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Johann Sebastian Bach im Musikunterricht der Sekundarstufe 1

Seminararbeit 2017 21 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Leben und Werk
2.1 Kindheit in Eisenach
2.2 Beim Bruder in Ohrdruf
2.3 Chorschüler in Lüneburg
2.4 Tätigkeit als Organist
2.5 Hoforganist, Cammer-Musicus & Concert-Meister in Weimar
2.6 Capell-Meister in Köthen
2.7 Cantor und Music-Director in Leipzig

3 Didaktische Annäherung
3.1 Bach aus musikpädagogischer Sicht
3.2 Ansatzpunkte
3.2.1 biografisch
3.2.2 geografisch/kulturell
3.2.3 musikalisch
3.2.4 von Epoche ausgehend

4 Zusammenfassung

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Zweifelsohne gilt Johann Sebastian Bach im Kreise von Musikexperten, -kennern und auch -liebhabern als einer der bedeutendsten und meistgeschätzten Komponisten der deutschen sowie weltlichen Musikgeschichte. Im Anbetracht der musikalischen Interessen eines Großteils an Schülerinnen und Schülern[1], die sich vordergründig an der modernen Pop- und Rockmusik orientieren, stehen Musikpädagogen heute vor dem Problem, einen äußerst komplexen und tiefgründigen Gegenstand, dargestellt durch eine sehr ernste und fast wehmütig erscheinende Persönlichkeit Bachs, schülergerecht zu vermitteln. Auch wenn sich ein Großteil seiner Werke nicht für den Schulunterricht der Sekundarstufe I anbietet, weil sie den Schülern zu schwer oder fremd sind, so darf der pädagogische Mehrwert, den Bach durch seine eigene „effektive pädagogische Begabung“[2] bietet, nicht unterschätzt werden. So finden sich in seinem Lebenslauf viele Stellen, die auch heute noch die Aufmerksamkeit und Neugier bei Schülern wecken können. In der nachfolgenden Arbeit sollen ausgehend von einer kurzen Zusammenfassung über das Leben Johann Sebastian Bachs mögliche didaktische Ansatzpunkte zum Thema „Bach in der Sekundarstufe I“ knapp dargestellt werden. Es ist dabei zu erwähnen, dass der Fokus in Kapitel 2, Leben und Werk, auf die wichtigsten Stationen, bezogen auf das musikalische Wirken von Bach, gelegt wird und nicht auf alle Details in Bezug auf Familie, Werke oder sonstige historische sowie kulturelle Begebenheiten eingegangen wird.

2 Leben und Werk

2.1 Kindheit in Eisenach

Die Anfänge seiner Kindheit verbringt Johann Sebastian Bach in Eisenach, wo er am 21. März 1685 geboren wurde. Es ist das jüngste von insgesamt acht Kindern, welchen der Vater Johann Ambrosius Bach und die Mutter Elisabeth Lämmerhirt das Leben schenken.[3] Johann Ambrosius war von Beruf Stadtpfeifer, oder auch „Hausmann“, was so viel bedeutet wie Leiter der jeweiligen Ratsmusik und Mitglied der Hofkapelle.[4] Durch die Aufgaben des Vaters, der selbst „recht vielseitig und auch stimmlich begabt“[5] gewesen sei, kommt Johann Sebastian, wenn auch nur für kurze Zeit, in die anfängliche Berührung mit Musik im Haus der Eltern. Marcel (1987) weist in seiner Biographie über Bach auf die „unverkennbare Begabung des kleinen Johann Sebastian“ hin und bescheinigt ihm schon früh das Spielen auf der Geige sowie großes Interesse an der Orgel.[6] Doch nicht nur die frühen Begegnungen mit der Musik im Elternhaus prägen ihn. So kommt ebenso dem Geburtsort Eisenach eine tragende Rolle zu. Nach Wolff (2014) gibt es „vier Institutionen, die das Fundament der deutschen Musikkultur im 17. Jahrhundert bildeten: Stadt, Hof, Schule und Kirche.“[7] All diese Bereiche findet Bach in unmittelbarer Umgebung vor. So erfährt Johann Sebastian erste öffentliche Musikdarbietungen in der Stadt- oder Ratsmusik-Kompagnie und nimmt außerdem die Hofkapelle des Herzogs sowie die Orgel und Chorempore der Pfarrkirche St. Georg, als wichtigsten Ort der geistlichen Musik, wahr.[8] In den Jahren 1693 bis 1695 ist er Schüler der Lateinschule in Eisenach, zu dessen Schülern einst auch Martin Luther zählte. Dort gehört er dem „Chorus symphoniacus“ an, der schwierigere Stücke wie z.B. Motetten und Kantaten in der Kirche zu singen hatte.[9] Johann Sebastian fällt hier durch seine schöne Sopranstimme auf und es stellt sich heraus, dass er ein überdurchschnittlicher Schüler ist und sich der äußerst strengen Schule leicht anpassen kann.[10] Doch im Alter von neun Jahren muss er zwei schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Innerhalb eines Dreivierteljahres sterben seine Mutter und sein Vater. Dabei wird ihm schon früh bewusst, dass sein Lebensweg von „Studium und Arbeit“ gekennzeichnet ist und ihm nichts geschenkt wird.[11]

