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Das fremde psychische Prinzip. Magnetismus und Spuk in E.T.A. Hoffmanns Erzählung 'Der unheimliche Gast'

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 30 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhalt

I Einleitung

II Grundlagen: Franz Anton Mesmer und der Magnetismus

III Magnetismus und Spuk in Hoffmanns Der unheimliche Gast
III.1 Gemütlichkeit und Bedrohung – Die Ausgangssituation
III.2 Die Konstruktion der Bedrohung
III.3 Der Mesmerismus als Element des Unheimlichen

IV Schlußbetrachtung

V Literatur

VI Versicherung

I Einleitung

Im Jahre 1813 vollendete E.T.A. Hoffmann die Erzählung Der Magnetiseur , ursprünglich unter dem Titel Träume sind Schäume begonnen, die etwa ein Jahr später, im Mai 1814, in den Fantasiestücken in Callot’s Manier erschien.[1]

Spätestens Anfang 1819 lag die zweite Auflage dieser Sammlung vor, für die Hoffmann Der Magnetiseur neu überarbeitet hatte, und im selben Jahr erschien im zweiten Band von Der Erzähler. Eine Unterhaltungsschrift für Gebildete die 1818 vollendete Erzählung Der Unheimliche Gast.[2] Die inhaltlichen Parallelen zwischen den beiden Erzählungen sind unübersehbar, und „möglicherweise wurde Hoffmann durch die Bearbeitung des Magnetiseurs (…) zu der Erzählung [Der unheimliche Gast] angeregt.“[3] Pikulik sieht hier gar „eine Art Selbstimitation Hoffmanns“[4].

Die wohl auffälligste inhaltliche Ähnlichkeit besteht im Auftauchen einer Meistergestalt, die in aggressivster Suche nach Macht sich Mitteln bedient, die die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft genauso berühren wie diejenigen einer analytisch-mathematischen Auffassung von Wissenschaft, einer Lehre und Heilmethode nämlich, die zur Entstehungszeit beider Erzählungen für großes Aufsehen sorgte: der Magnetismus , sowohl der magnetismus animalis des Franz Anton Mesmer als auch seine verschiedenen Ausprägungen späterer Zeit.

Hoffmann zeigte sich sehr interessiert an der mesmerschen Lehre und den Schriften über sie.[5] Magnetismus und andere Nachtseiten der Naturwissenschaft stellen in vielen Teilen seines Werks das Zentralmotiv dar. Da es sich bei Der Magnetiseur und Der Unheimliche Gast nicht um bloße Fallbeispiele einer Wissenschaft handelt, die medizinische Aspekte mit denen der Physik und solchen spiritistisch-unerklärlicher Vorkommnisse verbindet, wird in der vorliegenden Arbeit der Magnetismus im literarischen Kontext untersucht werden, wobei die Kategorie des Unheimlichen und des Spuks und dessen (Nicht-)Tilgung besonders beleuchtet werden soll. Ferner wird der Frage nachgegangen werden, wie die auftretenden Magier-Figuren und ihr Wirken in einem Herrschaftsmodell funktionalisiert werden und wie sie in eine semantische Ordnung der Texte eingegliedert sind, in psychologischen wie wissenschaftskritischen Dimensionen genauso wie im „verborgene[n] politische[n] Blick“[6]

In der neueren wissenschaftlichen Literatur im Kontext des Mesmerismus wurde Der Magnetiseur mehrfach untersucht, wobei die Magierfigur des Coppelius aus dem Nachtstück Der Sandmann gerade in den 1960er Jahren innerhalb der Diskussion um Psychoanalyse und Literatur wesentlich intensiver betrachtet und im Gegensatz dazu der Magnetiseur Alban eher als Teil eines belanglosen Gruselstücks bezeichnet wurde.[7] Der unheimliche Gast wird in ein Dasein als eine Art ‚Magnetiseur mit happy end’ gestellt, die Untersuchungen fallen nicht nur in ihrer Anzahl, sondern auch in ihrer Intensität wesentlich geringer aus. Der Mesmerismus hingegen und die Lehren, die aus ihm entstanden, sind im Laufe der vergangenen 200 Jahre ständig untersucht worden, nicht zuletzt durch das Spannungsverhältnis zwischen den sichtbaren Effekten und deren gleichzeitiger Nicht-Erklärbarkeit und ferner in ihrem Dasein als „fester Bestand der Wissenschaftsgeschichte der Psychologie.“[8]

Eine Behandlung beider Texte ist in dieser Arbeit nicht vorzunehmen, mein Augenmerk gilt dem unheimlichen Gast, einige Verweise auf den Magnetiseur sollen meinen Befund ergänzen.

II Grundlagen: Franz Anton Mesmer und der Magnetismus

Franz Anton Mesmer, geboren 1734, war Mediziner mit theologischer und philosophischer Ausbildung. Mit dem Berufsziel Priester studierte er zunächst Theologie und Metaphysik an der Jesuiten-Universität in Dillingen an der Donau und später im damals österreichischen Ingolstadt. Sein Studium der Medizin begann er schließlich in Wien und lernte dort den Astronomen Maximilian Hell (1720-1792) kennen, dessen Vorlesungen über Astronomie ihn interessierten. Seine Forschungen verbanden unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen und erschienen ungewöhnlich, doch konnte er seine Doktorarbeit erfolgreich verteidigen. Sie trug den Titel De influxu planetarum in corpus humanum , also Vom Einfluß der Planeten auf den menschlichen Körper.

Mesmers Wiener Leben als Arzt, verheiratet mit der reichen Apothekerswitwe Maria Anna von Posch, eröffnete ihm den Weg in die Kreise von Adel und Großbürgertum und ließ ihn ferner die Bekanntschaft von Künstlern machen, unter anderem der Familie Mozart, mit denen er seine Begeisterung für Musik teilte. Dazu gehörte insbesondere die Musik auf der ‚Glasharmonika’, als ‚magnetische Musik’ später wichtiger Bestandteil mesmeristischer Sitzungen. Immer mehr kristallisierte sich das heraus, was Mesmer zum Magier machte, „doch (…) davon überzeugt, Wissenschaft zu betreiben“[9] : seine Lehre vom magnetismus animalis , dem tierischen Magnetismus[10].

Ursache von gesundheitlichen Störungen sah Mesmer in folgendem Umstand: das in seiner Abhandlung über den Magentismus animalis genannte Fluidum, das den menschlichen Körper um- und durchfließe, könne durch Variation der magnetischen Einwirkung der Planeten in seinem Fluß gestört werden und so Krankheiten verursachen. Ein Eingreifen in diese Störung mittels Magnetismus sei entscheidend für deren Beseitung.[11]

Seine ersten Erfolge mit seiner Methode verbuchte Mesmer bereits Mitte des 18. Jahrhunderts, als seinen Patienten die unterschiedlichsten Krankheiten durch bloßes Handauflegen oder unter Zurhilfenahme von Magneten genommen wurden. Entscheidend für seinen weiteren Lebensweg war die Heilung der 18jährigen Jungfer Maria Theresia Paradis, einem pianistisch hochbegabten Wunderkind, das die persönliche Gunst der Kaiserin Maria Theresia genoß. Das Mädchen war seit dem vierten Lebensjahr erblindet, und kein Arzt hatte ihr helfen können, bis Franz Anton Mesmer sich anbot. Die Heilung war erfolgreich und wurde mit Erstaunen erlebt, stürzte das Mädchen allerdings fast ins Unglück, denn sehend verlor sie ihre Fähigkeit zu musizieren. Nach starken Streitigkeiten mußte Mesmer die Therapie abbrechen, und das Mädchen fiel wieder in seine Blindheit zurück. Die Streitigkeiten, unter anderem mit seinem Lehrer Hell, führten auch dazu, daß Mesmer Wien verließ, nach München und schließlich nach Paris ging, wo er zu Ruhm gelangte. Seine Lehre verbreitete sich über Europa und Nordamerika und trieb schon bald seltsame Blüten, als sie in der Hand von Laien zum Spiritsmus wurde und zunehmend als geheimnisvolles paranormales Phänomen eine Art Modewelle auslöste.[12]

Mesmer hingegen sah sich der Naturwisschenschaft verpflichtet, wenn auch einer nicht-mathematisierbaren, und stellte Magnetismus und Elektrizität als wichtigste Elemente seiner Lehre dar. Der Magnetismus ist zwar fester Bestandteil der Wissenschaftsgeschichte und wurde auch hunderte Jahre vor Mesmer untersucht, Mesmer gelang es aber, durch die Verbindung von Magnetismus, Medizin und Psychologie, seine „Pseudowissenschaft“[13] zu einem weit über akademische Kreise hinaus bekannten Phänomen zu machen.

