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Ironie in Texten von Wladimir Kaminer

Bachelorarbeit 2018 75 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Wladimir Kaminer – eine Kurzbiographie

3 Zum Begriff der Ironie
3.1 Klassische Ironie
3.2 Aktuelle Forschung zur Ironie

4 Zum Begriff der Interkulturalität
4.1 Abgrenzung des Begriffs Interkulturalität
4.2 Der interkulturelle Rahmen für die Literatur
4.3 Interkulturelles Erzählen

5 Annahmen im Kontext von Ironie und Interkulturalität in der Literatur

6 Ironie in ausgewählten Texten von Wladimir Kaminer
6.1 Einordnung des Erzählbandes Russendisko (2000) in Kaminers literarisches Schaffen
6.2 Erzählkunst und Ironie in Kaminers Band Russendisko (2000)
6.3 Vielgestalt und Vielschichtigkeit von Ironie in Kaminers Erzählband Russendisko (2002)
6.3.1 Vaters Rat
6.3.2 Beziehungskiste Berlin
6.4 Einordnung des Erzählbandes Das Leben ist (k)eine Kunst (2015) in Kaminers literarisches Schaffen
6.4.1 Inhaltliche Besprechung des Erzählbandes Das Leben ist (k)eine Kunst
6.4.2 50 Cent und die Toilettenfrau – beispielhafte Ironie im Erzählband Das Leben ist (k)eine Kunst (2015)

7 Fazit

8. Wladimir Kaminer: Wichtige Veröffentlichungen
8.1 Bibliografie
8.2 Diskografie
8.3 Film

9 Quellenverzeichnis
9.1 Primärliteratur +Film
9.2 Sekundärliteratur
9.3 Internet

1 Einleitung

„… Schriftsteller sein sei eine Flucht, erzählte ich den Versammelten: Jeder von uns versucht, auf seine Art mit der Welt zu kommunizieren. Die einen kochen, die anderen reisen, die Dritten versuchen, die ganze Welt ins Bett zu kriegen. Wenn du einmal angefangen hast, über die Welt zu schreiben, ist es beinahe unmöglich, damit aufzuhören…´“ [1]

Wladimir Kaminer lässt im 2015 erschienenen Band Das Leben ist (k)eine Kunst in der dritten Geschichte Die Schlüssel zur Wahrheit seinen Ich-Erzähler von der wachsenden Verzweiflung des Schriftstellers berichten, der das Leben gierig aufsaugt wie ein Vampir, weil er immer auf der Suche nach neuen Stoffen ist und sich dabei auch vor der Welt lächerlich macht, bis er am Ende doch das richtige Material findet:

„ … Der Schriftsteller besäuft sich damit [das Hochprozentige] und feiert, doch seine Freude ist nie von Dauer, sein Durst ist unstillbar. Deswegen haben alle guten Schriftsteller einen schlechten Charakter´, brachte ich meine Erzählung zu Ende.“ [2]

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit ausgewählten Texten eines zeitgenössischen Autors, der allein schon aufgrund seiner russischen Herkunft und der Migration nach Deutschland in kein traditionelles nationalphilologisches Ordnungsmuster passt. Vielfach finden sich Aussagen zu Kaminers Geschichten und Anekdoten, dass sie flüssig und unterhaltsam geschrieben und humorvoll in der Sprache gehalten sind, dass sie einen autobiographischen Bezug haben und dass sie häufig ironische Pointen enthalten, wie unschwer am oben abgedruckten Textausschnitt zu erkennen ist. Wie aber lässt sich diese Ironie Kaminers näher aufschlüsseln? Reicht dafür ein rein linguistischer Deutungsansatz oder ist es sinnvoll, vor dem Hintergrund der Hybridität des Autors, der seit 1990 in Berlin lebt, dessen Muttersprache aber das Russische ist, diese Ironie auch als Infragestellung starrer nationaler Normensysteme zu betrachten?

So wird im zweiten Kapitel zunächst einmal der Autor kurz vorgestellt, im dritten und im vierten werden die Begrifflichkeiten Ironie und Interkulturalität vorab definitorisch eingegrenzt, sodass schließlich in einem weiteren Kapitel Ironie und Interkulturalität in einen literarischen Kontext gestellt werden können. An ausgewählten Textbeispielen schließlich wird im sechsten Kapitel festgehalten, inwieweit sich die Ironie in Kaminers Geschichten und Erzählungen nicht nur sprachlich erklären, sondern auch vor einem interkulturellen Hintergrund erläutern lässt. Als Grundlage dieser Analyse dienen Kaminers Erzählbände Russendisko (2000) und Das Leben ist keine Kunst (2015). Im Fazit werden noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse im Hinblick auf die hier vorgegebene wissenschaftliche Fragestellung zusammengefasst.

2 Wladimir Kaminer – eine Kurzbiographie

Wladimir Wiktorowitsch Kaminer wird am 17. Juli 1967 in Moskau geboren und ist russisch-jüdischer Herkunft. Er ist Sohn einer Lehrerin und eines Betriebswirtes. Sein Vater hat als stellvertretender Leiter in einem Betrieb der sowjetischen Binnenflotte gearbeitet.[3]

Mit 14 Jahren bricht Kaminer die Schule ab und absolviert eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk. Er ist auch für kurze Zeit in diesem Bereich tätig. Seinen Militärdienst leistet er von 1985 bis 1987 in einer Raketenstellung vor Moskau ab. Dabei erlebt er u.a. den von der russischen Flugabwehr unbemerkten Einflug des westdeutschen Privatpiloten Matthias Rust nach Moskau und dessen Landung auf dem Roten Platz mit. Er studiert später Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut und verdient seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Gelegenheitsjobs. So organisiert er auch Partys und Untergrundkonzerte in der Moskauer Rockszene.

