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Zur Kulturgeschichte des Einsatzes leistungssteigernder Stimulanzien als Stressbewältigungsstrategie

Hausarbeit 2012 23 Seiten

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 „Stress“-Bewältigung

3 Charakteristika der Stimulanzien

4 Leistungssteigernde Mittel im historischen Wandel
4.1 Chemische Synthesen
4.2 Amphetamine im Dritten Reich
4.3 Globale Verbreitung ab 1945
4.4 Neuro-Enhancement

5 Schlussbetrachtung

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Der Wille des Menschen zur Beeinflussung, Veränderung und Verbesserung der Funktionsweisen seines Körpers in spezifischen Situationen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Bewältigung von lebensbedrohlichen, gefährlichen, krankmachenden, unangenehmen oder sonstigen brisanten Situationen ist eine Herausforderung, die eng mit essentiellen Bedürfnissen, wie der Ernährung oder der Erhaltung der Gesundheit des Organismus verbunden ist.

Der einstige Kampf ums Überleben in der wilden und erbarmungslosen Natur war geprägt durch körperliche Empfindungen wie Hunger, Durst, Müdigkeit, Schmerz oder Erschöpfung. Hochwirksam versucht der Mensch seit jeher diese Grundbedürfnisse effizient zu minimieren, handhabbar zu machen oder auszumerzen, immer das Ideal des niemals hungrigen, durstigen, müden oder verwundbaren, besseren Menschen im Fokus. Als der Mensch im Laufe der Zeit gelernt hat, mit den Hindernissen der Natur zu leben und die wesentlichen Grundbedürfnisse zu versorgen, begann die eigentiche Geschichte der Verbesserung und Entwicklung, der Vereinfachung neuer – nicht mehr der Beseitigung grundlegender – Problemsituationen: Die Geschichte der Verbesserung über das Maß der Lebenserhaltung hinaus.

Der Gebrauch von Substanzen zur Einstellung eines bestimmten, hlfreichen Körperempfindens lässt sich bis ins Jahr 6000 v. Chr. Zurück datieren. In weiten Teilen der Welt ist der Gebrauch bestimmter Pflanzenteile zur Kontrolle von Körperfunktionen (im Falle des Themas dieser Arbeit zur Leistungssteigerung) seit tausenden von Jahren kulturell verankert. Ob die Verwendung der Cocapflanze in Südamerika, das Kath-Kauen in Afrika oder der Genuss des Ephedra-Tees in Ostasien. Mit den großen Entdeckungsfahrten verbreitete sich das Wissen um die Wirkung bestimmter Pflanzenteile um die Welt und wurde in der „zvilisierten“ Welt perfektioniert. Die potenten Mitbringsel aus entfernten Erdteilen fütterten das Fortschrittsstreben der Menschen und hielten Einzug in die modernen Gesellschaften des Westens. Prominentestes Beispiel für diese flächendeckende Verbreitung ist der Kaffee, der heute überall auf der Welt zum Frühstück getrunken wird, um den Anforderungen des Tages energiegeladen, kraftvoll und konzentriert zu begegnen.

Leistungssteigerung ist also kein Konzept der Moderne. Seit Menschengedenken ist der Gebrauch von den Organimus beeinflussenden Präparaten in der Welt verbeitet und allgegenwärtiger Bestandteil sozialen Lebens. Die Regale der hochentwickelten Konsumgesellschaften stehen voll mit Energydrinks zur Überwindung von Müdigkeit, Kosmetikartikeln zur Verbesserung des Aussehens, Gingko-Extrakten zur Steigerung der Konzentrationsfähgigkeit, Johanniskrautdragees zur Festigkeit der nervlichen Belastbarkeit oder Baldrian-Tropfen für die Einstellung der Nachtruhe. In jeder Drogerie finden sich rezeptfreie Präparate, zur Lenkung des Körpers in eine bestimmte Richtung.

Ganz aktuell erfährt das Prinzip der positiven Körpermanipulation in vielen Teilen der westlichen Kultur einen Boom: Bio-, Nichtraucher-, Denksport-, Yogakurs- Trends, aber auch die nachlassende Scheu davor zuzugeben, in psychotherapeutischer Behandlung zu sein, zeigen dies. Karriereanforderungen, Zeitstress, Überstunden, Hektik, Verschnellerung von Kommunikation und Mobilität – der Mensch nimmt sein Schicksal, seinen Körper, selbst in die Hand und stellt sich erfolgreich und selbstbewusst den Anforderungen des Lebens. Doch zu welchem Preis?

