Lade Inhalt...

Die Notwendigkeit einer kultursensiblen Beratung bei türkischen MigrantInnen

Hausarbeit 2018 25 Seiten

Psychologie - Beratung, Therapie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Datenlage

3 „Almanya – Willkommen in Deutschland“: Migrationskonflikte der Familie Yilmaz
3.1 Die erste Generation
3.2 Die zweite Generation
3.3 Die dritte Generation

4 Häufig auftretende Konflikte, Störungen und Beratungsthemen bei türkischen Migranten
4.1 Konflikte der ersten Generation
4.2 Konflikte der zweiten Generation

5 Kulturspezifische Faktoren
5.1 Familienstruktur
5.2 Krankheitsverständnis

6 Besonderheiten der interkulturellen Beratung
6.1 Missverständnisse, Hürden & Fallen

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

-Jeder Mensch ist in mancher Hinsicht ähnlich wie alle anderen Menschen, in anderer Hinsicht wie manche anderen Menschen und letztlich auf bestimmte Weise wie kein anderer Mensch.-

(Kluckhorn & Murray, 1948)

1 Einleitung

Während meines Praktikums an einem medizinischen Versorgungszentrum in Berlin-Neukölln, kam ich das erste Mal in Berührung mit türkischen Patienten, die Familien-beraterische, psychotherapeutische und/oder psychiatrische Hilfe in Anspruch nahmen. Das Versorgungszentrum ist interkulturell geöffnet und das Verhältnis von deutschen und türkischen Ärzten, Therapeuten und Sozialarbeitern ist gleichmäßig verteilt. Da sich während meines Praktikums die Möglichkeit für mich geboten hat die türkischen und deutschen Patienten zu beobachten und ich große kulturbedingte Unterschiede bei der Arbeit mit türkischen Patienten feststellen konnte, kam ich zu dem Schluss das Thema in einer Hausarbeit zu vertiefen.

Diese Arbeit untersucht die Frage, wie genau sich die Arbeit mit türkischen Patienten unterscheidet und stellt dar, was es bei der psychosozialen Beratung kultur- und generationsspezifisch zu beachten gilt. Derzeit leben ca. 3 Millionen Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland, die ihre Wurzeln in der Türkei haben, was das Thema zu einem aktuell hochrelevantem macht. Außerdem öffnen sich nun auch die türkeistämmigen immer mehr gegenüber der Inanspruchnahme psychischer Behandlungen, was heißt, dass auch die deutschen Behandler sich auf ihre türkischen Patienten vorbereiten müssen. Ziel dieser Arbeit ist es den Leser mit den kulturellen Unterschieden, die Einfluss auf die psychosoziale Beratungssituation haben, vertraut zu machen und zu zeigen, in wie fern der Migrationshintergrund auf die psychische Gesundheit einwirken kann und wie kultursensible Arbeit möglich ist. Bezogen wird sich dabei vor allem auf Literatur, manchmal auch auf Eigen- und Gemeinschaftserfahrungen, die jedoch auch in der Literatur zu finden sind. Die Arbeit bezieht sich auch auf den Film „Almanya – Willkommen in Deutschland“, der viele kulturelle Generations- und Migrationskonflikte aufgreift und dessen ich mich bediene, um näher auf das Thema einzugehen.

2 Zur Datenlage

Zu Personen mit Migrationshintergrund zählen laut dem Statistischen Bundesamt „alle Ausländer und eingebürgerte ehemalige Ausländer, alle nach 1949 als Deutsche auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderte, sowie alle in Deutschland als Deutsche Geborene mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“ (BAMF, 2016). Von 80,9 Millionen Einwohnern in Deutschland haben etwa 20,3 % einen Migrationshintergrund. Zwei Drittel der Personen mit Migrationshintergrund gehören der ersten Generation an, d.h. sie sind selbst zugewandert, während das andere Ein Drittel zur zweiten oder dritten Generation gehört, d.h. sie sind in Deutschland geboren worden. Über die gesundheitliche Situation von Migranten stehen keine verlässlichen Daten zur Verfügung, da die Datenquellen die Patienten lediglich nach der Staatsangehörigkeit unterteilen (Gün, 2018). Zwar gibt es eine Reihe von Einzeluntersuchungen zum Thema Gesundheitssituation und -versorgung, doch leider reichen die nicht aus um eine verlässliche Gesamteinschätzung zu geben und die Untersuchungen, die vorhanden sind, liegen schon eine Weile zurück und die Ergebnisse bilden die aktuelle Situation nicht ab (Gün, 2018). Aus den vorhandenen Studien kann man jedoch entnehmen, dass bei Migranten viel höhere Morbiditäts- und Mortalitätsrisiken festzustellen sind als bei Einheimischen. Migranten werden in der Versorgungsforschung nicht zu genüge repräsentiert, doch wäre dies vonnöten um Kenntnisse über Patientenbedürfnisse zu erhalten.