Den Bezug zur Orgel bekommt Johann Sebastian wohl nicht direkt von seinem Vater. Vielmehr bewundert er das Orgel- und Cembalospiel von seinem Onkel, Johann Christoph Bach. Dieser hatte seit 1665 das Amt des Stadtorganisten von Eisenach inne, welches ebenso zur Pflege der drei Eisenacher Orgeln - St. Georg, St. Nicolai und St. Anna - verpflichtete. Es wird vermutet, dass Johann Sebastian Bach hier sehr früh bereits Einblicke in den Bau und in die Funktionsweise der Orgel erhält und sich daraus seine Leidenschaft für die Orgel entwickelt.[12] Nach Marcel (1987) war Johann Sebastian seinem Onkel Christoph ähnlicher als seinem Vater Ambrosius, besonders durch die Charakterzüge „Stolz, Ehrgeiz, Heftigkeit [und] kämpferische[s] Temperament“[13]. Durch die „Ausgeglichenheit“[14] von seinem Vater sei Johann Sebastian jedoch vollendeter und „überlegter“[15] gewesen, was ihm in seinem späteren Leben noch von Vorteil sein wird.

2.2 Beim Bruder in Ohrdruf

Nach dem Tod ihrer Eltern ziehen Johann Sebastian und sein Bruder Johann Jakob zum Bruder Johann Christoph nach Ohrdruf. Die Kleinstadt Ohrdruf liegt ungefähr 40 Kilometer südöstlich von Eisenach und zählt zu dieser Zeit etwa 2.500 Einwohner. Interessant ist vor allem, dass Johann Sebastian Bach dadurch zu den Wurzeln seiner Familie zurückkehrt, da der Stammvater der Familie Bach, Veit Bach, im nahegelegenen Wechmar wohnte, welches zur selben Grafschaft des Herzogtums Sachsen-Gotha gehörte.[16] Bevor Johann Christoph im Jahr 1690 das Organistenamt in der Ohrdrufer Kirche St. Michaelis übernahm, hatte er zuvor drei Jahre Unterricht beim damaligen Erfurter Organisten Johann Pachelbel genommen. So ist anzunehmen, dass Johann Sebastian bei seinem Bruder ebenfalls in Berührung mit der Orgelkunst des berühmten Organisten gekommen ist.[17] Zunächst zeichnet sich der junge Johann Sebastian aber durch seine schulische Laufbahn aus. Da Johann Christoph es sich nicht länger leisten konnte, Unterhalt für die beiden jüngeren Brüder zu bezahlen, ist Johann Sebastian auf eine „Freistelle als Currendesänger“ im Ohrdrufer Lyzeum angewiesen.[18] Das „Lyceum Ilustre Gleichense [war] eine angesehene Bildungsanstalt“[19] in Form einer „evangelische[n] Lateinschule“.[20] Dabei ist hervorzuheben, dass Johann Sebastians schulische Leistung weit über dem Durchschnitt liegt. So steht er „mit zwölf Jahren als jüngster Schüler der Klasse an der Spitze[…]“[21] und wird mit „vierzehn, volle vier Jahre unter dem Altersdurchschnitt seiner Klassenkameraden[…] in die Prima versetzt.“[22] Am Ende verlässt er die Schule als „Zweitbester“[23] und erreicht dadurch eine „schulische Leistung, wie sie in seiner Familie beispiellos war.“[24] Neben seinem Fleiß, den er hier in der Schule beweist, ist es vor allem die Leidenschaft und Begeisterung für die Musik, die seinen weiteren Lebenslauf bestimmen soll. So schreibt Marcel (1987) über Johann Sebastian im Hinblick auf den Musikunterricht bei seinem Bruder Christoph:

„Der Junge durchstöberte alle Notenhefte, versuchte sich auf allen Instrumenten und schrieb alle Werke ab, die er in die Hände bekam. Sein Bruder wollte ihm einmal eine Sammlung von Klavierstücken nicht geben, weil er sie noch zu schwer für ihn fand. Es sei nicht gut, zu schnell vorzugehen. Johann Sebastian verschaffte sie sich heimlich und kopierte sie nachts beim Mondschein, weil das Kerzenlicht ihn hätte verraten können.“[25]

Durch diese außergewöhnliche intrinsische Motivation, die sich hier bei Johann Sebastian zeigt, entsteht schnell eine Typisierung, die ein Bild von „Bach als Autodidakt“[26] entstehen lässt. Dies wird in Kapitel 3 noch ausführlich beleuchtet.

