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Beobachtung einer Hausaufgabensituation mit dem Verhaltensanalytischen Interview

Hausarbeit 2018 21 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Zusammenfassung

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
2.2 Lese- Rechtschreibschwäche

3 Fallbeschreibung

4 Methoden und Materialien

5 Verhaltensbeobachtung

6 Ergebnisse

7 Verhaltensanalytisches Interview

8 Befund

9 Diskussion

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

Diese Fallstudie befasst sich mit der Beobachtung einer Hausaufgabensituation und anschießendem verhaltensanalytischem Interview. Beobachtet wurde das Verhalten eines Sechszehnjährigen der unter Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und einer Lese- Rechtschreibstörung leidet. Ziel dieser Beobachtung war es, das Verhalten ausführlich zu beschreiben, um gemeinsam mit dem Heranwachsenden Interventionsmaßnahmen zu erarbeiten. Der Jugendliche reflektiert teilweise sein Verhalten kritisch, möchte das unangepasste Verhalten ändern, einen Schulabschluss mit anschließender Berufsausbildung zum Sattler absolvieren und zukünftig ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung führen. Darauf aufbauend konnten in Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen gemeinsam Pläne zur Verhaltensänderung und Vereinbarungen erarbeitet werden, die zukünftig in der Praxis umgesetzt werden sollen.

1 Einleitung

Im Rahmen meines Praktikums in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe unterstützte ich die Arbeit der Psychologen, Betreuer und Erzieher im Bereich der ambulanten und stationären Hilfe für Kinder und Jugendliche. Der Verein ist ein anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und arbeitet nach Sozialgesetzbuch VIII (SGB) und SGB XII Hilfen zur Erziehung für regionale Fachbereiche der Jugend- und Sozialarbeit. Er bietet Kindern, Jugendlichen und deren Familien vielfältige Unterstützungen an, zeigt verschiedene Förderangebote zur Bewältigung schwieriger Lebenssituationen auf und begleitet die Familien pädagogisch und psychologisch bei der Bewältigung ihrer problematischen Situationen. Im ambulanten Bereich werden z.B. Familienhilfe, Erziehungsbeistand, therapeutische Familienarbeit oder auch eine Einzelfallbetreuung nach den gesetzlichen Vorgaben des Sozialgesetzbuches angeboten. Die Familien werden überdies im Rahmen der Betreuung von den Mitarbeitern, Erziehern, Pädagogen und Psychologen des Trägers intensiv angeleitet und begleitet. In diesem Zusammenhang erhalten die Eltern Hilfestellung zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenz, die Ressourcen der Familienmitglieder werden gefördert, die Selbsthilfe- und Problemlösungskompetenzen in der Familie erlernt. Im Bereich der stationären Unterstützung leben die Kinder und Jugendlichen bis auf Weiteres in einer der verschiedenen Wohnformen des Trägers. Abhängig vom Entwicklungsstand und dem Alter der Kinder und Jugendlichen werden sie in Erziehungsstellen, Wohngemeinschaften, betreutem Wohnen oder in Trainingswohnungen untergebracht. Je nach Wohnform leben sie ständig mit Betreuern zusammen, die Betreuer wohnen in der Nachbarschaft oder sie werden nur zeitweise direkt betreut. Dies dient zum Erlernen von Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, zur Entwicklung von Eigeninitiative und zur Motivierung neue Herausforderungen anzunehmen, um sich individuell weiterentwickeln und verselbstständigen zu können. In der nachfolgenden Fallbeschreibung wird von einem sechszehnjährigen Jungen, der seit dem 01.12.2017 auf eigenen Wunsch in der Erziehungsstelle untergebracht wurde, berichtet. Aufgrund massiver häuslicher und schulischer Probleme erhielt er mit Unterstützung des Jugendamtes die Unterbringung bei diesem Träger. Es wird durch die Unterbringung in der Einrichtung eine psychische Stabilisierung des Jungen und Hilfe bei der Klärung der familiären Schwierigkeiten sowie der schulischen Probleme angestrebt.

Zur Bewältigung solcher vielfältigen Aufgaben, die sich aus den Problemen der Familien ergeben, werden in Gesprächen mit den Kindern, Jugendlichen und deren Familien Themen herauskristallisiert, um für diese, mittels verschiedener therapeutischer Methoden, Lösungswege zu erarbeiten. Das oberste Ziel hierbei ist es, familiäre bzw. schulische Konflikte zu lindern und neue Handlungskompetenzen zur Bewältigung von Problemen zu entwickeln. Hierfür werden analytische, systemische oder verhaltenstherapeutische Methoden angewendet. Zusätzlich zur psychologischen Betreuung werden die Kinder und Jugendlichen im pädagogischen Kontext gefördert. Es werden neben handwerklichen Tätigkeiten wie Töpfern, Schneidern, Musizieren, kreatives Gestalten auch Achtsamkeitsschulungen und Entspannungstechniken zum Erlernen angeboten. Zur Aktivierung der vorhandenen Ressourcen dieser Familien werden systemische Beratungen genutzt, um ganzheitliche Lösungsansätze für alle betroffenen Familienmitglieder zu erarbeiten. Sie sollen dadurch lernen, Probleme oder Störungen mit unterschiedlichen Optionen entgegenzutreten und Schwierigkeiten besser zu lösen. Für den aufgeführten Fall sollen verschiedene Angebote zur Verbesserung und Stabilisierung seiner Situation konzipiert und umgesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die bestehende ADHS und der Lese- Rechtschreibschwäche (LRS) des Jungen gelegt.

2 Theoretischer Hintergrund

In der nachfolgenden Fallbeschreibung handelt es sich um die Beobachtung von Hausaufgabensituationen mit einem anschießenden verhaltensanalytischen Interview zwischen dem Psychologen, dem Beobachter und dem beobachteten sechszehnjährigen Jugendlichen. Bei dem Jugendlichen wurde bereits durch einen Psychiater eine ADHS und eine Lese- Rechtschreibstörung diagnostiziert. Ziel der Verhaltensbeobachtung und des analytischen Gespräches soll sein, problematisches Verhalten aufzuzeigen und gemeinsam mit dem Jungen Interventionsmaßnahmen zu entwickeln, um schulische Probleme einzudämmen bzw. Lerndefizite abzubauen. Als Grundlage für die Verhaltensbeobachtung werden nachfolgend die Symptome von ADHS, einer Lese- Rechtschreibstörung, deren Auswirkungen und das mögliche Zusammenwirken beider Auffälligkeiten näher erläutert.

2.1 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung

ADHS gehört zu den externalisierenden Verhaltensstörungen. Sie wird von der Symptomtrias Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität geprägt (Dorsch, 2014). Zusammen mit aggressiven Verhaltensstörungen stellen diese die häufigsten Störungen im Kindesalter dar. Diese bei Dorsch (2014) aufgeführten Auffälligkeiten treten bereits vor dem Alter von sechs Jahren auf und sind in verschiedenen Situationen und Lebensbereichen nachweisbar. Voraussetzung für diese genannten Störungen nach Döpfner, Frölich & Lehmkuhl (2013) sind, dass sie über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten auftreten, zu einer Fehlanpassung führen und dem Entwicklungsstand des Kindes nicht angemessen sind. Im derzeit Internationalen Klassifikationssystem psychischer Störungen ICD 10 (2010) sind unter F90.0 die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung und unter F90.1 die Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens definiert. Kennzeichnend für die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen sind, dass es diesen Kindern schwerfällt, ihre Aufmerksamkeit dauerhaft auf die Bearbeitung einer Aufgabe zu lenken. Sie brechen die Tätigkeiten meist vor der Beendigung ab und beschäftigen sich mit etwas Anderem. Besonders bei Aufgaben, die eine geistige Anstrengung erfordern, wird dies sehr häufig beobachtet (Döpfner, Schürmann & Lehmkuhl, 2011). Desweitern neigen die Kinder und Jugendlichen dazu, plötzlich und unüberlegt zu handeln. Sie bedenken für ihr Handeln nicht die Folgen und handeln ohne nachzudenken auf Grundlage ihrer spontanen Einfälle. Im Unterricht platzen sie meist gleich mit den Antworten heraus, da sie nicht in der Lage sind zu warten bis sie vom Lehrer zur Mitteilung ihrer Antwort aufgefordert werden. Im Kindergarten- und Grundschulalter ist die Störung durch die Ruhelosigkeit und ständiges Zappeln häufig erkennbar. Es fällt ihnen schwer, ruhig zu spielen, nicht ständig herumzuklettern oder herumzulaufen (Döpfner, Frölich & Wolff Metternich, 2007). Eine frühzeitige Behandlung wird empfohlen, um ungünstige Verläufe im Jugend- und Erwachsenenalter zu verhindern bzw. einzudämmen. Je nach Ausmaß der Verhaltensstörungen wird eine frühzeitige multimodale Behandlung bereits im Kindergarten und Vorschulalter empfohlen. Diese beinhalten Elterntraining, Interventionen in der Familie und in den Einrichtungen, ggf. eine medikamentöse Therapie, sowie eine kognitive Therapie des Kindes (Döpfner, Frölich & Wolff Metternich, 2007). Vor der Therapieauswahl ist eine umfassende Diagnostik durch Psychologen, Therapeuten oder Psychiater zu empfehlen, da oftmals die Diagnose ADHS verfrüht gestellt bzw. eine medikamentöse Behandlung empfohlen wird, obwohl verhaltenstherapeutische Maßnahmen ausreichen würden. Es ist wichtig zu klären, ob eine Krankheit vorliegt, die Symptome im Sinne von ADHS behandlungsbedürftig sind, deutliche Beeinträchtigungen im Leistungsbereich und im Sozialbereich vorliegen, die Betroffenen darunter leiden oder gar weitere psychische Störungen wie Sucht, Depressionen oder Aggressivität die Folge sein könnten (Ludewig, M.). Im Jugendalter vermindert sich häufig die körperliche Unruhe. Durch die Pubertät und körperliche Reife kann ADHS im Jugendalter einen günstigen Verlauf nehmen. Waren die Jugendlichen jedoch bereits schon im Kindesalter durch aggressives Verhalten auffällig, entwickeln sie im Jugendalter häufig dissoziale Verhaltensprobleme, wie Schulschwänzen, ausgeprägtes Lügen oder oppositionelles Verhalten. Oftmals neigen diese Jugendlichen zum Alkohol- und Drogenmissbrauch (Döpfner, Schürmann & Lehmkuhl, 2011). Daher ist es sehr wichtig die vorhandenen Ressourcen wie auch die Schutzfaktoren der Kinder und Jugendlichen zu nutzen, um eine resiliente Entwicklung zu begünstigen. Positive Faktoren, die diese Entwicklung fördern sind u.a. persönliche Merkmale (z.B. Intelligenz, ein positives Selbstkonzept), familienbezogene Merkmale (z.B. harmonische Familienverhältnisse, sozioökonomische Absicherung) oder auch Umwelt (z.B. Lehrer, Mitschüler) und gesellschaftliche Merkmale (z.B. Talente, Fähigkeiten und Fertigkeiten-Förderung). Jene Merkmale äußern sich z.B. in sozialer Unterstützung, niedriger Akzeptanz von Gewalt oder durch vertrauensvolle Beziehungen zu den Betroffenen (Petermann, Maercker, Lutz & Stangier, 2014).

