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Motive und Barrieren zur Ausübung von funktionellem Fitnesstraining

Studienarbeit 2018 34 Seiten

Sport - Sportpsychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Zielsetzung
1.2 Überblick über die Arbeit

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung „funktionelles Fitnesstraining“
2.2. Motivation und Volition im Sport
2.3. Modelle zur Beschreibung von Gesundheitsverhalten
2.3.1. Health Belief-Modell
2.3.2. Theorie des geplanten Verhaltens
2.3.3. Sozial Kognitive Theorie nach Albert Bandura
2.3.4. Sozial-kognitives Prozessmodell gesundh. Handelns (HAPA-Modell)

3. Methode
3.1. Fragestellungen zur empirischen Methodik
3.2. Wahl des zu Grunde liegenden theoretischen Modells
3.3. Forschungsdesign
3.4. Operationalisierung des theoretischen Konstrukts
3.5. Interviewdurchführung, -dokumentation und -auswertung

4. Ergebnisse
4.1. Qualitative Inhaltsanalyse der Interviews
4.1.1. Ergebniserwartungen
4.1.2. Soziokulturelle Faktoren
4.1.3. Selbstwirksamkeitserwartungen
4.2 Beantwortung der Leitfragen

5. Diskussion
5.1. Interpretation der Ergebnisse
5.2. Qualität des eigenen Vorgehens
5.3. praktische Bedeutung der Ergebnisse und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anlagen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Rubikon-Modell der Handlungsphasen

Abbildung 2: Health-Belief-Modell

Abbildung 3: Theorie des geplanten Verhaltens

Abbildung 4: Sozial Kognitive Theorie

Abbildung 5: HAPA-Modell nach Schwarzer

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: mögliche Barrieren in den ersten Phasen des Rubikon-Modells

Tabelle 2: Forschungsdesign der qualitativen Studie

Tabelle 3: Strukturbaum Sozial Kognitive Theorie

Tabelle 4: Kategoriensystem für die qualitative Inhaltsanalyse

Tabelle 5: angegebene Ergebniserwartungen

Tabelle 6: angegebene soziokulturelle Faktoren

Tabelle 7: angegebene Einflussfaktoren auf die Selbstwirksamkeitserwartung

1. Einleitung

1.1 Ausgangslage und Zielsetzung

Im Laufe der letzten 20 Jahre hat sich „funktionelles Fitnesstraining“ nicht nur im Spitzen-, sondern mittlerweile auch im Breitensport etabliert. Was vor wenigen Jahren noch als Trend erschien, hält durch Trainingssysteme wie „Crossfit“ und Fitnessstudiokonzepte wie „High 5“ immer mehr Einzug in den Freizeitsport. Es gibt zwar noch keine universal geltende Definition für „funktionelle Fitness“, aber bereits ein großer Teil regelmäßig sportlich aktiver Menschen hat eine Vorstellung von dem damit einhergehenden Training.[1] So wird im Rahmen aller Arten von funktionellem Training der Fokus auf Bewegungen, an Stelle von Muskeln gelegt.[2]

Im Rahmen dieses Forschungsprojekts geht es jedoch nicht um spezielle Spiel- und Vereinssportarten wie Fußball, Angeln oder Boxen, sondern um das Trainingssystem funktioneller Fitness, welches eine generische Verbesserung der Kondition und Gesundheit eines Hobbysportlers ermöglichen soll. Damit grenzt sich der Begriff funktioneller Fitness im Rahmen dieser Arbeit auch vom Rehabilitationssport ab, bei welchem zwar durchaus funktionelle Übungen eingesetzt werden, das Ziel jedoch meist auf der Wiedererlangung natürlicher Bewegungsmuster liegt.[3]

Ziel der Arbeit ist es, psychologische Motive und Barrieren zu ergründen, welche Menschen dazu bewegen oder davon abhalten, funktionellem Fitnesstraining nachzugehen. Die dahinterliegende Fragestellung ist ein Stück weit von der Frage nach den Gründen abzugrenzen, weshalb Menschen Sport betreiben oder warum sie dies eben nicht tun. Dieser Fragestellung wurde bereits in einer Vielzahl von Studien nachgegangen. Die Erkenntnisse und Vorgehensweisen daraus sollen hierbei als Vorlage dienen, um auch für den hier vorliegenden spezielleren Anwendungsfall des funktionellen Fitnesstrainings adäquate Antworten auf die folgenden Leitfragen zu erhalten:

