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Anhang und Lagebericht. Einzelabschluss nach HGB

Seminararbeit 2013 27 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Rechtliche Grundlagen fur den Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften

III. Anhang
1. Aufstellungspflicht nach HGB
2. Zweck und Funktionen des Anhangs
3. Struktur und Inhalt des Anhangs
3.1 Angaben zu Inhalt und Gliederung des Abschlusses
3.2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatzen
3.2.1 Angaben der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach § Abs. 2 Nr. 1 HGB
3.2.2 Angaben der Grundlagen der Wahrungsumrechnung nach §284 Abs. 2 Nr. 2 HGB
3.3 Erlauterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
3.4 Erlauterungen zu einzelnen Posten der GuV
3.5 Sonstige Pflichtangaben
3.6 Freiwillige Angaben

IV. Lagebericht
1. Aufstellungspflicht
2. Der Zweck des Lageberichts
3. Grundsatze ordnungsma&iger Lageberichtserstattung
4. Inhalt des Lageberichts
4.1 Der Wirtschaftsbericht
4.1.1 Der Geschaftsverlauf
4.1.2 Lage der Gesellschaft
4.2 Voraussichtliche Entwicklung und Chancen und Risiken
4.3 Nachtragsbericht
4.4 Finanzrisikobericht
4.5 Forschungs- und Entwicklungsbericht
4.6 Bericht uber bestehende Zweigniederlassungen
4.7 Vergutungsbericht
4.8 Bericht uber die Ubernahmesituation

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Sonstige Quellen

I. Einleitung

So zahlreich wie der Sand am Meer. So zahlreich wie der Sand am Meer ist beinahe die Zahl der Firmen in Deutschland.

All jahrlich zum Ende des Geschaftsjahres veroffentlichen die Unternehmen in Deutschland ihre Jahresabschlusse. Der Jahresabschluss reflektiert dabei gewissermaGen die wirtschaftlichen Verhaltnisse des einzelnen Unternehmens.

Urn die wirtschaftlichen Verhaltnisse zu vermitteln reichen die vermittelten Informationen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung regelmaGig alleine nicht aus. Gerade bei groGeren und teils bedeutenden Unternehmen werden weiterer Angaben als Sicherheit fur Gesellschafter und Glaubiger benotigt.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass das Unternehmen weitere Informationen fur die Adressaten des Jahresabschluss bereitstellen soil. Diese finden sich im Anhang, welcher den Jahresabschluss erweitert, und dem separaten Lagebericht wieder.

Die nachfolgende Studienarbeit soil daher klaren, welche Unternehmen von der Pflicht der Erstellung des Anhangs und Lagebericht betroffen sind. AuGerdem sollen weitere Funktionen der Berichterstattung erlautert werden. Zur Verdeutlichung werden anschlieGend die jeweiligen Pflichtbestandteile des Anhangs und Lagebericht behandelt und mit Hilfe weiterer Beispiele erklart werden.

II. Rechtliche Grundlagen fur den Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften

§ 242 HGB

(1) Der Kaufmann hat zu Beginn seines Handelsgewerbes und fur den Schluss eines jeden Geschaftsjahrs einen das Verhaltnis seines Vermogens und seiner Schulden darstellenden Abschluss (Eroffnungsbilanz, Bilanz) aufzustellen. [...]

(2) Er hat fur den Schluss eines jeden Geschaftsjahrs eine Gegenuberstellung der Aufwendungen und Ertrage des Geschaftsjahrs (Gewinn- und Verlustrechnung) aufzustellen.

(3) Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung bilden den Jahresabschluss.

(4) [...]

§ 264 HGB

(1) Die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft haben den Jahresabschluss (§ 242) urn einen Anhang und zu erweitern, der mit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung eine Einheit bildet, sowie einen Lagebericht aufzustellen. [...] Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind von den gesetzlichen Vertretern in den ersten drei Monaten des Geschaftsjahrs fur das vergangene Geschaftsjahr aufzustellen.

