Lade Inhalt...

Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeitserwartung, Ernährungsverhalten und Beratungsgespräch zum Thema "Übergewicht"

Einsendeaufgabe 2016 17 Seiten

Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Selbstwirksamkeitserwartung
1.1 Definition von Selbstwirksamkeitserwartung
1.2 Spezifische Selbstwirksamkeit zur gesunden Ernährung
1.2.1 Fragebogen zur gesunden Ernährung
1.2.2 Auswertung und Ergebnisse des Fragebogens
1.3 Wissenschaftliche Studie zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“
1.3.1 Studienauswertung

2. Literaturrecherche: Ernährungsverhalten
2.1 Definition von Ernährungsverhalten
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung
2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen
2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung

3. Beratungsgespräch zum Thema „Übergewicht“
3.1 Das Transtheoretische Modell (TTM)
3.1.1 Verhaltensveränderungsprozess
3.1.2 Gesundheitspsychologische Ziele
3.2 Rolle des Beraters
3.3 Gesprächsverlauf

4. Literaturverzeichnis

5. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis

1. Selbstwirksamkeitserwartung

1.1 Definition von Selbstwirksamkeitserwartung

„Selbstwirksamkeitserwartung wird definiert als die subjektive Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenz bewältigen zu können.“ (Schwarzer, 2004, S.12)

Bei setzen von Zielen bzw. Meisterung von Problemen, wird ein enger Zusammenhang zwischen Maß der Selbstwirksamkeitserwartung und dem angestrebten Erfolg aufgezeigt. Personen mit einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung bzw. Kompetenzerwartung, ent-gegnen Anforderungssituation selbstbewusst und verbinden mit ihr ein positives Gefühl. (Pieter, 2015, S.137-138).

Durch diese positive Haltung wird Motivation erzeugt, welche häufig zum ersehnten Erfolg führt, was wiederum die Verfahrensweise der Person bestätigt und gleichzeitig ihre Selbstwirksamkeitserwartung erhöht. Diesen Erfolg attribuieren sie internal bzw. schreiben sie sich selber zu. Hingegen lassen sich Personen mit einer nur schwach ausgeprägten Selbstwirksamkeitserwartung von schwierigen Anforderungssituationen schneller aus dem Konzept bringen und schreiben sich Misserfolg selber zu. Erfolg schreiben sie allerdings eher externen Faktoren zu. (Pieter, 2015, S.148)

1.2 Spezifische Selbstwirksamkeit zur gesunden Ernährung

1.2.1 Fragebogen zur gesunden Ernährung

Der folgende Fragebogen bezieht sich auf die spezifische Selbstwirksamkeitserwartung zum Thema gesunde Ernährung. Der Fragebogen beinhaltet 18 Fragen mit fünf Antwortmöglichkeiten, wovon Antwortmöglichkeit eins eine niedrige und fünf eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung zur gesunden Ernährung aufzeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Itemanalyse der Skala zur spezifischen Selbstwirksamkeit zur gesunden Ernährung (Gölz et al., 1998, S.39)

1.2.2 Auswertung und Ergebnisse des Fragebogens

Der Fragebogen wurde an fünf männlichen Personen aus meinem beruflichen (BU) und privaten Umfeld (PU) ausgeführt und zeigt folgende Ergebnisse:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Auswertung des Fragebogens zur spezifischen Selbstwirksamkeit zur gesunden Ernährung“ (eigene Darstellung).

Die Ergebnisse der Teilnehmer wurden zur Auswertung summiert. Es ist deutlich zu erkennen, dass die Personen 3 und 4 über eine niedrige Selbstwirksamkeitserwartung verfügen, weil sie mit ihren Werten zwischen 23 bis 32 Punkten liegen. Das zeigt, dass diese Personen misserfolgsorientiert bzw. extrinsisch (z.B. durch Vorteile, die sich aus ihren Handlungen ergeben) motiviert sind.

Die Personen 1, 2 und 5 liegen mit ihren Werten zwischen 52 und 84 Punkten, was zeigt, dass sie eine normale bis gut ausgeprägte Selbstwirksamkeitserwartung haben und erfolgsorientiert handeln. Ihren Erfolg schreiben sie sich selbst zu (intrinsische Motivation).

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass die Personen aus meinem beruflichen Umfeld über eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung verfügen, als die Personen aus meinem privaten Umfeld. Mögliche Gründe dafür sind, dass die Personen aus meinem beruflichen Umfeld sich täglich mit der Thematik Ernährung auseinander setzen und sich dadurch über ein gesünderes Essverhalten Bewusst sind.

