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Präsentationsmedien und die unterschiedlichen Lerntypen. Welches Präsentationsmedium geht am besten auf Studierende ein?

Hausarbeit 2019 20 Seiten

Pädagogik - Unterrichtsvorbereitung allgemein

Leseprobe

Gliederung

ABSTRACT

GLIEDERUNG

ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS

1. DIE PRESENTATION GESTALTET FUR STUDENTEN

2. LERNTYPEN
2.1 Die Lerntypen nach dem „VARK" Modell:
2.1.1 V- Visuell (der visuelle Lerntyp)
2.1.2A-Aural (der auditive Lerntyp)
2.1.3R- Read and Write (der Les- und Schreib Lerntyp)
2.1.4 K-Kinesthetic (der kinasthetische Lerntyp)
2.1.5 Multimodal (dermulitmodale Lerntyp)
2.2 Lerntypen von Studenten und ehemaligen Studenten

3. PRASENTATIONSMEDIEN IM UBERBLICK

4. LERNTYPVS. MEDIUM - EINE EFFEKTIVE MISCHUNG MACHT'S

5. DIE PRESENTATION ALS REFERENT
5.1 Die 7-Schritte Methode von Alexander Plath (Plath, 2019)
5.2 Soft Skills beim Prasentieren

6. FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

ANHANG VERZEICHNIS

Abstract

In derfolgenden Seminararbeit wird die Fragestellung der Wahl des geeigneten Prasentationsmediums diskutiert vor einem Plenum, welches aus noch studierenden oder bereits studierten Zuhorern besteht. Die Frage erstreckt sich auch darauf, inwieweit, dass Prasentationsmedium das Lernverhalten von Studenten beeinflusst. Sehr interessant zu betrachten ist es ebenfalls, dass der Lerntyp sich nach Generationen zu gliedern scheint und die klassische „Frontalprasentation" nicht mehr die beste Lernvoraussetzung fur das mittlerweile studierende Plenum bietet. Die Themen des „dozieren" und „referieren" sind wie man sieht also auch im Wandel und sollten an einigen Stellen uberarbeitet werden um einen groGeren Lernerfolg der Studierenden zu gewahrleisten und das Optimum des einzelnen auch zu fordern. Dies erkennt man an den verschiedenen Lerntypen von Lernenden und deren individueller Bedurfnisse.

Ziel der Arbeit ist es die hier gewonnen Erkenntnisse den Dozenten und Referenten als mogliche Unterstutzung fur deren Vorlesungs- und Vortragsvorbereitung zur Verfugung zu stellen um fur die Studierenden den groRtmoglichen Lernerfolg zu schaffen.

Die Arbeit ist aufgebaut nach den Themen der Lerntypen uber die verschiedenen Prasentationsmedien zum Bezug von beidem zueinander. AbschlieRend wird noch das Prasentieren im Allgemeinen betrachtet und es wird die Frage nach Fahigkeiten eines guten Referenten geklart

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

ABBILDUNG 2: UMFRAGE: VERSCHIEDENER LERNFORMEN UND DIE MOTIVATION ZUM LERNEN 2017 (QUELLE: STATISTA.COM)

ABBILDUNG 3: UMFRAGE UNTER STUDIERENDEN ZUR NUTZUNG VON LERNTECHNOLOGIEN IN DEUTSCHLAND 2017 (QUELLE: STATISTA.COM)

ABBILDUNG 4: HAUFIGKEIT DER POWERPOINT NUTZUNG ZUM ERSTELLEN VON PRASENTATIONEN (QUELLE: STATISTA.COM)

ABBILDUNG 5: REIZUBERFLUTUNG UND REIZARMUT (QUELLE: RENZ, 2016, S.73)

ABBILDUNG 6: WIRKUNG DES MEDIENWECHSELS (QUELLE: RENZ, 2016, S. 74

TABELLE 1 UND 2: LERNTYPENVERTEILUNG NACH UMFRAGE VARKTEST (EIGENE DARSTELLUNG)

1. Die Presentation gestaltet fur Studenten

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise losen, durch die sie entstanden sind." (Einstein, unbekanntes Jahr). Das Lernen hat sich uber die Zeit sehr verandert und wie Einstein bereits sagte kann man Probleme, in diesem Fall das „neue Lernen", nicht mit derselben Denkweise losen, durch die sie entstanden sind. Deshalb kam auch die Frage auf, inwiefern die Wahl des Prasentationsmediums bei Prasentationen einen Einfluss auf den Lernerfolg hat und das am Beispiel von Studenten und ehemaligen Studenten. Ziel ist es, dass man Dozenten und Referenten dieses Wissen an die Hand geben kann um dem studierenden Plenum einen groReren und besseren Lernerfolg zu ermoglichen. Das Ganze wird dadurch gezeigt, inwiefern ein bestimmter Lerntyp und Personlichkeitstyp uns in unserem Lernen beeinflusst und inwiefern man darauf als Dozent reagieren kann. Eine Anpassung allein durch die Wahl eines angepassten Mediums um zu prasentieren, sei es Visuell durch eine Veranschaulichung mit Flip Chart oder Power Point Presentation oder auditiv mit einer Frontalprasentation mit Hauptaugenmerk auf das Zuhoren der Studenten, kann den Lernerfolg stark beeinflussen.

