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Die Bedeutung des Private Equity- und des Venture Capital-Konzepts in der Phase des Early Stage- und des Expansion Stage-Financing bei und nach Unternehmensgründung

Eine kritische Recherche und Auswertung

Seminararbeit 2005 23 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

A Einführung und Gang der Untersuchung

B Grundlagen des Private Equity-,Venture Capital- Konzept
1. Begriffsbestimmung Private Equity/Venture Capital
2. Merkmale der Finanzierungsform
3. Finanzierungsphasen
3.1 Early- Stage- Financing
3.2 Expansion- Stage- Financing
4. Gesamtwirtschaftliche Bedeutung
4.1 Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
4.2 Wachstum und Vollbeschäftigung
4.3 Verbesserung der Wettbewerbsstruktur

C Ablauf einer Private Equity-Finanzierung
1. Investmententscheidungsphase
1.1 Kontaktphase
1.2 Grobauswahl
1.3 Feinanalyse
1.4 Vertragsverhandlungen und –abschluss
2. Betreuungsphase
3. Desinvestmentphase
3.1 Initial Price Offering (IPO)
3.2 Buy Back
3.3 Trade Sale
3.4 Financial Sale
3.5 Liquidation

D Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Darstellung der Finanzierungsphasen

Abb. 2: Phasenschema einer idealtypischen Private Equity-Finanzierung

Abb. 3: Ablauf einer Venture Capital-Finanzierung

Abb. 4: Ablauf der Investmententscheidungsphase

Abb. 5: Bestandteile eines Businessplans

Abb. 6: Erfolgswahrscheinlichkeit einer Beteiligungsanfrage

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

A Einführung und Gang der Untersuchung

Deutsche Unternehmen finanzieren sich traditionell stark über FK. Kredite waren in der Vergangenheit aufgrund des niedrigen Zinsniveaus günstig und leicht zu erhalten.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Eigenkapitalausstattung deutscher Unternehmen im internationalen Vergleich gering ausfällt. In Deutschland war in Jahre 2003 eine Eigenkapitalquote von 15-25% zu verzeichnen. Unternehmen In Großbritannien und den USA hingegen wiesen eine Eigenkapitalquote von 40-50% aus.[1]

Vor diesem Hintergrund wird es für die Unternehmen immer schwieriger sich über FK zu finanzieren, da Banken seit jüngster Vergangenheit moderne Rating-Verfahren einsetzen und somit ihr Kreditgeschäft intensiver betrachten und hinsichtlich Kreditkosten differenzieren können. Demzufolge erhalten nur noch diejenigen Unternehmen Kredite, welche auch genügend EK vorzuweisen haben. Eine ausreichende EK-Deckung ist allerdings für viele Unternehmen, vor allem junge Unternehmen, nur schwer oder gar nicht zu erreichen, da in der gegenwärtigen Wirtschaftslage nur wenige Unternehmen Gewinne erwirtschaften und diese auch thesaurieren können.

Als alternative Finanzierungsform hat sich die PE-, bzw. VC-Finanzierung entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine Beteiligungsfinanzierung durch Aufnahme von externem Eigenkapital.

In der folgenden Betrachtung soll zunächst auf die Grundlagen des PE-, bzw. VC-Konzepts eingegangen werden. Danach soll der Ablauf einer PE-Finanzierung mit den verschiedenen Prozessphasen dargestellt werden. Den Abschluss dieser Arbeit bildet eine Schlussbetrachtung.

B Grundlagen des Private Equity-,Venture Capital-Konzept

Im folgenden sollen zunächst die Begriffe PE und VC voneinander abgegrenzt werden. Danach werden die Merkmale einer PE-Finanzierung und die Finanzierungsphasen skizziert. Zum Abschluss der Grundlagen wird auf die gesamtwirtschaftliche Bedeutung von PE bzw. VC näher eingegangen.

1. Begriffsbestimmung Private Equity und Venture Capital

Häufig werden die Begriffe „Private Equity“ und „Venture Capital“ synonym verwendet.[2]

Eine Unterscheidung kann hinsichtlich der Finanzierungsphasen erfolgen. Danach werden mit VC junge Unternehmen in der Frühphase finanziert. Der PE- Markt beschäftigt sich dagegen mit den späteren Unternehmensphasen.[3]

Im Zuge von VC wird auch häufig von Risiko- oder Wagniskapital gesprochen. Dies hat durchaus seine Berechtigung, da es nicht nur die wörtliche Übersetzung des Terminus ist, sondern auch in direktem Zusammenhang mit den Unternehmensphasen steht. Bekanntermaßen sinkt das Finanzierungsrisiko mit zunehmender Lebensdauer der Unternehmung.[4]

Die European Venture Capital und Private Equity Association (EVCA) definiert PE als Oberbegriff für den gesamten Markt des privaten Beteiligungskapitals.[5]

Im weiteren Verlauf der Arbeit findet eine Differenzierung der beiden Begriffe hinsichtlich des Finanzierungszeitpunktes statt.

2. Merkmale der Finanzierungsform

Bei dieser Finanzierungsalternative fungieren die Beteiligungsgesellschaften sowohl im VC- als auch im PE-Bereich als Intermediär zwischen Kapitalgebern (Unternehmen, Versicherungen, Banken) und Kapitalnehmern mit der Intention an der Wertsteigerung der Beteiligungen zu partizipieren und diese zu einem späteren Zeitpunkt gewinnbringend zu veräußern. Um das Insolvenzrisiko, vor allem bei jungen Unternehmen, zu begrenzen, verzichten die VC-Gesellschaften auf Zins- oder Rückzahlungsverpflichtungen.

