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Die Geschichte der Printmedien: Die Gutenberg-Galaxis am Ende?

Seminararbeit 2003 33 Seiten

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Definition ‚Medium’

3 Voraussetzungen für die Printmedien
3.1. Erfindung der Schrift
3.1.1. Die ersten Gehversuche der Schrift
3.1.2. Die Bedeutung der Schrift: Oralität und Literalität
3.2. Gutenbergs Erfindung des Druckes
3.3. Geschichte der Zensur und der Pressefreiheit

4 Geschichte der einzelnen Printmedien
4.1. Die Geschichte des Buchs
4.2. Die Geschichte der Zeitung
4.2.1. Die Vorläufer der gedruckten Zeitungen
4.2.2. Die Zeitung
4.2.2.1. Die ersten Wochenzeitungen und die erste Tageszeitung der Welt
4.3. Die Geschichte der Massenmedien
4.3.1. Die Popular Papers in England
4.3.2. Die Massenpresse in der Schweiz

5 Zukunft der Printmedien
5.1. Komplementarität und Konkurrenz der Massenmedien
5.2. Das Ende der Gutenberg-Galaxis: Konkurrenz zwischen der Presse und dem Fernsehen
5.3. Warum die Zeitung überleben wird
5.4. Zeitungen gehen online – Vom Versuch, Scheitern und Erfolg eines neuen Formats

6 Schlusswort

7 Bibliographie

1 EINLEITUNG

„Von heute an ist die Malerei tot!“, soll der Maler Paul Delaroche 1839 ausgestossen haben (nach Haas, 1987: 105), als er die ersten Daguerrotypien (Lichtbilder mit einem speziellen fotografischen Verfahren hergestellt) gesehen habe. Er fürchtete um den Fortbestand der Malerei, da mit Hilfe der Fotografie unter anderem die Umwelt und der Menschen naturgetreuer abgebildet werden konnten / können als mit Hilfe des Pinsels und der Farbe.

Bei jeder neuen Innovation im Mediensystem tauchten Existenzängste wie diese immer wieder auf, auch wenn bekannt ist, dass sich noch nie ein neues Medium bei gleichzeitiger Auslöschung eines alten, aber bewährten Mediums durchsetzten konnte (Gesetzt der Komplementarität, siehe Kapitel 5.1.). Vielmehr erfahren sogenannte „alte“ Medien eine Funktionsverschiebung und nehmen eine neue Position innerhalb des medialen Systems ein. So findet eine konstante Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten und eine immer dichter werdende Medienabdeckung des Alltags statt.

Der Aufbau der vorliegenden Arbeit über die Geschichte der Printmedien, welche sich unter anderem genau mit solchen Fragen nach der Medienverdrängung oder - ergänzung beschäftigt, lässt sich grundsätzlich in drei Haupteile unterteilen. Nach einer kurzen Einleitung werden die wichtigsten Voraussetzungen für die Printmedien wie die Schrift und der Druck erläutert. Im zweiten Hauptteil wird die Entstehungsgeschichte von zwei wichtigen Printmedien, nämlich des Buches und der Zeitung, und ein kurzer Abriss über die Entstehung der Massenpresse präsentiert. Der letzte Hauptteil befasst sich dann mit der Zukunft der Printmedien und reflektiert mit Einbezug einiger theoretischen Grundlagen wie Riepls Gesetz der Komplementarität über den Fortbestand der Printmedien.

Da die vollumfängliche Geschichte der Printmedien nie im Rahmen einer Seminararbeit erfasst werden kann, liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit somit auf der Präsentation der Entwicklung einzelner Printmedien und auf der Frage, ob das Ende der Gutenberg-Galaxis mit der fortschreitenden Technologisierung eingetroffen ist oder sehr bald eintreffen wird.

2 DEFINITION ‚MEDIUM’

Ein Medium ist Träger und Übermittler von Inhalten, d.h. von Informationen oder Unterhaltung (vgl. Hiebel 1998, S.12). Es ist Hilfsmittel der Kommunikation. Wird es als Hilfsmittel genutzt, erfolgt die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger nicht direkt, sondern indirekt über das Medium als vermittelnde Instanz (Schuhmann, 2000: 6).

