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Die Angst vor dem Islam. Eine qualitative Studie zu Motiven, Einstellungen und Intervention

Bachelorarbeit 2016 60 Seiten

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik Gegenstand, Zielsetzung und Forschungsfrage. Bewusste Ausgrenzung von Fragen

2. Theoretische Grundlage:
Islamfeindlichkeit als Konzept gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
2.1. Begriffsanalyse Islamfeindlichkeit
2.2. Ursachen von Islamfeindlichkeit
2.3. Intervention von Islamfeindlichkeit und Prognose für die Zukunft
2.4. Zusammenhänge zwischen Islamfeindlichkeit und Antisemitismus?
2.5. Untersuchung und Vergleich des Konzepts anhand weiterer Studien
2.5.1. BERTELSMANN-Stiftung: Religionsmonitor. Verstehen was verbindet. Sonderauswertung Islam 2015. Gütersloh, 2015
2.5.2. FRIEDRICH-EBERT Stiftung: Handlungsempfehlungen zur Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus und Islamfeindlichkeit. Forum Berlin
2.6. Rechtspopulismus - und Extremismus in Deutschland
2.6.1. Wie unterscheidet sich Rechtsextremismus von Rechtspopulismus?
2.6.2. Rechtspopulistische und rechtsextremistische Parteien Deutschlands in Bezug auf Islamfeindlichkeit

3. Methode und empirisches Vorgehen Problemzentrierte Interviews zum Thema Islamfeindlichkeit
3.1. Definition eines problemzentrierten Interviews
3.2. Warum wurde die Form des problemzentrierten Interviews gewählt?
3.3. Zentrale Frage und Untersuchungsleitende Fragestellungen in Form eines Leitfadens
3.4. Die Interviews
3.4.1. Definition der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse
3.4.2. Interpretation der Interviews anhand der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse
3.4.3. Zusammenhänge und Kontraste zu den weiteren Interviews

4. Fazit: Zusammenführung von Theorie und Methode

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis in alphabetischer Reihenfolge

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorwort

Ich weiß nicht wie Liebe zu begreifen ist. Doch fühle ich wenn etwas mein Herzberührt. So sah ist, dass meine besondere Liebe den scheinbar Schwachen gewidmet ist.Es ist kein Mitleid, das mein Herz prägt. Es ist nicht als ein durch das Gehirngesteuertes Hormon zu bezeichnen, dass mir das Gefühl gibt mich besser zu fühlen,wenn ich helfe.

Es ist die einfachste Form der Liebe.

Ich liebe meine Geschwister. Ich liebe meine jüngeren Brüder. Wenn jemand ihnengegenüber Berührungsangst empfindet, so frage ich mich, um welche Form von Angstes sich dabei handelt. Wirken sie körperlich und geistig schwach, sind sie wohl diestärksten Menschen für mich. Denn sie leben. Und sie empfinden wie gesunde Menschen, mit der Erkenntnis niemals eigenständig existieren zu können. […]

Und so habe ich schon früh begriffen, dass ich den scheinbar Schwachen helfen werde. Und so wollte ich schon früh wissen, was für Ängste die Menschen prägen.

Und so fühlte ich gleich das absolute Interesse für das Thema meiner bisher wichtigsten Arbeit im Leben, die Frage nach einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

1. Einleitung - Problembeschreibung und Ziel der Arbeit Kennzeichnung von Schwierigkeiten - Bewusste Ausgrenzung von Fragen

Diese Arbeit widmet sich dem Thema Islamfeindlichkeit. Genauer genommen stellt siedie Frage nach dem Konzept der Islamfeindlichkeit. Sie stellt sich als qualitative Studiedar, die sich mit Motiven, Einstellungen und Intervention von Islamfeindlichkeitbeschäftigt. Es wird teilweise theoretisch, teilweise empirisch und anschließend im Zusammenhang, am Begriff Islamfeindlichkeit gearbeitet. Zunächst wird imtheoretischen Teil der Arbeit herausgearbeitet als was Islamfeindlichkeit zu begreifenist, wie sie sich ausdrückt, was ihre Ursachen sind, welche Interventionsmaßnahmendenkbar sind, um sie einzudämmen, wie die Zukunft dieses Konzepts prognostiziertwerden kann und ob, und wenn ja, welche Zusammenhänge zum Konzept der Fremdenfeindlichkeit herrschen. Im Exkurs wird daraufhin Stellung dazugenommen ob,und wenn ja welche, Zusammenhänge zum Antisemitismus bestehen. Ein weiteres Kriterium für die Zielsetzung des theoretischen Teils ist es, an zwei neueren Studienherauszustellen, wie sich die aktuelle Situation in Deutschland in Bezug auf den Islamgestaltet. Es stellt sich die Frage nach herrschender Angst vor dem Islam in derdeutschen Gesellschaft, die es in diesem Unterkapitel zu beantworten gilt. Zumgesellschaftskritischen Aspekt, ist mir zudem wichtig, den politischen Bezugherzustellen, sodass ich zwei große Bereiche der Soziologie behandele. Hierbei habe ichmich dazu entschlossen an der Entwicklung des Rechtspopulismus in Deutschland zuarbeiten. Mithilfe einer Unterscheidung von Rechtspopulismus und Rechtsextremismuswerde ich zunächst beleuchten, welche politischen Parteien in Deutschland hinsichtlicheiner rechtspopulistischen oder einer rechtsextremen Bewegung zuzuordnen sind . Dieswird hinsichtlich ihrer Präsentation -, sowie ihrer Inhalte und Ziele in der Parteiideologie geschehen.

