Lade Inhalt...

Durch welche Motivationsmaßnahmen werden Mitarbeiter in einer psychiatrischen Anstalt in ihrer Arbeit bestärkt?

Hausarbeit 2018 15 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung der Psychiatrie in Xxxxxxxxxx

3. Grundlagen der Motivation
3.1 Begriffserklärung
3.3 Motivationstheorien
3.3.1 Bedürfnispyramide nach Maslow
3.3.2 Motivationstheorie nach Herzberg
3.4 Mitarbeitermotivation
3.4.1 Monetäre Belohnungen
3.4.2 Führungsstil und Kommunikation
3.4.3 Lob

4. Empirischer Teil der Arbeit
4.1 Methodische Vorgehensweise
4.2 Darstellung der Ergebnisse
4.3 Auswertung

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

Im Hinblick auf das Steuerungsmodell hat das Humankapital eine zentrale Bedeutung. Demnach müssen Mitarbeiter so effektiv wie möglich eingesetzt werden, um die bestmöglichen Ziele erreichen zu können.[1] Es ist bekannt, dass die Arbeit in einer psychiatrischen Anstalt eine enorme Belastbarkeit von den Mitarbeitern erfordert. Nicht nur die persönlichen Ausgangspunkte des Mitarbeiters spielen hier eine Rolle, sondern auch die gegebenen Motivationsmaßnahmen. Daher ist die Intention dieser Arbeit, die Motivationsmethoden, die für das Erreichen der Ziele erforderlich sind, darzustellen.

Einführend werden im Folgenden die Organisationsstrukturen und das Team der Psychiatrie Xxxxxxxxxx beschrieben, da die empirische Untersuchung dort durchgeführt wurde.

Um verstehen zu können, durch welche Motivationsinstrumente Mitarbeiter in ihrer Arbeit bestärkt werden, beschäftigt sich das darauffolgende Kapitel mit dem theoretischen Teil. Hierbei wird zunächst der Begriff der Motivation erläutert sowie zwei bekannte Theorien der Arbeitsmotivation dargestellt. Des Weiteren beschäftigt sich der theoretische Teil mit der Unterscheidung der Begriffe der intrinsischer und extrinsischen Motivation.

Im vierten Kapitel erfolgt eine empirische Untersuchung mithilfe eines anonymen Fragebogens. Hierbei wird zunächst das methodische Vorgehen erläutert und die Ergebnisse dargestellt und interpretiert. Diese Ergebnisse sollen dabei helfen, mögliche hemmende Faktoren der Motivation zu erkennen, um einen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit nehmen zu können.

In der Schlussbetrachtung werden die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst und die genannte Fragestellung beantwortet.

2. Vorstellung der Psychiatrie in Xxxxxxxxxx

Die Psychiatrie auch bekannt als „Xxxxxxxxxx“ wurde im November 1913 in Xxxxxxxxxx eröffnet.[2] Mit unterschiedlichen Behandlungsangeboten sollen psychisch kranke Menschen die bestmögliche Hilfe erhalten.

Meine Wahl für die Psychiatrie in Xxxxxxxxxx begründet sich im Wesentlichen damit, dass meine empirische Untersuchung, welche im vierten Kapitel dieser Arbeit vorgestellt wird, in dieser Psychiatrie durchgeführt wurde.

Die Behandlungsangebote der Psychiatrie sind in drei Bereiche unterteilt. Es gibt die ambulante Behandlung, teilstationäre Behandlung und die stationäre Behandlung. Die ambulante Behandlung wird in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine Einrichtung für schwer chronisch, psychisch kranke Menschen. Ziel der Einrichtung ist die Vermeidung stationärer Behandlungen sowie die Sicherstellung einer Behandlung für Patienten, die von den Angeboten niedergelassener Ärzte nicht oder nicht ausreichend erreicht werden.

Die teilstationäre Behandlung findet in den allgemeinpsychiatrischen Tageskliniken statt. Hierbei werden Patienten mit depressiven Störungen, Persönlichkeitsstörungen, nicht akuten psychotischen Störungen und Belastungsreaktionen behandelt. Die Therapie erfolgt an fünf Tagen in der Woche. Menschen die eine Eigen- oder Fremdgefährdung darstellen, werden nicht in den Tageskliniken behandelt.[3] Um diesen Menschen gezielt und koordiniert helfen zu können, wurden Schwerpunktstationen zur stationären Behandlung eingerichtet.

Die Stationen lassen sich in vier Bereiche untergliedern.

