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Über die Mediatisierung des Holocaust in der Erinnerungskultur

Zu den verschiedenen Erinnerungskulturen auf Instagram

Hausarbeit 2018 25 Seiten

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe

Inhalt

1 Einführung

2 Die Assmann'sche Theorie
2.1 Kritik an der Assmann'schen Theorie

3 Mediale Erinnerungskultur
3.1 Web
3.2 Instagram #Holocaust

4 Perspektiven der modernen Erinnerungskultur

Anhang

Literaturverzeichnis

1 Einführung

Die Art, wie Historie überliefert wird, geht wie die in unseren Breiten evolutionstreibende Gesellschaft1, mit der Zeit und wandelt sich. Das geht unter anderem mit der Optimierung von Techniken einher, die als Instrument für das Speichern von Daten und somit auch von Erinnerungen dienen. Diese Techniken dienen als Trägermedien, über die historische Geschehnisse transportiert werden. Die schriftliche Speicherung von Wissen erfährt in der Mitte des 15. Jahrhunderts, mit der Erfindung des Buchdrucks, eine weitgefächerte Verbreitung der Informationen und löst die Oralität durch die Literalität ab. Dieser Eintritt ins Gutenberg – Zeitalter äußert sich durch eine Wissens – Explosion, was die Umstrukturierung der Wissensvermittlung verursacht (Jan Assmann/Aleida Assmann 1994: 135). Im Zeitalter digitaler Medien, vor allem in Zeiten des World Wide Webs, wird diese Reichweite in das Millionenfache expandiert und erreicht ein Milieu übergreifendes Publikum (Kirstin Frieden 2014: 257). Neue Inhalte werden auf neue Zielgruppen angepasst. Eine grundlegende Veränderung in der Form der Wissenstradierung ist die Tatsache, dass jeder als Experte auftreten kann und die Möglichkeit hat, Content zu verbreiten. Diese Entwicklung spiegelt sich in Plattformen wie YouTube, Facebook oder Instagram wider, in denen neben sozialer Kommunikation auch Wissen kommuniziert und Erinnerungskultur betrieben wird. Neben der Möglichkeit, dass größere Zielgruppen adressiert werden, erfährt die wandelnde Autorschaft nicht nur positive Resonanz. Im Fokus der negativen Kritik steht, ob die Tradierung von sensiblen Themen, wie beispielsweise der Holocaust, von diesen Internetnutzern angemessen ist. Dabei befinden sich die Eigendynamik der Medien, die Selbstinszenierung der Nutzer und die Memorial Correctness im Widerstreit. Das impliziert, dass mit der Mediatisierung der Erinnerungskultur neue Problematiken auftreten und die Tradierung historischer Ereignisse komplexer wird (Thomas Weber 2013: 38).

An diese These, dass durch die Mediatisierung der Erinnerungskultur neue Problematiken entstehen, wird sich durch folgende Forschungsfrage angenähert: Wie transportieren Medien, in Relation zu ihrer Eigendynamik und zu der Selbstinszenierung der User, Erinnerungskultur am Beispiel von Instagram?

Zur Annäherung an diese Fragestellung wird vorerst genauer auf die Erläuterung des kommunikativen Gedächtnisses und kulturellen Gedächtnisses im Hinblick auf die Existenz von Trägermedien eingegangen, weiterführend liegt der Fokus auf der Wirkung der Medien. Dazu wird in dieser Ausarbeitung erläutert, wie sich die Mediatisierung der Erinnerungskultur äußert. Dieser Aspekt wird theoretisch und empirisch examiniert. Abschließend erfolgt eine Bewertung der Forschungsfrage und eine Prognose für die Perspektive der modernen Erinnerungskultur.

