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Chancen und Risiken für das Firmenkundengeschäft der Banken durch den Markteintritt von FinTechs

Masterarbeit 2018 84 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Symbol- und Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise

2. Firmenkundengeschäft der Banken
2.1 Firmenkundengeschäft in Deutschland
2.1.1 Aktueller Wettbewerb
2.1.2 Zinsumfeld
2.1.3 Regulatorisches Umfeld
2.1.4 Digitalisierung
2.2 Wertschöpfungskette Firmenkundengeschäft
2.2.1 Überblick
2.2.2 Marketing & Vertrieb
2.2.3 Produktion
2.2.4 Abwicklung

3. FinTechs
3.1 Definition und Arten von FinTechs
3.2 Regulatorisches Umfeld
3.3 Überblick über den FinTech-Markt
3.3.1 Weltweit
3.3.2 Deutschland
3.4 Substitution durch FinTechs
3.4.1 Überblick über die Substitution der Wertschöpfungsphasen
3.4.2 Produkt- & Leistungs-Innovatoren
3.4.3 Disruptoren & Attacker
3.4.4 Integratoren & Aggregatoren

4. Risiken für das Firmenkundengeschäft der Banken
4.1 Schrumpfende Margen
4.2 Verlust von Kundeninformationen an FinTech-Unternehmen
4.3 Marktverdrängung durch FinTechs
5. Chancen für das Firmenkundengeschäft der Banken
5.1 Intrinsische Innovation
5.2 Kooperation mit Fintech-Unternehmen
5.3 Beteiligung an FinTech-Unternehmen
5.4 Akquisition von FinTech-Unternehmen

6. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ertragspotential im Jahr 2014 in Deutschland

Abbildung 2: Erträge von größeren Unternehmen in 2014 nach Geschäftsarten

Abbildung 3: Zinserträge der Banken in Deutschland in den Jahren von 2007 bis 2016 (in Mrd. Euro)

Abbildung 4: Überblick über die gestiegenen Anforderungen der Banken im zeitlichen Ablauf

Abbildung 5: Cost-Income-Ratio der Banken in Deutschland von 2006 bis

Abbildung 6: Wie sehr befassen sich Treasurer mit den Folgen der Digitalisierung?

Abbildung 7: Wertschöpfungskette einer Bank

Abbildung 8: Einordnung von Strategischen Geschäftsfeldern in die Wertschöpfungskette

Abbildung 9: Geschäftsfelder der FinTech Branche

Abbildung 10: Volumen der weltweiten Investitionen in FinTech-Unternehmen von 2010 bis 2016 in Mrd. USD

Abbildung 11: Globale FinTech-Akzeptanz

Abbildung 12: Geographische Verteilung der FinTech-Umsätze in Mrd. USD

Abbildung 13: Geschäftsbeziehung zwischen FinTech, Bank und Kunde

Abbildung 14: Substitution einzelner Wertschöpfungsprozesse im Firmenkundengeschäft durch FinTechs

Abbildung 15: Volumen der mobilen Zahlungen via PayPal von 2008 bis

Abbildung 16: Dienstleistungsangebote der Fidor Bank für Geschäftskunden

Abbildung 17: Funktionsweise der Traxpay- Plattform

Abbildung 18: Risiken durch FinTechs

Abbildung 19: Traditionelle Wertschöpfungskette Global Trade Finance

Symbol- und Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Digitalisierung und das Internet verändern unsere Gesellschaft nachhaltig. Zahlreiche Branchen haben bereits, den teils unsanften Charakter des digitalen Wandels zu spüren bekommen. Auch der Bankensektor ist derzeit betroffen. Jedoch liegt die Hypothese nahe, dass der große digitale Wandel, dem die Medien- und Handelsunternehmen bereits unterliegen, den Banken noch bevorsteht. Die Digitalisierung hat eine rasant wachsende Anzahl an Internet-Start-ups im Finanzdienstleistungsbereich hervorgebracht. Diese sogenannten FinTechs versuchen, mit modernen Technologien und neuen Geschäftsmodellen die Regeln des Bankensektors aufzubrechen und zu revolutionieren.[1] Vorerst traf diese Revolution lediglich das Privatkundengeschäft der Banken. Jedoch entdecken zunehmend mehr FinTech-Unternehmen das Firmenkundengeschäft.

