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Planung eines Gesundheits-Konzeptes für eine Fitness-Anlage

Hausarbeit 2005 34 Seiten

Gesundheit - Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Ist – Analyse für das „Happy und Spaß“ Sportstudio X. Stadt.

2. Schwerpunkte von 4 Ever jung : Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und gesunder Livestyle.

3. Daten zum ausgewählten Schwerpunktthema. Einschätzung der Nachfrage und des Marktpotenziales:

4. Grundlegende Daten und Informationen zur Zielgruppe des gewählten Konzeptes unter Angabe von Alter, Geschlecht, Beruf / Sozialstatus, Gesundheitszustand sowie Ziele und Motive für die Teilnahme:

5. Beschreibung der allgemeinen Aufgaben / Ziele und Effekte / Wirkungen des ausgewählten Kurskonzeptes:

6. Inhalte und Gliederung des Kurskonzeptes: Kursplaner für das Kurskonzept „ 4 Ever young“. Kursplaner für das Kurskonzept „ 4 Ever jung“ - Ziele:

7. Aufbau des 6 wöchigen ganzheitlichen Fitnesskurses „ 4 Ever jung“.

8. Organisation des Kurskonzeptes:

9. Fazit / Schlussfolgerung.

1. Ist – Analyse für das „Happy und Spaß“ Sportstudio X. Stadt.

Studiogröße:

- Gerätebereich: ca. 350 qm
- Kursbereich: ca. 150 qm
- Saunabereich: ca. 150 qm
- Solarienbereich: ca. 30 qm
- Squashraum: ca. 70 qm

Angebotsstruktur:

Präventivbereich: Rückenschule mit einer Physiotherapeutin.

Wirbelsäulengymnastik mit Rückenschulleiterinnen.

Aerobickurse: Bodystyling, Steppaerobic, Bauch – Beine - Po, Bauch – Oberkörper – Po,

Good – Morning – Workout.

Kampfkunst: Karate.

Sonstige Kurse: Spinning, Bauch – Weg – Kurs.

Mitarbeiterstruktur:

1 Geschäftsführer

1 Physiotherapeutin (Vollzeit)

1 Diplomsportlehrer (400 €)

1 Fitnesstrainer (Vollzeit)

4 Fitnesstrainerinnen, Kursbereich (400 €)

1 Thekenkraft (400 €)

1 Praktikantin

Alle Mitarbeiter sind auch Thekenkräfte.

Kundenstruktur:

Ca. 1000 Mitglieder

(Potenzial des Studios ca. 1500)

Alterspyramide:

Gruppe der 18 – 25 Jährigen ca. 45 %

Gruppe der 25 – 40 Jährigen ca. 20 %

Gruppe der 40 – 55 Jährigen ca. 35 %

Frauenanteil: CA: 50 %

Die Kunden rekrutieren sich vorwiegend aus der ortsansässigen Mittelschicht.

Angebot / Positionierung von Mitbewerbern:

Ein zweites Fitnessstudio ist in X. Stadt nicht vorhanden.

Präventivprogramme werden von Physiotherapiepraxen angeboten.

Aerobickurse werden vereinzelt von Sportvereinen angeboten.

Die Einwohnerzahl von X. Stadt beträgt ca. 18000.

Die Einwohnerzahl des Einzugsbereiches beträgt nochmals ca. 10000.

4 Ever jung

Kurskonzept

2. Schwerpunkte von 4 Ever jung : Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und gesunder Livestyle.

- Grundlegende Daten zu den ausgewählten Schwerpunkten:

Soziodemografische Daten:

Mit der erfolgreichen Bekämpfung der Infektionskrankheiten und der Verbesserung der hygienischen Maßnahmen stieg die durchschnittliche Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren auf das Doppelte. So lag sie in 1890 in Deutschland bei 37,5 Jahren (Frauen 39, Männer 36 Jahre), 1990 bei 75 Jahren (Frauen 78, Männer 72 Jahre). Die biologisch mögliche höchste Lebenserwartung des Menschen soll bei ca.110 Jahren liegen. Mit dem Anstieg der Lebenserwartung haben im gleichen Maße auch die so genannten Zivilisationskrankheiten zugenommen, vorwiegend die degenerativen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Stoffwechselorgane und des Bewegungsapparates. Denn ab dem 30. Lebensjahr setzt nach medizinischer Einschätzung ein Alterungsprozess ein, der pro Jahrzehnt ca. 10 % an körperlichen Leistungseinbußen bedeutet. Dieser kann aber durch geeignetes Bewegungstraining abgeschwächt werden.

