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Die Ökonomisierung der Kunst im Neoliberalismus aus der Perspektive Pierre Bourdieus

Bachelorarbeit 2012 51 Seiten

Kunst - Uebergreifende Betrachtungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Aufbau der Arbeit
1.2. Auszüge zum Stand der Forschung

2. Der Feldbegriff

3. Der Kapitalbegriff

4. Der Strategiebegriff

5. Felderkämpfe

6. Das Kunstfeld
6.1. Die Geschichte der Entstehung des Kunstfeldes
6.2. Die zwei Pole des Kunstfeldes
6.3. Die besonderen Eigenschaften des Kunstproduktes
6.4. Die Funktionsweise des Kunstfeldes
6.5. Die Ähnlichkeiten zwischen dem Kunstfeld und dem Feld der Macht

7. Das ökonomische Feld
7.1. Die Eigenschaften des ökonomischen Feldes
7.2. Die Funktionsweise des ökonomischen Feldes

8. Der Begriff der symbolischen Revolution

9. Diskurs Kapitalismus - Neoliberalismus

10. Ökonomisierung im Zuge des Neoliberalismus nach Bourdieu

11. Staat, Bürokratisches Feld, Feld der Macht

12. Der neue Staatsadel

13. Das Bildungssystem

14. Staatliche Einwirkungen auf das Kunstfeld

15. Die Medien
15.1. Die Ökonomisierung der Medien
15.2. Der Einfluss der ökonomisierten Medien

16. Weitere Interventionen ökonomischer Akteure im Kunstfeld

17. Schluss

18. Literaturverzeichnis

Abstract

This thesis pays tribute to the work of Pierre Bourdieu. It brings together his findings on the economization of art. Furthermore it involves the societal economization processes, which also, directly or indirectly, accelerate the commercialization of the field of art. His perspective on the issue of the economization of art ¡S the subject of this work. It analyzes the commodification in its complexity, thereby establishes links between the field of the economy, the field of the state, of the education system, of the media, of art and of its various agents and institutions. Therefore it goes beyond the economization processes in the field of art and doesn't merely limit itself to introduce terms like government, journalism, media and education. It links Bourdieu's observations by identifying and defining the mechanisms of the economization of art according to his perspectives. His ideas are presented in this thesis. It shows Bourdieu's last work phase, his criticism of neoliberalism, along with his field theory, while concentrating on the mechanisms of the economization of the field of art.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprob nicht enthalten

1. Einleitung

In der Tagung „Kunst Werte Gesellschaft", die inา Mai 2008 in der Berliner Akademie der Künste stattfand, Stand die aktuelle Bedeutung von Non-Profit Kunstinstitutionen im Mittelpunkt des Interesses.1 Elementarer Bestandteil dieser Tagung war ein Sachverhalt, der von dem französischen Soziologen Pierre Bourdieu schon früh diagnostiziert wurde, und zwar der Umstand der Ökonomisierung der Kunst.2 Am Ende der Tagung fand eine Podiumsdiskussion statt, die von Kunstprofessoren, -kritikern, öffentlichen Kulturstiftungsmitgliedern und Künstlern geführt wurde.

Es wurde dabei u.a. festgestellt, dass großangelegte Veranstaltungen zunehmend „das Verständnis von zeitgenössischer Kunst, das heißt: Was die Mehrheit einer Öffentlichkeit für zeitgenössische Kunst hält,"3 generieren. Diese Großevents würden von markterfolgreichen Unternehmungen inszeniert, die natürlich ihre Interessen, die der Profitmaximierung, der Unterordnung der Kunst unter Marktmechanismen, also spezifisch ökonomischen Logiken, darin einfließen ließen. Dadurch würde Kunst zunehmend auf seinen Marktwert reduziert, sein Symbolwert weitestgehend ausgeklammert.4 Damit ,,kehr[e] sich die ehemalige Trennung zwischen Marktwert und Symbolwert komplett um." Am Ende stand die Frage ob „diese Ökonomisierung zu einer Vitalisierung bei[trägt] oder [...] sie eine Art Unterminierung [1 einen] Ausverkauf und [eine] Verflachung"5 der Kunst darstelle.

Tagungen mit ähnlichen Inhalten finden sich zunehmend in der Kunstlandschaft.6 Auch die Neueinführung des Studienganges „Kulturmanagement" ist ein ganz klares Zeichen für den Trend der Ökonomisierung innerhalb der Kunstwelt.7 Der französische Soziologe Pierre Bourdieu bezieht ganz klar Stellung zu der Frage. Er bescheinigt der Ökonomisierung der Kunst negative Folgen.8 Bourdieu analysiert dabei die Ökonomisierung äußerst vielschichtig, knüpft Verbindungen zum Staat, der Ökonomie, den Medien, den Intellektuellen, zum Bildungssystem etc. Seine Perspektive zur Ökonomisierung der Kunst bildet den Gegenstand dieser Arbeit.