Aufgrund der hohen Margen nach der Finanzmarktkrise sind Unternehmen eine stark fokussierte und hartumkämpfte Kundengruppe vieler Banken in Deutschland. Nun stellt sich die Frage: Wie sollen die Banken auf den Markteintritt der neuen Konkurrenz reagieren? Welche Gefahren oder gar Chancen gehen von diesen FinTech-Unternehmen aus? Denn auch Amazon hat 1994 im Nordwesten der USA klein und unscheinbar als Start-up angefangen. Heute ist es ein globales Unternehmen und der Albtraum aller Buch- und Versandhändler.[2]

Da FinTechs zunehmend an Präsenz in den Märkten gewinnen, erkennen Banken, dass das Ignorieren dieser Entwicklung eine Bedrohung für ihr Geschäftsmodell darstellen könnte. Das berühmte Zitat von Dick Kovacevich, dem ehemaligen CEO von Wells Fargo, „Banking is necessary, banks are not”[3], scheint seine Bedeutung nicht verloren zu haben.

Diese Masterthesis soll aufzeigen, welche Bedrohungen für das Firmenkundensegment der Banken durch FinTechs entstehen, indem sie sich technologische Innovationen zu Nutze machen. Hauptziel wird sein, Rückschlüsse auf eine eventuelle Gefährdung für das Corporate Banking in Deutschland zu ziehen und Chancen bzw. Handlungsempfehlungen aufzuzeigen.

1.2 Vorgehensweise

Die vorliegende Masterarbeit besteht aus sechs Kapiteln. In Kapitel 1 wird das Thema eingeleitet. Es gliedert sich in Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise. Kapitel 2 folgt mit einem Überblick über das Firmenkundengeschäft deutscher Banken. Ziel ist es, die Marktlage des deutschen Firmenkundengeschäftes zu erläutern, sowie Auswirkungen der Finanzmarktkrise und weitere Einflussfaktoren auf das Bankwesen zu identifizieren. Abschließend wird die Wertschöpfungskette für das Firmenkundengeschäft in Unterkapitel 2.2 präsentiert.

Bevor die Auswirkungen der FinTech-Unternehmen auf das Firmenkundengeschäft analysiert werden können, werden in Kapitel 3 FinTech-Unternehmen definiert und näher erläutert. Hierzu folgt ein Überblick über den aktuellen FinTech-Markt und die Substitutionsmöglichkeiten in der Firmenkunden-Wertschöpfungskette beispielhaft durch verschiedene FinTech-Unternehmen.

Kapitel 4 analysiert die Risiken anhand von Beispielen, die für das Firmenkundengeschäft deutscher Banken entstehen können. Kapitel 5 konzentriert sich auf die Chancen und Handlungsmöglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung und neuauftretende Konkurrenz ergeben. Abschließend wird in Kapitel 6 ein Fazit gezogen und ein Zukunftsausblick für das Corporate Banking der Banken in Deutschland gegeben.

2. Firmenkundengeschäft der Banken

2.1 Firmenkundengeschäft in Deutschland

2.1.1 Aktueller Wettbewerb

Auf dem deutschen Bankenmarkt sind etwa 1.960 inländische und ausländische Kreditinstitute aktiv. Sie finanzieren Unternehmen und Selbstständige mit einem Gesamtvolumen von 1.314,2 Mrd. € (Jahr 2015). Sparkassen (27,5 %) und Kreditbanken (26 %) übernehmen davon den größten Anteil, gefolgt von Kreditgenossenschaften (17,2 %) und Landesbanken (14,4 %).[4]

In den Jahren nach der Finanzkrise dominierten steigende Erträge und hohe Eigenkapitalrentabilitäten das Firmenkundengeschäft[5] der in Deutschland tätigen Kreditinstitute. Aufgrund des stabilen Marktwachstums, der hohen Renditen und vieler Cross-Selling Möglichkeiten, hat sich das Firmenkundengeschäft zu einer bevorzugten Disziplin der Banken entwickelt. Die Folge war, dass immer mehr Institute dieses Geschäftsfeld fokussierten und ausbauten. Doch der zunehmende Wettbewerb führte zu sinkenden Margen.[6]

Obwohl der deutsche Mittelstand als Motor der deutschen Wirtschaft gilt, stellen die 2.300 größeren Unternehmen[7] eine hart umkämpfte Zielgruppe für Banken in Deutschland dar. Größere Unternehmen nutzen neben den kurz- und langfristigen bilateralen Krediten auch zusätzlich syndizierte Kredite und Leasingangebote. Abbildung 1 untermauert die Attraktivität des Geschäftes mit größeren Unternehmen:

Abbildung 1: Ertragspotential im Jahr 2014 in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung Sinn et al. (2015), S. 5.

Im Jahr 2014 entfielen rund 35% der Erträge auf größere Unternehmen. Mit den etwa 267.000 Kleinbetrieben und den 69.000 mittelständischen Unternehmen wurde jeweils lediglich die Hälfte davon erwirtschaftet.[8]

Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die Herkunft der Erträge aus dem Geschäft mit den großen Unternehmen:

Abbildung 2: Erträge von größeren Unternehmen in 2014 nach Geschäftsarten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung Sinn et al. (2015), S. 5.