Im empirischen Teil der Arbeit werde ich mit der Methode der problemzentrierten Interviews arbeiten. Durch diese teilweise offenen Interviews gehe ich der Frage nachder Einstellung und Meinung zum Islam am Individuum auf den Grund. Dabei werdeich zunächst problemzentrierte Interviews definieren und aufzeigen weswegen ich michfür diese Form des Interviews entschieden habe. Daraufhin folgt der Leitfaden für die Meinungsforschung, in welchem ich deutlich mache unter welchen Gesichtspunkten ich die Befragungen führe. Unter Berücksichtigung dieses Leitfadens werde ich die aufgezeichneten Interviews, deren äußere Gegebenheiten ebenfalls aufgezeigt werden, zum Teil transkribieren und anhand der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse auswerten. Die Ergebnisse werden interpretiert und diskutiert, um anschließend Differenzen und Zusammenhänge zwischen den Ergebnissen herauszukristallisieren und deren Ursachen auf den Grund zu gehen.

Im abschließenden Teil der Arbeit werde ich zu aller erst die Ergebnisse der Theorie und Methodenarbeit zusammenführen. Exakte Vorstellungen davon werde ich in dieser Einleitung bewusst nicht nennen, da bis hierhin noch keine Prognosen für die theoretischen, als auch empirischen Ergebnisse kenntlich machen zu sind. Jedoch ist geplant, in diesem Kapitel die Frage zu beantworten, wie sich Islamfeindlichkeit in der Gesellschaft durch Politik, Medien oder das Umfeld entwickelt.

Abschließend werde ich kritisch bewerten, ob ich die gesetzten Ziele der Arbeit erreicht wurden. Außerdem gebe ich dort einen Ausblick über weiterführende Überlegungen zum Thema, die sich nach den Fragen und Ergebnissen der Arbeit ergeben. Im Anhang werden unter anderem die Transkriptionen der Interviews, der erweiterte Leitfaden in Form der Leitfragen, als auch mein Lebenslauf zu finden sein.

Bewusst habe ich mich dazu entschlossen das Konzept der Islamfeindlichkeit zubehandeln. Erstens: Der Begriff Islamophobie nämlich, ist kritisch zu betrachten, da erkeiner offiziellen Begrifflichkeit unterliegt. Dementsprechend lässt er sich nichttheoretisch, anhand von Literatur erarbeiten. Weiterhin beschreibt der Begriff„Islamophobie“ auch eher die Angst vor dem Islam. Der Begriff 'Phobie' stammt ausdem Altgriechischen und bedeutet wörtlich übersetzt 'Angst'1. Innerhalb der empirischen Arbeit werde ich wohl darauf eingehen, inwieweit Islamfeindlichkeit im Verhältnis zu Islam-Angst steht. Jedoch soll vordergründig, auch aufgrund der hohen Aktualität des Themas, erschlossen werden wie Feindlichkeit gegenüber der Religion „Islam“verstanden wird. Dies ist auch zweitens der Grund dafür, dass ich nicht am Begriff Fremdenfeindlichkeit, der sich gegen Migranten im Allgemeinen richtet, arbeite. Dieswürde, aufgrund unterschiedlichster Ursachen und breitgefächerter Interventionen, für den angepassten Rahmen der Arbeit nicht ausreichen. Zudem grenze ich mich bewusst vom Begriff Rassismus ab. Dieser behandelt nämlich nicht den religiösen Schwerpunkt, sondern „Rassistisch sind Ideologien, welche die Menschheit in eine Anzahl vonbiologischen Rassen mit genetisch vererbbaren Eigenschaften einteilen und dieso verstandenen «Rassen» hierarchisch einstufen.“2

2. Theoretische Grundlage: Islamfeindlichkeit als Konzept gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

2.1. Begriffsanalyse «Islamfeindlichkeit»

Islamfeindlichkeit setzt sich aus den Begriffen 'Islam' und 'Feindlichkeit' zusammen.Der Begriff 'Islam' lässt sich definieren als „auf die im Koran niedergelegte Verkündigung des arabischen Propheten Mohammed zurückgehende Religion“.3 Wörtlich aus dem Arabischen übersetzt „bedeutet Islam „Unterwerfung unter oder Hingabe an Gott“.4 Der Islam ist demnach eine der fünf großen Weltreligionen und der Zahl seiner Anhänger nach zu urteilen, die am zweit weitesten verbreitete Religion der Welt. So ergibt sich eine Anzahl von etwa 1,6 Milliarden Muslimen, gemessen im Jahr2010, weltweit.5 Die Anhänger des Islam werden in korrekter Form meist als Moslemsoder Muslime bezeichnet. Die Bezeichnungen 'Mohammedaner' oder 'Islamit' werdenhingegen selten gebraucht. Das könnte daran liegen, dass der Begriff 'Mohammedaner'den Anschein erweckt, die Religion beziehe sich lediglich auf den Propheten Mohammed. 'Islamit' ist die veraltete Bezeichnung für einen Islam-Anhänger.6

Nachdem sich die Terrormiliz Al-Qaida dazu bekannte, dass sie die Terroranschläge am 11. September 2001, bei denen unter anderem zwei entführte Flugzeuge in das World Trade Center stürzten, zu verantworten hat, prägte sich der Begriff von 'radikalen Islamisten' ins Gedächtnis der USA und dem Rest der Welt. Da der Begriff 'Islamit' starke Ähnlichkeit mit dem des 'Islamisten' hat, gilt dieser als veraltet. Dies ist jedoch nur eine Hypothese.