Diskussionen um den Ablauf mesmeristischer Sitzungen finden nicht nur mit ähnlicher Intensität, sondern auch mit ähnlichen Argumenten statt wie Diskussionen über spiritistische Séancen. „Das Heilungsdrama – eine Betrugskomödie“[14] faßt Barkhoff das Ziel der Beweisführung seitens der Mesmer-Kritiker zusammen. Und tatsächlich lassen sich ob der strengen Dramaturgie der öffentlich abgehaltenen mesmeristischen Sitzungen gewisse inszenatorische Bestrebungen erkennen; das Interesse der Menschen, von verschiedenem Geschlecht, Alter und verschiedener Abstammung, war enorm und ließ Mesmer in Paris zum „Modethema der Saison“[15] werden. Zwar erklärt Mesmer, daß nur Kranke zu mesmerisieren seien, und von diesen wiederum nicht jeder,[16] doch führen eingebildete Krankheiten oftmals die Notwendigkeit einer eingebildeten Heilung mit sich: Die Krankheiten, die Mesmer behandelte, waren oftmals Modekrankheiten der übersättigten Pariser Gesellschaft: „Es waren die Hypochondrien der Herren, depressive Zustände und Anfälle von Reizbarkeit, und die vapeurs der Damen, nervöse Beschwerden, hysterische Symptome und Neigung zur Ohnmacht.“[17]

Mesmers wichtigster Apparat war das baquet, ein mit magnetisiertem Wasser, Glasscherben und Eisenstücken gefüllter Holzzuber, aus dessen Verschluß spitzte Eisenstangen herausragten, die auf die mit einem Seil verbundenene Patienten gerichtet wurden, um die Energie der zuvor elektrisierten Gegenstände im Zuber zu übertragen.[18] „Ein ausgesuchtes Orchester führte während der Behandlung die schönsten Symphonien auf, begleitet vom himmlischen Tone der Harmonica, welche Mesmer selbst meisterhaft spielte“[19] Die Reaktionen der Patienten waren vielseitig:

„Einige empfanden Schmerzen und Erhitzung, andere fielen in die ausserordentlichsten und heftigsten Convulsionen die oft drey Stunden anhielten; andere geriethen in einen Zustand von Betäubung und Ohnmacht; nur wenige blieben unbewegt. Man sah die gewaltsamsten und unwillkührlichen Verdrehungen der Glieder, halbe Erstickungen, Auftreibungen des Leibes, verwirrte Blicke; hier stößt einer das durchdringendste Geschrey aus; dort will einer für Lachen bersten; da zerfließt ein andrer in Thränen. Unter manchen entstehen geheime Sympathien; sie suchen sich auf, werfen sich einander in die Arme, bezeugen sich die lebhafteste Zuneigung, und suchen sich gegenseitig ihren Zustand zu versüßen. (…) Nichts kann diese Bezauberung aufheben als der Befehl des Magnetisten.“[20]

Wurden der Mesmerismus und sein Namensgeber zu Zeiten der Aufklärung im Rahmen wissenschaftlicher und moraltheoretischer Diskurse abgelehnt, so konstituierte sich zu Zeiten der Spätaufklärung und Romantik eine große Affinität zu ihnen. Im Bericht des Christoph Wilhelm Hufeland klingt an, was gerade in der literarischen Verarbeitung des Mesmerismus eine große Faszination auslöste: Denn nicht nur die oben genannten inszenierten Massenmagnetisierungen, sondern auch Einzelkuren gehörten zu Mesmers ärztlicher Tätigkeit, und ein wichtiger Bestandteil dieser Behandlungen war der sogenannte Rapport, die völlige psychische Hingabe und Abhängigkeit des Patienten vom Magnetiseur, ein Motiv, das bei vielen Schriftstellern der literarischen Romantik von großer Bedeutung ist; bei Hoffmann findet es sich in zahlreichen Erzählungen und stellt auch in denen, die in dieser Arbeit behandelt werden, das Zentralmotiv dar.

