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Unsere Welt ist die Schlechteste aller Möglichen. Wie gerechtfertigt ist Schopenhauers These?

Hausarbeit 2015 18 Seiten

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Weltkonzeption Schopenhauers
2.1 Die Welt als Wille und Vorstellung
2.1.1 Die Welt als Vorstellung
2.1.2 Die Welt als Wille

3 Die Welt als Schlechteste aller Möglichen
3.1 Der Tod ist der Unsinn des Lebens
3.2 Der Unendliche Fortsatz der Bedürftigkeit
3.3 Das Leid wird positiv, die Freude negativ verspürt
3.4 Das Verhältnis von Freud und Leid
3.5 Der Egoismus des Menschen
3.6 Die Welt hat keinen Zweck
3.6.1 Das Leben ist eine Strafe
3.7 Wäre die Welt noch schlechter, wäre sie nicht mehr möglich

4 Kritik an Schopenhauers Argumenten der schlecht-möglichsten Welt
4.1 Zu: Der Tod ist der Unsinn des Lebens
4.2 Zu: Der Unendliche Fortsatz der Bedürftigkeit
4.3 Zu: Das Leid wird positiv, die Freude negativ verspürt
4.4 Zu: Das Verhältnis von Freud und Leid
4.5 Zu: Der Egoismus des Menschen
4.6 Zu: Die Welt hat keinen Zweck
4.7 Zu: Wäre die Welt noch schlechter, wäre sie nicht mehr möglich

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

7 Erklärung zur sprachlichen Gleichstellung

1 Einleitung

Arthur Schopenhauer ist heute allgemeinhin bekannt als Pessimist. Der Grund hierfür findet sich in seiner Betrachtung der Welt und des Lebens darin. So kommt er zu dem Schluss, dass unsere Welt, im Gegensatz zum Leibniz’schen Optimismus, eben nicht die beste aller möglichen sondern die schlechteste derer sei.[1]

In der vorgelegten Arbeit möchte ich zunächst kurz die Voraussetzungen für diese Ansicht Schopenhauers erläutern, welche in seiner Weltdarstellung in Form von Willen und Vorstellung begründet liegt. Weiterhin essentiell ist zudem seine Einteilung in und Gegenüberstellung von Subjekt und Objekt in der Welt. Daraufhin ist es dann möglich, die Argumente Schopenhauers verständlich aufzulisten, mit denen er seine Überzeugung der schlecht-möglichsten Welt untermauert. Diese habe ich aus seinem zweiten Band zur „Welt als Wille und Vorstellung“ herausgearbeitet und in logische Sinnabschnitte unterteilt. Nun liegt es in meinem Interesse, diese Argumente zu prüfen und herauszufinden, wie stichhaltig sie auch in unserer modernen Welt sind. Schließlich liegt der Zeitraum in dem der Autor sein Werk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ in Dresden verfasst hatte nun schon etwa 200 Jahre zurück.[2] Seit dieser Periode hat die Menschheit viele Entdeckungen und Erkenntnisse erlangen können, welche eventuell auch Schopenhauer selbst eine neue Perspektive hätten einnehmen lassen. Dazu möchte ich seine Argumente untersuchen und auch interpretieren, was Schopenhauer zu diesen trieb, um letztendlich die Gültigkeit der These der schlecht-möglichsten Welt bewerten zu können.

Die Erklärungsansätze für mein Vorhaben suche ich in der moderneren Selbstorganisationsforschung, um seine Weltansicht auf ein Modell zu übertragen, welches die Negativität seiner Auslegung entkräften könnte. Zum anderen soll die reine Logik der Bewertung seiner Argumente dienen, da ich einige Widersprüche in den fundamentalen Ansätzen seiner Philosophie in Übertragung auf die fragliche These sehe. Letztendlich will ich also eine Aussage über die Legitimität der These „Unsere Welt ist die schlechteste aller möglichen Welten“ treffen.

