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Die theoretische und praktische Bedeutung der Sinndimension im strategischen Designmanagement

Diplomarbeit 2001 97 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
Forschungsgegenstand
Zur Methode

II. Zur Bestimmung der wichtigsten Begriffe
1 Grundlagen aus der Systemtheorie
1.1 Der Ansatz der Systemtheorie
1.2 Bildung von Systemen
1.3 Dynamische Systeme
1.4 Organisationen als System
1.5 Modellbildung zur Beobachtung von Systemen
1.6 Resümee: Für die Gestaltung relevanten systemtheoretischen Ansätze
2 Analyse des Sinnbegriffs
2.1 Zur Begriffsbestimmung Sinn und Sinndimension
2.2 Sinnbildung in sozialen Systemen
2.3 Sinn als Komplexitätsreduktion
2.4 Resümee: Begriffsbestimmung von Sinn
3 Analyse des Designbegriffs
3.1 Die verschiedenen Sichtweisen des Designbegriffs
3.2 Problemfeld und Arbeitsperspektive
3.3 Entwerfen und Kreativität
3.4 Prozesse in Design und Konstruktion
3.5 Die kommunikative Funktion von Design
3.6 Resümee: Begriffsbestimmung des Designs
4 Begriffsanalyse zum Thema „Designmanagement"
4.1 Designmanagement als Managementsystem im Unternehmen
4.2 Designmanagement als Wirtschaftsfaktor
4.3 Designmanagement als Teilsystem im Unternehmen
4.4 Resümee: Begriffsbestimmung des Designmanagements

III. Die Theoretische Betrachtung der Sinndimension in Design und Designmanagement
1 Theoretische Ansätze zur Sinnstiftung
1.1 Entwerfen in soziotechnischen Systemen
1.2 Sinnstiftung in einem gesellschaftlichen System durch Designmaßnahmen
1.3 Produktkommunikation und Wertbegriff
1.4 Der Ansatz der Produktsemantik
1.5 Resümee: Sinnorientierte Betrachtung des Designs
2 Die Sinndimension im Management des Kommunikationsdesigns
2.1 Identität als Konstitution von Sinn innerhalb von Organisationen
2.2 Unternehmenskultur als Manifestation von Sinn und Identität
2.3 Dimensionen der Unternehmenskultur
2.4 Veränderungsprozesse durch Designmanagement
2.5 Resümee: Sinndimension in der Unternehmenskultur
3 Designmanagement als Beratung im Spannungsfeld zwischen Bewahren und Verändern
3.1 Designmanagement als Unternehmensberatung
3.2 Ansätze zur Durchführung von Beratungsgesprächen
3.3 Praxis der Designberatung
3.4 Resümee: Designberatung in der Zusammenfassung
4 Schlußbetrachtung der Theorieansätze
4.1 Allgemeine Anmerkungen zur Designtheorie
4.2 Kurzzusammenfassung der im theoretischen Teil betrachteten Aspekte
4.3 Die Ausprägung der Sinndimension in den unterschiedlichen Untersuchungsbereichen

IV. Die Sinndimension in der Praxis des Designmanagements
1 Untersuchungsdesign und Fragestellung
2 Zur Definition von Designmanagement:
3 Die Sinndimension in der Praxis des Designmanagements
4 Erwartungen zur zukünftigen Entwicklung

V. Fazit

Anhang
1 Leitfragen zu den Interviews:
1.1 Zur Definition von Designmanagement
1.2 Zur Sinndimension in Designmanagement
1.3 Zur Zukunftsentwicklung
2 Interwiew mit Jürgen W. Braun, Geschäftsführer der Franz Schneider Brakel GmbH am 7. 4. 2001
2.1 Definition Designmanagement
2.2 Fragen zur Sinndimension
2.3 Fragen zur Zukunftsentwicklung und zur Informationsgesellschaft:
3 Interview mit Christoph Boeninger, designafairs am 10. 4. 2001
3.1 Definition Designmanagement
3.2 Fragen zur Sinndimension
3.3 Fragen zur Zukunftsentwicklung und zur Informationsgesellschaft:
4 Interview mit Peter Zec, Designzentrum Nordrhein-Westfalen am 10. 4. 2001
4.1 Definition Designmanagement
4.2 Fragen zur Sinndimension
4.3 Fragen zur Zukunftsentwicklung und zur Informationsgesellschaft:
5 Interview mit Hans-Jörg Meier-Kortwig, Design-Net AG am 23. April, 2001
5.1 Definition Designmanagement
5.2 Fragen zur Sinndimension
5.3 Fragen zur Zukunftsentwicklung und zur Informationsgesellschaft:
6 Interview mit Mike Richter, Metadesign am 24. 4. 2001
6.1 Definition Designmanagement
6.2 Fragen zur Sinndimension
7 Interview mit Thorsten Esch, Icon Brand Navigation, 25. 4. 2001
7.1 Definition Designmanagement
7.2 Fragen zur Sinndimension
7.3 Fragen zur Zukunftsentwicklung und zur Informationsgesellschaft:
8 Interview mit Herrn Kupec, Rat für Formgebung, am 2. 5. 2001
8.1 Definition Designmanagement
8.2 Fragen zur Sinndimension
8.3 Fragen zur Zukunftsentwicklung und zur Informationsgesellschaft:

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Danksagung

I. EINLEITUNG

Forschungsgegenstand

In dieser Arbeit wird das Management von Design in all seinen sinnlich wahrnehmbaren Auswirkungen für ein Unternehmen untersucht. Diese beinhalten alle Maßnahmen, die für einen dem Unternehmen Außenstehenden wahrnehmbar sind, das Erscheinungsbild eines Unternehmens, das Produktdesign sowie die integrierten Kommunikationsmaß-nahmen. Dabei werden insbesondere die Prozesse im Designmanagement untersucht.

Die zentrale Fragestellung ist, inwiefern das Designmanagement zur Sinnproduktion im Unternehmen beiträgt. Indes ist der „Sinn“ aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Die Sinndimension eines Unternehmens kann einerseits rein betriebswirtschaftlich begründet sein, andererseits die Unternehmenskultur nach innen (Motivation und Identifikation der Mitarbeiter) bzw. nach außen (Markenidentität) tragen. Genauso, wie jedes Artefakt1 einen funktionalen Nutzen und diverse Zusatznutzen besitzt, sind Prozesse in Unternehmen einerseits wirtschaftlich motiviert, andererseits gibt es in jedem Unternehmen individuelle Kriterien, nach denen diese Prozesse ablaufen. Genau bei diesen setzt die Sinndimension in unternehmerischen Gestaltungsprozessen an.

Inwiefern diese Sinndimension als Ausgangspunkt zur Gestaltung aller materiellen (Produkte, Ausstellungen) und nichtmateriellen Artefakte (Kommunikationsmittel) als strategisches Mittel eingesetzt werden kann, soll Gegenstand der Untersuchung sein. In Theorie und Praxis wird untersucht, wer in diesem Falle welche Prozesse steuert. Ebenso wird untersucht, inwiefern ein Paradigmenwechsel von der Industriegesellschaft zur Infor-mationsgesellschaft stattfindet und wie Design als Gestaltungsaufgabe hier einwirken kann.

Zur Methode

Die Problemstellung wird in seine zentralen Schlüsselbegriffe Sinn, Design und Designmanagement aufgeteilt. Jeder einzelne Begriff wird dabei anhand der zugrunde liegenden Fachliteratur einzeln definiert und anschließend analysiert.