- Welche Faktoren dienen als Motiv und Treiber zur Ausübung funktionellen
- Welche Faktoren wirken als Hemmnis und Barriere zur Ausübung funktionellen
- Können Motive und Barrieren zur Ausübung funktionellen Fitnesstrainings gleichzeitig wirken?
- Reicht das bisher verwendete empirische Instrumentarium aus der Gesundheitspsychologie aus, um die wesentlichen Gründe für Aus- oder Nichtausübung von funktionellem Fitnesstraining eruieren zu können?

1.2 Überblick über die Arbeit

Um die für das Verständnis dieser Arbeit notwendigen theoretischen Grundlagen zu legen, wird in Kapitel 2 zunächst auf den Begriff des funktionellen Fitnesstrainings eingegangen und dargelegt, mit welchem konkreten Verständnis dieses weiten Begriffs an die Studie herangegangen werden soll. Darüber hinaus erfolgt im zweiten Kapitel eine kurze Einführung in die Motivations- und Volitionslehre des Sports, inklusive deren Anwendung anhand ausgewählter Modelle zur Beschreibung und Erklärung von Gesundheitsverhalten.

Kapitel 3 dient der Beschreibung der angewandten Methode zur Erforschung der Leitfragen. Hierbei wird sowohl die Wahl des der Studie zugrundeliegenden theoretischen Konstrukts erläutert als auch dessen Operationalisierung für das gewählte qualitative Forschungsdesign. Zusätzlich wird auf die Durchführung, Dokumentation und Auswertung der Studie eingegangen.

In Kapitel 4 werden sodann die Ergebnisse der Studie vorgestellt und mit Ankerzitaten aus den geführten Interviews belegt.

Zum Abschluss der Arbeit werden die gefundenen Ergebnisse in Kapitel 5 interpretiert, das eigene Vorgehen bewertet und die praktische Relevanz und Anwendbarkeit der gefundenen Ergebnisse diskutiert.

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsbestimmung „funktionelles Fitnesstraining“

Wie bereits in der Einleitung dieser Arbeit erwähnt, gibt es für den Begriff der funktionellen Fitness noch keine eindeutige Definition.[4] [5] Experten aus dem Bereich der Sportwissenschaft stimmen jedoch darin überein, dass es sich dabei um ein zielorientiertes Training handelt, durch welches die Leistung in bestimmten konditionellen Aspekten gesteigert werden soll. Dies kann von der Wiedererlangung bestimmter Bewegungsmuster, bis hin zur Entwicklung von Höchstleistungen im Spitzensport reichen. Im Schwerpunkt werden dabei natürliche Bewegungsmuster des Körpers genutzt.[6]

Aus dieser Betrachtung lässt sich feststellen, dass der Spielraum für Training, das nicht diesen Kriterien entspricht, eher gering ist. Einzig in konventionellen Fitnessstudios, in welchen sich die darin trainierenden Personen tendenziell dem Übungsrepertoire des klassischen Bodybuildings bedienen, kann nur schwerlich von funktionellem Training gesprochen werden, da viele der Bewegungen geführt, isoliert und eingelenkig ausgeführt werden. Spiel- und klassische Freizeitsportarten wie Fußball, Joggen oder Schwimmen sind unter Anwendung dieser Definition ebenso funktionell wie das Training in Rehabilitationseinrichtungen und Yogakursen. Nichtsdestotrotz muss zur Bestimmung einer Zielrichtung im Rahmen dieser Arbeit eine klare Abgrenzung vorgenommen werden. Da es sich bei funktionellem Training um zielorientiertes Training handelt, wird die Abgrenzung über die Zielbildung vorgenommen.