Aus dem Kreditgeschäft mit großen Unternehmen stammen 51% der Erträge aus dem Firmenkundengeschäft deutscher Banken, die andere Hälfte kommt aus dem Transaction-Banking (22%), den Einlagen (10%), dem Hedging (11%) sowie aus dem Debt- und Equity-Capital-Markets-Geschäft (6%). Besonders global tätige Unternehmen bieten somit Möglichkeiten für provisionsbasiertes Geschäft. Das ansonsten vom Zinsüberschuss stark abhängige Bank-Income leidet nachhaltig unter der anhaltenden Niedrigzinsphase, welche im nachfolgenden Kapitel näher erläutert wird.[9]

Diese, den größeren Unternehmen geschenkte Aufmerksamkeit, spiegelt sich in ihrer Zufriedenheit mit der Betreuung durch ihre Hausbank wider. Etwa zwei Drittel deutscher Corporate Kunden, darunter hauptsächlich kleine Unternehmen, sehen Verbesserungsbedarf bei ihrer Hausbank. Daraus resultiert, dass kleine Unternehmen deutlich häufiger bereit sind, die Hausbank zu wechseln, als die Größeren. Hauptgründe für einen Wechsel liegen vor allem in der Preisgestaltung, der Reputation oder der Leistungsfähigkeit der Bank. Eine ebenfalls große Lücke zwischen der Erwartungshaltung der Kunden und der tatsächlichen Leistungsfähigkeit liegt in der Technologieunterstützung für Dienstleistungen.[10]

Der Mittelstand erfährt derzeit jedoch eine neue Form der Aufmerksamkeit. Die Commerzbank hat bspw. ihre Geschäftssegmente umstrukturiert und versucht mit der doppelten Anzahl an Firmenkundenberatern, 10.000 zusätzliche Kunden zu gewinnen. Sie möchte die Erträge in dieser Sparte bis 2020 um 50% steigern. Die Deutsche Bank versucht ebenfalls ihre Bemühungen im Bereich mittelständischer Unternehmen ab 5 Mio. Euro Umsatz zu intensivieren. Auch die ING-Diba, größte Direktbank in Europa mit 4.000 Mitarbeitern und 8,5 Mio. Kunden, kündigte an, ihr Firmenkundengeschäft auszubauen. Derzeit betreut sie nur wenige Großkunden in Deutschland. Zusätzlicher Wettbewerb entsteht durch den Druck von Banken aus dem Ausland. Beispiele sind die SEB und die BNP, die neben der Betreuung von Großkunden nun auch den Mittelstand fokussieren. Die genossenschaftliche Apotheker- und Ärztebank will im Firmenkundengeschäft bis 2022 deutlich wachsen und das Kreditvolumen innerhalb der nächsten fünf Jahre von 3 auf 5 Mrd. Euro steigern.[11]

Das Firmenkundengeschäft wird zudem durch den Eintritt neuer Konkurrenz im Markt geprägt. So haben bereits einige große Unternehmen eigene Banken gegründet, z.B. Autohersteller wie Daimler, BMW oder VW.[12] Neben der bereits ohnehin aggressiven Wettbewerbsintensität der etablierten Kreditinstitute in Deutschland verschärft sich zusätzlich die Wettbewerbssituation durch das Auftreten der konzerneigenen Finanzdienstleister. Sie werden unter anderem zum Zweck der Absatzfinanzierung ihrer Kernprodukte etabliert.[13] Zu den bankfremden Wettbewerbern zählen ebenfalls FinTechs, die zunehmend nach den Sahnestücken des Corporate Banking greifen.[14]

2.1.2 Zinsumfeld

Als Folge der Finanzkrise senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins sukzessiv bis auf 0,05%. Zur weiteren Stimulierung des Wirtschaftswachstums wurden Ankaufprogramme von Wertpapieren etabliert und langfristige Kredite an Geschäftsbanken vergeben.[15] Die geringe Inflation im Euroraum hielt jedoch an und die Kreditvergabe an Unternehmen stagnierte. Vor diesem Hintergrund ergriff die EZB im Juli 2014 eine außergewöhnliche Maßnahme und senkte ihren Einlagesatz erstmals auf ein negatives Niveau. Durch Negativzinsen für die Einlagefazilität entstehen den Banken Kosten, wenn sie überschüssige Liquidität bei der Zentralbank halten. Neben den geringen Zinserträgen aus dem Kreditgeschäft belastet dies zusätzlich die Profitabilität der Banken. Die Auswertung einer Sonderumfrage der ifo Konjunkturumfrage zu Negativzinsen auf Einlagen zeigt, dass jedes fünfte Unternehmen mit Negativzinsen auf Einlagen von einer Bank konfrontiert wurde. Die häufigsten Reaktionen der konfrontierten Unternehmen waren Verhandlungen mit der Bank sowie ein Wechsel zu einer anderen Bank mit positiven Einlagezinsen.[16]