Zwei weitere Schulen sind zu nennen, die die mesmersche Lehre aufgriffen und festen Eíngang in die Literatur der Romantik fanden. Stark spiritistische Züge nahm der Mesmerismus unter dem Chevallier de Barberin an, der das von Mesmer genannte Fluidum, eine materielle Größe, leugnete und sich ganz auf die geistige Dimension beschränkte. Eine Verbindung beider Lehren schlug Armand-Marie Jacques des Chastenet, Marquis de Puységur, der mit seiner Societé harmonique des amis réunis in Straßburg „einen Mittelweg zwischen der physischen und psychischen Behandlungsmethode einschlug“[21] Puységur entdeckte den künstlichen Somnambulismus, ein Zustand, in dem der Patient nicht in eine Bewußtlosigkeit oder Hysterie verfällt, sondern einen Wachschlaf erfährt, in dem seine Sinne geschärft sind, ohne daß die Beeinflußbarkeit durch den Magnetiseur nachläßt. Wie auch Mesmer magnetisierte Puységur Gegenstände wie z.B. Bäume, an die er die Patienten band und so ohne das baquet seine Massenkuren allerorten ausführen konnte. Als der Mesmerismus im Jahre 1787 nach Deutschland ‚zurückkehrte’, war er bereits von Puységur geprägt.[22]

III Magnetismus und Spuk in Hoffmanns Der Unheimliche Gast

III.1 Gemütlichkeit und Bedrohung – Die Ausgangssituation

Wie alle Erzählungen in der Sammlung Die Serapionsbrüder ist Der unheimliche Gast eingebettet in ein Rahmengeschehen. Ein Kreis von sechs Freunden, Theodor, Ottmar, Sylvester, Vinzenz, Lothar und Cyprian, trifft sich in regelmäßigen Abständen, um zum einen ein behagliches Erlebnis unter geneigten Freunden zu haben, zum andern, um sich Geschichten zu erzählen und diese zu besprechen. Letztlich treffen sich die ‚Serapionsbrüder’ aber auch, um sich in Club-Manier über philosophische, politische und kulturelle Themen auszutauschen.

Im Aspekt der Gemütlichkeit , der im Serapions-Kreis zur Geltung kommt, sieht Pikulik einen Beweis dafür, daß „die Romantik damit an die Schwelle zum Biedermeier gelangt [ist]“[23]. Wenn mit der Verwendung dieser Epochenbegriffe nicht ausschließlich deren Geisteshaltung gemeint ist, halte ich diese Einordnung für sehr problematisch: Sehr wohl ist dem nach 1848 angesiedelten Biedermeier und der zeitlichen Situierung der Serapionsbrüder eines gemeinsam, nämlich die Eindrücke von Krieg und Umbruch und eine daraus folgende Sehnsucht nach Minderbelastung, Kontinuität und einer gewissen Dosis ‚Anspruchslosigkeit’. Doch weist beispielweise bereits die Rahmenkonstruktion von Bocaccios Decamerone, wo die in Florenz wütende Pest eine fluchtähnliche Bewegung in die sowohl vor den Eindrücken der Seuche als auch vor der Ansteckung schützende geographische wie gesellschaftliche Abgeschiedenheit auslöst, derartige Motive auf.

[...]


[1] vgl. Hoffmann, E.T.A.: Tagebücher. Nach der Ausgabe Hans v. Müllers mit Erläuterungen herausgegeben von Friedrich Schnapp. Darmstadt 1971, S. 206-219; Günzel, Klaus (Hrsg.): E.T.A. Hoffmann. Leben und Werk in Briefen, Selbstzeugnissen und Zeitdokumenten. Berlin 1976, S. 502 f.

[2] Vgl. Hoffmann, E.T.A.: Sämtliche Werke in sechs Bänden. Bd. 4: Die Serapionsbrüder. Herausgegeben von Hertmut Steinecke und Wulf Segebrecht. Frankfurt a. Main 2001, S.1496

[3] Ebd.

[4] Pikulik, Lothar: E.T.A. Hoffmann als Erzähler: ein Kommentar zu Den „Serapionsbrüdern“. Göttingen 1987, S. 159.