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit einem ganz bestimmten Aspekt der Körpermanipulation. Hauptgegenstand soll die Geschichte der Leistungssteigerung seit der Industrialisierung sein. Insbesondere die im späten 19. Jahrhundert entwickelten chemischen Drogen zur Leistungssteigerung stehen im Fokus. Schwerpunktmäßig soll die Geschichte des Gebrauchs und der Verbreitung von Amphetaminen, die in ihren vielen Erscheinungsformen und Verwandschaftsverhältnisen eine sehr große Gruppe der Stimulanzien darstellen, betrachtet werden. Dabei wird einerseits chronologisch gezeigt, wie und wofür Amphetamine gebraucht wurden, andererseits soll auch auf die (mit den einzelnen Episoden sehr unterschiedliche) ethische und moralische Beurteilung des Gebrauchs aufmerksam gemacht werden. Galt der Gebrauch von Drogen zur Leistungssteigerung in einem Jahrzehnt noch als verbreitetes und akzeptiertes Massenphänomen, konnte er im nächsten bereits als verwerflich oder gefährlich angesehen werden – oder auch andersherum!

2 „Stress“-Bewältigung

Ein spezieller Aspekt dieser Arbeit soll sich dem erst im 20. Jahrhundert entwickelten Konzept des Stresses widmen. Mit den steigenden Leistungsanforderungen seit der Industrialisierung und den dazugehörigen Bewältigungsstrategien verbreitete sich ein Phänomen und Begriff in der Welt, der durch seinen medizinischen Ursprung schnell Einzug in den Alltagsgebrach fand.

Über frühe Theorien zur Neurasthenie (Nervenschwäche) am Ende des 19. Jahrhunderts, der späteren Debatte über Zivilisationskrankheiten, zu denen alles im Sammelbegriff Stress gezählt wurde, oder die moderenen Vorstellungen von Depression und Burn-Out zieht sich das Erkennen des Phänomens durch die Zeit. Heute lässt „Stress“ einfache und schnelle Assoziation zu Überforderung, Krankheit oder Erschöpfung als Folge einer „falschen“ Lebensweise zu.

Die Zunehmende Verbreitung des Begriffs kann auch als Indikator für zunehmende Leistungsanforderungen und Probleme bei der Bewältigung dieser verstanden werden. Daher betrachte ich es als sinnvoll, die Geschichte leistungssteigernder Mittel als effiziente und hochwirksame Methode der Beseitigung dieser zu untersuchen. Leistungssteigernde – und „stressbewältigende“ – Substanzen aller Art sind ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Gesellschaftsordnung geworden und so relevant und verbreitet wie kaum jemals zuvor.

3 Stimulanzien

Bevor die historischen Entwicklungen, Verbreitungen und Betrachtungen historisch relevanter Präparate gezeigt und erklärt werden, soll in diesem Teil eine allgemeine Übersicht über die Substanzgruppe der Stimulanzien vorausgehen. Stimulanzien (oder auch Psychostimulanzien) zeichnen sich im Allgemeinen durch ihre stark anregende Wirkung auf den menschlichen Organismus aus. Insbesondere die Aktivität der Nerven wird erhöht, beschleunigt und verbessert. Sie steigern die Wachheit und die motorischen Funktionen1. Der schweizer Kardiologe Benjamin Fässler schreibt dazu: „Stimulantien sind – wie ihr Name sagt – ziemlich genau das Gegenteil von Betäubungsmitteln, es sind auch keine eigentlichen Rauschmittel, sondern eher 'Nüchternheits-Drogen'. Sie regen an, steigern die körperliche Leistungsfähigkeit, das Wachbewusstsein und das rationale Denkvermögen, stimulieren also das 'linkshemisphärische' Denken, und sind zudem teilweise auch euphorisierend. Stimulantien sind jene Droge, die am besten in unsere Gesellschaft passen, denn es sind Leistungsdrogen, welche der Forderung unserer Leistungsgesellschaft nach 'immer mehr und immer schneller' entgegenkommen.“2 Amphetamine sind die größte Gruppe der Stimulanzien, wirken im Gehirn wie körpereigene Botenstoffe und erhöhen die Konzentration von Noradrenalin und Dopamin deutlich. Daraus folgt ein Effekt, der auch durch Adrenalin ausgelöst werden kann: Der Stoffwechsel von Transmittermolekülen wird insofern beeinflusst, dass Noradrenalin produziert wird, welches anschließend den Herzmuskel anregt. Man geht davon aus, dass Noradrenalin das System für Belohnungsgefühle sowie das Zentrum für Hunger- und Durst-Gefühle steuert. Letzteres führt dazu, dass Amphetamine aufgrund des reduzierten Hungergefühls auch weit verbreitet als Appetitzügler eingesetzt werden3. Noradrenalin hat eine aktivierende, erregende und aufweckende Wirkung. Seine Freisetzung erhöht die Aufmerksamkeit und die Reaktionsbereitschaft, beseitigt Müdigkeit und steigert sowohl das Gefühl von Motivation als auch die Leistungsbereitschaft.