> Körperliches Training ist die einzige wissenschaftlich gesicherte Maßnahme, altersbedingten Leistungseinbußen von Herz, Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Skelettmuskulatur und Nervensystem entgegenzuwirken. < (Hollmann, 1983)

Die Entwicklungsgeschichte des Menschen:

Die Gesamtentwicklung bis zum heutigen >modernen< Menschen hat etwa 10 Millionen Jahre in Anspruch genommen. Das biologische Erscheinungsbild des Menschen ist seit mindestens 40 000 Jahren unverändert. Die Zeiten des Jagens, Kämpfens und schweren Arbeitens sind vorbei! Ein über Jahrtausende entwickeltes, genetisches Prinzip der Belastungsanforderungen an den Körper des Menschen ist in der Gegenwart nicht mehr gültig. Dies bedeutet, dass wir auf Grund unseres genetischen Erbgutes unseren Bewegungsapparat und die Organsysteme weiterhin belasten müssen, da wir ansonsten krank werden können.

Unsere Chance ist die Gesundheitsvorbeugung durch Bewegung!

Demografische Entwicklung in Deutschland und deren Bedeutung für die sozialen Sicherungssysteme:

Die Menschen in Deutschland werden immer älter, aber nicht gesünder. Die Geburtenrate ist wie in allen Industrienationen sehr niedrig. So hat sich in Deutschland das Verhältnis der unter 6 Jährigen zu den über 65 Jährigen seit 1900 bis heute geradezu umgekehrt

Dies bedeutet auch, dass immer weniger Beitragszahler für immer mehr Alte zahlen müssen. Die sozialen Sicherungssysteme sind am zusammenbrechen. Die Patienten müssen für medizinische Leistungen immer mehr selbst bezahlen. Wir werden mehr und länger arbeiten müssen, um in Rente gehen zu können.> Gesund sein < erreicht somit eine völlig neue Dimension Die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit sollte und muss eines Jeden Zieles sein.

Leben ist Bewegung – ohne Bewegung ist kein (menschliches) Leben möglich. Bewegung verbessert die Qualität unserer Organsysteme und garantiert somit Gesundheit und mehr Lebensqualität. Die Gesundheit steht an erster Stelle der Wunschliste der Menschen. Andererseits begünstigen die Segnungen der modernen Welt, Inaktivität. Daraus entwickeln sich die so genannten Wohlstandskrankheiten. Die Vorteile der Technisierung schlagen hier in einen körperlichen Nachteil um.

Sport wird immer mehr zum Ersatz für eine umweltbedingte verminderte körperliche Belastung.

Richtig durchgeführtes Bewegungstraining beugt tatsächlich den häufigsten >Wohlstandskrankheiten< vor und hilft sie zu heilen. Die Prävention durch Bewegung ist die effektivste und kostengünstigste Form der Gesundheitsvorsorge.

Volksleiden Rückenschmerzen.

Ca. 70% der deutschen Bevölkerung klagen im Laufe eines Jahres über Rückenbeschwerden.

Von allen medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen des Haltungs und Bewegungsapparates sind 70 – 80 % auf Grund von Wirbelsäulenleiden notwendig. Gesamtkosten pro Jahr: ca. 25 Milliarden €.

Nahezu jeder zweite Patient in der orthopädischen Praxis ist ein Kreuzschmerzpatient. Ca. 30 % der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeitstage gehen auf das Konto von Skelett und Muskelerkrankungen (vor allem Rückenprobleme). 50 % aller Frühberentungsanträge werden auf Grund von Wirbelsäulenproblemen – Schäden gestellt. Zum großen Teil haben Kreuzschmerzen degenerative (Abnutzung) Ursachen. Bewegungsmangel, Fehlhaltung, Stress. Ein großer Teil der Rückenprobleme sind vermeidbar.

Arthrose:

5 Millionen Deutsche leiden an einer Arthrose. 17 % der über 30 Jährigen und 90 % der über 65 Jährigen sind von Arthrose betroffen. Die Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Häufigkeitsverteilung: Knie, Hüfte, Hand, Schulter, Fuß. Neben dem natürlichen Alterungsprozess, Übergewicht und Fehlstellungen, sorgen auch oft chronische Unterbelastung zum Untergang des Knorpelgewebes. (Be und Entlastung ernährt den Knorpel).

Todesursache Nr. 1 sind in Deutschland, Herz – Kreislauf – Erkrankungen.