2 Die Assmann'sche Theorie

Jan und Aleida Assman charakterisieren das Gedächtnis in Anlehnung an Maurice Halbwachs als eine soziale Gegebenheit. „Es ist nicht nur ein neuronales und psychisches, sondern auch und vor allem ein soziales Phänomen (Assmann/Assmann 1994: 114). Das Gedächtnis wird der Assmann'schen Theorie nach, in zwei unterschiedliche Formen unterteilt: Das kommunikative Gedächtnis und das kulturelle Gedächtnis. Ersteres beinhaltet was mündlich überliefert wird und in der rezenten Vergangenheit liegt. Somit vollzieht sich die Tradierung von Erinnerung oral und generationsübergreifend. Der Mensch agiert als Träger dieser Gedächtnisleistung. Die Geschehnisse der Vergangenheit werden durch Zeremonien und Rituale kundgetan (Assmann/Assmann 1994: 119). Dieses Generationsgedächtnis reicht in der Regel nicht weiter als drei Generationen zurück und erstreckt sich etwa über 80. Jahre, bis ein Gedächtnis Abschnitt abstirbt (vgl. Assmann/Assmann 1994: 120). Mit der Speicherung der Erinnerungen, was sich durch das Heranziehen von Medien2 vollstreckt, geht das kommunikative, mündliche Gedächtnis in das kulturelle Gedächtnis über (Jan Assmann/Aleida Assmann 1994: 120). Dieser Prozess beschreibt die Speicherung der Erinnerungen, durch mediale Träger. „Die Erfindung der Schrift bedeutet den entscheidenden Einschnitt in der Geschichte der kulturellen Erinnerung“ (Jan Assmann/Aleida Assmann 1994: 132). Der Vorgang impliziert, dass sich die Art wie Erinnerungen transportiert werden, mit der externen Speicherung, abseits lebendiger Träger, wandelt. „Der Einsatz von Schrift als einem Medium, das neben bestimmten pragmatischen Funktionen auch die grundsätzliche Möglichkeit bietet, kulturellen Sinn extern zu speichern, bedeutet eine tiefgreifende Änderung in der Struktur des sozialen Gedächtnisses“ (Jan Assmann/Aleida Assmann 1994: 121).

Mit diesem Wandel gehen der Assmann'schen Theorie zufolge nicht nur positive Aspekte einher. Medien werden zudem als Zerstörer des Gedächtnisses klassifiziert. Diese Ansicht wird dadurch verursacht, dass Medien, wie die Schrift, dem Gedächtnis analog sind. (vgl. Aleida Assmann 1999: 185). Die Analogie wird als Bedrohung erlebt, da Medien das Potenzial haben das Gedächtnis zu ersetzen. „Mit der Kodifizierung, wie sie die phonetische Schrift darstellt, vollzieht sich […] die Ersetzung von symbolischen, mitsprechenden, Medien (den Requisiten der Inszenierung) durch abstrakte, in sich stumme Zeichen“ (Assmann/Assmann 1994: 134). Aleida Assmann beschreibt, dass aus der Verbreitung von Medien eine „Gedächtnis – Apathie“ (vgl. A. Assmann 1999: 185) resultiert. Das wird dadurch gefördert, dass dem auswendig Lernen Gedächtnismedien vorgezogen werden.

Schrift löst sich ab vom Geist und tritt ihm als etwas Fremdes entgegen; sie wird zum inerten Behälter, zur Schlacke, zur toten Hülse, die die lebendigen Empfindungen und die Energie des Geistes nicht sichert und garantiert, sondern im Innersten bedroht (A. Assmann 1999: 191).

LeGoff stützt diese These mit der Aussage, dass orale Kulturen eine größere Freiheit beim Erinnern aufweisen als Schriftkulturen (vgl. Astrid Erll 2017: 138). Gestärkt wird diese Annahme mit der These, dass das Gedächtnis in diesem Fall freier und vitaler agiert als jenes in Schriftkulturen. Im Gegensatz zu Schriftkulturen arbeitet das Gedächtnis in oralen Kulturen nicht reproduktiv (Erll 2017: 138). Die negativen Auswirkungen des Wandels, vollziehen sich weiter mit Eintritt ins elektronische Zeitalter. Laut der Assmann'schen Theorie wird mit den Medien, wie Film und Radio, eine sekundäre Sprachlosigkeit und ein Analphabetismus induziert (vgl. Assmann/Assmann 1994: 137). Ausgelöst wird der Vorgang durch die audiovisuelle Form der Tradierung, ohne phonetische Zeichen. Zudem kennzeichnet die Assmann'sche Theorie Medien mit einer Flüchtigkeit und Vergänglichkeit (Assmann/Assmann 1994: 138). Hervorgerufen wird dieser Aspekt durch Werteverschiebungen unter dessen das kulturelle Gedächtnis seine Formen verliert (vgl. Assmann/Assmann 1994: 136). „Nicht Bewahrung, sondern Erneuerung, nicht Erinnerung, sondern Erfindung wird zum neuen Imperativ kulturellen Handelns“ (Assmann/Assmann 1994: 136).