2.2 Lese- Rechtschreibschwäche

Vielfältig wird der Begriff Lese- Rechtschreibschwäche (LRS) verwendet, auch wenn über eine bestehende Lese- Rechtschreibstörung, diagnostiziert nach ICD 10, gesprochen wird. Inhaltlich beschreiben beide Begrifflichkeiten dieselbe Problematik, nämlich auffällige Schwierigkeiten der Lese- und Rechtschreibfertigkeiten der Betroffenen. Bei der Diagnostik einer Lese- Rechtschreibstörung ist im Unterschied zu LRS die Schwere der Beeinträchtigung genau definiert. Klicpera, Schwabmann, Gasteiger-Klicpera und Schmidt (2017) beschreiben in ihrem Buch Legasthenie – LRS den Einfluss der sozioökonomischen familiären Verhältnisse in Bezug auf Ursachen von Lese- Rechtschreibschwierigkeiten. Es heißt in dem Buch, dass es Kindern aus ärmeren Familien schwerer fällt das Lesen und Schreiben zu erlernen, da bei diesen Familien meist ein geringerer Bildungsstand vorhanden sei. Auch alleinerziehende Mütter sind oftmals von Armut betroffen, so dass ihnen für die Unterstützung ihres Kindes beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens nicht genügend Zeit zur Verfügung steht. Hier tritt häufig schon im frühen Kindesalter LRS auf, welches sich jedoch nicht zu einer Lese- Rechtschreibstörung entwickeln muss. Eine Lese- Rechtschreibstörung wird unter F81.0 in der ICD 10 (2010) genau beschrieben. Hierbei handelt es sich um eine kombinierte Störung des Lese- und Rechtschreibvermögens. Beschränkt sich die Störung auf die Rechtschreibfähigkeiten, wird diese unter F81.1 in der ICD 10 (2010) definiert. Generell müssen die Lese- und Rechtschreibfertigkeiten unter dem Niveau liegen, über welches die Kinder aufgrund ihres Alters und ihrer allgemeinen Intelligenz verfügen sollten. Im Fernlehrbrief Pädagogische Psychologie – Aufbau I fassen Beelmann, Brunstein, Castello et al. (2015) die diagnostischen Leitlinien der ICD 10 folgendermaßen zusammen: Ein wichtiges Merkmal ist die deutliche Beeinträchtigung der Lese- und Rechtschreibentwicklung und ein entsprechend großer Rückstand der zugehörigen Fertigkeiten, welches sich deutlich auf die schulischen Leistungen des Kindes auswirkt. In der Grundschule oder bei starker Beeinträchtigung lassen die Kinder Wörter aus, verdrehen diese oder fügen Wortteile, aber auch Wörter hinzu. Die Kinder sind nur in der Lage kurze vertraute Wörter zu lesen. In höheren Klassenstufen ist diese Störung an dem sehr langsamen, mühevollen und stockenden Lesen erkennbar. Es besteht eine sehr niedrige Lesegeschwindigkeit, verlieren der Zeilen beim Lesen, langes Zögern und ungenaues Phrasieren. Häufig treten auch Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung auf. Des Weiteren kann das Leseverständnis beeinträchtigt sein, so dass die Kinder das Geschriebene nur teilweise verstehen, keine Schlussfolgerungen aus den Texten ziehen können und somit das Gelesene nicht mit allgemeinem Wissen verknüpfen können. Die Störung bezieht sich auf Defizite im Lesen und Rechtschreiben, ansonsten zeigen die Kinder eher eine unauffällige Entwicklung. Eine geistige Behinderung, Sehstörungen, erworbene Hirnschädigungen oder –krankheiten, sowie eine unangemessene oder ungenügende Beschulung müssen im Vorfeld ausgeschlossen werden können.

