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Kritische Diskussion der Chancen und Risiken von "Cloud-Computing" für die Tourismuswirtschaft

Studienarbeit 2014 23 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

2 Einleitung
2.1 Allgemeine Einführung und IT-Vorläufer
2.2 Ziel der Studienarbeit: Zentrale Fragestellung

3 Grundlagen des Cloud Computing
3.1 Definition „Cloud Service“
3.2 Bestandteile eines Cloud-Dienstes
3.3 Arten von Cloud-Services
3.3.1 Infrastructure as a Service (IaaS)
3.3.2 Platform as a Service (PaaS)
3.3.3 Software as a Service (SaaS)
3.4 Organisationsformen von Clouds
3.5 Elastizität und Skalierbarkeit

4 Methodik

5 Ergebnisse
5.1 Chancen und Risiken des Cloud Computing
5.1.1 Technische Aspekte
5.1.2 Organisatorische Aspekte
5.1.3 Wirtschaftliche Aspekte
5.2 Anbieter für die Tourismuswirtschaft: AMADEUS
5.2.1 Überblick über Softwarepakete
5.2.2 Funktionen und Reputation

6 Diskussion
6.1 Kritische Gegenüberstellung von Chancen und Risiken
6.2 Diskussion der zentralen Fragestellung in Bezug auf AMADEUS

7 Zusammenfassung

8 Literaturverzeichnis

9 Abbildungsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

2 Einleitung

2.1 Allgemeine Einführung und IT-Vorläufer

Die technologische Entwicklung des Cloud Computing hat diesen Dienst innerhalb einer kurzen Zeitspanne zu einem wichtigen Bestandteil von unternehmerischen und privaten Aktivitäten etabliert. Es existieren vielfältige Softwareangebote, die sich auf Abnehmer unterschiedlicher Zielgruppen je nach Art des Dienstes konzentrieren können. Während es für private Abnehmer vielfach um das zentrale Ablegen ihrer Daten in der Cloud gehen dürfte (z.B. durch den Dienst „Dropbox“), so gestalten sich je nach Art des Unternehmens in der Geschäftswelt Angebot und Nachfrage nach diesen Diensten sehr unterschiedlich. Außerdem entscheidet über Art und Umfang der IT-Auslagerung eines Unternehmens in eine Cloud besonders die individuelle Zielsetzung.Diesen Zielsetzungen liegen langwierige und komplexe Entscheidungsprozesse zugrunde, die einem Unternehmen entsprechende Kompetenzen abverlangen.

Der Grundstein für die heutigen technologischen Möglichkeiten des Cloud Computing liegt in den ersten Überlegungen, IT-Probleme in Teile zu zerlegen und parallel zu berechnen. Daraus ergaben sich erste Zusammenschlüsse von Systemen, die nach Außen als Einheit auftraten, wobei die einzelnen Teilsysteme die Knoten bildeten. Aus diesem Grundschema entstanden im Laufe der technologischen Entwicklung das Cluster- und Grid-Computing sowie das allgemeine IT-Outsourcing. Nachdem zunächst Kunden nur exklusiv durch Bereitstellung dedizierter (eindeutig einzeln zugeordneter) Hardware über Apps Dienste von Providern (Anbietern) empfingen, wurde im finalen Schritt zur Cloud ein zentrales Netzwerk etabliert, auf welches Kunden gemeinsam über eine entsprechende App zugreifen konnten. [1] Das Cloud Computing befindet sich allerdings noch nicht auf seinem finalen Stand, es wird sich über die Jahre noch weiter entwickeln.

2.2 Ziel der Studienarbeit: Zentrale Fragestellung

Diese Arbeit befasst sich mit den Aspekten des Cloud Computing allgemein und für Unternehmen der Tourismusbranche. Hier wären als denkbare Betriebe besonders Hotellerie, Reisemittler und Personenverkehrsbetriebe zu nennen. In dieser Arbeit sollen Chancen und Risiken der Cloud-Dienste für diese Art von Unternehmen erörtert und dabei auf einen der bekanntesten Cloud-Anbieter für den Tourismus eingegangen werden, nämlich AMADEUS. Es ergeben sich für jedes einzelne Unternehmen unabhängig von Branche und Zielsetzung identische Chancen und Risiken, welche sowohl für Anbieter als auch Anwender dieser Lösungen erörtert werden, wobei auch das Thema Datenschutz behandelt wird. Die zentrale Fragestellung lautet also, wie Cloud-Services allgemein und für touristische Unternehmen zu beurteilen sind.