1990 nutzt Wladimir Kaminer seine jüdische Identität und verlässt die Sowjetunion, um als jüdischer Kontingentflüchtling in die DDR einzureisen und dort die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten.[4] Die erste Zeit findet er Unterkunft in einem Wohnheim in Berlin-Marzahn. Später zieht er in eine Wohnung am Prenzlauer Berg, lernt Deutsch und fängt an zu schreiben. 1995 begegnet er seiner Frau Olga. Mit ihr und seinen beiden Kindern lebt Kaminer noch heute in diesem Stadtteil und dabei ist er über die Jahre zu einem der bekanntesten Bürger Berlins geworden. Im Jahr 2000 lässt das Erscheinen seines Werkes Russendisko, ein 50 Geschichten umfassender Erzählband, den Autor mit einem Mal zum neuen Star in der jungen deutschen Literatur werden.[5] Der Erzählband erscheint in Verbindung mit seiner Tätigkeit im Kaffee „ Burge r“ in Berlin. Dort hat er über Jahre als Mitglied der „Reformbühne Heim & Welt“ eigene Geschichten vorgelesen und zusammen mit Yuriy Gurzhy Veranstaltungen wie eben diese „Russendisko“ organisiert, musikalisch ein Mix aus alter und neuer russischer Pop- und Undergroundmusik. Mittlerweile veröffentlicht Kaminer regelmäßig Texte in verschiedenen deutschen Zeitungen und Zeitschriften, so z.B. auch der taz, der Frankfurter Rundschau oder der FAZ. Daneben tritt er immer wieder auf unabhängigen Berliner Lesebühnen sowie andernorts auf. Außerdem bespricht er viele seiner Werke auf den Hörspiel-CDs selbst. Er hatte auch eine eigene wöchentlich ausgestrahlte Sendung beim Radiosender SFB (SFB4 Multikulti).[6] Im Winter 2015/2016 ist Kaminer mit seinem neuen Band Das Leben ist (k)eine Kunst zu einer seiner Lesereisen durch Deutschland gestartet.[7]

3 Zum Begriff der Ironie

Vor der eigentlichen Lektürebesprechung muss zuerst der Begriff der Ironie aus wissenschaftlicher Perspektive nähergebracht werden. Grundlagen zur Erläuterung finden sich bei den Denkern und Gelehrten im antiken Griechenland, die auf der Basis der Rhetorik Abhandlungen und Schriften dazu verfasst haben.

3.1 Klassische Ironie

Etymologischer Vorläufer des deutschen Begriffs „Ironie“ ist der altgriechische Ausdruck „eironeia“ (= altgriechisch εἰρωνεία eirōneía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“). In der Antike haben Dichter, Philosophen oder politische Redner diesen Begriff, der zudem für eine rhetorische Figur steht, recht unterschiedlich gebraucht. Generell muss darauf hingewiesen werden, dass schon zu Lebzeiten des Sokrates (469 v. Chr. - 399 v. Chr.) „eironeia“ nicht nur das Stilmittel als solches bezeichnet hat, sondern auch eine Technik der Gesprächsführung gewesen ist.[8]

Der griechische Philosoph selbst war es, der die Entwicklung des Begriffs im klassischen Altertum am stärksten beeinflusst und der in seinen Dialogen damit „sarkastisches Lob und zum Schein vorgebrachter Tadel der eigenen Person“ [9] verbunden hat. Aristophanes (zwischen 450 v. Chr. und 444 v. Chr. - um 380 v. Chr.) verwendet den Begriff in seinem Theaterstück »Die Wolken«, um Sokrates als „Lügner“, „Heuchler“ und „durchtriebenen Fuchs“ zu charakterisieren.[10] Die Bedeutung der „eironeia“, so wie sie Aristophanes gebraucht, meint also soviel wie „…hinterlistige Täuschung des Gegenübers zum eigenen Nutzen.“[11] Platon (428/427 v. Chr. - 348/347 v. Chr.) benutzt den Begriff im Sinne einer negativ konnotierten „Kleintuerei“, die sich auf ein Verharmlosen und Verschweigen bzw. auf eine Irreführung und Täuschung des Gegenübers bezieht.[12] Bei Aristoteles (384 v. Chr. - 322 v. Chr.), einem Schüler Platons, hingegen erfährt „eironeia“ eine positive Neubewertung. Sven Drühl schreibt hierzu in seinem Essay:

„Bei Aristoteles wird eironeia, gemäß seiner Lehre von der anzustrebenden, »gesunden Mitte« des menschlichen Verhaltens und der damit verbundenen Abneigung gegen Extrempositionen, als eine Form der Abweichung von der Wahrheit eingeführt. Das Untertreiben des sogenannten »eiron« (der Person, die sich der »eironeia« bedient) und dessen daraus hervorgehende Unaufrichtigkeit zeigen jedoch Bescheidenheit und stellen keine Verstellung des eigenen Vorteils wegen dar, sondern dienen letz[t]lich dazu, dem Gesprächspartner ein Gefühl der Minderwertigkeit oder Unterlegenheit zu ersparen. Zudem zeigt jene Form der Unaufrichtigkeit die Abneigung des »eiron« gegen Übermaß und Prahlerei, d. h. gegen die verwerflichere Form der Abweichung von der Wahrheit.“[13]