Die allgemeine Pflicht eines jeden Kaufmanns besteht aus der Erstellung eines Jahresabschlusses zu Beginn seines Handelsgewerbes und am Ende des jeweiligen Geschaftsjahres. Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz (Verhaltnis von Vermogen und Schulden) und aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Gegenuberstellung von Ertragen und Aufwendungen). Die genannten Merkmale finden sich in § 242 Abs. 1 bis 3 HGB wieder und charakterisieren die Bestandteile des Jahresabschlusses eines Einzelunternehmens und einer Personengesellschaft.

Neben dieser Form der Aufstellung besteht fur Kapitalgesellschaften (§ 264 Abs. 1 HGB) des Weiteren die Pflicht den Jahresabschluss urn einen Anhang zu erweitern und ebenfalls einen Lagebericht zu erstellen.

Innerhalb von 3 Monaten ist der Jahresabschluss und Lagebericht einer Kapitalgesellschaft gemaG § 264 Abs. 1 HGB fur das vorangegangene Geschaftsjahr aufzustellen. Die Aufstellungsfristen fur Konzernabschluss und Konzernlagebericht verlangern sich auf vier (kapitalmarktorientierte Konzerne) bzw. funf Monate gemaG § 290 Abs. 1 HGB.

AbschlieGend sind Jahresabschluss und Lagebericht nach erfolgreicher Prufung (§ 316 Abs. 1 HGB, bzw. § 316 Abs. 2 HGB bei Konzernabschlussen) den Gesellschaftern vorzulegen und unmittelbar, jedoch spatestens zwolf Monate danach, elektronisch beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und bekannt machen zu lassen (§ 325 HGB).

III. Anhang

1. Aufstellungspflicht nach HGB

GemaG § 264 Abs. 1 HGB sind Kapitalgesellschaften zur Erweiterung ihres Jahresabschlusses urn einen Anhang verpflichtet. Diese Pflicht weitet der Gesetzgeber in § 336 HGB auf Genossenschaften aus, welche ebenfalls verpflichtet sind einen Anhang aufzustellen.

Neben Kapitalgesellschaften und Genossenschaften sind auch Personengesellschaften ohne naturliche Person als personlich haftender Gesellschafter (§ 264a Abs. 1 HGB) verpflichtet einen Anhang zu fuhren.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Kapitalgesellschaften welche die GroGenkriterien des §267a erfullen. Diese sog. „Kleinstkapitalgesellschaften“ sind von der Pflicht der Aufstellung eines Anhanges befreit wenn sie die erforderlichen Angaben des §264 Abs. 1 Satz 5 Nr.1 - 3 in ihrer Bilanz angeben.

Die Aufstellungspflicht lasst sich ebenso auch auf Konzerne ubertragen, welche gemaG § 297 HGB einen Konzernjahresabschluss inklusive Anhang erstellen mussen. Jedoch kann das Mutterunternehmen ihren Anhang gemaG § 298 HGB mit dem Konzernanhang zusammenfassen und muss keinen eigenen Anhang erstellen.

2. Zweck und Funktionen des Anhangs § 264 HGB

(2) Der Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft hat unter Beachtung der Grundsatze ordnungsmaGiger Buchfuhrung ein den tatsachlichen Verhaltnissen entsprechendes Bild derVermogens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft zu vermitteln. Fuhren besondere Umstande dazu, dass der Jahresabschluss ein den tatsachlichen Verhaltnissen entsprechendes Bild im Sinne des Satzes 1 nicht vermittelt, so sind im Anhang zusatzliche Angaben zu machen.

Der Anhang ist ein wesentlicher Bestandteil des erweiterten Jahresabschlusses welcher gemaG § 264 Abs. 2 HGB „unter Beachtung der Grundsatze ordnungsgemaGer Buchfuhrung ein den tatsachlichen Verhaltnissen entsprechendes Bild derVermogens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft" vermitteln soil. 1st dies nicht moglich, „so sind im Anhang zusatzliche Angaben zu machen". GleichermaGen ist dies in § 297 Abs. 2 HGB auf Konzernebene geregelt.

