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Unterrichtsstunde: Balancieren auf labilem Untergrund (3. Klasse)

Unterrichtsentwurf 2005 17 Seiten

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Thema der Unterrichtseinheit

2. Lernziele der Unterrichtseinheit

3. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit

4. Thema der Unterrichtsstunde

5. Lernziel der Unterrichtsstunde

6. Ausführung der Klassensituation

7. Inhaltliche Lernvoraussetzungen

8. Sachinformationen

9. Didaktische Begründungen

10. Methodische Begründungen

11. Verlaufsplanung

12. Literatur

13. Anhang

1.Thema der Unterrichtseinheit

Vielfältige Formen des Balancierens

2. Lernziele der Unterrichtseinheit

Übergeordnetes Lernziel der Unterrichtseinheit :

- Durch Sammeln vielfältiger Bewegungserfahrungen sowie Bewältigung verschiedener Bewegungsaufgaben zum Balancieren sollen grundlegende koordinative Fähigkeiten des Balancierens der Schülerinnen und Schüler geschult werden.

Die Schülerinnen und Schüler sollen im Einzelnen...

- über eine umgedrehte Langbank mit variierter Höhe balancieren können.
- fähig sein, eine stabile Unterstützungsfläche mit verschiedenen Handgeräte balancierend zu überwinden und dabei lernen, ihren Körper bei Aufgaben mit angemessenem Schwierigkeitsgrad im Gleichgewicht halten zu können.
- lernen, eine labile Unterstützungsfläche mit variierter Breite und Höhe balancierend zu überwinden und dabei ihren Körper im Gleichgewicht halten zu können.
- nach vereinbarten Regeln einen Mitschüler aus dem Gleichgewicht bringen können sowie auf Störungen des eigenen Gleichgewichts mit Ausgleichbewegungen reagieren können.

3. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit

(1) Balancieren über Brücken.
(2) Balancieren auf stabilem Untergrund.
(3) Balancieren auf labilem Untergrund.
(4) "Sich gegenseitig aus dem Gleichgewicht bringen" – Balancieren im Wettkampf.

4. Thema der Unterrichtsstunde

Balancieren auf labilem Untergrund.

5. Lernziel der Unterrichtsstunde

Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, eine labile Unterstützungsfläche mit variierter Breite und Höhe balancierend zu überwinden und dabei ihren Körper im Gleichgewicht halten zu können.

6. Ausführung der Klassensituation

Ich kenne die Klasse 3a seit Beginn meiner Ausbildung im Mai 2004. Lediglich im ersten Halbjahr des Schuljahres 2004/2005 unterrichtete ich wöchentlich zwei Stunden eigenverantwortlich das Fach Sport. In diesem Halbjahr erhält die Klasse einmal wöchentlich Schwimmunterricht, der nicht von mir erteilt wird.

Die Lerngruppe setzt sich aus 7 Mädchen und 8 Jungen zusammen.

Insgesamt beobachte ich in der Klasse eine angenehme Lern- und Arbeitsatmosphäre. Dem Fach Sport stehen die meisten Schüler aufgeschlossen und positiv gegenüber.

Allerdings erlebe ich die Klasse als sehr lebhaft. Gerade bei der Durchführung von Mannschaftsspielen kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen einzelnen Schülern, die sich nicht an vereinbarte Regeln halten. Hier sind im Besonderen XXX, XXX, XXX und XXX zu nennen. XXX wurde aufgrund seines aggressiven Verhaltens (wurde wiederholt gegenüber seinen Mitschülern handgreiflich) – auch nach Rücksprache mit seinen Eltern – von November bis Dezember vom Sportunterricht ausgeschlossen. XXX Verhalten hat sich – auch durch intensive Gespräche mit ihm und seinen Eltern – verbessert. Dennoch gibt es immer wieder Momente, in denen es ihm schwer fällt, Spielregeln einzuhalten. In diesen Momenten reagieren einige Mitschüler sehr aufgebracht und es kann zu lautstarken Auseinandersetzungen und Störungen des Unterrichts kommen. Ein Großteil der Mädchen fühlt sich in diesen Momenten ungerecht behandelt. Um die Schüler an die Konsequenz ihres Verhaltens zu erinnern, habe ich vor einiger Zeit die gelbe Karte eingeführt. Diese soll darauf hinweisen, dass bei weiteren Verstößen gegen vereinbarte Regeln im Sportunterricht ein Unterrichtsausschluss erfolgt. In dieser Stunde werde ich zur besseren Transparenz kleine gelbe Buttons einführen, die den betroffenen Schülern an das T-Shirt geheftet werden können (vgl. 10.Methodische Begründung). XXX fällt besonders durch seine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit und seine mangelnde Bereitschaft auf, Mitschülern im Sitzkreis zuzuhören, so dass ich ihn wiederholt ermahnen muss, dem Unterrichtsgeschehen zu folgen. Die anderen Schüler gehen kooperativ miteinander um.