Der Begriff 'Feindlichkeit' beschreibt im Allgemeinen eine stark ausgeprägte Ablehnung bis hin zum Hass gegenüber einer bestimmten Sache. Das Wort ist ebenso ein Synonym für eine Antipathie und steht als Antonym zu Begriffen wie 'Freundlichkeit'.

Zusammengenommen ist der Begriff 'Islamfeindlichkeit' also zunächst eine starke Formvon Ablehnung, oder Antipathie gegen die Religion Islam. Er umfasst gleichzeitig auchdie starke Abneigung gegen die Anhänger des Islam, also die Muslime. Der Soziologeund Politologe Armin Pfahl-Traughber kritisiert diesen Begriff in Bezug auf die Ablehnung gegenüber Moslems und engagiert sich, dafür diesen als'Muslimenfeindlichkeit' abzugrenzen.7 Dies ist von Bedeutung, weil die Feindlichkeitgegenüber dem Islam etwas anderes meint als die Feindlichkeit gegenüber Muslimen.So meint ersteres die Ablehnung von islamischen Ritualen und Glaubensmustern undzweiteres eher die „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“8 gegenüber den Anhängern des Islam. Farschid beschreibt 2012 die Ideologeme der Islamfeindlichkeitu.a. folgendermaßen: „Gewalt gehört konstitutiv zum Islam, Muslime betreiben eineheimliche Islamisierungsstrategie und streben letzten Endes nach der Weltherrschaft,Gleichsetzung von Islam und Totalität, die aus dem Islam eine Ideologie macht und ihmden Status einer Religion abspricht.“9

Islamfeindlichkeit hat eine durchweg negative Konnotation, welche auf den ersten Blickplausibel erscheint. Jedoch ist an dieser Stelle anzumerken, dass Atheisten neben dem Islam auch alle weiteren Religionen grundlegend ablehnen. Sie stehen der Existenzjeglicher Religionen negativ entgegen, ohne das sie dabei rechtspopulistisch oderrechtsextrem eingestellt sind. Das bedeutet, dass Islamfeindlichkeit weder, wie oftangenommen, notwendig bedingt gruppenbezogen menschenfeindlich, nochrechtsradikal sein muss. Ein weiterer Begriff, der mit dem der Islamfeindlichkeit einhergeht, ist die 'Islamkritik' und die sogenannten 'Islamkritiker'. Diese Bezeichnung ist eine abgeschwächte Form der Islamfeindlichkeit, denn sie kritisiert lediglich bestimmte Rituale oder einzelne Inhalte des Glaubens und nicht wie die Islamfeindlichkeit die gesamte Religion. Zudem ist das Wort 'Kritik' gesellschaftlich nicht so negativ konnotiert wie 'Feindlichkeit'. Dies lässt Islamfeinden jedoch zunächst den Freiraum sich selbst als Islamkritiker zu bezeichnen, obwohl sie gegebenenfalls islamfeindlich denken und handeln.10

Im Folgenden werde ich die stark ausgeprägte Abneigung und Ablehnung gegenüber der Religion Islam, als auch die gegenüber Moslems, als 'Islamfeindlichkeit' bezeichnen, da'Muslimenfeindlichkeit' derzeit kein offiziell anerkannter Begriff ist und er sich somit,ähnlich wie 'Islamophobie', schwer bis gar nicht anhand von Literatur untersuchen lässt.Mit 'Islamkritik' möchte ich mich an dieser Stelle nicht näher auseinander setzen, da der Forschungsschwerpunkt dieser Arbeit einer extremeren Form, nämlich der absoluten Ablehnung, gilt.

