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Was macht Talkshows zur Massenkultur und wie wirken sie auf die Gesellschaft?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2002 38 Seiten

Germanistik - Sonstiges

Leseprobe

INHALTSANGABE

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
2.1. Begriffsbestimmung “Massenkultur”
2.2. Begriffsbestimmung “Talkshow”
2.3. Begriffsbestimmung “Affektfernsehen”

3. GESCHICHTE DER TALKSHOWS
3.1. Die Talkshowentwicklungen in den USA
3.2. Die Talkshowentwicklungen in Deutschland

4. DIE TÄGLICHEN TALKSHOWS IN DEUTSCHLAND
4.1. Die beliebtesten Talkshows der jugendlichen Zielgruppe
4.2. Bausteine der täglichen Talkshows
4.2.1. Die Themen
4.2.2. Die Moderatoren
4.2.3. Die Talkshowgäste und ihre Motivation zur Teilnahme
4.2.4. Das Studiopublikum
4.2.5. Die “Experten”
4.3. Herstellung einer Talkshow

5. MOTIVE DES SEHENS

6. MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN VON TALKSHOWS AUF DIE GESELLSCHAFT
6.1. Begriffsbestimmung “Werte”
6.2. Wertevermittlung durch Talkshows
6.3. Schlußfolgerungen

Literaturverzeichnis

1. EINLEITUNG

“Talkshows”, und ganz besonders die Bekenntnisshows, stehen in nahezu durchgehender Kritik, werden offensichtlich belächelt und allem Anschein nach von niemandem sonderlich ernst genommen. Dennoch findet sich täglich ein Millionenpublikum vor dem Fernseher ein, um diese oder jene Talkshow zu sehen, und beim Durchschalten der Fernsehkanäle kann man zu fast jeder Tages- und Nachtzeit auf irgendeinem Sender mindestens eine Talkshow finden.

Seit vielen Jahren schon nehmen diese “Gesprächsschauen” einen hohen Stellenwert im Nachmittags- und Abendprogramm des deutschen Fernsehens ein. Alleine am Nachmittag gibt es momentan jeden Tag von 11 bis 17 Uhr dreizehn Talkshows, in deren Mittelpunkt der Durchschnittsbürger die Gelegenheit hat, einem Millionenpublikum seine persönlichen und privaten Geschichten, Probleme, Schicksale, Vorlieben oder Abnormalitäten zu erzählen.

Meine persönliche Motivation, mich näher mit diesem Phänomen zu beschäftigen, beruht auf folgender Tatsache: Im Verlauf einer Tätigkeit als Jugendreiseleiter war ich eine Nacht lang als Hotelwächter eingeteilt, mit dem Fernseher als einzige Unterhaltungsmöglichkeit und RTL als einzigem deutschen Programm. Dort liefen ausschließlich Talkshows, deren erzwungener Konsum zu einer der sicher grauenhaftesten Nächte meines Lebens führte. Dennoch werden Talkshows im deutschen Fernsehen inklusive Wiederholungen täglich bis zu zwanzig Stunden lang gesendet. Es muß also ein starkes Bedürfnis nach diesen Sendungen bestehen. Daß dieses offiziell verachtete Sendeformat so häufig und von solch einer großen Zahl von Menschen konsumiert wird, macht es zu einem Produkt der Massenkultur.

Somit stellt sich die Frage, an welche Bedürfnisse der Masse Talkshows anknüpfen, um ihren offensichtlichen Erfolg herzustellen. Welchen Sinn erfüllt dieses Medium für die Rezipienten? Bekanntlich haben Talkshows keinen offiziell informativen oder aufklärenden Charakter, sondern zelebrieren das Gerede über alltägliche und banale Probleme, über Skurriles und Bizarres bis hin zu schwerwiegenden psychischen Problemen, die eher in eine Therapie als ins Fernsehen gehören. Diese Hausarbeit wird aufzeigen, daß Talkshows hauptsächlich von den Emotionen leben, die sie bei den Gästen, dem Publikum und den Zuschauern auslösen, und die Frage stellen, ob es vielleicht an der unserer modernen Gesellschaft immer wieder vorgeworfenen “Gefühlslosigkeit” liegen könnte, daß eine mediale Darstellung von Gefühlen sich als fester Bestandteil der Massenkultur etablieren kann. Weiter wird darauf eingegangen, ob Talkshows vielleicht sogar ein gesellschaftlich formender Faktor sein können, ob und welche Werte Talkshows uns vermitteln und welche Auswirkungen dies auf unsere Gesellschaft haben könnte.