Der meist zitierte französische Soziologe Pierre Bourdieu9 ist aktuell wie nie. „Bourdieu's work is so central now because the real world has changed to a point at which it has become to agree with Bourdieu's world."10 Bourdieu wurde am 01. August 1930 in Denguin bei Pau geboren, studierte an der Sorbonne, war als Philosophielehrer im Militär in Algerien, sowie dort auch als Assistenzprofessor tätig. Er bekleidete ab 1960 eigene Professuren in Frankreich, welche 1984 durch die Berufung zum Lehrstuhl für Soziologie am College de France ihren Flöhepunkt fanden. 2011 verstarb er in Paris.11

Seine letzte Schaffensphase ab 1985 zeichnet sich primär durch politisches Engagement aus. Es war mannigfaltig, seine Initiativen und Interventionen zahlreich. Sie nahmen mit seinem Alter zu. So schrieb er 1985 einen Text, dessen Inhalt ein Vorschlag zur Neugestaltung des Bildungssystems darstellte. 1988 erarbeitete er für das Ministerium für Erziehung, zusammen mit einer Kommission, Vorschläge für neue Unterrichtsinhalte. 1989 gründete er die „Liber", eine europäische Kulturzeitschrift und 1993 ein Parlament der Schriftsteller zum Schutz der Literatur.12 1995 ergriff er Partei für streikende im öffentlichen Dienst. Weiterhin bildete er die intellektuelle Gruppe „raison d'agir", die sich gegen die Durchsetzung des ökonomischen Diskurses engagierte.13

Seit Mitte der 1990iger Jahre nahmen seine politischen Interventionen erheblich zu. Er engagierte sich nachhaltig und intensiv gegen die „neoliberale Invasion". Er verstand darunter die Akteure, welche gegen staatliches Eingreifen und für die ungehinderte Funktionsweise der Finanzmärkte waren. Bourdieu sah darin die Wurzel der Ökonomisierung der gesamten Gesellschaft mit ihren weitreichenden negativen sozialen und kulturellen Folgen.14 So sah er eine Gefahr des Eindringens der ökonomischen Logik in alle anderen Bereiche der Gesellschaft, welche diese nach und nach zerstören würde.15 Im Zuge dessen diagnostizierte er auch eine neoliberale Bedrohung zu Lasten der Autonomie von Kunst, welche u.a. zu struktureller und politischer Zensur führte. Als Konsequenz veröffentlichte er zahlreiche politische Schriften, die teils zusammengefasst unter den Titeln Gegenfeuer 1 und 2 veröffentlicht wurden.16

Bourdieus Soziologie nennt er selbst die Ökonomie der Praxis. Er sieht soziale Praxis als Kampf um den sozialen Vorteil. Er analysiert die Ökonomie der sozialen Praxis in der Gesellschaft, dem sozialen Raum, und ihren Teilbereichen, den sozialen Feldern.17 Der Warentausch durch Geld und das Interesse der Profitmaximierung in der Wirtschaft, ist nur ein Spezialfall dieser Ökonomie der Praxis.18 Er spricht in diesem Zusammenhang von der „Ökonomie der symbolischen Güter".19 Das sind Güter, die soziale Anerkennung bzw. soziale Distanzierung,20 sowie letztlich legitime Herrschaft21 - welche heutzutage hauptsächlich die Vertreter des Neoliberalismus innehaben - ermöglichen.22 Im akademischen Feld wird Z.B. um das symbolische Gut der wissenschaftlichen Anerkennung gekämpft. Dabei geht es jedoch in allen Feldern um Kämpfe der Anerkennung und Maximierung von einzelnen Machtmitteln, Kapitalien.23

Die soziale Praxis, die Spiele, in den Feldern sind dabei nur ein Weg um die eigentlich willkürlichen Herrschaftsbeziehungen zu tarnen, zu verkennen und damit zu legitimieren.24 Felder bekämpfen sich gegenseitig bzw. die jeweils Herrschenden in diesen, um die Wechselkurse zwischen den Kapitalien zu verändern, ein Kapital als dominantes durchzusetzen.25 Im Neoliberalismus versuchen dies die ökonomischen Akteure mit dem Hauptmotiv ihrer Profitmaximierung, der Durchsetzung der Dominanz der Kapitalart des Geldes.26

Da in der heutigen Gesellschaft auf einem globalisierten ökonomischen Markt ein immer größerer Konkurrenzdruck herrscht werden zunehmend ausgereiftere Praktiken und unterschwelligere Strategien im Konkurrenzkampf mit anderen Unternehmen zur Absatzsteigerung benötigt. Dafür ist die Kultur bzw. Kunst auch für ökonomische Akteure zunehmend interessant.27 Kunst besitzt nicht nur einen Material- sondern auch besonders hohen Symbolwert.28 Mit dem Erwerb von Kulturgegenständen ist auch ein Erwerb von symbolischem Gewinn und damit Legitimität, also

Ansehen bzw. Image verbunden.29 Diesen machen sich Unternehmen gerne zu Nutze und zwar Z.B. durch Kultursponsoring durch Imageübertagung des Gesponserten auf den Sponsor.30 Es ist eine „Werbung mit anderen Mitteln."31 Es folgt daraus eine Beeinflussung der Mitarbeiter, Konsumenten, Presse, Politiker, Großkunden, Meinungsbildner, Meinungsmultiplikatoren etc., welche dem Unternehmen auf verschiedene Weisen dienlich sind, letztlich immer deren Profit steigert.32

Des Weiteren ist Kunst in der Lage Produkte zu emotionalisieren, den Bedarf nach ihnen zu erhöhen, und dadurch deren Absatz bzw. Profit zu steigern.33 Hinzu kommt, dass Kunst schon daher für Unternehmen interessant ist, da kulturelle Werke ein weiteres Medium in der Produktpalette von ökonomischen Unternehmen, welches wiederum den Gewinnzahlen zuträglich ist, darstellt. Kunstprodukte sind von daher schon als solche für ökonomische Unternehmen interessant.34 Das führt dazu, dass Produkte des Kunstfeldes in steigendem Maße nur noch auf ihren Materialwert beschränkt und damit „normale" Produkte werden.35 Es bedingt, dass sich Akteure des Kunstfeldes ökonomischen Zwängen und Zensur gegenüber sehen.36 Das beeinflusst das Kunstprodukt und letztlich auch das Kunstfeld selbst. Dessen Akteure werden nach und nach gezwungen der Logik der ökonomischen Ökonomie zu folgen. Der Neoliberalismus bedingt eine Ökonomisierung des Kunstfeldes und bedroht damit die Autonomie des Kunstfeldes.37

