Lade Inhalt...

Die magischen Kanäle: Herbert Marshall McLuhans 'Medientheorie'

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 52 Seiten

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung – Die Welt im medialen Wandel

2. Verschiedenste Impulse und Ursprünge der Medienwissenschaft(en)

3. Herbert Marshall McLuhan – Leben und Wirken

4. Understanding Media – zentrale Momente der Medientheorie McLuhans
4.1 The Gutenberg Galaxy: The Making of Typographic Man (1962)
4.2 Understanding Media: The Extensions of Man (1964)
4.2.1 „The medium is the message“
4.2.2 McLuhans umfassender Medienbegriff - Medien als Ausweitungen der Sinne

5. McLuhan als Steinbruch der Ideen – Unterschiede in der Beurteilung McLuhans
5.1 McLuhans Beitrag zum Verständnis der Medien - Einfluss auf Forschung u. Theorie
5.2 McLuhan in der Kritik

6. Einordnung der „Theorie“ McLuhans – unzählige Kontexte
6.1 McLuhans Universaltheorie – eine generelle Medienontologie (Leschke)
6.2 McLuhans bewusster Bruch mit lang etablierten (medial bedingten) Lesegewohnheiten
6.2.1 Oralität, Literalität, Typographie und Taktilität
6.2.2 Die offene Form: Mosaikstruktur und die „Methode des schwebenden Urteils“
6.2.3 McLuhans Werk als (metaphysischer) Gegenentwurf zur Methode der Logik
6.2.4 McLuhan zwischen Kunst und Wissenschaft

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung – Die Welt im medialen Wandel

Unsere heutige Gesellschaft ist bis in die letzen Winkel des Alltags von Medien durchdrungen und ohne sie kaum noch vorstellbar. Medien reflektieren die Art und Weise der kulturellen Kommunikation. Sie blenden nicht nur Teile der Wirklichkeit ein oder aus, sondern werden mehr denn je als „Bedingung der Möglichkeit von Weltwissen und Welterkenntnis, von sozialer Konstruktion des Wirklichkeitszusammenhangs“[1] angesehen.

Nach wie vor verändert vor allem die Entwicklung der digitalen Computertechnik und des weltumspannenden Internets die Wahrnehmungsräume der Menschen in nie gekanntem Ausmaß. Vor allem in hoch entwickelten Industrienationen wird immer regelmäßiger von den vielfältigen Möglichkeiten elektronischer Medien Gebrauch gemacht. Seit der rasanten Verbreitung von Mobiltelefonen und portablen Computereinheiten kennt die modernen Form des Datenaustauschs und der Informationsbeschaffung keine Grenzen mehr: man kommuniziert auf unterschiedlichsten Ebenen (Telefonat/SMS/Email/Chat/Voice-over-IP) in die ganze Welt, wann und von wo aus (WLAN/Inter-/Intranet) auch immer. Medien überbrücken nicht nur Zeit und Raum und sprengen so immer wieder den Wahrnehmungsradius des Möglichen, sondern öffnen ganz eigene Sinneswelten, indem sie sie virtuell erschaffen. Hochspezialisierte Programmierer und Animationskünstler entwickeln immer perfektere Parallelwelten für das Kino, Computer-, Konsolen- und Online-Plattformen. Unzählige Kinobesucher, Computer- und Online-Rollenspieler verbringen ihre Freizeit in zunehmendem Maße mit ihren „ausgelagerten“ heroischen Alter Egos in fantastisch konstruierten Cyber- Universen.

So revolutionär mediale Errungenschaften das Zusammenleben seit jeher verändert haben, so schnell werden ihre Funktionen zu nicht mehr wegzudenkenden Standards in Kultur und Gesellschaft einverleibt. Gerade jüngere Generationen von Mediennutzern haben inzwischen eine solch routinierte Selbstverständlichkeit im Umgang mit modernsten Speicher-, Kommunikations-, und Unterhaltungstechnologien entwickelt, dass es nötiger denn je erscheint, die Auswirkungen medialer Effekte auf das Individuum, die Gesellschaft und das kulturelle Zusammenleben begreifbar und den Begriff des „Mediums“ als eigenständiges Paradigma beschreibbar zu machen.

