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Sind die Verkommenen von heute die Geglückten von morgen? Eine exemplarische Analyse der "Marquise von O..." und "Fräulein Else"

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 24 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Missraten - Eine Definition

3. Das bürgerliche Familienideal des 19. Jahrhunderts

4. Die Marquise von O

5. Fräulein Else

6. „Sind die Verkommenen von heute die Geglückten von morgen?“ - Ein Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Familienkonflikte […] gibt es seit Menschengedenken“.1 Sie sind natürliche und notwendige Phänomene. Und genau wie alle anderen natürlichen Phänomene wie Leben und Tod, Liebe und Hass sind sie nicht nur rekurrierende Themen im Alltag, sondern auch in der Literatur. Die Familie und alle dazugehörigen Probleme in allen Variationen lieferten Stoff für biblische Gleichnisse, Märchen und Dramen damals und für Film und Fernsehen heutzutage. Und die Familie als Inspirationsquelle ist bis heute nicht erschöpft. Sie, welche vor allem Schutz und Geborgenheit bietet, birgt also auch das größte Spannungs- und Konfliktpotential. Ein Potential, welches Mütter, Väter, Söhne und Töchter in der Literatur, wie auch in der Realität sehr oft an die Grenze treibt. Denn die Familie als erste Sozialisationsinstanz hat vor allem die Aufgabe, dem Heranwachsenden „allgemeingesellschaftliche Normen“ zu vermitteln, welche von diesen oft radikal abgelehnt werden.2 Nicht selten führt das zum Streit innerhalb der Familie mit der Folge, dass die Sprösslinge von den Eltern als „verkommen“ und missraten“ gebrandmarkt und aus der Familie oder der Gesellschaft verstoßen werden.

So erging es auch den beiden literarischen Frauenfiguren „Marquise von O...“ und „Fräulein Else“, herausragende Frauengestalten in den gleichnamigen Novellen der Autoren Heinrich von Kleist und Arthur Schnitzler. Auch sie haben sich gegen die vermittelten Werte und Normen verhalten und wurden dafür familiär und gesellschaftlich geächtet. Ich möchte hier vor allem versuchen zu klären, inwiefern man davon ausgehen kann, dass diese beiden Hauptcharaktere, vor allem in der Rolle der Töchter, missraten sind. Dazu wird der Terminus „missraten“ erst einmal generell definiert. Was bedeutet es, als Kind missraten zu sein und was setzt es voraus, dass man diesem eine solche Eigenschaft zuweisen kann? Kleists Novelle und Schnitzlers Monolog-Novelle wurden vor zweihundert beziehungsweise hundert Jahren geschrieben. Gesellschaftliche, familiäre Strukturen und vor allem das ideale Bild der Frau haben sich inzwischen gewandelt. Deswegen werden die zu der Zeit vorherrschenden Familien- und Frauenkonventionen kurz skizziert, um sich einen groben Überblick über die Stellung der Frau beziehungsweise der Tochter in der Familie und in der Gesellschaft verschaffen zu können. Dies wird im Hinblick auf die Fragestellung, ob die Marquise von O... und Fräulein Else missratene Töchter seien, von Bedeutung sein. Das Kernstück der Arbeit besteht in einer Analyse der jeweiligen familiären und gesellschaftlichen Situation beider Frauen. Im Vordergrund steht die Beurteilung dieser Protagonistinnen durch die Familienmitglieder. Die Familienmitglieder, also die Urteilenden und ihr Einfluss auf die Protagonistinnen, werden jedoch ebenfalls analysiert, um zu klären, inwieweit ihr Urteil gerechtfertigt ist. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengetragen und die beiden jungen Frauen verglichen und ein Ausblick auf die Aktualität dieses Themas für unsere heutige Zeit gegeben.