Die Beteiligungszeit stellt in den meisten Fällen ein zeitlich befristetes Engagement dar, wobei die Beteiligungsabsicht der Kapitalgeber im Regelfall zwischen fünf und zehn Jahren liegt.

Bezüglich strategischer Entscheidungen und Verwendung der eingebrachten Mittel verfügen die Kapitalbeteiligungsgesellschaften meistens über den Kapitalanteil hinausgehende Kontroll- und Mitspracherechte.[6]

Neben der Finanzierungsfunktion stellt die Managementfunktion ein wichtiges Merkmal der VC- bzw. PE-Finanzierung dar. Hierbei nehmen die Kapitalbeteiligungsgesellschaften eine beratende und betreuende Funktion in verschiedensten Bereichen, wie z.B. Organisation, Personal, Finanzen, Marketing wahr. Es wird somit betriebswirtschaftliches Wissen und Erfahrung bereitgestellt und eine Risikominimierung gewährleistet.[7]

Auf die Managementfunktion wird im weiteren Verlauf der Arbeit noch näher eingegangen, wenn der Ablauf einer PE-Finanzierung skizziert wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Darstellung der Finanzierungsphasen[8]

3. Finanzierungsphasen

Von der Produktidee bis zur Realisierung von befriedigenden Umsätzen und Marktanteilen durchläuft ein Unternehmen mehrere Entwicklungsphasen mit verschiedenen Kapitalbedürfnissen.[9]

Im folgenden sollen die Phasen des Unternehmensstarts (Early-Stage) und der Unternehmensexpansion (Expansion-Stage) dargestellt werden.

3.1 Early-Stage-Financing

Bei der Finanzierung eines Unternehmensstarts können 3 Phasen unterschieden werden.[10]

Die 1. Phase wird als „Seed“ bezeichnet. In dieser Vorbereitungsphase dient der bereitgestellte Kapitalbetrag, der bereitgestellt wurde oder von dem Unternehmer selbst aufgebracht worden ist, der Erstellung eines Konzepts. Es werden Ziele und Unternehmensleitbilder festgelegt und ein Zielmarkt definiert. Diese Phase dient auch der Vorbereitung der formalen Unternehmensgründung und –entwicklung. Im Falle eines erfolgreichen Unternehmensstarts stellt das bereitgestellte Kapital eine äußerst rentable Kapitalanlage für den Kapitalgeber dar. Die Vergabe von VC in dieser Phase ist aber eher selten, da den großen Gewinnchancen auch hohe Verlustrisiken gegenüberstehen. Somit ist der Unternehmer meistens auf Eigenmittel oder Fördermittel angewiesen.

[...]


[1] Vgl. http://www.welt.de/daten/2001/01/03/0103hw213122.htx (18.11.03)

[2] Vgl. Betsch, O., Groh, A., Lohmann, L.: Corporate Finance, 2. Aufl., München 2000, S. 320 sowie Hehn, H.: Private Equity als alternative Finanzierungsform zur Schaffung neuer Gesellschafterstrukturen für Unternehmen, in: Knobloch, A./ Kratz, N. (Hrsg.): Neuere Finanzprodukte, München 2003, S. 73

[3] Vgl. Mackewicz, D.: Der Markt für Venture Capital und Private Equity, in: Wiedmann, K-P/ Heckemüller, C. (Hrsg.): Ganzheitliches Corporate Finance Management, 1. Aufl., Wiesbaden 2003, S.129

[4] Vgl. Grisebach, R.: Innovationsfinanzierung durch Venture Capital, München 1989, S. 2

[5] Vgl. http://www.zeit.de/2003/35/G-Vent__Cap_Kasten (13.11.03)

[6] Vgl. Schefczyk, M.: Finanzierung mit Venture Capital, in: Krimphove, D./ Tytko, D. (Hrsg.): Praktikerhandbuch- Unternehmensfinanzierung, Stuttgart 2002, S. 96ff sowie Engel, R: Venture Capital Grundlagen (5.6.1) in: Achleitner/Thoma (Hrsg.): Handbuch Corporate Finance, 2.Aufl., Köln 2001, S. 4f

[7] Vgl. Perridon, L./ Steiner, M.: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. Aufl., München 1999, S. 356 sowie Schäfer, H.: Unternehmensfinanzen, 2. Aufl., Heidelberg 2002, S. 255f

[8] Vgl. Geigenberger, I.: Risikokapital für Unternehmensgründer, 1. Aufl., München 1999, S. 4

[9] Vgl. Geigenberger, I., a.a.O., S. 48

[10] Vgl. Geigenberger, I., a.a.O., S. 48ff sowie Schefczyk, M., a.a.O., S. 105 sowie Schäfer, H., a.a.O., S. 256ff sowie Busse, F.: Grundlagen der betrieblichen Finanzwirtschaft, 4. Aufl., München 1996, S. 100 sowie Betsch, O., Groh, A., Lohmann, L., a.a.O., S. 311f sowie http://www.unternehmensfinanzierung.at/cms/9/335/1919 (12.11.03)

Details

Seiten
23
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638436588
ISBN (Buch)
9783640860449
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v46467
Institution / Hochschule
Hochschule Offenburg
Note
1,7
Schlagworte
Bedeutung Private Equity- Venture Capital- Konzepts Phase Early Stage- Expansion Stage-Financing Unternehmensgründung Recherche Auswertung Seminar Rechnungswesen

Autor

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