2 Die Weltkonzeption Schopenhauers

2.1 Die Welt als Wille und Vorstellung

2.1.1 Die Welt als Vorstellung

Schopenhauers Welt als Vorstellung ist die Formulierung eines Konstruktivismus: Sie ist für Menschen buchstäblich nur eine Vorstellung, da jeder einzelne seine Umwelt nicht als die solche an sich wahrnimmt, sondern sie in Relation zu sich selbst objektiviert.[3] Alle Dinge werden im eigenen Geist nur abgebildet statt unmittelbar empfunden und so schafft sich jeder Mensch seine eigene Welt innerhalb sich selbst. Dies führt zur Gegenüberstellung von Subjekt und Objekt in der Welt. Beide bestehen nur im Verhältnis zueinander, da das Objekt nur durch die Vorstellung des Subjekts existiert. Ein Subjekt bildet dabei den betrachtenden Part dieser Relation. Von ihm geht die Empfindung der Weltvorstellung aus, mit der es die Objekte betrachtet. Diese Objekte werden folglich nur aus eigener Perspektive betrachtet, womit der ganze Gehalt des Dinges hinter dem Objekt nie erkannt werden kann. Damit ist sozusagen das Ding-an-sich gemeint. Aber auch abseits vom Ding-an-sich werden ebenso die Relationen der Objekte zu den anderen Objekten nicht erkannt, wodurch für das Subjekt eine einzig wahre Realität entsteht, welche zudem von Subjekt zu Subjekt verschieden ist. Weiterhin kann kein Subjekt ein anderes als Subjekt erkennen. Einfach vorgestellt kann sich eben kein Bewusstsein in ein anderes versetzen und dessen Weltvorstellung wahrnehmen. Das führt dazu, dass jedes Subjekt auch in seiner eigenen Weltvorstellung gefangen ist. Subjekt ist demzufolge auch nur metaphysischer Natur und alle Materie notwendig Objekt, die dem Satz von Grunde, also der Kausalität unterliegt – so auch der Körper des Denkenden.[4] Hier zeigt sich, dass die Trennung von Subjekt und Objekt zu einem gewissen Dualismus führt, der Verstand und Leib trennt. Materie wirkt nach Schopenhauer allein schon durch ihr Sein und in diesem Wirken wird die Kausalität sichtbar, die die objektive Welt erfüllt. Es ist das Nacheinander der Materie in der Zeit und ihr Nebeneinander im Raum.[5] Dabei ist es essentielle Vorgehensweise für den Verstand alles Materielle kausal zu ergründen und durch diese kausale Verkettung aller Objekte der Umwelt entsteht letztendlich die Welt als Vorstellung für den Vorstellenden. Konsequenterweise ist somit aber Materie und Kausalität nur im Verstand existent, wenn man die Welt als Vorstellung betrachtet.

2.1.2 Die Welt als Wille

Da die Welt als reine Vorstellung aber substanzlos wäre und keine Voraussetzungen für die Dinge-an-sich geben würde, führt Schopenhauer als nächstes den Willen an.[6] Er ist das, was den Vorstellungen als Grundlage dient, kann aber selbst nicht erkannt werden, da er das grundsätzliche Ding-an-sich ist. Er kann nicht verstandesgemäß erfasst werden, sondern nur unmittelbar empfunden. Im Menschen kann er als tatsächlicher Wille angesehen werden, doch er steht auch hinter allem anderen in der Welt und steckt in Tieren, Pflanzen und lebloser Materie. Dadurch wird klar, dass damit nicht der bewusste Wille gemeint ist, obwohl er im Verstand durch unmittelbare Empfindung bewusst werden kann. Vielmehr ist damit die Kraft gemeint, die alles in der Welt zum Dasein und zum Wirken drängt und somit zu dessen Destination führt. Es ist somit Ausgangspunkt für Raum, Zeit und Kausalität untersteht diesen aber nicht.[7] So kann man das Subjekt nicht ergründen, woher sein Wille resultiert; es nimmt ihn und seine Äußerung in seiner Umsetzung nur direkt wahr. Da es die Kraft ist, die Welt in der Form zu gestalten, wie sie es letztendlich tut, könnte man den Willen auch als Determination der Welt begreifen. Auch diese äußert sich in Kausalität, kann aber nicht durch sie ergründet werden. Schopenhauer bezeichnet den Willen außerdem als ziellos und irrational – es ist ein blinder Wille; somit auch eine blinde Determination. Er unterliegt also keiner teleologischen Intention, keinem Zweck sondern ist eher teleonomischer Natur, was Schopenhauer aber anscheinend nicht recht akzeptieren wollte, wie in Punkt 3.6 noch zu sehen ist. Seine Irrationalität macht den Willen außerdem nicht durch den Verstand erkennbar.

Der Wille objektiviert sich also in der Welt der Vorstellung und ist die Ursache für alles. Da man notwendigerweise Teil der materiellen Kausalwelt ist, besteht auch keine Wahl, sich dem Willen entweder hinzugeben oder sich von ihm unabhängig zu machen. Beim Menschen tritt er in Form von Bedürfnissen in Erscheinung. Um dem Willen also nachzukommen, muss der Mensch diese Bedürfnisse erfüllen.