2. Missraten - Eine Definition

Den Begriff „missraten“ kann man aufspalten in das banale „nicht geraten“.3 Andere Synonyme lauten „nicht den Vorstellungen, der Absicht gemäß ausfallen, geraten“.4 Dabei kann ein Prozess beschrieben werden: „Der Kuchen ist mir missraten“, aber auch ein Zustand „ein missratenes [...] Kind“.5 Das ist vor allem wichtig, wenn es um die Schuldfrage geht. Im zweiten Beispiel ist also kein „Schuldiger“, der für den nicht gelungenen Kuchen verantwortlich ist. Wenn „missraten“ das „nicht der Absicht entsprechend, das nicht gelingen“ meint, muss demzufolge zuerst von einer Instanz eine bestimmte Absicht definiert werden, welches vorzugsweise das Ideal, die Vorstellung von etwas Gelungenem darstellt, um überhaupt sagen zu können, dass etwas nicht der Absicht entsprechend geraten ist. Eng gekoppelt mit dem Begriff der „Absicht“ ist auch der der „Erwartung“. Wenn man sich vornimmt, etwas nach einer Absicht zu tun, dann geht man davon aus, erwartet man, dass das Vorhaben gelingt.

Ob man den Begriff missraten auf Kinder und Kindererziehung anwenden kann sei dahingestellt. Wichtig ist: er wurde in hohem Maße verwendet. Kinder, die missraten sind, sind - wendet man obige Definition an - nicht der Absicht entsprechend geraten und haben sich entgegen der Erwartungshaltung entwickelt. Andere Synonyme wären „schlecht erzogen“ und - schaltet man die „Schuldigen“ aus, so sind die Kinder - „ungesittet“ und „unmanierlich“.6 Doch dazu merkt Peter von Matt richtig an, dass das Missratensein kein natürliches, spontanes Ereignis sei, sondern eine „gesetzte und gesellschaftlich akzeptierte Norm“ voraussetze.7 Eine Norm, oder wie Matt es auch nennt, „ein sittliches Maß“ist genau jene Erwartungshaltung, die eine Gesellschaft gegenüber dem Verhalten eines Individuums einnimmt.8 Normen sind jedoch nichts von Gott Gegebenes und ebenso wie das Missratensein nichts Natürliches.9 Laut König handelt es sich um „Normenkomplexe, die sich von einer Gesellschaft zur nächsten wandeln.“10 Sie sind also nicht statisch, sondern abhängig von den dazugehörigen Menschen und der Kultur. Man kann einen Menschen nur dann als missraten beurteilen, wenn man sich auf die in der Gesellschaft geläufigen Normen und Konventionen bezieht und ihn auf Grundlage dieser beurteilt. Matt hebt dabei jedoch hervor, dass der Urteilende diese Norm, dieses „Maß“ an sich selbst setzen muss, bevor er jemanden verurteilt.11 Die eben angesprochene Erwartungshaltung kann eine Gesellschafts- und Familiennorm sein, welche als das Ideal für alle Menschen einer Gesellschaft angesehen wird.