Allgemein zeigt sich, dass sich zu diesem Thema bisher nur wenige Gedanken gemacht wurden. In den meisten Fallen uberlegt sich der Dozent wie er den Inhalt fur sich am einfachsten dem Plenum prasentieren kann, doch aus der Sicht des meisten Lernerfolges fur das Plenum wird meist nicht geschaut. Grundlage dieser Sicht sind bei dem o.g. Thema die Lerntypen des sog. VARK - Modells von Neil D. Fleming und Charles C. Bonwell aus dem Jahr 1987. Sie Entwickelten den Fragebogen zu dem Modell erstmalig im Rahmen Ihrer Forschung im Bereich der Lehrer Aus- und Fortbildung an zwei Universitaten in den USA. Weiterentwickelt wurde dieser unteranderem von Fleming und Colleen Mills 1992 (vgl. (Flemming & Mills, 1992)). Die aktuellste Version ist aus dem Jahr 2001, mit welcher auch eine Umfrage erstellt wurde um herauszufinden in welchen Lerntypen Studenten hauptsachlich kategorisiert sind. Die verschiedenen Lerntypen und das Modell von Fleming, sowie die Ergebnisse der Umfrage werden im Folgenden noch erlautert.

Bisher hat niemand den Bezug zwischen Lerntypen und einem Prasentationsmedium hergestellt und sich mit dieser vermischten Thematik aus verschiedenen Fachbereichen beschaftigt. Man sollte sich naturlich erstmal mit den verschiedenen Lerntypen des Modells beschaftigen (Othman & Amiruddin, 2010) und dann mit den verschiedenen Prasentationsmedien die verwendet werden konnen (Bundesministerium fur Bildung, Wissenschaft und Forschung Osterreich, 2018) um danach einen Bezug zueinander herzustellen. Somit kam die Frage auf welche Prasentationsmedien am geeignetsten sind um den groRtmoglichen Lernerfolg bei Studenten zu erzielen, berucksichtigt auf deren individuellen Lerntyp.

2. Lerntypen

Was sind eigentlich Lerntypen und was bedeutet lerntypenspezifisches Lernen? Diese Frage soil als ein Ausgangspunkt fur diese Arbeit betrachtet werden. Betrachtet man diese Lerntypen alle einzeln wird schnell klar, dass die Wahl des Prasentationsmediums entscheidend ist und sich sehr auf den Lernerfolgs des Plenums auswirkt. Dieses Modell nach Fleming und Bonwell von 1987 zeigt eines von mehreren verschiedenen Modellen. Zur Betrachtung soil dieses Modell allerdings genugen. (Othman & Amiruddin, 2010)

2.1 Die Lerntypen nach dem„VARK"Modell:

2.1.1 V-Visuell (der visuelle Lerntyp)

"This preference includes the depiction of information in maps, spider diagrams, charts, graphs, flow charts, labeled diagrams, and all the symbolic arrows, circles, hierarchies and other devices that instructors use to represent what could have been presented in words. It DOES NOT include movies, videos or PowerPoint presentations. " (Fleming, 2006)

Der visuelle Lerntyp benotigt am besten Veranschaulichungen zu den besprochenen Themen. Am besten sind Grafiken und Diagramme fur ihn erfassbar. An Bilder und Skizzen erinnert er sich am besten.

2.1.2 A -Aural (derauditive Lerntyp)

"This perceptual mode describes a preference for information that is "heard or spoken." Students with this modality report that they learn best from lectures, tutorials, tapes, group discussion, email, using mobile phones, speaking, web chat and talking things through. It includes talking out loud as well as talking to yourself. " (Fleming, 2006)

Gehorte oder gesprochene Inhalte helfen dem auditiven Lerntyp das aufnehmen und verarbeiten von Informationen. Am einfachsten sind fur ihn mundliche Erklarungen zu verstehen und Diskussionen in Gruppen oder Chats helfen ihm bei einem guten Lernerfolg.