Um den Begriff des Mediums hier noch detaillierter zu definieren, muss auf den Unterschied von Individual- und Massenmedium verwiesen werden: Das Individualmedium hat nur einen Empfänger; das Massenmedium jedoch mehrere oder sogar sehr viele, so dass in diesem Fall von Massenkommunikation gesprochen wird. Die grösste Bedeutung als Massenmedien haben zur Zeit die folgenden drei Kategorien:

1) PRINTMEDIEN: Zeitungen, Zeitschriften[1] (beides regelmässig erscheinende Druckschriften, deren Erscheinung und Periodizität jedoch verschieden sind) und das Buch
2) RUNDFUNK: Radio und Fernsehen
3) ONLINE: CD, Internet und geschlossene Online-Dienste (nach Schuhmann, 2000: 7)

Da sich diese Arbeit hauptsächlich mit den Printmedien beschäftigt, sollen hier noch einige Erläuterung betreffend der Printprodukte Buch, Zeitung, Zeitschrift und Fachzeitschrift gemacht werden:

- Der materielle Träger der Printerzeugnisse ist Papier (davon natürlich ausgenommen die Publikationen im Internet, wobei zu diskutieren wäre, ob diese Online-Publikationen von Zeitungen, Büchern, etc. noch zu den Printmedien zu zählen sind oder nicht)
- Printprodukte enthalten Text und Bilder, Illustrationen
- Mit Print erfolgt eine einseitige Kommunikation
- Es existiert keine zeitliche Beschränkung in der Verfügbarkeit der Printprodukte
- Es gibt keine technisch bedingten Beschränkungen hinsichtlich der Reichweite von Printmedien

3 VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE PRINTMEDIEN

3.1. ERFINDUNG DER SCHRIFT

3.1.1. Die ersten Gehversuche der Schrift

Um über Schrift zu sprechen, soll hier zuerst eine Definition von Schrift vorangestellt werden:

Die lineare Schrift ist ein Speichermedium, mittels dessen es möglich ist, Kommunikation in materiellen Symbolen zu fixieren, für wesentlich gehaltene Informationen niederzuschreiben und so relativ zeitbeständig zu bewahren (Winter, 1999: 21).

Laut Schanze (2001) bestehen drei wichtige Funktionszusammenhänge der Schrift: 1. Keine Kopräsenz von Sender und Empfänger

(Funktion der Temporalisierung)

2. Kontextunabhängige Reproduzierbarkeit von Texten

(Funktion der Kontextunabhängigkeit)

3. Selektionslose Speicherung

(Funktion der unbegrenzten Speicherkapazität)

Ausformuliert heisst das, dass das Niederschreiben von Buchstaben zwar zuerst immer ein selektiver Prozess ist, da der Schreiber, die Schreiberin darüber bestimmt, was niedergeschrieben wird, danach aber das Geschriebene selektionslos gespeichert wird. Was Menschen sagen, kann nun neu vor der Vergänglichkeit mündlicher Kommunikation gerettet werden. Im weiteren heisst es auch, dass Schrift Raum und Zeit überwindet und auch Kultur in einem bestimmten Mass „konserviert“. So kann Schrift je nach Schriftsystem und Buchstabeninventar verschiedene Gesichter haben, die oftmals Ausdruck eines bestimmten Kulturkreises sind. Da Schriftstücke in unterschiedlichen Kulturen entstehen, sind sie somit immer Zeugen der kulturellen Differenzierung.

Das Entstehen (die Entstehung der Schrift kann natürlich auch als die eigentlichen Anfänge der ersten Printmedien bezeichnet werden) und die Entwicklung der Schrift war ein sehr langwieriger Prozess und soll im folgenden nur kurz beschrieben werden.

Vor ca. 35’000 Jahren kann der Anfang der Höhlenmalerei in der Altsteinzeit festgesetzt werden: Die gefundenen Linienschwünge auf den Wänden wurden als Tonträger bei Ritualen und somit als erste Medien, die durch Schriftzeichen zu kommunizieren versuchen, erklärt. Diese Tonträger, welche als Gedächtnisstützen fungierten, gelten als erste Beispiele für die „durch Medien bewirkte Befreiung des Gedächtnisses“ (Winter, 1990: 18).

