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Von Derrida bis Butler. Die Entstehung dekonstruktiver Ansätze und ihre Bedeutung für den sozialarbeiterischen Alltag

Hausarbeit 2018 19 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Dekonstruktion nach Derrida
2.1 Entstehung der Theorie nach Derrida
2.2 „La différance“
2.3 Derridas Verständnis des Dekonstruktionsgedanken
2.4 Subjektivität in Derridas Verständnis

3 Dekonstruktion und Geschlecht
3.1 Dekonstruktive Gendertheorie nach Judith Butler
3.1.1 Diskurstheorie
3.2 Erkenntnisse aus der dekonstruktiven Gendertheorie
3.3 Gemeinsamkeiten der Ansätze

4 Die Dekonstruktion als Aufgabe der Sozialen Arbeit
4.1 Zwischen Zuschreibungen und struktureller Offenheit
4.2 Konkrete Praxis
4.2.1 Dekonstruktion als Haltung in der Sozialen Arbeit
4.2.2 Erkenntnisse der dekonstruktiven Gendertheorie für die Praxis der Sozialen Arbeit

5 Reflexion

6 Literaturund Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Trotz nicht zu ignorierender Einflüsse dekonstruktiver und poststrukturalistischer Theorien gelten die Ausführungen und Denkweisen dahinter immer noch als Spezialthema in der allgemeinen sozialen Arbeit. Sie teilen dies mit dem Thema Gender. Denn trotz der Tatsache, dass diese Strömungen in den letzten 40 Jahren nahezu jeden sozialarbeiterischen Diskus berührt haben, findet die Anerkennung fast ausschließlich in der Differenzforschung statt. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum es relativ wenig Literatur zu eben dieser Verbindung von Dekonstruktion und Sozialer Arbeit zu finden gibt. Dekonstruktive Verständnisse können nicht nur neue Erkenntnisse und Perspektiven auf die Differenzforschung geben, sondern auch andere Gebiete der Sozialen Arbeit erleuchten und nicht zum Schluss den Gegenstand und die Haltung der Sozialen Arbeit weiterentwickeln.

Im beruflichen, aber auch im privaten Alltag fühlen wir uns immer wieder mit der Aufgabe konfrontiert, Menschen nicht direkt „in eine Schublade“ zu stecken. In der Realität sieht es so aus, dass wir uns immer wieder dabei erwischen kategorisch zu denken. Wir versuchen Dinge einzuordnen in dem wir sie mit unserem Erfahrenen vergleichen. Allen voran geschieht dies bei geschlechterspezifischen Zuschreibungen. Obwohl der Einfluss der Genderthematik seit den 70er Jahren in der Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit nicht zu ignorieren ist, hat dieser noch immer den Charakter eines Spezialthemas. Auch heute scheint es, trotz allem was die Geschlechterforschung in den letzten 40 Jahren geleistet hat, immer noch als das evident Wichtigste einen Menschen als Frau oder als Mann zu identifizieren (vgl. Plößer/Sabla, 2013, S.8). Sehen wir einen Menschen, so möchten wir ihn oder sie automatisch einer Kategorie zuordnen, männlich oder weiblich. Sind die Anzeichen dafür nicht eindeutig zu bestimmen, werden wir irritiert und versuchen solange nach etwas zu suchen, bis wir uns sicher sind: Das muss eine Frau sein, das ist ein Mann. Woher kommt der Drang, alles was wir sehen zu kategorisieren?

In der Phänomenologie nach Merleau-Ponty wird versucht auf dieses Dilemma einzugehen. Warum kommt es dazu, dass wir Dinge, die wir sehen, versuchen zu deuten, um sie zu verstehen?