Jedoch ist die Vermittlung der tatsachlichen Verhaltnisse des Unternehmens durch die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (sog. Generalnorm) alleine nur schwer moglich. Dies liegt zum einen an Wahlrechten und Bewertungsgrundsatzen, die eine positivere Darstellung ermoglicht. Zum anderen ist die Erfullung der Generalnorm allein durch quantitative Daten der Bilanz und GuV schwierig umsetzbar, weshalb weitere qualitative Angaben im Anhang erforderlich sind.[1]

Aus diesen weiteren qualitativen Angaben lassen sich die Funktionen des Anhangs ableiten urn eine Darstellung der tatsachlichen Verhaltnisse des Unternehmens zu ermoglichen. Besonders die in der nachfolgenden Abbildung genannten Funktionen sind ausschlaggebend und sollen hier weiter erlautert werden:

Funktionen von Anhang und Konzernanhang

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Funktionen von Anhang und Konzernanhang (Vgl. Coenenberg 2012 S. 854)

Interpretationsfunktion[2]

Die Vermittlung der Informationen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung setzt eine Erklarung der quantitativen Daten voraus. Daher sind Erlauterungen besonders zum Inhalt und des Ursprungs der einzelnen Posten in Bilanz und GuV erforderlich.

Korrekturfunktion

Fuhren entsprechend der Generalnorm „besondere Umstande dazu, dass der Jahresabschluss ein den tatsachlichen Verhaltnissen entsprechendes Bild [...] nicht vermittelt, so sind im Anhang zusatzliche Angaben zu machen"[3]. Diese zusatzlichen Angaben dienen der Vermeidung von Fehlinterpretationen durch den Betrachter.

Korrigiert werden mussen aber nur solche Informationen, die fur den kundigen Bilanzleser irrefuhrend sind. Informationsverzerrungen die dem kundigen Leser bekannt sind, wie z.B. stille Reserven, bei denen typischerweise erhebliche Unterschiede zwischen Buchwert und Marktwert von Anlagevermogen vorliegen konnen, sind nicht zu korrigieren.

Anders sieht es bei sogenannten Scheingewinnen aus. Zur Verdeutlichung und Erklarung der Sachlage dient das nachfolgende Beispiel[4]:

„Warenbestand zu Beginn des Jahres 1.000 Stuck a 6 Euro = 6.000 Euro wird verauGert zu 7,50 Euro/Stuck = 7.500 Euro. Die Wiederbeschaffung der 1.000 Stuck erfordert 8 Euro = 8.000 Euro; es ist ein Scheingewinn von 1.500 Euro" (Erlos - Anschaffungskosten) entstanden, wahrend substanziell ein Verlust (Erlos - Wiederbeschaffungswert) von 500€ vorliegt.

Die Korrektur ist erforderlich da unter Berucksichtigung der Ansetzung der Anschaffungskosten ein Gewinn ausgewiesen wird. Dieser kann jedoch das Jahresergebnis verzerren, da die Erlose zwar grower sind als die Anschaffungskosten, jedoch kleiner als der Wiederbeschaffungswert sind, welcher in Bilanz und GuV nicht ausgewiesen wird.

Entlastungsfunktion

Zur besseren Ubersicht von Bilanz und GuV erlaubt der Gesetzgeber durch Wahlrechte die Verlagerung von bestimmten Informationen, welche normalerweise in Bilanz und GuV stehen wurden, in den Anhang. Dies betrifft unter anderem das Anlagevermogen in der Bilanz. Zur besseren Ubersicht findet sich haufig in der Bilanz nur der Schlussbestand eines einzelnen Postens des aktuellen und vorigen Geschaftsjahres. GemaG § 268 Abs. 2 Satz 1 HGB fordert der Gesetzgeber weitere Informationen[5]. Diese Angaben wiederum finden sich im Anhang wieder und beschreiben unter anderem alle Zugange, Abgange und Abschreibungen des Postens wahrend dem Geschaftsjahr.

Erganzungsfunktion

Die Erganzungsfunktion des Anhangs ermoglicht die Bereitstellung weiterer nicht quantitativen Informationen, welche zum besseren Verstandnis der Vermogens- Finanz- und Ertragslage benotigtwerden[6]. Hierzu gehoren alle Informationen, die auf nicht bilanzierungsfahigen Geschaftsvorfallen beruhen. „Beispiele fur auGerbilanzielle Geschafte sind Leasingvertrage, Factoring Oder Forderungsverbriefung uber Zweckgesellschaften"[7].

3. Struktur und Inhalt des Anhangs

Abweichend zu Bilanz (§ 266 HGB) und der GuV (§ 275 HGB) schreibt der Gesetzgeber keine verpflichtende Gliederung des Anhanges vor. Die Strukturierung des Anhangs beruht maGgeblich auf dem Grundsatz der Klarheit und Ubersichtlichkeit[8]

Nachfolgend wird dem Strukturierungsvorschlag von Armeloh gefolgt, welcher sich an der „Praxis der Geschaftsberichtserstattung des Unternehmens"[9] orientiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die einzelnen Anhangelemente im Einzelabschluss (Baetge 2009 S. 694)

3.1 Angaben zu Inhalt und Gliederung des Abschlusses

Entsprechend dem Vorschlag Armelohs soil das Unternehmen zunachst weitere notwendige Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses machen. Diese Angaben sind erforderlich, sofern der Jahresabschluss nicht der Darstellung des tatsachlichen Bildes, welches in der Generalnorm gemaG § 264 Abs. 2 Satz 2 gefordert wird, entspricht.[10]

Beispiel: Ein Kunde meldet am 04.12. Insolvenz an - wir erfahren am 14.12. davon (Alternative: Ein Kunde meldet am 20.12. Insolvenz an - wir erfahren am 05.01. davon)

GemaG dem Grundsatz der Stichtagsbezogenheit nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 sind Vermogensgegenstande und Schulden einzeln zum Bilanzstichtag zu bewerten. Im ersten Fall erfahrt das Unternehmen von der Insolvenz eines Kunden und muss deshalb seine ausstehenden Forderungen zum 31.12. neu bewerten, da die Insolvenz noch im aktuellen Geschaftsjahr angemeldet wurde.

Obwohl alternate auch die Insolvenz vor dem Bilanzstichtag eintrat, kann diese nicht in der Bilanz kenntlich gemacht werden, da Tatsachen, die nicht bekannt waren, nicht berucksichtigt werden durfen. Da wir aber zwischen Bilanzstichtag und Offenlegung des Jahresabschlusses davon erfahren, und die Insolvenz im vergangenen Geschaftsjahr eintrat, muss darauf im Anhang hingewiesen werden, urn ein realitatsgetreues Bild derwirtschaftlichen Lage des Unternehmens zu vermitteln.

Neben der Stichtagsbezogenheit sollen der Grundsatz der Klarheit und Grundsatz derVergleichbarkeit eingehalten werden. Diese sollen Sorge tragen, dass die Darstellung des Jahresabschlusses auf Dauer gleichbehalten wird urn dem Adressaten die Moglichkeit des zeitlichen Vergleichs zu ermoglichen. Wird von der Darstellungsform abgewichen, ist gemaG § 265 Abs. 1 HGB darauf hinzuweisen und die Anderung zu begrunden. Jedoch darf das Unternehmen nur unter besonderen Umstanden von der ursprunglichen Darstellungsform des Jahresabschlusses abweichen.

Ein Grund fur die Abweichung ware unter anderem die komplette Neueinfuhrung und Anderung der Darstellungsform auf Konzernebene. Andert die Konzernmuttergesellschaft ihre Darstellung, so liegt ein besonderer Grund vor, welcher die Anderung der Darstellungsform aller Tochtergesellschaften ermoglicht.[11]

3.2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatzen

Urn die tatsachliche wirtschaftliche Lage des Unternehmens darzustellen, reichen Informationen aus Bilanz und GuV haufig nicht aus. Dies liegt zum einen an den Grundsatzen ordnungsmaGiger Buchfuhrung und anderseits daran, dass das Unternehmen durch Wahlrechte und Ermessensspielraumen beim Bilanzieren die quantitativen Informationen verfalscht.

Die Angaben zu den Grundsatzen der Bilanzierung und Bewertung finden sich wieder in den § 284 Abs. 2 HGB und § 265 Abs. 1 und 4 HGB. Nachfolgend werden ausgewahlte Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatzen welche in den Anhang aufzunehmen sind, erlautert.

