobene Sprache in Santo Domingo einen eigenen Klang hatte, einen „ peculiar señorío “ den er als „ mezcla de gravedad y sencillez19 beschreibt. Der Autor hat auch das Fehlen einer Vulgärsprache in der Dominikanischen Republik thematisiert: „ dominaba el tono culto.20 Er führt dies auf den Stolz der Bewohner zurück, die sich noch immer als zugehörig zum „ capital del Mar Caribe21 fühlen.

Darüber hinaus prägte die Präsenz vieler farbiger Menschen das karibische Spanisch in besonderer Weise, unter anderem auch durch die intensiven Beziehungen zum Mutterland und die späte Loslösung von diesem. Ein weiterer Einflussfaktor besteht in den wirtschaftlichen Verbindungen der Antilleninseln zur USA und damit zum nordamerikanischen Englisch.

Bezüglich der historischen Einteilung der Varietät nennt der Autor Jiménez die Entstehungsfaktoren für das karibische Spanisch und besonders das Spanisch der Antillen, indem sie darauf hinweist, dass die Antillen der Ort waren, an welchem die spanischen Kolonisatoren zum ersten Mal auf ein neues sprachliches Umfeld trafen.22 Auch herrschte auf den karibischen Inseln ein ständiger Zustrom neuer Siedler, hinzu kamen die wirtschaftlichen und kulturellen Kontakte zu Cádiz, Sevilla und den kanarischen Häfen, ebenso wie zu den Häfen Sao Paolo und Kuba, mit Venezuela und Kolumbien wurde ebenfalls gehandelt. Durch diesen regen Austausch in der Frühphase entsteht eine weitgehende sprachliche Homogenität in der Karibik.23

Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Spracheinflüsse hat sich das Spanisch in der Dominikanischen Republik zu einer besonderen Varietät herausentwickelt, wie zum Beispiel durch die Schöpfung neuer Wörter oder die Vereinfachung der Syntax. Im weiteren Verlauf wird nun auf die verschiedenen Spracheinflüsse eingegangen, die das dominikanische Spanisch beeinflusst haben.

3. Sub- und Adstrate

3.1 Indeginismen

Desde 1492 las lenguas indígenas han incorporado a nuestro español de América una serie de elementos.“24 Mit diesem Zitat der Autorin Fontanella de Weinberg ist unumstritten, dass der Einfluss indigener Sprachen in Lateinamerika allgegenwärtig ist. Im Gegensatz zu anderen lateinamerikanischen Ländern fällt der Einfluss dieser auf die Dominikanische Republik gering aus. Dies ist auf das frühe Aussterben der Ureinwohner durch die Kolonialisierung bereits im 16. Jahrhundert zurückzuführen. Daher wird der Einfluss indigener Sprachen auf einen sehr kurzen Zeitraum beschränkt: Schätzungen zufolge wurde die Zahl der Ureinwohner in den ersten 20 Jahren der Besiedelung von 380 000 auf 25 000 reduziert.25 Die Ursachen hierfür waren in erster Linie Hinrichtungen und Ausbeutungen, weiterhin kam es zu Misshandlungen, zu Lebensmittelknappheit, kollektivem Selbstmord, Unfruchtbarkeit bei den Frauen und zur Auslöschung durch aus Europa eingeschleppten Krankheiten.26 Die meisten Wörter gelangen also durch den Erstkontakt der spanischen Sprache mit dem Taíno/ Arawak in den allgemein bekannten spanischen Wortschatz über, sie sind also nicht spezifisch für die Dominikanische Republik. Die ersten Siedler und Eroberer bemühten sich allerdings auch um die Einbindung indigener Lehnwörter. Klump merkt an, dass bereits Kolumbus „gezielt“ Elemente entlehnt um die neuen Phänomene zu bezeichnen.27 Die Sprache der Taíno ist somit das Fundament der „ americanización del español.“28 Der Übernahmeprozess gestaltet sich in verschieden Methoden. Zunächst kann man die ausführliche Beschreibung indigener Gegenstände nennen, eine andere Möglichkeit war eine Kurzdefinition des Lehnwortes mit zugehörigen Relativsatz: „ Abían puesto entrellos siete christianos que los guardasen, quitándoles las canóa, que sean unos palos grandes cabados, en quellos suelen navegar” (um 1519).29 Auch sehr häufig ist die indirekte Erläuterung. Um das indianische Lehnwort zu verstehen, stellt man eine semantische Kontiguität her. Eine weitere Methode ist die Verbindung von indianischem und spanischem Element durch ein „o.“30 Mehrheitlich werden Lehnwörter für Nahrungsmittel (maís, casaue), Holzarten, Tiere verwendet. Aber auch andere, nicht ursprünglich auf Hispaniola ansässigen indigenen Sprachen finden ihren Niederschlag in der Varietät: aus dem Aztekischen wird aguacote aus dem Maya cacao übernommen.31