Neben niedrigen bis hin zu negativen Zinsen für Geldanlagen ist eine günstige Finanzierung für Privathaushalte, öffentliche Haushalte und Unternehmen durch die aktuelle Zinsstruktur eine weitere Folge der expansiven Geldpolitik. Dies ist das verfolgte Ziel der EZB. Die negativen Zinssätze wirken sich neben den Einlagezinssätzen ebenfalls auf die häufig verwendeten Referenzzinssätze, wie die Euro Interbank Offered Rate (Euribor) und die Euro Over Night Index Average (EONIA), aus. Bei Schuldverschreibungen mit variabler Verzinsung und Derivatekontrakten werden die Referenzzinssätze häufig als Grundlage für die produktspezifische Verzinsung verwendet.[17]

Dieses Zinsniveau belastet die Erträge der Banken. Die sehr flache Zinsstrukturkurve schränkt die Möglichkeiten der Fristentransformation europäischer Banken dramatisch ein.[18] Das Niedrigzinsumfeld wirkt sich somit langfristig negativ auf die Geschäftsmodelle der Banken aus.[19] Es belastet die Erträge im Einlagengeschäft der Banken. Mögliche Negativzinsen auf Guthaben können häufig nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Dies führt zu weiteren Belastungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der Banken. Der zusätzliche Margendruck der Banken im Kreditgeschäft schmälert die Ertragsaussichten der Kreditinstitute.[20]

Neben der Leitzinspolitik der EZB ist dies ebenfalls auf die (in Kapitel 2.1.1 beschriebene) starke Wettbewerbsintensität im Corporate Banking zurückzuführen. Denn dort herrscht derzeit ein Verdrängungswettbewerb. Um Kunden zu gewinnen, senken viele Marktteilnehmer ihre Kreditmargen. Folglich erhöht sich das Kreditvolumen partial bei fallenden Erträgen und Banken verdienen mit Krediten und Einlagen deutlich weniger als in der Vergangenheit.[21] Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Zinserträge der deutschen Banken in den letzten zehn Jahren:

Abbildung 3: Zinserträge der Banken in Deutschland in den Jahren von 2007 bis 2016 (in Mrd. Euro)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Statista (2018).

Es wird deutlich, dass sich die Zinserträge vom Jahr 2007 bis 2016 mehr als halbiert haben. Vor diesem Hintergrund steigt der Handlungsdruck für die etablierten Banken zunehmend. Die obige Abbildung untermalt die Notwendigkeit zur grundlegenden Transformation der Banken. Sofern sich keine wesentlichen Veränderungen in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben, werden sich die Ertragsrückgänge mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen. Daher sind die Banken gefragt, sich umfassender mit der Entwicklung und Realisierung neuer Geschäftsmodelle auseinanderzusetzen.[22]

2.1.3 Regulatorisches Umfeld

In Folge der Finanzkrise wurde die Bankenbranche neben der bereits beschriebenen ultralockeren Geldpolitik zusätzlich durch stärkere Regulierungen beeinträchtigt.[23] Seit Ausbruch der Krise ist der regulatorische Druck auf die bereits streng regulierte Branche gestiegen. Die nachfolgende Abbildung gibt einen Überblick über die mit der Zeit gestiegenen Anforderungen:

Abbildung 4: Überblick über die gestiegenen Anforderungen der Banken im zeitlichen Ablauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Zeb Business School (2015), S. 17.

Die Krise hat gezeigt, dass aus Schieflagen einzelner Kreditinstitute schwerwiegende globale Auswirkungen resultieren können. Systemische Risiken wurden in der Vergangenheit von den Regulatoren weniger berücksichtigt. Jedoch hat die globale Finanzkrise offenbart, dass systemische Risiken über ein hohes Schadenspotenzial verfügen. Obwohl das Eintreten solcher Risiken statistisch selten ist, sind deren Folgen massiv. Im Gegensatz zu Einzelrisiken, können systemische Risiken eine sich selbst verstärkende Dynamik annehmen. Wenn Schieflagen einzelner Institute Ansteckungs- und Dominoeffekte für den gesamten Bankenmarkt zur Folge haben, entstehen Systemrisiken für die Kreditwirtschaft.[24] Mit der Fokussierung auf die Stabilisierung des Bankenmarktes wurden neue Kapital- und Liquiditätsvorschriften für Kreditinstitute am 12. September 2010 durch die Vorsitzenden der Notenbanken und Aufsichtsbehörden von 27 Staaten im Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht erlassen. Ziel der neuen Vorschriften, auch Basel III genannt, ist es, dass sich Banken in Krisenzeiten auch aus eigener Kraft stabilisieren und retten können.[25]