Das Sinnverständnis aus der Systemtheorie ist umfassend und auf verschiedene Kategorien übertragbar. Außerdem ist die systemtheoretische Sichtweise insbesondere für strategisches Vorgehen nützlich. Daher wird eingangs eine kurze Erläuterung der für die Arbeit relevanten Termini und Zusammenhänge aus der Systemtheorie gegeben. Dabei wird auf Systembildung, Beobachtung und Organisationen als System eingegangen.

Daraufhin wird der Sinnbegriff anhand der systemtheoretischen Bedeutung erläutert und dem Untersuchungsgegenstand entsprechend definiert. Ebenso wird eine begriffliche Grundlage für die Termini Design und Designmanagement geschaffen.

Im weiteren Verlauf wird das Design und das Designmanagement mit der Sinndimension in Bezug gesetzt. Ebenso werden Prozesse in Unternehmen und Gesellschaft als soziale Systeme analysiert. Daraufhin wird die Integration des Systems Design in das System Unternehmen untersucht und aktuelle und zukünftige Möglichkeiten beschrieben. Dabei wird als gegeben angenommen, daß die Integration dieser Systeme nur unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten funktionieren kann.

Die Sinndimension wird als Leitkriterium für über die rein funktionalen Aspekte hinausgehende Auswahlprozesse von Produkten vermutet. Anhand der systemtheoretischen Ansätze wird diese Ansicht überprüft. Ebenso wird bei der Designberatung analysiert, inwiefern interne Prozesse von Außen verändert werden können.

Am Ende eines jeden Hauptkapitels gibt es eine zusammenfassende Betrachtung über das behandelte Thema. Alle theoretischen Ansätze werden noch einmal in einer Schlußbe-trachtung erörtert, welche Ausgangspunkt für die Hypothesen sind, die in der Praxis über-prüft werden. Dazu werden Designexperten aus Unternehmen und Agenturen befragt.

Es wird der Frage nachgegangen, ob es eine praktische Sinndimension gibt und wie sie sich äußert. Desweiteren wird analysiert, welchen gegenwärtigen Stellenwert das Design-management im Unternehmen aktuell besitzt und welche Möglichkeiten ihm in Zukunft offenstehen.

II. ZUR BESTIMMUNG DER WICHTIGSTEN BEGRIFFE

1 Grundlagen aus der Systemtheorie

1.1 Der Ansatz der Systemtheorie

Die Systemtheorie ist ein umfassender Denkansatz, der sich sowohl auf natur- als auf geisteswissenschaftliche Disziplinen anwenden läßt. Im folgenden soll ein kurzer Abriß über die wichtigsten systemtheoretischen Begrifflichkeiten gemacht werden, um anschließend die Phänomene Sinn, Gestaltung und Organisation zu untersuchen.

„Die Systemtheorie behauptet, für alle Bereiche soziologischer Forschung auf allen Ebenen sozialer Beziehungen - Diade, Gruppe, Organisation, gesellschaftliches Teilsystem, Gesellschaft, internationale Systeme - einen einheitlichen Forschungsansatz zu liefern, welcher auf der Einheitlichkeit der grund-legenden Systemprobleme aufbaut, unterschiedliche Interpretationen und Wahrheitsvorstellungen aber durchaus zuläßt.“2

Systeme sind Ganzheiten aus auf einander bezogenen Einzelteilen. Sie stehen dabei durch Prozesse in wechselseitiger Beziehung. Das Ganze ist dabei mehr als die Summe seiner Einzelteile, wenn die intrasystemischen Beziehungen auf Synergien hinarbeiten.

Die Komponenten sind Konstrukte, welche die Wahrnehmung der inneren und äußeren Zusammenhänge zwischen ihnen vereinfachen. Außerdem ermöglichen sie, wieder-erkennbare Muster und Strukturen zuzuordnen3 . Systeme sind in vier Kategorien einzu-teilen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Jonas 1994, S. 75

Abb. 1 Systemklassifizierung

Die Systemtheorie hat verschiedene Schulen. Als die wichtigsten Bereiche seien folgende erwähnt:

1. Die allgemeine Systemtheorie nach von Bertalanffy, die den Organismus als offenes System, in welchem ein Fließgleichgewicht herrscht, beschreibt.
2. Die Kybernetik, welche ihren Ursprung in der Nachrichten- und Steuerungstechnik besitzt und Regelprozesse durch negative Rückkopplung (ständiger Abgleich von Ist- und Sollwerten).
3. Die evolutionäre Systemtheorie, bei der vor allem der Ansatz der autopoietischen Systeme von Maturana und Varela hervorgehoben sei. Diese beschreibt eine kognitive Selbstorganisation infolge informationeller Geschlossenheit bei materieller und energetischer Offenheit des Systems.4

Als allgemeine Definition für Systeme kann die von Fuchs (1969) genommen werden:

"Ein System besteht aus Elementen mit Eigenschaften, wobei die Elemente durch Beziehungen miteinander verknüpft sind. (...) Trotz der Vielzahl der Systemdefinitionen lassen sich die für die Begriffsbildung notwendigen Merkmale auf die Begriffe 'Elemente', 'Beziehungen' und 'Eigenschaften' zurückführen."5

Die Wechselbeziehung eines Systems mit seiner Umwelt findet über den Austausch von Materie, Energie und Information statt. Dabei ist es vor der Systembeobachtung wichtig, wie man dabei System und Umgebung definiert. Man kann den "Rand" eines Systems zwar willkürlich setzen, die Systemgrenze ist jedoch entweder physisch (bei Lebewesen) oder per Definition (bei Staaten) gesetzt.6

1.2 Bildung von Systemen

Eine Systembildung kann man auf die Erschaffung künstlicher gegenständlicher Systeme (z. B. Maschinen), auf die Entstehung lebender Systeme (Lebewesen) sowie auf die kognitive Erzeugung gedanklicher Systeme (Gesetze) beziehen.

Im ersten Fall ist das Vorgehen unproblematisch, da hier eine unmittelbare Beziehung zwischen Herstellen, bzw. Handeln und Erkennen besteht. Lebende Systeme sind dagegen bis jetzt ausschließlich beobachtbar, da sie aus Prozessen mit geschlossenen Schleifen und Außenbeziehungen bestehen. Inwiefern sich Systeme bilden, sich beispielsweise Indivi-duen zu Gruppen zusammenschließen, ist jedoch von weiteren Faktoren abhängig7 .

„Denn erst die Leistung spezifischer Selektionen aus den überkomplexen Möglichkeiten der Umwelt erzeugt die Differenz zwischen System und Umwelt, die das System zum System macht. Diese Selek-tionsleistung ist funktional bezogen auf das Problem der Ausbildung und Erhaltung einer bestimmten Systemidentität angesichts bestehender Zwänge und Zufälle der relevanten Umwelt. Die Steuerung der Selektion von Umweltdaten durch eine nach Sinnkriterien gebildete Präferenzordnung ist Bedingung der Möglichkeit der Systembildung.“8

Gedankliche Systeme kann man vereinfacht durch die Beziehung zwischen Wahrnehmung und Handlung einerseits sowie Erfahrung und Erkenntnis andererseits beschreiben. Die gedanklichen Modelle dienen jedoch dazu, den Erfahrungen "Sinn" zu geben.