Es werden im Folgenden die Grundlagen des Cloud Computing erläutert, kurz die Methodik der Recherche für diese Arbeit erklärt und schließlich die Ergebnisse dargelegt, diskutiert und zusammengefasst.

3 Grundlagen des Cloud Computing

3.1 Definition „“Cloud-Service“

Dies ist die Definition nach dem NIST (National Institute of Standard and Technology) zum Begriff des Cloud-Service:

„Ein Cloud-Service ist die service-orientierte Bereitstellung von virtuellen IT-Ressourcen, d.h. virtualisierter Hard- oder Software, durch einen CSP (Cloud Service Provider) unter Gewährleistung der fünf Cloud-Computing-Charakteristika.“ [2]

Diese Charakteristika sowie Kategorien von Hard- und Software, die über einen CSP bereitgestellt werden, sollen im Folgenden dargestellt werden.

3.2 Bestandteile eines Cloud-Dienstes

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

[Abb. 1]

Kurze Erläuterungen der fünf Charakteristika:

(1) Zusammenfassung physischer Ressourcen zu einem gemeinsamen Vorrat, der je nach Bedarf auf verschiedene Dienstnutzer aufgeteilt werden kann. Es können jedoch nur logische Ressourcen abgerufen werden, die von der verwendeten Cloud-Software nach Bedarf auf physische Ressourcen abgebildet werden. Die logischen Ressourcen stellen also einen notwendigen Zwischenschritt zwischen den physischen Ressourcen des Anbieters und denen des Cloud-Nutzers dar, um diese zu transportieren. Diese Ressourcen können Rechenleistung, Speicherkapazität, Netzwerkbandbreite, virtuelle Maschinen usw. sein.
(2) Unverzügliche Anpassbarkeit an den aktuellen Ressourcenbedarf: Clouds reagieren sehr dynamisch auf sich ändernde Datentransportlasten.
(3) Änderung der benötigten Datenmenge ist dem Kunden jederzeit auch ohne Einbeziehung von Mitarbeitern des Anbieters durch Eigeninitiative möglich, was eine Voraussetzung für Rapid Elasticity ist.
(4) Umfassender Netzwerkzugriff durch Fokussierung auf standardisierte Netzwerkzugriffe, wodurch eine breite Palette von Endgeräten unterstützt wird. Diese reichen von Mobiltelefonen über Laptops bis hin zu Tablets.
(5) Messung der Servicenutzung als individuelles System zur Kostenabrechnung bei der Nutzung von Cloud-Services bietet für Unternehmen und für Privatpersonen finanzielle Vorteile. Sehr verbreitet ist das Pay-per-Use-Modell, welches den Verbrauch des Cloud-Nutzers misst und die zu zahlenden Beträge nach den Messergebnissen generiert. Es existieren auch andere Modelle zur Kostenkalkulation, nämlich periodisch zu zahlende Beträge oder auch einmalige Gebühren. Viele Cloud-Services sind auch kostenfrei oder stellen eine kombinierte Form der vorgenannten Varianten dar. [3]

3.3 Arten von Cloud-Services

Es sind im Allgemeinen drei Arten von Cloud-Services zu unterscheiden, die sich in weitere Variationen aufspalten lassen, wobei in dieser Arbeit nur auf die drei grundsätzlichen Arten näher eingegangen wird. Es sind zwischen diesen Grundformen auch kombinierte Softwarepakete denkbar, die Anwendung finden, um die Flexibilität und den Angebotsradius des Cloud-Dienstes zu erhöhen. Es existiert darüber hinaus die Möglichkeit, dass ein CSP die Plattform zum Betreiben einer Software in der Cloud von einem anderen Cloud-Anbieter bezieht, wobei die entsprechende Software wiederum von einem dritten Anbieter genutzt wird usw. Dies bezeichnet man als „Cloud-Service-Supply-Chain“, also eine Verkettung von Cloud-Anbietern, um dem Kunden am Ende einen umfangreicheren Dienst zur Verfügung stellen zu können, ohne diesen selbst komplett selbst entworfen zu haben und betreiben zu müssen. [4] Es folgen nun die drei Grundformen von Cloud-Services.