Die soziale Benachteiligung von Migranten zeigt sich in Bezug auf die Gesundheitsversorgung sehr deutlich und in Deutschland kann leider noch nicht von einer Chancengleichheit für alle gesprochen werden (ebd.). Nach Whitehead (1990) besteht eine Chancengleichheit nur, wenn gleiche Inanspruchnahme von und gleicher Zugang zu verfügbarer Versorgung bei gleicher Qualität und gleichem Bedarf für Einheimische und Zugewanderte gegeben ist. Dies ist in Deutschland nicht gegeben, den Einrichtungen fehlt es an interkultureller Kompetenz, Mitarbeitern mit Mutter- und Fremdsprachenkompetenzen oder Dolmetschern. Nicht einmal 5% des Gesamtklientels von psychologischen Beratungsstellen im Bereich Ehe-, Familien- und Lebensberatung sind durch ausländische Ratsuchende vertreten (Funk & Maurer, 2009). Gün (2018) schlägt den Einrichtungen vor, sich im Sinne eines Schnelltests folgende Fragen zu stellen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, inwieweit und ob der eigene Gesundheitsdienst als interkulturell geöffnet bezeichnet werden kann:

- Wie hoch ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund im Einzugsgebiet?
- Wie hoch ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in Ihrer Einrichtung?
- Wie hoch ist der Anteil der Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund?
- Gibt es ein Zugangsproblem in Ihren Einrichtungen seitens der Migranten? Sind diese kritisch analysiert?
- Wenn Ja, was meinen Sie, wie können Sie diese abbauen?
- Gibt es ein Leitbild ihrer Einrichtung?
- Wenn Ja, ist die interkulturelle Öffnung ein fester Bestandteil des Leitbildes?
- Besteht überhaupt Handlungsbedarf für die interkulturelle Öffnung Ihrer Einrichtung?
- Überlegen Sie drei Gründe, weshalb Sie Ihre Einrichtung interkulturell öffnen möchten
- Woran erkennen die Migranten, dass Ihre Einrichtung interkulturell geöffnet ist und Sie ein interkulturell denkendes und arbeitendes Team sind?
- Wie sind die Räumlichkeiten gestaltet?
- Sind sprachliche und kulturelle Kompetenzen vorhanden?
- Wie würden Ihre Mitarbeiten reagieren, wenn Sie sich zu einer bewussten, konkreten, konsequenten und unmissverständlichen Öffnung Ihrer Dienste entschließen würden?

Warum ist dies so wichtig?

Es gibt eine Reihe von Zugangsbarrieren zum Sozial- und Gesundheitswesen aufseiten der Migranten. Ihnen fehlen die Informationen über das bestehende Versorgungssystem, sie können kulturell oder geschlechtsspezifisch gehemmt sein, Fremdheitsgefühle erleben und mit ethnozentrischen Missverständnissen und Vorurteilen konfrontiert werden. Dies führt zu mangelndem Vertrauen. Dabei ist es sehr wichtig, dass auch Menschen mit Migrationshintergrund einen Zugang zur Gesundheitsversorgung bekommen, denn die Gründe und Umstände einer Migration und die Arbeits- und Lebensbedingungen im Aufnahmeland, können zu einem schlechten Gesundheitszustand führen. „Menschen mit Migrationshintergrund haben überdurchschnittlich häufig einen niedrigen sozioökonomischen Status, gehen einer die Gesundheit gefährdeten beruflichen Tätigkeit nach oder sind arbeitslos, oder leben in einer ungünstigen Wohnsituation“ (RKI, 2008, S.129). Menschen mit einem Migrationshintergrund haben erhöhte Risiken für Gesundheitsprobleme, die in der deutschen Bevölkerung selten geworden sind und sie sind Gesundheitsrisiken ausgesetzt, die bei Deutschen nicht oder nur in Ausnahmefällen vorkommen (ebd.). Ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, das hinsichtlich eines Symposiums zum Thema “Psychisch krank durch Migration?“ vorgestellt wurde, hält folgende Punkte aus bisherigen empirischen Erkenntnissen zusammenfassend fest:

- In Deutschland leiden Menschen mit Migrationshintergrund deutlich häufiger unter psychischen Erkrankungen als der Bevölkerungsdurchschnitt.
- Deswegen sind Migranten häufiger arbeitsunfähig oder in Frührente
- Das Erkrankungsrisiko steigt bei bestimmten Risikofaktoren wie Isolation, Asylverfahren, Vertreibung, Heimweh, Armut, Arbeitslosigkeit, Sprachprobleme, schlechte Wohnverhältnisse und Bildung.
- Das Erkrankungsrisiko für posttraumatische und akute Belastungsstörungen ist höher.
- Frauen mit Migrationshintergrund sind besonders gefährdet eine psychische Krankheit zu entwickeln
- Die Suizidrate unter jungen Türkinnen ist doppelt so hoch wie im Durchschnitt ihrer Altersgruppe
- Ältere Türkinnen leiden deutlich häufiger unter somatisierenden Beschwerden wie Magenschmerzen oder Kopfschmerzen.

(DGPPN, 2012).

Gün (2018) vergleicht das Positionspapier der DGPPN mit dem Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen aus dem Jahre 1995 und stellt fest, dass sich die gesundheitliche Lage der Menschen mit Migrationshintergrund im letzten Vierteljahrhundert nicht geändert hat.

In Deutschland lebende Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund weisen ein höheres Risiko für Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen, posttraumatische Belastungsstörungen und psychosomatische Leiden auf, da sie häufig in einem enormen kulturellen und emotionalen Spannungsfeld aufwachsen (DÄ, 2013). Die Kinder beobachten die Anpassungsprozesse ihrer Eltern und werden dazu gezwungen ihre persönliche und kulturelle Identität anders auszuformen. Vor allem müssen sie die Fähigkeit zur Rollenflexibilität in Familie, Ausbildung, Freundeskreis, Freizeit, Migrationsland und elterlichem Herkunftsland besitzen (Oetker-Funk & Maurer, 2009). Depressive und aggressive Auffälligkeiten, suizidales Verhalten und Zwanghaftigkeit können bei diesen Kindern und Jugendlichen ihren Ursprung in der Überbeanspruchung der Rollenübernahmen haben (ebd.). Kulturwechselkonflikte und Identitätskrisen sind nicht selten und führen zu großen Selbstwertproblemen. Viele junge Türken meiden es ärztliche Hilfe aufzusuchen und scheuen sich vor einer Therapie, aus Angst vorschnell verurteilt zu werden und auf Unverständnis zu stoßen (Gün, 2018). Bei einer Befragung stellte Gün (2018) fest, dass junge türkischstämmige Patienten der Überzeugung sind, ein/e deutsche/r Psychotherapeut/in könne sie nicht behandeln. Sie befürchteten, dass die Therapeuten ihre Eltern verurteilen würden, selbst wenn es sich um Familienprobleme handelte.

3 „Almanya- Willkommen in Deutschland“: Migrationskonflikte der Familie Yilmaz

Die Tragikomödie von den Geschwistern Şamdereli zeigt die Migrationsgeschichte eines Gastarbeiters und seiner Familie. In einer humorvollen Art und Weise bringt der Film den Zuschauern bei, mit welchen Schwierigkeiten die Migranten aus der Türkei in Deutschland zu kämpfen hatten und beleuchtet dies nach Generationen unterteilt. Im Folgenden möchte ich in das Thema einleiten in dem ich die Generationskonflikte, Anpassungsschwierigkeiten und interkulturellen Unterschiede, die der Film vorstellt, erläutere und die Themenbereiche im Laufe der Arbeit näher untersuche.

Familie Yilmaz lebt in Deutschland. Mittlerweile besteht die türkische Familie schon aus 3 Generationen. Hüseyin Yilmaz, seine Frau Fatma und deren 3 Kinder Veli, Muhamed und Leyla stammen aus einem Dorf in Anatolien. Hüseyin kam in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland und holte seine Familie nach einiger Zeit nach.