1.1. Aufbau der Arbeit

Nachdem hier schon kurz der Ansatz der Theorie Bourdieus dargestellt und auch eine Einführung in das Thema der Arbeit gegeben wurde, folgt nun ein Punkt zur Rezeption der Bourdieuschen Kunsttheorie und der Theorie der Ökonomisierung des Kunstfeldes. Anschließend wird seine Feldtheorie dargelegt, Begriffe wie "doxa" und "illusio", der Glauben an die Wichtigkeit eines Spiels,38 und eines Kapitals und „Strategie" erläutert. Akteure des Kunstfeldes besitzen unterschiedliche Werte und verfolgen andere Gesetze39 als die des Feldes der ökonomischen Ökonomie.40 Es gibt

zwischen den Feldern Kämpfe um die herrschenden Gesetze und die dominante Kapitalart.41 Es wird auf das Kunstfeld eingegangen: dessen Geschichte, Struktur und Besonderheiten dargelegt.42

Anschließend erfolgt die Betrachtung des ökonomischen Feldes. Nach einem Diskurs über den Neoliberalismus, folgt Bourdieus Sichtweise zur Ökonomisierung des. Im Zuge dessen wird dargelegt, warum der Staat besondere Wichtigkeit im Kampf zwischen Feldern einnimmt, wie er von Akteuren des Feldes der ökonomischen Ökonomie für sich nutzbar gemacht wurde und welche Politiken seitdem auf das Kunstfeld einwirkten. Es wird auf die Rolle des Bildungssystems und der Medien, des journalistischen Feldes, dessen Ökonomisierung und Einfluss auf das Kunstfeld, eingegangen. Danach werden direkte Interventionen der Akteure des Feldes der ökonomischen Ökonomie im Kunstfeld erläutert. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, Stellung zu Kritik an Bourdieus Theorie genommen sowie ein kurzer Ausblick zum Thema gegeben.

1.2. Auszüge zum Stand der Forschung

Die Analyse des Feldes der Kunst nimmt einen großen Teil des Schaffens Pierre Bourdieus ein. Auch hat er immer wieder die Nähe und den Austausch mit zeitgenössischen Künstlern gesucht. Trotzdem ist die Rezeption in diesem Bereich recht gering. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass die Rezeption der Kunst ohnehin keinen großen Teil darstellt. Zudem bricht Bourdieu mit dem vorherrschenden Glauben des Feldes, dass der Künstler hauptsächlich individuelle Kreationskraft besitzt und ist daher in dem Feld nicht sonderlich beliebt.43

Trotzdem gibt es natürlich eine Rezeption seiner Werke. So ist das zum Beispiel in der Performance „May I help you" von Andrea Fraser der Fall.44 Flier wird sich mit der Kritikfähigkeit von Kunst aufbauend auf das Werk bezogen. Ebenso in dem einschlägigen Buch von Pirkko Flusemann, dass direkt den Titel „Choreographie als kritische Praxis" trägt.45 Im deutschen Raum befasste sich speziell Jens Kästner eingehend mit Bourdieus Kunsttheorie.46 Das tut auch das neu erschienene Buch von Florian Schuhmacher.47 Ebenfalls sehr populär ist das Werk von Nina Tessa Zahner des Jahres 2005, indem sie, aufbauend auf Bourdieus Theorie, eine Erweiterung des Kunstfeldes sowie eine Verschiebung des Schwerpunktes zur kommerziellen Kunst und die Entstehung eines dritten Subraumes im Feld der Kunst ausgehend von Andy Warhol und der Pop Art Kunst ab den 1960iger Jahren, nachzeichnet.48 Ein weiteres prominentes Werk der Kunstrezeption Bourdieus ist Isabelle Graws Werk von 2008 „Learning from Bourdieu". Sie plädiert für die Betonung der Mannigfaltigkeit der einzelnen Kunstsegmente, entgegen der von Bourdieu betonten Bipolarität des Feldes. Sie geht damit in diesem Aspekt auch noch über Zahner hinaus. Graw sieht wie Bourdieu auch eine Kommerzialisierung der Kunst49 und eine zunehmende Definitionsmacht des Marktes innerhalb des Feldes.50 Scott Lash stimmt in seinem Werk von 1993 „Pierre Bourdieu. Cultural Economy and Social Change" Bourdieu zu, dass es eine erhöhte Wahrnehmung und eine erhöhte Erweiterung der damaligen elitären kulturellen Felder gibt.51 Auch eine Analyse der Fashion Week in London nutzt Bourdieus Feld- und Kapitaltheorie.52 Ebenfalls wird sie von A. König für eine Analyse der Verbindung von Klassenzugehörigkeit und Kleidung bei Jugendlichen benutzt.53 Die Betrachtung der Ökonomisierung der Kunst im Neoliberalismus aufbauend auf Bourdieus Theorie soll die vorliegende Arbeit leisten.

