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Stress und Konfliktmanagement

Seminararbeit 2019 12 Seiten

Psychologie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Stress?
2.1 Eustress
2.2 Distress

3. Was ist ein Konflikt?
3.1 Intrapersonale Konflikte
3.2 Interpersonale Konflikte
3.3 Mediation

4. Konfliktanalyse

5. Abbildungsverzeichnis

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen meines Studiums im Fach Logistik an der Fachhochschule Würzburg- Schweinfurt besuchte ich bei Herrn S. das dreitägige Blockseminar Schlüssel- kompetenzen II. Das Thema der Veranstaltung war Konflikt- und Stressmanagement. Im Blockkurs wurde die Theorie sehr gut und praxisnah vermittelt, ergänzt wurde die- se durch eigene Rollenspiele, die situationsbezogen, den Stoff mehrfach vertieften. Am ersten Tag der Veranstaltung stand das Thema Konflikt im Vordergrund, am zweiten und dritten Tag, kam das Thema Stress dazu. Die zwei Themen sind stark miteinander verwoben, was eine klare Trennung schwierig macht.

Weiterhin gehört die Anfertigung einer Seminararbeit zum Thema Konflikt- und Stressmanagement zum Blockkurs. Zu Beginn der Arbeit möchte ich einen Praxisfall eines Konfliktes erläutern. Anschließend wird anhand des Beispiels die Theorie im Zuge des erlernten Bearbeitungsschema angewandt.

2. Was ist Stress?

Der Begriff „Stress“ bedeutet übersetzt aus dem Lateinischen (strictus): stramm, ge- spannt, angezogen. Im englischen Sprachgebrauch hat das Wort „Stress“ eine ähnli- che Bedeutung: Druck, Anstrengung, Belastung, Mühe, Sorge, Kummer und in über- tragenen Sinn auch Erschöpfung. Ursprünglich sollte der Begriff „Stress“ lediglich beschreiben, was im Körper eines Lebewesens passiert, wenn er belastet wird. 1

Das Wort „Stress“ tritt in vielen Lebenslagen auf. Stress ist in unserer Zeit nahezu täglich spürbar und ist allgemein ein Symbol für Belastung geworden. Sei es Stress im Beruf, in der Familie oder auch in der Freizeit. Doch wie wirkt sich Stress auf den Körper aus, was sind die Auslöser dafür? Es gibt zwei Arten von Stress, den Eustress (guten, heilsamen Stress) und den Distress (krankmachenden Stress).

2.1 Eustress

Nicht jeder Stress macht krank. Der Mensch braucht den Eustress, denn der positive Stress, macht das Leben überhaupt erst lebenswert. Spannungen erzeugen Kraft beziehungsweise Spannkraft. Ohne ein gewisses Maß an Stress kann der Menschli- che Organismus nicht gesund sein. Er braucht Spannungs- sowie Entspannungs- phasen, das ist ein physiologisches sowie biologisches Grundprinzip.2

Eustress ist ein Befinden, durch welches der Körper körpereigene Stressoren, wie zum Beispiel Hormone oder Adrenalin, erzeugt, die auf ihn als positiver Stress ein- wirken. Durch sie wird der Körper in einen Zustand der Erregung versetzt, der ihn wahrnehmungsfähiger macht, um bei Gefahr sich selbst oder andere aus der bedroh- lichen Situation zu befreien. Beispielsweise kann dies eine Situation sein, in der das Überleben in Gefahr ist. Die Bereitschaft zu maximaler Leistungsfähigkeit, ohne dem Organismus zu schaden, wird durch Eustress erhöht. Positiver Stress kommt auch bei erhöhter Motivation zustande und bereitet dem Körper spezielle Glücksmomente, die bis hin zu einem positiven Rausch führen können. Die Gefahr besteht jedoch da- rin, wenn der Mensch versucht, sich in einen andauernden positiven Zustand des Stresses zu versetzen, indem er Aufputschmittel verwendet. Das Körpersystem ge- wöhnt sich an diesen erhöhten Wahrnehmungszustand und kann anschließend nicht mehr eigenständig auf die eigentliche Normalfunktion herunterfahren. Um die erhöh- te Leistungs- und Funktionsfähigkeit beizubehalten, verlangt er schließlich nach der Einnahme weiterer ähnlicher Substanzen. Die ursprünglich positive Wirkung verän- dert sich dann in einen dauerhaft künstlich erzeugten Mangelzustand, der dann als negativer Stress wahrgenommen wird und zu einem anhaltenden Zustand der Er- schöpfung, wie Depressionen oder Burnout (gerade auch im Beruf) führen kann.3

Jedoch sollte sich der Stress in Grenzen halten, denn jeder Mensch hat ein ganz persönliches Stresslevel. Ist dieses Level erreicht, wandelt sich der positive Eustress in den schlechten, ungesunden Distress.