Zur Beantwortung dieser Fragen werden in der Hausarbeit zunächst die Begriffe “Massenkultur” und “Talkshow” an sich definiert, dazu auch ein Überblick über die Entwicklung des Genres Talkshow gegeben und die erfolgreichsten der täglichen Talkshows in Deutschland analysiert. Dazu wird das Genre in seine Bausteine zerlegt, gezeigt, was Gäste zur Teilnahme an einem solchen “Seelenstriptease” bewegt und wie Talkshows überhaupt produziert werden.

Begrifflich muß angemerkt werden, daß in der Arbeit ausschließlich die nachmittäglichen Talkshows mit nichtprominenten Gästen behandelt werden, und hier besonders jene, die von den Fernsehzuschauern zwischen 14 und 29 Jahren bevorzugt konsumiert werden. Diese jungen Rezipienten sind mit dem Genre Talkshow aufgewachsen, eventuelle Veränderungen im Verhalten der Gesellschaft an sich oder vielleicht gar Veränderungen in der Kultur unserer Gesellschaft durch das Massenkulturprodukt Talkshow lassen sich bei ihnen wohl am leichtesten feststellen, weiter kann ich mich mit meiner eigenen Altersgruppe am ehesten identifzieren und nachvollziehen, was sie zum Konsum von Talkshows bewegt.

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN

2.1. Begriffsbestimmung “Massenkultur”

Kultur ist - jedenfalls in unseren abendländischen, christlich geprägten Gesellschaften - kein festes, statisches Gebilde, sondern ein prozessuales Geschehen, dessen Dynamik auf engste Weise mit derjenigen der zugehörigen Gesellschaften verwoben ist.

Der Begriff “Kultur” bezieht sich auf die symbolischen Formen, mit denen und durch die eine Gesellschaft auftritt, auf bedeutungsvolle Handlungen, Objekte oder Ausdrucksweisen verschiedener und verschieden materialisierter Art. Diese stehen “in Beziehung zu strukturierten sozialen Kontexten und Prozessen, in denen und durch die sie produziert, übertragen und wahrgenommen werden.”[1] Kultur gibt uns Auskunft über die Denkfiguren, die typisch sind für eine Gesellschaft.

Die bestimmende Tendenz moderner Kulturentwicklung sehen wir in dem, was bei uns “Massenkultur” genannt wird.

“Es handelt sich im Unterschied zur traditionellen, bürgerlich affirmativen Kultur, die von auch sozialstrukturell definierten Eliten für dieselben Eliten veranstaltet wurde, um eine relativ klassenunabhängige, auf die Gesamtheit der Menschen eines Landes, heute, in der Ära der Internationalisierung der Medien und des Weltmarktes auf die Gesamtheit der Menschen der kapitalistischen Indurstriestaaten orientierte Kultur.”[2] Der Hauptgrund liegt zweifelsohne darin, daß das Gesamtsystem der kapitalistischen Warenproduktion, das sich in den Staaten der sogenannten “ersten Welt” zu einem System relativer Überflußproduktion entwickelt hat, mittlerweile zum Hauptträger, wenn nicht gar für die Masse der Bevölkerung zum einzigen Träger dieser Kultur geworden ist.

In diesem Zusammenhang hielt Adorno den Begriff “Kulturindustrie” für besser geeignet, den wahren Sachverhalt einer nicht unbedingt allein den Bedürfnissen der Masse entspringenden Kultur, sondern einer von den Medien vorgelebten und vorgekauten Kultur zu beschreiben, als den Begriff “Massenkultur”. Wörtlich schreibt er: “Wir ersetzen den Ausdruck “Massenkultur” durch “Kulturindustrie”, um von vorneherein die Deutung auszuschalten, die den Anwälten der Sache genehm ist: daß es sich um etwas wie spontan aus den Massen selbst aufsteigende Kultur handele, um die gegenwärtige Gestalt von Volkskunst. Von einer solchen unterscheidet Kulturindustrie sich aufs äußerste. Sie fügt altgewohntes zu einer neuen Qualität zusammen. In all ihren Sparten werden Produkte mehr oder minder planvoll hergestellt, die auf den Konsum der Massen zugeschnitten sind und in weitem Maß diesen Konsum aus von sich bestimmen. (…) Der Kunde ist nicht, wie die Kulturindustrie glauben machen möchte, König, nicht ihr Subjekt, sondern ihr Objekt.”[3]