2.2. Ursachen von Islamfeindlichkeit

Islamfeindlichkeit ist ebenso wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus,Antiziganismus und weiteren, eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.Die Ursachen von Islamfeindlichkeit sind aber nicht notwendiger Weise die selben, wiefür die weiteren Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Manche Formen haben ähnliche - , andere GMFs hingegen absolut unterschiedliche Ursachen.Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und „Islamophobie“11 können beispielsweise alleihre Ursache in der selben Sache haben. So fand man empirisch heraus, dass Menschen,die einfach stolz darauf sind Deutsche zu sein, eher dazu neigen fremdenfeindlich,antisemitistisch, als auch islamfeindlich zu sein als andere. Diese sind traditionellnationalistisch eingestellt. Menschen hingegen, die aber die Werte ihres Landesschätzen, die also stolz auf Meinungsfreiheit, Demokratie, oder das Sozialsystem in Deutschland sind, neigen zum Kontrast, eher weniger fremdenfeindlich, islamfeindlich,oder antisemitisch zu sein.12 Diese kann man als Verfassungspatriotistisch13 bezeichnen. Das Ergebnis scheint plausibel, denn Menschen, die stolz auf Demokratie und Freiheit sind, stehen im starken Widerspruch zu denjenigen, die schwache Menschengruppenaufgrund eines anderen Aussehens, oder einer anderen Kultur, nicht tolerieren und nichtgleichwertig behandeln. Erstere hingegen, also diejenigen, die einfach stolz darauf sind Deutsche zu sein, beziehen sich dabei nicht auf bestimmte Werte und Qualitäten, die ihr Land bis heute erreicht hat. Worauf genau sie stolz sind, können sie nicht sagen. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich ihr Nationalismus von Kindheit an unbewusstentwickelt hat und Teil ihres Habitus14 geworden ist. Das geschieht oftmals durch den Einfluss von peer-groups15, vor allem in der Kindheit und im Jugendalter. Dieses Inkorporierte hat zur Folge, die eigene Überzeugung nicht zu hinterfragen oder zureflektieren. Im Gegenteil; Man neigt eher dazu sich auch im fortgeschrittenen Jugend -und Erwachsenenalter mit Menschen zu umgeben, die gleiche Ansichten undÜberzeugungen haben und wird so in seiner Meinung bestärkt. Folglich legt man diesenicht ab. Ein weiterer Grund für dieses „einfache Stolz sein“ bezieht sich auf diedeutsche Geschichte. So ist den meisten Deutschen bekannt, dass Adolf Hitler im 20.Jahrhundert antisemitisch, rassistisch und Behinderten-feindlich agierte, indem er die Menschen der zugehörigen Gruppen ausrotten wollte, um eine homogene Rasse der Deutschen zu „züchten“. Diese sollte der bestmöglichen Form Mensch gleichen.Menschen, die also einfach stolz darauf sind Deutsche zu sein, könnten sich ggf. auf Hitlers Denken und Theorie beziehen. Das würde dann auch erklären, warum diese Menschen eher dazu neigen islamfeindlich, fremdenfeindlich und antisemitisch zu sein.

Eine weitere Ursache für Islamfeindlichkeit ist die Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, als auch Unsicherheit in Bezug auf die eigene Existenz. Dazu gehören, neben Arbeitslosigkeit, oder einer gefährdeten Arbeitsstelle, auch finanzielle Nöte,Perspektivlosigkeit im privaten und beruflichen Feld. Dies lässt sich belegen durch die Ergebnisse unterschiedlicher Studien.16 Diese ergaben, dass ältere Personen, Menschen mit niedrigem beruflichen Prestige, schlechter -, oder gar keiner Ausbildung und Frauen, eher Vorurteile gegenüber schwachen Gruppen haben, also eher dazu neigen gruppenbezogen menschenfeindlich zu sein.

Hinzu kommt als Ursache von Islamfeindlichkeit, der demografische Faktor. So ist Islamfeindlichkeit in Deutschland in den neuen Bundesländern weiter verbreitet als inden Alten. Zu diesen neuen Bundesländern gehören Mecklenburg-Vorpommern,Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Hier besteht ein Zusammenhangzur Differenz zwischen Islamfeindlichkeit in den Städten und auf dem Land. Nämlichgibt es in ländlichen Regionen öfter Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, oderandere Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit als in Großstädten. Im Ost-West-Vergleich ergibt sich, dass Ostdeutschland zusammengenommen, anders alsz.B. Nordrhein-Westfalen, keine Region der geballten Kernstädte ist. Die eher ländliche Region bewirkt, dass der Arbeitsmarkt schmaler ist. Viele Akademiker wandern in die Großstädte der Bundesrepublik ab, so bildet sich dort mehr und mehr Perspektivlosigkeit. Die Einwohner werden im Durchschnitt immer älter und fühlensich als vergessene Bürger des Landes. Junge Menschen finden keinen Ausbildungsplatz. Es werden kaum Gelder in die Entwicklung dieser Gebiete investiertund so bilden sich dort eben genau die Dinge aus, die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auslösen. Migranten könnten den Menschen dort jabeispielsweise die Chancen am Arbeitsmarkt verringern. Zusammengefasst kann mandies als „subjektive Einschätzungen zur Gefahr sozialer Desintegration“17 bezeichnen.Das Phänomen solcher Orte wird als „ökonomisch […] abwärts driftende Region“18 bezeichnet. Deutlich wird, dass sich die Betroffenen bedroht fühlen vom Gefühl der Machtlosigkeit innerhalb von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Siehaben, abgesehen von Landtags-, Bundestags- und weiteren politischen Wahlen, keine Möglichkeit etwas zu mitzugestalten. Da in den neuen Bundesländern weniger Kernstädte als in den alten Bundesländern vorhanden sind, verbreitet sich dort Propaganda und Volksverhetzung schneller. Die Anzahl an rechts-eingestellten Menschen und von ihnen ausgeführte Gewalttaten liegt deutlich höher.19 Dabei werden fremdenfeindliche Einstellungen, hierzu zählt auch eine islamfeindliche Haltung, von den Tätern als offene Gründe für Straftaten angegeben. Diese Täter handeln oftmals in Gruppen, statt alleine.

