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Prävention von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

Hausarbeit 2016 22 Seiten

Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Störungssbild Depression
2.1 Allgemeine Symptome
2.2 Spezifika bei Kindern und Jugendlichen
2.3 Behandlung von Depressionen

3 Präventive Maßnahmen
3.1 Begriffsbestimmung „Prävention“
3.2 Prävention im Kindes- und Jugendalter

4 Präventionsprogramme für Depressionen im Kindes- und Jugendalter
4.1 Allgemeine Ansätze von Depressions-Präventionsprogrammen
4.2 Beispiele für Depressions-Präventionsprogramme
4.2.1 Lebenslust mit LARS & LISA
4.2.2 GO! – Gesundheit und Optimismus
4.2.3 Aufklärungsbroschüre „Keinen Bock auf Depression“
4.2.4 Begleitendes Elterntraining im Rahmen des Programms „FREUNDE“
4.2.5 EFFEKT-E
4.3 Wirksamkeit von Depressions-Präventionsprogrammen

5 Zusammenfassung und Diskussion

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Mit einer Lebenszeitprävalenz von etwa 20 Prozent (Wittchen & Hoyer, 2006) zählen Depressionen sowohl deutschland- als auch weltweit zu einer der häufigsten Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert sogar, dass die depressiven Erkrankungen im Jahr 2020 das weltweit am zweithäufigsten auftretende Störungsbild nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen überhaupt sein werden (Pössel, 2009). Auch bei Kindern und Jugendlichen nehmen depressive Störungen immer mehr zu. Demnach berichten Hautzinger und Petermann (2003), dass sich das Alter bei Erstauftreten über die letzten Jahrzehnte signifikant nach vorn verlagert hat und sich die Erkrankungsrate im Jugendalter positiv beschleunigt. Kölch und Fegert (2013) postulieren in diesem Zusammenhang, dass etwa drei bis zehn Prozent der Minderjährigen von einer depressiven Störung betroffen sind. Die Hälfte der erkrankten Kinder und Jugendlichen weisen auch im Erwachsenenalter noch krankheitswertige Symptome auf (Kölch & Fegert, 2013). Zudem ist hinsichtlich der Epidemiologie der Erkrankung auffällig, dass depressive Erkrankungen häufig bereits im Jugendalter, zumeist zwischen 13 und 15 Jahren beginnen (Abel & Hautzinger, 2013). Die Kosten, welche durch depressive Störungen im Jahr 2011 in Europa entstanden sind, betiteln Gustavsson et al. (zitiert nach Schulte-Körne & Schiller, 2012) auf 113 Milliarden Euro. Diese enorme Summe beinhaltet neben den medizinischen Kosten auch jene für nicht-medizinische und indirekte Aspekte.

All diese Zahlen geben Anlass genug, sich damit auseinanderzusetzen, welche Maßnahmen bereits durchgeführt werden, um dieser Erkrankung vorzubeugen und wo möglicherweise noch Verbesserungspotenzial im Bereich der Depressionsprävention insbesondere bei Kindern und Jugendlichen besteht. Gerade für uns als angehende Psychologinnen und Psychologen ist dies von hoher Relevanz, da uns Entstehungsfaktoren der Krankheit bekannt sind und wir daher unser Wissen und relevante Forschungserkenntnisse möglicherweise in spätere Präventionsprogramme einbringen können.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, nach einer zusammenfassenden Darstellung des Störungsbildes Depression sowie einem kurzen Abriss zum Thema „Prävention“ einige Programme, welche die Prävention von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen zum Ziel haben, näher zu betrachten. Weiterhin soll ein Überblick zu Wirksamkeitsevaluationen dieser Präventionsprogramme erfolgen und daraus Implikationen für die Praxis abgeleitet werden.

