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Inwieweit ist die Kognitive Verhaltenstherapie bei der Behandlung von PTBS wirksam?

Hausarbeit 2018 11 Seiten

Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist PTBS? - Definition nach dem ICD-10

3. Kognitive Verhaltenstherapie
3.1 Definition
3.2 Methoden und Ausführung

4. Studien
4.1 „Traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen nach Missbrauch und Misshandlung“
4.1.1 Methoden
4.1.2. Ergebnisse
4.2 „Kognitive Verhaltenstherapie für vietnamesische Flüchtlinge mit behandlungsresistenter PTBS und Panikattacken: Eine Pilotstudie“
4.2.1 Methoden
4.2.2 Ergebnisse

5. Diskussion

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt weltweit mehrere hundert Millionen Menschen, die von psychischen Störungen betroffen sind (World Health Organization: Mental Disorders. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs396/en/ (02.04.2018)). Psychische Störungen treten in den unterschiedlichsten Formen auf und beeinträchtigen das Leben der Betroffenen, sodass sie nicht durch eigene Kraft überwunden werden können. Eine Posttraumatische Belastungsstörung ist eine dieser psychischen Erkrankungen, von der beispielsweise oft Veteranen, Flüchtlinge oder Missbrauchsopfer betroffen sind.

Zur Behandlung solcher Psychotraumata stehen verschiedene Therapieformen zur Verfügung, darunter die Kognitive Verhaltenstherapie. Inwieweit diese Therapieform bei einer PTBS wirksam ist werde ich in den folgenden Seiten aufführen.

2. Was ist PTBS? - Definition nach dem ICD-10

Dem ICD-10 zufolge ist eine Posttraumatische Belastungsstörung eine psychische Erkrankung, entstehend als eine verzögerte Reaktion auf eine oder mehrere belastende Ereignisse, welche die eigene Person oder auch andere Menschen betreffen können. Vegetative Überregtheit, Symptome des Wiedererlebens (Flashbacks), Vermeidungssymptome (Teilnahmslosigkeit) und Taubheitssymptome (emotionale Stumpfheit) sind typische psychische und psychosomatische Begleiterscheinung der Erkrankung.

Der Verlauf der Erkrankung ist unbeständig, kann jedoch in der Mehrheit therapiert werden. Trotzdem kann die Erkrankung in wenigen Fällen über die Jahre einen chronischen Verlauf annehmen und in eine Persönlichkeitsänderung fortschreiten (ICD-10: F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung. http://www.icd-code.de/icd/code/F43.1.html (02.04.2018)).

3. Kognitive Verhaltenstherapie

Um einem chronischen Verlauf der psychischen Erkrankung entgegenzuwirken, ist eine Therapie so schnell wie möglich zu empfehlen (ICD-10: F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung. http://www.icd-code.de/icd/code/F43.1.html (02.04.2018)). Zur Behandlung von Psychotraumata stehen verschiedene geeignete psychotherapeutische Verfahren zur Verfügung, unter anderem die Kognitive Verhaltenstherapie.

3.1 Definition

Im Fokus der Kognitiven Verhaltenstherapie stehen die Kognitionen des Patienten, welche unsere Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen umfassen (Corey, Gerald (1996). Case Approach to Counseling and Psychotherapy (S. 7). Pacific Grove, CA: Brooks/Cole). In der Therapie werden kognitive und verhaltensorientierte Verfahren eingesetzt, um den Patienten*innen mit dem Umgehen der traumainduzierten Veränderungen zu unterstützen und die Entscheidungs- bzw. Handlungskompetenzen zu erhöhen bzw. wiederzuerlangen (Zimmermann, P. & Eichenberg, C. (2017). Behandlung: Spezifische Konzepte. Einführung Psychotraumatologie (S. 114-116). München Basel: Ernst Reinhardt).

3.2 Methoden und Ausführung

Damit die Symptome in einem klinisch erheblichen Ausmaß zurückgehen, werden verschiedene Techniken im Rahmen der Therapie einzeln oder in Kombination angewandt.

Dazu gehören kognitive Techniken, welche den Patienten*innen bei der Kontrolle der Probleme durch Ausbildung in der Introspektion verhelfen. (Psychotherapie: Kognitive Techniken: (o.D.) https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/therapie/psychotherapie/techniken-der-kognitiven-verhaltenstherapie/kognitive-techniken/ (03.04.2018)). Techniken der Exposition dienen dem Abbau von Ängsten und werden beispielsweise durch systematische Desensibilisierung und Reizüberflutung durchgeführt, um dem Vermeiden von angsteinflößenden Gedanken entgegenzuwirken (Psychotherapie: Reizfonfrontation: (o.D.), https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/therapie/psychotherapie/techniken-der-kognitiven-verhaltenstherapie/reizkonfrontation/ , (03.04.2018)).

