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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Viral-Marketing – Definition

2. Theorie des Viral-Marketing
2.1 Internet als ideales Medium für Viral-Marketing
2.2 Persönliche Empfehlungen als Grundlage für den Erfolg des Viral-Marketing
2.3 Effektivität von Viral-Marketing-Maßnahmen
2.4 Viral-Marketing vs. “Spam”
2.5 Die sechs einfachen Prinzipien des Viral-Marketing

3. Instrumente des Viral-Marketing

4. Probleme beim Einsatz von Viral-Marketing als Kommunikationsinstrument
4.1 Verbreitungsgeschwindigkeit als Problem
4.2 Ungewollte Verbindungen zu Websites oder Personen
4.3 Verbreitung negativer Informationen
4.4 Aus Viral-Marketing wird Spam

5. Erfolgsgeschichten des Viral-Marketing

6. Fazit

7. Links/Literaturhinweise

1. Viral-Marketing - Definition

Unter dem Begriff Viral-Marketing wird ein Konzept verstanden, bei dem andere Internet-Teilnehmer gezielt dazu gebracht werden, Kommunikationsbotschaften von Unternehmen oder Anbietern von Produkten oder Dienstleistungen kostenlos zu verbreiten. Dies bezieht sich ausschließlich auf die Verbreitung im Internet über dessen Kommunikationswege.

Diese Strategie ist also dadurch gekennzeichnet, dass Kunden anstelle des Anbieters eine Anbieterleistung propagieren und weitervermitteln.

Man kann dies auch als virtuelle Mund-zu-Mund-Propaganda bezeichnen. Andere weniger gebräuchliche Synonyme sind Propagation-, Aggregation- oder Organic- Marketing.

Der Begriff Viral-Marketing wurde 1996 von Jeff Rayport, Professor an der Harvard Business School, unter dem Hinweis „The best marketing is marketing you don’t have to do yourself” eingeführt.

2. Theorie des Viral-Marketing

Ziel des Viral-Marketing ist es, durch Streuung und Platzierung von Informationen andere dazu zu bewegen, das eigene Angebot quasi kostenlos bekannt zu machen. Man kann dies erreichen, indem man eine Nachricht mit einem interessantem Inhalt versieht, der den Empfänger motiviert, sie ebenfalls weiterzuleiten.

Manchmal stehen Werbeinformationen im Mittelpunkt solcher Viral-Marketing- Strategien, manchmal werden die Produkte der Anbieter selbst – wie etwa Software und sonstige digitalisierbare Produkte über das Netz verbreitet.

Marketing bzw. Unternehmenskommunikation im Internet kostet Zeit und Geld. Die Bekanntmachung eines Online-Angebotes jeglicher Art ist ebenso aufwendig und kostenintensiv wie der eigentliche Internet-Auftritt.

Da sich Viral-Marketing vor allem durch seine hohe Effektivität gegenüber anderen Online-Werbemaßnahmen auszeichnet, ist Viral-Marketing vor allem bei kleinen Werbebudgets ein unverzichtbares Kommunikationsinstrument. Jedoch darf nicht der Eindruck entstehen, dass es sich bei Viral-Marketing-Maßnahmen deshalb um eine weniger qualitative Art des Marketing handelt.

Nach den heutigen Erfahrungen sollten durchdachte Viral-Marketing-Maßnahmen in keiner Kommunikationsstrategie fehlen.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Erfahrung, dass die klassischen Ertragsgesetze im Internet nicht zu gelten scheinen, sollte Viral-Marketing in jeder Kommunikationsstrategie eine gleich hohe Wertigkeit wie andere Online- Werbemaßnahmen erhalten. Gewinne werden im Internet oftmals nicht aufgrund von Produktvorteilen, sondern nur durch die Schaffung von Marktanteilen erwirtschaftet. Dieser Marktanteil wird bestimmt durch den Bekanntheitsgrad des eigenen Online- Angebots und die Zahl der Besucher, den Traffic.

2.1 Internet als ideales Medium für Viral-Marketing

Gerade das Internet eignet sich wie kein anderes Medium zuvor zur Verbreitung von Informationen zum eigenen Angebot, und zwar in einer Geschwindigkeit, die an das Anstecken mit einem Virus erinnert. Zugrunde liegt die Tatsache, dass Informationen, die an spezifischen Punkten im Datennetz platziert werden, sich wie ein Lauffeuer verbreiten.

Die Kunst des erfolgreichen Viral-Marketing besteht darin, den Prozess der automatischen Weiterleitung eigener Botschaften im Internet selbst anzustoßen. Auch auf die Gefahr hin, dass hiermit nur ein weiterer Modebegriff kreiert wurde, handelt es sich beim Viral-Marketing nicht um eine Transformation klassischer Kommunikationsüberlegungen (z.B. viel Werbung = viele Kunden), sondern um eine geschickte Ausnutzung der Eigendynamik des Informationsnetzes.

Schon innerhalb weniger Tage kann durch gezielt und geschickt verteilte Botschaften oder ähnliches im Sinne des VM eine unglaublich große Zahl an Empfängern erreicht werden.

Die Botschaft oder das Medium, mit der die Botschaft übertragen wird, muss vor allem auch leicht zu übertragen bzw. weiterleiten zu sein.

Was eignet sich hierzu besser als das Internet? Jeder weiß, wie schnell und einfach eine E-Mail oder eine URL weiterzuleiten ist. Auch ist es kein Problem, Software oder Grafiken zu kopieren und diese dann an viele weitere Empfänger zu versenden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Persönliche Empfehlungen als Grundlage für den Erfolg des Viral- Marketing

Kommuniziert man als Werbetreibender seine Werbebotschaften nach außen, gehen diese meistens in die gleiche Richtung und haben das gleiche Ziel.

Beispielsweise: „...dieses Produkt ist das beste für Ihre Bedürfnisse...“, „...wir sind führend in dieser Branche...“ usw.

Jedoch bekommen diese Werbebotschaften sehr schnell einen negativen Beigeschmack. Sie werden aufgrund der Anzahl von Werbebotschaften, die heutzutage auf die potentiellen Kunden „einprasseln“, sehr schnell als unglaubwürdig empfunden.

Anders ist dies bei Maßnahmen des Viral-Marketing. Hierbei handelt es sich größtenteils um Empfehlungen für ein Produkt oder eine Dienstleistung, die man von Freunden, Verwandten oder Kollegen erhält, welche man automatischer als glaubwürdiger einstuft als die Botschaft eines werbenden Unternehmens.

2.3 Effektivität von Viral-Marketing-Maßnahmen

Unter optimalen Bedingungen vermehrt sich eine Werbebotschaft im Sinne des Viral-Marketing im Internet ohne größeren Aufwand exponentiell und gleicht so der Ausbreitung eines Virus (s. Abbildung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Gegensatz zu allen anderen bekannten Marketing-Tools kommuniziert der Sender der Werbebotschaft nicht direkt, sondern nutzt die Kommunikation der Interessenten oder Kunden untereinander. Die Investitionskosten einer erfolgreichen Viral-Marketing-Kampagne kann somit im Vergleich zu anderen

Maßnahmen verschwindend gering sein. Im Idealfall müssen sogar überhaupt keine Budgets investiert werden.

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Details

Seiten
15
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638103268
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v458
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, früher: Berufsakademie Heidenheim – FB Wirtschaftswissenschaften
Note
2
Schlagworte
Viral-Marketing Online-Marketing

Autor

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Titel: Viral Marketing