2. Der Feldbegriff

Zur Analyse der einzelnen Teilbereiche der Gesellschaft sowie deren gegenseitiger Beeinflussung, also auch zur Untersuchung des Einflusses der Ökonomie auf die Kunst, entwickelte Bourdieu das Feldkonzept. Es gestattet sowohl die sozialen Positionen der Akteure im sozialen Raum zu erkennen und die objektiven Beziehungen zwischen ihnen, sowie auch - und in diesem Fall hier viel wichtiger - zwischen den Feldern an sich, aufzuzeigen. Durch Bourdieus Feldtheorie lassen sich die Machtrelationen, Vorteile und Trümpfe aufzeigen und strategisches Flandeln der Akteure, Akteursgruppen bzw. auch ganzer Felder erklären.54

Die Gesellschaft, der soziale Raum, bzw. das soziale Feld, verfügt über Subfelder. Die Flauptfelder sind das Feld der Kultur, der Ökonomie und der Politik.55 Für Bourdieu „bildet eine differenzierte Gesellschaft keine einheitliche [...] gemeinsame Kultur [...] sondern ein Ensemble von relativ autonomen Spiel-Räumen."56 Soziale Felder können zudem Subfelder enthalten, wie zum Beispiel das Feld der Kunst, welches das der theoretischen Künstler als Subfeld besitzt, das wiederum das Feld der Kunstakademien, das weiterhin das Feld der Kunstprofessoren etc. enthalten könnte.57

Soziale Felder differenzierten sich im Laufe der Geschichte einer Gesellschaft heraus. Adäquat verfügen sie über geschichtlich herausgebildete Regeln und Logiken,58 deren Wirksamkeit auch gleichzeitig ihre Grenzen darstellen.59 Die Felder sind objektivierte Geschichte.60 Jedes Feld hat eigene Grenzen und Gesetze, die sie vom Rest der Gesellschaft abschirmen, sie autonom machen.61 „Eines der sichtbarsten Zeichen der Autonomie des Feldes ist seine Fähigkeit, äußere Zwänge oder Anforderungen zu brechen, in eine spezifische Form zu bringen. [...] Umgekehrt zeigt sich die Fleteronomie [ - hier sind die Feldeffekte weniger stark - ] eines Feldes wesentlich durch die Tatsache, daß dort äußere Fragestellungen, namentlich politische [welche wie sich im Laufe der Arbeit zeigen wird mit den ökonomischen weitgehend deckungsgleich sind], halbwegs ungebrochen zum Ausdruck kommen.'62

Bourdieu nennt also die Logiken und Gesetze, die ein Feld besitzt und seinen Akteuren oktroyiert, Feldeffekte. Sie enden da, wo grad noch Akteure nach den feldspezifischen Regeln und Gesetzen handeln.63 Diese Gesetze wurden im Laufe der Geschichte verhandelt bzw. erkämpft. „Die sozialen Felder bilden Kraftfelder, aber auch Kampffelder, auf denen um die Wahrung oder Veränderung der Kräfteverhältnisse gerungen wird."64 Jedes Feld ist „ein Ort des permanenten Wandels,"65 wie damit auch die Gesellschaft an sich. Es geht es „in jedem gesellschaftlichen Feld [...] um die für dieses Feld spezifischen Ziele,"66 „um die Definition der legitimen Gliederungsprinzipien".67 in den Feldern spielen die Akteure nach den spezifischen Regeln, um ihre Positionierung und auch um die Regeln, letztlich um Macht.68 Es besteht in jedem Feld eine unterschiedliche Ökonomie.69 บnา an den feldspezifischen Machtspielen teilzunehmen, muss jeder der Akteure ein Interesse am spezifischen Spiel besitzen. Er muss sich für den Austausch bzw. den Gewinn interessieren und am Kampf nach den feldspezifischen Regeln partizipieren. Es muss ein Glaube an den Sinn des Spiels und an dem, was auf dem Spiel steht, existieren.70 Dieser bleibt implizit und wird doxa auf der individuellen und auch illusio auf der strukturellen Ebene, genannt. Sie ist die implizit bleibende gemeinsame Überzeugung. Sie liegt allen Konflikten des Feldes zu Grunde.71 Sie bleibt den „in anderen Feldern Engagierten unverständlich [und erscheint] als uninteressant oder zwecklos." „Das ökonomische Feld ist historisch als das Feld des - Geschäft ist Geschäft - entstanden, [...] das künstlerische Feld hingegen hat sich in der und über die Ablehnung bzw. Umkehrung des Gesetzes des materiellen Profits gebildet."72 Im ökonomischen Feld geht es um die Gewinnmaximierung, in der Kunst dagegen geht es um die Kunst für die Kunst an sich, ohne Gewinnstreben. in welchem Feld ein Akteur agiert, ist von dessen Sozialisation und Bildungsweg abhängig.73 Diese beiden Faktoren bestimmen erheblich die Entwicklung eines speziellen Flabitus,74 der Identität des Akteurs, dessen Geschmack und Lebensstil.75 So wird entschieden in welchen Feldern ein Akteur agiert, welcher derer Logiken und Werten er sich verpflichtet fühlt.76

In jedem Feld Stehen andere Kapitalien im Kurs.77 in Bourdieus räumlichem Modell der Felder, in dem die Akteure agieren, können dessen Positionen durch deren Kapitalvolumen und -Struktur angezeigt werden.78 Im Feld herrscht eine Konfiguration objektiver Relationen unter den Akteuren.79 Bourdieu besitzt ein relationales Denken. Ein Feld ist also ein „Ensemble objektiver historischer Relationen zwischen Positionen, die auf bestimmten Formen der Macht (oder Kapital) beruhen." Die „verschiedenen Arten von Macht (oder Kapital), deren Besitz [entscheidet] über den Zugang zu den in diesem Feld auf dem Spiel stehenden spezifischen Profiten.,,80 ฏ Akteure in einem Feld besitzen Trümpfe, die Kapitalien, mit denen sie andere Spieler ausstechen können. Deren Wert variiert je nach Spiel.81 „So wie der relative Wert der Karten je nach Spiel ein anderer ist, so variiert auch die Hierarchie der verschiedenen Kapitalsorten (ökonomisch, kulturell, sozial, symbolisch) in den verschiedenen Feldern."82