2.3 Chorschüler in Lüneburg

Aufgrund fehlender Freistellen konnte Johann Sebastian die Prima in Ohrdruf nicht beenden, worauf er mit seinem Klassenkameraden Georg Erdmann, auf Empfehlung des Lyzeums-Kantor Elias Herda, nach Lüneburg auf die Michaelisschule wechselt.[27] Nach Geck (2014) machen die beiden sich „nach Wanderburschenart wohl zu Fuß[…] auf den Weg nach Lüneburg“.[28] Dass sich Johann Sebastian allerdings entscheidet, seine akademische Laufbahn weiterzuverfolgen und somit die Lateinschule abzuschließen, ist nicht selbstverständlich und bezeugt seinen in jungen Jahren schon stark ausgeprägten Charakter. So wäre es seinem Bruder Christoph vermutlich lieber gewesen, er hätte stattdessen eine Lehrstelle als Musiker, z.Bsp. bei Johann Pachelbel, gesucht, wie es in der Familie Bach üblich war.[29] In Lüneburg erwarten ihn beste Voraussetzungen zum Studium. Zum einen ist die Musikbibliothek im Michaeliskloster „eine der größten in Deutschland überhaupt.“[30] Zum anderen ist mit Georg Böhm, Weggefährte von Christoph Bachs Schwiegervater Vonhoff, ein guter Bekannter Organist an der Johanniskirche in Lüneburg. Johann Sebastian kommt bereits mit hervorragenden musikalischen Kenntnissen an, die er sowohl in seinem Geburtsort Eisenach vor allem aber auch bei seinem Bruder Christoph in Ohrdruf erworben hat.[31] Der Freiplatz am Lüneburger Michaelis-Gymnasium bedeutete für Johann Sebastian gleichzeitig das Singen im „Mettenchor“.[32] Zusammen mit seinem Freund Erdmann singt er als Diskantist, d.h. im Sopran und hat dabei darüber hinaus noch viele außerschulische Verpflichtungen. So waren täglich die Mette um 7 Uhr sowie die Vesper am Abend festgelegte Termine, bei denen die Chorschüler singen mussten. Im Gegenzug dafür erhielten sie ein Zimmer und kostenlosen Unterricht am Gymnasium.[33] Zur persönlichen musikalischen Weiterbildung begibt er sich mehrmals nach Hamburg, um den damals berühmten Organisten Johann Adam Reinken zu hören.[34] Auf diese Weise kommt Bach stark in Berührung mit der „französischen Musik und den norddeutschen Orgelmeistern“[35] und trifft neben Reinken mit großer Wahrscheinlichkeit auch den großen Organisten Buxtehude.[36] Mit 17 Jahren schließlich, im Jahr 1702, schließt Johann Sebastian die Michaelisschule ab und entscheidet sich für den Beruf als Musiker.[37]

2.4 Tätigkeit als Organist

Bevor Johann Sebastian seine erste Stelle als Organist antritt, nimmt er für kurze Zeit die Tätigkeit als „HoffMusicus in Weimar“[38] an. Bereits ein halbes Jahr später, nach seiner ersten erfolglosen Bewerbung um den Organisten-Dienst in Sangerhausen, tritt er offiziell am 09. August 1703 den Dienst an der Wender-Orgel der neuen Kirche in Arnstadt an, die er zuvor schon selbst geprüft hat.[39] Es ist erstaunlich, dass Johann Sebastian bereits im Alter von 18 Jahren zum einen den „erforderlichen Sachverstand“ aufweist sowie sich darüber hinaus für die „Gutachtertätigkeit“[40] an der neuen Kirche in Arnstadt qualifiziert. Auf dieser neu gebauten Orgel schreibt Bach seine berühmte d-Moll-Toccata.[41] Dies wird allerdings nur vermutet und ist nicht vollständig nachweisbar, da „Bach […] die meisten seiner Manuskripte nicht datiert“[42] hat. Neben seinem Dienst als Organist kommt Johann Sebastian außerdem „mit den musizierenden Lateinschüler des Lyzeums in Berührung“[43], mit welchen es zu manchen „Zwischenfällen“[44] kommt. So geht der Überlieferung nach ein Schüler namens Geyersbach mit einem Knüppel auf Bach los, nachdem dieser bei einer Probe „Albernheiten mit seinem Fagott trieb“[45] und Johann Sebastian ihn einen „Zippelfagottisten“[46] nennt. Der hier beschriebene Zwischenfall ist keineswegs als zufälliges Ereignis anzusehen, sondern vielmehr die Folge des ohnehin schlechten Verhältnisses zwischen den Chorschülern und ihrem Dirigenten. So beschreibt Wolff (2014), dass die Schüler „nur schlecht und recht in der Lage waren, ein vokal-instrumentales Aufspiel-Ensemble zu bilden“[47] ; Bach hingegen war „ein ehrgeiziger, hochbegabter […] Musiker“.[48] Ein weiterer Vorfall zwischen Johann Sebastian und dem Konsistorium stellt sein überzogener Urlaub nach Lübeck dar. Bachs Absicht ist es dabei, Dietrich Buxtehude an der Lübecker Marienkirche Orgel spielen zu hören. Nur kommt er dabei nicht wie ausgemacht nach vier Wochen, sondern erst nach drei Monaten wieder zurück nach Arnstadt und ist dabei die gesamte Advents- und Weihnachtszeit abwesend.[49] In dieser Zeit lernt er Buxtehude näher kennen, der Bach vorschlägt sein Nachfolger zu werden, allerdings unter der Bedingung, dass er seine Tochter Anna Margaretha heiratet. Doch Bach lehnt ab und bleibt seiner Frau Maria Barbara treu.[50] Ob es daran lag, dass Anna Margaretha „leider gänzlich reizlos“[51] war?

