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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Methodischer Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen
2.1 KMU
2.2 Definition der Begriffe Kooperation und Netzwerke
2.3 Herausforderungen und Potenzial durch Netzwerke

3. Formen von Unternehmensnetzwerken

4. F&E Netzwerke für KMU
4.1 Gründe für die Netzwerkbildung von KMU
4.2 Auswahl eines geeigneten Netzwerks für KMU

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Formen von F&E Netzwerken im Überblick

Abbildung 2: Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit

Abbildung 3: Gründe für KMU-Kooperationen

Abbildung 4: Wichtige Kooperationshindernisse

Abbildung 6: Auswahl von Netzwerkformen für KMU anhand Vorteilskriterien

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Grenzwerte der Europaischen Union fUr KMU

Tabelle 2: Herausforderungen und Potentiale der Netzwerkbildung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Ko m p lexität ist unser postmodernes Schicksal1

In den letzten Jahren haben die Komplexität von Anforderungen sowie die Veränderungsgeschwindigkeit der betrieblichen Umwelt drastisch zugenommen.2 Als Ursache für diese rasante Entwicklung sind der zunehmende globale Wettbewerb, steigende Kundenansprüche, qualitativ hochwertigere Produkte bei immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, Kostendruck sowie die Beschleunigung des technologischen Wandels anzusehen.3 Um den zukünftigen Unternehmenserfolg sichern zu können, sind Unternehmen gezwungen diesen und vielen weiteren Veränderungen gerecht zu werden. Eine zentrale Voraussetzung um den Herausforderungen des globalen Wettbewerbs gewachsen zu sein, ist die Fähigkeit, Innovationen zu generieren und sich Veränderungen im Markt und der Gesellschaft anzupassen. Die Umsetzung von Innovationen kann in Form neuer Produkte, neuer Prozesse oder neuer Strukturen erfolgen. Ziel ist es hierbei immer den Unternehmenserfolg auszubauen, in dem neue Kunden dazugewonnen werden sowie bestehende Kundenbeziehungen gefestigt werden. Viele Unternehmen, gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verfügen nicht über diese Innovationsfähigkeit, welche mit hohen Risiken und Kosten verbunden ist, um im Wettbewerb bestehen zu können.4 Eine Lösung für diese Probleme stellt der (netzwerkartige) Zusammenschluss von Unternehmen in Form von Kooperationen, beziehungsweise Unternehmensnetzwerken dar. Netzwerke finden zunehmend Verbreitung in der Praxis und bieten insbesondere KMU, welche sich durch ein geringes Kapitalvolumen und Know-How-Defiziten in der Innovationsentwicklung auszeichnen, gute Chancen sich den veränderten Wettbewerbsbedingungen zu stellen.5

1.1 Zielsetzung

Die dargestellten Probleme zur Umsetzung der Innovationsfähigkeit von KMU zeigt die Dringlichkeit der Bildung von Unternehmensnetzwerken. Das Bündeln von Ressourcen und Know-How ermöglicht es, neben großen multinationalen Unternehmen, auch KMU im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein. Zur Umsetzung in der Praxis ist ein fundiertes Fachwissen zum Thema Unternehmensnetzwerke erforderlich. Die vorliegende Arbeit behandelt verschiedene Formen von Netzwerken im Bereich der F&E und untersucht deren Einsatzmöglichkeiten für KMU. Ziel der Arbeit ist es Unternehmen, besonders KMU, bei der Entscheidung für ein geeignetes Netzwerk zu unterstützen. Zur Zielerreichung werden dem Leser vorab theoretische Grundlagen zu Unternehmensnetzwerken, sowie die möglichen Netzwerkformen näher gebracht. Anschließen ist es Ziel die Netzwerkarten mittels Kriterien auf Ihre Eignung für KMU hin zu bewerten, um Unternehmen bei der Entscheidung der Netzwerkbildung zu unterstützen.