Hannele Kohvakka geht deshalb davon aus, dass „ eironeia“ bei Aristoteles als eine „… Redeweise [aufgefasst werden kann], die das eigene Licht unter den Scheffel stellt und die eigenen Begabungen und Fähigkeiten verbirgt.“ [14]

Demosthenes (384 v. Chr. - 322 v. Chr.), ein bedeutender Redner und Staatsmann Athens, wiederum sieht in der Ironie eine böswillige Handhabe, politische oder gesellschaftliche Fähigkeiten zu verheimlichen, um so die eigene Verantwortung und die Bürgerpflichten im Staat umgehen zu können. Auch Theophrast (um 371 v. Chr. - 287 v. Chr.), ein Schüler des Aristoteles, bewertet die Ironie als ein gesellschaftliches Laster. Ein Ironiker kann seiner Auslegung nach nie dazu gebracht werden, ´eine eindeutige bzw. klare Aussage zu treffen.´[15]

Anhand der erfolgten Ausführungen wird deutlich, dass man sich bereits in der Antike sehr intensiv mit dem Phänomen der Ironie auseinandergesetzt hat, dass es aber durchaus ganz gegenläufige Ansichten der Dichter und Philosophen hierzu gegeben hat. Zum einen sind Ironiker Heuchler und Scheinheilige, zum anderen aber Feinfühlige und Bescheidene gewesen, die mit der stilistischen Technik der Untertreibung gearbeitet haben.

Wenn überdies heutzutage von der „ sokratischen Ironie“ die Rede ist, so muss beachtet werden, dass es Platon war, der in seinen Dialogen den historischen Sokrates und dessen rhetorische Vorgehensweise beschrieb. Bei Platon[16] also ist nachzulesen, dass Sokrates seine Gesprächspartner sich zunächst in Sicherheit hat wiegen lassen, um sie dann in eine Falle zu locken. Auf diese Weise kann er ihre Unwissenheit aufdecken, sie belehren oder zumindest zum Nachdenken bringen, um schließlich gemeinsam mit ihnen nach der Erkenntnis zu suchen. Weil man dabei von einer literarischen Aufarbeitung historischer Begebenheiten durch Platon ausgehen muss und nicht sicher weiß, wieviel von alldem sich tatsächlich so zugetragen hat, ist Sven Drühl der Meinung, man könne ebenso von ´platonischer Ironie´ sprechen, die ´in variierender Bedeutung auf verschiedenen Ebenen´ in den Dialogen zu finden sei.[17]

Edgar Lapp, der in seinem Band Linguistik der Ironie (1992) u.a. Quintilian (um 35 n. Chr - 96 n. Chr.) anführt und betont, das Moment der dissimulatio sei im Verlauf der Begriffsgeschichte deutlicher hervorgetreten[18], resümiert in Anlehnung an N. Knox die antike Auffassung von Ironie folgendermaßen:

1. Es wird das Gegenteil von dem gesagt, was man meint. 2. Man sagt etwas anderes, als man meint. 3. Tadeln [erfolgt] durch falsches Lob, loben durch vorgeblichen Tadel. 4. Jede Art von Sichlustigmachen und Spott [findet statt].[19]

Anhand der antiken Schriften wird so auf jeden Fall deutlich, dass man bei einer prototypischen Definition des Begriffs „Ironie“ zunächst immer von Sprechern und Sprechakten ausgehen muss.

3.2 Aktuelle Forschung zur Ironie

Nicht zuletzt hat man aus diesem Grund für die Analyse von Ironie in den vergangenen Jahrzehnten in der Sprachphilosophie und in der Linguistik pragmatische Ansätze herangezogen.

So kann an dieser Stelle auf eine Aussage von Monika Schwarz-Friesel zurückgegriffen werden, die in Anlehnung an Martin Hartung (1998) den Versuch unternommen hat, den wesentlichen Unterschied bei der Betrachtung der Ironie im Altertum und in der heutigen Zeit herauszuarbeiten. Ob sie dabei mit ihrer Aussage tatsächlich den inhaltlichen Kern genau trifft, bleibt angesichts der hier gemachten Angaben fraglich, insbesondere dann, wenn man auf die ursprüngliche Bedeutung des altgriechischen Begriffs „eironeia“, der sich mit Verstellung und Vortäuschung übersetzen lässt, und auf das o.a. Resümee von Edgar Lapp verweist:

„… Während die Ironie in den meisten antiken Schriften als eine bestimmte Form des Scherzens und Spottens beschrieben wird […], fokussiert man in der neueren Forschung mehr den Aspekt der vorgetäuschten Wahrheit und die Funktion der negativen Bewertung sowie Kritik. [20]

Sinnvoll an den Erläuterungen allerdings ist, dass die Kognitionswissenschaftlerin und Linguistik-Professorin davon ausgeht, Ironie sei ein zunächst dem Sprechakt zugehöriges Phänomen:

„In Sprachphilosophie und Linguistik ist die Ironie in den letzten Jahrzehnten vor allem in pragmatischen Ansätzen intensiv vor dem Hintergrund von Sprechakt- und Implikaturentheorie analysiert worden (vgl. u.a. Searle 1975, Grice 1975, Rosengren 1986, Rolf 1994, Sperber/Wilson 1998; Meibauer 1999, Bublitz 2001, Levinson 2005).“ [21]