3 Die Welt als Schlechteste aller Möglichen

Die Aussage, unsere Welt sei die schlechteste aller möglichen Welten, bezieht sich zum einen auf ihre Beschaffenheit und Zusammensetzung selbst als auch auf das menschliche Leben als Teil der Welt – sozusagen auf die Welt in der Vorstellung der Menschen. Den starken Einfluss der hinduistischen und buddhistischen Philosophien auf Schopenhauer erkennt man hier am deutlichsten. Wie auch diese behauptet er, dass Leben gleich Leiden sei, sowie „[…] ein Geschäft, das nicht die Kosten deckt […]“[8]. Was er im Genaueren damit meint, will ich im Folgenden wiedergeben.

3.1 Der Tod ist der Unsinn des Lebens

Dass das Leben auf den Tod hinausläuft ist eine unumstößliche Aussage. So sagt dann Schopenhauer, dass dem Menschen das Unglück erteilt ist, dass ihm diese Tatsache von Beginn an bewusst sei. So täte er alles im Leben, um dem Tod entgegenzuwirken. Essen, Schlafen, eben jegliche Befriedigung der Bedürfnisse ist dazu da, dem Tod zu entrinnen. Der Mensch möchte möglichst lang und glücklich leben und dabei möglichst viel erleben, um dann doch nur unausweichlich zu sterben. Und je mehr er das Leben wertschätzt, desto leidvoller ist sodann dessen Verlust. Schopenhauer sieht hierin einen Unsinn. Warum sollte man leben und in diesem dann auch noch alle Energie dafür verwenden, dem Tod zu entgehen, wenn man letztendlich trotzdem stirbt? Somit scheint es ihm zum einen irrational, dass es ein Leben gibt, dessen man sich Bewusst ist, das jedoch am Ende doch beendet wird.[9] Zum anderen deckt es seine Kosten nicht, wenn man sein Leben nur damit verbringt, dieses Ende hinauszuzögern, womit es wiederrum seinen Sinn für ihn verliert.

3.2 Der Unendliche Fortsatz der Bedürftigkeit

In der Objektivierung des Willens zum Leben im Leib wird der Mensch zum bedürftigsten aller Lebewesen, da ihm auch das komplexeste Bewusstsein über den Willen zukommt.[10] Zudem ist er in der Lage durch seinen Verstand verschiedenste vermeintliche Befriedigungsmöglichkeiten seines Willens zu ersinnen, durch deren größere Auswahl und höhere Chance einer schlechteren Befriedigung diese noch enttäuschender ausfallen können. Bejaht man aber das Leben, so bejaht man auch den Leib und somit muss man der Bedürfnisbefriedigung nachkommen.[11] Ist ein Bedürfnis als Ausdruck des Willens aber befriedigt, stellt sich ein neues ein, was zu einer unendlichen Kette führt. Der Wille ist im Ganzen doch ziellos und damit nie zum Ende zu bringen. Also strebt der Mensch nach Schopenhauer von einem Zustand zum anderen, um zum nächsten Glück zu gelangen. Doch dieses wird zur Gewohnheit oder ist nicht von Dauer oder das ehemals Gewünschte stellt sich im Nachhinein als gar nicht wünschenswert heraus. Der Mensch steckt also große Wichtigkeit in die Objekte seiner Umwelt, um dann festzustellen, dass sie eben doch nicht wichtig sind.

Die Gegenwart wird also selten als glücklich empfunden, in der Vergangenheit wird das Glück dagegen vermisst und die Zukunft ist ungewiss und der Mensch muss um ihren Ausgang bangen. So stellt sich auch die Zeit für Schopenhauer als Manifestation der Vergänglichkeit dar. Er sagt die Nichtigkeit ist das einzig objektive der Zeit und sie sei somit alleinig Ausdruck für die Vergänglichkeit der Objekte im menschlichen Leben.[12] Die Frage stellt sich also für ihn, welchen Sinn die Welt mache, wenn in ihr sowieso alles vergeht und der Mensch nie einen Punkt erreicht, in dem er mit dem Leben zufrieden ist.

3.3 Das Leid wird positiv, die Freude negativ verspürt

Darunter führt Schopenhauer an, dass negative Empfindungen und Zustände dem Menschen immer bewusst sind, wenn sie aktuell sind, das heißt wenn sie gerade verspürt werden. Im Gegensatz dazu sind positive Zustände und Empfindungen immer nur bewusst, wenn sie dem Menschen fehlen und er wünscht sie sich. Sind sie dann aber da, freut er sich nur kurz darüber und nimmt sie dann für gegeben hin.[13] Das Vorhandensein eines positiven Zustands ist dem Menschen also nie als solcher bewusst. An den Beispielen der Gesundheit, der Jugend und der Freiheit will Schopenhauer deutlich machen, dass man diese Dinge im Leben erst wertschätzt, wenn man sie verloren hat. Andersherum nimmt mit steigender Befriedigung im Leben die Empfänglichkeit dafür ab und die Notwendigkeit dafür zu. Außerdem wird der Schmerz um einen Verlust umso größer, je positiver er zuvor auf den Menschen wirkte und Freudempfinden wird oft nur durch vorangegangenes Leid ermöglicht.