Aktuelle Themen, Weltbilder, Ideale u.a. entstehen aus der Verknüpfung von Erfahrungswerten. Auch die Gestaltungsprozesse basieren auf diesen gedanklichen Modellen. Giedeon drückt dies folgendermaßen aus:

„Jedem Problem, jedem Bild, jeder Erfindung liegt eine bestimmte Einstellung zugrunde, ohne die sie niemals entstanden wären. Der Handelnde folgt äußeren Antrieben - Gelderwerb, Ruhm, Macht -, da-hinter steckt jedoch unbewußt die Einstellung seiner Zeit, sich gerade diesem Problem in dieser Form zuzuwenden.“9

1.3 Dynamische Systeme

Dynamische Systeme bestehen aus den Wechselbeziehungen zwischen Elementen und Relationen. Die Zustände der Elemente hängen von anderen Elementen oder internen Pro-zessen ab und beeinflussen wiederum die Zustände anderer Elemente. Außerdem besitzen sie einen Zweck und eine Grenze. Sofern die Grenze nicht physisch bestimmt ist, sollte sie von Beobachter in Hinblick auf die Zielsetzung der Beobachtung nach pragmatischen Kriterien gesetzt werden10 .

Die Komponenten dynamischer Systeme sind:

1. Zustandsgrößen incl. Anfangswerte materieller, energetischer oder informatorischer Art, die das System vollständig beschreiben.
2. Flußgrößen, also Veränderungsraten der Zustandsgrößen
3. Umwelteinwirkungen, die auf das System von außen einwirken, von diesem aber nicht beeinflußbar sind
4. Parameter, die über den Beobachtungszeitraum konstant bleiben
5. Zwischengrößen, die aus Parametern, Umwelteinwirkungen und Zustandsgrößen ermittelt werden.
6. Relationen, die zwischen den einzelnen Systemgrößen in Ursachen-Wirkungsketten stehen.11

Außer den lösungsorientierten Ansätzen, bei denen die Zielerreichung optimiert wird, gibt es die problemorientierten Methoden zur Simulation von Prozeßverhalten in komplexen Systemen. Das können beispielsweise Szenarioanalysen oder Stabilitätstests sein. Diese Methoden sind vor allem dann zweckmäßig, wenn die Umfeldbedingungen (z. B. wirtschaftlich, okölogisch, Gesetzgebung, Globalisierung, etc.) zunehmend komplexer werden. Hier gerät das Denkmuster von Ursache und Wirkung an seine Grenzen und bringt immer weniger befriedigende Lösungen hervor12 .

Oft bewirken in vorgegebenen Situationen mehrere Faktoren, die dabei noch in einer ge-wichteten Rangfolge stehen, einen ganz bestimmten Effekt. Nach Jonas (1994) gibt es daher verschiedene Möglichkeiten, Ursachen und Wirkungen miteinander in Verbindung zu setzen:

1. gerichtete lineare Kausalität: die klare Unterscheidung von Ursache und Wirkung führt zu einer statischen Sicht der Dinge, auch wenn man die einzelnen Parameter dabei gewichtet. Der Beobachter verliert dabei die kritische Distanz, wodurch er den Überblick über primäre Zyklen im Prozeß verliert.
2. Externe Ereignisse als Ursachen: in sozialen Systemen, die durch Selbstreferenz geprägt sind, sind externe Ereignisse nur noch Auslöser für ein systemtypisches Verhalten. Daher ist die Beobachtung des Systemverhaltens auf die inneren Motivatoren zu richten.
3. Unabhängigkeit der wirkenden Einflußgrößen: Ein Hauptfaktor, welcher Prozesse steuert ist nicht auszumachen. Deshalb ist es wichtig, die Beziehungen zwischen den Faktoren zu untersuchen. Diese sind zeitlich nicht immer konstant.13

In der folgenden Tabelle werden "klassische", also Maschinensysteme evolutionären, "lebenden" Systemen gegenübergestellt. Der fundamentale Unterschied ist dabei, daß erstere fremdorganisiert und letztere selbstorganisiert sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: „klassische“ und „evolutionäre“ Systeme nach Krohn/ Küppers/Paslack (1987)

Quelle: Jonas 1994, S. 85

Wenn ein System sich zu weit vom ursprünglichen Gleichgewicht entfernt, verlieren die ursprünglichen Regelmechanismen, und damit die Kausalität, immer mehr an Wirkung. Andererseits wird das System empfindlich gegen Einflüsse, gegen die es im Gleichge-wichtszustand resistent war. Es wird auf diese Weise dazu angestoßen, sich neu zu orga-nisieren, um einen neuen, unter den veränderten Bedingungen tragbaren "Gleichgewichts-zustand" zu bekommen. Der "Geist" eines Systems bestimmt dabei,wie das System auf die Veränderungen reagiert und sich anpaßt. Wenn allerdings das System zu komplex wird, kann man die Veränderungsprozesse nicht mehr steuern, sondern nur noch a posteriori beschreiben.14

Innerhalb einer Organisation laufen dynamische Verknüpfungen zwischen den Elementen als Prozesse ab. Dabei können Materie und Energie von einer höheren in eine niedrigere Kategorie umgewandelt, also verbraucht werden, davon unabhängig fließt jedoch Information. Diese Information bildet in Wirtschaftsorganisationen den Ausgangspunkt von Design und Kommunikation.

Durch Veränderungen in der Organisationsstruktur (Organigramm) versucht eine Organisation, sich den wechselnden äußeren Bedingungen anzupassen. Sie unterliegt also einem permanentem Strukturwandel, der innerhalb der von der Organisation selbst gesetzten Grenzen stattfinden muß.

Ein menschliches Handlungssystem kann auf der Mikro- (personales System), Meso- (Organisationen) und Makroebene (gesellschaftliche Ebene) beschrieben werden. Ropohl (1979) entwickelte ein „abstraktes Handlungssystem“, welches weitgehend universell angewandt werden kann.15 Auf allen Ebenen gibt es ein Zielsetzungssystem, ein Informationssystem und ein Ausführungssystem. Hier lassen sich Planungs- und Exekutionsprozesse nachvollziehen, die von einer übergeordneten Zielsetzung geleitet werden, so wie sie in strategisch-ökonomischen Planungsprozessen stattfinden,.

Die Zielsetzungen der einzelnen Ebenen ordnet er gemäß folgender Graphik zu:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: „Abstraktes Handlungssystem“ nach Ropohl (1979)

Quelle: Jonas 1994, S. 188

Der Mesoebene, also der Ebene der Unternehmen, kommt bei der Steuerung des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems eine besondere Rolle zu, da hier persönliche, unternehmenspolitische und übergeordnete (z. B. juristische) Faktoren die Zielsetzungs- und Entscheidungsprozesse bestimmen. Dadurch entsteht jedoch eine Eigendynamik auf dieser Ebene, die ebenfalls nur bedingt steuerbar ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Jonas 1994, S. 189

Abb. 4: „Menschliche“ Handlungssysteme nach Ropohl Quelle: Jonas 1994, S. 189

Um Prozesse in Unternehmen in Hinblick auf die Planung von Ergebnissen zu steuern, wurde die Systemtechnik entwickelt. Alle Ziele und Zwecke müssen dabei operationa-lisierbar sein. Sie müssen in eindeutigen Begriffen und meßbaren Größen ausgedrückt werden, um zukünftiges Handeln vorzuschreiben. Dabei ist auch der Faktor Zeit hinreichend zu berücksichtigen. In Planungsprozessen wird die Realität beobachtet, damit auf dieser Basis ein Modell gebildet wird. Dieses ist Ausgangspunkt für Veränderungs-prozesse.