3. Der Kapitalbegriff

Jedes Feld hat zwar seine eigene spezifische Kapitalart hervorgebracht, doch können diese Subkapitalien unter den inา Folgenden dargestellten subsumiert werden. Zum kulturellen Kapital gehört zum Beispiel intellektuelles, literarisches, künstlerisches etc. Kapital. Die Kapitalarten lassen sich ineinander umwandeln,83 sind teilweise übertragbar, wobei die Übertragung von kulturellem Kapital die am besten verschleierte Art dieser darstellt, während die von ökonomischem Z.B. sozialen Argwohn provoziert. Auch bedingen sich die Kapitalarten. So ist z. B. ökonomisches Kapital von Nöten, um kulturelles in Form eines optimalen Bildungsweges aufbauen zu können.84

Ökonomisches Kapital besitzt den größten Wert im ökonomischen Feld, hat aber auch im kulturellen Feld gewisse Effekte, namentlich am heteronomen Pol des Feldes (näheres dazu später). Darunter zu verstehen ist alles, was direkt in Geld umwandelbar ist. Es ist die dominante Kapitalart.85 Auch das kulturelle Kapital stellt eine Flauptart der Kapitalien dar. Es gibt drei verschiedene Arten, in der kulturelles Kapital bestehen kann.86 Im ersten Fall ist es in Form von Titeln institutionalisiert. Zudem gibt es zweitens: objektiviertes kulturelles Kapital Z.B. in Form von Kunstgegenständen.87 Darunter zählen z. B. Bilder, Bücher, Lexika etc. in diesem Sinne ist es materiell übertragbar.88 Es kann drittens inkorporiert, also erlernt, sein in Form von Wissen. Das dauert Zeit, Einsatz und Arbeit. Sie kann durch Bildung, den Besuch der Schule oder den Besuch kultureller Veranstaltungen, etwa Ausstellungen etc. vollbracht werden.89 Inkorporiertes Wissen ist damit nicht übertragbar.90 Der Besitz von kulturellem Kapital, egal in welchem Zustand, führt zu einem Seltenheitswert und damit zu symbolischer Anerkennung, Distinktion, zu Extraprofiten, welche wiederum die Basis für weitere symbolische und91 auch ökonomische Gewinne ist.92

Das dritte Grundkapital ist das soziale Kapital. Es umfasst alle Ressourcen, die auf dem sozialen Netz eines Akteurs beruhen. Es kann die Wirkung der anderen beiden Kapitalarten verstärken. Es zeigt sich, wenn Akteure mit gleichem kulturellem und ökonomischem Kapital unterschiedliche Profite erzielen. Sie müssen stets erneuert werden und sind auch mit Verpflichtungen verbunden. Die Gruppenzugehörigkeit hat auch eine ausgrenzende Komponente von Nicht-Gruppemitgliedern.93

Symbolisches Kapital ist das aus gesellschaftlichen Bewertungsprozessen resultierende anerkannte Kapital der anderen drei Kapitalien94 und befindet sich damit auf einer höheren Ebene.95 Es entsteht in sozialen Beziehungen. Damit gemeint sind Z.B. Ehre, Prestige, Anerkennung.96 Es ist sehr wichtig, denn es verstärkt die Wirkung der anderen Kapitalarten. Darunter zu verstehen ist zum Beispiel auch die Legitimierung von kulturellem Kapital97 z. B. durch Sponsoring und dem damit verbundenen Aufbau von Image.98 Das ist speziell für die ökonomischen Kapitalbesitzer interessant, um Anerkennung zu gewinnen.99 Dazu gehören auch alle Praktiken von Künstlern100 und auch die Benutzung von Statussymbolen, wie Kunstwerken.101 Es ist im wesentlichen Kern die Form, wie die anderen Arten von Kapital auftreten.102 „Das symbolische Kapital [...ist die] (aktuelle oder potentielle) Kraft, Macht oder Fähigkeit zur Ausbeutung [1 welche] verkannt, als legitim anerkannt wird."103 Symbolisches Kapital kann reale Unterschiede als selbstverständlich und natürlich erscheinen lassen. Das geschieht durch einen Prozess der symbolischen Verschleierung.104 „Das symbolische Kapital [...verleiht auch] vor allem Benennungsmacht". „Akteure setzen dabei ihr symbolisches Kapital ein, um ihre Sicht der sozialen Welt durchzusetzen. "105

4. Der Strategiebegriff

Die Akteure mit der größten Menge spezifischer Einsätze beherrschen das Feld.106 Ein Kapital „verleiht Macht über das Feld, [...] über die Regularitäten und Regeln, die das normale Funktionieren des Feldes bestimmen, und damit auch über die Profite die sich in ihm erzielen lassen."107 Die Machtinhaber bemühen sich darum, die Regeln und Ziele des Feldes unveränderlich zu halten. Alle anderen Akteure, Neulinge, besitzen in der Regel „Subversivstrategien, die auf eine [...] Umwälzung der Werteskala [...], eine [...] revolutionäre Neudefinition der Produktions- und Bewertungsprinzipien der Produkte und damit zugleich eine Entwertung des von den Fierrschenden gehaltenen Kapitals."108 bemühen sich sowohl um eine Vermehrung und auch Veränderung von Regeln und Zielen.Felder besitzen damit immer 2 Pole, den der Machthaber und den der Aufstrebenden.109 Das heißt gleichzeitig auch, dass „die innerhalb der Felder entstehenden Kräfte [...] weder die rein additive Summe von anarchischen Handlungen, noch das integrierte Ergebnis eines planvollen gemeinsamen Handeln [sind, sondern dafür verantwortlich ist] die Struktur des Spiels."110 Alle verfolgen damit Strategien um ihre Kapitalien zu vermehren oder den Wert ihres Kapitals zu verändern.111 Welche Kapitalien die einzelnen Akteure zur Verfügung haben112 und damit auch welche Strategien die Akteure verfolgen, kann sich in ihrer sozialen Laufbahn113 ändern. Dies hängt von der Veränderung des Volumens und der Struktur ihrer Kapitalien ab, mit denen sich ihre Position im Raum114 und mit einiger Verzögerung auch ihre Dispositionen (der Habitus) verändert.115