2.3. Intervention von Islamfeindlichkeit und Prognose für die Zukunft

Unterschiedliche Vereine, Verbände, Kommunen und auch Bundesländer bieten seit Jahren verschieden Interventions- und Prävantionsprogramme an. Diese zielen daraufab, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu unterbinden. Vor allem soll damit,durch rechts-verursachte, Gewalt in Deutschland verringert werden. Obwohl zahlreichedieser Angebote bestehen, werden sie sich nicht auf Gesamt-Deutschland inangemessenem Maße ausweiten, sodass der gewünschte Effekt erzielt würde.20 Aberauch wenn in passender Anzahl Interventions- und Präventionsprogramme bestünden,würden diese nicht den gewünschten Effekt erzielen. Denn rechtspopulistische undrechtsextreme Gruppen machen sich Interventionsprogramme zur Weiterentwicklungihrer Strategien zu Eigen und „radikalisieren sich“.21 Ein passender Vergleich wäre die Einnahme von Antibiotika, um eine Krankheit einzudämmen, indem Antikörper die Krankheitserreger zerstören. Wenn man ein bestimmtes Antibiotikum öfter einnimmt,oder gar die Behandlung nicht zu Ende führt, stärken sich die Krankheitserreger im Körper und werden immun gegen dieses Antibiotikum. Ähnlich ist es auch bei den nichtausreichend flächendeckenden Interventions- und Präventionsprogrammen. Dierechtsradikalen Organisationen radikalisieren sich durch solche 'Gegenangriffe' immerstärker und der gewünschte Effekt dreht sich ins Gegenteil um. Dies erklärt auch,warum bis auf vereinzelte Erfolge im Kampf gegen Rechtsextremismus, die Zahlen eherdramatischer werden.

Um Gewalt gegen schwache Gruppen, hier: Muslim e, tatsächlich zu bekämpfen, mussman sich damit auseinander setzen, wie sich rechtsextreme Einzelpersonen und Gruppen stärken und bestehen. Hierzu lässt sich ein Modell von Wilhelm Heitmeyer zur Reproduktion betrachten. Dieses beschreibt die Zusammenhänge sechs verschiedener Gruppierungen, hier: Akteure, die sich gegenseitig beeinflussen, stabilisieren, reproduzieren. Zu diesen sechs Akteuren gehören (a) organisierte Gruppen, also rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien und Organisationen, (b) Jugendliche, diewiederum von ihren (c) Eltern und Großeltern beeinflusst werden. Außerdem zählen (d)politische und ökonomische Eliten, wie die CDU oder SPD, zu den Akteuren. Sietreffen Entscheidungen über Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und nehmen dadurch Einfluss auf das Leben eines jeden deutschen Bundesbürgers. Massenmedien (e), wiegroße Fernsehsender, Zeitungen, Radiosender und Internetseiten orientieren sich inihrem Programm am Geschehen innerhalb der Gesellschaft. Herrscht also einerechtsorientierte Stimmung im Land, greifen Zeitungen, TV-Sender usw. diese auf undverstärken die Stimmung dadurch. Letztlich gibt es noch die (f) verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Eltern, Großeltern und Jugendliche zählen als Untergruppenhierzu. Jedoch sind damit auch sonstige gemeint: Menschen aus unterschiedlichensozialen Schichten, mit verschiedenen Lebensräumen, in allen Altersgruppen. Jedochsind damit nur solche gemeint, die sich mit den ihnen präsentierten Bildern aus Medien,politischen Eliten und Menschen aus ihrem Umfeld im ersten Schritt auseinandersetzen.Im zweiten Schritt leiten sie dann aus negativen Nachrichten z.B. über eine Gruppegewaltbereiter Muslime, ihre Einstellung zu dieser Menschengruppe ab. Sie schließenaus einer solchen Nachricht, dass Muslime im Allgemeinen gewaltbereit sind undentwickeln eine ablehnende Haltung gegen sie. Alle der (a bis f) genannten Gruppenreproduzieren sich gegenseitig und stehen in direkten Beziehungen zueinander.22 Siestellen gemeinsam ein sich selbst stabilisierendes System dar, die bspw.Islamfeindlichkeit innerhalb kürzester Zeit entstehen und auch radikalisieren lassenkann. Durch peer-groups kann sich das Ganze dann noch weiter ausbreiten.

Meist wird nur gruppenbezogen interveniert und Prävention betrieben. Organisationen,wie Jugendämter, Schulen als auch Streetworker setzen sich oftmals mit Jugendlichenauseinander und erarbeiten mit ihnen eine Einstellung frei von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, zu der auch Islamfeindlichkeit gehört. Jugendliche gelten alsbesonders gewaltbereit und sehr leicht beeinflussbar, weswegen hier Präventionsarbeitgeleistet wird. Dies ist aber nur eine Nische, da fünf weitere Akteursgruppen weiterhinim Stande sind sich gegenseitig zu stabilisieren. Um dieses System zu kippen, muss füralle Gruppen ein individualisiertes Programm erarbeitet werden. Medien müssten in der Auswahl derer Bilder und Nachrichten, stärker geleitet und überprüft werden, was jedoch problematisch ist aufgrund von Presse- und Meinungsfreiheit. Die politische Elite müsste sich in ihren Entscheidungen stärker an die Menschen, die sichbenachteiligt fühlen, wenden. Dies könnte erreicht werden durch Politiker, diepersönlich in Regionen reisen, die von Angst vor Desintegration betroffen sind. Dort mitden Menschen ins Gespräch kommen, mit ihnen gemeinsam Vorschläge zur Verbesserung der Lage sammeln und entwickeln, ihnen das Gefühl geben,mitentscheiden zu können. Sie müsste Beschlüsse transparenter belegen, anverständlichen Beispielen verdeutlichen. Nur so wäre es möglich, von Angst vor Desintegration betroffene Menschen, die sich der rechten Szene zuwenden, friedlich zustimmen und zu motivieren. Das Schulministerium sollte Politik für jeden Schüler/ jede Schülerin begreiflicher machen, beispielsweise über neu gedachten Politikunterricht in Schulen. Gesellschafts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften sollten dort stärkercharakterisiert -, intensiver in den Blick gefasst werden. So schafft man für die neuen Generationen, innerhalb deren Alltag eine umfassende Aufklärungsarbeit, dieverhindert, dass Politik nicht verstanden wird und so Frustration entsteht.