Station P1 ist eine Schwerpunktstation für Patienten mit schizophrenen, schizoaffektiven und bipolaren Störungen. Station P2 richtet sich an Patienten mit neurokognitiven Störungen, insbesondere mit dementiellen Erkrankungen. Für Patienten mit Sucht- und Verhaltensstörungen ist Station P3 zuständig. Hierbei werden Entgiftungen durchgeführt, die in der Regel 21 Tage dauern. Diese Station wird in enger Zusammenarbeit mit der Fachambulanz für Suchtkranke des Caritas-Verbandes durchgeführt. Die letzte Station legt ihren Schwerpunkt auf Patienten mit affektiven Störungen. Hierunter fallen depressive, Angst- sowie Belastungsstörungen.

Das Team der Psychiatrie setzt sich unter anderem aus einer Chefärztin sowie aus weiteren sieben Oberärzten zusammen. Neben den Ärzten gibt es eine Psychologin, fünf Pflegekräfte und eine Sozialarbeiterin. Des Weiteren zählen die Ergo- und Körpertherapeuten sowie die medizinisch-kaufmännischen Angestellten ebenfalls zum Team der Psychiatrie.

3. Grundlagen der Motivation

Um die Bedeutung der Mitarbeitermotivation zu verdeutlichen, ist es erforderlich zunächst einige motivationstheoretische Grundlagen zu erklären.

3.1 Begriffserklärung

Der Begriff der Motivation kommt aus dem Lateinischen movere, was die Bedeutung „in Bewegung versetzen“ hat. Ebenso ist Motivation zu verstehen. Aufgrund eines Anreizes oder Motivs entsteht ein Bedürfnis. Dieses muss durch eine Handlung befriedigt werden, um einen erwünschten Zielzustand zu erreichen. Den inneren Zustand, der auf diese Bedürfnisbefriedigung abzielt und oft eine Handlung einleitet, nennt man Motivation.[4]

3.3 Motivationstheorien

3.3.1 Bedürfnispyramide nach Maslow

Motivationstheorien beschäftigen sich mit der Frage, was den einzelnen Menschen motiviert, d.h. antreibt, etwas Bestimmtes zu tun. Ein bekanntes Modell wurde dabei von Abraham Maslow entwickelt – die sogenannte Maslowsche Bedürfnispyramide. Nach diesem Modell der Bedürfnispyramide lassen sich Bedürfnisse, die einen Menschen zu bestimmten Handlungen motivieren in verschiedene Untergruppen klassifizieren. Die Bedürfnispyramide ist in fünf Stufen unterteilt (Physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, Soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse und Selbstverwirklichung).[5] Unter den physiologischen Bedürfnissen sind die Bedürfnisse zu verstehen, die der Mensch zum Überleben benötigt: Nahrung, Trinken, Schlaf, Wärme, Sexualität. Diese Stufe muss somit erfüllt sein. Erst wenn eine Stufe abgesichert ist, kann sich der Mensch in die höhere Stufe orientieren. Diese wäre nach der Pyramide, die Stufe der Sicherheitsbedürfnisse.

Unter den Sicherheitsbedürfnissen ist die materielle und berufliche Sicherheit (Wohnen, Arbeit) zu verstehen. Anhand der Pyramide lässt sich erkennen, dass die weiteren Stufen immer schmaler werden. Das bedeutet auch, dass diese Bereiche wie die Sozialbedürfnisse, Individualbedürfnisse und Selbstverwirklichung nicht unbedingt überlebensnotwendig sind. Man könnte auch sagen, dass sie „Nice to have“ sind.

Bei dieser Pyramide der Bedürfnisse ist wichtig zu verstehen, dass diese immer aufeinander aufbauen. Das heißt, ein bestimmtes Bedürfnis muss erst ausreichend befriedigt werden, bevor Motivation aufkommt, sich für das Erreichen eines weiteren Bedürfnisses wirklich anzustrengen. Ein Bedürfnis muss dabei nicht zu 100% erfüllt sein, damit Menschen Motivation verspüren andere Bedürfnisse befriedigen zu können, die im Bereich von Maslows Pyramide eher weit oben angesiedelt sind.[6]

3.3.2 Motivationstheorie nach Herzberg

Die von Frederick Herzberg entwickelte Motivator-Hygiene- oder Zweifaktoren-Theorie beschäftigt sich mit der Frage, welche Motive durch welche Schlüsselreize angesprochen werden. Dabei wurde zwischen den Hygiene- und Motivationsfaktoren unterschieden. Zu den Hygienefaktoren gehören jene Eigenschaften und Merkmale eines Arbeitsplatzes, die dafür sorgen, dass die Arbeiten und Aufgaben reibungslos verlaufen und der Arbeiter seine Stelle als neutral betrachtet bzw. gegen sie keine Abneigung empfindet.[7] Dazu zählt die Sicherheit des Jobs, das Gehalt, ein gutes Arbeitsumfeld sowie ein guter Führungsstil. Diese Merkmale werden von den Mitarbeitern vorausgesetzt und dementsprechend erzeugt ihr Vorhandensein keine besondere Zufriedenheit – ihr Fehlen jedoch führt zu Unzufriedenheit. Bei den Motivationsfaktoren sieht die Abstufung der Zufriedenheit anders aus. Diese Faktoren beinhalten Merkmale wie Selbstverwirklichung, Aufstieg, Erfolgserlebnisse und Verantwortung. Fehlen sie bei einer Arbeitsstelle, erzeugt dies zwar nicht direkt Unzufriedenheit, aber die Arbeiter betrachten sich auch nicht als besonders zufrieden oder motivierend. Sind diese Merkmale jedoch vorhanden, führen sie zu einem bewusst wahrgenommenen Gefühl der Zufriedenheit und somit zu vorhandener Motivation.