5. Felderkämpfe

Es gibt nicht nur Machtkämpfe innerhalb von Feldern, sondern auch zwischen diesen, das heißt zwischen herrschenden Akteuren aus einem Feld und herrschenden Akteuren eines anderen Feldes.116 in diesen Kämpfen geht es darum, die Wechselkurse der unterschiedlichen Kapitalien, darum die Regeln des Spieles auf der gesamtgesellschaftlichen Metaebene zu verändern, letztlich das Grundkapital, etwa ökonomisches im Gegensatz zu Kulturellem, aufzuwerten, bzw. letzteres damit abzuwerten. Daran hätten in diesem Fall ökonomische Akteure Interesse, welche besser mit ökonomischem Kapital ausgestattet sind und sich so gesamtgesellschaftlich mehr Bedeutung verschaffen könnten und somit ihre Profitchancen damit erhöhen würden.

Akteure eines Feldes, sind indirekt darauf aus, Eintrittsbarrieren gegenüber Neueintretenden aufzubauen, das heißt auch gegenüber anderen Feldern, um ihr Spiel exklusiv zu halten, ihre Autonomie zu gewährleisten. Das verfolgen sie durch die spezifischen feldinternen Regeln, die das Existieren des Feldes auch erst rechtfertigen.117 Die Gruppen sind bestrebt ihre Feldgrenzen zu institutionalisieren, zum Beispiel durch Bildungstitel,118 um Neueintritte von Akteuren aus anderen119 und auch Übergriffe von anderen Feldern zu verhindern, ihre Autonomie zu bewahren.120 Das Kunstfeld und das literarische Feld besitzen relativ schwach institutionalisierte Grenzen.121

[...]


1 Vgl. http://www.kwg.kunstvereine.de/dokumentation.php, 09.08.2012,16:18 Uhr.

2 Vgl. Bourdieu, Pierre: Neuerfindung eines kollektiven Intellektuellen in Bourdieu, Pierre: „Interventionen 1961-2001" Band 3 und 4, VSA Verlag 2004, Hamburg, S. 40.

3 http://www.kwg.kunstvereine.de/dokumentation.php, 09.08.2012,16:18 Uhr.

4 Vgl. http://www.kwg.kunstvereine.de/dokumentation.php, 09.08.2012,16:18 Uhr.

5 http://www.kwg.kunstvereine.de/dokumentation.php, 09.08.2012,16:18 Uhr.

6 Vgl. u.a. Knorn, Claudia & Lehmann, Marc &Vogt, Tanja: „Kunst Kulturen Kapital. Spannunsfelder zwischen Wirtschaft und Kultur.Symposium, Oeconomicum Muenster 1995", Band 8, Lit Verlag, Münster, 1996.

7 Vgl. Prof. Heinrich: „Vom Management kultureller Betriebe zum Kulturmanagement" in Knorn & Lehmann & Vogt, 1996, S. llOf.

8 Vgl. Bergmann, Jens: „Ökonomisierung des Privaten? Aspekte von Autonomie und Wandel der häuslichen Privatheit", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2011, S. 31.

9 Vgl. Jurt, Joseph: „Grundwissen Philosophie. Bourdieu.", Reclam Verlag, Stuttgart, 2008, letzte Seite.

10 Lash, Scott: „Pierre Bourdieu. Cultural Economy and Social Change" in Calhoun & LiPuma & Postone, 1993, S. 210f. in Fuchs-Heinritz, Werner und König, Alexandra: „Pierre Bourdieu - Eine Einführung", UVK Verlag, 2. Auflage, Konstanz, 2011, S.347.

11 Vgl. Fröhlich, Gerhard & Rehbein, Boike: „Handbuch Bourdieu", J.B. Metzler Verlag, 2009, Weimar, S. 1 f.

12 Vgl. Fuchs-Heinritzr und König, 2011, S. 308-310.

13 Vgl. Kästner, Jens: „Die ästhetische Disposition. Eine Einführung in die Kunsttheorie Pierre Bourdieus", Turia & Kant, Wien, 2009, S. 166.

14 Vgl. Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 308f.

15 Vgl. Schimank, Uwe: „Gesellschaftliche Teilsysteme und Strukturdynamiken" in: Volkmann, Ute & Schimank, Uwe: „Soziologische Gegenwartsdiagnosen II - Vergleichende Sekundäranalysen", Leske + Budrich Verlag, Opladen, 2002 S. 20f.

16 Vgl. Kästner, 2009, S. 166 & 187.

17 Vgl. Hillebrandt, Frank: „Praktiken des Tausches. Zur Soziologie symbolischer Formen der Reziprozität." VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2009, S. 48.

18 Vgl. Fröhlich & Rehbein, 2009, S. 186f.

19 Vgl. Hillebrandt, Frank & Michael, Florian: „Pierre Bourdieu: Neue Perspektiven für die Soziologie der Wirtschaft." VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2006, S. 155.

20 Vgl. Jurt, 2008, S. 80-81 & Bourdieu, Pierre: „Meditationen", Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1997/ 2001, S. 309f.

21 Vgl. Barlösius, Eva: „Pierre Bourdieu. Campus Einführungen", Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2006, S. 311f.

22 Vgl. Bittlingmeyer, Uwe: „Theorie als Kampf?: Zur politischen Soziologie Pierre Bourdieus", Leske & Budrich Verlag, Opladen, 2002, S. 193.

23 Vgl. Fröhlich & Rehbein, 2009, S. 186f.

24 Vgl. Barlösius, Eva: „Pierre Bourdieu. Campus Einführungen", Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2006, S. 98f.