Zudem könnten Organisationen gegründet werden, an denen Freiwillige teilnehmen. Liberale, an der politischen Mitte, orientierte, aufgeklärte Menschen, können in geeigneten Mengen, bewusst in ländliche, ostdeutsche Regionen umsiedeln, sich dort beruflich niederlassen. Solche die Arbeitsplätze schaffen können, z.B. in Form von Arztpraxen, Einzelhandel, oder Produktionsstätten. So würde (a) Perspektivlosigkeit und Angst vor Desintegration eingedämmt - und (b) eine rechtsorientierte Gesellschaft in andere, liberalere, Richtung beeinflusst werden.

Nur wenn all diese Optionen in ähnlicher Form umgesetzt würden, wäre die Möglichkeit einer weniger rechtsradikalen Gesellschaft denkbar. Zudem sollte weiterhindie Integration von Muslimen aller Generationen gefördert werden. Ein verpflichtendes Sprachprogramm, Unterricht über die westliche Kultur, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen, bei denen Muslime mit Nicht-Muslimen zusammen kommen,bewirken positive Reaktionen bei eher rechts-eingestellten Menschen. Positive Beispiele von integrierten Muslimen sollten in den Medien gezeigt werden. Trotzdemsagt Heitmeyer, es habe nie eine „Diskriminierung - und gewaltfreie Gesellschaft […]gegeben und wird es nie geben“23. Zudem betont er, dass es „keinen Königsweg zur Bekämpfung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“24 gebe. Da GMF aus vielen verschiedenen Feindlichkeiten besteht, gibt es tatsächlich keinen Weg, um alle Formen (mit einem Konzept) zu bekämpfen. Auf Islamfeindlichkeit bezogen, sind die o.g. Maßnahmen jedoch denkbar.

2.4. Zusammenhänge zwischen Islamfeindlichkeit und Antisemitismus?

Betrachtet man die Inhalte, aktuelle Ausprägung, Ursachen, Interventions- und Präventionsmöglichkeiten von Islamfeindlichkeit, so stellt sich die Frage nach Zusammenhängen, als auch Unterschieden, zum Antisemitismus. Antisemitismus meintdie „feindselige Mentalität auf Menschen jüdischen Glaubens und ihre Symbole“25. Manverbindet diese GMF als Kenner der deutschen Geschichte, automatisch mit Hitlerdeutschland. Dieses Wort definiert Deutschland zur Hitlerzeit. Um den Antisemitismus zu dieser Zeit genauer zu verstehen, muss man einige Jahre weiterzurück schauen: Nachdem der erste Weltkrieg 1918 sein Ende fand, entwickelte sich in Deutschland die politische Bewegung des Nationalsozialismus. Dieser beschreibt hier: die damalige Bewegung von Anhängern, die antisemitisch, als auch antidemokratischeingestellt waren. Schon vorher war es in Deutschland gewöhnlich, dass Juden mitkritischen Augen betrachtet worden. Die Nationalsozialisten verstärkten dies dann,indem sie die Idee einer 'Volksgemeinschaft' verfolgten. Diese durfte nur von sog.Ariern vertreten werden. Juden, aber auch behinderte Menschen, Sinti und Roma,Slawen und weitere schwache Gruppen sollten ausgeschlossen werden. Dies zeigt, dassbereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts GMF in unterschiedlichsten Formen herrschte.So gab es in Deutschland zwar keine Islamfeindlichkeit, weil Muslime in Deutschlandso gut wie gar nicht vertreten waren und demnach keine Bedrohung darstellten.Stattdessen waren aber neben Antisemitismus, auch Behindertenabwertung und -feindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit gegenüber Slawen und Antiziganismus26 vertreten.Auch heutzutage gibt es (noch) Antisemitismus in Deutschland. Dies geht aus einer Befragung unterschiedlichster Menschen in der Bundesrepublik 2011 hervor.27 Wegender Ereignisse in Hitlerdeutschland, sind antisemitische Bemerkungen jedoch stärker „tabuisiert“ als islamfeindliche Aussagen.28 Eine Gemeinsamkeit von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus liegt erst einmal in ihren Konzepten. Beides sind „Elemente des Syndroms, die sich auf die Abwertung und Diskriminierung religiöser Minderheitenbeziehen.“ 29 Demnach stellen beide abwertende Haltungen, verschiedene Formen vongruppenbezogener Menschenfeindlichkeit dar. Außerdem herrschten und herrschengegen beide Gruppen Vorurteile in der deutschen Bevölkerung. Es werden Stigma und Stereotypen gebildet, derer sich die betroffenen Menschen bedroht fühlen. Sieverbinden eine Ausbreitung der religiösen Minderheiten als Bedrohung für einengesellschaftlichen Wandel. Dieser kann sich ausdrücken in einer Veränderung dersozialen Ordnung, der Sicherheit und Stabilität und vor allem in einer Unterdrückungder eigenen Tradition und Kultur. Wenn diese verloren ginge, wäre der „Erhalt dereigenen Gruppe“30 gefährdet und eine fremde Gruppe könnte sich hingegen ausbreitenund stärken. Der Selbsterhaltungstrieb ist in der Natur des Menschen angelegt. So istdies ein selbstverständliches Phänomen in jeder Gesellschaft. Beide feindliche Haltungen resultieren aus Vorurteilen und Stigmatisierung der jeweiligen Gruppe. Dasist ebenfalls eine Gemeinsamkeit von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus. Ein Unterschied ist, dass die zunächst allgemeinen Ängste vor einem Wandel in der Gesellschaft (s.o.) durch den Einfluss von Juden und/oder Moslems, bei genauerer Betrachtung Differenzen aufwirft. So fürchten Menschen in Deutschland Unterdrückung, Gewalt und gezwungene Anpassung eher durch den Islam. Schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt seien eher durch den Einfluss und die hohe Bildung von Juden bedroht.