Grundlage der Motivationsfaktoren sind die Hygienefaktoren: Nur wenn erstere vorhanden sind, können letztere darauf aufgebaut werden und zu Zufriedenheit und tatsächlicher Motivation führen.[8]

3.4 Mitarbeitermotivation

Nachdem der Begriff der Motivation geklärt wurde, kann nun der Begriff der Mitarbeitermotivation abgeleitet werden. So ist sie eine spezielle Form der Motivation, bei der durch gezielte Einflussnahme auf den Mitarbeiter eine Verbesserung seines Verhaltens und/ oder seiner Leistung nach Vorgabe des Arbeitgebers erzielt werden soll.[9]

Bei der Mitarbeitermotivation wird zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden. Die intrinsische Motivation stellt die innere, aus sich selbst entstehende Motivation eines jeden Menschen dar. Im Gegensatz zur extrinsischen Motivation werden intrinsisch motivierte Handlungen um ihr Selbstwillen betrieben und sind unabhängig von Belohnung und anderen externen Faktoren. Bezogen auf das Arbeitswesen können Faktoren wie Verantwortung, Aufgabenvielfalt oder Entfaltungsmöglichkeiten intrinsische Arbeitsmotive darstellen. Extrinsische Motivation bedeutet hingegen, dass man etwas tut, um eine Belohnung zu erhalten oder eine Strafe zu vermeiden. Dies sind all die Dinge, die man nicht tun würde, wenn es dafür keinen äußeren Anreiz geben würde. Die extrinsische Motivation kann kurzfristig funktionieren, ist aber dauerhaft keine gute Art der Motivation. Zum Beispiel kann eine Gehaltserhöhung in einem Arbeitnehmer in der Regel zwar Freude auslösen, führt jedoch nicht automatisch zu einer langfristigen Leistungssteigerung.

[...]


[1] Bieker Rudolf: Neue Kommunalverwaltung. Eine Einführung für Sozial- und Sozialverwaltungsberufe. Weinheim und München, 2004, S.22.

[2] Vgl. Osthessen News, 02.11.2013, S.1, abrufbar unter: https://osthessen-news.de/n1239732/schl%C3%BCchtern-100-jahre-krankenhaus-schl%C3%BCchtern-ausstellung-und-festakt.html, abgerufen am 05.09.2018.

[3] Vgl. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, 2018, P. Teilstationäre Behandlung, abrufbar unter: https://www.mkkliniken.de/teilstationaere-behandlung-schluechtern.aspx, abgerufen am 05.09.2018.

[4] Loffing, Christian / Hofmann, Cindy / Splietker, Marcus: Mitarbeitermotivation leicht gemacht. 1. Auflage, Stuttgart, 2006, S.14.

[5] Vgl. Ebd., S.24

[6] Vgl. Ulrich Wehrlin: Mitarbeitermotivation und -leistung im Hochschulmanagement, Band 5, 2011, S. 95.

[7] Vgl. Die Herzberg Zwei-Faktoren-Theorie in der Mitarbeitermotivation, 2006, S.1, Punkt 1, abrufbar unter https://www.centeredlearning.de/.fuehrungsfaehigkeiten/mitarbeitermotivation/herzberg-zwei-faktoren-theorie/, abgerufen am 05.09.2018.

[8] Vgl. Ulrich Wehrlin: Mitarbeitermotivation und -leistung im Hochschulmanagement, Band 5, 2011, S.105.

[9] Mitarbeitermotivation, 12.01.2016, S.1, Punkt 1, abrufbar unter https://www.softgarden.de/ressourcen/glossar/mitarbeitermotivation/, abgerufen am 05.09.2018.

Details

Seiten
15
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668831322
ISBN (Buch)
9783668831339
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v446342
Institution / Hochschule
Hochschule Fulda
Note
1,3
Schlagworte
durch motivationsmaßnahmen mitarbeiter anstalt arbeit

Teilen

Zurück

Titel: Durch welche Motivationsmaßnahmen werden Mitarbeiter in einer psychiatrischen Anstalt in ihrer Arbeit bestärkt?