So kann sie letztlich mit einem weiteren Verweis auf Martin Hartung (1998) und Edgar Lapp (1992) zur Aussage gelangen, dass man Ironie als eine kommunikative Strategie betrachten müsse, bei der man implizit Kritik übt.[22]

In Anlehnung an die von ihr ausgewählten implikaturentheoretischen Ansätze stellt sie ferner die These auf, dass „… ironische Äußerungen als besonderer Typ der vorgetäuschten Verstellung, der Simulation gesehen werden [können].“ [23]

Auf diese Weise ist sie in der Lage zu behaupten, ein ironischer Sprecher habe nicht die Absicht, seinem Gegenüber das tatsächlich Gesagte glauben zu machen - ganz im Gegenteil, er wisse von der Dissoziation zwischen Situation und Äußerung -, vielmehr zwinge er den Hörer dazu, auf kognitivem Umweg, d.h. über eine Implikatur, den eigentlichen kommunikativen Sinn der Äußerung zu erschließen.[24] Ein einfaches Beispiel wird dazu von ihr in dem wissenschaftlichen Beitrag Ironie als indirekter expressiver Sprechakt: Zur Funktion emotionsbasierter Implikaturen bei kognitiver Simulation (2009) gegeben: Ausgehend von der Situation, dass eine Person total verdreckt ist, sagt ein Sprecher zu dieser Person: „Du siehst ja schön aus!“ Schwarz-Friesel kommt hier zu dem Ergebnis, dass der Hörer die scheinbare Unangemessenheit der Äußerung in dieser Situation re-interpretieren (Searle, 1975) und in ihr Gegenteil umkehren müsse (vgl. auch Hartung, 1998), um sie als sinnvoll zu begreifen. Dabei geschieht eine (nur scheinbare) Verletzung der Aufrichtigkeitsbedingung (Rosengren, 1986), die aber bewusst erfolge, weil der Sprecher den Hörer dazu bringen wolle, diesen Widerspruch zu verarbeiten und eine entsprechende Bewertung des Sachverhalts neu vorzunehmen. Die Professorin der TU Berlin nennt diese Gesprächssituation: „Ironie als transparente kognitive Simulation.“ [25]

Die Linguistik-Professorin und Kognitionswissenschaftlerin geht ferner davon aus, dass Ironie auch als „indirekter expressiver Sprechakt“ [26] zu werten sei, da Ironie schon immer eine Form der Bewertung darstelle (vgl. u.a. Lapp 1992, Hartung 1998). Einerseits könne Ironie zwar zur Verstärkung der Kritik beitragen, andererseits reduziere sie aber das vorhandene Konfliktpotential, weil der kritisierte Hörer immer noch vortäuschen könne, diese Kritik nicht zu verstehen. Neben den eher marginal auftretenden Formen der verletzenden, kritischen Ironie sei der Aspekt der Kritik bzw. der Konfliktreduzierung als dominanter Form der Ironie bisher überbewertet worden. Die Sprachwissenschaftlerin plädiert eher dafür, von einer Vielzahl ironischer Äußerungen auszugehen, die keinerlei Kritikinformation enthielten und positive Einstellungsvermittlungen darstellten, welche zwar dem Hörer auf der emotionalen Ebene vom Sprecher nicht explizit vermittelt werden, aber eben auch eine illokutive Seite haben.[27]

Als Beispiel führt sie die Aussage eines Sprechers in einer Verkaufssituation an: „Wir brauchen eine Tastatur, die leicht anzuklicken ist. Meine Frau hat kräftige Hände.“ [28] Schwarz-Friesel spricht von einer Dissoziation in Bezug auf das Gesagte, da die Frau statt der geäußerten kräftigen Hände tatsächlich extrem kleine und schmale Hände hat. Außerdem weist sie auf den Widerspruch der Propositionen des ersten und zweiten Satzes hin, da man keine kräftigen Hände braucht, um eine leicht anzuklickende Tastatur zu bedienen. Kognitiv gesehen sei dies also eine völlig irrationale Äußerung des Sprechers. Emotional müsse man die Aussage als Humor- oder Spaßsignal an den Hörer bewerten.[29]

Monika Schwarz-Friesel stellt also insofern eine Brücke zur antiken Ironie-auffassung her, als sie die Form des Scherzens auf der emotionalen Ebene in das Blickfeld rückt.

Neben den Ironie-Modellen der strukturalistischen Linguistik (vgl. Weinrich Linguistik der Lüge, 1966[30] ), existieren die pragmalinguistischen Ironiekonzepte (vgl. u.a. das Implikaturmodell von Grice, 1975, Lapp, Linguistik der Ironie, 1992), jene der Sprechakttheorie (vgl. u.a. Searle Speech Acts, 1969) sowie psycholinguistische Theoriekonzepte (Sperber und Wilson mention theory of irony, 1981 bzw. Irony and relevance, 1998) oder eben Modelle, welche die Forschungsansätze miteinander verknüpfen (vgl. Groeben und Scheele Produktion und Rezeption von Ironie. Pragmalinguistische Beschreibung und psycholinguistische Erklärungshypothesen, 1986[31] ).