2 Das Störungsbild Depression

Vermutlich jeder Mensch hat in seinem Leben Momente oder auch Phasen, in denen er sich niedergeschlagen, traurig oder einsam fühlt. Dafür gibt es viele verschiedene Auslöser und Gründe, die von scheinbar banalen Ereignissen bis hin zu schweren Schicksalsschlägen reichen können. Diesen negativen Erfahrungen ist jeder Mensch ausgesetzt und auch wenn sie häufig sehr unangenehm sind, sind sie doch notwendig, insbesondere, um auch die schönen Dinge und Momente als solche wahrnehmen zu können. Ab wann eine Phase mit negativen Gefühlen und Gedanken als Episode im pathologischen Sinne charakterisiert wird, soll im Folgenden näher beschrieben werden.

2.1 Beschreibung des Störungsbildes

Depressionen werden in den einschlägigen Klassifikationssystemen ICD-10 und DSM-V in die Gruppe der affektiven Störungen eingeordnet. In dieser Kategorie finden sich neben den unipolaren depressiven Störungen auch Störungsbilder, die manische bzw. hypomane Symptome erfassen. Da für die vorliegende Arbeit ausschließlich die unipolaren depressiven Störungsbilder von Bedeutung sind, wird nur auf diese im Speziellen eingegangen.

Allgemein sind unipolare Depressionen dadurch gekennzeichnet, dass im Vergleich zu den anderen affektiven Unterkategorien depressive Symptome in einem bedeutsamen Ausmaß vorliegen, ohne dass derzeit oder zu einem früheren Zeitpunkt klinisch-relevante manische Symptome vorliegen bzw. vorlagen. Innerhalb der unipolaren Depressionen wird zwischen Erkrankungen differenziert, die einen phasischen Verlauf aufweisen und jenen, die chronisch verlaufen (Berking & Rief, 2012). Zudem werden im Rahmen der diagnostischen Verschlüsselung der aktuelle Schweregrad (Anzahl und Ausprägungsgrad der Symptome: leicht, mittel und schwer) sowie das Auftreten weiterer psychopathologischer Symptome berücksichtigt (Wittchen & Hoyer, 2006). Zur Unterkategorie „unipolare Depressionen“ in der ICD-10 zählen die Störungsbilder

- einzelne depressive Episode (F32)
- rezidivierende depressive Störung (F33)
- Dysthymie (F34.1)
- saisonale affektive Störung (F38.8) sowie
- postnatale/-partiale Depression (F53).

Im DSM-V wird zwischen der Major Depression, der dysthymen Störung und der nicht näher bezeichneten depressiven Störung unterschieden.

Die Kernsymptomatik klinisch relevanter Depressionen besteht hauptsächlich in einer anhaltend gedrückten Stimmung, Antriebslosigkeit, der Unfähigkeit, Freude zu empfinden und einem Interessenverlust. Hinzu kommen außerdem Symptome auf emotionaler, kognitiver, physiologischer, motorischer, sozial-interaktiver sowie verhaltensbezogener Ebene, die bei jedem Patienten von unterschiedlicher Intensität sein können (Berking & Rief, 2012). Daher liegt bei depressiven Erkrankungen häufig eine Störung des gesamten Organismus vor. Hinsichtlich des zeitlichen Kriteriums wird für das am häufigsten auftretende Störungsbild, die depressive Episode (nach ICD-10) bzw. die Major Depression (nach DSM-V) eine Dauer der Symptome von mindestens zwei Wochen angegeben (Wittchen & Hoyer, 2006).

Zur Entstehung der depressiven Störungen gibt es u.a. aufgrund der verschiedenen Erscheinungsformen und Verläufe der Erkrankung bisher kein einheitliches Ätiologiemodell. Häufige Verwendung findet jedoch das Vulnerabilitäts-Stress-Modell, bei dem von einem Zusammenwirken verschiedener Faktoren ausgegangen wird. Dabei wird postuliert, dass prädisponierende genetische Faktoren sowie frühe negative soziale und umweltbezogene Erlebnisse und Bedingungen zur Entstehung einer erhöhten Vulnerabilität beitragen. Zum Ausbruch einer depressiven Erkrankung kommt es zumeist dann, wenn kritische Lebensereignisse oder deren Kombination mit weiteren Belastungskonstellationen auf den Organismus einwirken (Wittchen und Hoyer, 2006).