Eine LRS ist meist genetisch bedingt. Es bestehen Defizite von bestimmten Fertigkeiten, wie z.B. Defizite in der phonologischen Bewusstheit, der phonologischen Informationsbearbeitung, Defizite in der seriellen Benennungsgeschwindigkeit oder es kann auch eine visuelle Verarbeitungsstörung vorliegen (Beelmann, Brunstein, Castello et al., 2015). Wie bereits von Klicpera, Schwabmann, Gasteiger-Klicpera und Schmidt (2017) beschrieben, kann ebenfalls der sozioökonomische Status eine Lese- Rechtschreibschwäche begünstigen, da eine ausreichende Unterstützung der Familie und des sozialen Umfeldes nicht gegeben ist. Ungünstige Lernvoraussetzungen und Defizite im Lernverhalten begünstigen ebenfalls einen ungünstigen Verlauf dieser Störung. Ein sehr wichtiger Punkt bei der Entstehung von Lese- Rechtschreibschwierigkeiten ist der Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten. In ihrem Buch sehen sie Verhaltensauffälligkeiten häufig als Mitursache von LRS, da relativ früh manifestierte Störungsbilder den Erwerb von Lese- und Rechtschreibfertigkeiten behindern können. Ebenso können Verhaltensauffälligkeiten die Folge von LRS sein, da sich die Kinder z.B. aufgrund schulischer Misserfolge aus dem sozialen Umfeld zurückziehen, möglicherweise depressive Stimmungen entstehen und somit das Selbstwertgefühl des Kindes negativ beeinträchtigt werden könnte. Folglich ist eine Früherkennung von Kindern, bei denen die Entwicklung dieser Störung möglich scheint, besonders wichtig. In Deutschland soll bereits in der Vorschule auf mögliche Defizite bei der Sprachbildung geachtet werden, um bei Bedarf verschiedene Testungen frühestmöglich vorzunehmen und den Förderbedarf des Kindes festzustellen. Mit gezielten Interventionen können bereits schon im Vorschulalter Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten entgegengewirkt werden. Im schulischen Kontext kann z.B. die Buchstabenkenntnis, das Zerlegen der Wörter in Silben oder auch das Lautverständnis weiter ausgebaut werden und bei älteren Kindern sind verschiedene Leseübungen sinnvoll. Hierzu gibt es verschiedene Förderangebote, wobei der „Kieler Leseaufbau und Rechtschreibaufbau“ und das „Marburger Rechtschreibtraining“ die bekanntesten Interventionsprogramme darstellen. Trotzdem gibt es in Deutschland ca. 7,5 Millionen Menschen die nicht richtig lesen und schreiben können. Diese werden als funktionale Analphabeten bezeichnet. So wird es auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF, 2017) beschrieben. Etwa 2,3 Millionen Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren gelten als vollständige Analphabeten. Das Bundesbildungministerium will daher in den nächsten zehn Jahren ca. 180 Millionen Euro für Alphabetisierungsprogramme zur Verfügung stellen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit frühzeitig Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten zu fördern, um bspw. drohendem funktionalen Analphabetismus vorzubeugen.

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Details

Seiten
21
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668833753
ISBN (Buch)
9783668833760
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v448546
Institution / Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
1,0
Schlagworte
ADHS Leserechtschreibschwäche Verhaltensbeobachtung Hausaufgaben

Autor

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Titel: Beobachtung einer Hausaufgabensituation mit dem Verhaltensanalytischen Interview