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Interaktionsmöglichkeiten im Internet

Sicherheit, Flexibilität und Effektivität von Online-Bewerbungen

Hausarbeit 2018 16 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen
2.1. Interaktion und Internet Internet
2.2. Die Online-Bewerbung
2.3. Vorgehen bei der Beurteilung

3. Beurteilung der Online-Bewerbung
3.1. Beurteilung der Sicherheit
Gefahren für Bewerber
Gefahren für Unternehmen
Ma nahmen der DSGVO zur Erh hung der Sicherheit
Beurteilung der Sicherheit
3.2. Beurteilung der Flexibilität
Flexibilität und Freiheiten des Bewerbers
Flexibilität und Freiheiten des Unternehmens
3.3. Beurteilung der Effektivität

4. Fazit und konkrete Ma nahmen

Literaturquellen

1. Einleitung

„Rasche technologische Entwicklungen und die Globalisierung haben den Datenschutz vor neue Herausfor¬derungen gestellt. Das Ausmaß der Erhebung und des Austauschs personenbezogener Daten hat eindrucksvoll zugenommen. Die Technik macht es möglich, dass private Unternehmen und Behörden im Rahmen ihrer Tätigkeiten in einem noch nie dagewesenen Umfang auf personenbezogene Daten zurückgreifen.“[1] Das ist einer der 173 Beweggründe für die Schaffung der Verordnung „zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung)“, kurz DSGVO, vom 27. April 2016 - eine europaweite Datenschutzrichtlinie, die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist. Sie ist maßgebend für die Interaktion von natürlichen und rechtlichen Personen im Internet.

In diesem Beleg untersuchen wir die DSGVO unter einem sehr spezifischen Gesichtspunkt. Es geht um die Beurteilung der Sicherheit, Flexibilität und Effektivität einer konkreten Interaktionsmöglichkeit im Internet - dem Übersenden von Bewerbungsunterlagen über das Internet und dessen Implikationen. Dies werden wir kurz „Online-Bewerbung“ nennen. Unsere Fragestellung lautet:

Wie ist die Online-Bewerbung als eine Interaktionsmöglichkeit im Internet

- bei den Kriterien Sicherheit, Flexibilität und Effektivität
- für Unternehmen und Bewerber
- in Bezug auf die Vorgaben der DSGVO zu beurteilen?

Welche Vorkehrungen sollen beide Seiten treffen, um die Sicherheit, Flexibilität und Effektivität zu erh hen?

Nach einer kurzen Einführung in die Themen Interaktion im Internet und Online-Bewerbung untersuchen wir die drei genannten Kriterien und dazu passende Abschnitte der DSGVO, um jeweils eine Beurteilung vorzunehmen. Abschließend leiten wir konkrete Maßnahmen für zur Erhöhung der drei Kriterien für Unternehmen und Bewerber ab. Dabei ziehen wir häufig den Vergleich zur der Papier-Bewerbung als den traditionellen Counterpart der Online-Bewerbung.

2. Grundlagen

In diesem Kapitel behandeln wir die Themen Interaktion im Internet und Online-Bewerbung. Zunächst definieren wir den Begriff „Interaktion“, da dieser sowohl bei der Online-Bewerbung als auch in der DSGVO eine zentrale Rolle spielt, denn Datenschutz wäre ohne Interaktion gar nicht nötig. Es folgen einige Beispiele und eine kurze Referenz zum Begriff „Web 2.0“, der der Inbegriff von Interaktion über das Internet geworden ist. Dann betrachten wir kurz die Online-Bewerbung, insbesondere im Hinblick auf den Nutzen, den sie für Unternehmen und Bewerber bringt. Abschließend planen wir das weitere Vorgehen zum Untersuchungsgegenstand.

2.1. Interaktion und Internet Internet

Der Duden definiert „Interaktion“ als „aufeinander bezogenes Handeln zweier oder mehrerer Personen; Wechselbeziehung zwischen Handlungspartnern“.[2] Neuberger[3] und seine Definitionen erweitern den Begriff um die Möglichkeit der Verwendung von „interaktiven Medien“, wie dem Internet, zur Interaktion, sowie um die Tatsache, das Interaktion intentional erfolgen muss.