3.2 Afrikanismen

Lipski behauptet, dass die Afrikanismen den wichtigsten außerspanischen Einfluss auf die Sprache der dominikanischen Republik haben, obwohl dort die Sklaverei nicht so exzessiv betrieben wurde, wie in Puerto Rico oder Kuba.32 Der Autor entdeckt archaische afrikanische Elemente aus dem 19. Jahrhundert und nennt sogar Beispiele für aktuelle Afrikanismen in der Alltagssprache: „ changa y congo33 (Tänze) und „ fucú34, was sowohl böser Geist, als auch Pech bedeutet. Darüber hinaus nennt Lipski Orte mit Namen wie Mandinga, Zape und Lomba.35 Laut Klump sind nur wenige Afrikanismen in der Alltagssprache etabliert und kommt lediglich im Dialekt der untersten Schichten vor.36

3.3 Amerikanismen/Anglizismen

Wie bereits erwähnt, war die Dominikanische Republik während der Kolonialzeit ein Spielball der Großmächte – besonders von England und Frankreich. Als die Dominikanische Republik unter der Kontrolle der USA stand, wurde der auch der Einfluss der englischen Sprache immer größer und ist bis heute unumstritten. Die Anglizismen zeigten sich durch die Etablierung von Lehnwörtern und der Übernahme der englischen Lexik. Beispiele hierfür wären Wörter wie „ chequear “, „ parquear “, „ quédate cool “ oder „ el guatchiman “ für „ watchman “.37

3.4 Gallizismen

Trotz der ständigen Konfrontation mit dem französischen Teil der Insel und wiederholter Protektorate und Besetzung durch das französischsprachige Haiti, sowie wirtschaftlichen Beziehungen in der gesamten Kolonialzeit, lassen sich nicht viele Aussagen zum Einfluss des Französischen auf die dominikanische Varietät des Spanischen finden. Fernández weist im 18. Jahrhundert in einem Dokument den Ausdruck frercito38 nach und nimmt außerdem Bezug auf das Phänomen, dass /a/ als /e/ realisiert wird, als Folge der französischen Nasalierung.39

[...]


1 Vgl. http://www.transamerika.org/pages/dominikanische-republik/geographie.php, Zugriff am: 14.04.17.

2 Vgl. Henríquez Ureña, (1975), S. 30f.

3 ebd., S. 30.

4 Lipski (1994), S. 3.

5 Dem phonetischen Sprachraum der Tiefland -und Küstengebiete. (vgl. https://de.glosbe.com/es/de/tierras bajas, Zugriff am: 14.04.17).

6 Vgl. Klump (2002), S. 33.

7 Vgl. Lipski (1994), S. 235.

8 Vgl. ebd.

9 Klump (2002), S. 22ff.

10 Vgl. ebd.

11 Vgl. ebd.

12 Vgl. ebd.

13 Vgl. ebd.

14 Ebd., S. 33.

15 Ebd., S. 33f.

16 Die Elisión des auslautenden /s/, (vgl. http://transpanish.biz/translation_blog/seseo-ceceo-and-distinction/, Zugriff am: 16.04.17).

17 Die Neutralisierung von /r/ und /l/, (vgl. http://definicion.de/yeismo/, Zugriff am: 16.04.17).

18 Vgl. Klump (2002), S. 58.

19 Henríquez Ureña (1975), S. 46.

20 Ebd.

21 Ebd.

22 Vgl. Jiménez (2002), S. 147.

23 Vgl. ebd.

24 Fontanella de Weinberg (1993), S. 27.

25 Vgl. Klump (2002), S. 25.

26 Vgl. ebd., S. 24.

27 Vgl. ebd., S. 157.

28 Ebd., S. 25

29 Ebd., S. 159.

30 Vgl. ebd.

31 Vgl. ebd., S. 175.

32 Vgl. Lipski (1994), S. 362.

33 Ebd.

34 Ebd.

35 Vgl. ebd.

36 Vgl. Klump (2002), S. 179.

37 Lipski (1994), S. 362f.

38 Fernández (1994), S. 86.

39 Vgl. ebd., S. 92.

Details

Seiten
20
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668968523
ISBN (Buch)
9783668968530
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v488867
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,0
Schlagworte
besonderheiten dominikanischen republik kontext

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Die sprachlichen Besonderheiten der Dominikanischen Republik im historischen und geographischen Kontext