Auch Monika Schwarz-Friesel greift bei der Erstellung wissenschaftlicher Thesen zur Ironie häufig auf Edgar Lapps Dissertation Linguistik der Ironie (1992) zurück, in der jener zunächst einmal von drei Arten der Unaufrichtigkeit schreibt, nämlich der Lüge, der Unehrlichkeit und der Heuchelei[32] und davon ausgehend sein eigenes Konzept von der „Ironie als Simulation zweiter Stufe“ bzw. als „Simulation der Unaufrichtigkeit“ entfaltet.[33] Entscheidend ist, dass Lapp die Ironie in einen Gegensatz zur Lüge stellt, für welche die Täuschungsabsicht stets konstitutiv ist. So gesteht Lapp dem ironischen Sprecher zu, dass dieser nicht nur mittels der Wörter, die als wesentliche Ausdrucksmittel scheinbar verborgene Absichten enthalten, sondern auch mit Hilfe von Gesten, mit Hilfe der Intonation oder mittels des Kontextes Einstellungen und Gefühle offenbaren kann, die er gar nicht hat. Gleichzeitig muss er aber zu verstehen geben, dass er diese Einstellungen und Gefühle nicht hat. Er muss also anzeigen, dass er unaufrichtig ist, wenn er ironisch sein will. So geht Lapp davon aus, dass man meist dann ironisch ist, wenn die Simulation erkennbar ist – ganz im Gegensatz zur Lüge. Stehen dort Signale, die eine Äußerung begleiten und deren Kontext allzu offensichtlich im Widerspruch zu dieser Äußerung, ist diese in Gefahr, als Lüge entlarvt zu werden. Damit ist die Lüge eine „Simulation der Aufrichtigkeit“ [34] und die Ironie - wie oben erwähnt - eine „Simulation der Unaufrichtigkeit“. Schlussfolgernd gelangt der Linguist zu der Aussage: Zuviel Hintergrundinformation schadet der Lüge, zuwenig Hintergrundinformation schadet der Ironie.“ [35]

Marika Müller kann die These von der „Ironie als simulierter Lüge“ schon in Weinrichs Abhandlung Linguistik der Lüge (1966) erkennen. Sie beschreibt aber im Anschluss, dass Edgar Lapp seine Vorstellungen konkretisiert, indem er sie auf die Komponenten des Sprechaktes bezieht und so drei Ebenen unterscheidet: Ironie auf illokutionärer Ebene, auf propositionaler Ebene und auf beiden Ebenen gleichzeitig.[36] Ergänzend kann man an dieser Stelle noch Dietrich Busses Rezension von Lapps Dissertation hinzuziehen. Er plädiert im Sinne Lapps dafür, diese drei Ebenen der Ironie als die drei Ebenen der Simulation darzustellen:

1. eine (ironisch intendierte) Simulation auf illokutionärer Ebene (= Sprechaktgehalt), etwa eine Äußerung in einer Diskussion: „ Ich danke dir für deinen Einwurf“, bei der sich der Sprecher eigentlich über diesen Einwand des anderen beschweren möchte.

2. eine Simulation auf propositionaler Ebene (=Ebene des Aussagegehalts eines Sprechaktes) 2.1 in Form einer „globalen“ Simulation: „Ah, eine tropische Brise“, wenn es sich tatsächlich um einen starken Orkan handelt 2.2 in Form einer „lokalen“ Simulation, die sich auf den prädikativen Teilaspekt der Proposition bezieht: „Leg mal das Jahrhundertwerk zur Seite“, wobei Jahrhundertwerk als Gegenstand mit anderen Prädikaten versehen werden sollte, wie z.B. „diese Gelegenheitsarbeit“ 2.3 in Form einer Simulation des referentiellen Teilaktes der Proposition, z.B. „Die Salatsauce ist umwerfend“, wenn keine Salatsauce vorhanden ist, deren Fehlen aber ironisch moniert wird

3. eine Simulation, die sich auf die illokutionäre und die propositionale Ebene einer Äußerung zugleich bezieht, z.B. „Ich gratuliere dir zu dieser außerordentlichen Leistung“, bei welcher der Sprecher statt zu gratulieren eigentlich kritisieren möchte, weil er diese Leistung als miserabel einstuft.[37]

Helga Kotthoff verweist in ihrem im September 2014 in Freiburg gehaltenen Vortrag Ironie aus interaktions- und pragmalinguistischer Sicht [38] überdies auf Sperber und Wilson (1981), die in ihrer echoic mention theory grundsätzlich zwischen dem Gebrauch (use) einer Proposition und der Erwähnung (mention) der Proposition unterscheiden:

„Bei der Ironie werde die Proposition nur erwähnt, oft echoartig wieder aufgenommen. Der Sprecher drücke damit immer gleichzeitig eine Einstellung zu ihr aus. Wenn also jemand bei strömendem Regen sage „was für ein herrliches Wetter", wolle er nicht einfach das Gegenteil bekunden, sondern ausdrücken, dass es lächerlich gewesen sei, von schönem Wetter auszugehen.“ [39]

Auch Edgar Lapp schreibt in seiner Besprechung der Theorie von Wilson und Sperber:

„Nach ihrer Auffassung gebraucht der Ironische die wörtliche Bedeutung eines Ausdrucks nicht, um einen Gedanken oder einen Sachverhalt auszudrücken, einen bestimmten propositionalen Gehalt zu übermitteln, sondern er nimmt echoartig eine Proposition auf, er erwähnt sie, um gleichzeitig eine bestimmte Einstellung zu ihr auszudrücken. Mit dem Ausdruck dieser Einstellung zeigt der Sprecher offen, daß er die erwähnte Äußerung oder einen bestimmten sprachlichen Ausdruck als albern, unangemessen oder irrelevant zurückweist.“[40]

Dabei müsse gemäß der Besprechung Lapps der Auslöser des Echos nicht unbedingt eine konkrete Aussage sein; es könne sich auch um einen abstrakten Widerhall von einer Meinung handeln, die man einer Allgemeinheit zuordnen könne.[41]

Generell ist wichtig, dass der Hörer eine Äußerung als wiederholend erkennt und dabei die Quelle der Wiederholung identifizieren kann.