2.5. Untersuchung und Vergleich des Konzepts anhand weiterer Studien

2.5.1. BERTELSMANN-Stiftung: Religionsmonitor. Verstehen was verbindet. Sonderauswertung Islam 2015

Die Bertelsmann-Stiftung hat im „Religionsmonitor. Verstehen was verbindet. Sonderauswertung Islam 2015“ erhobene Daten des Religionsmonitor von 2012 und 2014 über das Bild über den Islam in Deutschland verglichen.

So wurden zunächst im Jahr 2012 Menschen ab 16 Jahren in unterschiedlichen Ländern zu ihrer religiösen Zugehörigkeit, „ihren Werthaltungen und dem Verhältnis von Religion, Politik und Gesellschaft repräsentativ befragt“31. Für die Sonderauswertung zum Islam im Jahr 2015 konzentriert man sich auf diese Erhebungen aus Deutschland und der Türkei. Inhaltlich beschäftigt man sich hier mit der Lebensweise deutscher Muslime und in der Türkei lebenden Muslime. Zudem untersucht man das Bild und die Einstellung gegenüber dem Islam in Deutschland. Sunnitische32 Muslime stehen im Mittelpunkt der Befragungen, da diese in Deutschland, als auch der Türkei, den Großteil der muslimischen Bevölkerung ausmachen. 33 Nicht-Muslime in Deutschland wurden zudem zu ihrem Kontakt mit Moslems befragt.

Bei der Auswertung der Studie stellte man vor allem fünf aussagekräftige Punkte fest.So heißt es, dass I.) Islamfeindlichkeit Teil der gesellschaftlichen Mitte geworden ist.Diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wird in gewisser Weise als „Trend“(ebd. S.3) bezeichnet. Auch in Heitmeyers Studie „Deutsche Zustände“ wird dieses Phänomen beschrieben. Rechte Einstellungen sind dort ebenfalls nicht mehr als an den Rand der Gesellschaft auszumachen, sondern finden in der Mitte statt, normalisierensich.34 II.) In Deutschland lebende Moslems sind, ungebunden an die Intensität ihrerreligiösen Zugehörigkeit, mit dem deutschen Staat und der zugehörigen Gesellschafteng verbunden. Das lässt sich vor allem daran festmachen, dass Moslems umfangreiche Kontakt zu Nicht-Muslimen pflegen und den Wertevorstellungen in der Bundesrepublikgrößtenteils zustimmen. (Vgl. ebd. S. 4) Das steht im engen Zusammenhang damit, dass III.) das Leben von Moslems als religiöse Minderheit in Deutschland geprägt wirddurch häufiges Reflektieren ihres Glaubens. In der Bundesrepublik ist die Zugehörigkeitzum Islam nicht, wie in der Türkei, etwas 'Normales', Selbstverständliches. Stattdessenwird man zum Glauben befragt, kritisch begutachtet, muss sich anpassen und einen Mittelweg zwischen dem Leben nach der eigenen Religion und der westlichen Kulturfinden. Alles geschieht daher bewusster, kritischer, reflektierter.

[...]


1 Übersetzung des Begriffs 'Phobie': http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/180774/islamfeindlichkeit-islamophobie-islamkritik-ein-wegweiser-durch-den-begriffsdschungel [letzter Zugriff: 10.02.2016]

2 Definition von Rassismus: http://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-themen/rassismus/begriff/?gclid=CLy-ovy_7co CFf Ay0wodg HEPUQ [letzter Zugriff: 10.02.2016]

3 Definition von Islam: http://www.duden.de/rechtschreibung/Islam [letzter Zugriff: 10.02.2016]

4 Definition und Übersetzung von Islam: http://www.info-magazin.com/?suchbegriff=Islam [letzter Zugriff: 10.02.2016]

5 Anzahl der Muslime im Jahr 2010 weltweit: http://www.citizentimes.eu/2011/02/01/muslimische-bevoelkerungsentwicklung-1990-2030/ [letzter Zugriff: 10.02.2016]