3.3.1 Infrastructure as a Service

IaaS ist im Cloud Computing die Bereitstellung von virtualisierter IT-Infrastruktur über öffentliche oder private Netzwerke, meistens über as Internet. Hier nutzt der Kunde Server, Datenspeicherplatz, Rechenleistung, Netzwerk und übrige Rechenzentrums-Infrastruktur als virtualisierten Service über das Internet. Abgerechnet wird dieser Service meist über ein Pay-per-Use-Kostenmodell. [5] Ein Beispiel für einen solchen Dienst ist Dropbox, eine weit verbreitete Anwendung zur Speicherung aller möglichen Daten in einer Cloud.

3.3.2 Platform as a Service

Beim PaaS handelt es sich um ein Cloud-Computing-Modell, bei dem neben Hardwareservices und Betriebssystemen als Basisinfrastruktur auch höherwertige Dienste angeboten werden. Dabei liefert PaaS die Anwendungsinfrastruktur in Form von technischen Frameworks, also Datenbanken und Middleware, oder die gesamte Entwicklungsplattform. Dadurch kann der Kunde benutzerdefinierte Anwendungen erstellen und auch ausführen. Die grundsätzlichen Infrastrukturanteile befinden sich dabei für Entwickler versteckt hinter Services und Schnittstellen. Als Beispiel wäre hier die Microsoft Windows-Azure-Plattform zu nennen. [6]

3.3.3 Software as a Service

SaaS bedeutet das Beziehen einer Applikation über ein IP-Netz. Es werden dabei Infrastrukturressourcen und Anwendungen zu einem Gesamtbündel kombiniert. Auch hier wird oft nach dem Pay-per-Use-Modell abgerechnet, der Softwarebedarf ist außerdem nach Bedarf erweiterbar. Es ist darüber hinaus eine individuelle Systemanpassung der Anwendungen möglich. Ein Beispiel ist die aktuelle Version von Microsoft Office, Office 365, die sich mit Office Web Apps (Word, Excel, Powerpoint) auch in der Cloud betreiben lässt. [7]

3.4 Organisationsformen von Clouds

Es werden grundsätzlich vier Varianten von Clouds unterschieden:

(1) Eine öffentliche Cloud (Public Cloud) ist die typischste Cloud-Form, bei der jeder alle angebotenen Services beziehen kann. Gegebenenfalls können hier Nutzungskosten anfallen. Der Verwalter und Betreiber dieser Cloud ist meist ein Anbieter, der sich auf die Bereitstellung von Cloud-Services spezialisiert hat.

(2) Eine nichtöffentliche Cloud (Private Cloud) wird ausschließlich für eine einzige Organisation betrieben. Die Verwaltung der Cloud übernimmt diese Organisation entweder selbst oder sie engagiert einen externen Dienstleister dafür. Der Zugang zu den Cloud-Diensten ist auf die Mitglieder der Organisation beschränkt, das Rechenzentrum kann sich aber sowohl auf dem Gelände der Organisation befinden als auch ausgelagert sein.

(3) Eine Art nichtöffentliche Cloud ist die Community-Cloud, da sich hier verschiedene Organisationen mit ähnlichen Anforderungen diese Cloud teilen. Diese Variante wird besonders von Unternehmen genutzt, die zwar eine Privatisierung durch eine nichtöffentliche Cloud benötigen, aber mangels Größe keine private Cloud betreiben wollen

(4) Eine hybride Cloud stellt eine Kombination vorgenannter Cloud-Varianten dar. Ein mögliches Szenario zur Entstehung einer solchen Cloud ist das Ausbrechen in eine zweite Cloud, sofern die Ressourcen der ersten nicht mehr ausreichen. [8]

Zusammenfassend sind alle Arten von Clouds in folgender Grafik dargestellt (nächste Seite):

[...]

Details

Seiten
23
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668779112
ISBN (Buch)
9783668779129
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v437840
Institution / Hochschule
Hochschule Deggendorf
Note
1,0
Schlagworte
Cloud-Computing SaaS PaaS IaaS Informationstechnologie Tourismus Wirtschaft KMU Mittelständler

Autor

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Titel: Kritische Diskussion der Chancen und Risiken von "Cloud-Computing" für die Tourismuswirtschaft