„Nur durch das menschliche Bewusstsein ist Welt. Nur so werden Dinge beim Namen genannt und in der Mannigfaltigkeit ihrer Bezüge erkannt, sodass es des „subjektiven Denkens“ bedarf. Die Welt braucht den Menschen und der Mensch braucht die Welt um zu sein. Aus einem An-Sich-Sein wird ein Für-Uns-Sein“ (Schrage, 2009, S.38)

Menschen nehmen Dinge, Situationen oder Personen wahr und deuten diese, in ihrren subjektiven Wahrnehmungen. So werden Dinge, die sich nicht in dieses Denken einordnen lassen zu einem Phänomen. Nach Merleau-Ponty ist die subjektive Lebenswelt das Ergebnis eines „kulturell geprägte[m] Gesamtspektrum menschlicher Erfahrungen“ (Bockshecker/Kibbert 2015, S. 18). Dies gilt als das Fundament unserer Deutungen und Interpretationen. Gerade weil es sich auf menschliche Erfahrungen bezieht muss dieses Fundament aber kein starres Konstrukt sein, sondern kann als dynamisches, sich weiter entwickelndes Deutungsvorlage gesehen werden. Und hier tritt die Denkweise der dekonstruktiven Sozialen Arbeit ein. Ich werde im folgenden Kapitel versuchen eine Definition für dieses Phänomen zu finden, was sich eigentlich nicht definieren lassen möchte. “What is deconstruction not? everything of course! What is deconstruction? nothing of course!”(Derrida nach Thomassen 2008, S.6) Vielleicht kann, wie in der Ausarbeitung von Fegter et al., in Anlehnung an Jacques Derrida, die Dekonstruktion als Haltung sozialpädagogischen Handelns verstanden werden mit der die binären Denkweisen sichtbar gemacht und in Frage gestellt werden (vgl. Fegter/Geipel/Horstbrink 2010, S. 235). Dabei werde ich einen besonderen Fokus auf den von Derrida entworfenen Begriff „la différance“ legen. Im Anschluss werde ich auf die dekonstruktive Geschlechtertheorie von Judith Butler eingehen und versuche Gemeinsamkeiten aus diesen beiden Blickwinkeln zu finden. Zum Schluss werde ich einige Beispiele aufführen, was die Praxis der Sozialen Arbeit aus diesen Dekonstruktionsgedanken gewinnen kann. So muss auch gesehen werden, dass die allgemeine Soziale Arbeit bei der Bestätigung und Festigung von Differenzund Geschlechterdifferenzen eine große Rolle spielt. Diese Verhältnisse sollen, bevor es zu den Beispielen geht, kurz aufgezeigt werden. Beendet wird die Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung und einer persönlichen Reflektion zu dieser Arbeit.

2 Dekonstruktion nach Derrida

Im Folgenden geht es um das Verständnis von Dekonstruktion nach Jacques Derrida. Er definiert Dekonstruktion „als ein kritisches Wi(e)derlesen von Diskursen, Texten und Praxen mit dem Ziel, die performativ erzeugten Normen und Ausschlüsse sichtbar zu machen und in Frage zu stellen“ (Plößer, 2010, S.227). Ein zentraler Aspekt dabei ist die „différance“ auf die ein besonderer Fokus gelegt werden soll.

2.1 Entstehung der Theorie nach Derrida

Wie bereits erläutert, geht die Dekonstruktion auf den Philosophen Jacques Derrida zurück und ist im Feld des Poststrukturalismus anzuordnen. Poststrukturalistisches Denken ist gekennzeichnet durch sein Potential, den Blick für ein Wahrnehmen von Dualismen und bipolaren Ordnungen zu schärfen (vgl. Schmidt 2001, S.270). Den Dekonstruktionsbegriff zu definieren ist mühsam, da es sich nicht um die eine starre Definition handelt, sondern vielmehr um eine Sammlung von Perspektiven auf ein bestimmtes Phänomen. Derridas Definition ist geprägt durch die Philosophien von Husserl1, zusätzlich lassen sich Einflüsse des Strukturalismus, der Fundamentalontologie sowie des Marxismus finden (vgl. Moebius, 2003, S.82).

