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Lern- und Arbeitstechniken während des Studiums

Studienarbeit 2019 23 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Lernen

3 Biologische Bedeutung

4 Lerntypen
4.1 Der auditive Lerntyp:
4.2 Der visuelle Lerntyp:
4.3 Der kinästhetische Lerntyp:
4.4 Der kommunikative Lerntyp:
4.5 Der medienorientierte Lerntyp:
4.6 Welcher Lerntyp bin ich?

5 Zeitliche Planung und Selbststruktur

6 Lernmethoden
6.1 Meine Lernmethoden vor dem Studium
6.2 Feynman Methode
6.3 Karteikarten Methode
6.4 Eisenhower Prinzip
6.5 Audiodatei
6.6 Lückentext

7 Welche Lern- und Arbeitstechniken setze ich für die Fächer künftig ein?
7.1 Mathematik
7.2 Programmierung
7.3 Betriebliche Rechnungswesen
7.4 Informatik
7.5 Online Marketing
7.6 Wirtschaftsinformatik
7.7 Betriebswirtschaftslehre

8 Schwerpunkte für die Gestaltung von zukünftigen Ausarbeitungen

9 Fazit

10 Verzeichnis
10.1 Abbildungsverzeichnis
10.2 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Jeder Student strebt nach einem erfolgreichen Studium, jedoch ist das nicht einfach. In dieser Hausarbeit wird erklärt, was Lernen bedeutet und wie das Gedächtnis aufgebaut ist. Zusätzlich werden verschiedene Lerntypen für jeden aufgelistet, um sich besser kennenzulernen.

Während des Studiums besteht die Verpflichtung sich auf die Studienfächer wie Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre, Programmierung, Informatik und andere gleichzeitig vorzubereiten, um die Prüfungen am Ende erfolgreich bestehen zu können. Hierfür gibt es verschiedene Lern- und Arbeitsmethoden. In dieser Ausarbeitung wird erläutert, welche verschiedenen Lernmethoden mich über die Jahre begleitet haben. Dabei gehe ich auf die Vorteile und Nachteile ein und wie ich diese für meine Studienfächer einsetze.

Damit das Studium strukturiert abläuft, zeige ich, wie ich die Wochen im Studium plane. Dabei gehe ich auch auf einzelne Faktoren ein.

Für zukünftige Hausarbeiten erläutere ich Möglichkeiten sich vorzubereiten, professionell zu recherchieren und zu organisieren. Hierbei wird auch auf typische Fehler eingegangen, die vermieden werden können. Sie wollen wissen, wie es funktioniert?

2 Definition Lernen

Was bedeutet Lernen? Lernen ist genau definiert: wenn Informationen und Fertigkeiten absichtlich oder unabsichtlich (beiläufig) gesammelt werden. Dieses Wissen kann auf körperlicher, physischer, geistiger oder auf charakterlicher Sicht aufgenommen werden. Lernen ist ein wichtiger Prozess für ein Lebewesen, denn so kann sich zum Beispiel ein Tier seiner Umwelt im Dschungel oder in der Sahara anpassen. Ein Mensch kann sein Wissen im Alltag, in der Schule, in der Arbeitswelt oder auch im Eigenheim anwenden. Er kann Situationen nach seinen Wünschen verändern.

3 Biologische Bedeutung

Unser Gedächtnis kann Informationen …

- aufnehmen,
- abspeichern,
- abrufen.

Zuerst werden Informationen durch die Sinnesorgane aufgenommen. Anschließend wird entschieden, welche Informationen gespeichert werden und welche verworfen werden. Die unnötigen Informationen werden sofort eliminiert. Die wichtigen Informationen werden gespeichert und durch Wiederholen gesichert. Die Informationen werden hauptsächlich im Großhirn abgespeichert. Daraufhin werden die gelernten Informationen dauerhaft im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Demzufolge werden die alten und neuen Informationen miteinander verknüpft. Somit können Informationen jederzeit abgerufen werden.

Unser Gedächtnis kann in vier Schichten geteilt werden. Zuerst wird unter sensorischem Gedächtnis unterschieden, auch genannt Ultrakurzzeitgedächtnis. Die Informationen, die durch die Sinnesorgane aufgenommen werden, können hier höchstens für 3 Sekunden abgespeichert werden. Danach folgt das Kurzzeitgedächtnis, auch genannt primäres Gedächtnis, es übernimmt teilweise 5 bis 9 Informationseinheiten aus dem Ultrakurzzeitgedächtnis und kann diese für maximal 20 Sekunden abspeichern. Im laufenden folgt das Arbeitsgedächtnis oder auch sekundäres Gedächtnis, ein Teil der Informationen werden vom primären Gedächtnis übernommen. Hier können Informationen für wenige Minuten oder auch für mehrere Monate abgespeichert werden. Diese Informationen werden für das Langzeitgedächtnis bereitgestellt und auch mit Gefühlen verbessert. Durch das Üben und Wiederholen werden die Informationen länger abgespeichert. Schließlich werden wieder teilweise Informationen durch ständiges Wiederholen im Langzeitgedächtnis hinterlegt und können sehr lange abgespeichert werden.