Seine zweite Station als Organist ist an der Kirche Divi Blasii in Mühlhausen. Als Johann Sebastian im Dezember 1706 erfährt, dass Johann Georg Ahles, bisheriger Organist in der Reichsstadt Mühlhausen, gestorben ist, bewirbt er sich um den frei gewordenen Posten.[52] Hier ist man überzeugt, dass Bach den freien Posten am besten ausfüllt und so hatte er „von vornherein keine Konkurrenten“[53]. Die anfängliche Zeit gestaltet sich für Johann Sebastian äußerst fruchtbar. So schmiedet er nicht nur „Heiratspläne“[54] mit Maria Barbara, sondern erfährt außerdem „Respekt und Bewunderung“[55]. Dies zeigt sich vor allem darin, dass er eine „umfassende Renovierung und neue Erweiterung“[56] der Orgel in der Blasiuskirche zu Mühlhausen in Gang setzt und genehmigt bekommt. Allerdings kommt es im Laufe der Zeit zu „Streitigkeiten zwischen Pietisten und orthodoxen Lutheranern.“[57] Während die Pietisten Musik im Gottesdienst ablehnten, sprachen sich die Orthodoxen für eine musikalische Begleitung im Gottesdienst aus. So verwundert es nicht, dass Bach den orthodoxen Pastor Eilmar von St. Marien unterstützt und nicht etwa Pastor Frohne von St. Blasius, wo er hauptsächlich musikalisch tätig war.[58] Dieser Umstand trägt neben zwei hauptsächlichen anderen Gründen dazu bei, dass Johann Sebastian bereits im Juni 1708 „sein Entlassungsgesuch einreicht[…]“[59] und mit dem Gedanken spielt, ins Schloss nach Weimar zurückzukehren. Zum einen wurde ihm ein deutlich höheres Gehalt angeboten. Laut Wolf (2014) war es „um 75 Prozent höher als sein Mühlhäuser Gehalt.“[60] Zum anderen schien ihn die angebotene Stelle als „Kammermusiker und Hoforganist“ zu reizen, vor allem aufgrund der Zusammenarbeit mit „Berufsmusikern“[61]. Weimar war Bach, noch vor seiner ersten Stelle in Arnstadt, zudem aus seiner Zeit als „Lakei“[62] wohlvertraut.