2.1.3 R - Read and Write (der Les- und Schreib Lerntyp)

"This preference is for information displayed as words. It emphasizes text-based input and output, reading and writing in all its forms including lists, the internet, PowerPoint, dictionaries, quotations, etc." (Fleming, 2006)

Der Read and Write Lerntyp nimmt Informationen hauptsachlich uber Worte und geschriebene Texte auf. Am effektivsten lernt er durch aufschreiben der Informationen. Fur ihn ist aber auch eine PowerPoint Presentation bzw. eine Liste zum Ansehen schon sehr hilfreich!

2.1.4 K - Kinesthetic (der kinasthetische Lerntyp)

„This modality refers to the "perceptual preference related to the use of experience and practice (simulated or real)." Although such an experience may invoke other modalities, the key is that people who prefer this mode are connected to reality, either through concrete personal experiences, examples, practice or simulation. Movies and videos are often more appropriate for this category as they often depict real life." (Fleming, 2006)

Der kinasthetische Lerntyp wird meist mit „Learning by doing" beschrieben. Er muss etwas erleben oder praktizieren, egal ob real oder simuliert, damit er die Informationen vollstandig versteht und abspeichert. Am einfachsten nimmt dieser Lerntyp Informationen auf die er selbst durch Handeln, fuhlen oder Bewegen erlebt hat. Hilfreich sind ihm auch Praxisbeispiele oder Erzahlungen von erlebtem. Als Beispiel hierzu: Ein Dozent in einer Rettungsdienstausbildung erklart den Herzinfarkt anhand eines vergangenen Einsatzes, den er selbst erlebte und kann so den Auszubildenden praxisnah ein Beispiel zeigen.

2.1.5 Multimodal (der mulitmodale Lerntyp)

"Life is multimodal. There are seldom instances where one mode is used or is sufficient. Those who prefer many modes almost equally are of two types. There are those who are context specific who choose a single mode to suit the occasion or situation. There are others who are not satisfied until they have had input in all of the preferred modes. They take longer to gather information but often have a deeper and broader understanding." (Fleming, 2006)

Die Multimodalitat zeichnet sich dadurch aus, dass Informationen uber textliche, auditive, sprachliche, raumliche und visuelle Ressourcen bzw. Modalitaten aufgenommen werden konnen. Der multimodale Lerner verfugt also uber verschiedene Lerntypen bzw. Modalitaten und kann dadurch auch uber verschiedene Kanale effektiv lernen.

2.2 Lerntypen von Studenten und ehemaligen Studenten

Bei einer Umfrage (vgl. Anhang 1: Fragen und Antworten aus dem VARK Fragebogen) unter noch Studierenden und ehemaligen Studenten hat sich gezeigt, dass die meisten Studenten Kinasthetische Lerntypen sind (sieheTabelle 1 und 2).

Tabelle 1 und 2: Lerntypenverteilung nach Umfrage VARK Test (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie man also sehen kann, sind alle Lerntypen bei Studenten vertreten und mussen demnach vom Dozenten berucksichtigt werden. Eine interessante Beobachtung aus der Umfrage heraus ergab sich dadurch, dass vor allem ehemalige Studenten mit einem Altersdurchschnitt von uber 30 Jahren eher den visuellen und auditiven Lerntypen entsprechen. Die Jahrgange darunter zeichnen sich interessanterweise mit einer Vielzahl im kinasthetischen Lernen. Das Lernen hat sich uber mehrere Jahre generell verandert wie man sieht.

Das zeigt sich auch durch eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung, welche Lernformen motivieren einen Lernenden aus Deutschland und machen diesem SpaB (siehe Abbildung 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Umfrage: Verschiedener Lernformen und die Motivation zum Lernen 2017 (Quelle: statista.com)

Man sieht also, dass das Lernen egal bei welcher Altersgruppe in Deutschland digitaler geworden ist. Betrachtet man ausschlieGlich Studenten in Deutschland und deren aktuelle Hilfsmittel beim Lernen (vgl. Abbildung 3) so sieht man wie sich das ganze entwickelt: Es geht komplett weg vom analogen und hin zum digitalen Lerntrend, woran sich der Dozierende anpassen muss um ein besseres Lernergebnis seiner Studenten zu erzielen.

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Details

Seiten
20
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783668950573
ISBN (Buch)
9783668950580
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v470192
Institution / Hochschule
Hochschule der Wirtschaft für Management
Note
1,7
Schlagworte
präsentieren medium lerntyp lernen studenten

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Titel: Präsentationsmedien und die unterschiedlichen Lerntypen. Welches Präsentationsmedium geht am besten auf Studierende ein?