1.5 Modellbildung zur Beobachtung von Systemen

Allgemein wird ein Modell als Abbildung bzw. als Zeichen für etwas, das real bzw. in Gedanken existiert, beschrieben. Im wissenschaftlichen Sinne bilden Modelle hier ihre Originale nur für bestimmte Beobachter innerhalb einer gewissen Zeitspanne und festgesetzten Grenzen ab. Ein Modell besitzt dabei verschiedene Merkmale:

1. Abbildungsmerkmal: Modelle repräsentieren wirkliche oder gedankliche Originale.
2. Verkürzungsmerkmal: Modelle bilden nur die für den Betrachter relevanten Merkmale ab.
3. Subjektivierungsmerkmal: Die dem Modell zugeordneten Bedeutungen sind nur für den jeweiligen

Betrachter innerhalb eines bestimmten Zeitraumes wichtig. Daher sind sie ihren Originalen nicht per se zugeordnet.16

Modelle ermöglichen einen Umgang mit Abstraktion. Deren Art und Grad müssen frei setzbar sein, um ein Modell optimal nutzen zu können. Dies wird durch das Setzen von Attributen erreicht. Diese können wiederum klassifiziert werden. Ein Modell erfüllt nur seinen Zweck, wenn sich die daraus gewonnenen Erkenntnisse wieder auf das Original zurückübertragen lassen, d. h., wenn aus einem Systemmodell Erkenntnisse gewonnen werden, die eine auf das wirkliche System anwendbare Theorie hervorbringen17 .

Durch ständige Anpassung des Modells an die Wirklichkeit kann die Unterscheidung von System und Umwelt beschrieben werden. Dabei ist zu beachten, daß Systeme gedankliche Konstrukte sind, die sich auf eine durch Wahrnehmung konstruierte Wirklichkeit beziehen.

„Damit ist zugleich gesagt, daß Beobachtung nur der Anfangspunkt eines Prozesses ist, an dessen jeweils gerade festgehaltenem Endpunkt die Rekonstruktion von Bedeutung, also Verstehen steht. Für alle sinnkonstituierenden Systeme ist Beobachtung und ihre Voraussetzungen so zentral, weil sie die Basis der Operation des Verstehens sind. Die Operation Beobachtung verlängert sich in die Operation Ver-stehen, wenn es darum geht, aus den Beobachtungen Schlüsse zu ziehen für die Interaktion mit und die Beeinflussung des beobachteten Systems , wobei ein besonders wichtiger Fall der ist, daß das beobach-tende und das beobachtete System identisch sind, also in der Selbstbeobachtung ein System auf sich selbst Einfluß nehmen will.“18

Da es keine absolute Objektivität geben kann, bleibt bei jeder Beobachtung das Phänomen des "Blinden Flecks", also eines Teils des Systems, welches aufgrund von Vorgaben oder individuellen Einstellungen des Betrachters unberücksichtigt bleibt. So besitzt z. B. ein Naturwissenschaftler oder Techniker zwangsweise eine andere Betrachtungsweise als ein Jurist oder Betriebswirt. Den „Blinden Fleck“ kann man nie eliminieren, sondern durch externe Beobachtung bzw. Aufspaltung in Subsysteme höchstens minimieren. Dadurch wächst zwar die Problemlösungskompetenz, jedoch auch die Komplexität des Gesamt-systems.

Beobachten setzt sich aus Unterscheiden und Bezeichnen zusammen. Durch das Beobachten entsteht das Weltbild. Erfolgreiches Handeln führt zur Bildung von Regelmäßigkeiten und Invarianten. Auf diese Weise entstehen Erfahrung, Wissen und Erkenntnis sowie Kausalität. Der „Blinde Fleck“ ist dabei immer in der Beobachtung als Bedingung ihrer Möglichkeiten inbegriffen.

1.6 Resümee: Für die Gestaltung relevanten systemtheoretischen Ansätze

Systeme bestehen aus Elementen und Beziehungen. Lebende Systeme wie Gesellschaft und Organisationen sind dynamisch und unterliegen einer ständigen Veränderung. Die aktive Gestaltung dieser Veränderungsprozesse sind Aufgabe des für die jeweilige Ebene verantwortlichen Managements.

Auf den Märkten findet laufend eine Systembildung zwischen Anbieter und Kunden statt, insbesondere, wenn ein Produkt mit Zusatzleistungen ausgestattet ist. Markentreue und Kundenbindung sind Ergebnisse einer erfolgreichen Systembildung. Ein sich nicht nur auf die physische Beschaffung eines Artefaktes beziehendes, prozeßorientiertes Design gestaltet diesen Kontext, sei es in den Entstehungsprozessen, als auch im Gebrauch.

Modelle sind für die Gestaltung von Produkten und Kommunikation wichtig. Für die strategische Planung sind sie unerläßlich. Der „Blinde Fleck“ ist es, welcher insbesondere in der Beratung aufgezeigt werden muß, damit ein Unternehmen weder in seiner Außendarstellung und seinen Produkten, noch in seinen Prozessen „verkrustet“.

Das Erkennen der Systemstrukturen in Organisation und Märkten sowie die Erschaffung von visionären Modellen ist Voraussetzung für die Schaffung von Innovation. Die Richtung, welche die Innovation einschlägt, wird von einem für lebende und dynamische Systeme fundamentalen Kriterium bestimmt: der Sinndimension.

2 Analyse des Sinnbegriffs

2.1 Zur Begriffsbestimmung Sinn und Sinndimension Der Begriff „Sinn“ wird im Lexikon wie folgt definiert:

„Sinn: im allg. und philosoph. Sprachgebrauch [beschreibt er; A.d.V.] die Bed. bzw. der Wert einer Sache, eines Vorgangs, eines Erlebnisses für jemanden oder etwas (oft svw. Zweck, Funktion). Eine wiss.-theoret. wichtige Unterscheidung führte G. Frege (1892) in die philosoph. Semantik ein, indem er zw. sprachl.

Zeichen, deren S. und deren Bed. unterschied, z. B. sei die Bed. von „Morgenstern“ und „Abendstern dieselbe, deren S. jedoch nicht. (...) Die Frage nach dem S. des Lebens fragt fragt nicht nur nach Zweck und Bed., sie beinhaltet zugleich den Aspekt der Forderung des Wertes: Das Leben soll „lohnen“ und bejaht werden können. Wird nur nach dem Zweck oder der Bed. gefragt, versteht sich der Fragende - sich selbst entfremdend - nur als Mittel für bestimmte, fremde Zwecke. Die S. frage als S.forderung aber bedeutet darüber hinaus eine Befreiung zu sich selbst (von Selbstentfremdung) und von sich selbst (von

Selbstbefangenheit), in der die Identifikation mit sich selbst gelingt, die die Distanz zw. dem Menschen und seinem eigenen Leben als einer ihm gegenüberstehenden, von fremden Zwecken bestimmten Sache überwindet, so daß Änderungen und Neuentwürfe von Handlungsalternativen ermöglicht werden“.19

Die Bedeutung von Sinn im Zusammenhang mit der Systemtheorie wird von Willke veranschaulicht:

„Sinn: der grundlegendste und deshalb schwierigste Begriff der Theorie psychischer und sozialer Systeme. Er bezeichnet die systemspezifischen Kriterien, nach denen Dazugehöriges und Nichtdazugehöriges unterschieden wird. Sinn ist immer systemspezifisch. Gleichzeitig erlauben nur gemeinsame Sinngehalte Interaktionen und Kommunikationen zwischen Systemen. Sinn kann sowohl in Weltbildern, Werten, Normen, Rollen, etc. eingefroren sein, als auch in laufenden Interaktionen produziert oder ausgehandelt werden. Menschen orientieren sich sinnhaft in ihrer Welt: dies macht Symbole zu einer eigenständigen Wirkungsebene; und es entsteht die Frage nach der Relationierung von Objektwelt (Materie) und Symbolik (Geist). Die operative Qualität von Sinn liegt darin, daß er virtuell bleibt, auf Objekte verweist, diese aber nicht ist. Daraus ergeben sich die Spielräume, Konflikte und der ganze Rest der ‚condition humaine‘.“20

Niklas Luhmann setzt den Sinn in Verbindung mit der Differenz von Aktuellem und Möglichem. Ein sinnkonstituierendes System kann Möglichkeiten auf relativ autonome Weise in jeder Dimension aktualisieren oder negieren, ohne unbedingt entsprechende Möglichkeiten in den anderen Dimensionen aktualisieren oder negieren zu müssen.

„Am Anfang steht also nicht Identität, sondern Differenz. Nur das macht es möglich, Zufällen Informa-tionswert zu geben und damit Ordnung aufzubauen; denn Information ist nichts anderes als ein Ereignis, das eine Verknüpfung von Differenzen bewirkt - a difference that makes a difference. Hier liegt der

Grund dafür, daß wir auch die Dekomposition des Sinnes schlechthin nicht nur als Differenz, sondern als Dekomposition in Differenzen vorfinden. Wir werden diesen Befund durch den Begriff Sinndimension bezeichnen und unterscheiden Sachdimension, Zeitdimension und Sozialdimension. Jede Dimension ist ihrerseits wieder sinnuniversell gegeben, enthält also, formal gesehen, keine Einschränkung dessen, was in der Welt möglich ist. Man kann insofern auch von Weltdimensionen sprechen.“21

Im weiteren Verlauf bringt Luhmann die Reproduktion von Sinn in Beziehung mit Erleben und Handeln.

„Die Zurechnung als Erleben, was Erleben und Handeln mit einschließt, dient der Sinnreproduktion, jener weiterlaufenden Aktualisierung und Virtualisierung (...). Die Zurechnung als Handeln, was Erleben vorbereitendes, Erleben suchendes Handeln einschließt, dient der Reproduktion des sozialen Systems, indem sie Ausgangspunkte für weiteres Handeln festlegt. Mann kann auch sagen: Erleben aktualisiert die Selbstreferenz von Sinn, Handeln aktualisiert die Selbstreferenz sozialer Systeme, und beides wird durch Attributionsleistungen auseinandergehalten und rückverbunden.“22

Während das Lexikon den Sinn als Bedeutung eines Zeichens im weitesten Sinne beschreibt, ist für die Systemtheoretiker die Sinndimension die Diskriminante, die ein Element oder eine Option unter vielen anderen hervorhebt. Dessen bzw. deren Auswahl bedingt das Handeln, im Erleben wird die Sinndimension selbst aktualisiert.

2.2 Sinnbildung in sozialen Systemen

Nach Luhmann ist ein soziales System als Sinnzusammenhang von sozialen Handlungen, die auf einander verweisen und sich von einer Umwelt nicht dazugehöriger Handlungen abgrenzen, definiert. Wenn eine solche Abgrenzung möglichst invariant bleibt, nimmt das System eine Funktion wahr. Durch eine funktionale Differenzierung gewinnen Systeme Stabilität.

Systemische Strukturen und Prozesse können sich auf diese Grenzen einstellen. Die Autonomie hinsichtlich der Art, wie in einem System Informationen verarbeitet werden, führt zur Institutionalisierung eigener Regeln für die Erfassung und Reduktion externer Komplexität. Durch die Bildung dieser Systemstruktur wird festgelegt, welche Informationen darin verarbeitet werden und mit welchen systemspezifischen Medien die Übertragung von Sinn an andere Systeme vermittelt werden kann.23

Willke24 beschreibt den Sinn als Ordnungsform der menschlichen Welt, da sich viele Handlungsmechanismen nicht mehr allein auf biologische Notwendigkeiten zurückführen lassen. Sinnwelten werden über Symbole und andere Artefakte übertragen. Das bedeutet, daß ein Artefakt zwangsläufig nur als bestimmter Teil einer klar definierten Sinnwelt denkbar ist.

Menschen wird die Fähigkeit zugesprochen, „sich sinnhaft in der Welt zu orientieren, über Sprache und andere Sinnsysteme soziale Beziehungen aufzubauen und Herausbildung und Abgrenzung sozialer Identitäten nach sinnhaften Kriterien zu steuern“25 .

Oft riskieren Menschen (beispielsweise Märtyrer) zur Erhaltung einer Idee ihr Leben. Besonders im Falle des Krieges sterben für eine Idee Millionen von Menschen auf dem Schlachtfeld.26

Über die Definition des Sinns wird ausgewählt, welche Elemente zu einem System gehören. Dadurch werden die Systemgrenzen abgesteckt. Andererseits wird dem System nach innen eine Identität gegeben. Das Finden des Sinnes führt also zur Ausbildung eines Selbst-Bewußtseins.

Eine starke Sinn-Ausprägung erlaubt es einem System außerdem, eine gewisse interne Flexibilität zuzulassen und sich äußeren Veränderungen gegenüber zu stellen. Dunphy, (1972)27 fügt den herkömmlichen systemtheoretischen Variablen Funktion, Struktur und Prozeß die Variable "Inhalt" hinzu, mit der sich eine Gruppe gegen die Umwelt abgrenzt und wodurch sich selten verändernde Sinnstrukturen wie Normen, Ideologien, etc. ausdrücken. Oft bildet sich sogar eine eigene Sprache (Wissenschaftssprache, Gassen-jargon, etc.) heraus, wonach das System (Gruppe) die Informationen aus der Umwelt verarbeitet und aufbereitet.

Der Sinn hat somit die doppelte Funktion, eine Orientierungslinie für Handlungen zu schaffen und das "Sinnhafte" vom "Sinnlosen" zu unterscheiden. Der Sinn von Grenzen liegt dabei in der Begrenzung von Sinn. Für jedes System ist nur der Bereich der Welt interessant, den es betrifft.

2.3 Sinn als Komplexitätsreduktion

Komplexität wird als "Grad der Vielschichtigkeit, Vernetzung und Folgelastigkeit eines Entscheidungsfeldes"28 definiert. Kontingenz beschreibt dagegen „die einem System in einer bestimmten Situation zur Verfügung stehenden Handlungsalternativen“29 . Kontingenzspielräume existieren dabei nicht nur bei individueller Interaktion, sondern zunehmend auch in sozialen Systemen (Gesellschaft), da feste Werte und Normen immer weniger bindend wirken.