In der Aussage: „He is a real fine friend“ [„Er ist ein wahrhaft guter Freund“] wird das Adverb real in der Funktion eines Echomarkers gebraucht. Voraussetzung für das Erfassen der ironischen Bedeutung durch den Hörer muss sein, dass sich die in der Aussage charakterisierte Person eben gerade nicht durch freundschaftliches Verhalten auszeichnet und dass dies sowohl dem Sprecher als auch dem Hörerbekannt ist. Durch die gemeinsame Erinnerung an derartige vergangene Begebenheiten kann auf die ironische Bedeutung der Äußerung geschlossen werden.

So lässt sich am Ende feststellen, dass die von Monika Schwarz-Friesel in ihrem wissenschaftlichen Beitrag Ironie als indirekter expressiver Sprechakt: Zur Funktion emotionsbasierter Implikaturen bei kognitiver Simulation (2009) aufgestellten Thesen zu einem nicht unbeträchtlichem Anteil auf den Theorien von Weinrich (1966), Lapp (1992) sowie Sperber und Wilson (1981) beruhen.

Während Monika Schwarz-Friesel sich dabei auf die Ironie als einen expressiven Sprechakt bezieht, untersucht Hannele Kohvakka in ihrer 1996 erschienenen Dissertation Ironie und Text – Zur Ergründung von Ironie auf der Ebene des sprachlichen Textes ironische Äußerungen auf der Textebene. Sie bezieht sich dabei deutlich auf die Argumentationstheorie von Schmidt-Faber (1986), der u.a. die Komponente des Scheinargumentativen vorgibt, welches Kohvakka auf der inhaltlichen Ebene wiederum in einen direkten Zusammenhang mit der Ironie stellt:

„Wenn Aussagen, die keine Argumente sind (d.h. Nicht-Argumente sind), als Argumente dargestellt werden, können sie als Bestandteile einer Scheinargumentation betrachtet werden. Geschickte Redner/Autoren wählen für ihre zweckorientierten Aussagen Sprachformen, die zumindest dem Anschein nach ehrlich und sachlich sind und die gleichzeitig im Falle der Durchschauung und Entlarvung die Möglichkeit zum Rückzug offen lassen. […] Die Möglichkeit zum Rückzug wird andererseits aber oft als eine Eigenschaft der Ironie erwähnt. Also scheinen die scheinargumentativen Formen schon allein vor diesem Hintergrund etwas mit Ironie gemeinsam zu haben.“ [42]

Dabei bemüht sich Hannele Kohvakka, das spezifisch Ironische über den Umweg der Logik zu bestimmen. So habe man es bei der Ironie mit der oben beschriebenen Scheinargumentation zu tun:

„Die Scheinkonklusivität entsteht aufgrund der für die Ironie konstitutiven Verstöße gegen die Regeln der Alltagslogik und ist somit mit Unlogik gleichzusetzen. Durch diese Art Unlogik schafft die Ironie in gewissem Grade ihre eigene Logik.“ [43]

Unter den scheinargumentativen Formen und Figuren finden sich mangelhafte Ausdrucksformen wie unvollständige Argumente und Verkürzungen, die für den Rezipienten irreführend sein können, u.a. absichtliches Verschweigen von Argumentregeln oder das Verfahren, eine anscheinend gültige Argumentation so zu führen, dass sich der Sprecher nicht festlegt, weil er sich eine Rückzugsmöglichkeit erhalten will. Ferner führt die Germanistin Kohvakka unzureichende Argumente wie die Überbewertung eines Beispiels als Begründung oder unzulässige Verallgemeinerungen an, ebenso wie Subargumente, die vorgeblich als Argumente gebraucht werden.

Zu den Formen der Scheinargumentation gehören demnach nicht-argumentative, rhetorische und gesprächstaktische Überzeugungsformen, die mit Argumenten verwechselt werden.[44]

Zur genaueren Bestimmung bezieht sich Kohvakka in ihrer Dissertation hierzu wiederum auf Werner Schmidt-Faber (1986):

„… Es sind rhetorische Figuren wie Wiederholungen, Paraphrasen, Definitionen als Begründungen der Zielaussage, die zu Zirkelschlüssen führen (was begründet werden soll, wird als wahr bzw. berechtigt vorausgesetzt), Humor, Euphemismen, pathetische Negation, Übertreibungen und appellhaltige Etikettierung, die als begriffliche Intensivierung die normative Natur der Begriffe hervorhebt. Fast alle Begriffe […] sind durch versteckte Appelle besetzt. Diese Eigenschaft führt die Scheinargumentation und die (ja stets bewertende) Ironie wieder zusammen. Gemeinsam ist ihnen die Verschleierungsfunktion.“ [45]