6 Bezeichnung der Islam-Anhänger auf: Vgl. http://www.wissen.de/synonym/mohammedaner-und-muslime-die-glaeubigen-im-islam[letzter Zugriff: 10.02.2016]

7 Kritik am ausgeweiteten Begriff Islamfeindlichkeit Vgl. http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/180774/islamfeindlichkeit- islamophobie-islamkritik-ein-wegweiser-durch-den-begriffsdschungel [letzter Zugriff: 10.02.2016]

8 Vgl. Heitmeyer, W. (2012) S. 16

9 Farschid, O. (2012) S.46-58

10 Vgl. Pfahl-Traughber, Armin: Begriffe zu Feindschaft und Kritik gegenüber Islam und Muslimen. In: http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/rezensionen/artikel/begriffe-zu-feindschaft-und-kritik-gegenueber-islam-und-muslimen.html [letzter Zugriff: 10.02.2016]

11 Zitat aus: Heitmeyer, W. (2007) S. 135

12 Vgl. Heitmeyer, W. (2007) S. 135f

13 Vgl. Becker/ Wagner/ Christ (2007) S. 131

14 Def. Habitus: „Der Habitus besteht aus den Denk- und Verhaltensstrukturen, die die Möglichkeitenund Grenzen des Denken und Handelns eines Menschen bestimmen. Der Habitus legt fest, was ein Mensch sich zutraut, welche Wahrnehmungskategorien er besitzt, was für ihn denkbar ist [...]Ein Mensch entwickelt abhängig von seiner Klasse einen bestimmten Habitus, und er braucht diesenbestimmten Habitus, um zu der Klasse, in der er aufgewachsen ist, dazugehören zu können und vonihren Mitgliedern als Teil der Klasse akzeptiert zu werden.“ Zitat in: http://vonunsfueralle.blogsport.de/images/Das Habitus Konzeptvon Pierre Bourdieu Version5.pdf S.1,nach Pierre Bordieu [letzter Zugriff: 12.02.2016]

15 Def. Peer group: „Soziale Gruppe […] , in der das Individuum soziale Orientierung sucht und die ihmals Bezugsgruppe dient. Peer Groups haben eigene Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen.“Zitat in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/peer-group.html [letzter Zugriff: 12.02.2016]6

16 Folgende Studien …

a) … in Bezug auf Alter: Endrikat (2006), b) … in Bezug auf Geschlecht: Küpper/Heitmeyer (2005),

c) … in Bezug auf Bildungsniveau: Heyder (2003), d) … in Bezug auf Berufsprestige: Mansel/ Endrikat/ Hüpping (2006), d) … in Bezug auf Verdichtungsgrad der Region: Hoffmeyer-Zlotnik (2000) … entnommen aus: Heitmeyer, W. (2007) S. 109

17 Von Gostomski/ Küpper/ Heitmeyer (2007) S. 109

18 Hüpping/ Reinecke (2007) S. 77 ff

19 Vgl. Bundesministerium des Innern (2006)

20 Vgl. Lynen v. Berg/ Pallocks/ Steil (2006) S.23 f und S.71 f

21 Heitmeyer, W. (2007) S. 281

22 Vgl. Heitmeyer, W. (2007) S. 283 ff

23 Heitmeyer, W. (2007) S. 292

24 Vgl. Ebd. S. 292

25 Heitmeyer, W. (2007) S. 17

26 Antiziganismus = „Abneigung oder Feindschaft gegenüber Sinti und Roma“ auf: www.duden.de/rechtschreibung/Antiziganismus [letzter Zugriff: 14.02.2016]

27 Vgl. Heitmeyer, W. (2012) S. 29, S. 38

28 Leibold, J./ Thörner, S. Et al. (2012) S. 178

29 Leibold, J./ Thörner, S. et. al. (2012) S. 177

30 Leibold, J./ Thörner, S. et. al. (2012) S. 179

31 Bertelsmann-Stiftung (2015) S.2

32 Def. Sunnitisch = Der Islam ist in verschiedene Glaubensrichtungen unterteilt. Die Sunniten macheneine dieser Glaubensrichtungen aus. Neben ihnen gibt es noch die weitverbreitete Gruppe der Schiitenund kleinere Gemeinschaften, wie die Aleviten. Diese leben derzeit nicht wie bspw. Die verschiedenen Glaubensrichtungen im Christentum (z.B. Katholizismus und Protestantismus) zusammen, sondernbekämpfen sich gegenseitig. Sunniten sind die in Deutschland meist vertretene Form des Islam. Vgl.www.sueddeutsche.de/politik/islam-was-schiiten-und-sunniten-trennt-1.840806 [letzter Zugriff: 28.02.2016]

33 Vgl. Bertelsmann-Stiftung (2015) S.2

34 Vgl. Heitmeyer, W. (2007) S. 15 ff Vgl. Lange, N. (2010) S. 34

Details

Seiten
60
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668746619
ISBN (Buch)
9783668746626
Dateigröße
753 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v430966
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät
Note
2,7
Schlagworte
Islam Islamophobie Islamfeindlichkeit Angst Intervention Muslime Religion Kultur Studie qualitativ Bachelorarbeit Abschlussarbeit Interviews Leitfaden Deutschland

Autor

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Titel: Die Angst vor dem Islam. Eine qualitative Studie zu Motiven, Einstellungen und Intervention