Komplexität und Kontingenz stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander: wäh-rend Komplexität zu einem Selektionszwang aufgrund einer Vielzahl externer Möglich-keiten führt, schränkt die Kontingenz oft die innere Handlungsfreiheit ein. Dadurch können Konflikte entstehen. Komplexität birgt Konflikte auf der Wahrnehmungsseite, indem ausgewählt werden muß, was relevant ist und was nicht. Kontingenz hält dabei Konflikte auf der Seite der Aktion. Gemeint ist damit die Strategie, welche Handlungs-möglichkeit vorzuziehen ist. Die Aktion führt dabei zwangsläufig darauf zurück, wie das Problem wahrgenommen wird.

Handlungsspielräume können durch physische Barrieren oder gedankliche Prozesse begrenzt werden; letztere werden dadurch beeinflußt, was für die jeweilige Person Sinn macht.

Soziale Systeme haben außerdem die Eigenschaft, sich von der Umwelt zunehmend abzu-koppeln und als „Überlebensmotiv“ weniger die Anpassung an die Naturgegebenheiten als an die Gruppe zu suchen. Schließlich beschreibt Willke (1991) fünf Dimensionen der Systembildung von sozialen Systemen einschließlich deren Mitteln zur Lösung von Komplexitätsproblemen:

- Sachliche Komplexität - durch Ressourcengewinnung und -verteilung werden Konkurrenzprobleme durch die Zunahme von Subjekten und Objekten gelöst.
- Soziale Komplexität - Personen werden auf Rollen reduziert
- Zeitliche Komplexität - durch mediale Kommunikation wird das psychische Gedächtnis ausgeweitet.
- Operative Komplexität - durch die Schaffung von Modellen der Außenwelt und Projektion von Verhaltensmustern auf diese (also Strategiebildung) entsteht eine bewußt geführte Interaktion mit der Umwelt bzw. mit anderen Systemen. Durch (Selbst-)Reflektion bekommen die Subjekte die Fähigkeit, sich selbst zu thematisieren und die Umwelt anderer Systeme in ihr eigenes Verhalten einzubauen.
- Kognitive Komplexität - intellektuelle Fähigkeiten erlauben es Systemen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und kollektives Wissen zu schaffen.30

2.4 Resümee: Begriffsbestimmung von Sinn

„Sinn“ ist dasjenige Kriterium, was für ein Individuum oder eine Gruppe Wichtiges/ Werthaftes von Unwichtigem/Wertlosem unterscheidet. In der Kommunikation wird ein kommunikativer Prozeß durch die Sinndimension erst aufgebaut. Ein Kommunikator ist für seine Zielperson erst dann interessant, wenn die Kommunikationsinhalte für diese „sinnhaft“ erscheinen. Eine Kommunikation wird solange aufrecht erhalten, solange beide Kommunikatoren einen „Sinn“ darin sehen.

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe schränkt den Handlungsspielraum des Individuums zuerst einmal ein. Da jedoch kein Individuum isoliert überleben kann, muß es etwas Verbindendes mit anderen Individuen finden - einen gemeinsamen „Sinn“. Dieser dient nach Luhmann auch zur Reduktion von Komplexität im Zusammenleben mehrerer Indivi-duen.

Die Sinndimension konditioniert also Verhaltensmuster in Gruppen und Gesellschaften. In religiösem und politischem Zusammenhang wird die kollektive Lebensweise durch Werte, Normen und Rituale geprägt. Auf diese Weise wird „Sinn“ bewußt und unbewußt auf die Mitglieder übertragen. Der Sinn wirkt ebenso als Motivator, denn er treibt Menschen dazu an, Dinge zu tun, bzw. zu realisieren, die ihnen sehr wichtig erscheinen.

Die Enttäuschung von Sinnhaftem führt oft zu seelischem und körperlichem Schaden, manchmal sogar zum Selbstmord. Dies geschieht dann, wenn Weltbilder, also Sinnkonstrukte, zusammenbrechen. Dies ist beispielsweise bei dem Zusammenbruch von Ideologien, aber auch bei Börsenstürzen zu beobachten.

Die Wirtschaft stellt materielle und immaterielle Artefakte her, welche für ihre Verwender einen „Sinn“ ergeben müssen, um gekauft zu werden. Dieser lag traditionell darin, die menschlichen Grundbedürfnisse zu befriedigen. Da diese Bedürfnisbefriedigung, u.a. durch soziale Absicherung, in fortgeschrittenen europäischen Gesellschaften gegeben ist, wird die kulturelle Sinndimension von Artefakten immer wichtiger. Das bedeutet, daß Individuen weniger die eigene Bestandserhaltung als sinnhaft betrachten, als vielmehr die Zugehörigkeit zu einer Gruppe - einem wie auch immer geartetem sozialem System.

Sinn ist daher als das Merkmal zu betrachten, welches kommunikative Prozesse, also den Austausch von materiellen und immateriellen Artefakten innerhalb von oder zwischen Gruppen erst möglich macht. Das Design versteht sich gerade als die Disziplin, welche diese Artefakte gestaltet. Es sieht sich als Überträger der sinnhaften Elemente auf diese.

3 Analyse des Designbegriffs

3.1 Die verschiedenen Sichtweisen des Designbegriffs

Im folgenden werden fragmentartig einige Definitionen für den Designbegriff aus der Fachliteratur gegeben, um einen Einblick über die vielseitige Sichtweise des Designbegriffs zu bekommen. Dabei ist insbesondere die unterschiedliche Sichtweise des Designs in Deutschland und im angelsächsischen Sprachraum hervorzuheben.

Deutschsprachige Ansätze

Der Rat für Formgebung (1990) stellt eine allgemeine Definition von Design auf:

„Design umfasst die Gestaltung industriell zu fertigender Produkte der Produktsysteme für den indivi-duellen sowie den kollektiven Bedarf auf der Grundlage ästhetischer, technischer, wirtschaftlicher und ergonomischer Analysen. Diese Analysen können als Vorgabe für den Entwurf des Designers gesehen werden.“31

Zorzi (1981) verdeutlicht den ganzheitlichen Charakter des Designs auf allen seinen Wirkungsebenen:

„Genauso wichtig wie die Gestaltung der Produkte ist nämlich auch die physikalische Umwelt, in der sie erzeugt werden, sind die Fabrik- und Bürogebäude, die Verkaufskanäle, die sozialen und kulturellen Bedingungen des Betriebs, die Art der Anpassung an die lokalen Gegebenheiten, aber auch die

Bezeichnung seiner Produkte, sein öffentliches Image, die Art und graphische Gestaltung seiner Werbeinformation, und die Präsentation seiner Produkte auf Messen und in Schaufenstern.“32

Angloamerikanische Ansätze

Im Englischen wird im Gegensatz zur deutschen Auffassung keine scharfe Trennung zwischen Formgestaltung und Ingenieurwesen vollzogen; „to design“ = entwerfen

Gorb(1990) verdeutlicht den Produktbezug des Design:

“... a plan for an artefact or a system of artefacts...”33

Lawson (1980) hebt den kreativen Aspekt des Designs in seinen verschiedenen Tätigkeitsbereichen hervor:

“Town planning, urban design, architecture, industrial, graphic and interior design all involve elements which may seem both precise and nebulous, systematic and chaotic, mathematical and imaginative. These design fields all have to do with the creation of objects or places which have a practical purpose and which are intended both to be looked at and used.”34

Bernsen (1990) beschreibt die Prozeßorientierung des Designs, insbesondere in Bezug auf das Ergebnis:

“Design is a name for both the creative process and its outcome. Design as a problem solving process pursues two goals:

1. To achieve the simplest possible solution to a problem- without violating the complexity of the task.
2. To adapt the design to the user and not the other way around.”35

Urban/ Hauser (1980) führt zusätzlich zum Produktbezug den Konkurrenzaspekt an:

“We consider design as the designation of the key benefits the product is to provide, the psychological positioning of these benefits versus competitive products, and the fulfilment of the product promises by physical features.”36

Kotler/ Rath (1984) sehen im Design vordergründig den Konsumentennutzen in Zusammenhang mit einem unternehmensbezogenem Designnetzwerk:

“...the process of seeking to optimize consumer satisfaction and company profitability through the creative use of major design elements (performance, quality, durability, appearance, and cost ) in connection with products, environments, information, and corporate identities.”37

In dieser Gegenüberstellung wird deutlich, daß das Design in Deutschland einen eher ästhetischen, ordnenden Charakter einnimmt, in England und Amerika dagegen viel marktorientierter, pragmatischer gedacht wird. Nach diesem Überblick wird auf die Prozesse des Entwerfens und Gestaltens eingegangen.

3.2 Problemfeld und Arbeitsperspektive

Entwerfen ist Planung zukünftigen Handelns. Es beinhaltet u. a. konstruktive und gestal-terische Aspekte. Es ist ein grundlegendes Element menschlicher Kognitions-, Kommuni-kations- und Handlungsprozesse, das die Produkte in ihrem gesellschaftlich-kulturellen Umgang beschreibt.

Das Entwerfen kann man jedoch nicht nur rein wissenschaftlich betrachten. Archer (1979) formuliert seine Position folgendermaßen:

“There exists a designerly way of thinking and communicating both different from scientific and scholarly thinking.”38

Diese “entwerferische” Freiheit macht es daher schwierig, das Design in ein wissenschaftliches Korsett zu zwingen.

Die Tätigkeit des Entwerfens erstreckt sich über ein breites Anwendungsgebiet, welches sich von den Stylisten bis hin zu Entwicklungsingenieuren erstreckt und über eine Vielzahl von Disziplinen. Wie schon zu Beginn dieses Kapitels beschrieben, bezieht sich im angelsächsischen Bereich der Begriff “to design” sowohl auf Konstruktion als auch auf Formgebung. In Deutschland hat sich eine deutliche Trennung der Aufgabengebiete von Ingenieuren und Designern vollzogen. Diese Polarisierung zwischen technischem und gestalterischen Denken wird häufig ideologisch betrachtet.

Dabei ist diese Art von Kompetenzgerangel nicht gerade dienlich für eine integrierte, inter-disziplinäre Produktentwicklung. Während die Ingenieure ihre Funktion darin sehen, naturwissenschaftliche Erkenntnisse in Fertigungstechnologie und Konstruktion umzu-setzen, werden die Designer von ihnen als Anhängsel des Marketing gesehen. Diese wiederum sehen sich als “Anwalt des Verbrauchers”, der den Benutzer vor allzu viel Tech-nokratie schützt. Sie proklamieren sich vielmehr als die Erzeuger von “Lebensqualität und Lebenssinn”39 Der Designer sieht sich dabei am liebsten als “interdisziplinärer Problem-löser” oder sogar als “Sinnstifter”40 .

Das signifikanteste Merkmal ist die Verbindung von Nutzen und Ästhetik, die das Design leistet. Kern beschreibt das Design als „Verbindung des Kreativ-Ingeniösen“, welches nur bedingt einer nachvollziehbaren Planung unterliegt“41 .

Die Designtheorien beschreiben die Tätigkeit des Designs als “Erkennen und Definieren der praktischen und sozialen Gebrauchskriterien”. Es ist gleichermaßen als Prozeß und als Ergebnis zu verstehen. Daraus resultieren die “besseren und gebrauchstüchtigeren Arte-fakte”42 Vor allem in jüngerer Vergangenheit wird der Produktsemantik ein immer höherer Stellenwert eingeräumt.

Auch die Konstruktionslehre beschäftigt sich mit der Verbesserung der Lebensqualität durch Produktinnovation. Diese wird durch die Nähe zu den Ingenieurwissenschaften gesellschaftlich als exakt akzeptiert. Das Design dagegen war zwar oft Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen, konnte sich jedoch nie als Wissenschaft herausbilden. Vermutlich rührt daher ein oft hohes wissenschaftliches Defizit an den Designakademien. Andererseits ist die intuitive und bisweilen weniger strukturierte Vorgehensweise der Designer oft auch eine Stärke bei der Lösung von Problemen.

Gerade in der Wirtschaft wird die Wichtigkeit von Produktinnovation für Unternehmen oft unterschätzt. Barius (1991), unterstreicht:

”Product renewal through development and introduction of new products is of vital importance to the earning capacity and future existence of industrial firms”43 .

Auch wenn wirtschaftliche Aspekte den Gestaltern oft zuwiderlaufen, sind sie doch die operative Grundlage jeder Art von industrieller Gestaltung. Zec, 1992, betont die Schlüsselfunktion des europäischen Designs im Kampf der Wirtschaftsregionen Europa, Nordamerika und Japans.44

3.3 Entwerfen und Kreativität

Ber Begriff Kreativität steht häufig Zusammenhang mit Entwerfen, wird leider oft auch mißverstanden. In der Theoriearbeit, die Jonas (1991)45 im Begriffsfeld “Entwerfen -Computer - Kreativität“ durchgeführt hat, beschreibt er den kognitiven Prozeß als vermeintliche Basis einer darauf zu entwickelnden Theorie.

Als wesentliches Instrumentarium der Problemdefinition eines Entwurfsprojektes nennt er Bilder und Sprache. Den Entwurfsprozeß beschreibt er dabei als Transformation von Vorstellungswelten in die sprachliche sowie die Bild- und Modellebene. Dabei greift der Umgang mit dem Computer in den Gestaltungsprozeß ein und schafft neue Metaphern.

Es ergeben sich folgende Fragestellungen, welche sich nicht nur auf das Computerdesign beziehen, sondern auf das Entwerfen im allgemeinen:

- Was ist ein Problem (ohne Problem kein Entwerfen)?
- Wie ist Entwerfen definiert (Informationsverarbeitung, Problemdefinition, -lösung)?
- Kann man die einzelnen Entwurfsprozesse von einander unterscheiden?
- Hat Entwerfen mit Kreativität zu tun?
- Warum bezieht sich der Begriff „Entwerfen“ vielmehr auf das Design, aber nicht auf die Konstruktion?
- Was bedroht die Kreativität?
- Inwiefern wirkt sich die Trennung von Design und Konstruktion auf den Gesamtprozeß aus?
- Wie greift der Computer in den Entwurfsprozeß ein?
- Wirkt der Computer eher entlastend oder fördert er sogar die Kreativität?46

Der Leser vermag diese Fragen alle irgendwie auf intuitive Weise zu beantworten, wissenschaftlich-empirische Erklärungen dafür gibt es nicht.