Die Schüler sind mit den in der Einheit auftretenden Arbeits- und Sozialformen vertraut, so dass ein relativ selbständiges Arbeiten der Lerngruppe möglich ist (vgl. 10.Methodische Begründungen).

Sie können Geräteaufbauten größtenteils selbstständig und sachgerecht bewältigen. Als Hilfe für die Schüler erweist sich hier der Einsatz der Mini-Sportgeräte (vgl. 10.Methodische Begründungen).

Die meisten Schüler besitzen eine gute konditionelle Leistungsfähigkeit, Bewegungskoordination und Beweglichkeit. Besonders auffallend hinsichtlich ihrer überdurchschnittlich hohen koordinativen Gewandtheit sind XXX und XXX.

7. Inhaltliche Lernvoraussetzungen

Der Bereich "Balancieren" ist in dieser Klasse im ersten und zweiten Schuljahr im Sportunterricht noch nicht explizit thematisiert worden.

Einige Schüler haben im außerschulischen Bereich Gleichgewichtserfahrungen beim Fahrrad fahren oder Inlineskating o.ä. sammeln können. Außerdem nutzen einige Schüler - vornehmlich die Mädchen - die drei Rollbretter, die ihnen zu Beginn der Stunde in der freien Bewegungszeit (vgl. 12.Verlaufsplanung) zu Verfügung stehen.

Im Rahmen dieser Einheit haben die Schüler gelernt, sich auf einer fixierten Fläche in unterschiedlicher Breite und Höhe balancierend fortzubewegen. Formen des individuellen Erprobens standen hierbei im Vordergrund, wobei der Schwierigkeitsgrad sukzessiv erhöht wurde. Mit dem Balancieren auf labilen Unterstützungsflächen haben die Schüler bisher keine Erfahrungen gesammelt.

Hinsichtlich des sportlichen Leistungsniveaus sowie der Koordination weisen die Kinder der Klasse unterschiedliche Fähigkeiten auf. Aus diesem Grund dürfen die Schüler selbständig den Schwierigkeitsgrad an den einzelnen Stationen bestimmen (vgl. 10.Methodische Begründungen). Insgesamt besitzen aber – bis auf Igor - alle Schüler die Mindestvoraussetzungen der für diese Stunde relevanten konditionellen und koordinativen Fähigkeiten, so dass kein Kind überfordert wird.

XXX ist aufgrund einer Muskelerkrankung in seinen koordinativen Fähigkeiten eingeschränkt, so dass bei ihm ganz deutlich eine mangelnde Bewegungsqualität zu beobachten ist. Er wirkte beim Balancieren auf stabilem Untergrund bisher vergleichsweise unsicher. Ihm wird in dieser Stunde die Arbeit in Kleingruppen sicherlich entgegen kommen (vgl. 10.Methodische Begründungen), indem er von seinen Mitschülern Hilfestellung beim Balancieren erhält. Sollte ich eine starke Überforderung bei ihm feststellen, werde ich ihm die Möglichkeit geben auf einer stabilen Unterstützungsfläche zu balancieren (vgl. 10.3.Differenzierung).

Das Aufwärmspiel "Rette sich wer kann" (vgl. 13. Anhang) ist den Schülern bereits bekannt.

8. Sachinformationen

Balancieren beschreibt eine Bewegung, bei der der eigene Körper und/ oder Gegenstände bzw. Körperteile gegen die Einwirkung der Schwerkraft auf stabilen oder labilen Flächen am Ort oder in der Fortbewegung im Gleichgewicht gehalten werden (vgl. Schraag/ Durlachmann, 1996, S. 127).

Unter der Gleichgewichtsfähigkeit versteht man das Halten und Wiederherstellen des Körper- oder Objektgleichgewichts bei wechselnden Umweltbedingungen. Hierfür ist die vestibuläre, taktile, optische Informationsaufnahme und -verarbeitung von grundlegender Bedeutung (vgl. Hirtz, 1985, S. 33f.).

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Details

Seiten
17
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638430463
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v45689
Institution / Hochschule
Studienseminar Hameln für die Lehrämter an Grund-, Haupt- u. Realschulen
Note
1
Schlagworte
Unterrichtsstunde Balancieren Untergrund Klasse) Besonderer Besuch Ausbildung Staatsexamen Lehramt GHRS

Autor

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Titel: Unterrichtsstunde: Balancieren auf labilem Untergrund (3. Klasse)