So entstanden allmählich graphische Symbole und Darstellungsformen, welche aber noch nicht als primär zur Kommunikation dienende Schriftzeichen nach unserem Verständnis gelten können.

Das Bedürfnis nach schriftlicher Fixierung von Mitteilungen entstand erst mit der Sesshaftigkeit des Menschen (Winter, 1990: 20),

so dass erst Ende des vierten Jahrtausends v. Chr. die ältesten heute noch erhaltenen Schriftdenkmäler von Ägyptern und Sumerern entstanden sind.

Mit dem Voranschreiten der Zeit wurden dann Kunst und Schrift schliesslich definitiv voneinander getrennt: Nun wurden / werden nur noch Datenflüsse, welche sich immer einem Lautbild und einer Bedeutung (Signifikant) zuordnen lassen, gespeichert. Der kunstvolle Aspekt der Schrift ging somit Schritt für Schritt verloren. Die Kunstlosigkeit, die Abstraktion der Schrift ermöglichte / ermöglicht nun rationale Argumentation, so dass eine Rationalisierung der Bereiche Religion, Verwaltung und Wirtschaft die Folge dieses Prozesses war. Als ca. um 1050 n. Chr. der Schriftgebrauch in Westeuropa zunahm, wurden folglich die institutionellen Ordnungen der mittelalterlichen Gesellschaft rationalisiert. Ein Jahrhundert später setzte sich dann der Schriftgebrauch auch zur Verwaltung und Organisation der Gesellschaft durch, so dass die nun schriftlichen Dokumente die mündlichen Zeugnisse ersetzten. Das Geschriebene, das Blatt Papier mit einem Text wurde nun als die alleinige Realität wahrgenommen und rezipiert. „Mit der Schrift setzten sich Typen formaler Vernunft durch“ (Winter, 1990: 23), so dass folglich ein anderes Verhältnis zur Welt entstand. Die Schrift und der Schriftgebrauch förderten somit auch Subjektivität und Individualität, und neue Formen des Gedächtnisses entstanden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Schrift die Kultur-Konservierung gefördert und sichergestellt hat und in kulturellen Errungenschaften, logischem Denken, Wissenschaften, geschichtlichem Bewusstsein, welches erst in der Schriftkultur entstanden ist, und der Umorganisation der Gesellschaftsstrukturen resultiert hat.

3.1.2. Die Bedeutung der Schrift: Oralität und Literalität

Die Bedeutung[2] der Schrift ist für unsere Zivilisation von unschätzbarem Wert - so gilt sie oftmals auch als „einer der ‚Grundpfeiler’ menschlicher (westlicher) Zivilisation“ (Kloock, 2000: 237) -, da sie als Voraussetzung für alle anderen gegenwärtigen Medien gelten kann und grundsätzlich zur Herstellung, Speicherung und Distribution von Informationen dient.

Was ist nun aber genau Schrift?

Die Schriftforschung unterscheidet zwischen piktographischen, ideogrammatischen Schriften und Silbenschriften bzw. Mischformen dieser Schriftsysteme (Kloock, 2000: 237)[3].