4 Lerntypen

4.1 Der auditive Lerntyp:

Dieser Lerntyp wird auch der „Zuhörer“ genannt. Er kann Informationen, die er zum Beispiel in einer Vorlesung hört, sehr gut aufnehmen, auswerten und daraufhin wiedergeben. Er kann somit besser und effektiver lernen, wenn ihm Informationen mündlich vorgetragen werden.1 Für diesen Lerntyp ist das Ohr ein sehr wichtiges Sinnesorgan zum Lernen.

4.2 Der visuelle Lerntyp:

Dieser Lerntyp lernt mit den Augen. Er kann durch Beobachten, Mind-Maps, Zeichnungen, Skizzen, Bildern, dem Lesen von Informationen und mit schönen Protokollen besser lernen. Für diesen Lerntyp ist es sehr wichtig, dass er einen sauberen und ordentlichen Arbeitsplatz hat, sonst fühlt er sich während des Lernens gestört.

4.3 Der kinästhetische Lerntyp:

Dieser Lerntyp lernt am effektivsten mit Bewegungen. Er muss selber am Lerngeschehen beteiligt sein, also die Dinge selbst erfühlen und ertasten.2

Es hilft ihm sehr, wenn er sich in einem Zimmer auf und ab bewegt.

4.4 Der kommunikative Lerntyp:

Dieser Lerntyp lernt produktiver mit Kommunikationen und Gesprächen. In Vorlesungen ist seine Anteilannahme sehr groß. Außerdem stellt er regelmäßig Fragen oder erklärt sich das Aufgenommene selber mehrmals.3 Es ist für ihn von Vorteil, wenn er an Diskussionen teilnimmt.

Zum Beispiel kann es sehr hilfreich sein, wenn er Lerngruppen mit Freunden bildet.

4.5 Der medienorientierte Lerntyp:

Dieser Lerntyp lernt am besten mit technischen Geräten und dem Internet. Er nutzt gerne virtuelle Lehrmittel wie Videos, die einem erklären, wie er zum Beispiel Lösungswege erreicht oder recherchiert über mehrere Plattformen über ein bestimmtes Thema.

4.6 Welcher Lerntyp bin ich?

Ich bin ein Schnitt aus einem visuellen und kinästhetischen Lerntyp. Damit ich Abläufe oder auch Vorgehensweisen besser verstehe, mache ich mir immer Skizzen. Wenn ich in den Vorlesungen mitschreibe, versuche ich so schön wie möglich mitzuschreiben. Dabei benutze ich gerne verschiedene Farben und Textmarker. Um meine Skizzen und Zeichnungen zu zeichnen, verwende ich immer einen Bleistift und ein Lineal. Um mir einen Überblick über ein großes Thema zu machen, mache ich immer eine Mindmap und teile die Themen unter. Wenn ich anfange zu lernen, räume ich immer meinen Schreibtisch auf, um ihn ordentlich zu halten und damit alles übersichtlicher ist.

Damit ich mir Vokabeln und Begriffe besser einprägen kann, schreibe ich diese mir mehrmals auf und laufe mit dem beschrifteten Blatt im Zimmer herum. Um Arbeitsprozesse schneller zu lernen, mache ich zum Beispiel die Einweisung an einer neuen Maschine am Wochenende in der Produktion zu Beginn selbstständig.

5 Zeitliche Planung und Selbststruktur

Im Studium muss eine große Menge an Informationen gelernt und gespeichert werden. Damit der Stoff einen nicht überfordert, ist es wichtig, sich einen eigenen Zeitplan zu erstellen. Für die Planung müssen folgende Aspekte/Punkte beachtet werden:

- Realistische Ziele setzen, um den Lernstoff auch verarbeiten zu können.
- Wenn zu viel gelernt wird, leidet die Qualität darunter.
- Für die Planung müssen auch Wiederholungen eingeplant werden.
- Freizeit oder Sportaktivitäten in den Tagesablauf bringen, um die Motivation nicht zu verlieren.
- Fristen sollen berücksichtigt werden. Es wäre auch sinnvoll die Frist mehrere Tage vor einer Abgabe oder Prüfung zu setzen.
- Es soll damit gerechnet werden, dass etwas auch dazwischenkommen kann.
- Der Tag soll nicht mit zu viel Lernen geplant werden.
- Wenn einzelne Aufgaben geplant werden, müssen auch Pufferzeiten beachtet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie mein Lernplan für den Zeitraum vom 17.12.2018 bis zum 22.12.2018 aussah.

Stundenlang zu lernen ist nicht sinnvoll, da das Gehirn auch Pausen benötigt. Wenn kurze Arbeitszeiten eingeplant sind, müssen auch kurze Pausen von wenigen Minuten geplant werden. Wenn lange Arbeitszeiten von 70 Minuten geplant werden, müssen auch Pausen von 15 Minuten eingeplant werden. Wie es auch wissenschaftlich bewiesen wurde, ist die Leistungsspitze am Abend hoch, aufgrund dessen lerne ich gerne abends und plane auch dementsprechend.