Dies erscheint mir nur allzu berechtigt. Denn auch bei Horkheimer lesen wir:”Was heute volkstümliche Unterhaltung heißt,” - das kann nur die Massenkultur meinen - “verdankt sich in Wirklichkeit einem von der Kulturindustrie künstlich erzeugten, manipulierten und infolgedessen depravierten Bedürfnis.”[4] Während die Analyse der Kulturindustrie die kommerzielle Mediatisierung der Kultur ins Zentrum ihrer Analyse gestellt hatte, wird in der angelsächsischen Kultursoziologie der hier angesprochene ökonomische Reproduktionszusammenhang moderner Massenkultur gegenwärtig unter dem Stichwort “consumer culture” untersucht. Der Ansatz berücksichtigt begrifflich die Tatsache, daß Massenkultur nicht nur ein Medienphänomen darstellt, sondern von dem gesamten Produktions- und Marktsystem kapitalistischer Gesellschaften hergestellt wird. “Die Massenkultur wird also als zugleich differenziertes und homogenes und eben darin im Konsum egalitäres Warenuniversum industriell produziert, kommerziell verbreitet und konsumtiv angeeignet.”[5]

Die moderne Massenkultur bildet ein umfassendes System aufeinander abgestimmter und ineinandergreifender Elemente. Die Grenzen dieses Systems werden von seinen zentralen, strukturierenden und tonangebenden Komponenten, den technischen Medien, klar definiert. Alles, was von ihnen und durch sie als Stoff verwertbar ist, gehört zum System, alles andere nicht. Das gilt für Menschen wie für Ereignisse. Da sich dieser Systemzusammenhang als eine eigene Ökonomie etabliert hat - man denke nur an die hohen Einschaltquoten des stark personen- und emotionsbezogenen “Trashsenders” RTL II - und ökonomische Systeme in allen westlichen Gesellschaften bis heute stark expansive Entwicklungstendenzen besitzen, verschieben sich die Grenzen immer weiter nach außen, was bedeutet, daß immer mehr Ereignisse und Menschen als verwertbarer Stoff in das System einbezogen werden. Innerhalb des Systems werden auf Dauer bevorzugt solche Elemente als kulturelle Sachverhalte reproduziert, die entweder unmittelbar als Inhaltsstoff oder mittelbar im Verbund mit Medien in Beziehung zu bringen sind, wie beispielsweise “Talkshows”, von denen stellenweise sogar behauptet wird, sie würden erzieherische Funktion übernehmen - doch dazu später mehr.

Der Hauptunterschied zwischen “Massenkultur” und jeder Art von Volkskultur wie auch vergangenen Hochkulturen, deren produktive Aneignung ein Höchstmaß an Ausbildung und Spezialisierung der Psyche voraussetzte - wofür es heutzutage allerdings kaum noch sozialisationsmächtige Instanzen gibt - liegt darin, daß ganz besonders die Benutzung der audiovisuellen Medien wie Film und Fernsehen keine hohe Lesekompetenz mehr voraussetzt und auch keinesfalls auf Kompetenz abzieht, da vorrangiges Ziel dieser Medien ja das Erreichen einer hohen Zuschauerquote durch Einbindung möglichst aller Konsumenten, also auch der breiten Masse und der weniger gebildeten niederen Schichten, ist.

Die modernen Massenmedien des 20 Jh - vor allem Zeitschriften, Film, Radio und Fernsehen - haben nicht nur eine weite Auffächerung der Ausdrucksformen der Massenkultur gebracht, sondern auch eine fast unbegrenzte Ausbreitung der Inhalte über alle Bevölkerungsschichten hinweg. Wir leben also in einer von Medien generierten kulturellen Ordnung, in Produkten und durch Produkte, die für die Masse und als Masse existieren.

2.2. Begriffsbestimmung “Talkshow”

Der Begriff “Talkshow” stammt aus dem Amerikanischen und bedeutet auf Deutsch “Gesprächsendung”. Mittlerweile gibt es im deutschen Fernsehen so viele unterschiedliche Talkshowformate, daß das Finden einer einheitlichen und allgemeingültigen Definition schwierig ist. Bei Steinbrecher und Weiske lesen wir: “Es gibt nicht die Talkshow. Vielmehr verbergen sich hinter dem Begriff “Talkshow”, der von Kritikern und Programmachern für verschiedene Programmangebote verwendet wird, ganz unterschiedliche Sendeformen, denen teilweise nur das Gesprächselement gemeinsam ist.”[6]

Allen aktuellen Talkshows im deutschen Fernsehen gemein ist ihre Abkehr von der traditionellen Gesprächskultur. Die Themen stammen nicht aus der publizistischen Tagesordnung, ihre Protagonisten sind nicht prominent oder Angehörige einer geistigen Elite, “sondern Menschen, die bisher im Fernsehen eigentlich nichts zu sagen hatten, die kleinen Leute von nebenan. (…) Die neue Generation der Talkshowthemen bringt Gefühl und Betroffensein als reales Ereignis ins Wohnzimmer. Die Show zum Talk liefert das Leben (…) "[7] Neben dieser verstärkten Veröffentlichung des Privaten und Alltäglichen spielen auch Orientierungs- und Lebenshilfe in derartigen täglich gesendeten Talkshows eine immer größere Rolle.

Zentrale Figur jeder Talkshow ist der Moderator, der die Sendung leitet und eine personale Bindung zum Zuschauer herstellen muß, um diesen dazu zu bringen, seine Sendung auch nach der Werbepause und am folgenden Tag weiterzuschauen. Eine solche “imageprägende Identifikationsfigur”[8] mit hohem Wiedererkennungswert ist im Kampf um die Einschaltquoten besonders wichtig. Die Gäste des Moderators, die eigentlichen Hauptdarsteller der Talkshow, eben jene eingangs erwähnten “kleinen Leute von nebenan”, sind nur selten von Anfang an präsent, zumeist werden sie im Verlauf der Sendung erst nach und nach vorgestellt. Teilweise geschieht dies, um eine Konfrontation herbeizuführen zwischen einem bereits anwesenden Gast und seinem unerwartet auftretenden Ex - Partner oder ähnlichen Personen, deren Auftritt dazu geeignet ist, Emotionen bei beiden Beteiligten hervorzurufen. Durch diese Überraschungsgäste werden peinliche Situationen und Streitgespräche provoziert. Häufig wird ein neuer Gast angekündigt, der aber erst nach dem Werbeblock erscheint. Das soll die Neugier der Zuschauer auf diese Person und ihre Geschichte erhöhen und sie so an die Sendung binden.

Das Bühnenbild der einzelnen Talkshows ist häufig wie ein Wohnzimmer konzipiert, was den Eindruck von Intimität vortäuschen soll. Das Gleichbleiben des Arrangements schafft ein Gefühl von Kontinuität und einen Wiedererkennungswert, so wird eine Unterhaltung auf dem Sofa einer guten Freundin oder eines guten Freundes vermittelt und vergessen, daß ein Millionenpublikum zusieht.

Den täglichen Talkshows können also bestimmte Merkmale zugeschrieben werden, die sie als ein eigenes Genre definieren. Diese sind:

- Benennung der Sendung nach dem Moderator, der die Gespräche leitet.
- etwa 4 bis 10 unprominente Gäste treten pro Sendung auf und berichten zu einem bestimmten Thema aus ihrem Leben
- Emotionalisierung und Personalisierung der behandelten Themen
- die Sendung ist rein unterhaltend
- werktägliche einstündige Ausstrahlung im Mittagsprogramm
- ein Studiopublikum ist stets anwesend und wird teilweise miteinbezogen

Zusammenfassend läßt sich der Begriff “Talkshow” also folgendermaßen definieren: Talkshows sind Fernsehsendungen, in denen ein Moderator unprominenten Menschen die Chance gibt, ihr persönliches Schicksal im Bericht oder in Selbstdarstellung vor Studiopublikum und Fernsehkamera zu veröffentlichen. Im Mittelpunkt steht die persönliche Reaktion der anwesenden Gäste sowie des Publikums, nicht die Diskussion über das Thema an sich. Die Themen selber sind angesiedelt in den Bereichen Klatsch, Betroffenheit und Emotionalität.

2.3. Begriffsbestimmung “Affektfernsehen”

Um das sehr breite und vielfältige Talkshowangebot für die folgende Untersuchung ein wenig einzugrenzen, soll die Hausarbeit sich vor allem auf das meistgesehenste Talkshowformat im deutschen Fernsehen konzentrieren. Dieses ist eine Mischung aus einer Art “Beichtgespräch”, das von den Gästen mit ihren ungewöhnlichen Geschichten lebt, und einem ”Konfrontationsgespräch”, bei dem Gäste sich über ein kontroverses Thema streiten. Die Mischung aus diesen beiden Besonderheiten, der viele der täglichen Talkshows zuzuordnen sind, wurde von Bente und Fromm “Affekt -Talk” benannt.

Die Charakteristika dieses “Affektfernsehen” definieren Bente und Fromm wie folgt:[9]

- Personalisierung.

[...]


[1] = Thompson 1990, S.136

[2] = Dröge / Müller 1995, S.28

[3] = Adorno 1967, S.60f

[4] = Horkheimer 1988, S.435f

[5] = Dröge / Müller 1995, S.28

[6] = Steinbrecher / Weiske 1992, S.19f

[7] = Neumann-Bechstein 1996, S.3

[8] = Steinbrecher / Weiske 1992, S.175

[9] = Bente / Fromm 1997, S. 20f

Details

Seiten
38
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638129701
ISBN (Buch)
9783638638777
Dateigröße
638 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v4868
Institution / Hochschule
Universität Mannheim – Moderne Germanistik
Note
1,7
Schlagworte
Talkshow Kultur Massenkultur Gesellschaft

Autor

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