Die zahlreichen Publikationen im Bereich der Einführungsliteratur in die Medienwissenschaft(en) sind ein Indiz für die intensiven Bemühungen eines vergleichsweise neuen Forschungsfeldes, das im Zuge eines grundlegenden Umbruchs des Wissenschaftssystems[2] immer noch im Begriff ist, ihren wissenschaftlichen Standort zu ermitteln. In den entsprechenden Vorworten und Einleitungen wird einstimmig der unübersehbare Medienwandel mit der Ausbildung immer neuer Medien seit Beginn des 19.Jahrhunderts als größter Antrieb für Forschung und Theoriebildung genannt, denn „Wesen, Gepräge, Zustand, Funktion und Funktionsweise einer Kultur bilden sich stets in engstem Zusammenhang mit den Medien heraus, in denen kulturelles Geschehen sich vollzieht.“[3]

2. Verschiedenste Impulse und Ursprünge der Medienwissenschaft(en)

Zwar gibt es Vorschläge und Konzeptionen einer institutionalisierten und sich zögernd etablierenden medienwissenschaftlichen Disziplin, die Medienwissenschaften (die Bezeichnung im Plural ist bezeichnend) tun sich jedoch immer noch schwer, das weite Feld ihrer Forschungstätigkeit, ihrer Methoden und Aufgaben adäquat zu umreißen und sind trotz (oder gerade wegen) ihrer zwingend notwendigen interdisziplinären und integrativen Bemühungen noch weit davon entfernt, den Anspruch einer neuen „Leitwissenschaft“ zu erfüllen. So unübersichtlich heutige Medienlandschaften und deren Einflüsse auf den Menschen erscheinen, so verschiedenartig sind diesbezüglich auch die wissenstheoretischen Interessen und Fragestellungen. Die Medien bilden ein weites Forschungsfeld und dementsprechend speisen sich die Medienwissenschaften aus den Forschungsergebnissen unterschiedlichster Wissenschaftsbereiche.

Sowohl die Literaturwissenschaft als auch die Musik-, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft haben ihre fachspezifischen Erkenntnisse zum Wesen einzelner Medienbereiche und deren Differenzen bereits vertieft und tragen somit einen wichtigen Teil zum Verständnis der Medien und deren Zusammenspiel bei. Verschiedenste Disziplinen aus den Bereichen der Kultur-, Sprach-, Struktur- und Sozialwissenschaften (Teile der Psychologie, Soziologie, Anthropologie, Politologie, Wirtschafts- und Rechtswissenschaft, Systemtheorie, Informatik) interessieren sich bereits seit längerem in unterschiedlichsten Zusammenhängen für „mediale Phänomene“. Große Teile der Kultur-, Kunst-, und Sozialgeschichte sowie der Geschichte der Einzelmedien können somit auch als Teile einer umfangreichen Mediengeschichte gesehen und entsprechende Texte als historische Medienreflexionen „avant la lettre“ gelesen werden, ohne dabei bereits über einen expliziten Medienbegriff verfügt zu haben.[4]

Eine umfassende Kulturgeschichte der Medien (und ihrer Wissenschaft) ist zwar noch nicht geschrieben[5], jedoch können die Anfänge einer Reflexion über verschiedenartige Medien – im Sinne einer Philosophie der Wahrnehmung – wohl vom Augenblick ihres jeweiligen Auftretens an zurückverfolgt werden. So stellt die medientheoretische und -historische Forschung innerhalb der Literaturwissenschaft wichtige Fragen nach der spezifischen Medialität und den Funktionsänderungen von Literatur als System in Konkurrenz zu anderen Mediensystemen: Sokrates’ Unterscheidung zwischen den Vorzügen der Stimme (Oralität) gegenüber dem vergleichsweise jungen Medium der Schrift (Literalität) im Phaidros kann somit als frühe Reflexion über grundlegende mediale Differenzen angesehen werden.[6] Auch Lessing untersucht in seinem Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie (1766) bereits zu Zeiten der Aufklärung Kontrast- und Korrespondenzrelationen hinsichtlich der Wirkungsweisen und Gesetzmäßigkeiten verschiedener Künste.

Angesichts einer langen Vorgeschichte heterogener Bezugsdisziplinen, aus deren Ergebnissen sich die Medienwissenschaft(en) speisen, fällt es schwer die Ursprünge einer expliziten Reflexion über Medien (als solche) auszumachen. Trotz der zwingend notwendigen Bemühungen um integrative und interdisziplinäre Konzepte kann sich eine um „Epistemologie“ bemühte Medienwissenschaft nur dann etablieren, wenn sie eigenständige Argumentationszusammenhänge zur Theoriebildung liefert:

Um im Konzert der Wissenschaften in einer auch nur halbwegs reputierlichen Position mitspielen zu dürfen, müssen Traditionslinien entdeckt werden, die die Medienwissenschaft enger mit der Wissenschaftsgeschichte verzahnen: Es wird [...] mit nachträglichen Rückergänzungen operiert, die das aufkommende Wissenssystem mit der nötigen Tradition und damit eben auch mit Gewicht versorgen.[7]

Während die Literaturwissenschaft[8] beispielsweise ihre gesellschaftliche Relevanz nur durch eine interdisziplinäre und integrative Erweiterung ihres Gegenstandsbereichs „literarischer Text“ um kognitive, soziale und mediale Kon-Texte rechtfertigen konnte, muss die junge Wissenschaft der Medien ihrerseits erst „zu sich selbst finden“ und das Feld ihrer Forschung abstecken bzw. eingrenzen. Wann also taucht das Bewusstsein über Medien zum ersten Mal ausdrücklich auf?

Man kann allenfalls seit Mitte der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts von einem Medienbegriff im heutigen Sinne, der also in etwa Medien als Mittel der Kommunikation auffasst, die auf ein System solcher Mittel verweisen, sprechen.[9]

Die Anfänge der Medienwissenschaften lassen sich nur sehr schwer eindeutig lokalisieren. Der medientheoretische Diskurs wurde vor allem durch die tendenzielle Betonung der Technizität von Kunst- und Kommunikationsformen befördert, die in den Geisteswissenschaften vorher so noch nicht fokussiert wurde. Unabhängig von Inhalt und Gebrauch verschiedener Medien verlagerte sich die wissenschaftliche Perspektive hin zur Eigenwirkung der Medien selbst – zum Einfluss der Medien auf die Gesellschaft.

Wichtige Impulse und Bezugspunkte hinsichtlich speziell medientheoretischer Fragestellungen bietet gerade das Werk des umstrittenen Medienforschers Marshall McLuhan, der schon in den 50er und 60er Jahren ein sehr umfassendes und langfristiges Verständnis von Medien entwickelt hatte und gerade heute eine wichtige Ideenquelle für medientheoretische Analysen und empirische Untersuchungen in Abhängigkeit sozialer Prozesse darstellt. In seinen beiden Hauptwerken The Gutenberg Galaxy ( 1962) und Understanding Media: The Extensions of Man (1964) beschreibt McLuhan die zentralen Momente seiner im Laufe der Rezeptionsgeschichte völlig konträr beurteilten Thesen. Gestützt durch Milman Parrys und Albert Lords frühe Analysen mündlicher Dichtung und anknüpfend an Harold Innis’ Untersuchungen (unter anderem auch zur Differenz von Oralität und Literarität) beschreibt McLuhan den Übergang in ein neues Medienzeitalter. Nicht nur der Medien- und Literaturwissenschaftler Jochen Hörisch sieht seit McLuhans populärem Slogan „The medium is the message” einen eigenen Gegenstand der Medienwissenschaft (als Schnittstelle zwischen technologischer Materialität und Geist) geschaffen. Bezeichnenderweise gibt es kaum Medientheoretiker, die sich nicht auf McLuhans Thesen beziehen: die Auseinandersetzung mit seinem Werk scheint für medientheoretische Ansätze unabdingbar.[10]

3. Herbert Marshall McLuhan – Leben und Wirken

Um seine aus wissenschaftlicher Sicht doch recht unkonventionelle Vorgehensweise, seine langfristigen Überlegungen und die daraus resultierenden teils visionären Thesen, um also sein ganzes Kunst- und Weltverständnis richtig zu verstehen, ist es notwendig, einen kurzen Blick auf das Leben McLuhans zu werfen, das im Rahmen dieser Arbeit natürlich nur höchst unvollständig geschehen kann.

Herbert Marshall McLuhan wird am 21. Juli 1911 in Edmonton/Alberta, Kanda geboren. 1928 beginnt er ein Technikstudium an der University of Manitoba/Winnipeg, das er jedoch bald abbricht, um Literatur zu studieren. Durch eine gute Schulausbildung, für die seine ehrgeizige Mutter (Lehrerin und erfolgreiche Vortragskünstlerin) gesorgt hatte, wird ihm bereits in frühen Jahren ein fundiertes Literaturwissen und beachtliches sprachliches Ausdrucksvermögen zuteil. Vom universitären Anspruch hoffnungslos unterfordert siedelt McLuhan 1934 ins englische Cambridge über, wo er sein Studium unter dem Einfluss einer später unter dem Namen „New Criticism“ (Ivor Armstrong Richards und Frank Raymond Leavis) bekannt gewordenen revolutionären literaturtheoretischen Bewegung abschließt.

1936 kehrt er nach Nordamerika zurück, wird vorerst Lehrassistent an der University of Wisconsin und konvertiert dort zum katholischen Glauben. Gegen geringe Bezahlung tritt McLuhan 1937 eine Dozentenstelle am Englischen Seminar der St. Louis University an. Trotz beschränkter Möglichkeiten fühlt er sich vom dortigen Leiter des Seminars - selbst ein Cambridge-Absolvent und Förderer McLuhans - ermutigt, ein Projekt zu verfolgen, das in den Arbeiten des „New Criticism“ seinen Ursprung nahm. McLuhan folgt dabei dem Aufruf F.R. Leavis’ an die Literaturwissenschaft, Texte - ausgehend von einem erweiterten Literaturbegriff auch Radio oder Zeitungsanzeigen - vor allem wahrnehmungs- und kommunikationstheoretisch unter besonderer Berücksichtigung der Form (versus Inhalt) zu analysieren und die dabei gewonnenen Erkenntnisse auch auf gesellschaftliche Phänomene zu übertragen. Dabei konzentriert sich McLuhan vor allem auf die psychologisch verführenden Methoden der Werbung, die er unter anderem mit den Praktiken mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Rhetoriken in Verbindung bringt.

Neben der Lektüre von Thomas von Aquin und einem gründlichen Studium der Philosophiegeschichte beginnt McLuhan bereits in den 30er Jahren mit dem Sammeln und Kommentieren von Bildern, Artikeln, Werbeanzeigen und Comics aus Zeitungen und Magazinen und somit auch die Arbeit an seinem ersten Buch The Mechanical Bride. Folklore of Industrial Man (1951)[11]. Dem gesellschaftskritischen Werk, bei dem es McLuhan weniger um eine bloße Kritik der Werbung, als vielmehr um „Werbetexte als Röntgenaufnahmen vom Innenleben unserer Kultur“[12] geht und somit eine umfassende und kritische Analyse der Verwendung von Mythen und Ikonen im Alltag der Populärkultur darstellen soll, ist nach enormen Verlagsschwierigkeiten nur mäßiger Erfolg beschienen. Abgesehen von spärlichen (guten) Kritiken wird es von der Fachwelt weitestgehend ignoriert. McLuhan selbst distanziert sich bald von seinem Erstling, das er als vom Verlag verstümmelt und zudem durch den Vormarsch des „elektronischen Zeitalters“ inzwischen als veraltet ansieht.

1938 lernt McLuhan seine zukünftige Frau Corinne Keller Lewis kennen. Bis 1952 gehen aus der Ehe vier Töchter und zwei Söhne hervor. Neben den entscheidenden privaten Weichenstellungen verläuft auch sein beruflicher Werdegang bald in konkreteren Bahnen. Arbeit und Karriere nehmen den vielfältig McLuhan nach wie vor sehr in Anspruch. In vereinzelten kulturkritischen Artikeln und Interpretationen moderner Texte entwickelt er in den späten 40er Jahren seinen unverwechselbaren Stil - mit weitverzweigten, beinahe Schwindel erregenden Bezügen aus allen Bereichen von Geschichte und Kultur und atemberaubenden energischen Sprüngen. Ein Stil, der die meisten Herausgeber wissenschaftlicher Literaturzeitschriften mit Entsetzen erfüllte.[13]

Nach Vollendung seiner Doktorarbeit (1944) - einem Essay über das Spannungsverhältnis von Rhetorik, Grammatik und Dialektik (Trivium) als Grundkonflikt der westlichen Kultur[14] vertieft McLuhan einflussreiche Beziehungen und knüpft neue, weit reichende Kontakte.

Schon in jungen Jahren verspürt er eine gewisse Faszination für die optimistischen Thesen des englischen Autors G. K. Chesterton, der seiner Kapitalismuskritik einen naiv-unorthodoxen, katholischen Glauben entgegenhielt und an einen übergeordneten Weltzusammenhang durch ungetrübte Sinneseindrücke festhielt. So lernt McLuhan bereits an der St. Louis University neben dem Wirtschaftsberater Bernard Müller-Thym, auch den modernen britischen Maler, exzentrischen Autor und Satiriker Wyndham Lewis kennen. Beide hinterlassen bei ihm einen bleibenden Eindruck; besonders Lewis’ kubistischer Stil, sein Engagement für eine autonome Kunst und „seine Angriffe auf die klassischen westlichen Ideale von Klarheit, präziser Definition und distanzierter Betrachtung“[15] machen McLuhan zu einem glühenden Verehrer. Trotz späterer Vorbehalte verbindet sie ein langjähriger, freundschaftlicher Briefwechsel.

Nach einer knapp zweijährigen Übergangsphase als Professor für englische Literatur am Assumption College in Windsor/Ontario zieht McLuhan 1946 nach Toronto/Ontario, um dort bis zu seinem Lebensende als Professor am Englischen Seminar des St. Michael’s College der (ebenfalls) katholischen Universität zu lehren. Die Orientierung des Instituts „(…) am englischen System von Cambridge und Oxford, wo bestimmte Fächer wie Englisch, moderne Sprachen, Altphilologie und Philosophie an eigenen [relativ autonomen] Colleges unterrichtet wurden (…)“[16] kommt McLuhans Vorstellung eines intellektuell (und spirituell) ansprechenden Umfeldes sehr entgegen. Als einziger Spezialist auf dem Gebiet moderner Dichtung und Kritik festigt er seine literaturwissenschaftlichen Standpunkte in Reibung mit anderen literaturwissenschaftlichen Autoritäten der Universität, wie beispielsweise dem traditionell orientierten und renommierten Englischprofessor A. S. P. Woodhouse oder dem erfolgreichen Literaturkritiker Northrop Frye. Sympathien werden ihm hauptsächlich außerhalb der fachinternen Kreise zuteil: „[ü]berraschenderweise fand McLuhan weitaus größeres Interesse bei Professoren aus den Naturwissenschaften.“[17] McLuhans eher unkonventionelle Vorlesungen werden von seinen Studenten zwar teilweise als kompetent und inspirierend geschätzt, insgesamt bescheinigt man ihm jedoch kaum Prüfungsrelevanz.

Ende der 40er Jahre lernt McLuhan den amerikanischen Dichter Ezra Pound persönlich kennen, mit dessen Arbeiten er sich – wie mit der zeitgenössischen Literatur der amerikanischen Avantgarde allgemein (James Joyce und T. S. Eliot) – immer wieder eingehend beschäftigt. In Finnegans Wake von James Joyce sieht er faszinierende Bezüge zu Kommunikationsmitteln des 20.Jahrhunderts wie Radio und Fernsehen, eingebettet in einen Text, der wie die ‚Cantos’ von Pound das gesamte Drama der Menschheit in sich zu tragen schien. Diese Texte [sind] für McLuhan das Größte.[18]

Neben dem inspirierenden Einfluss literarischer Größen wird McLuhan besonders von der Arbeit des am Seminar für Politische Ökonomie der Universität Toronto lehrenden Wirtschaftshistorikers Harold Adams Innis angeregt, mit dem er 1949 auch Bekanntschaft schließt. Bereits Innis’ frühe Standardwerke zur kanadischen Wirtschaftsgeschichte und deren Folgen auf Politik und Gesellschaft[19], aber besonders seine späteren Bücher Empire and Communications (1950) und The Bias of Communication (1951) erweisen sich für McLuhan als große Offenbarung.[20] Innis’ Geschichte der Kommunikationstechnik mit weit reichenden gesellschaftlichen Konsequenzen und seine ausgedehnte Vorstellung von Medien – als Ursachen räumlicher Ausdehnung oder zeitlicher Kontinuität von Kulturen – sind für McLuhan äußerst fruchtbar und wegweisend. Ähnlich im Stil orientiert er sich an Innis’ Thesen, entwickelt seine Theorien weiter und beschreitet somit endgültig den Weg vom Literaturwissenschaftler zum Medienforscher, der losgelöst von jeglicher Methode verschiedenste Blickwinkel zulässt. McLuhan ist ohne den Einfluss Innis’ also nicht denkbar. Beide sind gleichermaßen Pioniere auf dem Gebiet der Medientheorie, begründen die wirkungsmächtige Toronto School of Communication und werden allgemein als Väter der modernen Medienwissenschaft(en) gehandelt.

1953 gründet McLuhan das Magazin Explorations, das er als Plattform weiterer Publikationen zum Thema „Sprache“ und „Medien“ nutzt. Zwei Jahre später stellt McLuhan seine Erkenntnisse in den Dienst der Geschäftswelt, indem er die Gesellschaft Idea Consultans ins Leben ruft.[21] Nach der Veröffentlichung seines ersten zentralen Werkes The Gutenberg Galaxy: The Making of Typographic Man (1962) wird McLuhan auch für die breitere Öffentlichkeit zu einem Begriff. Gegen Ende der 60er Jahre – 1964 erscheint sein zweites bedeutendes Buch Understanding Media: The Extensions of Man[22] und 1968 sein erstes „Bilderbuch“War and Peace in the Global Village – avanciert er endgültig zu einem Phänomen der Populärkultur: er wird von der New York Times zitiert (1966), stellt sich für NBC -Sendungen zur Verfügung (1967), ziert das Titelblatt der Newsweek, erhält den Carl-Einstein-Preis des Deutschen Kritikerverbandes (1967) und gibt Interviews für das Playboy -Magazin (1969). Den Höhepunkt des „McLuhanismus“ markiert der Verkaufserfolg des „anti-typographisch“ und „anti-akademisch“ gehaltenen Buches The Medium is the Massage: An Inventory of Effects (1967), das er in Zusammenarbeit mit Jerome Agel (Koordination) und Quentin Fiore (Gestaltung) entwirft und sich über eine Million Mal verkauft. Das mosaikartige Konglomerat aus Zitaten, Comics, Fotos, Karikaturen und Textpassagen (ohne Seitenzahlen) ist „das Experiment einer der Aussagen [McLuhans] entsprechenden Repräsentation“ und stellt den Versuch dar, „das Medium Buch im Buch aufzuheben.“[23]

Im selben Jahr unterzieht sich McLuhan einer Gehirnoperation, bei der ihm ein Hirntumor entfernt wird und er einen Teil seines Erinnerungsvermögens verliert. Ein Jahr später gründet er The Dew-Line Newsletter zur Verbreitung seiner Ideen. 1967/68 wird er Albert-Schweizer-Professor für Humanwissenschaften an der Fordham University in New York.

In den 70er Jahren nimmt seine Medienpräsenz wie auch der Verkaufserfolg seiner Bücher zusehends ab. Das Buch Take Today (1972), an dem McLuhan als Co-Autor beteiligt ist, wird kaum wahrgenommen. 1977 kommt es noch einmal zu einem öffentlichen Auftreten McLuhans in Woody Allens Film Annie Hall, in dem sich McLuhan als Medienguru ironisch selbst verkörpert.

Trotz gesundheitlicher Rückschläge (schwerer Schlaganfall 1979) leitet er das von ihm 1963 gegründete Center for Culture and Technology an der Universität bis zu seinem Tode (31.12.1980) weiter. McLuhan arbeitet fast bis zu seinem Lebensende gemeinsam mit Bruce Powers an der Fertigstellung seines letzten Werkes The Global Village: Transformation in World Life and Media in the 21st Century (1979/89)[24].

McLuhans ältester Sohn Eric veröffentlicht 1988 das Buch Laws of Media: A New Science aus dem Nachlass seines Vaters, einem Versuch der Synthese seiner zentralen Ideen. In den späten 80er Jahren kommt es - zusätzlich begünstigt durch das baldige Aufkommen des neuen Mediums „Internet“ - erneut zu einer verstärkten Rezeption seiner Werke, die mittlerweile in zahlreiche Sprachen übersetzt und als Neuauflagen vorliegen. Das Center for Culture and Technologie unter der Leitung Derrick de Kerckhove setzt sich weiterhin intensiv mit den Forschungsansätzen seines Vorgängers auseinander und berücksichtigt dabei auch neuere Tendenzen unter besonderer Berücksichtigung der Computertheorie und der Kognitionswissenschaft.

Auch in Deutschland werden McLuhans Thesen mit der Zeit neu bewertet. Gelegentlichen Vorbehalten zum Trotz findet eine junge medienwissenschaftliche Disziplin unter anderem auch durch die intensive Beschäftigung mit den Pionierleistungen McLuhans zu sich selbst.

4. Understanding Media – zentrale Momente der Medientheorie McLuhans

McLuhans Bedeutung für die Medienwissenschaft(en) ist vor allem durch zwei seiner Bücher aus den 60er Jahren begründet, die nur schwer getrennt voneinander betrachtet werden können. Neben The Gutenberg Galaxy (1962) muss vor allem das daran anknüpfende Werk Understanding Media / Die magischen Kanäle (1964) als Schlüssel zum Verständnis seiner Theorien herangezogen werden. Bereits die Thesen seines ersten Buches führen dem Leser die langfristige Dimension des McLuhanschen Denkens vor Augen. Während die „Gutenberg- Galaxis“ einen Zeitabschnitt widerspiegelt, der sich durch die „Dominanz des Auges“ grundlegend vom historischen Urzustand der oralen Stammeskultur oder dem Übergangszeitalter der Manuskriptkultur unterscheidet, sieht McLuhan in der verhältnismäßig jungen Entwicklung zum „elektronischen Zeitalter“ revolutionäre Veränderungen in der Organisation der Sinneswahrnehmung und damit auch in Kultur und Gesellschaft voraus.

4.1 The Gutenberg Galaxy: The Making of Typographic Man (1962)

The Gutenberg Galaxy behandelt vornehmlich die Jahrhunderte zurückreichende Geschichte medialer Strukturen und deren Auswirkung auf soziale Entwicklungen der westlichen Kultur. Das Hauptaugenmerk gilt dabei der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern im 15. Jahrhundert, die einen offensichtlichen soziokulturellen Einschnitt markiert. McLuhan, der sich dabei besonders auf Studien zur Differenz von oraler und literaler Kultur stützt[25], sieht in der Gutenberg-Erfindung nicht nur „das wesentliche Prinzip aller späteren automatischen Maschinen“[26] - also den Anfang der industriellen Produktion stark standardisierter Massenprodukte - begründet, sondern darüber hinaus auch den Ursprung jeglicher wissenschaftlicher Methodik, die für die Moderne paradigmatisch wurde:

Der Mensch nimmt fürderhin der Welt gegenüber einen eindeutigen Standpunkt, eine fixierte

Sichtweise ein. Es vollzieht sich eine Uniformierung der Wahrnehmungs- und Darstellungs-

stile, die alle Bereiche des Lebens zu durchdringen beginnt. Abstrahierung, Spezialisierung,

Fragmentierung, Typologisierung, Proportionierung setzen sich mit der Druckerpresse

gesamtgesellschaftlich durch.[27]

Dabei verleiht McLuhan dem in der Geistesgeschichte unterschätzten Aspekt der technischen Rahmenbedingungen für Kunst und gesellschaftliche Kommunikation ausdrückliches Gewicht. Robert Kaiser spricht dabei von einer „Position eines technologischen Determinismus auf die Medienentwicklung“[28], die davon ausgeht, dass Medientechnologien die wesentlichen Ursachen für soziale Veränderungen sind.

