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Mobile Marketing Strategien zur Kundenbindung der Generation Y aus Unternehmenssicht

Studienarbeit 2018 8 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

1 PROBLEMSTELLUNG

Die Personengruppe der heute etwa 15- bis 30- jährigen wird generell als Generation Y bezeichnet. In der Literatur findet sich keine allgemein akzeptierte Definition dieser Personengruppe, sondern es variieren Alterseingrenzungen und dazugehörige Begrifflichkeiten. (vgl. Parment 2013, S. 3)

Parment (vgl. 2013, S. 3) zählt Personen mit Geburtsjahr zwischen 1984 und 1994 zur Generation Y.

Eine weitere Aufstellung der Generationen hat Hurrelmann/Albrecht (vgl. 2014, S. 17) erstellt. Dem zufolge wird jede Generation seit 1925 nach 15 Jahren von der nächsten Generation abgelöst. Laut Hurrelmann/Albrecht sind die Geburtsjahrgänge der Generation Y zwischen 1985 und 2000. (vgl. Hurrelmann/Albrecht 2014, S. 17). Auch Würzburger (vgl. 2016, S. 2) schließt sich der Meinung von Hurrelmann/Albrecht an.

Die Generation Y folgt auf die Generation X, welche die Geburtsjahrgänge von etwa 1970 bis 1985 beinhaltet. Nach der Generation Y folgt die Generation Z mit den 2000 bis 2015 Geborenen. (vgl. Hurrelman/Albrechts 2014, S. 17)

Besondere Merkmale der Generation Y sind unter anderem die Hinterfragung von bislang bestehenden Grundsätzen in den Bereichen Freizeit, Politik, Familie sowie Arbeit. Hoher Leistungsdruck, ein gutes Arbeitsklima wie auch der spielerische Umgang mit dem Internet sind laut Jungendforschung ebenfalls Merkmale der Generation Y. (vgl. Hurrelman/Albrecht 2014, S. 14)

Ein weiteres Merkmal der Generation Y ist, dass sie die erste Generation ist, welche spätestens im Jugendalter mit technischen Errungenschaften wie Mobiltelefon und Internet aufgewachsen ist (vgl. Würzburger 2016, S. 2). Dies löste im Kommunikationsverhalten unter anderem die Bedürfnisse des „Mitmachens“ und „Dabei-sein-wollens“, sowie den Drang der ständigen Erreichbarkeit aus (vgl. Stevens 2015, S. 58).

Laut der aktuellsten Studie von Mobile Marketing Association haben weit über 90 % der Generation Y ein Smartphone (vgl. Mobile Marketing Association 2017).

Dieser Umstand ermöglicht es Unternehmen diese Personengruppe via Mobile Marketing zu erreichen. Der Begriff Mobile Marketing beschreibt jene Marketing Maßnahmen, welche direkt über die mobilen Endgeräte (Smartphones, Tablets, etc.) an die KonsumentInnen kommuniziert werden (vgl. Lammenett 2012, S. 31). Lanzer (vgl. 2012, S. 29) sieht Mobile Marketing als Instrument der Kommunikationspolitik in Anlehnung auf die klassischen 4 P´s im Marketing - Mix (Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik sowie Produktpolitik) (vgl. Lanzer 2012, S. 29).

Das Smartphone steht im Mobile Marketing im Mittelpunkt. Es wird immer mehr zum unkomplizierten Allround-Instrument mit leistungsstarken Prozessoren und nahezu grenzenlosen Erweiterungsmöglichkeiten in Form von Applikationen, kurz Apps. Dieser Umstand macht Smartphones zu einem wichtigen Zugangskanal für Unternehmen zum Kunden. (vgl. Kreutzer/Blind 2012, S. 318 f.) Ein beliebtes Instrument für Smartphones in Bezug auf Mobile Marketing sind z. B. die sogenannten Local-Based-Services. Dies sind Anwendungen mit räumlichem Standortbezug. Wenn die Nutzerin, der Nutzer ihre/seine Koordinaten frei gibt, können Unternehmen Inhalte speziell für den aktuellen Standort der Nutzerin, des Nutzers übermitteln, was einen viel höheren Mehrwert generiert. (vgl. Kreutzer/Blind 2012, S 320 f.) Auf eine weitere Eigenschaft von Mobile Marketing geht Lammenett (vgl. 2012, S. 291 f.) ein. Mobile Marketing-Instrumente lassen sich hervorragend miteinander und auch mit herkömmlichen klassischen Marketing-Instrumenten verbinden, womit ein guter Marketing-Mix erstellt werden kann. Ein aufeinander abgestimmter Marketing-Mix erzielt unweigerlich die besten Ergebnisse. (vgl. Lammenett 2012, S 291 f.) Dies ermöglicht es dem Unternehmen, sich gegenüber der Kundin, dem Kunden eindeutig zu positionieren. Die Kundin, der Kunde wiederum kann sich somit besser mit dem Unternehmen identifizieren. Der nächste Schritt besteht darin, eine dauerhafte Bindung zu der Kundin, dem Kunden aufzubauen. Eine Neukundengewinnung ist kostenintensiver als einen Bestandskunden langfristig an das Unternehmen zu binden. (vgl. Meffert et al. 2015, S. 17) Für den Begriff KundInnenbindung findet man in der Literatur eine Vielzahl an Definitionen. Kotler et al. (vgl. 2016, S. 69 f.) erklären, dass die KundInnenbindung früher bei den Unternehmen keinen hohen Stellenwert hatte, da die Unternehmen auf die Neukundenakquise und folgend auf schnelle einmalige Kaufabschlüsse fokussiert waren. Heute widmen sich die Unternehmen vermehrt auch ihren Bestandskunden und beschäftigen sich mit deren Bedürfnissen, um sie bestmöglich bedienen zu können.

Die Begrifflichkeiten Mobile Marketing, Generation Y sowie KundInnenbindung sind in der Literatur gut beschrieben. Die Frage nach Erkenntnissen über die dauerhafte KundInnenbindung der Generation Y mit Hilfe von Mobile-Marketing- Strategien wurde in nationalen und internationalen Veröffentlichungen jedoch kaum behandelt. Aus diesem Grund erscheint eine Betrachtung aus wissenschaftlicher Sicht zu dieser Thematik angebracht, auch als Basis für weitere Untersuchungen und Forschungen.

2 ZIELSETZUNG

Das Ziel der Forschungsarbeit ist es darzustellen, welche unterschiedlichen Mobile-Marketing-Strategien die Generation Y ansprechen. Nach der Darstellung untersucht der Autor, wann durch diese eine dauerhafte KundInnenbindung entsteht. Der praktische Nutzen soll darin bestehen, dass Mobile-Marketing- Strategien für Unternehmen, welche speziell die KundInnenbindung zur Generation Y stärken wollen, erkennbar gemacht werden. Der wissenschaftliche Nutzen kann darin gesehen werden, dass eine empirische Analyse über die Bedürfnisse und Kaufmotive der Generation Y erfolgt und weitere Forschungen daran angeknüpft werden können.

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Details

Seiten
8
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668773127
Dateigröße
446 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v436377
Institution / Hochschule
FHWien der WKW
Note
3
Schlagworte
Generation Y Digital Natives Kundenbindung Mobile Marketing Online Marketing crm

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