Der Siegeszug des Computers in den letzten dreißig Jahren in den Konstruktions- und Designbüros war aufgrund kontinuierlicher Hardware- und Softwareentwicklungen nicht aufzuhalten. Allerdings ist der eigentliche Nutzen, nämlich die Schnittstelle zwischen Kon-struktion und Fertigung als Workflow, beim Design von untergeordneter Bedeutung. Die große Chance, über CAD interdisziplinär mit den Konstrukteuren auf die Produktentwick-lung einzuwirken, wurde verspielt, zumal die Designer hier oft zu Anfertigern von Com- puter-Renderings degradiert wurden. Auch beim Entwerfen von elektronischen Bedienungsoberflächen konnten sich die Designer nur selten profilieren.

In einem Ausnahmefalle wurde ein „designerisches“ Modell Grundlage für eine langfristig eingesetzte Produktsprache. Die metaphorische Übersetzung von Computerfunktionen in die Symbolik des Büroalltags (Arbeitsplatz, Dokumente, Ordner, Papierkorb, etc. sowie die weitgehend mit dem Ausdruck identische Darstellung von Zeichen auf weißem Papier), die Apple mit dem Macintosh 1984 einführte, wurde spätestens mit MS-Windows 95 zu einem Weltstandard.

3.4 Prozesse in Design und Konstruktion

Während das Design-Research in England sämtliche Entwurfsprozesse in Industrial Design, Engineering Design, Architektur und Stadtplanung umfaßt, ist dieses in Deutschland spätestens nach der Schließung der Hochschule für Gestaltung Ulm zum Erliegen gekommen. Dabei kritisieren deutsche Designtheoretiker, daß in England eher in die Breite als in die Tiefe gegangen wird. Es wird vorgeworfen, daß die Designmodelle nur deskriptiven, aber keinen präskriptiven Charakter hätten.

Allerdings ist auch im deutschen Design im Gegensatz zur Konstruktion kein Modell für die Prozesse im Entwerfen entstanden. Der VDI hat ein Prozeßmodell geschaffen, das die Aspekte des Designs jedoch weitgehend ausklammert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Jonas 1994, S. 37

Abb. 5: Ablaufschema beim Entwickeln und Konstruieren nach VDI 2221

Für das Design gab es bis in die siebziger Jahre dagegen nur ein funktionalistisches Modell, welches dem o.g. Modell prinzipiell sehr nahe kommt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Informationstheoretisches Modell des Designprozesses nach Bürdek (1975)

Quelle: Jonas 1994, S. 42

Allerdings ist auch in diesem Modell, wie auch von den Kritikern des Funktionalismus angeführt, keine Bildung eines Paradigmas ersichtlich. Der Produktentwicklungsprozeß wird ausschließlich unter funktionalen Aspekten betrachtet. Die kommunikative ,für das Produktdesign fundamentale Sicht, wird dabei weitgehend ausgeschlossen. Kicherer (1987) formuliert ein Prozeßmodell, welches die rationalen und kreativen Elemente des Designs verbindet.

"Der Designprozeß ist (...) ein spiralförmiger, durch Rückkoppelungen gekennzeichneter Prozeß mit fließenden Übergängen von der Problemanalyse zur Lösungsentwicklung. Die Spirale ist dabei als Doppelspirale rational-differenzierender und arational-kreativer Akte zu verstehen."47

Den Designprozeß unterteilt sie in die Konzeptions- und die Materialisierungsphase:

- Die Konzeptionsphase

Design-Problemanalyse

Aufgabenformulierung

Design-Vorkonzept und endgültige Aufgabenfestlegung

- Die Materialisierungsphase

Entwurfs- und Gestaltungsarbeit von Designern

Entwurfs- und Realisierungsarbeit von Konstruktions- und Entwicklungsingenieuren Realisation in der Produktion48

[...]


1 Artefakte sind von menschlicher Hand gefertigte Gegenstände oder Symbole.

2 Willke 1991, S. 1.

3 vgl. Jonas 1994, S. 76f.

4 vgl. Jonas 1994, S. 76.

5 Fuchs, Herbert "Systemtheorie" in: Grochla, E. Handwörterbuch der Organisation, Stuttgart S. 1618-1630.

6 vgl. Jonas 1994, S. 78f; Willke 1991, S. 194.

7 vgl. Willke 1991, S. 30f.

8 a.a.O., S. 31.

9 Gideon 1982, S. 20.

10 vgl. Jonas 1994, S. 93ff.

11 vgl. a.a.O., S. 97.

12 vgl. a.a.O., S. 96.

13 vgl. Jonas 1994, S. 99.

14 vgl. Jonas 1994, S.92f; Willke 1991 S. 38. 1.4 Organisationen als System

15 vgl. Jonas 1994, S. 188.

16 vgl. Jonas 1994, S. 101.

17 a.a.O.

18 Willke 1994, S. 37.

19 Meyers Volkslexikon Bd. 10 1981, S. 548.

20 Willke 1991, S. 193.

21 Luhmann 1993, S. 111f.

22 Luhmann 1993, S. 124.

23 vgl. Luhmann 1987, S. 32 ff.

24 vgl. Willke1991, S. 29.

25 Willke, 1991, S. 29.

26 vgl. a.a.O.

27 Dunpy: The Primary Group, New York 1972, S. 95 in: Willke 1991, S. 32.

28 a.a.O., S.192.

29 a.a.O., S. 192.

30 vgl. Willke 1991, S. 61 ff.

31 Rat für Formgebung, 1990, S 14.

32 Zorzi, R.: Industrie, Kommunikationswerte, Design, in: Gsöllpointner/Harleitner/Ortner (Hrsg.): Design ist unsichtbar, Wien 1981, S. 519.

33 Gorb, P.: The Future of Design and its Management, in: Oakley, M. (Hrsg.): Design Management: A Handbook of Issues and Methods, Oxford, Cambridge (Mass.) 1990, S. 86.

34 Lawson 1980, S. 1.

35 Bernsen, J. Twelve Principles of Design Management, in: Oakley, M. (Hrsg.): Design Management: A Handbook of Issues and Methods, Oxford, Cambridge (Mass.) 1990, S. 86.

36 Urban/Hauser 1980, S. 155.

37 Kotler, P./Rath, G.A. Design: a powerful but neglected strategic tool, in: Journal of Business Strategy, Vol. 5, Nr. 2, 1984, S. 17.

38 Archer, L. Bruce "Whatever Became ofDesign Methodology?" in: Design Studies Vol No 1 1979 S. 17f.

39 vgl. Jonas 1994, S. 29.

40 a.a.O.

41 Kern 2000, S. 109.

42 Jonas 1994, S. 28.

43 Barius, Bengt "Time to Market, TTM. The holistics of the innovation process frorn idea to customer" in: Proceedings of ICED 91, Zürich 1991 S. 194f.

44 vgl. Zec, Peter: Vorwort im Programmheft zum Europäischen Designkongreß „Design Quo Vadis?“ 12. - 14. Mai in Essen.

45 Jonas, Wolfgang: ‚Digitale Bilderwelten‘ - Neue Wahrnehmungsdimensionen oder binärer Bluff? 5. CIPKongreß Computer in der Lehre, TU Berlin, 24. - 26. Sept. 1991.

46 a.a.O.

47 Kicherer 1987, S. 189.

48 vgl. a.a.O., S. 186.

Details

Seiten
97
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638451574
Dateigröße
910 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v48445
Institution / Hochschule
Universität der Künste Berlin – Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation
Note
1,3
Schlagworte
Bedeutung Sinndimension Designmanagement

Autor

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Titel: Die theoretische und praktische Bedeutung der Sinndimension im strategischen Designmanagement