2.2 Spezifika bei Kindern und Jugendlichen

Trotz mehrerer Studien, welche die Verschiedenheit der Erscheinungsformen depressiver Symptomatik bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zeigen konnten, findet in den Klassifikationssystemen keine spezielle Differenzierung der unterschiedlichen Patientengruppen statt (Abel & Hautzinger, 2013). Groen und Petermann (2008) berichten, dass die Depressionssymptomatik bei Kindern und Jugendlichen zumeist weitaus heterogener sowie weniger eindeutig als bei Erwachsenen auftritt.

Laut Kölch und Fegert (2013) werden zwei Cluster an typischen Depressionssymptomen bei Kindern und Jugendlichen unterschieden. Demnach gelten Traurigkeit, Zurückgezogenheit, körperliche Schmerzen, Wütendsein, erhöhte Reizbarkeit, unerklärbare Wutanfälle, Müdigkeit, Angst vor dem Tod sowie Gelangweiltsein zu den alterstypischen Symptomen bei jüngeren Kindern. Bei älteren Kindern und Jugendlichen gelten hingegen selbstverletzendes Verhalten, sozialer Rückzug und Beziehungsprobleme, Leistungsabfall in der Schule, Verschiebung des Tag-Nacht-Rhythmus sowie Alkohol- und Substanzabusus als charakteristisch für die Altersklasse. Als Besonderheit in der Exploration ist zu beachten, dass Kinder und Jugendliche häufig eine Traurigkeit als Symptom verleugnen. Stattdessen geben sie an, dass sie sich „down“ oder niedergeschlagen fühlen (Kölch & Fegert, 2013).

Aufgrund der mannigfaltigen Symptome treten bei betroffenen Kindern und Jugendlichen häufig Komorbiditäten mit anderen psychischen Störungen auf. Besonders oft in Kombination mit Depressionen kommen Angststörungen und Störungen des Sozialverhaltens sowie insbesondere im Jugendalter Essstörungen und schädlicher Substanzkonsum vor (Groen und Petermann, 2008).

2.3 Behandlung von Depressionen

Bei den Ansätzen zur Therapie von Depressionen lassen sich grob zwei Arten unterscheiden, die häufig auch in Kombination Anwendung finden. Es werden die pharmakologischen von den psychologischen Therapien differenziert (Wittchen & Hoyer, 2006). Immer häufiger, vor allem im stationären Setting, werden auch unterstützende therapeutische Maßnahmen, wie Sport-, Ergo- und Musiktherapie für die Betroffenen angeboten. Da sich das Störungsbild bei jedem Patienten von der Mannigfaltigkeit und Schwere der Symptome her anders äußert, gibt es nicht die eine richtige Behandlungsmethode. Stattdessen ist es wichtig, bereits bei der Diagnostik auf die Schwerpunkte der Symptomatik zu achten, um so eine möglichst erfolgversprechende, individuelle Behandlung für den Patienten zu gewährleisten. Am häufigsten bei der unipolaren Depressionstherapie kommt die Pharmakotherapie zum Einsatz. Gute bis zum Teil sehr gute Wirksamkeiten konnten zudem für die (kognitive) Verhaltenstherapie sowie die tiefenpsychologische Therapie exploriert werden (Berking & Rief, 2012). Wichtig für die Effektivität aller Therapieformen ist eine ausreichend lange Dauer der Behandlung. Nach dem Abklingen der Akutsymptomatik sollte mindestens über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten eine Nachversorgung stattfinden, um das Rückfallrisiko so gering wie möglich zu halten (Wittchen & Hoyer, 2006).