Dem gesellschaftlichen Strukturwandel liegen materielle Errungenschaften zugrunde – von Ideen und Utopien vorerst unabhängige Erfindungen, die als Werkzeuge der Weltwahrnehmung fungieren. Allerdings befördern diese Techniken und Instrumente der kulturellen Kommunikation ihrerseits wiederum geistesgeschichtliche Ideen:

Die Typographie ist nicht nur eine Technik, sondern sie ist selbst eine Rohstoffquelle oder

ein Rohstoff, wie es die Baumwolle, das Holz oder das Radio sind; und wie jeder Rohstoff

formt sie nicht nur unsere persönlichen Sinnesverhältnisse, sondern auch die Modelle

gemeinschaftlicher Interpendenz.[29]

McLuhan sieht in der Gutenberg-Erfindung also den Ursprung langfristiger individueller und sozialer Umstrukturierungen:

Die Druckerpresse mit beweglichen Lettern vereinheitlichte die schriftliche Sprache und wurde somit Voraussetzung für massenhaft reproduzierbares Wissen, das durch eine breite Alphabetisierung des Volkes zu einem allgemein zugänglichen Gut wurde. Mit der Verbreitung der Lesefähigkeit war der Grundstein für die Auflösung feudaler Gesellschaftsformen gelegt. Private Bibliotheken und Laienlesegemeinschaften führten zu breiterer Bildung sowie Prozessen der Säkularisation. Die massenhafte Verbreitung von verhältnismäßig billigeren und leichter zugänglichen Büchern (in den jeweiligen Volkssprachen) begünstigte die Entstehung nationaler Buchmärkte und damit auch das Aufkommen nationaler Sprachgemeinschaften und -grenzen. Das lesende Bürgertum etablierte sich als tragende Säule einer sich verändernden europäischen und Gesellschaft, in der das gedruckte Buch nicht nur zum dominanten Träger neuzeitlicher Ideen wurde, sondern typographisch und demokratisch einheitliche Informations- und Kommunikationsräume schaffte. In The Gutenberg Galaxy setzt McLuhan das Produkt Buch in Beziehung zur Idee nationaler Identität, zur Entstehung der modernen Wissenschaft, zum Aufkommen mechanischer Technik, des demokratisches Rechtssystems und der kapitalistischen Marktwirtschaft.

[...]


[1] Reinhold Viehoff: Von der Literaturwissenschaft zur Medienwissenschaft . Oder: vom Text- über das

Literatursystem zum Mediensystem, in: Gebhard Rusch (Hg.): Einführung in die Medienwissenschaft.

Konzeptionen, Theorien, Methoden, Anwendungen, Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002.

[2] vgl. Werner Faulstich: Einführung in die Medienwissenschaft. Probleme – Methoden – Domänen, Wilhelm

Fink Verlag, München 2002.

[3] Lorenz Engell und Joseph Vogl: Vorwort, in: Claus Pias u.a. (Hgg.): Kursbuch Medienkultur. Die

maßgeblichen Theorien von Brecht bis Baudrillard, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1999.

[4] vgl. Alice Lagaay und David Lauer: Einleitung – Medien aus philosophischer Sicht, in: dies. (Hgg.):

Medientheorien. Eine philosophische Einführung, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2004, S.10 f.

[5] Kursbuch Medienkultur, a.a.O., S.8 f.

[6] vgl. Erhard Schütz und Thomas Wegmann: Literatur und Medien, in: Heinz Ludwig Arnold und Heinrich

Detering (Hgg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, S.53.

(bzw. vgl Kursbuch, Medienkultur, S.9)

[7] http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=6796&ausgabe=200402 (Rainer Leschke:

Einführung in die Medienethik, Wilhelm Fink Verlag, München 2001)

[8] Anmerkung: Angesichts McLuhans These vom Ende der Buchkultur - der „Gutenberg-Galaxis“ - erscheint

es nur logisch, dass es im Zuge des Paradigmenwechsel innerhalb der Geisteswissenschaften längst auch zu

einer Neubewertung der traditionellen (und häufig national ausgerichteten) Literaturwissenschaft gekommen

ist. Gegenüber einer für alle „Einzelmedienwissenschaften“ offenen und integrativen (globalen) Medien-

wissenschaft und in Anbetracht der medienwissenschaftlichen Umorientierung vieler Literaturwissenschaftler

muss sie heutigen Studentengenerationen fast schon als historischer Anachronismus erscheinen, hat sie den

Höhepunkt ihrer gesellschaftlichen Relevanz doch längst überschritten.