1.2 Methodischer Aufbau der Arbeit

Nachdem in der vorangegangenen Einführung der Grundstein durch die Zielsetzung und Problemstellung zum Gebiet Unternehmensnetzwerke gelegt wurde, kann im weiteren Verlauf eine spezielle Ausrichtung auf die Unternehmensnetzwerke in der F&E für KMU erfolgen. Zunächst beginnt die Arbeit mit der Klärung diverser Begriffe und Definitionen, die für das Verständnis notwendig sind. Anschließen werden in Kapitel 3 verschiedene Formen von Netzwerken für den Bereich F&E vorgestellt. Auf deren Eignung für KMU wird in Kapitel 4 näher eingegangen. Dabei werden die vorgestellten Netzwerkarten mittels verschiedener Kriterien auf ihre Eignung für KMUs untersucht, sodass diese bei der Entscheidung für die Auswahl der Netzwerkformen sowie der Netzwerkgründung unterstützt werden.

2. Theoretische Grundlagen

Zunächst gilt es die theoretischen Grundlagen, die zum Verständnis der Arbeit notwendig sind, zu erläutern.

2.1 KMU

Unter der Abkürzung KMU werden kleine und mittlere Unternehmen verstanden. Diese werden anhand deren Beschäftigtenanzahl und Umsatz eingegrenzt. Der nachfolgenden Tabelle 1 sind die Grenzwerte für KMU zu entnehmen.6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Grenzwerte der Europäischen Union für KMU 7

2.2 Definition der Begriffe Kooperation und Netzwerke

Das Konzept der strategischen Unternehmensnetzwerke als interorganisationale Kooperationsform erfährt in jüngster Zeit stetig wachsende Aufmerksamkeit. Rasante technologische Veränderungen führen gerade in Bereichen wie der F&E zur Bildung von Netzwerken aus Technologie, Kapazitäten und Wissen. Kapazitätsdefizite, mangelndes technologisches Know-How und fehlende Zugänge zu komplementären oder neuen Technologien machen die Bildung von Kooperationen für KMU unabdingbar.8 9 Vorab ist jedoch zu klären, wie Unternehmensnetzwerke definiert werden und wie sich diese von Kooperationen abgrenzen. Der Begriff Kooperation stammt vom lateinischen „cooperatio“ und bedeutet Mitwirken, Mitarbeit oder gemeinsames Erfüllen von Aufgaben. In den Wirtschaftswissenschaften wird unter Kooperation eine auf Dauer angelegte aktive Zusammenarbeit zwischen zwei (oder mehreren) Partnern bzw. Akteuren verstanden, wobei gemeinsame Ziele und Regeln für die Beziehungen zwischen den Beteiligten festgelegt sein sollen.10 Mit dem Begriff Netzwerk ist immer auch der Begriff Kooperation verbunden. Die beiden Begriffe Kooperation und Netzwerk können auf unterschiedliche Weise voneinander abgegrenzt werden. Es lassen sich drei Betrachtungsperspektiven unterscheiden:

Netzwerke als Teilmenge von Kooperationen
Netzwerke und Kooperationen als Synonyme
Netzwerke als Oberbegriff der Kooperation11

In dieser Arbeit wird der Betrachtungsperspektive gefolgt, dass Netzwerke als Teilmenge von Kooperationen angesehen werden. Als konstitutives Abgrenzungsmerkmal kann die entsprechende Anzahl der beteiligten Akteure gesehen werden. Während der Begriff Kooperation die Zusammenarbeit von mindestens zwei Akteuren beinhaltet, zeichnen sich Unternehmensnetzwerke durch einen Zusammenschluss von mindestens drei Partnern aus. In der Literatur ist eine Reihe von Definitionen für Unternehmensnetzwerke gängig. Die Definition von Sydow umfasst die wesentlichen Merkmale und Eigenschaften für Unternehmensnetzwerke und dient als Grundlage der vorliegenden Arbeit.