2.1 Kritik an der Assmann'schen Theorie

Martin Zierold kritisiert die oben genannten Aspekte dieses Forschungsansatzes. Die Differenzierung zwischen dem kommunikativen Gedächtnis und dem kulturellen Gedächtnis ist Zierold zufolge nicht eindeutig zu separieren, wie es von Jan und Aleida Assmann porträtiert wird. Begründet wird diese These dadurch, dass die Erfahrungen und Kenntnisse heutzutage größtenteils sekundär vermittelt werden (vgl. Victor Nono 2010). Die im kommunikativen Gedächtnis erlebten Erfahrungen, werden der Assmann'schen Theorie nach, in generationsübergreifenden Prozessen ohne die Einwirkung von Medien vermittelt. Jedoch werden auch Medien verwendet, obwohl ein Generationsabschnitt noch existiert. Das äußert sich beispielsweise in der medialen Tradierung des Holocausts, obwohl noch Zeitzeugen leben. Somit lösen Medien diesen Generationsabschnitt nicht ab, sobald jener abstirbt, sondern ergänzen diesen auch zu Lebzeiten. Weber bemerkt, dass mit der Existenz von Medien, die generationsübergreifende Wissensvermittlung nicht mehr verbindlich ist. „[...]das Nutzungsverhalten ihrer User, das eine generationsübergreifende Verbindlichkeit nicht mehr kennt […]“ (Weber 2013: 39). Somit ist die Betrachtungsweise eines kommunikativen Gedächtnisses ohne Medien möglicherweise obsolet. In der Theorie der Assmanns werden Zierold zufolge, Medien nicht ausreichend fokussiert. „Aus dieser Sicht wird vor allem der Ansatz von Jan und Aleida Assmann problematisch, der Medien zwar in die Reflexion mit aufnimmt, in ihnen doch zugleich auch einen blinden Fleck zu haben scheint“ (Nono 2010). Assmann charakterisiert Medien als Irritation von Erinnerung, was durch die Flüchtigkeit der Medien zustande kommt und das Geschichtsbewusstsein verschwinden lässt (vgl. Weber 2013: 28). An dieser Stelle wird angemerkt, dass Medien das kulturelle Gedächtnis nicht irritieren und zerstören, sondern möglicherweise eine Veränderung der Erinnerungskultur bewirken. Zierold kritisiert, dass der Assmann'schen Theorie zufolge, Medien das Ende jeder Erinnerungen darstellen (vgl. Weber 2013: 28).

Aleida Assmann bestätigt im Laufe der Zeit, dass eine Mediatisierung schon früher stattfindet und somit den Medien selbst die Rolle des geschichtsvermittelnden Akteurs zukommt (vgl. Weber 2013: 27). Die Assmann'sche Gedächtnistheorie erwähnt ebenfalls, dass das kulturelle Gedächtnis von den disponiblen Medien in einer Gesellschaft beeinflusst wird. „[...] das sich die Gestalt des kulturellen Gedächtnisses in nicht unwesentlichen Maße den verfügbaren Medien in einer Gesellschaft verdankt“ (Erll 2017: 139-140).