Ziel des in dieser Arbeit diskutierten „funktionellen Fitnesstrainings“ soll es sein, die Kondition des Trainierenden möglichst generisch zu verbessern. Kondition wird alltagssprachlich oft mit allgemeiner Verfassung gleichgesetzt und tatsächlich trifft diese Definition die sportwissenschaftliche Bedeutung des Worts eher, als die unter Hobbysportlern oft fälschlicherweise darunter verstandene Bedeutung der körperlichen Ausdauer. Der Begriff der Kondition erklärt sich durch seine Teilaspekte Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit, den sogenannten konditionellen Fähigkeiten.[7] Fitnesstraining in konventionellen Fitnessstudios zielt nur selten darauf ab, alle konditionellen Fähigkeiten gleichmäßig zu trainieren, sondern dient in den meisten Fällen eher dem Motiv der Verbesserung des körperlichen Erscheinungsbildes.

Mit Blick auf spezifische Sportkurse, wie beispielsweise Yoga, Spinning oder Rückentraining, werden in den meisten Fällen nur einzelne konditionelle Fähigkeiten trainiert, selten jedoch alle gleichzeitig. In einigen Vereins- und Spielsportarten, wie beispielsweise diversen Kampfsportarten, Vereinsturnen oder Football kann durchaus von einem simultanen Training aller konditionellen Fähigkeiten gesprochen werden, jedoch ist dies meist „nur“ ein positiver Nebeneffekt auf dem Weg zur Erreichung des eigentlichen Ziels, den jeweiligen Wettkampf zu gewinnen.

Ein auf funktionelles Training spezialisiertes Fitnessstudio hebt sich also insofern von einem konventionellen Fitnessstudio ab, dass hier der Fokus auf der Verbesserung der allgemeinen Kondition liegt, insbesondere durch Ausführung natürlicher, mehrgelenkiger Bewegungsmuster. Zwar kann einer solchen Trainingsform auch in konventionellen Fitnessstudios nachgegangen werden, müsste dann jedoch eher vom Kunden forciert werden.

2.2. Motivation und Volition im Sport

Die Motivations- und Volitionsforschung hat in der Psychologie eine lange Geschichte. Während sich die Motivationspsychologie mit dem Setzen von Zielen für-, sowie den Beweggründen hinter einem bestimmtes Verhalten beschäftigt, geht es im Rahmen der Volition um die Prozesse, welche die Realisierung der vorgenommenen Handlung bewirken.[8] In Bezug auf den Sport geht es dabei also um die Fragestellungen, aus welchen Motiven heraus Menschen Sport treiben und wie sie die Motive in tatsächliche sportliche Aktivität umsetzen. Gleichzeitig ist jedoch von ebenso großem Interesse, welche Gründe einer regelmäßigen sportlichen Aktivität entgegenstehen. Letzteres kann sowohl Ursachen der Motivation als auch der Volition haben.

Bereits eine Vielzahl an Büchern und Studien hat sich genau mit diesen Fragen beschäftigt. Im Ergebnis lässt sich eine ungemeine Vielzahl an Motiven finden, um Sport zu treiben, genauso wie Hinderungsgründe, dies nicht zu tun. Durch eine Unterteilung in Alters- und Geschlechtsgruppen zeigt sich zudem, dass die Motive zwischen den einzelnen Gruppen durchaus unterschiedlich sind. So geht es Frauen vor allem um ihre Figur, Wohlfühleffekte und Stressabbau, während Männer eher aus leistungsbezogenen Motiven, Nervenkitzel und sozialen Gründen Sport treiben.[9]

Auch mit Blick auf das Alter ergeben sich unterschiedliche Motive. Während jüngere Menschen eher an Leistung und sozialer Anerkennung interessiert sind, weichen diese Motive mit zunehmenden Alter den Motiven der Bewegungsfreude und des Gesundheitserhalts. Genauso lässt sich jedoch festhalten, dass unter allen Gruppen die Motive Spaß, Ausgleich und Fitness tendenziell gleich bedeutsam sind.[10]

Bei aller Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Motive, lassen sich unter Anwendung faktoranalytischer Methoden jedoch Motivgruppen bilden. So wurden im Rahmen einer im Jahr 2001 an über 800 Bürgern vorgenommenen Studie die folgenden sechs Faktoren extrahiert, welche 62,2% der Varianz aufklären:[11]