2.5 Hoforganist, Cammer-Musicus & Concert-Meister in Weimar

Johann Sebastian Bachs Rückkehr nach Weimar beschreibt Marcel (1987) als „einer der größten Fortschritte in seiner Karriere.“[63] Hier war er hauptsächlich als Hoforganist in der Schlosskirche tätig, deren Kuppel mit der Orgel auch „Himmelsburg“[64] genannt wurde. Wie bereits in Mühlhausen veranlasst Bach als kritischer Orgelprüfer und -spezialist eine Erweiterung der Orgel, bei der es ihm wohl neben einem „32´-Subbass“ am meisten auf ein Glockenspiel im Pedal als Register ankommt.[65] Als ausgezeichneter Organist wird ihm außerdem zugeschrieben, dass er in Bezug auf die Spieltechnik das Spielen mit dem Daumen erfindet, was zuvor nicht sonderlich gebräuchlich war.[66] Auf seine anfängliche Zeit als Hoforganist geht außerdem das „Orgel-Büchlein“[67] zurück. An dieser Sammlung von 164 Sätzen zu Melodien aus dem lutherischen Gesangbuch arbeitet Bach mehrere Jahre lang.[68] Da Bach bis zu diesem Zeitpunkt sowie im Laufe seines ganzen Lebens immer nach beruflichem Fortschritt strebt, drängt er auf seine Beförderung zum Konzertmeister.[69] Die Ernennung am 2.März 1714 zu einem Posten, den es in dieser Form zuvor noch nie gegeben hat, beschert Bach sozusagen ein „Mandat als Komponist“[70], das ihn beauftragt „im monatlichen Rhythmus Kantaten“[71] zu schreiben. Allerdings endet seine Zeit in Weimar bereits im Jahr 1717 mit einer „einmonatigen Gefängnishaft“[72]. Hintergrund dabei ist folgender, dass sich Fürst Leopold von Anhalt-Köthen, der Schwager von Herzog Ernst August, bei der Hochzeit seiner Schwester die Gelegenheit erbot, Johann Sebastian Bach musizieren zu hören. Dadurch, dass Leopold sehr angetan von Johann Sebastian war und in Köthen die Stelle des Kapellmeisters frei geworden war, bietet sich für Bach die Möglichkeit nach Köthen zu gehen.[73] Nach dem er seine Familie nach Köthen gebracht hat, geht er für kurze Zeit nach Dresden, wo sich zur selben Zeit Louis Marchand aufhält, ein berühmter französischer Organist. Der Erzählung zufolge wurde zwischen den Beiden ein Wettstreit veranstaltet. Das Ergebnis schließlich war jedoch, dass Marchand erst gar nicht antrat.[74] Nun ist sich Bach mit Fürst Leopold bereits einig gewesen, Herzog Wilhelm lehnte den Wechsel allerdings ab. Johann Sebastian beschwert sich aber „so deutlich und heftig, daß (sic!) der gereizte Herzog ihn einsperren ließ.“[75] In dieser Zeit arbeitet er vermutlich (es gibt wenig Quellenangaben dazu) weiter am Orgelbüchlein[76] sowie am ersten Teil des „Wohltemperierten Claviers“[77].

2.6 Capell-Meister in Köthen

Nach Marcel (1987) war für Bach die Zeit in Köthen „bis zum Tod Maria Barbaras […] einer der glücklichsten Abschnitte seines Lebens.“[78] Fürst Leopold spielte selbst Violine, Gambe und Klavier und liebte die Musik.[79] Während dieser Zeit unternimmt Johann Sebastian immer wieder Reisen, sei es nach Berlin, um dort ein neues Cembalo zu kaufen oder nach Karlsbad. Hierhin begleitet er den kranken Fürsten Leopold bei seiner Kur zwei Mal. Bei der zweiten Reise allerdings trifft ihn erneut ein schwerer Schicksalsschlag, der nach Wolff (2014) das „tragischste[…] Ereignis in Bachs ganzem Leben“[80] darstellt. So stirbt seine Frau Maria Barbara völlig unerwartet.[81] Aber bereits vier Monate später Reist er allein nach Hamburg, wo nach dem Tod des dortigen Organisten die Stelle an der Jacobikirche frei wurde. In Anwesenheit des nun in die Jahre gekommenen Reinken tritt Bach zum Probespiel an. Dieser ist von Bachs Stücken, „An Wasserflüssen Babylon“ und einer g-moll-Fuge, sehr angetan.[82] Doch statt Bach bekommt J. Joachim Heitmann die Stelle und es lässt sich aufgrund fehlender Quellen nicht eindeutig sagen warum Johann Sebastian doch in Köthen blieb. Nach Marcel (1987) lag es an dem Brauch, dass man dem „Meistbietenden die Stellung“[83] gab und Heitmann schlichtweg mehr bezahlte. Wolff (2014) führt an, dass es einerseits an der Bezahlung liegen konnte, andererseits aber auch Einwände von Fürst Leopold denkbar sind. Einig sind sich aber beide, dass die Vorkommnisse in der Hamburger Gesellschaft Empörung hervorriefen.[84] Zurück in Köthen nimmt Bach eine Neueinstellung vor: die junge Sopranistin Anna Magdalena Wilcke. Das nicht ganz ohne Hintergedanke, denn am 3.Dezember 1721 heiraten die beiden.[85] Dass Johann Sebastian so früh nach dem Tod seiner ersten Frau erneut heiratet, war in der damaligen Gesellschaft durchaus üblich.[86] Ihr schreibt er ein eigenes Notenbüchlein, um „ihre Fertigkeit am Clavier zu verbessern“[87]. Zu Beginn desselben Jahres schreibt er außerdem die Brandenburgischen Konzerte „mit seiner schönsten Handschrift“[88] ab und sendet sie dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg zu. Nach dem Tod von Johann Kuhnau am 5.Juni 1722 bewirbt sich Bach auf den frei gewordenen Posten des Kantors an der Thomasschule in Leipzig. Der Leipziger Rat entschied sich schnell für Georg Philipp Telemann, doch dieser lehnte nach Prüfung seiner vorliegenden Angebote ab und entschied sich stattdessen für eine Stelle am Johanneum in Hamburg.[89] Unter allen Bewerbern war Bach der einzige, der keinen Universitätsabschluss nachweisen konnte. Zu den Pflichten eines Director Musices gehörte außerdem das Erteilen von privaten Musikstunden. So stellt sich Bachs Lebenslauf als ausreichend für den Posten dar, seine „didaktische Erfahrung“[90] musste er jedoch anders bezeugen, nämlich im Vorlegen „exemplarischer und nützlicher Lehrbücher“[91]:

1.Das wohltemperierte Clavier
2. Auffrichtige Anleitung

2.7 Cantor und Music-Director in Leipzig

Nachdem nun Telemann in Hamburg blieb und Graupner, der letzte andere Kandidat neben Bach, in Darmstadt, fällt die Wahl am 22.April 1723 auf Johann Sebastian Bach. Im Vergleich zu seinen bisherigen Tätigkeiten ist er als Kantor an der Thomasschule dazu verpflichtet auch Lateinunterricht zu geben.[92] So zieht er mit seiner Familie in die Kantorenwohnung im Südflügel der Thomasschule beim Thomaskirchhof. Ihm steht außerdem eine „Componirstube“[93] zur Verfügung, in der sich die Musikbibliothek der Schule befand. Auch wenn der berufliche Wechsel für Bach keine Erhöhung seines Gehalts nach sich zieht, im Gegenteil, es ist sogar geringer, so ist sich Bach bewusst, dass die Lateinschule eine gute Verbindung zur Universität bedeutet und er seinen Söhnen somit mehr Bildungsmöglichkeiten bietet.[94] Im Hinblick auf die Rangliste war der Kantor „an dritter Stelle der vier ranghöchsten Mitglieder des Thomana-Lehrerkollegiums.“[95] Der Schulalltag scheint für die Schüler hart gewesen zu sein. So hatten sie in Bach einen deutlich anspruchsvolleren Lehrer als es Kuhnau war. Beispielsweise nahm er auch keine Lehrbücher als Hilfe heran, sondern erstellte immer eigene theoretische Grundlagen.[96] Wenn die Schüler bei einer Aufführung einen Fehler machten, mussten sie Geld dafür bezahlen, für absichtliche sogar noch mehr.[97] Wie zeitaufwändig sein neuer Posten auch außerhalb des Unterrichtens an der Thomasschule war, zeigt besonders das strenge liturgische Programm in Leipzig. So dauerte in beiden Kirchen, St. Thomas und St. Nicolai, im Schnitt eine Kirche vier Stunden. Für jeden Sonn- und Feiertag war es Johann Sebastians Aufgabe eine neue Kantate zu komponieren.[98] Marcel (1987) nennt die Kantate beiläufig erwähnt das „Meisterstück des Barockzeitalters“.[99] Bachs Ziel dabei war es, nicht einfach „eine Kantate nach der anderen zu schreiben, sondern die Gattung Kantate insgesamt weiter auszubauen […]“[100] Neben den vielzähligen Kantaten sind es auch die Passionen, die Bachs Stellenwert unterstreichen. Die Matthäus-Passion stellt dabei den Höhepunkt in Bezug auf sein „vokales Schaffen für die Leipziger Kirchen“[101] dar. Während seines letzten Jahrzehnts arbeitet Johann Sebastian an der „Kunst der Fuge“[102] sowie an der „h-Moll-Messe“[103]. War er in seinem Leben nie wirklich krank gewesen, so ändert sich das im Frühjahr 1749, als sein Gesundheitszustand plötzlich sehr kritisch wurde.[104] Da er am Ende vor allem mit Augenproblemen zu kämpfen hatte, lässt er sich Ende März 1750 noch vom damalig populären englischen Augenarzt Sir John Taylor operieren. Nachdem die erste Operation jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis führt, operiert er Bach ein zweites Mal. Dies schwächt Johann Sebastians Körper aber zunehmend und er stirbt am 28.Juli 1750.[105]