Banken sind nach den neuen Regularien verpflichtet, den Eigenhandel zu reduzieren und sich wieder mehr auf die traditionellen Bankengeschäfte zu konzentrieren. Die strengeren Kapitalvorschriften schrieben vor, dass die Kernkapitalquote bis 2015 schrittweise auf 6% erhöht werden musste. Basel II schrieb 4% vor. Hinzu kommt der so genannte Kapitalerhaltungspuffer. Dieser soll bis 2019 bei 2,5% der bankenaufsichtlich relevanten Risiken liegen. Zudem haben die einzelnen Länder die Möglichkeit, einen weiteren antizyklischen Puffer von 0% bis 2,5% einzufordern, um exzessives Kreditwachstum zu begrenzen.[26] Grund für diese Maßnahmen ist folgender: Je mehr Eigenkapital einem Unternehmen zur Verfügung steht, desto besser ist dessen finanzielle Stabilität.[27] Darüber hinaus sind Kreditinstitute gefordert, deutlich höhere Liquiditätspuffer vorzuhalten und eine Leverage-Ratio einzuhalten.[28]

Während Basel II weiteres Kapital freisetzte, führen die eben beschriebenen Maßnahmen von Basel III zu einer Einschränkung der Profitabilität. Bedingt durch den Wettbewerbsdruck, können die höheren Produktkosten im Kreditgeschäft maximal nur zum Teil weitergegeben werden. Für die Banken bedeutet dies, wenn keine Reduzierung des Ertrags hingenommen werden soll, dass sie ihre Effizienz steigern müssen.[29]

Abbildung 5 zeigt die sogenannte Cost-Income-Ratio, das Verhältnis zwischen Kosten und Erträgen von Banken. Die Cost-Income-Ratio ist eine wichtige Kennzahl zur Messung der Produktivität von Banken.

Abbildung 5: Cost-Income-Ratio der Banken in Deutschland von 2006 bis 2016

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Statista (2017a).

Die Abbildung zeigt, dass die expansive Geldpolitik der EZB, die mit einer stärkeren Regulierung des Bankenmarktes einhergeht, die Profitabilität der Banken langfristig belastet.[30] Der starke Anstieg im Jahr 2009 ist dagegen auf die Abschreibungen der Kreditinstitute als Folge der Finanzkrise zurückzuführen. Das Niedrigzinsumfeld belastet in besonderem Maße die Erträge der Banken, während die durch die im Zuge der Finanzmarktkrise notwendig gewordenen Verschärfung der Regulatorik die Kostenseite erhöht.[31]

Einer der Gründe für die stagnierenden Erträge liegt laut einer Studie des BearingPoint Institute darin, dass europäische Banken mit der Veräußerung ihrer Vermögenswerte auf die verschärfte Regulierung reagiert haben. Diese gingen nicht mit vergleichbar sinkenden Kosten einher. Die Reduzierung der mit der zunehmenden Regulierung verbundenen Kosten ist zeitaufwendiger als die Abstoßung von Kreditportfolien. Diese können zeitnah durchgeführt werden. Während die Personalkosten nicht analog zur Verschlankung des Portfolios sanken, erhöhten, mit zunehmender Regulierung, steigende Allgemein- und Verwaltungskosten den Druck auf die Banken.[32]

2.1.4 Digitalisierung

Das Geschäft der Banken erlebt aufgrund der zunehmenden Regulierung und der expansiven Geldpolitik der EZB einen signifikanten Umbruch. Als Folge dieser Entwicklung stehen die Geschäftsmodelle der Banken vor großen Veränderungen. Die zunehmend geringeren Margen führen dazu, dass Banken ihr auf Zinsertrag basiertes Geschäftsmodell auf ein provisionsbasiertes umstellen müssen. Dabei bremsen die unflexiblen und veralteten Applikationslandschaften die Innovationsgeschwindigkeit der Banken. Die Digitalisierung kann als Instrument zur schnelleren Anpassung an das Marktumfeld genutzt werden. Permanente Verfügbarkeit und Kundenerwartungen nach Real-Time-Abwicklung, einhergehend mit den regulatorischen- und Marktgegebenheiten, sind die Treiber für eine digitale Transformation des Bankenmarktes. Einige Branchen, wie die Musik- und Filmindustrie oder das Verlagswesen, haben diese Transformation bereits erfahren und sind durch die Digitalisierung maßgeblich und nachhaltig verändert.[33]