Derridas Theorie kann als eine Weiterentwicklung und Radikalisierung der Zeichentheorie des Strukturalismus verstanden werden. Als Pionier auf diesem Gebiet gilt der Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure, auf den sich auch die folgenden Aussagen beziehen. Ein Zentrales Merkmal im Strukturalismus ist die Bedeutung des Zeichensystems, das grob als Sprache verstanden werden kann. Zeichen im Strukturalismus bestehen aus zwei Komponenten: der materiellen und sinnlichen Komponente, dem Bezeichnenden oder auch Signifikant; und auf der anderen Seite die Vorstellung vom Gegenstand, das Bezeichnete oder auch Signifikat. Zeichen werden also mit dem Lautbild sowie der Vorstellung eines Gegensands versehen (vgl. Moebius 2003, S.83). Ein Zeichen bekommt erst seine Bedeutung durch die Verknüpfung von Signifikant und Signifikat. Spezieller besagt de Saussure, dass sich die Bedeutung eines Zeichens erst durch die Differenz zwischen Signifikant und Signifikat ergibt (vgl. Fegter/Geipel/Horstbrink 2010 S.234). Die Bedeutung für ein bestimmtes Zeichen oder Element wird so in der Struktur der Sprache produziert. Das meint, dass sich die Bedeutung eines Zeichens so begründet, wie sie in der Unterscheidung und Relation zu anderen Zeichen steht und die Sprache diese Bedeutungen dann immer wieder erkennt (vgl. Moebius, 2003, S.83).

Für Derrida lassen sich aus dieser Zeichentheorie wichtige Schlussfolgerungen für die Entwicklung seiner Position erkennen. Er kritisiert, dass durch die Trennung eines Zeichens in Signifikant und Signifikat die Bedeutung von Differenz verwischt.2 Für Derrida steht das Spiel der Differenzen und Signifikanten im Zentrum, genauer bildet jeder Bezeichnungsvorgang ein formales Spiel der Differenzen. Der Bedeutungsprozess ist ein dynamischer und aktiver Vorgang. Eine feste Bedeutung würde das „Gleiten der Signifikanten zum Stillstand bringen“ (Moebius 2003, S.84). In Derridas Metapher des Spiels, haben die Zeichen keinen festen Punkt und damit keine feste Bedeutung. Derrida verdeutlicht, dass Elemente oder Zeichen ihre Bedeutungen, durch Differenzen innerhalb einer Kette an Signifikanten und deren Querverweisen bekommen. Dieser Prozess ist nicht fest, endgültig oder schließbar (vgl. ebd S. 85).3 Die Bedeutung der Zeichen entsteht und produziert sich ausschließlich durch die Differenz zu anderen Signifikanten innerhalb der Kette. Aufgrund dieser Differenz und die damit verbundenen Beziehungen zu anderen Zeichen innerhalb der Kette, lassen sich in den Zeichen auch immer Spuren anderer Zeichen innerhalb der Kette finden. Demnach sind Bedeutungen innerhalb eines Zeichens auch immer von den Spuren anderer Zeichen und deren Spuren betroffen. Dementsprechend kann es keine „reinen“ (erfassbaren) Bedeutungen – und Ursprünge dieser – geben (vgl. ebd S.85). Somit werden Wirklichkeiten lediglich aufgeschoben und Bedeutungen supplementiert bzw. ergänzt (Bockhecker 2015, S.59). So erhält jedes Zeichen seine Bedeutung in dem es auf etwas anderes verweist. Diese ständig produzierten Differenzen innerhalb der Sprachen haben einen wichtigen Einfluss auf die Theorie Derridas. Er fasst dieses Phänomen mit seinem neu erschaffenen Wort „la différance“ zusammen, das im nächsten Abschnitt näher erläutert werden soll.

2.2 „La différance“

Derrida erläutert die Willkürlichkeit, Arbitrarität, zwischen verschiedenen Signifikanten und legt, wie zuvor dargestellt, einen besonderen Wert auf die Nicht-Fixierbarkeit von Bedeutungen. Einen weiteren Fokus legt er auf die Aufdeckung binärer Sichtweise (vgl. Fegter/Geipel/Horstbrink 2010, S. 235).