Ein Unternehmensnetzwerk beschreibt die koordinierte Zusammenarbeit zwischen mehreren rechtlich selbstständigen und formal unabhängigen Unternehmen. Die Form der Zusammenarbeit kann dabei recht unterschiedlich sein. Neben den typischen Zulieferverhältnisses können Unternehmensnetzwerke etwa durch die Einrichtung von Joint Ventures oder durch gemeinsame Forschungsprojekte entstehen.“12

2.3 Herausforderungen und Potenzial durch Netzwerke

Durch die Bildung von Unternehmensnetzwerken werden im wesentlichen Ziele wie Steigerung der innerbetrieblichen Effizienz, Steigerung der Effektivität bzw. des Kundennutzens oder die Erschließung neuer geschäftliche Potentiale gesehen. Gerade KMU streben durch die Bildung von Netzwerken eine Potentialverbesserung an, die sie alleine nicht realisieren können.13 Neben den Potenzialen, welche Netzwerke mit sich bringen, ist die Netzwerkbildung auch mit spezifischen Risiken verbunden, die sich in erster Linie aus den Verhaltensunsicherheiten der beteiligten Akteure ergeben. Nachfolgend sind tabellarisch die Potenziale und Herausforderungen von Unternehmensnetzwerken aufgeführt.14 15

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Herausforderungen und Potentiale der Netzwerkbildung 16

3.Formen von Unternehmensnetzwerken

Wie keine allgemeine Definition für „Netzwerke“ aus den Literaturquellen ermittelt werden kann, so ist auch keine einheitliche Klassifizierung der Netzwerkformen üblich. Die Möglichkeit der Typologisierung von Netzwerken ist grenzenlos. Eine vollständige Übersicht kann der Tabelle „ Typisierungsmöglichkeiten interorganisationaler Netzwerke “ der Literatur nach Sdyow17 entnommen werden. Eine beliebte Unterscheidung erfolgt nach der Steuerungsform sowie der zeitlichen Stabilität von Unternehmensnetzwerken, wodurch sich wichtige Netzwerktypen ergeben:

Strategische Netzwerke
Regionale Netzwerke
Projektorientierte Netzwerke
Virtuelle Unternehmen

St r ateg ische Netzwerke werden von einer oder mehreren fokalen Unternehmungen geführt.“18 Sie werden überwiegend auf langfristige Sicht ausgerichtet und umfassen typischerweise Unternehmen unterschiedlicher Größen. Die Netzwerkführerschaft liegt tendenziell bei den endverbrauchernahen Großunternehmungen. Typische Beispiele für strategische Netzwerke finden sich in der Automobilindustrie, Telekommunikation oder in der Biotechnologie wieder.

Regionale Netzwerke sind hingegen eher heterachischer Struktur und die Steuerung erfolgt in der Regel ohne fokalen Netzwerkkoordinator. Sie setzen sich aus KMU zusammen, um Größenvorteile zu realisieren und die Innovationskraft zu steigern. Die Entstehung regionaler Netzwerke wird in der Region in bedeutendem Maße staatlich gefördert. Typische Beispiele sind Förderprogramme wie BioRegio und InnoNet des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).19

In projektorientieren Netzwerken erfolgt die Steuerung wie bei strategischen Netzwerken fokal. Der fokale Netzwerkakteur nimmt die Rolle des Projektkoordinators ein.

[...]


1 Rief, A. (2008), S.1

2 Kuster, J. et al. (2008), S.1

3 Vgl. Kaluza, B./Blecker, T. (2000), S. 2.

4 Kontos, G. (2004), S.1 f.

5 Petersen, L. (2017), S.1

6 Schütze, J. (2008), S.7

7 Knop, R. (2007), S.7 f.

8 Petersen, L. (2017), S.2 f.

9 Rief, A. (2008), S. 15

10 Barth, A./ Wojda, F. (Hrsg.) (2006), S. 5

11 Kontos, G. (2004), S.8 ff.

12 Sydow, J. (Hrsg.) (2010), S.9

13 Petersen, L. (2017), S.3

14 Becker, T. et al (2007), S. 4 f.

15 Knop, R. (2007), S.37 f.

16 Bogenstahl, C. (2011), S.15

17 Sydow, J. (Hrsg.) (2010), S.380

18 Sydow, J. (Hrsg.) (2010), S. 382

19 Sydow, J. (Hrsg.) (2010), S. 383 f

Details

Seiten
21
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668882836
ISBN (Buch)
9783668882843
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v459464
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,0
Schlagworte
Netzwerke Forschung Entwicklung Innovation

Autor

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Titel: Netzwerke im F&E-Bereich