3.2.1 Angaben der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB

In § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB finden sich die Angabe fur ,,die Posten der Bilanz und der GuV angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", welche im Anhang anzugeben sind.

Zugehorige Anhangangaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnen unter anderem folgende Sachverhalte betreffen:

- Angabe der in die Herstellungskosten einbezogene Bestandteile und Inanspruchnahme von Wahlrechten gemaG § 255 Abs. 2 und 3
- Angaben zur gewahlten Methode der planmaGigen Abschreibung (Wahlrecht in Handelsbilanz zwischen linearer- und degressiverAbschreibung)
- Angaben zu Bewertungsvereinfachungsverfahren (Gruppen-, Einzel- und Festwertbewertung)

Die Berichterstattung uber die auf die Posten der Bilanz und GuV angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zeigt der nachfolgende Ausschnitt aus dem Anhang der Adidas AG fur das Geschaftsjahr 2011.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatze[12]

Erworbene immaterielle Vermogensgegenstande werden mit ihren Anschaffungskosten und planmattig uber die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. (...)

Gegenstande des Sachanlagevermogens sind mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten aktiviert. Bei den Herstellungskosten werden samtliche aktivierungsfahigen Einzel- und Gemeinkosten angesetzt. Gegenstande, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

3.2.2 Angaben der Grundlagen der Wahrungsumrechnung nach §284 Abs. 2 Nr. 2 HGB

§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB schreibt die Angabe der angewandten Methoden der Wahrungsumrechnung auf Posten im Jahresabschluss im Anhang vor, sofern auf einzelne Posten Fremdwahrungsbetrage zugrunde liegen. Dies ist besonders fur Unternehmen mit wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland von Bedeutung, da die Daten durch verschiedene Methoden der Wahrungsumrechnung voneinander abweichen konnen.

Zugrunde liegende Grundlagen sind unter anderem

- der Umrechnungskurs (Tages-, Anschaffungs- Oder Terminkurs)
- die Bewertungsgrundsatze (Niederstwertvorschrift, Stichtagprinzip) und
- die Behandlung von Wahrungsgewinnen

Die Berichterstattung uber die Wahrungsumrechnung zeigt der nachfolgende Ausschnitt aus dem Anhang der Adidas AG fur das Geschaftsjahr 2010.

Wahrungsumrechnung[13]

Auf fremde Wahrung lautende Vermogensgegenstande und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags der Geschaftsvorfalle erfasst. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Wahrung lautenden Vermogensgegenstande und Verbindlichkeiten werden berucksichtigt.

[...]


[1] Vgl. Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse (Coenenberg, Haller, Schultze) 2012 Seite 853

[2] Vgl. Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse (Coenenberg, Haller, Schultze) 2012 Seite 853

[3] § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB

[4] http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/scheingewinn.html

[5] Vgl. Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse (Coenenberg, Haller, Schultze) 2012 Seite 854

[6] Vgl. Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse (Coenenberg, Haller, Schultze) 2012 Seite 854

[7] Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse (Coenenberg, Haller, Schultze) 2012 Seite 860

[8] Vgl. Bilanzen (Baetge, Kirsch, Thiele) 2009 Seite 694

[9] Vgl. Bilanzen (Baetge, Kirsch, Thiele) 2009 Seite 694

[10] Vgl. Bilanzen (Baetge, Kirsch, Thiele) 2009 Seite 694

[11] Vgl. Bilanzen (Baetge, Kirsch, Thiele) 2009 Seite 698

[12] Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatze - Auszug aus dem Anhang der Adidas AG (2011)

[13] Wahrungsumrechnung - Auszug aus dem Anhang der Adidas AG (2010)

Details

Seiten
27
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668751347
ISBN (Buch)
9783668751354
Dateigröße
866 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v432050
Institution / Hochschule
Hochschule Ansbach - Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Ansbach
Note
1,7
Schlagworte
anhang lagebericht einzelabschluss

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Titel: Anhang und Lagebericht. Einzelabschluss nach HGB