Neue Entwicklungen und Technologien substituieren tradierte Methoden zunehmend und ersetzen sie schließlich komplett. Dieses Phänomen nannte der Ökonom Joseph A. Schumpeter (1883 bis 1950) "schöpferische Zerstörung". Heutzutage nennt man dies "Disruption". Die aktuelle Digitalisierung der Bankenbranche ist im Grunde auch eine Form der schöpferischen Zerstörung. Neu ist jedoch die Dynamik, mit der die Digitalisierung allen Branchen der Wirtschaft revolutioniert. Dies verändert auch die Gesellschaft. Bei der Digitalisierung handelt es sich nicht nur um eine Modeerscheinung wie bspw. in der Vergangenheit ständig neu auftretende Management-Moden. Die Digitalisierung ist ein nachhaltiger Veränderungsprozess, der sowohl im beruflichen Alltag als auch im Privatleben stattfindet. Die Einstellung der Privatkunden gegenüber der Digitalisierung ist der Treiber für das Firmenkundengeschäft. Privatkunden übertragen immer stärker ihre Erfahrungen und Erwartungen aus diesem Sektor auf das Firmenkundengeschäft. Nun erreicht der Megatrend Digitalisierung auch das Firmenkundengeschäft.[34]

Dies wird im 19. Treasurer-Panel des DerTreasurer, erstellt in Kooperation mit der Deutschen Bank, deutlich. Unternehmen setzen sich zunehmend mit dem Thema der Digitalisierung auseinander. Rund 46% der befragten Treasurer geben an, sich intensiv bis sehr intensiv mit der zunehmenden Digitalisierung zu beschäftigen. Lediglich 35% beschreiben ihre Auseinandersetzung mit dem Thema als „mittelmäßig“ und 13% „kaum“ oder „gar nicht“, wie die folgende Abbildung zeigt:

Abbildung 6: Wie sehr befassen sich Treasurer mit den Folgen der Digitalisierung?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an o.V. (2017), S. 2.

Dabei wird deutlich, dass sich die Befragten kleinerer Treasury-Abteilungen weniger mit dem Thema der Digitalisierung auseinandersetzen als die Größeren. Etwa zwei Drittel der Treasury-Abteilungen mit einer zweistelligen Anzahl an Mitarbeitern beschäftigen sich intensiv oder gar sehr intensiv mit dem Thema. Bei Unternehmen mit einem Umsatz kleiner 1 Mrd. Euro sind es rund 31%. In den kleineren Unternehmen sind die Treasurer stark ins operative Geschäft eingebunden. Der Hauptgrund dafür liegt folglich darin, dass ihnen weniger Zeit, um sich mit der Digitalisierung zu beschäftigen, zur Verfügung steht. Die Relevanz der digitalen Veränderung wird von kaum einem Befragten in Frage gestellt. Etwa 97% erwarten, dass die Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren eine große Veränderung für ihre Arbeit mit sich bringen wird. Rund die Hälfte nutzt heute schon mobile Anwendungen, 43% haben Cloud-Lösungen integriert, die IT-Infrastrukturen oder Dienstleistungen über das Internet zur Verfügung stellen. FinTechs werden bereits von jedem fünften Befragten eingebunden.[35] Die zunehmende Auseinandersetzung der Treasury-Abteilungen mit der Digitalisierung lässt die Schlussfolgerung zu, dass Banken zunehmend gefragt sind, sich ihren Geschäftskunden anzupassen und sich ebenfalls dem digitalen Wandel zu stellen.

Aktuell finden die meisten Abschlüsse von Bankgeschäften noch offline statt. Ein Phänomen, das Ropo (Research Online, Purchase Offline) genannt wird. Die Kunden recherchieren zunächst online und schließen das Produkt dann in der Bankfiliale persönlich ab. Doch die Digitalisierung macht, wie soeben dargestellt, auch vor dem Firmenkundengeschäft deutscher Banken nicht länger halt. Unternehmer und Treasurer informieren sich heute verstärkt im Internet über Finanzdienstleistungen. Insbesondere bei Mobilien- und gewerblichen Immobilienfinanzierungen hat die Bereitschaft der Unternehmer zugenommen, sich weitere Online-Angebote einzuholen. Hinzu kommt, dass sich laut einer Studie von Compeon etwa 78% aller mittelständischen Unternehmen mehr Transparenz wünschen.[36]

2.2 Wertschöpfungskette Firmenkundengeschäft

2.2.1 Überblick

Die Wertschöpfungskette nach Porter unterteilt den Wertentstehungsprozess eines Unternehmens in primäre und unterstützende Wertaktivitäten. Die primären Aktivitäten beinhalten die Belieferung der Abnehmer mit Produkten und Dienstleistungen. Die sekundären (unterstützenden) Aktivitäten hingegen dienen der Versorgung der primären Aktivitäten und gewährleisten deren Ausführung.[37] Die folgende Abbildung zeigt die Wertschöpfungskette einer Universalbank:

Abbildung 7: Wertschöpfungskette einer Bank

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Lammers et al. (2004), S. 6 und Petry/ Rohn (2005), S. 266.