Im weiteren versteht die heutige Sprachwissenschaft unter Schrift ein genau kodiertes System visueller Schriftzeichen und nicht nur ein beliebiges semiotisches Zeichen. Denn nur ein solches System erlaubt dem Rezipienten eine exakte Dekodierung. Zeichen werden heute deshalb nur dann als Schrift anerkannt, wenn sie anfangen, einzelne Phoneme zu repräsentieren, und Teil eines festgelegten Phoneminventars sind. Wenn Sprache dann mit Hilfe von Buchstabenzeichen verschriftlicht und somit festgehalten wird, spricht man von der „höchstspezialisierten Form des Schreibens“ (Kloock, 2000: 239). Diese Herausbildung eines Buchstabenalphabets, d.h. die Transformation von Klängen in sichtbar Geschriebenes, war ein sehr langer Abstraktionsprozess. Im übrigen verdanken wir die Herausbildung von phonetischen Schriftsystemen, welche Gesprochenes vollständig wiedergeben, den Griechen, welche das Alphabet erfanden und somit die Voraussetzung für die Literalität vieler Gemeinschaften schufen. Da vom Griechischen abgeleitete Schriftsysteme nur wenige Zeichensätze beinhalten, konnte / kann sich der Mensch schnell eine Lesefertigkeit aneignen, so dass Lesen schon lange nicht mehr nur als Fähigkeit der Eliten bezeichnet werden kann. Die Erfindung eines solchen Schriftsystems mit einer limitierten Anzahl Zeichen resultierte auch in komplexeren Gesellschafts- und Organisationsformen. Die Schrift ermöglichte somit das Niederschreiben von Gesetzen und Regeln und folglich eine erhöhte Effizienz unter anderem in den Bereichen der Ökonomie, der Politik und der Religion. Mit Hilfe der Schrift und somit auch der schriftlichen Kommunikation zwischen Menschen versucht der Mensch sein Umfeld zu regeln. Folglich ist die Aussage, dass „Schrift [...] ein Mittel der Wirklichkeitsbewältigung“ (Kloock, 2000: 253) sei, sehr zutreffend.

Doch warum ist die Schrift überhaupt entstanden, wenn es heute doch noch so viele Sprachen gibt, die nur gesprochen und nie schriftlich festgehalten wurden? Ein möglicher Faktor in der Entwicklung zur Schriftkultur könnte unter anderem gewesen sein, dass Schrift neu als Memotechnik fungierte und die oralen Memotechniken ersetzte. Denn

Schrift ist eine Memotechnik, sie garantiert einen Akt des Wiedererkennens und Erinnerns. Für viele Gesellschaften stellt sie den zentralen kulturellen „Gedächtnisspeicher“ dar (Kloock, 2000: 240).

Somit verloren Rhythmus, Wortstellung und Reim als memotechnische Stilmittel der Oralkulturen an Bedeutung. Der Rezipient wie auch der Sender einer Mitteilung musste sich nicht mehr Erinnerungsstützen (z.B. metrisch zugeschnittene Formeln wie der Hexameter) zur Hilfe ziehen, denn eine Mitteilung konnte nun mit der Schrift auf einem beschreibbaren Gegenstand wie Papier festgehalten werden.

An die Stelle des akustischen und rhythmischen Erinnerns trat die vollständig visualisierte Aufzeichnung (Kloock, 2000: 251).

Auch wenn die Erfindung des Druckes von Gutenberg betreffend der Verbreitung und der Anerkennung des Alphabetes förderlich war, wurden mit der Erfindung eines standardisierten Alphabets (mit Hilfe der vorgegebenen Lettern des Buchdrucks) auch Wahrnehmungsmöglichkeiten eingeschränkt und teilweise auch geopfert. Auch McLuhan vertritt diese Meinung, wenn er sagt, dass die Erfindung der Drucks und somit die Entstehung des ersten Buches, des ersten gedruckten Mediums, zur Herausbildung eines uniformierten kollektiven Gedächtnisses beitrug (nach Kloock, 2000: 255ff).

Zum Schluss bleibt noch anzumerken, dass die immer schneller voranschreitende und zunehmende Technologisierung und Vereinheitlichung von Kommunikation dazu beitragen wird (und schon beigetragen hat), dass viele Dialekte und Untergruppen von Sprachen und Schriften verschwinden und nur noch die standardisierten überleben und verbreitet werden.

3.2. GUTENBERGS ERFINDUNG DES DRUCKES

Eine der wichtigsten technischen Innovationen, die als Voraussetzung für die Entwicklung der Printmedien zu Massenmedien fungierte, soll hier kurz vorgestellt werden; nämlich die Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern[4].

Johannes Gutenberg war der Erfinder des Druckens (die genaue Jahreszahl bleibt unklar, da verschiedene Quellen unterschiedliche Jahreszahlen von 1440 - 1450 angeben). Gutenbergs enorme Leistung bestand darin, dass er, um sein Ziel der Verbesserung des Schreibens zu erreichen, das Zusammenwirken der bisher beim Druckverfahren eingesetzten verschiedenen Medien verbesserte. Diese Verbesserung bestand konkret in der Entscheidung, nicht Ton, Holz, Sand oder Bronze, sondern das Metall Blei als Material für die Lettern zu benutzen. Diese Methode verhalf ihm, seinem Ziel der ausgeglichenen Proportionierungen der einzelnen Lettern und der Ästhetisierung der Schrift näher zu kommen.