Weil ein ironischer Text aber immer bewertend und zum Teil argumentativ aufgebaut ist, in einem solchen Text Sachverhalte und Objekte einer fiktiven und realen Welt unerwartet miteinander kombiniert und aufeinander bezogen werden, entstehen Erwartungswidrigkeiten und eine Unlogik in der konklusiven Textstruktur, die dem Rezipienten zunächst nicht schlüssig erscheint. Kohvakka führt in der sprachwissenschaftlichen Abhandlung Zur Übersetzbarkeit von Ironie – am Beispiel von Prosatexten Kurt Tucholskys (2008) folgendes Beispiel aus dem Magazin Stern (Nr.34/1986) an:

„ Die blutige Hand schlägt wieder zu In einer Resolution hat der Welttierschutzverband das Mückenschlachten in den deutschen Schlafzimmern verurteilt. Bekanntlich werden in den Sommermonaten viele hunderttausend Mücken in deutschen Eigenheimen und Mietwohnungen getötet. Diese traditionelle Mückenjagd ist von ausländischen Presseorganen mehrfach angeprangert worden. Tatsächlich kann die deutsche Mückenjagd im Ausland mißverstanden werden. […]“ [46]

Kohvakka spricht davon, dass hier ein Konflikt zwischen den wörtlichen und hintergründigen Äußerungsinhalten entsteht, in welchem das Nicht-Wörtliche das verkörpert, was als Zielaussage zu verstehen ist. Mit Hilfe der ironischen Anspielungen auf etwas anderes [vgl. z.B. Walschlachten in Europa oder Übersee] oder auf das Gegenteil wird das Hintergründige angedeutet.

Die Germanistin aus Helsinki setzt in einer solchen kommunikativen Situation grundsätzlich voraus, dass mit den ironischen Äußerungen immer etwas kritisiert und bewertet wird, bei dem der Leser oder Hörer die Einstellung des Autors oder Sprechers akzeptieren bzw. übernehmen muss.[47]

[...]


[1] Kaminer, Wladimir: Das Leben ist (k)eine Kunst. Geschichten von Künstlerpech und Lebenskünstlern. München 2015, Seite 34.

[2] Ebd., Seite 35.

[3] Zum Vater finden sich unterschiedliche Angaben: „Sein Vater, ein Ingenieur, arbeitete als Büroleiter in einem Industriebetrieb, der ausklappbare Pontonbrücken herstellte.“ (vgl. https://www.munzinger.de/search/portrait/Wladimir+Kaminer/0/23999.html)

[4] Vgl. auch Kaminer, Wladimir: Russendisko. München, 2002, S.11: „Die neuen Zeiten brachen an: Die Freikarte in die große Welt, die Einladung zu einem Neuanfang bestand nun darin, Jude zu sein.“; Kaminer wird im Zuge der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten natürlich dann Staatsbürger der BRD.

[5] 2012 startete der Film Russendisko von Oliver Ziegenbalg, der auf Kaminers gleichnamigem Kurzgeschichten-Band basiert. Bis Ende 2013 sind nahezu 3 Millionen von Kaminers Büchern verkauft worden, bis 2012 allein 1,2 Millionen davon von der Russendisko.

[6] Einstellung des Radio Multikulti (SFB 4) am 31. Dezember 2008 aufgrund fehlender finanzieller Mittel.

[7] Im Anhang auf den Seiten 64 bis 66 befindet sich eine Liste mit den Werken Wladimir Kaminers.

[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Ironie

[9] Avalon, Ekaterina: Ironie in literarischen Texten von Vladimir Kaminer (Studienarbeit). GRIN Verlag GmbH. Norderstedt 2010. Seite 2.

[10] Vgl. Drühl, Sven: Sokratische Ironie. In: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF): Pädagogische Korrespondenz. Pedocs. Frankfurt am Main 1998. Seite 16.

[11] Ebd., Seite 16.

[12] Vgl. Drühl, Sven: Sokratische Ironie. In: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF): Pädagogische Korrespondenz. Pedocs. Frankfurt am Main 1998, Seite 16.

[13] Vgl. ebd., Seite 16.

[14] Kohvakka, Hannele: Ironie und Text – Zur Ergründung von Ironie auf der Ebene des sprachlichen Textes. Internationaler Verlag Peter Lang. Frankfurt/M. 1997. Seite 19.

[15] Vgl. Drühl, Sven: Sokratische Ironie. In: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF): Pädagogische Korrespondenz. Pedocs. Frankfurt am Main 1998. Seite 16.

[16] Vgl. Apelt, Otto (Hrsg.): Platon. Sämtliche Dialoge. Felix Meiner Verlag GmbH. Hamburg 2004.

[17] Vgl. Drühl, Sven: Sokratische Ironie. In: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF): Pädagogische Korrespondenz. Pedocs. Frankfurt am Main 1998. Seite 17.

[18] Lapp, Edgar: Linguistik der Ironie. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1992. Seite 22.

[19] Lapp, Edgar: Linguistik der Ironie. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1992. Seite 24. Vgl. auch: Groeben, Norbert / Scheele Brigitte: Produktion und Rezeption von Ironie. Pragmalinguistische Beschreibung und psycholinguistische Erklärungshypothesen. Gunter Narr Verlag. Tübingen 1984. Seite 2f.