3.1 Die erste Generation

Hüseyin und Fatma Yilmaz lebten früher in einem Dorf in Anatolien. Der damals noch junge Hüseyin verliebte sich in Fatma, der Tochter des Dorfoberhaupts. Als er ihren Vater um ihre Hand bat, lehnte dieser ab, also entführte er sie. Im Film wird beschrieben, dass damals nur eine Berührung ausgereicht hat, um die Frau zu entehren, in Wirklichkeit ist diese Tradition teilweise viel brutaler. Sie gründen eine Familie mit drei Kindern und leben in armen Verhältnissen. Eines Tages hört Hüseyin, dass in Deutschland türkische Gastarbeiter gesucht werden und sich dort die Möglichkeit bietet eine Menge Geld zu verdienen. Um seine Familie finanziell besser unterstützen zu können, entschließt er sich nach Deutschland zu gehen. In „Almanya“ ist alles anders, vor allem die Sprache. Die Arbeit ist hart, das Leben einsam. Er hat Heimweh, sehnt sich nach seiner Familie und so kommt es, dass er nach einiger Zeit nach Anatolien zurückfährt, um sie zu besuchen und sie letztendlich zu sich nach Deutschland zu holen. Auch für Fatma ist in Deutschland alles neu: die Frauen sind „halbnackt“, das Klo sieht merkwürdig aus und die Religion unbekannt („Die beten eine Holzfigur an? Was es nicht alles gibt!“). Ihre Kinder sozialisieren sich durch die Schule schneller als sie und fangen an die fremde Sprache zu sprechen, was beide Eltern verunsichert, da sie nun ihre eigenen Kinder nicht mehr verstehen. Hüseyin ist besorgt und möchte die Kinder zurück zu ihren Wurzeln bringen, weshalb sie zum Urlaub zurück nach Anatolien fahren, um dort feststellen zu müssen, dass auch sie sich verändert hatten: über den ständigen Stromausfall regt sich Hüseyin mächtig auf, von den anderen Dorfbewohnern wird die Familie als geizig bezeichnet, weil sie, obwohl sie doch jetzt so viel Geld verdient, zu wenig Geschenke mitgebracht hat und die Trockentoilette ist auch nicht mehr das, was sie mal war.

25 Jahre später leben Hüseyin und Fatma noch immer in Deutschland und das Ehepaar bekommt die Möglichkeit die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, doch dafür muss die türkische abgegeben werden. Fatma ist sehr aufgeregt und kann es kaum erwarten, Hüseyin jedoch tut sich schwer. Es ist auffällig, dass er nicht bereit ist seine offizielle türkische Identität herzugeben. Nach 25 Jahren Leben in Deutschland ist er seiner Meinung nach kein Deutsche, „er wird immer ein Türke bleiben“. In der Nacht vor dem Termin beim Amt, hat Hüseyin einen Albtraum, der seine Angst widerspiegelt, dass durch die Staatsbürgerschaft nun deutsche Bräuche von ihm erwartet werden, auf die er sich nie einlassen konnte, da sie im starken Gegensatz zu seiner türkischen Kultur stehen. Die Szene zeigt den Termin beim Amt, vor dem Paar sitzt ein „typisch deutscher Mann“, etwas fülliger, groß, blond, diszipliniert, der eine gefühlte Ewigkeit laut Papiere stempelt. Dann spricht er den Namen des Paars betont falsch aus und sagt: „Herr und Frau Yilmatz. Sind Sie bereit die deutsche Kultur als Leitkultur zu übernehmen?“ Fatma nickt und sagt etwas in gebrochenem Deutsch. „Sehr schön, das bedeutet Sie werden Mitglied in einem Schützenverein, essen zweimal in der Woche Schweinefleisch, Sie sehen jeden Sonntag Tatort und verbringen jeden zweiten Sommer auf Mallorca.“ Zur Feier des Tages gibt es Schweinebraten, den Fatma genüsslich im Dirndl isst, Hüseyin hat plötzlich einen Hitlerbart…

Trotz des Albtraums nimmt Hüseyin die deutsche Staatsbürgerschaft an. Bei einem großen Familienessen mit Kindern und Enkelkindern teilt Fatma der Familie mit, sie seien jetzt Deutsche. Hüseyin verärgert dies, das sei „nur ein Stück Papier, wir sind Türken“ und überrascht die Familie dann plötzlich damit, ein Haus in Anatolien gekauft zu haben und wünscht, dass die gesamte Familie in den Ferien dahinfährt. Es wird deutlich, wie wichtig es ihm ist, dass die Familie ihre Wurzeln nicht vergisst. Die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft hat eine kleine Identitätskrise bei ihm ausgelöst, in der er sich selbst behaupten muss.

Auf der Reise stirbt Hüseyin plötzlich und dies führt zu Schwierigkeiten, denn seine Frau möchte, ihn in der Türkei begraben lassen, was ihr jedoch nicht gewährt wird, denn schließlich ist Hüseyin nun offiziell Deutscher.

[...]

Details

Seiten
25
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668814233
ISBN (Buch)
9783668814240
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v444293
Institution / Hochschule
International Psychoanalytic University
Note
1,0
Schlagworte
notwendigkeit beratung migrantinnen

Autor

Zurück

Titel: Die Notwendigkeit einer kultursensiblen Beratung bei türkischen MigrantInnen