3 Didaktische Annäherung

3.1 Bach aus musikpädagogischer Sicht

Wie bereits in Kapitel 2 angedeutet stellt sich die Frage, ob Bach ein Autodidakt war. Nun kann auf der einen Seite gesagt werden, dass Johann Sebastian bereits in eine musikalisch strukturierte und vernetzte Familie hineingeboren wird. Somit scheint es fast selbstverständlich, dass er durch Vorbilder in der Familie wie z.B. seinen älteren Bruder selbst musikalische Fähigkeiten entwickelt. Was jedoch nicht als selbstverständlich angesehen werden kann ist sein besonderer „Fleiß“[106], der sich sowohl durch seine schulische als auch musikalische Laufbahn zieht. In Bezug auf das Komponieren und damit verbunden bestimmte Komponierstile sowie -techniken zeigt sich bei Johann Sebastian ein großes Maß an „intrinsische[r] Motivation“[107], die auch vor allem bei seinen Reisen aufleuchtet, indem er immer wieder seine Vorbilder aufsucht. So wurde er zwar von guten Lehrern und musikalischen Vorbildern begleitet, sein unaufhörliches Streben nach jeglicher Verbesserungen, sei es beruflich oder im musikalischen Sinne, lässt jedoch durchaus den Begriff des autodidaktischen Lernens zu.

Durch dieses Maß an „eigenverantwortliche[m] Lernen“[108] verbunden mit der Neugier, sich ständig „musikalisch weiterzubilden“[109], ist Johann Sebastian Bach für den Schulunterricht als besonders pädagogisch wertvoll anzusehen. Bach selbst weist auch ohne Universitätsabschluss hohe pädagogische Kompetenzen auf. So nimmt er Zeit seines Lebens Privatschüler bei sich auf, die er mit eigens komponierten Stücken musikalisch unterrichtet. Viele seiner Kompositionen sind „musikalische Lehrwerke“[110] und im schulischen Sinne auch „Unterrichtsmaterialien“[111], sodass Johann Sebastian Bach durchaus als Musikpädagoge betrachtet werden kann.

Im Folgenden sollen nun verschiedene didaktische Ansatzpunkte zum Thema „Johann Sebastian Bach“ im heutigen Schulunterricht aufgezeigt werden. Der Zugang erfolgt über die folgenden vier Teilgebiete, die es erleichtern, dieses umfangreiche Thema musikdidaktisch zu erfassen:

- biografisch
- geografisch/kulturell
- musikalisch
- von der Epoche ausgehend

3.2 Ansatzpunkte

3.2.1 biografisch

- Klassen 5/6
- Bildungsplan 2016: 3.1.2 Musik verstehen: (9)

„ausgehend von historischen und zeitgenössischen Musikstücken Lebens- und Arbeitsumfeld von Komponisten und Musikern nennen, vergleichen und einordnen“
- hier bieten sich vor allem Geschichten aus dem Buch „Johann Sebastian Bach. Eine Biografie für Kinder“ an. Darin geht es um zwei sogenannte „Barockengel“, die aus dem Leben Johann Sebastian Bachs berichten. Dabei greifen sie wichtige und markante Anekdoten aus dem Leben Bachs auf und nähern sich so der Persönlichkeit des Komponisten. Aufgeführt sind beispielsweise das „Schulschwänzen“ von Johann Sebastian, das Abschreiben des Notenhefts bei Mondschein, der Vorfall mit Geyersbach, Bach im Gefängnis und noch weitere.[112] Durch den Einstieg solcher Geschichten entwickeln die Kinder, gerade aus der unteren Klassenstufe, einen viel stärkeren Bezug zu Bach als beispielsweise nur Zahlen und Fakten über ihn zu lesen. Ebenfalls interessant könnte die Fragestellung sein: Wie sah der Schulalltag damals aus?
- Klasse 10
- BP 2016: 3.3.3 Musik reflektieren: (5)
„musikalische Erscheinungsformen in ihrem kulturellen und zeitlichen Kontext reflektieren: religiöse Musik oder politisch motivierte Musik“
- Für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 eignen sich Auszüge aus der ersten Bach-Biografie von Forkel.[113] Die Ausführungen darin liegen zeitlich sehr nahe am Leben von Bach und spiegeln auch durch ihre zeitgemäße Ausdrucksweise den kulturellen Kontext in Bezug auf Bachs Leben.

[...]


[1] Bemerkung: im Folgenden wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit auf die durchgehende Verwendung der weiblichen und männlichen Schreibform verzichtet. Sämtliche Schülerbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

[2] Arnold Werner-Jensen, Franz Josef Ratte, Manfred Ernst, Das Reclam-Buch der Musik, Stuttgart 2012, S. 112

[3] Vgl. Martin Geck, Johann Sebastian Bach (=Rororo 50637 : Rowohlts Monographien), Reinbek bei Hamburg 2014, S. 10

[4] Vgl. Christoph Wolff, Johann Sebastian Bach (=Fischer Taschenbücher 16739), Frankfurt am Main 2014, S. 13

[5] Vgl. Friedemann Otterbach, Johann Sebastian Bach. Leben und Werk, Stuttgart 1982, S. 10

[6] S. 14

[7] S. 22

[8] Vgl. Wolff, S. 22

[9] Vgl. Otterbach, S. 11

[10] Vgl. Luc-André Marcel, Johann Sebastian Bach (=Rowohlts Monographien 83), Reinbek bei Hamburg 1987, S. 16 f.