[9] Rainer Leschke: Von der Ordnung der Medienwissenschaft, in: ders.: Einführung in die Medientheorie,

Wilhelm Fink Verlag, München 2003, S.10.

[10] vgl. Angela Spahr: Magische Kanäle. Marshall McLuhan, in: Daniela Kloock und Angela Spahr:

Medientheorien. Eine Einführung, Wilhem Fink Verlag, München 2000, S.40.

[11] Anmerkung: deutscher Titel: Die Mechanische Braut. Volkskultur des industriellen Menschen (1996).

[12] http://www.orange-press.com/buch/probelesen/orange-press-McLuhan.pdf

[13] ebenda (S. 6|6)

[14] vgl. ebenda (S. 5|8)

Anmerkung: Das Trivium ist ein aus der Antike stammende Schema des Drei-Wege-Studiums. Es beinhaltet

die ersten drei Disziplinen (Grammatik, Rhetorik, Dialektik/Logik) der sieben freien Künste („Artes

Liberales“), die im Mittelalter als unerlässliches Grundstudium für das Erlangen von Gelehrsamkeit angesehen

wurden. (vgl. auch: www.uni-essen.de/literaturwissenschaft-aktiv/ Vorlesungen/gegenstand/trivium.htm)

McLuhan sah das Dilemma der gesamten westlichen Philosophie und intellektuellen Kultur ganz

offensichtlich im mittelalterlichen Widerstreit der Universaldisziplinen angelegt und plädierte deshalb für eine

Vermittlung der unterschiedlichen Ansätze. Die Abwehr gegen eine tendenzielle Überbewertung der Dialektik

und deren Status einer Leitdisziplin, deren Methodik alle anderen Disziplinen durchdringt (als Folge einer

immer noch immens nachwirkenden aristotelischen Logik) zieht sich implizit wie ein roter Faden durch

McLuhans Werk. [vgl. dazu: 6.2.2 McLuhans Gegenentwurf zur linear-geschlossenen Methode der Logik]

[15] ebenda (S. 6|2)

[16] ebenda (S. 6|3)

[17] ebenda (S. 6|6)

[18] ebenda (S. 6|7)

[19] Anmerkung: Harold Adams Innis: A History of the Cana dian Pacific Railway (1923), The Fur Trade in

Canada. An Introduction to Canadian Economic History (1930), The Cod Fisheries. The History of an

International Economy (1940)

[20] Anmerkung: Nicht umsonst bezeichnet [McLuhan] The Gutenberg Galaxy als „Fußnote“ zu Innis’ [ebenfalls

kulturtheoretischen] Arbeiten. Vor allem im großen Gestus der Hauptwerke ist dieser Einfluss zu erkennen.

[Spahr, a.a.O. (Kloock/Spahr), S. 48.]

[21] vgl. dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_McLuhan

[22] Anmerkung: deutsche Titel: Die Gutenberg-Galaxis. Das Ende des Buchzeitalters (1968/1995) und

Die magischen Kanäle. Understanding Media (1968/1992)

[23] Spahr, a.a.O., in: Kloock/Spahr, a.a.O., S. 45.

[24] Anmerkung: deutscher Titel: The Global Village. Der Weg der Mediengesellschaft in das 21. Jahrhundert

(1995).

[25] Anmerkung: Der Forschungsgegenstand wurde auch maßgeblich durch Eric A. Havelock und Walter J. Ong

(Freund und Schüler McLuhans) vorangetrieben.

[26] Daniela Kloock: Oralität und Literalität, in: Kloock/Spahr, a.a.O., S.262.

[27] Daniela Kloock, a.a.O, in: Kloock/Spahr, a.a.O., S. 255.

[28] Robert Kaiser: McLuhan, Herbert Marshall [Eintrag]: in Helmut Schanze (Hg.): Metzler Lexikon

Medientheorie - Medienwissenschaft. Ansätze - Personen – Grundbegriffe, Stuttgart/Weimar 2002, S. 196.

[29] Marshall McLuhan: Die Gutenberg-Galaxis. Das Ende des Buchzeitalters, Addison-Wesley, Bonn u.a. 1995,

S.203.

Details

Seiten
52
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638418195
ISBN (Buch)
9783656380443
Dateigröße
611 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v44168
Institution / Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – Institut für Theater- und Medienwissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
Kanäle Herbert Marshall McLuhans Medientheorie Medienwissenschaft Einführungsliteratur

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Die magischen Kanäle: Herbert Marshall McLuhans 'Medientheorie'