25 Vgl. Wacquant, Loie & Bourdieu, Pierre: „Reflexive Anthropologie", Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1996, S. 129-130

26 Vgl. Bourdieu, Pierre: „Die Kenntnis der sozalen Welt als Voraussetzung für Kritik" in Bourdieu, 2004, S. 18.

27 Vgl. Knorn & Lehmann & Vogt, 1996. S. 151f.

28 Vgl. Kastner, 2009, S. 83

29 Vgl. Mikl-Horke, Gertraude: „Soziologie. Historischer Kontext und soziologische Theorie-Entwürfe", Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 6. Auflage, München, 2011, S. 357.

30 Vgl. Schmidt, Sarah-Maria: „Kunst als Kommunikationsmedium und Imageträger für Unternehmen" Diplomica Verlag, Hamburg 2011, S. 5-7,18 & Bendixen, Peter: „Einführung in die Kultur- und Kunstökonomie", 2. Auflage, Westdeutscher Verlag, Wiesbaden, 2001, S. 264.

31 Bourdieu, Pierre & Haacke, Hans: „Freier Austausch. Für die Unabhängigkeit der Phantasie und des Denkens", Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 1995,S. 46.

32 Vgl. Bourdieu & Haacke, 1995, S. 35, 145f.

33 Vgl. Bourdieu & Haacke, 1995, S. 46f., 81f & 95f.

34 Vgl. Bourdieu, Pierre: u.a. „Kultur in Gefahr" in Bourdieu, Pierre: „Gegenfeuer 2", UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz, 2001, S. 84f.

35 Vgl. u.a. http://www.homme-moderne.org/societe/socio/bourdieu/varia/chasurcD.html, 14.09.2012,11: 03 Uhr.

36 Vgl. Bergmann, 2011, S. 31 & Bourdieu, Pierre: „Die Regeln der Kunst", Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2001a, S. 530f., teils auch teils auch Graw, Isabelle & Bourdieu: „Interview mit Pierre Bourdieu", in „Texte zur Kunst", Juni 1998, 8. Jahrgang, Ausgabe Nr. 30, S. 81f.

37 Vgl. u.a. Bourdieu & Haacke, 1995, S. 75 & Bourdieu in Bourdieu, 2001, S. 84f. & Bourdieu, 2001a, S. 530f.

38 Vgl. Barlösius, 2006, S. 102-103 & Bourdieu, 1997/ 2001, S. 129f. & Rehbein, Boike: „Sozialer Raum und Felder" in Rehbein, Boike & Salman, Gemot & Schwengel, Hermann: „Pierre Bourdieus Theorie des Sozialen: Probleme und Perspektiven", UVK Verlag, Konstanz, 2003, S. 88.

39 Vgl. Kästner, 2009, S. 60f.

40 Vgl. Bourdieu, Pierre: „The social structures of the economy", Polity Press, Cambridge, 2005, S. 9.

41 Vgl. Wacquant, Loie & Bourdieu, Pierre: "From Ruling Class to Field of Power: An Interview with Pierre Bourdieu in La Noblesse ď Etat in Wacquant, Loie: "Theory Culture Society", Sage Publications, Nottingham, 1993, S. 24f.

42 Vgl. Bongaertz, Gregor: "Verdrängungen des ökonomischen. Bourdieus Theorie der Moderne", transcript Verlag, Bielefeld, 2008, S. 26.

43 Vgl. Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 329f.

44 Vgl. http://www.dailymotion.com/video/xbOuad_andrea-fraser-may-i-help-you_creation, 20.10.2012,12:03 Uhr.

45 Vgl. Husemann, Pirkko: "Choreographie als kritische Praxis", transcript Verlag, Bielefeld, 2009 in Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 329f.

46 Vgl. Kästner, 2009.

47 Vgl. Schuhmacher, Florian: „Bourdieus Kunstsoziologie", UVK Verlag, Konstanz, 2011,

48 Vgl. Zahner, Nina Tessa: „Die neuen Regeln der Kunst. Andy Warhol und der Umbau des Kunstbetriebs im 20. Jahrhundert." Campus Verlag, New York, 2005.

49 Vgl. Graw & Bourdieu 1998, S. 81f.

50 Vgl. Graw, Isabelle: „Learning from Bourdieu", in von Bismarck, Beatrice, Kaufmann, Therese & Wuggening, Ulf: "Nach Bourdieu. Visualität. Kunst. Politik.", Turia & Kant Verlag, Wien, 2008 in Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 331.

51 Vgl. Lash in Calhoun & LiPuma & Postone, 1993 in Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 331.

52 Vgl. Entwistle, Joanne & Rocamora, Agnes: „The field of Fashion Materialized: A Study of London Fashion Week" in Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 331.

53 Vgl. König, Alexandra: „Kleider schaffen Ordnung. Regeln und Mythen jugendlicher Selbst-Präsentation.", UVK Verlag, Konstanz, 2007 Fuchs-Heinritz &

König, 2011, S. 329f.

54 Vgl. Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 140f.

55 Vgl. Barlösius, 2006, S. 84f.

56 Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 37.

57 Vgl. Barlöslus. 2006, S. 84f.

58 Vgl. Jurt, 2008, S. 90f.

59 Vgl. Barlöslus, 2006, S. 94..

60 Vgl. Kubisch, Sonja: „Habituelle Konstruktion sozialer Differenz", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, S. 2008, S.71.

61 Vgl. Barlösius, 2006, S. 84f.

62 Bourdieu, Pierre: "Gebrauch der Wissenschaft", UVK Verlag, Konstanz, 1997, S. 19.

63 Vgl. Kästner, 2009, S. 157.

64 Bourdieu, Pierre: „Sozialer Raum und Klassen. Leçon sur la leçon. 2 Vorlesungen", Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1995a, S. 74.