3. Das bürgerliche Familienideal des 19. Jahrhunderts

Die Struktur der Familie machte an der Schwelle zum 19. Jahrhundert eine tiefgreifende Veränderung durch: Mit dem endgültigen Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 ging die „feudale“ Gesellschaft langsam in eine „bürgerlich-kapitalistische“ über.12 Aus der vorhergehenden „Familie des ,ganzen Hauses'“, in welcher Männer und Frauen, eigene aber doch adäquate Haushalts- und Produktionsaufgaben besaßen, in welcher Erwerbs- und Privatsphäre unter einem Dach vereinigt waren, wurde eine Familie, dessen Grundmerkmal ein vermeintlich biologisches, also auch wissenschaftlich nachgewiesenes und somit scheinbar naturgegebenes Unterordnungsverhältnis der Frau gegenüber dem Manne war.13 Die Geschlechterrollen polarisierten sich immer mehr und nahmen komplementäre, jedoch nicht gleichwertige Aufgaben an. Grund hierfür sei laut Ute Gerhard zum einen das räumliche Auseinandertreten von Erwerbs- und Privatsphäre im Zuge der Industrialisierung und Verstädterung.14 Doch auch die Französische Revolution mit ihrer verkündeten Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit als postulierte allgemeine Menschenrechte und die Aufklärungsphilosophie, die einen mündigen und selbstständigen Menschen fördern wollte, bedrohte die traditionellen patriarchalischen Machtverhältnisse und führte zu einem aktiven Eindämmen der Frauenrechte seitens der Männer.15 Es entstand eine widersprüchliche Gesellschaft, in welcher die brüchig gewordene, patriarchale Autorität mithilfe einer „pseudowissenschaftliche[n] Ideologie“ zu legitimieren versucht wurde.16 Maßgeblich für diese Widersprüchlichkeit sei laut Gerhard das „Preußische Landrecht“ von 1794, in welcher der Frau viele Rechte zugesprochen wurden, diese aber durch zahlreiche Ausnahmeregelungen prinzipiell wirkungslos blieben.17

Dies alles spiegelte sich auch im häuslichen und privaten Leben wider: Während der Mann erwerbstätig war, war die Frau an das Haus gebunden und war von jeder gesellschaftlich-politischen Mitwirkung ausgeschlossen. Sie trat, wenn überhaupt nur als „Accessoire“ ihres Ehemannes auf, um dessen beruflichen Erfolg durch ihre Schönheit und ihre pompösen Kleider zu repräsentieren.18 Während der Mann Lebenserfahrung durch Ausbildung, Studium und Einarbeitung in den Beruf erlangen konnte, wechselte die Frau bei einer Heirat meinst ohne jegliche Erfahrung von der elterlichen Obhut in die des Ehemannes.19

Es entstanden Geschlechterklischees, welche eine starke ideologische Prägewirkung hatten, da sie als naturgegeben deklariert wurden. Währen der Frau Schamhaftigkeit, Emotionalität, Passivität (in einem damaligen Lexikon als „Dulden“ und „Empfangen“ bezeichnet), Keuschheit („Repräsentanten der Sitte“) und Lieblichkeit zugeschrieben wurden, wurde dem Mann „consequente[s] logische[s] Denken“, Aktionsdrang („Handeln“), Urteilsfähigkeit („Repräsentanten des Gesetzes“) und Auftreten im „öffentliche[n] und Geschäftsleben“ als natürliche Attribute zugeschrieben.20 Außerdem gab es den Gegensatz zwischen seelischer und körperlicher Schwäche der Frau und der Stärke des Mannes. Diese Klischees fand man auch im Bereich der Sexualität. Die Ehe stellte den einzigen Ort dar, in welcher sexuelle Handlungen erlaubt waren. Außerehelicher Geschlechtsverkehr, war - zumindest für Frauen - absolut tabu. Uneheliche Kinder stellten für Frauen eine Katastrophe dar.

Vor allem in Adelskreisen durfte so etwas auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gelangen. Aufgrund dessen wurden laut Rosenbaum „sittsamen (=bürgerlichen, wohl auch adeligen) Frauen sexuelle Bedürfnisse abgesprochen“.21 Der Frau wurde also, um die Unterwürfigkeit unter den Mann ideologisch zu untermauern, eine von Natur aus gegebene Gefühlslosigkeit der Geschlechtsorgane und ein daraus folgendes sexuelles Desinteresse unterstellt. Für den Mann „zerfiel die weibliche Menschheit in heilige, vorwiegend geistige Wesen (Mutter, Schwester, Ehefrau) und in verderbte, sinnliche Verführerinnen (Geliebte, Prostituierte)“, so Rosenbaum.22 Adelige und bürgerliche Frauen mit einem freien Verhältnis zur Sexualität wurden als anormal, nicht weniger häufig als psychisch krank und pervers betitelt. Diese Moralvorstellung legitimierte sogar, den Triebüberschuss des Mannes bei fremden Frauen, in Affären und bei Prostituierten, auszuleben. Unterdrückt wurde auch der weibliche Intellekt. Peter von Matt fasst das Frauenideal zusammen: „Drittes Verbot neben Arbeit und Liebe: Denken.“23 Ausgebildet wurde nur mit dem Ziel, eine gute Haus-, Ehefrau und Mutter darzustellen. Jegliche Bildung, die darüber hinaus ginge, würde die Frauen überfordern und die Emotionalität stören. Lebensziel einer Frau war es, eine gute Partie zum Heiraten zu bekommen. Eine andere akzeptable Alternative für das Leben war nicht vorgesehen.