Die vier bekanntesten Druckverfahren sind die folgenden:

- Hochdruck (auch Buchdruck): Das älteste Druckverfahren, bei dem die druckenden Flächen höher sind als die nichtdruckenden.
-Tiefdruck: Die druckenden Flächen liegen tiefer als die nichtdruckenden, da sie in der Druckform vertieft sind. Je tiefer die druckende Fläche, desto intensiver ist der Farbauftrag.
- Flachdruck (auch Offsetdruck): Die druckenden und die nichtdruckenden Flächen sind auf der gleichen Höhe. Diese Druckmethode basiert auf dem Prinzip der Abstossung von Wasser und Fett. Die druckende Fläche nimmt die Farbe an.
- Durchdruck: Die Farbe wird durch Schablonen gepresst (deshalb auch Siebdruck genannt).

Wie die Schrift resultierte der Buchdruck in revolutionären Veränderungen der Kommunikationsbedingungen: Da der Buchdruck eine billigere, schnellere und grössere Produktion von Büchern ermöglichte, konnten plötzlich viel mehr Menschen Bücher kaufen und lesen. Gedruckte Bücher waren nicht mehr nur für die reichen Eliten der Gesellschaften erschwinglich. Da die Buchproduktion rapide und stetig anwuchs (1500 - 1800), wurde die Leserschaft von Büchern immer wie grösser. Somit wurden Texte vermehrt zur politischen Propaganda oder ähnlichen Anliegen benötigt, so dass ab 1475 und dann vor allem im 16. Jahrhundert sehr viele Flugzeitschriften und Pamphlete gedruckt wurden. Später entstanden dann die ersten gedruckten Zeitungen (mehr dazu siehe Kapitel 4.2.). Aufgrund dieses enormen Aufschwungs der Massenkommunikation seit der Erfindung des Druckes wird auch oftmals von einer Epochenschwelle in Europa gesprochen.

[...]


[1] Die Kategorie Zeitschriften lässt sich in Publikumszeitschriften und in Fach - und Zielgruppenzeitschriften unterteilen. Die Publikumszeitschriften richten sich im Gegensatz zu den Zielgruppenzeitschriften „an eine bildungs-, alters- und einkommensmässig breite Leserschaft“ (Meyn, 2001: 126). Zu den Publikumszeitschriften zählen die aktuellen Illustrierten (z.B. der Stern), die Frauenblätter, die Regenbogenpresse und die Programmpresse.

[2] In Anlehnung an das Kapitel „Oralität und Literalität“ in dem Buch Medientheorien. Eine Einführung von Daniela Kloock und Angela Spahr.

[3] Ein Piktogramm ist z.B. ein Bild eines Tisches, welches das Wort für den Tisch repräsentiert. Ein Ideogramm hingegen stellt das Wort mit Hilfe eines Codes dar; d. h. im Chinesischen ist z.B. das Bild von zwei Bäumen nicht mit der Bedeutung ‚zwei Bäume’ gleichzusetzen, sondern vielmehr mit dem Wort ‚Wald’ (siehe Kloock, 2000: 238).

[4] Es muss erwähnt werden, dass die Entwicklung der Printmedien auch durch andere Erfindungen wie die Schnellpresse, Rotations- und Zeilensetzmaschine, Telefon und Telegraph gefördert und beschleunigt wurde. Die genaue Erläuterung all dieser Erfindungen mit ihren Konsequenzen für die Printmedien muss hier aus Platzgründen jedoch vernachlässigt werden.

Details

Seiten
33
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638418577
Dateigröße
571 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v44211
Institution / Hochschule
Universität Basel – Institut für Medienwissenschaften
Note
gut / befriedigend
Schlagworte
Geschichte Printmedien Gutenberg-Galaxis Ende Seminar

Autor

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Titel: Die Geschichte der Printmedien: Die Gutenberg-Galaxis am Ende?