Bei Kindern und Jugendlichen erfolgt die Behandlung ähnlich wie bei erwachsenen Patienten, wobei auf kindgerechte Interventionen zurückgegriffen wird. Am besten für diese Altersgruppe ist der kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansatz evaluiert, weshalb diese Behandlungsform neben der pharmakotherapeutischen Therapie am häufigsten angewandt wird (Hautzinger & Petermann, 2003). Inhaltlich wird dabei der Schwerpunkt auf Psychoedukation, Aufbau und Förderung von Freizeitinteressen und angenehmen Aktivitäten, Training sozialer Kompetenzen, kognitive Umstrukturierung, Problemlösetraining sowie eine Verbesserung der Selbstkontrolle gelegt. Insbesondere bei Kindern sollte zudem ein Einbezug von Eltern sowie weiteren Bezugspersonen erfolgen, um die Aussicht auf einen Behandlungserfolg ansteigen zu lassen (Groen & Petermann, 2008).

Hinsichtlich der Prognose depressiver Erkrankungen ist festzuhalten, dass das Rückfallrisiko nach ein bis zwei Jahren zwischen 20 und 60% liegt. Nach fünf Jahren beträgt die Rückfallrate sogar bis zu 70% (Groen & Petermann, 2008).

3 Präventive Maßnahmen

Damit die oben beschriebenen Behandlungsmethoden möglichst selten oder bestenfalls gar nicht notwendig werden, gilt es bereits vor dem Ausbruch einer depressiven Erkrankung entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Was im Einzelnen unter dem Begriff „Prävention“ zu verstehen ist und wie diese bereits im Kindes- und Jugendalter Anwendung findet, wird in den folgenden Gliederungspunkten ausführlicher betrachtet.

3.1 Begriffsbestimmung „Prävention“

Der Begriff „Krankheitsprävention“, zumeist verkürzt als „Prävention“ hat seinen Ursprung in der Sozialmedizin des 19. Jahrhunderts. Spätere Synonyme stellen die Formulierungen Vorbeugung, Vorsorge und Prophylaxe dar. All diesen Begriffen ist gemeinsam, dass sie zum einen die Vermeidung des Auftretens von Krankheiten zum Ziel haben. Zum anderen sollen sie zu einer Verringerung der Verbreitung von Krankheiten sowie der Verminderung ihrer Auswirkungen beitragen. Die zentrale Rolle spielen hierbei die Auslösefaktoren von Krankheiten, die zurückgedrängt oder vollständig ausgeschaltet werden sollen (Hurrelmann, Klotz & Haisch, 2014).

Die am häufigsten verwendete Klassifikation von Präventionsmaßnahmen stammt von Caplan (zitiert nach Hurrelmann et al., 2014). Dieser teilt die Maßnahmen nach dem Interventionszeitpunkt ein und differenziert so zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Bei der Primärprävention steht die Verringerung der Inzidenz einer Erkrankung im Mittelpunkt. Sie beinhaltet im medizinischen Setting jene Maßnahmen, welche vor dem erstmaligen Auftreten einer Erkrankung stattfinden (Leppin, 2014). Als Beispiele hierfür können Impfungen oder auch die in der vorliegenden Arbeit noch folgenden Interventionsprogramme zur Prävention von Depressionen, beispielweise in Schulen genannt werden. Nach Leppin (2014) bilden hauptsächlich gesunde Menschen bzw. jene ohne manifeste Symptome die Zielgruppe primärer Präventionsmaßnahmen. Die Sekundärprävention hat hingegen zum Ziel, Krankheiten bereits frühzeitig zu erkennen und einzudämmen, so dass in diesem Fall Personen ohne Symptome teilnehmen, diese im Laufe der Diagnostik aber möglicherweise zu Patienten werden und daher als Adressaten dieser Maßnahmen gelten. Auch Interventionen, die sich an bestimmte Risikogruppen richten, wie beispielsweise an Kleinkinder, die schon früh verhaltensauffällig sind, zählen zu den sekundären Präventionsmaßnahmen. Die dritte große Gruppe der Krankheitsprävention, die sogenannte Tertiärprävention beschäftigt sich indes mit Maßnahmen, die zum Tragen kommen, wenn eine Krankheit bereits besteht. Als Zielgruppe gelten demnach Patienten, bei denen beispielweise nach einem Schlaganfall die Schwere der Konsequenzen und die Folgeschäden so gering wie möglich gehalten werden sollen. Zu diskutieren ist in diesem Zusammenhang allerdings die begriffliche Überschneidung mit medizinisch-therapeutischen Behandlungen, sodass der Begriff „Tertiärprävention“ von einigen Experten inzwischen kaum noch Verwendung findet (Leppin).

