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Die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik der EZB auf das Anlageverhalten von Privatanlegern

von Marc Denzl (Autor)

Bachelorarbeit 2018 72 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

I Inhaltsverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

III Abbildungsverzeichnis

0 Abstract

1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Motivation
1.2 Methodische Vorgehensweise

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Portfoliotheorie nach Harry M. Markowitz
2.1.1 Grundannahmen des Modells
2.1.2 Kritische Würdigung
2.2 Das CAPM-Modell
2.2.1 Grundannahmen des Modells
2.2.2 Kritische Würdigung
2.3 Identifikation möglicher Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten

3 Modell- und Hypothesenentwicklung
3.1 Überblicksartige Darstellung des zu entwickelnden Modells
3.2 Niedrigzinspolitik der EZB als potenziellen Einflussfaktor auf das Anlageverhalten
3.2.1 Quantitative Lockerung der Geldpolitik
3.2.2 Leitzinssenkung der EZB als potenziellen Einflussfaktor auf das Anlageverhalten
3.2.3 Hypothesenaufstellung
3.3 Risikobereitschaft
3.3.1 Anlagetypen
3.3.2 Das magische Dreieck der Kapitalanlage
3.3.3 Anlagemotive
3.3.4 Hypothesenaufstellung
3.4 Risikostreuung
3.4.1 Diversifikation
3.4.2 Asset Allocation
3.4.3 Anlageformen
3.4.4 Hypothesenaufstellung

4 Empirischer Teil
4.1 Auswahl des Datenerhebungsinstruments
4.2 Forschungsdesign sowie Vorstellung des quantitativen Forschungsprozesses
4.3 Beschreibung der Stichprobe
4.4 Überprüfung der quantitativen Gütekriterien
4.4.1 Überprüfung der Objektivität
4.4.2 Überprüfung der Reliabilität
4.4.3 Überprüfung der Validität
4.5 Hypothesenüberprüfung anhand einer multiplen Regressionsanalyse
4.6 Kritische Würdigung der vorliegenden Untersuchung

5 Handlungsempfehlungen für Privatanleger
5.1 Niedrigzinspolitik
5.1.1 Kurzfristige Handlungsempfehlung
5.1.2 Langfristige Handlungsempfehlung
5.2 Risikobereitschaft
5.2.1 Kurzfristige Handlungsempfehlung
5.2.2 Langfristige Handlungsempfehlung
5.3 Risikostreuung
5.3.1 Kurzfristige Handlungsempfehlung
5.3.2 Langfristige Handlungsempfehlung

6 Abschließende Betrachtung

7 Quellenverzeichnis

IV Anhangsverzeichnis

V Anhang A

II Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Effizienzkurve

Abbildung 2: Kapitalmarktlinie

Abbildung 3: Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten

Abbildung 4: Rendite 10 jähriger deutscher Staatsanleihen

Abbildung 5: Häufigkeitsverteilung Altersgruppen

Abbildung 6: Häufigkeitsverteilung Jahresbruttoeinkommen

Abbildung 7: Häufigkeitsverteilung Geschlecht

Abbildung 8: Häufigkeitsverteilung Familienstatus

Abbildung 9: Explorative Faktorenanalyse

Abbildung 10: Multiple lineare Regressionsanalyse

Abbildung 11: Leitzinsentwicklung der US-Zentralbank FED

Abbildung 12: Zahl der direkten Aktionäre in Deutschland

0 Abstract

The objective of this bachelor thesis is to show the effects of low interest rates on the investment behaviour of private investors. The current period of low interest rates has created new conditions and challenges for shareholders. With secure capital investments, investors can only achieve low returns in the current market situation. To find out whether investors have changed their investment behaviour in the current situation, an online survey was conducted. First of all, hypotheses have been drawn up for this purpose. In the next step, these hypotheses were checked with a statistical program. It has been statistically proven that the low interest rates lead to a change of the investment behaviour of shareholders. The analysis of the empirical study has shown that the low interest rates have an influence on the investment behaviour of private investors. The risk tolerance of an investor could also be statistically proven to have an influence on his investment behaviour. Only for risk diversification no statistical significance could be determined. From the results of the statistical analysis, short and long-term recommendations for private investors were finally derived. It is recommended to investors to invest in a safe investment with rising interest rates. In addition, further investments should pay attention to the next monetary policy measures of the European Central Bank. It may be possible to reduce the overall portfolio risk by including more secure bonds in the portfolio.

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung und Motivation

Das Ziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik der EZB auf das Anlageverhalten von Privatanlegern aufzuzeigen. Die Zeiten, in denen Kapitalanleger mit sicheren Kapitalanlagen eine hohe Rendite erzielen konnten, sind seit Anbeginn der Niedrigzinspolitik der EZB vorerst vorbei. Die EZB hat sämtliche ihr zur Verfügung stehenden geldpolitischen Instrumente eingesetzt, um ihr übergeordnetes Ziel zu erreichen. Durch eine quantitative Lockerung der Geldpolitik sowie eine Leitzinssenkung auf 0,00 % sollte eine jährliche Inflationsrate in Höhe von annähernd 2,00 % im Euroraum erreicht werden.1 Dieses Ziel wurde bisher nicht erreicht, so dass auch vorerst nicht mit einer signifikanten Anhebung des Leitzinses zu rechnen ist. Die von der EZB zur Verfügung gestellte Liquidität sorgt stattdessen für eine beispiellose Hausse am Aktienmarkt. So haben die Notierungen deutscher Standardwerte im Jahr 2018 neue Höchststände erreicht.2 Für Privatanleger, die ihr Kapital bisher in sichere Anlageformen investieren, stellt sich die aktuelle Situation weiterhin unbefriedigend dar. Gerade deutsche Privatanleger, die als eher risikoavers eingeschätzt werden, können mit sicheren Spareinlagen sowie Tagesund Festgeldern keine angemessene Rendite mehr erzielen.3 Es bedarf dementsprechend einer veränderten Anlagestrategie, um unter den aktuellen Marktbedingungen eine angemessene Rendite zu erzielen. Die Frage, ob und in welchem Umfang deutsche Privatanleger ihr Anlageverhalten an die aktuellen Marktbedingungen angepasst haben, ist ein Kernelement der vorliegenden Arbeit.