2.2 Distress

Wie jeder Mensch ein eigenes Stresslevel besitzt, so wirkt sich auch Stress ganz in- dividuell auf jeden Menschen aus. Man entwickelt über die Dauer individuelle Stress- reaktionen, die in milder Form oft ein aufgekratzt sein ist, in drastischeren Fällen äu- ßert sich dies oft als Atemnot, Schweißausbruch oder sogar Herzrasen. Diese Stresssymptome sind alarmierende Zeichen, schleunigst die Stressauslöser zu fin- den und gleichzeitig den krank machenden Stress zu reduzieren.

Überlastung und Überforderung führen zum Hervorkommen dieses Stresstypen, wel- cher problematisch ist, da der Körper nicht in der Lage ist, auf ihn zu reagieren. Bei- spielweise der Tod eines nahen Familienmitglieds führt zur Entstehung von Distress. Maßgeblich für dessen Ausprägung sind die Dauer der Belastung, die eigenen Mög- lichkeiten der Bewältigung sowie die bereits eigens gesammelten Erfahrungen mit ähnlichen Stresssituationen. Hat man eine solche, oder ähnliche Stresssituation be- reits in seinem Leben erfahren, weiß man, wie man darauf reagieren kann oder soll- te. Man kann die damals negativen gemachten Erfahrungen sehr gut als Lerneffekt für zukünftig kommende Situationen nutzen. Ausschließlich Personen, die nicht fähig sind, die als Stress definierten körperlichen Energien, die wir in strapaziösen Momen-ten abgeben, auszuleben, erleben diese Art von Stress.4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Stress und seine Nebenwirkungen

„Ein sozialer Konflikt ist eine Interaktion zwischen zwei Beteiligten, wobei wenigstens ein Beteiligter Unvereinbarkeiten im Denken/Vorstellen/Wahrnehmen und/oder Füh- len und/oder Wollen mit dem anderen Beteiligten in der Art erlebt, dass im Realisie- ren von etwas (Handlungen, Verhalten…) eine Beeinträchtigung durch einen ande- ren Beteiligten erfolge“5

Der Begriff „Konflikt“ stammt aus dem lateinischen (configere) und bedeutet im deut- schen Kampf oder Zusammenstoßen zwischen mindestens zwei beteiligten Parteien. Es ist unbedeutend, ob beide Parteien die Situation als Konflikt erleben, weil eine Störung auch nur einseitig gefühlt oder wahrgenommen werden kann. 6

Der Begriff „Konflikt“ ist ebenfalls jedem bekannt. Jeder hat in seinem Leben schon eine Vielzahl an Konflikten passiv oder auch selbst aktiv erlebt. Aber was genau be- deutet eigentlich das Wort und wie wird ein Konflikt sichtbar?

Eine allgemeingültige Definition für Konflikt gibt es nicht, vielmehr sollte die Frage nach der Definition und der Ursache von Konflikten durch die Frage nach dem Sinn der Konflikte ersetzt werden.7

Ein Konflikt ist vereinfacht ein Problem zwischen zwei oder mehreren Personen, wo eine Einigung getroffen werden soll, jedoch mindestens ein Beteiligter mit der Lösung nicht zu 100% glücklich ist oder sogar beeinträchtigt wird. Die Definition nach Glasl, eines führenden Konfliktforschers, erklärt was ein sozialer Konflikt ist.

Konflikte entzünden sich an Gegensätzen oder zwei verschiedenen Meinungen. Im Alltagsleben werden sie umgangssprachlich mit Dissonanzen, Zwietracht und Kampf in Verbindung gebracht. Konflikte leben von Spannungen aus polaren Gegensätzen, die in Form von Interessen auf das gleiche Gut gerichtet sein können oder aus Ge- gensätzen resultieren, die unterschiedliche Empfindungen und Überzeugungen zum Ausdruck bringen: Liebe und Hass, Krieg und Frieden, Zwietracht und Eintracht, gut und Böse.8

Konflikte sind nicht nur negativ zu betrachten, sie beinhalten auch positive Effekte,die oft auf den ersten Blick nicht als solches zu erkennen sind.

[...]


1 Vgl. (Stüwe, 2019)

2 Vgl. (Stüwe, 2019)

3 Vgl. (Centered Learning Germany, 2018)

4 Vgl. (Centered Learning Germany, 2018)

3. Was ist ein Konflikt?

5 Vgl. (Stüwe, 2019)

6 Vgl. (Stüwe, 2019)

7 Vgl. (Schwarz, 2014)

8 Vgl. (Pfetsch, 2005)

Details

Seiten
12
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783668916623
ISBN (Buch)
9783668916630
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v462073
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt; Schweinfurt
Note
1,3
Schlagworte
stress konfliktmanagement

Autor

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Titel: Stress und Konfliktmanagement