Doch welche Rolle spielen Medien bei der Expansion von Gedächtnisinhalten? Medien, als Vermittlungsinstanzen, fungieren bei der Entstehungsweise eines kollektiven Gedächtnisses als Hauptvermittler. Ohne die Existenz von Medien, ist die Konstitution eines kollektiven Gedächtnisses undenkbar. »Alles, was über die Welt [sic] gewußt, gedacht und gesagt werden kann, ist nur in Abhängigkeit von den Medien [sic] wißbar, denkbar und sagbar, die dieses Wissen kommunizieren« (Erll 2017: 139). Medien wie der Buchdruck, das Radio, das Fernsehen bis hin zum Internet gewährleisten die Zirkulation von Wissen und die Tradierung von den Geschehnissen der Vergangenheit. Die Aufgabe der Medien als Vermittlungsinstanzen, geht weit über die einfache Vermittlung von Informationen hinaus. „Denn Bücher sind keine gänzlich toten Gegenstände, sondern enthalten eine Lebenskraft in sich und sind so aktiv wirksam wie die Seelen derer, von denen sie abstammen […]“ (A. Assmann 1999: 195). Daraus resultiert, wie Erll von Sybille Krämer zitieren lässt, dass Medien die Botschaft in dem Sinne prägen, dass sich eine Wirkkraft herauskristallisiert (Erll 2017: 136). Erll spricht von einer „Medienabhängigkeit und Mediengeprägtheit der Erinnerung“ (vgl. Erll 2017: 136). Daraus ist ersichtlich, dass unsere Erinnerungen auch durch die Eigendynamik der Medien beeinflusst wird. „Die Geschichte des Gedächtnisses ist in dieser Perspektive die Geschichte seiner Medien“ (Erll 2017: 140). Wie äußert sich die Eigendynamik der Medien und ist jedes Format als adäquate Vermittlungsinstanz, beispielsweise für sensible Themen wie den Holocaust, geeignet?

3 Mediale Erinnerungskultur

„The medium is the message“

(Mc Luhan)

Bevor die Wirkung der Medien im Bezug auf ihre Funktion als Wissenstradierer in Erinnerungskulturen examiniert wird, sollte der Begriff der Erinnerungskultur erläutert werden. Was umfasst eine Erinnerungskultur und mit welcher Intention passiert das? Jan Assmann versteht unter dem Begriff der Erinnerungskultur eine Rekonstruktion der Vergangenheit, mit der Intention diese zu erinnern (vgl. Zierold 2006: 68). Dabei zeichnen sich diese Erinnerungen dadurch aus, dass sie mit ihrer Umwelt geteilt werden. Der geteilte Inhalt kann normativer, informativer oder präventiver Natur sein. Im Falle des Holocausts wird aktiv eine Erinnerungspolitik betrieben, um die nachfolgenden Generationen über die tragischen Ereignisse der Vergangenheit zu informieren. Diese Tradierung geschieht intentional, in dem Sinne, dass diese Bildung, mündige Bürger formt, die sich gegen derartige Ideologien zu Wehr setzen und Zivilcourage beweisen (Harald Welzer 2010). Ein weiterer Faktor ist das Gedenken der Holocaustopfer und die Ehrung der Widerständigen.

Am letzten Konferenztag wurde eine Erklärung verabschiedet, in der sich die Beteiligten unter anderem dazu verpflichten, ,Erziehung, Gedenken und Forschung über den Holocaust zu fördern', ,der Opfer des Holocaust zu gedenken und die zu ehren, die sich dagegen verhalten haben' (Welzer 2010).

Dabei sind die Bereiche und Akteure die sich der Wissensvermittlung verpflichtet haben, sehr breit gefächert. Die Erinnerungskultur vollzieht sich im nationalen – , transnationalen – bis hin zum privaten Gebrauch. Vorherrschend ist dabei die Fragestellung wie Geschichte transportiert werden soll und welchen Aspekten besonderes Augenmerk bedarf (Welzer 2010). Diese Relevanzrahmen kanonisieren was den nachfolgenden Generationen vermittelt wird und an welchen Medien sich bedient wird. „Erinnerungen werden also bewahrt, indem sie in einen Sinn – Rahmen ,eingehängt' werden“ (Assmann/Assmann 1994: 118). Somit wird aktiv gegen das Vergessen der Geschichte vorgegangen. Neben Medien sind auch andere soziale Phänomene für den Bestand der Erinnerungskultur bedeutsam. Erll bezeichnet die Relation aus sozialen und medialen Phänomen als Grundgegenstand der Erinnerungskultur.