1.2 Methodische Vorgehensweise

Den Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit bilden sechs Kapitel. Die theoretischen Grundüberlegungen, welche dem weiteren Verständnis der nachfolgenden Kapitel dienen sollen, werden in Kapitel zwei behandelt. Dort wird u. a. auf mögliche Einflussfaktoren, die auf die Anlageentscheidung eines Privatanlegers einwirken, eingegangen. Zudem wird die Portfoliotheorie sowie das CAPMModell vorgestellt, um das Anlageverhalten von Privatanlegern theoretisch zu umschreiben. Aus den theoretischen Grundlagen werden zum Abschluss des zweiten Kapitels drei mögliche Einflussfaktoren, die einen Einfluss auf das Anlageverhalten von Privatanlegern ausüben könnten, vorgestellt. Anschließend erfolgt in Kapitel drei die Entwicklung eines Modells, welches die Wirkbeziehung der drei potenziellen Einflussfaktoren Niedrigzinspolitik, Risikobereitschaft und Risikostreuung auf das Anlageverhalten darstellen soll. Seinen Abschluss findet dieses Kapitel in der Bildung von Untersuchungshypothesen, die im vierten Kapitel überprüft werden. Dort erfolgt eine quantitative Datenerhebung in Form eines Onlinefragebogens, wobei auf die theoretischen Grundlagen sowie die aufgestellten Untersuchungshypothesen zurückgegriffen wird. Um zu überprüfen, ob sich die theoretischen Modellüberlegungen auch in der Realität projizieren lassen, wurde eine Vielzahl von Privatanlegern nach ihrem Anlageverhalten in Bezug auf verschiedene Aspekte befragt. Um die erhobenen Daten sowie die Untersuchungshypothesen auf deren Plausibilität zu überprüfen, wurden diese mit dem Statistikprogramm SPSS ausgewertet. Ziel der Auswertung ist es, Zusammenhänge zwischen verschiedenen Parametern aufzuzeigen. Konkret wird im Rahmen der statistischen Auswertung eine Reliabilitätsanalyse, eine explorative Faktorenanalyse sowie eine Regressionsanalyse durchgeführt mit deren Hilfe die weitere Verwendbarkeit der erhobenen Daten belegt werden soll. Die Auswertungsergebnisse der quantitativen Datenerhebung bilden die Grundlage für das fünfte Kapitel. Hier wird detailliert dargelegt, ob Privatanleger ein starres oder elastisches Anlageverhalten als Reaktion auf die Niedrigzinspolitik der EZB zeigen. Darauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen abgegeben, die sich sowohl auf das aktuelle Marktumfeld als auch auf eine restriktivere Geldpolitik der EZB stützen. Letztlich findet diese Bachelorarbeit in Kapitel sechs ihren Abschluss, in dem die gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt und in einem Fazit sowie einem Zukunftsausblick münden werden.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Die Portfoliotheorie nach Harry M. Markowitz

2.1.1 Grundannahmen des Modells

Die Portfoliotheorie wurde im Jahr 1952 durch den amerikanischen Wissenschaftler Harry M. Markowitz entwickelt.4 Mithilfe seines Modells gelang es ihm, einen Zusammenhang zwischen dem Anlagerisiko und der zu erwartenden Rendite einer Wertpapiertransaktion herzustellen.5 Zu den Prämissen dieses Modells zählen u. a. ein risikoaverses und rationales Anlageverhalten der Investoren. Markowitz geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass sich Kapitalanleger bei zwei Anlagealternativen stets für das Investment mit dem geringeren Anlagerisiko entscheiden. Außerdem wird in der Portfoliotheorie angenommen, dass sich ein rationaler Kapitalanleger bei gleichem Risiko stets für die Anlagealternative mit der höheren Rendite entscheidet. Des Weiteren wird ein Planungszeitraum von einer Periode betrachtet.6 Dem weiteren Verständnis der Portfoliotheorie soll weiterhin die Abbildung 1 dienen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Effizienzkurve7

Aus der Abbildung 1 ist zu entnehmen, dass sich Portfolio 3 als die effiziente Anlagealternative erweist. An dieser Stelle ist das Anlagerisiko minimiert sowie die zu erwartende Rendite maximiert. Die Kernaussage der Portfoliotheorie besteht darin, dass sich das Gesamtrisiko eines Portfolios durch das gleichzeitige Halten einer möglichst hohen Anzahl von Wertpapieren reduzieren lässt.8 Damit dieser Effekt eintritt, müssen die Wertentwicklungen der verschiedenen Wertpapiere allerdings unabhängig voneinander sein. In diesem Zusammenhang wird auch von einer geringen Korrelation der im Portfolio befindlichen Wertpapiere gesprochen, die dazu führt, dass Kursgewinne eines Wertpapiers die Kursverluste eines anderen Wertpapiers ausgleichen sollen. In letzter Konsequenz besteht das Ziel der Portfoliotheorie somit darin, dass Risiko des Gesamtportfolios zu minimieren, ohne dabei die erwartete Rendite zu verringern.9

2.1.2 Kritische Würdigung

Einige Annahmen der Portfoliotheorie bieten Anlass für Kritik. So geht Markowitz in seiner Theorie von einer beliebigen Teilbarkeit von Wertpapieren aus. Die Portfoliotheorie beantwortet in diesem Zusammenhang allerdings lediglich die Frage, welche Anteile von verschiedenen Wertpapieren sich in einem effizienten Portfolio befinden sollten.10 Eine Aussage zu einem richtigen Kauf- und Verkaufszeitpunkt der jeweiligen Wertpapiere wird aber nicht getroffen.11 Es erscheint ebenfalls fraglich, dass in der Portfoliotheorie erwartete Renditen sowie zukünftige Risiken als gegeben angenommen werden.12 Für die Bestimmung effizienter Portfolios werden in der Portfoliotheorie ausschließlich vergangenheitsbezogene Daten verwendet. Weitere Daten finden keine Anwendung, so dass durch diese Datenunsicherheit letztlich keine verlässlichen Aussagen für zukünftige effiziente Portfolios getroffen werden können. Zudem wäre für die Bestimmung der gewünschten Informationen ein erheblicher Datensatz erforderlich. Dadurch wird zum einen die Komplexität der Portfoliotheorie erkennbar. Anderseits ist die Informationsbeschaffung zusätzlich mit einem enormen Zeitbedarf verbunden. Weiterhin erscheint es problematisch, dass Markowitz in seiner Portfoliotheorie lediglich einen Betrachtungszeitraum von einer Periode für seine mathematischen Berechnungen zugrunde gelegt hat.

Es gibt allerdings eine Vielzahl von Kapitalanlegern, bei denen sich der Anlagehorizont über einen längeren Zeitraum erstreckt.13 Das Modell würde sich im Falle einer Erweiterung um eine weitere Planungsperiode jedoch als noch komplexer darstellen, da ein erheblich größerer Datensatz für die Ermittlung der erwarteten Renditen und zukünftigen Risiken erforderlich wäre.

2.2 Das CAPM-Modell

2.2.1 Grundannahmen des Modells

Eine Weiterentwicklung der Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz stellt das CAPM-Modell von Sharpe, Lintner und Mossin in den 1960-er Jahren dar.14 Das CAPM-Modell erlaubt außerdem eine Unterteilung in systematisches und unsystematisches Risiko, wobei lediglich das unsystematische Risiko, welches durch das Marktrisiko ausgedrückt wird, durch Diversifikation nahezu eliminiert werden kann.15 Es handelt sich dabei um ein Kapitalmarktgleichgewichtsmodell, mit dessen Hilfe sich die Rendite einer Kapitalanlage unter ausschließlicher Berücksichtigung des marktbezogenen Risikos ermitteln lässt.16 Unter diesem Risiko wird die Renditeveränderung einer einzelnen Kapitalanlage in Relation zur Gesamtmarktrendite verstanden. Das CAPM-Modell setzt u. a. ein risikoaverses Anlageverhalten sämtlicher Kapitalanleger voraus. Dies zeigt sich dadurch, dass sich der Kapitalanleger bei zwei Anlagealternativen stets für die Anlagemöglichkeit mit dem geringeren Risiko entscheidet. Weiterhin besitzen die Kapitalanleger homogene Renditeerwartungen und haben zusätzlich gleichzeitig die Möglichkeit, unbegrenzt Kapital zu einem risikolosen Zinssatz anzulegen bzw. aufzunehmen. Als Voraussetzung für gleichartige Renditeerwartungen sieht das CAPM-Modell die Existenz eines informationseffizienten Kapitalmarktes vor. Eine zentrale Schlussfolgerung des Modells zeigt die Abbildung 2.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Kapitalmarktlinie17

So existiert neben einer risikobehafteten Kapitalanlage noch eine risikolose Anlagemöglichkeit.18 Diese bildet zusammen mit dem Tangentialpunkt der Effi- zienzlinie die Kapitalmarktlinie. Es ist erkennbar, dass lediglich eine Kombinati- onsmöglichkeit zwischen einer risikolosen und einer risikobehafteten Kapitalanlage besteht. Diese Stelle auf der Kapitalmarktlinie wird als Marktportfolio bezeichnet.19

2.2.2 Kritische Würdigung

Obwohl das CAPM-Modell im Gegensatz zur Portfoliotheorie eine Trennung von systematischem und unsystematischem Risiko ermöglicht, kann auch diese Theorie an einigen Stellen kritisch gesehen werden. Die grundsätzliche Problematik dieses Modells besteht darin, dass es stark von der Realität abgewandelte Annahmen enthält.20 Die Existenz eines vollkommenen Kapitalmarktes ist ebenso unwahrscheinlich wie die homogenen Renditeerwartungen der Kapitalanleger. In der Realität herrschen heterogene Erwartungen der Kapitalanleger vor, die sich für die täglichen Marktschwankungen am Kapitalmarkt verantwortlich zeigen.21 Dies hat sich auch in einer wissenschaftlichen Studie von Lintner gezeigt. Er gelangte zu der Erkenntnis, dass zentrale Annahmen des CAPMModells lediglich bei heterogenen Erwartungen der Marktteilnehmer weiterhin Bestand haben. Sämtliche Kapitalanleger verfügen über unterschiedliche Informationen in Bezug auf das Marktgeschehen, so dass sich ein vollkommener Kapitalmarkt in der Wirklichkeit nicht einstellen kann. Auch die unbegrenzte Möglichkeit, Kapital zu einem Zins für risikolose Anlagen unbegrenzt anzulegen bzw. aufzunehmen, ist kritisch zu sehen. Die Realität zeigt in diesem Zusammenhang, dass diese Möglichkeit höchstens von großen Finanzinstituten mit einer guten Bonität in Anspruch genommen werden kann, nicht aber von einem Privatanleger.22 Weiterhin ist das CAPM-Modell in Bezug auf vernachlässigte Transaktionskosten und Steuern zu bemängeln.23 In der Realität werden jedoch Kapitaleinkünfte anhand der Abgeltungssteuer in Deutschland mit 25,00 % pauschal besteuert. Zudem fallen für jede getätigte Wertpapiertransaktion Gebühren an. Trotz der geäußerten Kritik an der Portfoliotheorie und auch am CAPMModell lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass beide Modelle geeignete Parameter gewählt haben, um das Anlageverhalten von Privatanlegern zu charak- terisieren. Im weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit wird auf einige Aspekte beider Theorien nochmals eingegangen.

2.3 Identifikation möglicher Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten

Für die nachfolgenden Kapitel ist nunmehr von Interesse, welche Faktoren auf das Anlageverhalten von Privatanlegern einwirken. Anhaltspunkte liefern in diesem Zusammenhang die Portfoliotheorie sowie das CAPM-Modell. Zuerst ist dabei die Niedrigzinspolitik der EZB zu nennen. Sie hat sowohl zur Verringerung der Renditen sicherer Anlagen beigetragen, als auch steigende Aktienkurse begünstigt.24 Somit ist davon auszugehen, dass die Niedrigzinspolitik der EZB einen wesentlichen Einfluss auf das Anlageverhalten hat. Dadurch, dass risikoreiche Wertpapiere in der Niedrigzinsphase stark angestiegen sind, ist auch die Risikobereitschaft als ein weiterer möglicher Einflussfaktor auf das Anlageverhalten zu nennen. Im Rahmen der Onlinebefragung soll u. a. untersucht werden, ob die Risikobereitschaft der Fragebogenteilnehmer im aktuellen Marktumfeld zugenommen hat. Des Weiteren wird in beiden theoretischen Modellen davon ausgegangen, dass sich das Gesamtrisiko des eigenen Portfolios durch Diversifikation verringern lässt. Aus dieser Prämisse lässt sich ableiten, dass auch die Risikostreuung eine beeinflussende Wirkung auf das Anlageverhalten hat. Im weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit schließt sich jetzt eine Vorstellung der potenziellen Einflussfaktoren Niedrigzinspolitik, Risikobereitschaft und Risikostreuung an.

3 Modell- und Hypothesenentwicklung

3.1 Überblicksartige Darstellung des zu entwickelnden Modells

In Kapitel zwei der vorliegenden Arbeit wurden die theoretischen Grundlagen für die nachfolgenden Abschnitte geschaffen. Dabei wurden verschiedene Denkansätze diskutiert, die das Anlageverhalten von Kapitalanlegern zum Inhalt haben. Im nächsten Schritt ist es nun angedacht, aus den theoretischen Erkenntnissen einen Bezugsrahmen in Form eines geeigneten Modells für die weitere Bearbeitung der Forschungsfrage zu schaffen. Ein zentrales Element dieses Modells sind mögliche Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten, wobei die Niedrigzinspolitik der EZB unter den aktuell vorherrschenden Bedingungen den wesentlichsten Einflussfaktor darstellt. Mithilfe dieses neu entwickelten Mo- dells sollen primär Aussagen ermöglicht sowie ökonomische Zusammenhänge aufgezeigt werden, die die Realität treffend beschreiben.25 Des Weiteren soll das Modell die Herleitung von Untersuchungshypothesen begünstigen. Im Folgenden wird nunmehr auf die einzelnen Elemente des Modells eingegangen. Den Ausgangspunkt für die weiteren Erläuterungen bildet Abbildung 3, welche das neu entwickelte Modell zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten26

Die Zielgröße des Modells stellt das Anlageverhalten dar, welches im Wesentlichen von der Psyche des Betroffenen abhängt.27 Auf die Psyche eines Kapitalanlegers wirken u. a. Ängste, die persönlichen Lebensverhältnisse, Wünsche oder auch Hoffnungen und Sorgen ein.28 Je nach emotionaler Stimmung des Anlegers können diese Einflussfaktoren das Anlageverhalten nahezu zu 100,00 % positiv oder negativ beeinflussen. Zusätzlich übt auch der Finanzmarkt selbst eine beeinflussende Wirkung auf das Anlageverhalten aus.29 Je nachdem, in welche Richtung sich der Gesamtmarkt entwickelt, trifft der Kapitalanleger seine Entscheidung.30 Der Entschluss eine Transaktion zu tätigen wird in diesem Zusammenhang oftmals unter Berücksichtigung der Handlungen des überwiegenden Teils der Kapitalanleger vorgenommen. Dieser Ansatz stammt aus dem Behavioral Finance und wird als Herdenverhalten bezeichnet. Hierbei gilt es zu beachten, dass bei dieser Verhaltensweise Marktentwicklungen oftmals falsch eingeschätzt werden, so dass dadurch beispielsweise das Auftreten von Speku- lationsblasen begünstigt wird. Weiterhin gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf das Anlageverhalten.31 Während Frauen eher risikoavers eingestellt sind, sind Männer schneller bereit, größere finanzielle Risiken einzugehen.