- Leistung
- Kontakt
- Fitness
- Erholung
- Bewegungsfreude und
- Natur

In Abhängigkeit der jeweiligen Faktorausprägung, ergeben sich für Menschen unterschiedliche Anreize einer bestimmten Sportart nachzugehen. So überrascht es beispielsweise nicht, dass der Motivfaktor soziale Kontakte in Mannschaftssportarten eine tendenziell größere Rolle spielt, als bei Individualsportarten wie dem Schwimmen oder Gewichtheben. Dagegen können sich naturbezogene Menschen tendenziell eher für Outdoor-Aktivitäten wie dem Radfahren oder Laufen begeistern, als für typische Indoor-Sportarten, wie Gymnastikkurse oder Krafttraining im Fitnessstudio.[12]

Dennoch gilt es weiterhin zwischen Motivation und tatsächlicher Ausführung einer bestimmten Sportart zu differenzieren. Für Letzteres ist die Volition entscheidend. Die Volition bestimmt dabei nicht nur über die Erstausführung eines bestimmten Verhaltens, sondern auch über die Aufrechterhaltung. Aus zunächst intentionalem- wird so habituelles Verhalten, welches gleichzeitig einer der besten Prädiktoren für zukünftiges Verhalten darstellt.[13] Wie das Phänomen der „mind-behaviour gap“ belegt, reicht die Intention allein also nicht aus, um zukünftiges Verhalten vorhersagen zu können.[14]

Ein in der Psychologie häufig herangezogenes Modell zur Erklärung des Prozesses von der Zielausbildung bis zur Bewertung der tatsächlich ausgeführten Handlungen, ist das Rubikon-Modell nach Heckhausen.

In dem Modells werden vier Phasen unterschieden, die für die Handlungssteuerung verantwortlich sind. Abbildung 1 fasst diese zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Rubikon-Modell der Handlungsphasen

(Quelle: Thiex, D.L. (2006), S.37)

Die prädezisionale Phase bezieht sich auf die Zielbildung, indem zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten des Handelns abgewogen wird. Am Ende dieser ersten Phase steht ein Entschluss. In diesem Zusammenhang wird auch von der „Fazit-Tendenz“ gesprochen, da es sich hierbei um ein unterbewusstes Streben in Richtung eines Ergebnisses handelt. Mit der Intentionsbildung wird der Rubikon sprichwörtlich überschritten und mündet in die präaktionale Phase. Da diese nun „realisierungsorientiert“ ist, handelt es sich um eine volitionale Phase. In dieser geht es vorrangig darum, durch Fokussierung die Umsetzung der gebildeten Intention zu planen. Da normalerweise mehrere Intentionen um ihre Realisierung konkurrieren, spielen in dieser Phase neben der Stärke der Intention auch situative Bedingungen eine starke Rolle. Am Ende dieser Phase wird eine Handlung initiiert, weswegen in diesem Zusammenhang von der „Fiat-Tendenz“ gesprochen wird (lat. „fiat“ zu dt. „es geschehe“). Aus den miteinander konkurrierenden Intentionen setzt sich also jene mit der stärksten Fiat-Tendenz durch und wird in der aktionalen Phase ausgeführt. Die Intensität der Ausführung kann dabei variieren und hat in der vierten und letzten Phase Einfluss auf die postaktionale Bewertung, in welcher aus der Bewertung des Handlungsresultats Schlussfolgerungen für zukünftiges Handeln gezogen werden.[15]

Wie in der Beschreibung des Modells angesprochen, spielen situative Variablen vor allem in volitionalen Handlungsphasen eine entscheidende Bedeutung. So können bei günstigen Umweltbedingungen auch schwache Zielintentionen umgesetzt werden und vice versa. Hier kommen Barrieren und Hinderungsgründe ins Spiel, die im Anwendungsbeispiel der Intention zur Ausführung einer bestimmten Sportart den Eintritt in die Handlungsinitiierung erschweren oder gar verhindern. Dies soll aber nicht bedeuten, dass in der prädezisionalen Phase Barrieren und Hinderungsgründe unberücksichtigt bleiben. Vielmehr muss zwischen diesen beiden Phasen differenziert werden, wobei sich die Gründe gegen eine sportliche Aktivität in den jeweiligen Phasen durchaus ähneln können. Tabelle 1 gibt einen Überblick über mögliche Barrieren in den beiden ersten Phasen des Rubikon-Modells.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 : mögliche Barrieren in den ersten Phasen des Rubikon-Modells [16]

Ergänzend zu den ausgeführten motivations- und volitionspsychologischen Prozessen soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass auch Persönlichkeitsmerkmale einen Einfluss auf die Auswahl und die Intensität der sportlichen Aktivität haben. So scheint unter den sogenannten „Big Five“ der Persönlichkeitseigenschaften vor allem das Konstrukt der Extraversion ein „schwacher, aber relativ konsistenter Prädiktor der Sportpartizipation“[17] zu sein.