Diese Verschiebung und Nicht-Fixierbarkeit von Bedeutungen fasst Derrida mit dem von ihm erschaffenen Begriff „la différance“ zusammen. „La différance“ findet seine Bedeutung zum einen in seinem Klangbild zum französischen Wort „différence“ für Differenz sowie der doppelten Bedeutung des Verbes „différe“, das zum einen unterschiedlich sein bedeutet, somit die räumliche Differenz beschreibt; und zum anderen mit dem Verb aufschieben übersetzt werden kann, somit die zeitliche Differenz beschreibt (vgl. Fegter/Geipel/Horstbrink 2010, S 235). Mit der zeitlichen Differenz ist die Aufschiebung der Wahrnehmung und der Sprache als verzögerte Vermittlung gemeint. Die räumliche Differenz steht für das Nichtidentische, das aufgrund der Spuren von Zeichen in der Sprache entsteht (vgl. Englert 2009, S.74).

„Mit dem Kunstwort différance verdeutlicht Derrida, dass mit jedem Benennen und Aussprechen eine unumgängliche Verschiebung verbunden ist, die das Gesagte verändert, verschiebt und aufschiebt.“ (Fegter/Geipel/Horstbrink 2010 S. 235)

Bedeutungen sind dementsprechend flexibel und dynamisch und verändern die Signifikanz und Hierarchisierungen stetig. Dekonstruktion im Sinne Derridas meint die doppelte Bewegung der „différance“ sichtbar zu machen. Alles, was durch Zeichen, also Sprache produziert wird – Sinn, Bedeutung oder Identität (vergleichend mit der dekonstruktiven Gendertheorie von Judith Butler, die in 3.1. näher beschrieben wird) –, ist damit, so Derrida, immer einer zeitlich-räumlichen Verschiebung ausgesetzt.

2.3 Derridas Verständnis des Dekonstruktionsgedanken

Aus der doppelten Bewegung der „différance“ ergibt sich für Derrida, dass auch die Dekonstruktion aus einer doppelten Geste besteht, die sich aus ständig aufeinander bezogenen Bewegungen ergibt. In der Bewegung der Dekonstruktion geht es zunächst um das Aufdecken ausgeschlossener Positionen und als nächstes um den Umsturz der hierarchischen Gefüge der Begriffe (vgl. Fegter/Geipel/Horstbrink 2010 S.235). Eine dritte Bewegung kann schließlich noch hinzugefügt werden. Fegter, Geipel und Horstbrink denken, dass die Bewegung der Konstruktion und das Daneben-Setzen weiterer Bedeutungen problematisierte durch Entweder/Oder-Begriffe markierte Verhältnisse zwischen Begriffen aufzeigt (vgl. ebd S.235).

„Differenz wird im Anschluss an Derrida nicht mehr als ausschließlich als Abstand und Unterscheidung zwischen dichotomen Polen konzeptualisiert, sondern als doppelte Differenz: Sie meint dann sowohl die herkömmliche Bedeutung von „unterschiedlich sein“, als auch die von Derrida in Spiel gebrachte Semantik eines permanenten „Auf-/Verschiebens“. […] Durch scheinbare Eindeutigkeiten wie klare binäre Strukturen und deren Naturalisierung wird dieser vorläufige Charakter von Bezeichnungen und Bezeichnetem verschleiert. Die scheinbaren Eindeutigkeiten und die Präsenz von Sinn sind nur über machtvolle Bedeutungsausschlüsse möglich und werden mit Dekonstruktionen als Fiktion ausgewiesen“ (Fegter/Geipel/Horstbrink 2010 S. 236)