Eine weitere Möglichkeit, verschiedene Formen von Präventionsmaßnahmen zu unterteilen, besteht darin, zu differenzieren, bei wem sie intervenieren. In diesem Zusammenhang setzt man entweder bei der Gesamtbevölkerung (universelle Prävention) an oder es wird nach bestimmten Zielgruppen segmentiert, was dann auch als selektive Prävention bezeichnet wird (Leppin, 2014). Die universelle Prävention hat zum Ziel, allgemeine Risikofaktoren zu vermindern, währenddessen selektive Präventionsprogramme ein bereits bestehendes Erkrankungsrisiko verringern wollen (Schulte-Körne, 2012).

3.2 Prävention im Kindes- und Jugendalter

Insbesondere die ersten Lebensjahre eines Menschen sind für seine weitere Gesundheitsdynamik von großer Relevanz. Sie stellen jene Lebensphase dar, in der ein Großteil der anatomischen, physiologischen und Verhaltensentwicklungen stattfindet (Erhart, Ottová-Jordan & Ravens-Sieberer, 2014). Daher können belastende Faktoren, die während der Kindheit und Jugend auftreten, auch Jahre später noch negative Auswirkungen in Form von manifesten Erkrankungen haben (Dragano und Siegrist, 2006).

Die Krankheitsprävention im Kindesalter setzt vor allem bei der Vermeidung, Entschärfung oder Kontrolle von Risikofaktoren sowie der Stärkung von Ressourcen und Schutzfaktoren an. Beispiele für primäre Präventionsmaßnahmen im Kindesalter stellen Impfungen gegen Infektionserkrankungen, regelmäßige Zahnpflege gegen Milchzahnkaries oder auch das Bereitstellen entsprechender Hörgeräte und Sehhilfen bei kognitiven Entwicklungsstörungen infolge von Sinnesfunktionsstörungen dar. Die Sekundärprävention bei der jungen Zielgruppe zielt auf eine frühzeitige Diagnose von somatischen und psychischen Gesundheitsproblemen. In diesem Rahmen werden beispielweise Stoffwechselscreenings bei Neugeborenen durchgeführt, um so Stoffwechselerkrankungen so früh wie möglich zu erkennen, eine sofortige Behandlung einzuleiten und so spätere negative Folgen einzudämmen. Auch das frühzeitige Erkennen und die Behandlung emotionaler Dysregulationen, Verhaltensprobleme sowie Entwicklungs- und Lernstörungen stellen wichtige Bereiche in der sekundären Kinder- und Jugendprävention dar (Erhart et al., 2014). Die tertiäre Prävention im Kindes- und Jugendalter ist die mit Sicherheit seltenste Präventionsform. Auch wenn es bereits in diesem Alter schwere Erkrankungen gibt, so sind diese insbesondere durch die besseren Hygienebedingungen und auch die enormen Fortschritte der Medizin in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Zum Einsatz kommt die Tertiärprävention jedoch bei chronischen Erkrankungen wie beispielweise angeborenen Fehlbildungen, Schäden des zentralen Nervensystems sowie Taubheit und Blindheit. Dabei gilt es, den Schweregrad der Symptome zu

Details

Seiten
22
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668868458
ISBN (Buch)
9783668868465
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v456490
Institution / Hochschule
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Note
1,7
Schlagworte
Depression Prävention Psychologie

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Titel: Prävention von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen