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Führungsstile und Motivation von Mitarbeitern. Ein kurzer Überblick

Hausarbeit 2016 12 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Führung
2.1 Grundlagen zum Begriff

3. Führungsstile
3.1 Der autoritäre Führungsstil
3.2 Der kooperative Führungsstil
3.3 Der laissez-faire Stil

4. Motivation von Mitarbeitern
4.1 Was bedeutet Mitarbeitermotivation
4.2 Die

5 Motivatoren

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Ziel in der Karriereleiter eine Sprosse nach oben zu klettern und selbst eine Führungskraft zu sein, besitzen viele Menschen. Jedoch ergeben sich mit einem beruflichen Aufstieg in eine Führungsrolle jede Menge neue Herausforderungen für „Neulinge“ in diesem Bereich. Dadurch, dass Führungsverantwortungen für andere Mitarbeiter übernommen werden müssen, findet ein einschneidender Wechsel in der bisherigen Rolle und Funktion für Mitarbeiter statt. Neue Themenfelder, wie Anleiten oder Führen von Mitarbeitern sind plötzlich mehr im Mittelpunkt als die fachlichen Kompetenzen, welche vorher sehr gefragt waren. Das praktische Handeln gerät also immer mehr in den Hintergrund.[1]

Die Erwartungen an eine Führungskraft sind durch eine Beförderung bzw. durch die Anstellung in eine verantwortliche Position sehr hoch. Loyalität zur nächsthöheren Instanz ist ebenso wichtig, wie authentisch zu bleiben und immer an die Interessen der Mitarbeiter zu denken und diese zu berücksichtigen. Diese drei zentralen Punkte dürfen Führungskräfte nicht aus den Augen verlieren. Jedoch muss jede Person sich mit seiner eigenen Führung auseinandersetzen und einen eigenen Führungsstil entwickeln. Dabei darf jedoch nie der eigene Standpunkt außer Acht gelassen werden.[2]

Als wären diese neuen Aufgaben nicht schon Herausforderung genug, hat sich gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen in denen sich Führungskräfte befinden in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert haben. Die ständige Erreichbarkeit, sei es durch permanentes Klingeln des Telefons oder eingehende E-Mails zeigen ganz deutliche Wirkungen auf das Arbeitsverhalten von Führungskräften.[3]

Eine positive Einstellung zum eigenen Beruf sowie eine leistungsorientierte Arbeitshaltung sind immer von der Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter abhängig. Aus diesem Grunde ist das Thema der Mitarbeitermotivation in den letzten Jahren immer präsenter geworden.[4]

Zunächst werden in der folgenden Arbeit Grundlagen der Führung dargestellt und durchleuchtet. Durch welche Eigenschaften die Führungskraft ihr Umfeld und ihr eigenes Handeln beeinflusst wird im Anschluss vorgestellt. Im letzten Teil werden unterschiedliche Managementmethoden, welche Führungskräften wichtige Anhaltspunkte bieten können, dargestellt und voneinander unterschieden. Ebenso wird sich ein umfassender Teil dieser Arbeit mit dem Thema der Mitarbeitermotivation beschäftigen.

2. Definition von Führung

Da der Begriff der Führung sehr vielfältig und groß ist, lässt sich nur schwer eine allgemeine Definition finden. Es gibt ungefähr ebenso viele Definitionen für diesen Begriff wie Theorien nach denen „geführt“ wird. Allerdings existiert ein gewisser Konsens darüber, dass es sich bei Führung um einen Beeinflussungsprozess zwischen einem Führenden und einem Geführten handelt. Dieser Prozess wird beeinflusst durch das Verhalten und den Charakter des Führenden, sowie der Kontext in dem dieses Machtverhältnis stattfindet.[5] Neuberger ist dieser Themenkomplex ebenfalls zu groß, dennoch grenzt er ihn knapp in einem einzigen Satz ein: „Führung ist ein Prozess der Ursachenzuschreibung an individuelle Akteure. Es ist […] ein Konstrukt, ein soziales Phänomen, das nicht endgültig und vollständig geklärt und erklärt werden kann, sondern das fortwährend, den sich ändernden Umständen anpassend, geschaffen wird.“[6]

Originäre Führungsaufgaben liegen darin, dass Ziele einerseits realisiert und umgesetzt werden, also Aufgaben termingerecht erledigt, andererseits aber auch im Umgang mit den Mitarbeitern. Weitreichend werden die Mitarbeiter eines Unternehmens, damit ist selbstverständlich auch die gängige Kindertagesstätte gemeint, als das wichtigste Kapital eines Unternehmens angesehen. Um gute Arbeit zu garantieren, sollte die Atmosphäre innerhalb eines Teams positiv gestimmt sein.[7] Weinert merkt jedoch an, dass Führung ein Gruppenphänomen ist, da sie die Interaktion zwischen mindestens zwei Personen beinhaltet. Außerdem ist Führung auch eine Art der sozialen Einflussnahme. Zudem zielt Führung darauf ab, durch Kommunikation gemeinsame Ziele zu erreichen.[8]

Die Vielzahl der Bedeutungen vom Begriff „Führung“ aufzuzeigen würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, weshalb nur ein Teil davon bearbeitet werden konnte.

2.1 Grundlagen zum Begriff

Mit der genauen Fragestellung was der Begriff „Führung“ bedeutet und alles beinhaltet, haben sich bereits unzählige Autoren in Aufsätzen und ganzen Büchern auseinandergesetzt. Wenn bei www.google.de der Suchbegriff „Führung“ eingegeben wird, so liefert die Suchmaschine im Dezember 2014 rund 60,2 Millionen Quellen, welche das Wort „Führung“ enthalten.[9] So unterschiedlich und vielfältig die Literatur zu diesem Begriff auch ist, so komplex scheint es auch zu sein eine allgemeingültige Definition für den Begriff zu bestimmen. Ein Grund dafür könnte sein, dass Führung aus unterschiedlichen und zum Teil auch absolut widersprüchlichen Perspektiven beschrieben wird. Eine bestimmte Art von Führung begegnet Menschen in ihrer Freizeit, in der Schule im Urlaub, aber auch in der Politik. In allen Umgebungen und Gesellschaften ist Führung vorhanden, in denen mehr als zwei Personen aufeinandertreffen.

Im Rahmen dieser Arbeit kann jedoch keine umfassende Auskunft über alle Bereiche gegeben werden. Der Fokus liegt primär auf der Führungskraft an sich, wie sie auch in einer Unternehmerwelt auftritt. Dennoch werden immer wieder parallelen zu Kindertageseinrichtungen gezogen, da dieser Bereich Gegenstand der Veranstaltung war und auch als zukünftiges Arbeitsfeld eine hohe Relevanz besitzt.

3. Führungsstile

Wenn Menschen auf Anweisungen von Vorgesetzten arbeiten sollen, trifft diese im Sinne von McGregors X-Theorie nicht immer ganz auf Zustimmung. Die X- und Y-Theorien sind Managementtheorien / Führungsphilosophien, die völlig verschiedene Menschenbilder präsentieren. Die X-Theorie geht davon aus, dass der Mensch von sich aus eher faul ist und versucht der Arbeit aus dem Weg zu gehen. Die Y-Theorie nimmt an, dass der Mensch durchaus ehrgeizig ist und Arbeit mit Freude verrichtet. Ebenso prägen dieses Menschenbild Verantwortungsbewusstsein und Zufriedenheit.[10] Aufgrund der eigenen Mentalität, Erfahrung sowie Lebenssituation können unterschiedliche Reaktionen auf Aussagen sehr verschieden ausfallen. Durch einen zu „harten“ Führungsstil und Kommunikation auf der entsprechenden Ebene können bei den Auftragsempfängern Skepsis, Unsicherheit oder sogar Widerstände auftreten.

Im folgenden Kapitel werden die drei wichtigsten Führungsstile ausführlich vorgestellt. Wie schon bei der vorigen Begriffsklärung gibt es auch in diesem Fall wieder viele Definitionen der Führungsstile. Beachtet werden muss, dass auf neue, aktuelle Managementstile nicht eingegangen wird, da die „klassischen“ Führungsstile genug Raum in dieser Hausarbeit bekommen. Der Begriff Führungsstil bezeichnet ein relativ stabiles, langfristiges Verhaltensmuster einer Führungsperson, welches zugleich seine[11] Grundeinstellung ist, die auch gegenüber Mitarbeitern zum Ausdruck gebracht wird.[12]

3.1 Der autoritäre Führungsstil

Der Begriff Autorität leitet sich vom lateinischen Wort „auctoritas“= persönliches Ansehen, Geltung ab.[13] Heutzutage ist dieser Begriff allerdings eher negativ belegt und wird oft in Zusammenhang mit dem Deutschen Reich und der Zeit des Nationalismus genannt. Dieser Führungsstil wird automatisch mit forderndem Verhalten verstanden.[14] Dieser Führungsstil, der auch unter dem autokratischen Begriff bekannt ist, meint die Führung durch eine einzelne Person. Gekennzeichnet ist das autoritäre Verhalten besonders durch extreme Aufgaben- und Leistungsorientierung, bei der die Mitarbeiter bzw. Untergebenen wenig bis gar nicht in Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden. Als einzigen Vorteil dieses Stiles muss erwähnt werden, dass eine schnelle Handlungsfähigkeit gewährleistet ist, dadurch, dass Mitarbeiter nicht bei Entscheidungen in Überlegungen miteinbezogen werden. Jedoch überwiegen die negativen Aspekte. Mitarbeiter können demotiviert werden, da sie weder die Möglichkeit bekommen sich selbst mit einzubringen, noch das Gefühl vermittelt bekommen gleichwertig zu sein. Eine Überforderung des allein herrschenden ist eine mögliche Folge dieses Stiles, da Fehler oder falsche Einschätzungen nicht sofort entdeckt werden können.[15]

3.2 Der kooperative Führungsstil

Nach dem im Teil zuvor der „radikalste“ Führungsstil der klassischen Führungslehre aufgezeigt wurde, wird nun der zweite vorgestellt, der demokratische Führungsstil. Der Ursprung des Wortes Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „demos“=das Volk.[16] Bei diesem Führungsstil springt man aktuell vom demokratischen / charismatischen oder auch kooperativen. Besonderes Merkmal dieses Stils ist die starke Einbindung der Mitarbeiter in sämtliche Entscheidungsprozesse. Die Delegation von Aufgaben und Verantwortung ist ein wichtiges Element dieses Führungsstils und wird sogar als eine Voraussetzung angesehen. Dadurch erhalten die Mitarbeiter eine gewisse Wertschätzung und es wird erreicht, dass diese sich aktiv in Entscheidungsprozesse einbringen können. Eigene Ideen und Vorschläge können eingebracht werden, was wiederum die Eigeninitiative erhöht. Außerdem besteht dadurch nicht wie beim autoritären Stil die Gefahr, dass der Vorgesetzte alle selbst entscheiden muss.[17] Zur Folge kann dies haben, dass dadurch das Arbeitsklima erheblich positiver ausfällt als bei zuvor beschriebenem Führungsstil. Der einzige offensichtliche Nachteil kann sein, dass durch die verschiedenen Entscheidungs- und Verantwortungsebene lange Diskussionen entstehen und der Entscheidungsprozess in die Länge gezogen wird.[18]

[...]


[1] Vgl. Zawodniak, 2008, [WWW-Dokument]

[2] Vgl. Schulz von Thun./ Ruppel./ Stratmann, 2008, S.20

[3] Vgl. Meckel, 2008, S.18

[4] Vgl. Wolff, 2012, S.3

[5] Vgl. Antonakis/ Cianciolo/ Sternberg, 2004, S.5

[6] Steinkellner, 2005, S.28

[7] Vgl. Schulz von Thun/ Ruppel/ Stratmann, 2008, S.15

[8] Vgl. Weinert, 1989, S.555

[9] Abfrage am 18.12.2014

[10] Vgl. Kirchler/ Meier-Pesti/ Hofmann, 2004, S.103

[11] Mit seine ist sowohl das männliche als auch das weibliche Geschlecht gemeint

[12] Vgl. Laufer, 2012, S.86

[13] Vgl. Bibliographisches Institut, 2013, [WWW-Dokument]. Suchwort: auctoritas

[14] Vgl. Laufer, 2012, S.86

[15] Vgl. Laufer, 2012, S.86

[16] Vgl. Bibliographisches Institut, 2013, [WWW-Dokument]. Suchwort: Demokrafie

[17] Vgl. Laufer, 2012, S.87

[18] Vgl. Kansteiner-Schänzlin,2002,S.47

Details

Seiten
12
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668774988
ISBN (Buch)
9783668774995
Dateigröße
521 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v437001
Institution / Hochschule
Evangelische Fachhochschule Freiburg – Pädagogik der frühen Kindheit
Note
1,7
Schlagworte
führungsstile motivation mitarbeitern überblick

Autor

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