1.3 Wissenschaftliche Studie zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“

1.3.1 Studienauswertung

Tab. 2: Auswertung der Studie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Literaturrecherche: Ernährungsverhalten

2.1 Definition von Ernährungsverhalten

„Ernährungsverhalten ist die Gesamtheit geplanter, spontaner oder gewohnheitsmäßiger Handlungsvollzüge von Individuen oder sozialen Gruppen, mit denen Nahrung beschafft, zubereitet, verzehrt und nachbereitet wird. Dabei umfasst das Ernährungsverhalten sowohl Einflussfaktoren als auch Auswirkungen aus den Dimensionen Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft entlang der gesamten Produktkette von Lebensmitteln. (Leonhäuser et al. 2009, S.20)

2.2 Theoretische Grundlagen

Ernährungsverhalten als Thematik enthält einen hohen Umfang an Bereichen mit denen man sich auseinandersetzen kann. Man kann sich zum einen auf die Entstehung menschlicher Ernährungsverhalten und die damit folgenden Schwierigkeiten (Krankheiten) befassen oder man setzt sich mit dem Gebiet der Lebensmittelverarbeitung und der Nahrungsaufnahme auseinander. Zur ersten Thematik besteht die Option, sich genauer mit mögliche Interventions- und Präventionsabläufe zu befassen.

2.3 Entstehung

Biologische, psychologische und soziale Einflussfaktoren bilden zusammen das Ernährungsverhalten des Menschen.

Die Hormone, der Füllungszustand des Magens, sowie die Hunger- und Sättigungsregulation ordnen sich den biologischen Faktoren zu.

Bei den psychischen Einflussfaktoren spielen Emotionen und kognitive Faktoren eine wichtige Rolle. Negative Emotionen führen häufig zu einem erhöhten Appetit. Kognitive Faktoren werden in den zwei Punkten Risikoeinschätzung und Wirksamkeitserwartung unterteilt. Diese Unterpunkte sind ausschlaggebend bei der Einschätzung (gesund oder ungesund) und bei der Einhaltung der Ernährung.

Soziale Normen, soziale Unterstützung, soziodemographische Variablen und soziale Vergleichsprozesse sind Unterteilungen sozialer Einflussfaktoren. Die von der Gesellschafft gegebenen Wertvorstellungen sind soziale Normen. Die Hilfe von Freunde und Familie ist die soziale Unterstützung. Bei den soziodemographischen Variablen wird Geschlecht, Alter und der soziale Status der Person beschrieben. Beim sozialen Vergleichsprozess identifiziert sich eine Person mit ähnlichen Menschengruppen. (Pietrowsky, 2006, S. 180-184)

2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen

„Frauen essen gesünder als Männer.“ Das ist das Ergebnis der Studie: „Iss was, Deutschland?“ 74% der Frauen sagten, dass sie sich immer bzw. überwiegend gesund ernähren. Bei den Männern liegt die Zahl bei 52%. (TK, 2013, S. 5)

Laut den Ergebnissen kann man auch feststellen, dass ältere Menschen sich eher gesünder ernähren (41%) im Vergleich zu Jugendlichen zwischen 18 und 25 (10%). (TK, 2013, S. 6)

Das Einkommen spielt bei der Ernährung eine entscheidende Rolle. Personen mit einem Haushaltseinkommen von über 4000€ ernähren sich im Schnitt gesünder (74%) als Personen mit einem Einkommen von bis zu 1500€ (61%). 23% der Spitzenverdiener achten eher weniger auf ihre Ernährung, hingegen sind es bei den Geringverdiener 31%. (TK, 2013, S. 7)

2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken

Bei Kindern ist eine frühzeitige Erziehung zum gesunden und kalorienarmen Essverhalten ausschlaggebend zur Vermeidung zukünftiger Fettleibigkeit und anderen Krankheiten. Diese Erziehung muss von allen Bezugspersonen (Erzieher, Lehrer) des Kindes umgesetzt werden.

[...]

Details

Seiten
17
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668807815
ISBN (Buch)
9783668807822
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v442385
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,7
Schlagworte
psychologie gesundheitsverhaltens einsendeaufgabe themekomplexen selbstwirksamkeitserwartung ernährungsverhalten beratungsgespräch thema übergewicht

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeitserwartung, Ernährungsverhalten und Beratungsgespräch zum Thema "Übergewicht"