[20] Schwarz-Friesel, Monika: Ironie als indirekter expressiver Sprechakt: Zur Funktion emotionsbasierter Implikaturen bei kognitiver Simulation. In: Bachmann-Stein, A./S. Merten/Ch. Roth (Hrsg.): Perspektiven auf Wort, Satz und Text. Semantisierungsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen des Sprachsystems. Festschrift für Inge Pohl. Wissenschaftlicher Verlag. Trier 2009. Seite 223.

[21] Schwarz-Friesel, Monika: Ironie als indirekter expressiver Sprechakt: Zur Funktion emotionsbasierter Implikaturen bei kognitiver Simulation. In: Bachmann-Stein, A./S. Merten/Ch. Roth (Hrsg.): Perspektiven auf Wort, Satz und Text. Semantisierungsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen des Sprachsystems. Festschrift für Inge Pohl. Wissenschaftlicher Verlag. Trier 2009. Seite 223.

[22] Ebd., Seite 223.

[23] Ebd., Seite 225.

[24] Ebd., Seite 224-226.

[25] Schwarz-Friesel, Monika: Ironie als indirekter expressiver Sprechakt: Zur Funktion emotionsbasierter Implikaturen bei kognitiver Simulation. In: Bachmann-Stein, A./S. Merten/Ch. Roth (Hrsg.): Perspektiven auf Wort, Satz und Text. Semantisierungsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen des Sprachsystems. Festschrift für Inge Pohl. Wissenschaftlicher Verlag. Trier 2009., Seite 224.

[26] Ebd., Seite 227.

[27] Ebd., Seite 227-230.

[28] Ebd., Seite 228.

[29] Schwarz-Friesel, Monika: Ironie als indirekter expressiver Sprechakt: Zur Funktion emotionsbasierter Implikaturen bei kognitiver Simulation. In: Bachmann-Stein, A./S. Merten/Ch. Roth (Hrsg.): Perspektiven auf Wort, Satz und Text. Semantisierungsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen des Sprachsystems. Festschrift für Inge Pohl. Wissenschaftlicher Verlag. Trier 2009. Seite 228f.

[30] Vgl. die von ihm vorgeschlagene Dreier-Konstellation: Sprecher, erste Person = Objektperson der Ironie, zweite Person = Adressat der Ironiesignale)

[31] In ihrem Forschungsprojekt kommen Groeben und Scheele zu dem Schluss, dass es sich bei Ironie um einen „uneigentlichen Sprechakt“ handelt.

[32] Lapp, Edgar: Linguistik der Ironie. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1992. Seite 136-139.

[33] Lapp, Edgar: Linguistik der Ironie. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1992., Seite 140 ff.

[34] Ebd., Seite 146.

[35] Ebd., Seite 136-139.

[36] Müller, Marika: Die Ironie: Kulturgeschichte und Textgestalt. Königshausen und Neumann, Würzburg 1995. Seite 120.

[37] Vgl. Busse, Dietrich: Rezension: Edgar Lapp: Linguistik der Ironie. Tübingen 1992. In: Muttersprache 105, 1995, S. 367f.

[38] https://portal.uni-freiburg.de/sdd/personen/kotthoff/.../ironie-vortrag.pdf Helga Kotthoff: Ironie aus interaktions- und pragmalinguistischer Sicht . Freiburg, 19.09.2014.

[39] Lapp, Edgar: Linguistik der Ironie. Tübingen 1992. Seite 25.

[40] Lapp, Edgar: Linguistik der Ironie. Tübingen 1992. Seite 75.

[41] Ebd., S. 77.

[42] Avalon, Ekaterina: Ironie in literarischen Texten von Vladimir Kaminer (Studienarbeit). GRIN Verlag GmbH. Norderstedt 2010. Seite 6.

[43] Kohvakka, Hannele: Ironie und Text – Zur Ergründung von Ironie auf der Ebene des sprachlichen Textes. Internationaler Verlag Peter Lang. Frankfurt/M. 1997. Seite 205.

[44] Kohvakka, Hannele: Ironie und Text – Zur Ergründung von Ironie auf der Ebene des sprachlichen Textes. Internationaler Verlag Peter Lang. Frankfurt/M. 1997, Seite 68f bzw. Avalon, Ekaterina: Ironie in literarischen Texten von Vladimir Kaminer (Studienarbeit). GRIN Verlag GmbH. Norderstedt 2010. Seite 6f.

[45] Ebd., Seite 69 bzw. Avalon, Ekaterina: Ironie in literarischen Texten von Vladimir Kaminer (Studienarbeit). GRIN Verlag GmbH. Norderstedt 2010. Seite 7.

[46] http://www.vakki.net/publications/2008/VAKKI2008_Kohvakka.pdf (Stand 7.01.2016) Hannele Kohvakka: Zur Übersetzbarkeit von Ironie ─ am Beispiel von Prosatexten Kurt Tucholskys. Institut für Deutsche Sprache und Literatur. Universität Vaasa 2008. Seite 94.

[47] Kohvakka, Hannele: Ironie und Text – Zur Ergründung von Ironie auf der Ebene des sprachlichen Textes. Internationaler Verlag Peter Lang. Frankfurt/M. 1997. Seite 50.

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Details

Seiten
75
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668751828
ISBN (Buch)
9783668751835
Dateigröße
981 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v433180
Note
1,2 (rumänisch 9,8)

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Titel: Ironie in Texten von Wladimir Kaminer