Mehrere Schlussfolgerungen lassen sich aus dem neuen bürgerlichen Familienmodell ableiten: Es war, wie Gerhard anmerkt, ein Modell der Abhängigkeiten, welches auf widersprüchlichen Ideen erbaut war.24 Nicht nur war die Frau vom Mann abhängig, sondern auch die Kinder von den Eltern. Die Repression des weiblichen Geschlechts fand auf allen Ebenen statt, sodass die Frauen keine Selbstständigkeit entwickeln konnten. Aufgrund der Übernahme aller Rechte der Frau durch den Mann blieb diese ein Leben lang nahezu unmündig und galt nicht als eigenständige Person, sondern als Schmuckstück ihres Mannes. Selbst erwachsene Töchter waren abhängig von den Eltern, wenn sie nicht verheiratet waren, da sie keinen ertragreichen Beruf ausüben konnten.25

4. Die Marquise von O...

Als die Novelle „Die Marquise von O...“ im Jahre 1808 im Kunstjournal Phöbus erschien, reagierte das damalige Lesepublikum mehr als empört. Die Geschichte einer unwissentlich geschwängerten Frau, die damit an die Öffentlichkeit tritt, wurde ein Skandal. Rezensionen wie diese zeigen, wie die Gesellschaft mit dieser unerhörten Novelle umgegangen ist: „Seine Geschichte der Marquisin von O... kann kein Frauenzimmer ohne Erröten lesen.“26 Die Marquise von O... wurde von dem Lesepublikum als missraten und verkommen angesehen, ihre Geschichte als skandalös.

In mehreren Interpretationen, älteren wie jüngeren, ist die Rede davon, dass die Marquise doch wissentlich geschwängert wurde, infolge eines Einvernehmens mit dem Grafen von F So analysiert beispielsweise Diethelm Brüggemann auf mehreren Seiten, inwiefern man von einer dreist kalkulierten List der Marquise von O... ausgehen kann, welche ihr uneheliches Kind somit legitimieren und schließlich die Hochzeit mit dessen Vater herbeiführen will.27 Ob sie nun wissentlich schwanger wurde oder doch Opfer eines sexuellen Missbrauchs war, die gesellschaftliche und familiäre Ächtung hat sie erfahren, in der literarischen, wie auch in der historischen Realität. Auf den ersten Blick nämlich erscheint die Marquise als eine verkommene, missratene und egoistische Tochter, die ihr privates Glück über den Ruf der Familie stellt. Die Familie hingegen erscheint perfekt: Die Mutter scheint auf den ersten Blick fürsorglich und extrem emotional. Der Vater hingegen herrisch, kriegerisch und patriarchalisch. Doch diese Fassade hat Risse. Es ist nicht alles so, wie es vorgibt zu sein, denn Kleist durchsetzt seine Novelle mit Wendungen wie „es scheint, als ob“, „so gut, wie“, ebenso wie mit „scheinbar“.28 Erste Anzeichen, dass die auf den ersten Blick den Protagonisten zugeschriebenen Rollen Risse und Ungereimtheiten aufweisen, findet man an den verschiedensten Stellen, vor allem aber im ersten Satz der Novelle:

In M..., einer bedeutenden Stadt im oberen Italien, ließ die verwitwete Marquise von O..., eine Dame von vortrefflichem Ruf, und Mutter von mehreren wohlerzogenen Kindern, durch die Zeitungen bekanntmachen: daß sie, ohne ihr Wissen, in andre Umstände gekommen sei, daß der Vater zu dem Kinde, das sie gebären würde, sich melden solle; und daß sie, aus Familienrücksichten, entschlossen wäre, ihn zu heiraten.29

Laut Robert Kainz, welcher diesen Satz zum „schönsten Satz der deutschen Literatur“ erklärt hat, entlarvt eben dieser „die scheinbare Ordnung“.30 Widersprüchlich, ja sogar paradox steht die Charakterisierung der Marquise in diesem Satz zu der des ersten Eindruckes. „Eine Dame von vortrefflichem Ruf“, „Familienrücksichten“ scheinen gar nicht in das Bild einer missratenen Tochter zu passen. Und in der Tat findet man im weiteren Verlauf der Erzählung verschiedenste Stellen und Anhaltspunkte, die den ersten Eindruck der Figur, ja sogar aller Figuren täuschen. Drei davon, der Anfang, die Verstoßungs- und die Versöhnungsszene, sollen analysiert werden. Sie sind alle Kulminationspunkte und Ausnahmezustände und gerade hier kann man das seltsame, zwielichtige Betragen der Familienmitglieder beleuchten.

Als der Krieg über das Anwesen der Familie einbricht und dieses fast eingenommen wird, erklärt der Obrist, Kommandant und Vater der Marquise, „daß er sich nunmehr verhalten würde, als ob sie [die Familie] nicht vorhanden wäre.“31 Der Vater, dem eigentlich das Wohlergehen seiner Familie das Wichtigste sein sollte, stellt seinen beruflichen Erfolg, den militärischen Ruhm und die Ehre somit über seine Familie. Man könnte vorsichtig annehmen, der Vater sei an der ganzen weiteren tragischen Entwicklung schuld. Indem er seine Pflichten als Familienvater vernachlässigt – nämlich seine Familie zu sich zu holen und zu schützen, anstatt sie auf das greuelhafte Land zu verweisen – gerät die Marquise erst in die fatale Situation der Vergewaltigung. Allgemein verhält sich der Vater sehr ambivalent und widersprüchlich. Von der ersten überschwänglichen Begeisterung über den Retter seiner Tochter wechselt sein Gemüt in ernsthafte Ablehnung und Abweisung, als es um den Heiratsantrag geht, welcher dieser seiner Tochter macht. Der Vater fühlt sich in seiner Machtposition bedroht, er setzt dem selbstbewussten Grafen einen Stuhl hin, um seine Autorität zu festigen und räumlich über ihm zu stehen.32 Doch dies gelingt ihm nicht. Er wird mehrere Male von dem Grafen unterbrochen, welcher sich auch noch vom Stuhl erhebt, diesen festhält und den Vater in dieser Position ansieht. Das Verlieren des Vaters wird vollkommen, als er sich „diesem Russen schon zum zweiten mal“ ergeben muss: Das erste mal im Krieg und nun im Kampf um seine Tochter.33 Man sieht die Macht des Obristen, des eigentlichen Familienoberhauptes, immer mehr schwinden.

[...]


1 Matt, Peter von: Verkommene Söhne, mißratene Töchter. Familiendesaster in der Literatur. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1997 (= dtv 2990), S. 2. Im folgenden zitiert als ,Matt 1997'.

2 König, René: Familie und Familiensoziologie. In: Wörterbuch der Soziologie, hg. von Wilhelm Bernsdorf unter Mitarbeit von Horst Knospe. 2., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: Enke 1969, S. 258.