Derridas Vision von Dekonstruktion ist die Aufgabe, Altes nicht zu zerstören, sondern das Aufgreifen und Weiterentwickeln von Dagewesenem. Dabei soll die Dekonstruktion nicht als eine Methode, Analyse oder Kritik angesehen werden, sondern Aufmerksamkeit gegenüber Strukturen zeichnen. Seine neuen Begriffe sollen den Platz von Traditionellem, Machtvollem und Hierarchischem besetzen, jedoch ohne, dass ein Endziel definiert wird (vgl. Bockshecker/Kibbert 2015, S.58). Dekonstruktion zielt darauf ab, durch Sprache und Diskurse entstehende Strukturen und Hierarchien offen zu legen und diese zu verschieben (vgl. Fegter/Geipel/Horstbrink 2010 S.236). Lautmalerisch setzt sich Dekonstruktion bei Derrida aus den Worten Destruktion, also dem Auseinandernehmen von Strukturen; und Konstruktion, dem wiederaufbauen und rekonstruieren dieser Strukturen zusammen. Für Derrida ist Dekonstruktion ein praktischer Ansatz, der nur in Beweglichkeit und Dynamik im Anwendungskontext verstanden werden kann. So ist die Dekonstruktion nie ein feststehender Begriff, da er immer selbst ein Zitat des vorherigen Begriffes darstellt. Dementsprechend sind auch alle Begrifflichkeiten, oder wie vorher benannt, Zeichen, überholbar und mit ständig anderen Bedeutungen zu verstehen (vgl. Bockshecker/Kibbert, 2015, S.58).

Doch Derridas Überlegungen sind nicht nur auf Sprache bezogen sondern auch auf soziale Verhältnisse. Konkret sagt Derrida: „Dekonstruktion ist Gerechtigkeit“ (Derrida nach Fegter/Geipel/Horstbrink 2010 S.237).

In Anlehnung an Fegter, Geipel und Horstbrink kann Dekonstruktion im Verständnis von Derrida als Haltungsbegriff verstanden werden. Der Haltungsbegriff wird hier in Anlehnung an Aristoteles als Antwort auf die Frage nach den Möglichkeiten sittlich guten Handelns verstanden. Sittlich gutes Handeln zielt auf ein gutes Leben und das Glück des Individuums ab. Die Haltung ergibt daraus folgend als Mitte zwischen Übermaß und Mangel die durch aktive Einübung und Gewöhnung sowie Klugheit und Einsicht in das sittlich Gute erreicht wird (vgl. ebd S.238). Dekonstruktion hat, wie bereits beschrieben das Ziel, Denktraditionen basierend auf binären Denkstrukturen und stabilen Einheiten der Zeichen zu hinterfragen. Dekonstruktive Haltung ist die ethisch motivierte soziale Praxis in der sich Werte und Normen performativ vollziehen. Diese Haltung konstituiert sich auf der „différance“-Bewegung als Versuch, Gerechtigkeit im Sinne einer Verantwortung gegenüber, teilweise verdeckten, Anderen zu schaffen. Dabei ist das ständige Streben der Position der Anderen gerecht zu werden schon mit der Benennung verfehlt. Dekonstruktive Haltung bildet sich durch das Wechselspiel aus aktiven und nachträglichen Realisierungen in der Praxis. Beide Ebenen sind ineinander verwoben (vgl. Fegter/Geipel/Horstbrink 2010, S. 239ff). Auf die verschiedenen Blickwinkel, in denen Dekonstruktion als Haltung in der sozialarbeiterischen Praxis stattfinden kann, wird in 4.2. konkreter eingegangen.

[...]


1 In Anlehnung an Husserls Theorie zur Phänomenologie kann Derridas Verständnis von Dekonstruktion als eine Weiterentwicklung dieser verstanden (Moebius 2003 S. 82)

2 Zusätzlich kritisiert er de Saussures Annahme, dass die Sprache vor der Schrift steht, dies ist aber für den weiteren Verlauf unwichtig.

3 Obwohl diese Kette generell nicht schließbar ist, muss sie kurzweilig geöffnet werden, wenn unmittelbar kommuniziert wird.

Details

Seiten
19
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668916081
ISBN (Buch)
9783668916098
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v462132
Institution / Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Note
1,0
Schlagworte
Dekonstruktion Sprache Derrida Butler Poststrukturalismus Gender Subjektivität Haltung Soziale Arbeit
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Titel: Von Derrida bis Butler. Die Entstehung dekonstruktiver Ansätze und ihre Bedeutung für den sozialarbeiterischen Alltag