65 Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 134.

66 Rehbein, Boike: "Bourdieu und die Globalisierung", in Súber, Daniel & Schäfer Hilmar & Prinz, Sophia: „Pierre Bourdieu und die Kulturwissenschaften", UVK Verlag, Konstanz, 2011, S. 309.

67 Bourdieu, 1995a, S. 27f.

68 Vgl. Bongaertz, Gregor: "Grenzsicherung in sozialen Feldern" in Schwinn, Thomas & Kroneberg, Clemens & Greve, Jens: „Soziale Differenzierung", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2011, S. 119.

69 Vgl. Barlösius, 2006, S. 104.

70 Vgl. Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 146.

71 Vgl. Barlösius, 2006, S. 102-103.& Bourdieu, 1997/ 2001, S. 20f. 129f. & Rehbein in Rehbein & Salman & Schwengel, 2003, S. 88.

72 Bourdieu, 1997/ 2001, S. 20f. Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 127.

73 Vgl. Diaz-Bone, Rainer: „Kulturwelt, Diskurs und Lebensstil", VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, 2010, S. 50f.

74 Vgl. Mühler, Kurz: „Sozialisation. Eine soziologische Einführung", Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2008, S. 217f.

75 Vgl. Abels, Heinz: „Identität", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2. Auflage, 2010, S. 210f.

76 Vgl. Diaz-Bone, 2010, S. 50f.

77 Vgl. Rehbein in Rehbein & Salman & Schwengel, 2003, S. 85.

78 Vgl. Bornkessel, Philipp & Asdonk, Jupp: "Der Übergang Schule - Hochschule", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2011, S. 55.

79 Abels, Heinz & König, Alexandra: „Sozialisation", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2010, S. 204.

80 Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 36,127.

81 Vgl. Barlösius, 2006, S. 103-104.

82 Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 128.

83 Vgl. Barlöslus. 2006, S. 108.

84 Vgl. Jurt, 2008, S. 74-75.

85 Vgl. Barlöslus, 2006, S. 108.

86 Vgl. Jurt, Joseph: „Absolute Pierre Bourdieu", Orange Press, Freiburg, 2003, S. 112-118.

87 Vgl. Mikl-Horke, 2011, S. 360.

88 Vgl. Jurt, 2003, S. 112-117.

89 Vgl. Mikl-Horke, 2011, S. 360.

90 Vgl. Jurt, 2003, S. 112-114.

91 Vgl. Jurt, 2003, S. 114-115 & Jurt, 2008, S. 75-76.

92 Vgl. Diaz-Bone, 2010, S. 52f.

93 Jurt, 2003, S. 114-115 & Jurt, 2008, S. 77-78.

94 Vgl. Vogt, Ludgera: „Das Kapital der Bürger", Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2005, S. 128.

95 Vgl. Barlösius, Eva: „Kämpfe um soziale Ungleichheit. Machttheoretische Perspektiven", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2004, S. 159.

96 Vgl. Jurt, 2008, S. 80-81 & Bourdieu, 1997/ 2001, S. 309f.

97 Vgl. Jurt, 2008, S. 84-85.

98 Vgl. Schmidt, 2011, S. 5-7, 18 & Bendixen, 2001, S. 264.

99 Vgl. http://www.dwd.de/bvbw/generator/DWDWWW/Content/Presse/KunstimDWD/Download/Ausstellungskatalog________________ Wagener,templateld=raw, property=publicationFile.pdf/Ausstellungskatalog_Wagener.pdf, 10.11.2012, 14:20 Uhr.

100 Vgl. Willems, Herbert: „Theatralisierung der Gesellschaft. Band 2: Medientheatralität und Medientheatralisierung", VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, 2009, S. 20f.

101 Vgl. Mikl-Horke, 2011, S. 357.

102 Vgl. Husemann, 2009, S. 90.

103 Barlösius, 2006, S. 311f.

104 Vgl. Bergman, Manfred, Hupka-Brunner, Sandra & Meyer, Thomas: „Bildung, Arbeit, Erwachsenwerden", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2012, S. 36.

105 Jurt, 2008, S. 85.

106 Vgl. Hennig, Marina & Kohl, Steffen: „Rahmen und Spielräume sozialer Beziehungen", VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2011, S. 50f.

107 Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 132.

108 Bourdieu, Pierre: „Haute Couture und Haute Culture", in Bourdieu, Pierre: „Soziologische Fragen", Surhkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1993, S. 188f. in Fuchs-Heinritz & König, 2011, S. 151.

109 Vgl. Jurt, 2007, S. 92f.

110 Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 37 in Fuchs-Heiniritz & König, S. 143f.

111 Vgl. Rehbein in Súber & Schäfer & Prinz, 2011, S. 309.

112 Vgl. Wulf, Christoph & Göhlich, Michael, Zirfas, Jörg: „Grundlagen des Performativen", Juventa Verlag, Weinheim, 2001, S. 105.

113 Vgl. Hillebrandt & Michael, 2006, S. 188.

114 Vgl. Wulf & Göhlich & Zirfas, 2001, S. 105.

115 Vgl. Barlösius, 2006, S. 86f.

116 Vgl. Barlösius, 2006, S. Ulf.

117 Vgl. Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 129f.

118 Vgl. Breuer, Angela Carmen: „Das Portfolio im Unterricht", Waxmann Verlag, Münster, 2009, S. 122.

119 Vgl. Wacquant & Bourdieu, 1996, S. 130.

120 Vgl. Jurt, 2007, S. 98f.

121 Vgl. Jurt, 1995, S. 89.

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Titel: Die Ökonomisierung der Kunst im Neoliberalismus aus der Perspektive Pierre Bourdieus