In der Banken-Wertschöpfungskette wird ebenfalls zwischen primären und sekundären Aktivitäten unterschieden. Zu den primären Aktivitäten gehören Marketing & Vertrieb, Produktion (d. h. Produktentwicklung und -erbringung) und Abwicklung. Die Bereitstellung der Bankeninfrastruktur, die Personalwirtschaft, die Technologieentwicklung und die Technologieproduktion sowie die Risikopolitik stellen die unterstützenden Aktivitäten dar. Die Risikopolitik ist eine wichtige Komponente in der Wertschöpfungskette einer Bank.

Die Wertschöpfungsketten der Banken und deren jeweilige Geschäftsbereiche können sich signifikant unterscheiden. Die einzelnen Geschäftsbereiche können auch als sogenannte strategische Geschäftsfelder (SGF) in eigenen Wertschöpfungsketten dargestellt werden, wie Abbildung 8 zeigt:

Abbildung 8: Einordnung von Strategischen Geschäftsfeldern in die Wertschöpfungskette

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Petry/ Rohn (2005), S. 266.

Die Ausgliederung der einzelnen SGF einer Universalbank nach Produktgruppen, führt zu Sortiment orientierten Spezialbanken, in Commercial Banken (Einlagen- und Kreditgeschäft) und Investment Banken (Wertpapiere und M&A-Beratung etc.). Eine kundenorientierte Aufgliederung der SGF führt zu unterschiedlichen Zielgruppenbanken. Die Retail Bank fokussiert das Mengengeschäft, während die auf Private Banking spezialisierte Bank Leistungen für vermögende Privatkunden erbringt und die Corporate Bank findet Produktlösungen für Unternehmungen.[38]

Die in Kapitel 2.1.4 beschriebene Digitalisierung im Bankengewerbe führt zu einer Notwendigkeit für Banken, alle Geschäftsprozesse des Unternehmens entlang der Wertschöpfungskette auf den Prüfstand zu stellen. Die Veränderung dieser Prozesse wird dabei grundlegend, schnell und disruptiv sein.[39] Sie müssen sich zunehmend auf die Elemente der Wertschöpfungskette konzentrieren, in denen sie einen komparativen Vorteil besitzen und Elemente einzubeziehen, bei denen sie diesen Vorteil aufbauen können. So bleibt im Firmenkundengeschäft die komplexe Beratung und Risikotransformation weiterhin die zentrale Aufgabe der etablierten Banken. Daneben müssen sie jedoch dem zunehmenden Bedarf der Firmenkunden begegnen und neue Medien für Leistungsbereiche, wie Zahlungsverkehr oder Treasury Management, nutzen.[40]

2.2.2 Marketing & Vertrieb

Die Wertschöpfungskette einer Bank beginnt mit Marketing & Vertrieb, da Banken das Ziel verfolgen, den Bedarf ihrer Firmenkunden bestmöglich zu befriedigen. Daher müssen Banken ihre Leistungen notwendigerweise an den Markt ausrichten. Marketing & Vertrieb lässt sich wiederum weiter untergliedern. Zu Beginn des Prozesses steht die Marktforschung. Sie liefert Daten über Kundengruppen, Wettbewerber, Nachfrageentwicklungen, Marktsegmente und über den Einfluss von Marketinginstrumenten.[41] Die Preispolitik umschließt sämtliche Entscheidungen über die Festsetzung und Änderung von Preisen von Produkten und Dienstleistungen und etwaige Rabattgewährungen, wie z.B. Kontoführungsgebühren. Entscheidungen über Absatzwege, wie bspw. der Vertrieb über Filialen und Internet als auch die Vertriebsgestaltung, werden von der Vertriebspolitik umfasst. Die Markierung bzw. Namensgebung, das Sortiment, der Kundendienst/-service und die Produktqualität, wie z.B. die Höhe der Zinsen für den Firmenkundenkredit, wird im Rahmen der Produktpolitik entschieden. Die Kommunikation beinhaltet Entscheidungen über Verkaufsförderung, Werbung, Public Relations und die Kommunikation mit dem Kunden, Intern und mit den Mitarbeitern. Neben dem Vertrieb über die Absatzkanäle umschließt der Verkauf auch die Akquisition und Beratung von Kunden.[42] Die etablierten Banken genießen einen ausgezeichneten Zugang zu Firmenkunden und besitzen umfangreiche Kenntnisse und Informationen über ihre Kunden. Dieser Zugang ist über Jahrzehnte aufgebaut worden und nur schwer für andere Wettbewerber nachzubilden. Darüber hinaus verfügen etablierte Banken über eine langjährige Erfahrung in der Preisgestaltung, Strukturierung und Verteilung von Vermögenswerten an Anleger und beim Management des mit der Nachfrage von Kapital verbundenen Risikos. Banken sind in der Lage, ihren Firmenkunden Zugang zu verschiedenen Produktkategorien, Märkten und Investoren zu gewähren und beratend tätig zu sein.[43]