Damit definieren wir Interaktion im Internet im Rahmen dieses Belegs als: intentional aufeinander bezogenes Handeln (Mitteilen und Verstehen) zweier oder mehrerer nat rlicher oder rechtlicher Personen ber das interaktive Medium „Internet“. Dazu gehört zum Beispiel der Austausch über Hobbies auf Foren, Chats mit dem Kundensupport eines Anbieters oder das Nutzen der Suchfunktion in einem Online-Shop. Die umfassenden Interaktionsmöglichkeiten, die das Internet, insbesondere das World Wide Web, heute bietet, werden in dem Begriff Web 2.0 zusammengefasst. Im Vergleich zum Web 1.0 ist das Web 2.0 dynamischer, interaktiver und multimedial. Die Grenzen zwischen Anbietern und Nutzern verschwimmen. [4]

2.2. Die Online-Bewerbung

Die weitreichende Interaktivität, die das Internet heute bietet, eröffnet sowohl Privatanwendern, als auch Unternehmen und sonstigen Organisationen zahlreiche neue Chancen und Möglichkeiten. Geschäftsprozesse, wie die Personalbeschaffung, können überdacht und mithilfe des Internets völlig neu gestaltet werden.

Die Online-Bewerbung ist ein Teil des sog. E-Recruitings, welches „eine Erweiterung der bisher bekannten Möglichkeiten der Personalbeschaffung dar[stellt], indem der gesamte Bewerbungsprozess (auch ‚Workflow' genannt) mittels eines onlinegestützten Systems digital über den PC abläuft.“[5]

Das E-Recruiting erlaubt die Optimierung der Personalbeschaffung zum Beispiel durch Ressourceneinsparung, ein erhöhtes Bewerberinteresse durch längere Anzeigenschaltung und eine effiziente Bewerbungsbearbeitung.[6]

2.3. Vorgehen bei der Beurteilung

Die Beurteilung der Übermittlung von Bewerbungsunterlagen über das Internet soll möglichst multidimensional unter den Gesichtspunkten Sicherheit, Flexibilität und Effektivität erfolgen. Daher nehmen wir zwei Perspektiven ein - die der Bewerber und die der einstellenden Unternehmen und wir ziehen den Vergleich zur klassischen Papier-Bewerbung per Post. Wir suchen konkrete Vorschriften der DSGVO, die jeweils die Sicherheit, Flexibilität und Effektivität von Online-Bewerbungen erhöhen sollen und/ oder können und testen sie auf Stärken und Schwächen.

3. Beurteilung der Online-Bewerbung

Hier untersuchen wir die drei Kriterien Sicherheit, Flexibilität und Effektivität sowie die DSGVO. Im vierten Kapitel folgt eine Zusammenfassung der Erkenntnisse, das Fazit und konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Maßnahmen der DSGVO.

3.1. Beurteilung der Sicherheit

Der Duden definiert Sicherheit als den „Zustand des Sicherseins, Gesch tztseins vor Gefahr oder Schaden; höchstmögliches Freisein von Gefährdungen“[7] Welche Gefahren bestehen für Bewerber und welche für Unternehmen beim Übersenden bzw. Empfangen von Bewerbungen ber das Internet?

Gefahren für Bewerber

- Unternehmen missbrauchen die Daten - verbreiten sie und nutzen sie anderweitig gegen den Willen des Bewerbers
- die Daten werden schon bei der bertragung abgeh rt

Diese Gefahren sind Gefahren des Datenschutzes. Datenschutz ist der „Schutz nat rlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten“[8] und personenbezogene Daten sind „alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare nat rliche Person [...] beziehen“.[9] Somit sind Datenschutz und Sicherheit hier synonym.

Gefahren für Unternehmen

Unternehmen haben aufgrund ihrer Stellung im Bewerbungsverfahren mehr Einfluss auf den Ablauf des Bewerbungsprozesses und sind weniger Bedrohungen ausgesetzt. Es geht eher um Datensicherheit statt Datenschutz. Unternehmen müssen sicherstellen, die Bewerbungsunterlagen nicht zu verlieren.

Die DSGVO selbst nennt ähnliche Gefahren als Definition der „Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten“: „eine Verletzung der Sicherheit, die, ob unbeabsichtigt oder unrechtmäßig, zur Vernichtung, zum Verlust, zur Veränderung, oder zur unbefugten Offenlegung von beziehungsweise zum unbefugten Zugang zu personenbezogenen Daten führt, die übermittelt, gespeichert oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden“[10] Sie ist genau auf die Vermeidung dieser Gefahren ausgerichtet.

[...]


[1] DGSVO 2016, Abs. 6

[2] Dudenredaktion o.J., „Interaktion“, Abrufdatum 19.06.2018

[3] vgl. Neuberger 2007, S. 37

[4] vgl. Hein 2007, S. 12

[5] Weise 2011, S. 51

[6] vgl. Weise 2011, S. 55

[7] Dudenredaktion o.J., „Sicherheit“, Abrufdatum 19.06.2018

[8] vgl. Titel der DSGVO

[9] DSGVO 2016, Artikel 4 Nr. 1

[10] DSGVO 2016, Artikel 4 Nr. 12

Details

Seiten
16
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668831797
ISBN (Buch)
9783668831803
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v446818
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
interaktionsmöglichkeiten internet sicherheit flexibilität effektivität online-bewerbungen

Autor

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