3.2 Niedrigzinspolitik der EZB als potenziellen Einflussfaktor auf das Anlageverhalten

3.2.1 Quantitative Lockerung der Geldpolitik

Das Hauptziel der EZB, welches sich aus dem Maastrichter Vertrag ergibt, besteht darin, eine konstante Preisentwicklung sicherzustellen. Nach den Vorstellungen der EZB wird eine Inflation von knapp 2,00 % jährlich angestrebt. Des Weiteren verfolgt die EZB untergeordnete Ziele, die allerdings die Erreichung des überordneten Ziels nicht behindern dürfen. Zu diesen Zielen gehören u. a. die Förderung der allgemeinen Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten sowie ein angemessenes Wirtschaftswachstum.32 Das übergeordnete Ziel der EZB ergibt sich aus Artikel 127 Abs. 1 AEUV, wonach die Preisstabilität durch geeignete Maßnahmen der EZB zu gewährleisten ist.33 Für die Erreichung dieses Bestrebens stehen der EZB verschiedene geldpolitische Instrumente zur Verfügung. Als ein möglicher Einflussfaktor auf das Anlageverhalten von Privatanlegern ist in diesem Kontext beispielsweise die quantitative Lockerung der Geldpolitik zu nennen. Dieses geldpolitische Instrument wurde erstmals im März 2015 durch die EZB eingesetzt.34 Durch den monatlichen Ankauf von Staatsanleihen im Gegenwert von 60 Milliarden Euro soll sowohl zusätzliche Liquidität in das Bankensystem gelangen als auch das Inflationsziel von annähernd 2,00 % erreicht werden. Das von der EZB zur Verfügung gestellte Kapital soll weiterhin dazu dienen, die langfristigen Zinsen zu senken. Diese Tendenz war bereits kurz nach Ankündigung der EZB, ab März monatlich Staatsanleihen im Wert von 60 Milliarden Euro zu erwerben, zu erkennen. Zum damaligen Zeitpunkt war allerdings lediglich beabsichtigt, das Anleihenankaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von 1,14 Billionen Euro bis September 2016 laufen zu lassen. Tatsächlich setzt die EZB auch weiterhin auf dieses geldpolitische Instrument, wenn auch in einem geringeren Umfang.35 Auslöser für die veränderte Haltung der EZB ist der Umstand, dass sich die Inflation weiterhin nicht auf das gewünschte Niveau von knapp 2,00 % eingestellt hat. Deswegen sieht sich die EZB weiterhin veranlasst, seit Januar 2018 monatlich Staatsanleihen in einem Wert von 30 Milliarden Euro zu kaufen.36 Die Abbildung 4 soll den Effekt, dass sich die Renditen langfristig laufender Staatsanleihen durch das geldpolitische Instrument der quantitativen Lockerung auf einem niedrigen Niveau verharren, verdeutlichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Rendite 10 jähriger deutscher Staatsanleihen37

Es zeigt sich, dass sich die durchschnittlichen Renditen deutscher Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren relativ konstant auf einem niedrigen Niveau befinden. Zu beachten ist allerdings der Anstieg der durchschnittlichen Renditen im Februar 2018, welcher durch die Aussicht auf ein baldiges Ende des Anleihenankaufprogrammes der EZB begründet sein könnte.38 Weiterhin hat Mario Draghi, seines Zeichens Präsident der EZB, eine mögliche Leitzinserhöhung zumindest in Aussicht gestellt.39 Obwohl noch kein konkreter Zeitpunkt für eine Leitzinserhöhung genannt wurde, wird deutlich, welche Relevanz eine mögliche Leitzinserhöhung sowie der Ausstieg aus der quantitativen Lockerung auf die Renditen von Anleihen haben können. Für Privatanleger würde sich die Konsequenz ergeben, dass Investitionen in Anleihen wieder attraktiver würden.

3.2.2 Leitzinssenkung der EZB als potenziellen Einflussfaktor auf das Anlageverhalten

Die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB stellt einen weiteren möglichen Einflussfaktor auf das Anlageverhalten von Privatanlegern dar. Da sich die Weltwirtschaft im Jahr 2008 infolge der Finanzkrise in einer Rezession befand, sahen sich sowohl die amerikanische Zentralbank FED als auch die EZB gezwungen, durch eine expansive Geldpolitik für neue wirtschaftliche Impulse zu sorgen.40 Die Niedrigzinspolitik der EZB wurde durch einen ersten Zinsschritt am 08.10.2008 eingeläutet.41 Zu diesem Zeitpunkt wurde der Leitzins von 4,25 % auf 3,75 % gesenkt. Kreditinstitute wurden dadurch in die Lage versetzt, günstiger frisches Kapital bei der jeweiligen nationalen Notenbank aufzunehmen. Das von der EZB zur Verfügung gestellte Kapital sollte in Form günstiger Darlehen an die Privatwirtschaft weitergegeben werden, um Wirtschaftswachstum zu generieren. Um dieses Ziel weiter voranzutreiben, senkte die EZB den Leitzins letztmalig am 10.03.2016 auf das Rekordtief von 0,00 %. In Deutschland zeigen die geldpolitischen Maßnahmen der EZB für das Jahr 2017 mit einem geschätzten Wirtschaftswachstum von 2,20 % die gewünschte Wirkung.42 Für Privatanleger ergibt sich jedoch aufgrund des Niedrigzinsumfeldes ein verändertes Bild. Während der deutsche Leitindex DAX am 23.01.2018 mit 13.596 Punkten ein neues Rekordhoch erreichte, bieten andere Anlageformen nur noch geringe Renditen.43 So wurde beispielsweise Neukunden bei Abschluss einer Lebensversicherung lediglich eine Garantieverzinsung von 0,90 % gewährt.44 Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei Spareinlagen ab, die aktuell mit durchschnittlich 0,21 % verzinst werden. Ohne eine Leitzinserhöhung durch die EZB ist in naher Zukunft nicht damit zu rechnen, dass sich die Renditen sicherer Anlageformen signifikant verbessern. Um im aktuellen Marktumfeld eine angemessene Rendi- te erzielen zu können, wäre ein Investment in eine risikoreichere Anlageform erforderlich.45

3.2.3 Hypothesenaufstellung

Auch vor dem Hintergrund der geldpolitischen Maßnahmen der EZB ist zu beachten, dass finanzwirtschaftliche Entscheidungen sowohl unter Unsicherheit von Kapitalanlegern getroffen werden als auch zukunftsorientiert sind.46 Der Erfolg einer Kapitalanlage wird von Umweltzuständen oder verschiedener Szenarien bestimmt, auf die der Kapitalanleger keinen Einfluss nehmen kann. Dazu zählen u. a. Wechselkursschwankungen oder auch ein verändertes Zinsniveau.47 Die vorgenannten geldpolitischen Maßnahmen der EZB sind demnach ein solcher Umweltzustand, womit sich Privatanleger im Rahmen ihrer finanzwirtschaftlichen Entscheidungen auseinandersetzen müssen. Aus dieser Schlussfolgerung lässt sich nunmehr die Hypothese 1 ableiten:

Hypothese 1:

Die Niedrigzinspolitik der EZB führt zu einem risikoreicheren Anlageverhalten von Privatanlegern.

3.3 Risikobereitschaft

3.3.1 Anlagetypen

Als zweiter potentieller Einflussfaktor auf das Anlageverhalten kommt die Risikobereitschaft des Kapitalanlegers in Betracht. Eine Grundannahme der Portfoliotheorie besagt, dass sich sämtliche Kapitalanleger risikoscheu verhalten. Jede Wertpapiertransaktion ist einer Entscheidung unter Unsicherheit.48 In der einschlägigen Literatur wird im Gegensatz zur Portfoliotheorie davon ausgegangen, dass es mehrere Anlagetypen gibt. Demnach lässt sich die individuelle Risikobereitschaft eines Kapitalanlegers in die verschiedenen Ausprägungsformen risikoavers, risikoneutral und risikofreudig unterteilen.49

Ein Kapitalanleger trifft seine Anlageentscheidung primär unter Berücksichti- gung unsicherer Handlungsalternativen.50 Aus den zur Verfügung stehenden Entscheidungsmöglichkeiten wählt der risikoaverse Kapitalanleger stets die sicherste Alternative aus. Dieser Umstand lässt sich durch seine pessimistische Haltung gegenüber risikoreicheren Handlungsalternativen erklären. Aufgrund der geringeren Verlustgefahr, die sich dieser Anlagetyp gegenüber sieht, reagiert er gelassener auf Marktschwankungen und blendet die Handlungen anderer Marktteilnehmer aus. Für den risikoaversen Kapitalanleger bleibt festzuhalten, dass ihm der Erhalt des eingesetzten Kapitals bei minimalem Risiko am wichtigsten ist. Einen weiteren Anlagetyp stellt der risikoneutrale Kapitalanleger dar.51 Seine Neutralität zeigt sich dadurch, dass er gegenüber zwei Handlungsalternativen keine Präferenzen zeigt. Dieser Anlagetyp blendet das bestehende Risiko aus, so dass er sich ausschließlich von der zu erwarteten Rendite leiten lässt. Da der risikoneutrale Kapitalanleger nicht in sichere und unsichere Kapitalanlagen unterscheidet, wird er sich für die Handlungsalternative entscheiden, welche für ihn den höchsten Erwartungswert bietet.52

Letztlich ist der risikofreudige Kapitalanleger zu nennen.53 Er ist sich der Risiken einer Kapitalanlage im Vergleich zu weiteren Anlagemöglichkeiten bewusst. Trotzdem entscheidet er sich für die risikoreichere Handlungsalternative, da er mit dieser Handlungsalternative die größtmögliche Renditechance verbindet. Aus diesem Umstand lässt sich auch die optimistische Haltung des risikofreudigen Kapitalanlegers in Bezug auf seine Entscheidung ableiten. Im Gegensatz zum risikoaversen Kapitalanleger gerät er allerdings regelmäßig in Verlustsituationen, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Überreaktion steigt. Das Verhalten eines risikofreudigen Kapitalanlegers könnte in diesem Zusammenhang beispielsweise durch Hektik oder durch eine Trotzreaktion gekennzeichnet sein.54