Der Mensch muss also mit einem höheren Maß an Freude auch ein höheres an Leid in Kauf nehmen, was für Schopenhauer wieder irrational erscheint. Eine gute Welt müsse doch positive Zustände bieten, ohne sie durch Leid zu kontrahieren. So kommt er auf die Folgerung: Wenn man die Gegenwart von Schmerz immer verspürt, die Gegenwart von Schmerzlosigkeit aber nicht und positive Zustände immer nur vermisst der ersehnt werden, ist es für den Menschen am besten, er verspürte möglichst wenig. So sei das beste Dasein das nicht-Dasein.[14] In dieser Paradoxie steckt ein wahrscheinlich gewolltes komisches Moment, das wieder an die buddhistische Philosophie erinnert, in der es höchstes Ziel ist, im Nichts – dem Nirwana – aufzugehen.

3.4 Das Verhältnis von Freud und Leid

Würde man die Summe an möglichen Freuden mit der von möglichem Leid vergleichen, die einem Menschen im Leben wiederfahren können, würde nach Schopenhauer „[…] die Bilanz […] nicht schwer zu ziehn seyn.“[15] Leider drückt er nicht aus, was seine tatsächliche Meinung zu diesem Ausgang ist, aber wollen wir ihm aufgrund seiner Ausführungen die Tendenz unterstellen, er implizierte hierbei ein absolutes Mehrgewicht des Leids, so scheint seine Kritik an der Welt, dass sie mehr negative als positive Zustände bereithält. Das tatsächliche Verhältnis sei aber auch irrelevant, denn solange es nur das Übel auf der Welt gibt, zeuge von ihrer schlechten Qualität. Das Übel könne nämlich nicht mit dem Guten ausgeglichen werden.[16] Viele glückliche Menschen höben ja auch nie das Leid eines einzigen Lebens aus. Natürlich geht es in der Betrachtung nur um einen Menschen, doch in der Welt als Vorstellung ist es ja die ganze Welt des betroffenen Subjekts, die nur als schlecht zu sehen ist. Genauso mache das momentane Wohlbefinden eines Subjekts nicht frühere Leiden ungeschehen.[17] Und nur dieses Vorhandensein von negativem in der Welt macht sie für Schopenhauer eben nicht wünschenswert.

3.5 Der Egoismus des Menschen

Wie im Punkt 2.2.1 erläutert ist jedes Subjekt Träger seiner Welt, das heißt, dass von jedem Menschen aus die Welt nur seine Welt ist. Somit komme er auch zur Folgerung, dass er alles in dieser Welt zu seinem Wohl gestalten müsse, auch wenn dies bedeutet, dass er andere Menschen in Leid führen muss, da sie für ihn nur Objekte sind und er deren Welt nicht erfährt. Dies führe auch unweigerlich dazu, dass jeder Mensch egoistisch handeln muss, solange er nicht das unmittelbare Mitleid empfinden kann. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Schopenhauer den Menschen als Hauptursache für das Übel in der Welt an sich sieht, wie er am Beispiel der „Negersklaverei“ festmacht.[18] Auch hier kann die Welt anscheinend nur schlecht sein, da sie so geschaffen ist, dass der Mensch zuvorderst egoistisch anstatt mitleidig ist und somit geradezu zur Tyrannei kommen muss.

[...]


[1] Schopenhauer, A. 1977, S. 682.

[2] Hühn, L. 2007, S. 471f.

[3] Schopenhauer, A. 1987, S. 35ff.

[4] ebd., S. 37f.

[5] ebd., S. 42-44.

[6] ebd., S. 162-163.

[7] ebd., S. 164.

[8] Schopenhauer, A. 1977, S. 670.

[9] ebd., S. 670f.

[10] vgl. Schopenhauer, A. 1987, S. 441.

[11] ebd., S. 461.

[12] Schopenhauer, A. 1977, S. 670f.

[13] ebd., S. 672.

[14] vgl. ebd., S. 672.

[15] ebd., S. 673.

[16] ebd., S. 673.

[17] ebd., S. 673.

[18] ebd., S. 675.

Details

Seiten
18
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668748095
ISBN (Buch)
9783668748101
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v430850
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,7
Schlagworte
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