Statt massiv zu lernen, ist es zu empfehlen während des ganzen Semesters zu kleinen Teilen zu lernen.

Damit der Plan auch eingehalten wird, müssen Prioritäten gesetzt werden. Wenn zum Beispiel Freunde mit einem etwas vorhaben, aber in dieser Zeit eine Lerneinheit geplant ist, muss dem Freund abgesagt.

6 Lernmethoden

6.1 Meine Lernmethoden vor dem Studium

Während meiner Realschulzeit habe ich keine Lernmethoden angewendet. Mir fehlte es an Disziplin und Organisation. Ich befand mich kurz vor Klausuren immer unter Druck gesetzt und hatte Stress, weil ich nicht wusste, was ich lernen soll. Des Weiteren konnte ich mir die Informationen nicht einprägen. Oftmals bin ich mit dem Lernstoff nicht hinterhergekommen und musste vor Klassenarbeiten bis tief in die Nacht lernen. Mir war nicht bewusst, wie ich für einzelne Fächer und Themen lernen soll. Für Fächer wie Mathematik muss man anders lernen als für Fächer wie BWL. Es ist viel effektiver, wenn die jeweilige Person mehrere Lernmethoden beherrscht und diese für die einzelnen Fächer anwendet, um somit schneller und sinnvoller ans Ziel zu kommen. Jedoch ist es nicht ergiebig/vernünftig, wenn Lernmethoden vorhanden sind, aber nicht wiederholt werden. Denn nur mit Wiederholungen gelangen die Informationen und das Wissen in das Langzeitgedächtnis. Auch wenn Lernmethoden angewendet werden, bleibt das Wissen nur im Kurzzeitgedächtnis und wird nach kurzer Zeit wieder gelöscht, da es nicht wiederholt wird. Damit diese Informationen im Langzeitgedächtnis bleiben, sind Lernmethoden mit einer regelmäßigen Wiederholung hilfreich.

Bevor ich Lerntechniken angewendet habe, habe ich zunächst alles aufgeschrieben und versucht auswendig zu lernen (Bulimie-Lernen). Jedoch dauerte es, bis ich mir dieses Wissen merken konnte und meistens habe ich auch nicht verstanden, wie manche Abläufe funktionieren und schon nach wenigen Tagen wieder vergessen.

Jedoch habe ich im Berufskolleg mehrere Lernmethoden angewendet. Diese Lernmethoden haben mir geholfen Wissen und Informationen zu merken, zu verstehen und diese auch wiederzugeben. Dieses Wissen blieb für mehrere Wochen und Monate im Langzeitgedächtnis.

Im Folgenden zeige ich, welche Lernmethoden ich vor dem Studium genutzt habe und auch welche mir durch das „Fach Lern- und Arbeitsmethoden“ gezeigt wurden, die sehr effektiv für mich sind.

6.2 Feynman Methode

Richard Feynman ist einer der größten Wissenschaftler beziehungsweise Physiker unserer Zeit. Geboren ist er 1918 in New York City und gestorben 1988 in Los Angeles. Er war auch Lehrer und Professor einer Universität. Größe Persönlichkeiten wie Albert Einstein und Bill Gates besuchten seine Vorlesung.

Seine Lernmethode hat mir in der Vergangenheit sehr oft in schwierigen und komplexen Themen und Fächer geholfen.

Das besondere an Richard Feynman war, dass er komplexe Themen in einfacher Sprache erklärte und somit auch Studenten begeisterte, die sich mit diesen Themen noch nicht beschäftigt hatten.

Mit der Methode von Richard Feynman, kann man komplexe Themen einfach verstehen und diese auch langfristig im Langzeitgedächtnis speichern. Die Methode von Feynman besteht aus vier Schritten.

1. Das ausgewählte Thema, das gelernt werden muss, soll als Überschrift auf ein Blatt übernommen werden.
2. Dann wird das Thema in eigenen Worten niedergeschrieben und erklärt, so als würde es jemanden erklärt werden. Dies soll unkompliziert und einfach gehalten werden. Beispiele helfen auch, um es besser zu verstehen.
3. Im dritten Schritt wird die eigene Erklärung überprüft. Dabei sind diese Fragen zu beachten:

[...]


1 vgl. https://www.mystipendium.de/studium/lerntypen

2 vgl. https://www.mystipendium.de/studium/lerntypen

3 vgl. https://www.mystipendium.de/studium/lerntypen

Details

Seiten
23
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783668874749
ISBN (Buch)
9783668874756
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v458014
Institution / Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn
Note
1,6
Schlagworte
Lernen Arbeitstechiken Studium LuA Methoden Lernmethoden Arbeitsmethoden

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Titel: Lern- und Arbeitstechniken während des Studiums