2.3. Modelle zur Beschreibung von Gesundheitsverhalten

In der Psychologie wird seit mehreren Jahrzehnten durch Theoriebildung versucht, Gesundheitsverhalten zu erklären. Von Gesundheitsverhalten wird dann gesprochen, wenn das Verhalten dazu geeignet ist die Gesundheit zu fördern, gesundheitliche Einschränkungen fernhält und die Lebenserwartung verlängert.[18] Sportliche Aktivität, wenn nicht als Risikosport oder in zu hoher Intensität ausgeführt, zählt damit ebenfalls zu Gesundheitsverhalten.

In Folge dessen lassen sich die theoretischen Modelle der Gesundheitspsychologie grundsätzlich auch auf die Ausübung von Sport übertragen. In den folgenden Ausführungen sollen einige dieser Modelle vorgestellt und anhand bisher durchgeführter Studien hinsichtlich ihrer jeweiligen Eignung zur Prädiktion der Ausübung sportlicher Aktivitäten beurteilt werden.

2.3.1. Health Belief-Modell

Eines der ältesten Modelle der Gesundheitspsychologie ist das Health Belief-Modell (HBM), zu Deutsch Modell gesundheitlicher Überzeugungen. Es wurde in den 50er Jahren vom U.S. Public Health Service erarbeitet und wird bis heute zur Erklärung und Vorhersage von gesundheitsbezogenem Präventionsverhalten herangezogen.[19] Die Variablen, welche beim HBM zur Erklärung von Motivation und Verhalten herangezogen werden, ergeben sich aus Abbildung 2.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Health-Belief-Modell

(Quelle: Daniel, S. (2014))

Das Quelle: Daniel, S. (2014), S.33HBM wurde für den Bereich des Sports insbesondere in den 80er-Jahren in mehreren Studien angewendet, die Ergebnisse waren jedoch wenig überzeugend. So konnte in keiner der Studien eine signifikante Prädiktion des Sportverhaltens nachgewiesen werden. Erklärt wird dies retrospektiv vor allem dadurch, dass wichtige Konstrukte zur Erklärung des Motivationsprozesses fehlen. Nichtsdestotrotz ist dem HBM die Beachtung einiger Konstrukte zu verdanken, die auch in späteren gesundheitspsychologischen Modellen wieder genutzt wurden.[20]

[...]


[1] Vgl. Santana, J.C. (2016), S.XI

[2] Vgl. Bant, H. et al. (2015), S.11

[3] Vgl. Geidl, W. (2015), S.17

[4] Vgl. Vgl. Santana, J.C. (2016), S.XI

[5] Vgl. Bant et al (2015), S.7

[6] Vgl. Bant, H. et al. (2015), S.11

[7] Vgl. Weineck, J. (2004), S.19

[8] Vgl. Bardtholdt, C.W. (2015), S.97

[9] Vgl. Gabler, H. (2002), S.21

[10] Vgl. Gabler, H. (2002), S.20

[11] Vgl. Gabler, H. (2002), S.27

[12] Vgl. Gabler, H. (2002), S.30

[13] Vgl. Fuchs, R., Göhner, W. & Seelig, H. (Hrsg .) (2007), S. 11

[14] Vgl. Brand, R. & Antoniewicz, F. (2015), S.6

[15] Vgl. Fuchs, R. (1994), S.140 ff.

[16] Vgl. Fuchs, R. (1994), S.24 ff.

[17] Vgl. Fuchs, R. (1994), S.20

[18] Vgl. Daniel S. (2014), S.31

[19] Vgl. Fuchs, R. (1994), S.111

[20] Vgl. Fuchs, R. (1994), S.116

Details

Seiten
34
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668802247
ISBN (Buch)
9783668802254
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v441259
Institution / Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,3
Schlagworte
motive barrieren ausübung fitnesstraining

Autor

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