3 Klappenbach, Ruth u. Steinitz, Johann (Hrsg.): Mißraten. In: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. Bd. 4: M - Schinken. Berlin: Akademie-Verlag 1974, S. 2518.

4 Kunkel-Razum, Kathrin et al (Hrsg.): Missraten. In: Duden. Deutsches Universalwörterbuch. 5., überarbeitete Auflage. Mannheim, Leipzig et al: Dudenverlag 2003, S. 1085.

5 Ebd., S. 1805.

6 Wermke, Matthias et al (Hrsg.): Missraten. In: Duden. Band 8: Das Synonymwörterbuch. Ein Wörterbuch sinnverwandter Wörter. 4. Auflage. Mannheim, Leipzig et al: Dudenverlag 2007, S.616.

7 Matt 1997, S. 39.

8 Ebd., S. 39.

9 Vgl. König, René: Soziale Normen. In: Wörterbuch der Soziologie, hg. von Wilhelm Bernsdorf unter Mitarbeit von Horst Knospe. 2., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: Enke 1969, S. 978.

10 Ebd., S. 978.

11 Vgl. Matt 1997, S. 117.

12 Vgl. Gerhard, Ute: Verhältnisse und Verhinderungen. Frauenarbeit, Familie und Rechte der Frauen im 19. Jahrhundert mit Dokumenten. 2. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1981 (= Edition Suhrkamp 933), S. 16. Im folgenden zitiert als ,Gerhard 1981'.

13 Vgl. Gerhard 1981, S. 81.

14 Vgl. Ebd., S. 94 f.

15 Vgl. Majer, Dietmut: Der lange Weg zur Freiheit und Gleichheit. 14 Vorlesungen zur Rechtsstellung der Frau in der Geschichte. Wien: WUV-Universitätsverlag 1995, S. 52-54.

16 Vgl. Gerhard 1981, S. 12.

17 Vgl. Ebd., S. 177 und S. 188.

18 Vgl. Sieder, Reinhard: Sozialgeschichte der Familie. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1987, S. 135.

19 Vgl. Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. Untersuchungen zum Zusammenhang von Familienverhältnissen, Sozialstruktur und sozialem Wandel in der deutschen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1982 (=Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 374), S. 288f. Im folgenden zitiert als ,Rosenbaum 1982'.

20 Allgemeine deutsche Real-Enzyklopädie für die gebildeten Stände, Brockhaus 1865, 6. Bd., S. 553 f. Zit. nach Gerhard 1981, S. 139.

21 Rosenbaum 1982, S. 348.

22 Ebd., S. 348.

23 Matt 1997, S.

24 Vgl. Gerhard 1981, S. 177 und 122.

25 Rosenbaum 1982, S. 287.

26 Zit. nach Grathoff, Dirk: Heinrich von Kleist: Die Marquise von O Drei Annäherungsversuche an eine komplexe Textstruktur. In: Erzählungen und Novellen des 19. Jahrhunderts. Bd. 1. Stuttgart: Reclam 1988 (= RUB 8413), S. 100.

27 Vgl. Brüggemann, Diethelm: Kleist. Die Magie. Würzburg: Königshausen & Neumann 2004, S. 186-194.

28 Kleist, Heinrich von: Die Marquise von O.../ Das Erdbeben in Chili. Köln: Anaconda 2005, S. 31. Im folgenden zitiert als ,Kleist Marquise'.

29 Ebd., S. 7.

30 Kainz, Robert: Der schönste erste Satz. In: Der schönste erste Satz, hg. von der Initiative Deutsche Stiftung und der Stiftung Lesen. München: 2008, S. 96.

31 Kleist Marquise, S. 8.

32 Vgl. Kleist Marquise, S. 17.

33 Ebd., S. 28-29.

Details

Seiten
24
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668880436
ISBN (Buch)
9783668880443
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v443920
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,3
Schlagworte
Heinrich von Kleist Arthur Schnitzler Marquise von O... Fräulein Else
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