[...] aus erinnerungshistorischer Perspektive spielen stets unterschiedliche Faktoren eine Rolle – wie Kommunikationsinstrumente (z. B. Schrift), Medientechnologien (z. B. Druck), sozialsystemische Institutionalisierung (z. B. Kanonisierung) und konkrete Medienangebote (z. B. die Bibel) ( Astrid Erll 2017: 143).

Eric Meyer trifft eine analoge Aussage in welcher dieser postuliert, dass Erinnerungen abhängig von der gesellschaftlichen Organisation, ihrer Weitergabe und von den dabei genutzten Medien sind (vgl. Eric Meyer 2009: 175). Medien fungieren als fixierte Datenträger (Meyer 2009: 175). Auf diese fixierten Datenträger kann zu jeder Zeit zurückgegriffen werden, worauf sie zur Geschichtsvermittlung verwendet werden. Trotz der anhaltenden Relevanz nichttechnischer Medien, wie Museen und Denkmäler, ist die Reichweite digitaler Medien größer. Das Nutzungsverhalten der Rezipienten hat sich gewandelt. Dadurch sind anstelle von Printmedien, audiovisuelle Medien gerückt. Vor diesem Hintergrund konstatiert Meyer, dass audiovisuelle Medien die primären Vermittlungsinstanzen darstellen (vgl. Meyer 2009: 175).

Theoretiker wie Thomas Weber beurteilen den Wandel der Erinnerungskultur aus einer modernen Sichtweise und sind sich der Wirkung der Medien im Diskurs um Erinnerungskulturen bewusst. Damit geht Weber über das aufgeführte Modell der Assmanns hinaus (vgl. Weber 2013: 39). Während die Assmann'sche Theorie die Zerstörung der Erinnerungskultur durch Medien propagiert, führt Weber auf, dass sich die Art wie Erinnerungskultur betrieben wird, mit der Entwicklung von Medien wandelt (Weber 2013: 38). Verdeutlicht wird das durch die Tatsache, dass Medien keine neutralen Vermittler von Ereignissen darstellen, sondern selbst zum Ereignis werden (vgl. Weber 2013: 30). Durch die Eigendynamik der Medien, kristallisiert sich laut Weber eine Kontroverse zwischen der medialen Dramaturgie und der Authentizität dieser heraus (Weber 2013: 33).

Im Kino, mehr noch im Fernsehen haben sich […] bestimmte Darstellungskonventionen etabliert, die verkürzt gesagt mit Reenactment, Fiktionialisierung, Pointierung und Emotionalisierung auf eine Dramaturgie setzen, die eine Balance zwischen der Aufmerksamkeit eines möglichst breiten Publikums und einer seriösen, möglichst wissenschaftlich fundierten Gestaltung suchen (Weber 2013: 41).

[...]


1 Clause Levi unterscheidet in seiner Theorie zwischen evolutionstreibenden und evolutionshemmenden Gesellschaften. Die evolutionstreibende Gesellschaft zeichnet sich seiner Definition nach dadurch aus, einen Drang nach Fortschritt zu verspüren, hingegen die evolutionshemmende Gesellschaft, sich vor diesem verschließt. (Aleida Assman/Jan Assmann 1994: 132)

2 Die Verwendung des Begriffs „Medien“ orientiert sich an der Definition von Elena Esposito. „Gemeint sind dabei alle Apparate, die es ermöglichen, sich allmählich von einer Situation der primären Oralität zu distanzieren und den Kreis der Kommunikationspartner auf Personen zu erweitern, die fern im Raum und in der Zeit und schließlich anonymer und unbestimmter sind“ (Esposito 2013: 91).

Details

Seiten
25
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668877573
ISBN (Buch)
9783668877580
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v445008
Institution / Hochschule
Universität Siegen – Universität Siegen
Note
1,3
Schlagworte
Medien Mediensoziologie Erinnerungskultur Assmann Gedächtnis Instagram Holocaust Web 2.0 Geschichte

Autor

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Titel: Über die Mediatisierung des Holocaust in der Erinnerungskultur