Auch der Neurotransmitter Dopamin spielt währenddessen eine entscheidende Rolle. Sowohl das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit als auch die Fähifkeit zum Problemlösen und zum abstrakten Denken werden von Dopmain beeinflusst. Des Weiteren leitet Dopamin Befehle des Nervensystems an die Muskulatur weiter. Wenn in einigen Hirnregionen schließlich ein Übermaß an Dopamin herrscht, kommt es zu einer Steigerung der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Die Kontrolle über die Muskeln und der Bewegungsdrang nehmen zu4. Psychostimulanzien werden oral, in Tabletten- oder Kapselform verabreicht, sind jedoch auch als Flüssigkeit injizierbar und können als Pulver nasal konsumiert werden5.

Der Konsum von Stimulanzien kann von diversen ungewollten, unangenehmen Nebenwirkungen begleitet werden, wie z.B. Zittern, Zähneknirschen, Schweißausbrüche, Schlaf- und Potenzstörungen, Nierenschäden, Unruhe, Abhängigkeit oder das Auslösen einer Psychose. Amphetamine gelten als gut erforscht, über die Langzeitschäden ist die Medizin sich bisher jedoch noch uneinig. Studien dazu erzielen unterschiedliche Ergebnisse6.

4 Leistungssteigernde Mittel im historischenWandel

Auf der Suche nach einer Möglichkeit zur Überwindung körperlicher und psychischer Schranken hat der Mensch im Laufe seiner Existenz rund um den Globus Pflanzen entdeckt und anschließend kultiviert, die ihm durch einen Rausch bei der Erreichung höherer, besserer, effektiverer und eben leistungsfähigerer oder stressresistenterer Zustände behilflich sein können. Lange bevor der Gebrauch chemischer Substanzen sich global verbreitete, verfügten die Kulturen der Welt über eigene, lokal beheimatete pflanzliche Wirkstoffe zur Steuerung und Manipulation von Körperfunktionen. Fast überall wurden und werden pflanzliche Präparate insbesondere zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit eingesetzt, zur Überwindung von Müdigkeit, Hunger oder Schmerzempfinden. Im Folgenden werden einige exemplarische Pflanzen, ihr Gebrauch und teilweise auch ihre Rolle für die spätere Verbreitung chemischer Präparte historisch vorgestellt.

Bereits im 9. Jahrhundert wurde beispielweise der Gebrauch von Kaffee als Genussmittel im Südwesten Äthiopiens erwähnt. Ab dem 14. Jahrhundert gelangte der Kaffee durch Sklavenhändler in die arabische Welt, wo ab dem 15. Jahrhundert das Rösten und Trinken begann. Fortan verbreitete sich das Kaffeetrinken in den gesamten Rest der Welt. Kaffee enthält bis zu 2,7 Prozent Koffein, dazu Theophyllin. Die Wirkung von Kaffee ist heute jedem erwachsenen Menschen bekannt: Kaffee wirkt geistig und körperlich anregend, verbessert die Herzleistung, erhöht die Herzfrequenz und den Blutdruck und erweitert die Blutgefäße im Gehirn. Jedoch kann der hochdosierte Gebrauch von Kaffee unter anderem zu Nervosität, Schlafstörungen, Herz-Kreislaufstörungen und zur Gewöhnung führen7.

Ebenfalls in Ostafrika, vor allem aber im Jemen, ist bekanntermaßen seit dem Mittelalter der Gebrauch der Kath-Pflanze zur Anregung von Geist und Körper gebräuchlich. Die Wirkung der gekauten Kath-Blätter, die unter anderem die Alkaloide Kathonin und Cathin enthalten, ähnelt der des Koffein, darüber hinaus wird dem Kath eine leicht hungerdämpfende Wirkung zugesprochen. Cathin zählt chemisch zu den Amphetaminen8. In Deutschland ist Kath-Konsum seit 1986 durch das Betäubungsmittelgesetz verboten. Erstmals nachweisen lässt sich der Gebrauch von Kath in der Mitte des 16. Jahrhunderts, als der jemenitische Herrscher Imam Sharaf al-Din das Kath-Kauen unter Strafe verbot. Global verbreitet hat sich das Wissen um die Wirkung des Kath nie maßgeblich.