3.3.2 Das magische Dreieck der Kapitalanlage

Es gibt drei wesentliche Faktoren, die ein Kapitalanleger bei seiner Kapitalanlageentscheidung berücksichtigen sollte. Je nachdem, wie risikobereit ein Kapitalanleger ist, desto unterschiedlicher nimmt er die drei Parameter Rendite, Li- quidität und Sicherheit einer Kapitalanlage bei seiner Entscheidung wahr.55 In der Literatur wird in diesem Zusammenhang vom magischen Dreieck der Kapitalanlage gesprochen, da sich niemals alle drei Faktoren gleichzeitig realisieren lassen. Der Kapitalanleger muss demnach aus seiner individuellen Risikobereitschaft ableiten, welcher Faktor ihm am wichtigsten ist, da es sich um konkurrierende Ziele handelt.

Die Sicherheit einer Kapitalanlage gilt als Maßstab für das eingegangene Risiko.56 Eine Kapitalanlage kann als sicher eingestuft werden, wenn sie dem Investor zum Fälligkeitsdatum einen möglichst hohen Rückzahlungsbetrag garantiert.57 Die Entscheidung, in welches Wertpapier investiert wird, wird dabei unter Unsicherheit getroffen. So könnten beispielsweise Verlust-, Kurs- oder Währungsrisiken auftreten, die einen negativen Einfluss auf die Höhe des Rückzahlungsbetrages haben könnten.

Weiterhin sollte die Rentabilität des Investments, welche die Verzinsung des eingesetzten Kapitals umschreibt, in die Kapitalanlageentscheidung mit einbezogen werden.58 Sie kann entweder fix oder variabel sein. Die Rendite einer Kapitalanlage steigt mit dem eingegangenen Risiko. Eine zusätzliche Auswirkung auf die Rendite einer Kapitalanlage üben mögliche Kursgewinne bzw. Kursverluste aus, welche sich durch Kursschwankungen am Kapitalmarkt ergeben. Letztlich ist die Liquidität bei der Auswahl eines geeigneten Kapitalanlageprodukts zu beachten.59 Sie umschreibt die Fähigkeit, das investierte Kapital wieder in Bargeld zu transformieren. Sofern sich das Investment am Kapitalmarkt schnell in flüssige Mittel umwandeln lässt, wird in diesem Zusammenhang von einer hohen Liquidität gesprochen. Eine beeinflussende Wirkung auf die Verfügbarkeit eines Anlageprodukts haben beispielsweise Kündigungsfristen oder die feste Haltedauer eines Anlageprodukts, welche u. a. bei Festgeldern üblich ist. Handelt es sich jedoch um ein börsennotiertes Anlageprodukt, so kann es jederzeit am Kapitalmarkt veräußert werden.60

3.3.3 Anlagemotive

Mit jeder Kapitalanlage verbindet ein Investor ein persönliches Ziel, welches mithilfe des Investments verwirklicht werden soll.61 Als beliebte Anlageziele gelten dabei u. a. der Aufbau eines eigenen Vermögens, die Sicherung eines hohen Lebensstandards im Alter sowie der Finanzierung einer zukünftigen Investition.62 Bevor jedoch ein finanzielles Engagement eingegangen wird, gilt es einige Dinge zu beachten. So ist es ratsam, umfassende Informationen über das Anlageprodukt einzuholen. Der Kapitalanleger sollte sich weiterhin darüber im Klaren sein, dass mit zunehmender Renditechance auch das Anlagerisiko ansteigt. Des Weiteren sollte im Vorfeld geklärt werden, über welchen Zeitraum das Kapital angelegt werden soll. In Bezug auf die Risikobereitschaft ist es in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung, dass die Anlageziele auch zu den persönlichen Lebensumständen passen.63 Zu beachten sind dabei auch psychologische Aspekte, die sich auf die Risikobereitschaft des Kapitalanlegers auswirken. Oftmals werden sowohl die individuellen Einkommensverhältnisse als auch die persönlichen Lebensumstände als eine Bestimmungsgröße für die Risikobereitschaft als ein möglicher Einflussfaktor auf das Anlageverhalten genannt. Zusätzlich ist allerdings noch die individuelle Risikofähigkeit des Kapitalanlegers zu berücksichtigen. Sie umschreibt das relative Risiko einer Kapitalanlage. Es ist die Frage zu klären, in welcher Höhe der jeweilige Kapitalanleger das finanzielle Engagement eingehen kann. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass die Risikofähigkeit des Kapitalanlegers mit einer höheren finanziellen Ausstattung steigt. Ebenso verhält es sich möglicherweise in aussichtslosen Situationen.64

[...]


1 Vgl. Reuters (2018), o. S.

2 Vgl. WirtschaftsWoche Online (2018a), o. S.

3 Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (2018), o. S.