Operante Techniken streben neues und erwünschtes Verhalten durch den Einsatz von zumeist positiven Verstärkern bzw. Belohnungen an (Psychotherapie: Operante Verfahren, (o.D), https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/therapie/psychotherapie/techniken-der-kognitiven-verhaltenstherapie/operante-verfahren/ , (03.04.2018)).

Das Modell-Lernen, eine weitere Technik der Kognitiven Verhaltenstherapie, zielt auf das Verändern komplexer Handlungs- bzw. Verhaltensmuster durch Nachahmen von Verhaltensweisen von Personen mit Vorbildfunktion ab (Psychotherapie: Modell-Lernen, (o.D.), https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/therapie/psychotherapie/techniken-der-kognitiven-verhaltenstherapie/modell-lernen/ , (03.04.2018)).

Und zuletzt die Technik zur Aufbau von Kompetenzen, jene die Patienten*innen in konkreten Verhaltensweisen trainiert werden, welche ihnen dabei behilflich sein sollen problembehaftete Situationen besser zu bewältigen (Psychotherapie: Aufbau von Kompetenzen, (o.D.), https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/therapie/psychotherapie/techniken-der-kognitiven-verhaltenstherapie/aufbau-von-kompetenzen/ , (03.04.2018)).

4. Studien

4.1 „Traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen nach Missbrauch und Misshandlung“

In der Pilotstudie wurden 15 Kinder und Jugendliche mit PTBS auf Grund von Missbrauch mit 12-31 Sitzungen Traumafokussierter kognitiver Verhaltenstherapie (Tf-KVT) betreut (Kirsch, Veronica et al., (2011).Tf-KVT bei Kindern und Jugendlichen. Kindheit und Entwicklung, 20 (2), 95-102).

4.1.1 Methoden

Die ambulante Kurzzeittherapie bestand aus mehreren Modulen, welche regelmäßig von 6 geschulten Therapeuten durchgeführt und die an die jeweilige Patienten*innen individuell angepasst wurden.

Dazu gehörte, dass die Eltern bzw. Bezugspersonen zuerst über die Symptomatik und das traumatische Ereignis belehrt wurden. Danach erlernten die Patienten*innen Entspannungsverfahren, welche sie inner- und außerhalb der Therapie durch ihre eigene Kraft anwenden konnten. Darauf folgten Komponenten der Therapie, die das Gefühl- und Gemütsleben aufklären und stärken sollten. Anschließend wurde eine Exposition in sensu in Form eines Traumnarrativ erstellt um Details, Gefühle und Gedanken zu ergänzen, auf Grund der Gedächtnisproblematik vieler traumatisierten Patienten*innen. Daraufhin folgte eine Exposition in vivo zur Verbesserung von Gewohnheiten und dem Ablegen von Vermeidungsverhalten.

Zur Sicherung des Therapieerfolgs wurde anschließend noch eine Eltern-Kind-Sitzung angesetzt und wurde darüber hinaus auch weiterhin für die Sicherheit und Entwicklung der Patienten*innen gesorgt.

Zu Anfang und Ende der Tf-KVT wurden Verfahren zu Erhebung der Symptome durchgeführt. Dazu gehört zum einem das halbstandardisierte klinische Interview für Belastungsstörungen für Kinder und Jugendliche (IBS-P-KJ), zur Erfassung des Gesamtschweregrades der Symptome, und der Beeinträchtigungen im sozialen Leben. Zum anderen wurde zur Erfassung der Komorbiditäten mit den Patienten*innen und jener jeweiligen Bezugsperson die Schedule of Affektive Diaorders and Schizophrenia for School-Abe Children-Revised for DSM-IV (K-SADS) durchgeführt. Und mit dem DIKJ T-Wert die depressive und ängstliche Symptomatik im Selbstbericht ermittelt (Kirsch, Veronica et al., (2011).Tf-KVT bei Kindern und Jugendlichen. Kindheit und Entwicklung, 20 (2), 95-102).

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Details

Seiten
11
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668777682
ISBN (Buch)
9783668777699
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v434516
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,3
Schlagworte
klinische Psychologie KVT Kognitive Verhaltenstherapie PTBS PTSD

Autor

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