Besondere Bedeutung, ganz aktuell auch in Deutschland, hat global die Verwendung des Matestrauchs als anregendes Mittel gewonnen. Das moderne Kult- Getränk Club-Mate9, ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk, wird auf Basis eines Mate-Extrakts hergestellt. Mate ist ein immergrüner Baum, der in Brasilien und Paraguay wächst. In ganz Südamerika ist der Genuß des aus den Blättern gekochten Tees bis heute stark verbreitet. Mate enthält Koffein, Tannin und diverse Mineralien, wirkt appetithemmend und – ebenfalls wie der Kaffee – anregend10. Schon die Ureinwohner Südamerikas nutzten Mate-Getränke zur Förderung ihrer Leistungsfähigkeit und Wachsamkeit. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts berichtete der spanische Konquistador Pedro de Mendoza vom Mate-Getränk. Seit dem 18. Jahrhundert wurde Mate systematisch angebaut. 1812 beschrieb der französische Botaniker Auguste de Saint-Hilaire die Pflanze erstmals biologisch.

Eine für Südamerika viel wichtigere Pfanze ist jedoch der in den Nebelwäldern der östlichen Andenregionen beheimatete Coca-Strauch, der die Basis für die heute in der ganzen Welt verbreitete und verwendete Droge Kokain werden sollte. Schon vor dreitausend Jahren wurde der Coca-Strauch in seiner Heimt auf terrassierten, windgeschützten Berghängen kultiviert. Die Blätter des Strauches werden damals wie heute getrocknet und anschließend gekaut oder als Aufguß getrunken. Die getrockneten Blätter werden nicht nur in den Anden verwendet, sondern werden seit je her auch in die Nachbarländer exportiert. Traditionell wird Coca in Südamerika verwendet, um die harte und kräftezehrende Arbeit in Landwirtschaft und Bergbau unter schwierigen natürlichen Bedingungen, wie der dünnen Bergluft, zu erleichtern11.

Coca enthält Cocain (80 % des Alkaloidanteils), Ecgonin und zahlreiche weitere Alkaloide, darüberhinaus viele Vitamine und Spurenelemente. Inzwischen ist der Besitz aller Teile des Cocastrauchs in Deutschland durch das Betäubungsmittelgesetz verboten12. Auf die weltweite Verbreitung des Kokains wird ausführlichin Kapitel 4.1 eingegangen.

Auch in Asien wurden seit Menschengedenken anregende Pflanzen verwendet. Berühmtester Vertreter ist wohl der Tee, dessen Mutterland China ist und der für die Entwicklung des Ephedrin und damit des Amphetamin eine wichtige Rolle spielen sollte (mehr dazu in Kapitel 4.1). Einige Tee-Sorten enthalten Koffein und Theophylin, eine Substanz, die gegen Angina Pectoris wirksam ist und bei asthmatischen Beschwerden hilft. Tee wirkt durch den hohen Anteil an Gerbstoffen später und nicht so deutlich wie Kaffee, dafür länger, gleichmäßiger und sanfter13.

Die Liste pflanzlicher, leistungssteigernder könnte noch lange weiter geführt werden. Was diese Aufzählung verdeutlichen soll, ist dass bereits lange vor der Verwendung chemischer Substanzen, der Gebrauch pflanzlcher Wirkstoffe zur Steigerung der Körperlichkeit global verbreitet war. Zur Intensivierung der Körperverwendung, zur Bewältigung widriger oder „stessiger“ Bedingungen mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensqualität. Erst mit der Kolonialisierung und dem Einzug und der Verbreitung der chemischen Nachfolger der Pflanzenwirkstoffe, begann der einst kulturelle traditionelle Gebrauch der Wirkstoffe aus dem Ruder zu laufen. Restritktionen, Kriege, zunehmende Nebenwirkungen und soziale Probleme sollten die Folge sein.

[...]


1 Egartner/Holzbauer, S.9

2 Fässler, S.129

3 Benjamin Fässler schreibt dazu: „Ein weiterer Effekt der Amphetamine ist ihre Unterdrückung des Hungergefühls, weswegen Amphetamine und deren Abkömmlinge auch zur Reduktion von Übergewicht verwendet wurden.“ (Fässler, S.131)

4 Iversen, S.24

5 Iversen, S.22

6 Iversen, S.27-28

7 Schuldes, S.31

8 Schuldes, S.30

9 Club-Mate enthält 20 Milligramm Koffein auf 100 Mililiter und hat damit einen doppelt so hohen Koffeingehalt wie Coca Cola. Club-Mate existiert als Erfrischungsgetränk seit 1924. Seit den 2000er Jahren ist Club-Mate in allen Großsstädten erhältlich.

10 Schuldes, S.43

11 Leippe, S.106-112

12 Schuldes, S.38

13 Schuldes, S.24

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Titel: Zur Kulturgeschichte des Einsatzes leistungssteigernder Stimulanzien als Stressbewältigungsstrategie