4 Vgl. Becker (2009), S. 106.

5 Vgl. hierzu und zum Folgenden Söhnholz/Rieken/Kaiser (2010), S. 73.

6 Vgl. Cottin/Döhler (2013), S. 191.

7 Eigene Darstellung in Anlehnung an Perridon/Steiner/Rathgeber (2017), S. 279.

8 Vgl. hierzu und zum Folgenden Schmidt (2016), S. 221; Schierenbeck/Wöhle (2016), S. 464.

9 Vgl. Perridon/Steiner/Rathgeber (2017), S. 278.

10 Vgl. Hölscher/Kalhöfer (2015), S. 90.

11 Vgl. Becker (2009), S. 109.

12 Vgl. hierzu und zum Folgenden Hölscher (2010), S. 161; Anderegg (2007), S. 117.

13 Vgl. Spremann/Scheuerle (2010), S. 115.

14 Vgl. Rehkugler (2007), S. 148.

15 Vgl. Perridon/Steiner/Rathgeber (2017), S. 298.

16 Vgl. hierzu und zum Folgenden Wolke (2016), S. 170; Vorfeld (2009), S. 53.

17 Eigene Darstellung in Anlehnung an Berk/DeMarzo (2011), S.407.

18 Vgl. hierzu und zum Folgenden Berk/DeMarzo (2011), S. 407; Cottin/Döhler (2013), S. 197.

19 Vgl. Perridon/Steiner/Rathgeber (2017), S. 291.

20 Vgl. Laux/Schabel (2009), S. 155.

21 Vgl. hierzu und zum Folgenden Berk/DeMarzo (2011), S. 461; Copeland/Weston/Shastri (2008), S. 225; Perridon/Steiner/Rathgeber (2017), S. 300.

22 Vgl. Hull (2014), S. 29.

23 Vgl. hierzu und zum Folgenden Mondello (2017a), S. 190; Hauschild (2009), S. 48.

24 Vgl. Gudehus (2015), S. 425.

25 Vgl. hierzu und zum Folgenden van der Beek/van der Beek (2011), S. 11.

26 Eigene Darstellung

27 Vgl. Schredelseker (2013), S. 108.

28 Vgl. hierzu und zum Folgenden Sander (2015), S.43.

29 Vgl. Lindmayer (2010), S. 61.

30 Vgl. hierzu und zum Folgenden Schredelseker (2013), S. 108.

31 Vgl. hierzu und zum Folgenden Wahren (2009), S. 104.

32 Vgl. Wildmann (2015), S. 193-194; Borchert (2003), S. 258.

33 Vgl. hierzu und zum Folgenden Müller (2015), S. 83.

34 Vgl. hierzu und zum Folgenden Handelsblatt GmbH (2015), o. S.

35 Vgl. hierzu und zum Folgenden WirtschaftsWoche Online (2018b), o. S.

36 Vgl. Handelsblatt GmbH (2017), o. S.

37 Eigene Darstellung in Anlehnung an Statista GmbH (2018a), o. S.

38 Vgl. Handelsblatt GmbH (2018a), o. S.

39 Vgl. hierzu und zum Folgenden Handelsblatt GmbH (2018b), o. S.

40 Vgl. ZEIT ONLINE GmbH (2008), o. S.

41 Vgl. hierzu und zum Folgenden Handelsblatt GmbH (2008), o. S.

42 Vgl. Statistisches Bundesamt (2018), o. S.

43 Vgl. Handelsblatt GmbH (2018c), o. S.

44 Vgl. hierzu und zum Folgenden n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH (2018), o. S; Handelsblatt GmbH (2018d), o. S.

45 Vgl. Sander (2015), S. 278.

46 Vgl. hierzu und zum Folgenden Schredelseker (2013), S. 149; Perridon/Steiner/Rathgeber (2017), S. 16-17.

47 Vgl. Hull (2014), S. 196.

48 Vgl. Rehkugler (2007), S. 127.

49 Vgl. Ernst/Schurer (2015), S. 226.

50 Vgl. hierzu und zum Folgenden Spremann/Gantenbein (2017), S. 112.

51 Vgl. hierzu und zum Folgenden Braun (2009), S. 109.

52 Vgl. Copeland/Weston/Shastri (2008), S. 101.

53 Vgl. hierzu und zum Folgenden Perridon/Steiner/Rathgeber (2017), S. 126.

54 Vgl. Mondello (2017b), S. 37.

55 Vgl. hierzu und zum Folgenden Swoboda (2004), S. 335; Moll (2011), S. 72.

56 Vgl. Götte (2001), S. 4.

57 Vgl. hierzu und zum Folgenden Tolkmitt (2004), S. 322.

58 Vgl. hierzu und zum Folgenden Jacob (2012), S. 140.

59 Vgl. hierzu und zum Folgenden Söhnholz/Rieken/Kaiser (2010), S. 51; Werner/Burghardt (2006), S. 25.

60 Vgl. Spremann (2008), S. 3.

61 Vgl. Schmidt (2016), S. 103.

62 Vgl. hierzu und zum Folgenden Lindmayer/Dietz (2018), S. 19.

63 Vgl. Wiswede (2012), S. 183.

64 Vgl. Wahren (2009), S. 211.

Details

Seiten
72
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668780347
ISBN (Buch)
9783668780354
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v434805
Institution / Hochschule
Hochschule Weserbergland
Note
1,0
Schlagworte
Anlageverhalten EZB Niedrigzinspolitik Privatanleger

Autor

  • Marc Denzl (Autor)

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Titel: Die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik der EZB auf das Anlageverhalten von Privatanlegern