(ca. 50 % der Todesfälle).

60 % der Bundesbürger sind übergewichtig.

20 % sind fettleibig.

Bei Fettleibigkeit tritt Diabetes mellitus bis zu 90 mal häufiger auf als bei schlanken. Bundesweit gibt es etwa 8 Millionen Diabetes mellitus Patienten.

Viele Menschen leiden bereits in jungen Jahren unter Metabolisches Syndrom (Wohlstandssyndrom). Das ist eine Kombination aus Typ 2 Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck und Übergewicht vom Bauchtyp (Apfelform).

Auch tödliches Quartett genannt!

- Zivilisations und Bewegungsmangelkrankheiten sind die größte Herausforderung des Gesundheitswesens. <

- Bei der Analyse der Ursachen von Zivilisationskrankheiten stößt man immer wieder auf dieselben Faktoren: Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Übergewicht, Fettstoffwechselstörung. Da die Erfolge bei der Behandlung vieler dieser oft chronischen Erkrankungen, häufig leider sehr bescheiden sind, erscheint es sinnvoll, deren Auftreten von vornherein zu verhindern. <

- Merke: Es gibt kein Medikament und keine Maßnahme, die einen vergleichbaren Effekt hat wie das körperliche Training. Gäbe es ein solches Medikament mit solch hervorragenden Wirkungen und quasi ohne Nebenwirkungen, wäre jeder Arzt gehalten es zu verschreiben. <

( Prof. Dr. Med. Dr. h. c. Wildor Hollmann)

Der positive Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Gesundheit wird durch zahlreiche Forschungsergebnisse bestätigt!

Stress, Angst, Sorgen und Unzufriedenheit sind weitere Faktoren die einen Herzinfarkt begünstigen.

Das Erlernen von effektiven Entspannungstechniken, z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, hilft Ängste und Stress abzubauen und sollte deshalb ein fester Bestandteil einer jeden Fitnesstrainingseinheit sein.

3. Daten zum ausgewählten Schwerpunktthema.
Einschätzung der Nachfrage und des Marktpotenziales:

Das Gesundheitsbewusstsein Der Bevölkerung steigt von Jahr zu Jahr. Jeder erfährt am eigenen Leib die Sparmaßnahmen der sozialen Sicherungssysteme. Der Druck der Mediengesellschaft ist auch nicht zu vernachlässigen. Es wird vermittelt, dass man jung, schön, kraftvoll und gesund sein muss, um dazugehörig zu sein. Den Menschen ist bewusst, dass Sie etwas für Ihre Gesundheit tun wollen und müssen. Besonders die Gruppe der über 40 Jährigen ist sensibilisiert. Die Menschen wollen sich mit Sport gutes tun, wissen aber oft nicht wie und sind dadurch verunsichert. Wissen ist der Schlüssel zu Erfolg und genau diesen Schlüssel gebe Sie Ihren Kursteilnehmern in deren Hände…..

Das Kurskonzept soll einen günstigen Preis (ca.109 € für 12 Einheiten) haben, was meiner Meinung nach gerne von dem von mir angesprochenen Kundenkreis gezahlt wird. Die Gruppe der über 40 Jährigen hat für mich das größte Marktpotenzial. Die aktive Zeit bei Fußball und Leichtathletik ist vorbei. Viele Menschen dieser Altersgruppe betreiben deswegen gar keinen Sport mehr. Für Fitnesstraining ist man nie zu alt! Das Training wird individuell angepasst. Es besteht kein Leistungszwang. Es geht um Gesundheit und nicht um Rekorde. Das ist unser großer Vorteil!

Bei der Gruppe der über 40 Jährigen ist auch von Vorteil, dass die finanzielle Situation meist stabil, die Ortsverbundenheit groß, die Kinder nicht mehr klein sind und das Bewusstsein: „ Ich muss etwas für mich tun, „ vorhanden ist.

Der Drop out der Kunden dürfte somit relativ gering sein. Wer Freude am Training hat, wird dabei bleiben. Die Anzahl treuer, neuer Mitglieder (Live time sport) dürfte groß sein. Aus diesem Grund habe ich mein Kurskonzept „ 4 Ever jung“ entwickelt.

[...]

Details

Seiten
34
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638445542
Dateigröße
400 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v47660
Institution / Hochschule
BSA-Akademie Saarbrücken – BSA Akademie
Note
2
Schlagworte
Planung Gesundheits-Konzeptes Fitness-Anlage

Autor

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