[11] Vgl. Geck, S. 13

[12] Vgl. Wolff, S. 32 f.

[13] S. 15

[14] Ebd.

[15] Ebd.

[16] Vgl. Ebd., S. 39

[17] Vgl. Otterbach, S. 11

[18] Vgl. Geck, S. 15

[19] Wolff, S. 42

[20] Otterbach, S. 11

[21] Wolff, S. 43

[22] Ebd.

[23] Otterbach, S. 11

[24] Wolff, S. 43

[25] S. 20

[26] Suzanne van Kempen, Bach - musikpädagogisch betrachtet (=Beiträge zur europäischen Musikgeschichte Bd. 13), Frankfurt a.M, Bern op. 2009, S. 115

[27] Vgl. Wolff, S. 44

[28] S. 18

[29] Vgl. Ebd., S. 45

[30] Geck, S. 19

[31] Vgl. Wolff, S. 46 f.

[32] Otterbach, S. 12

[33] Vgl. Ebd., S. 12

[34] Vgl. Geck, S. 20

[35] Marcel, S. 27

[36] Vgl. Wolff, S. 70

[37] Vgl. Marcel, S. 27

[38] Wolff, S. 72

[39] Vgl. Otterbach, S. 15

[40] Konrad Küster, Der junge Bach, Stuttgart 1996, S. 127

[41] Vgl. Michael Wersin, Händel & Co. Die Musik der Barockzeit, Stuttgart 2009, S. 28

[42] Küster, S. 122

[43] Wersin, S. 29

[44] Marcel, S. 31

[45] Ebd., S. 31

[46] Wolff, S. 93

[47] S. 94

[48] Ebd.

[49] Vgl. Wersin, S. 30 f.

[50] Vgl. Marcel, S. 32 f.

[51] Ebd.

[52] Vgl. Wolff, S. 114 f.

[53] Wersin, S. 36

[54] Wolff, S. 118

[55] Ebd., S. 122

[56] Ebd.

[57] Marcel, S. 35

[58] Vgl. Ebd., S. 35 f.

[59] Wersin, S. 36

[60] S. 126

[61] Ebd.

[62] Ebd., S. 36

[63] S. 42

[64] Wolff, S. 137

[65] Vgl. Ebd., S. 138

[66] Vgl. Marcel, S. 42 f.

[67] Wolff, S. 142

[68] Vgl. Ebd., S. 142 f.

[69] Vgl. Ebd., S. 163

[70] Ebd., S. 170

[71] Ebd.

[72] Wersin, S. 36

[73] Vgl. Wolff, S. 196

[74] Vgl. Marcel, S. 54 f.

[75] Ebd., S. 56

[76] Vgl. Ebd., S. 56

[77] Wolff, S. 202

[78] Marcel, S. 63

[79] Vgl. Ebd., S. 63

[80] S. 231

[81] Vgl. Ebd., S. 67

[82] Vgl. Ebd., S. 67

[83] Ebd., S. 67

[84] Vgl. Wolff, S. 235

[85] Vgl. Ebd., S. 238

[86] Vgl. Marcel, S. 73

[87] Wolff, S. 238

[88] Marcel, S. 68

[89] Vgl. Wolff, S. 240

[90] Ebd., S. 248

[91] Ebd., S. 247

[92] Vgl. Marcel, S. 91

[93] Wolff, S. 266

[94] vgl. Ebd.

[95] Ebd., S. 270

[96] Vgl. Ebd., S. 272

[97] Vgl. Ebd., S. 273

[98] Vgl. Marcel, S. 95

[99] Ebd.

[100] Wolff, S. 296

[101] Ebd., S. 311

[102] Ebd., S. 472

[103] Ebd.

[104] Vgl. Ebd., S. 484

[105] Vgl. Ebd., S. 489 ff.

[106] Van Kempen, S. 32

[107] Ebd., S. 35

[108] Ebd., S. 115

[109] Ebd. S.114

[110] Ebd., S. 45

[111] Ebd.

[112] Vgl. Peter Bach, Petra-Ines Kaune, Johann Sebastian Bach. Eine Biografie für Kinder : 17 spannende Geschichten ; [Bach 4 U], Flein 2015

[113] Johann Nikolaus Forkel, Über Johann Sebastian Bachs Leben, Kunst und Kunstwerke, Berlin 2010

Details

Seiten
21
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668812437
ISBN (Buch)
9783668812444
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v442954
Institution / Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd
Note
1,0
Schlagworte
johann sebastian bach sekundarstufe

Autor

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Titel: Johann Sebastian Bach im Musikunterricht der Sekundarstufe 1