[5] insbesondere der 1807 erschienene Versuch einer Darstellung des animalischen Magnetismus als Heilmittel des Berliner Arztes Carl Alexander Ferdinand Kluge und die 1808 von Gotthilf Heinrich Schubert verfaßten Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft. Vgl. hierzu Barkhoff, Jürgen: Magnetische Fiktionen. Literarisierung des Mesmerismus in der Romantik. Stuttgart / Weimar 1995, S. 197 f. Schubert und Kluge werden auch als diejenigen Autoren genannt, aus deren Schriften Hoffmann die wichtigsten Informationen über den in seinen Erzählungen verarbeiteten magnetismus animalis und dessen Ableger bekam. Ferner hatte Hoffmann in seiner Serapions-Runde den Arzt Koreff, der selbst die mesmersche Methode praktizierte. Vgl. Pikulik: Hoffmann als Erzähler, a.a.O., S. 160.

[6] Rohrwasser, Michael: Coppelius, Cagliostro und Napoleon. Der verborgene Politische Blick E.T.A. Hoffmanns. Ein Essay. Frankfurt a. Main / Basel 1991.

[7] A.a.O., S. 15.

[8] Barkhoff: Magnetische Fiktionen, a.a.O., S. 8, ferner S. XVI, vgl. weiterhin Bongartz, Walter: Das Erbe des Mesmerismus: Die Hypnose. In: Wolter, Gereon (Hrsg.): Franz Anton Mesmer und der Mesmerismus. Wissenschaft, Scharlatanerie, Poesie. Konstanz 1988, S. 41-55.

[9] Florey, Ernst: Franz Anton Mesmers magische Wissenschaft. In: Wolter: Franz Anton Mesmer, a.a.O., S. 11-41, hier S. 15.

[10] Pikulik bezeichnet den magnetismus animalis als „fälschlich oft mit ‚tierischer Magnetismus’ übersetzt“ (Pikulik: Hoffmann als Erzähler, a.a.O., S. 159), sein hier vorliegender Irrtum wird allerdings deutlich durch Mesmers Erklärung: „9) Vorzüglich hat der menschliche Körper magnetähnliche Eigenschafften, sich entgegen gesetzte Pole, die man miteinander verbinden, verändern, zerstöhren und verstärken kann, (…) 10) Eben diese Eigenschafft des thierischen Körpers, welche ihn des Einflusses der Himmels=Körper und der Zurückwirkung auf das, was ihn umgiebt, fähig macht, da sie sich auf eine Magnet ähnliche Art äussert, bewog mich, sie den thierischen Magnetismus zu nennen.“ (Mesmer, Franz Anton: Abhandlung über die Entdeckung des thierischen Magnetismus, 1781, zit. nach Barkhoff: magnetische Fiktionen, a.a.O., S. 22).

[11] Vgl. Pikulik: Hoffmann Als Erzähler, a.a.O., S. 159.

[12] Vgl. Florey: magische Wissenschaft, , a.a.O., S. 25.

[13] A.a.O., S. 16.

[14] Barkhoff: magnetische Fiktionen, a.a.O., S. 4.

[15] Ebd.

[16] Vgl. Florey: Magische Wissenschaft, a.a.O., S. 26.

[17] Barkhoff: magnetische Fiktionen, a.a.O., S. 6.

[18] Vgl. Florey: Magische Wissenschaft, a.a.O., S. 26; Barkhoff: magnetische Fiktionen, a.a.O., S. 4 f.

[19] Christoph Wilhelm Hufeland in einem Bericht des „Teutschen Merkur“ von 1784, zit. nach Barkhoff: magnetische Fiktionen, a.a.O., S. 4 f., gemeint ist hier die erwähnte Glasharmonika, die den jungen Mozart bereits fasziniert hatte.

[20] Ebd.

[21] Pikulik: Hoffmann als Erzähler, a.a.O., S. 160.

[22] Vgl. Barkhoff: magnetische Fiktionen, a.a.O., S. 27 f.

[23] Pikulik: Hoffmann als Erzähler, a.a.O., S. 21.

Details

Seiten
30
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638412933
ISBN (Buch)
9783638596930
Dateigröße
521 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v43524
Institution / Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel – Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien
Note
1,3
Schlagworte
Prinzip Magnetismus Spuk Hoffmanns Erzählung Gast Unheimliche Wunderbare Erzählungen Romantik

Autor

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