2.2.3 Produktion

Der Wertschöpfungsprozess Produktion umfasst die Produktentwicklung und -erbringung. Darunter fällt bspw. die Bonitätsprüfung eines Kunden, die darauffolgende Gewährung eines Kredites und die Zahlung des Kreditbetrags an den Kunden. Die Produkte eines Kreditinstituts lassen sich in Finanzierung (z.B. Überziehungskredite, etc.), Geldanlagen (z.B. Wertpapiere, Derivate, etc.) und Service (z.B. Emissionen, Vermögensverwaltung, Zahlungsverkehr etc.) unterteilen.[44]

Die Produktpalette im Corporate Banking umfasst das Geschäft, bei dem Banken Finanzierungen (z. B. Liquiditätslinien und Kreditprodukte), Transaktions-dienstleistungen (z. B. Cash Management, Zahlungen und Handelsfinanzierung), Risikomanagementprodukte (z. B. Zinsswaps, Devisen oder Rohstoffe) und Corporate-Finance-Dienstleistungen anbieten, wie bspw. die Vermittlung an Märkte und Investoren für Aktienmarkt- (Equity Capital Markets) und Fremdkapitalmarkt- (Debt Capital Markets) -Produkte sowie Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisions).[45]

2.2.4 Abwicklung

Innerhalb der Wertschöpfungskette fallen unter den Prozessschritt Abwicklung die Abwicklung des nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs, von Clearing- und Settlement-Transaktionen für Wertpapiere, von Derivaten und Krediten, von Handelsgeschäften für die Devisen- und Preisfeststellung von Wertpapieren und Derivaten sowie die Abwicklung von Custody-Transaktionen einschließlich Infrastruktur, z.B. Verwahrung von Wertpapieren und Depotanlagen. Bei der Zahlungsverkehrsabwicklung handelt es sich bspw. um die Verifizierung der Unterschriften auf dem Überweisungsträger, die Überprüfung der Kontodeckung bei Überweisung, die Übertragung der Daten in elektronischer Form und die Weiterleitung der Daten an die Bank des Zahlungsempfängers. Wertpapierverwahrung, Orderrouting, Abrechnungserstellung und Geld- und Depotumbuchungen fallen z.B. unter die Wertpapierabwicklung.[46]

Im Prozess der Abwicklung erfüllen etablierte Banken im hohen Grad die Anforderungen der Unternehmenskunden. Sie bieten grundlegende Verarbeitungskapazitäten sowie eine Zahlungs- und Kontoinfrastruktur. Als Konsequenz war der Einfluss alternativer Anbieter von Corporate Banking-Dienstleistungen bisher niedriger als in anderen Finanzdienstleistungsdisziplinen. Der Grad der Störung durch innovative Wettbewerber, wie z.B. FinTechs, ist im Privatkundengeschäft und anderen Bereichen deutlich höher. Wie das folgende Kapitel zeigt, sollten Banken sich jedoch nicht von dem derzeit moderaten Bedrohungsniveau im Firmenkundengeschäft täuschen lassen.[47]

3. FinTechs

3.1 Definition und Arten von FinTechs

Eine einheitliche Definition des Begriffes FinTech und eine eindeutige Eingrenzung zu den Unternehmen, welche so genannt werden, ist in der Literatur nicht aufzufinden. Der noch relativ junge Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „Financial (Service)“ und „Technology“ zusammen. FinTech ist ein Sammelbegriff für Unternehmen, die unter intensiver Nutzung von Informationstechnologie Finanzdienstleistungen bereitstellen.[48] Sie kombinieren die Technologie mit einem innovativen Geschäftsmodell und versuchen, Teile der Wertschöpfungskette oder gänzliche Geschäftsmodelle von klassischen Banken zu substituieren.[49] Die klassischen Marktakteure sind dazu angehalten, FinTech-Unternehmen ihre Aufmerksamkeit zu schenken, da einmal verlorene Geschäftsfelder nur mühsam zurück zu gewinnen sind.[50]

Bei der Analyse des Marktes von FinTechs stellt sich heraus, dass der überwiegende Anteil der FinTech-Unternehmen keine neuen Dienstleistungen und Produkte anbietet. Vielmehr differenzieren sich die FinTech-Unternehmen gegenüber den konventionellen Banken durch ihre hohe Kundenorientierung und ihre Fokussierung auf Nischen, welche bisher noch nicht adäquat von bestehenden Kreditinstituten abgedeckt werden. Während Banken in der Regel als Full-Service-Provider agieren, konzentrieren sich FinTechs auf einzelne Disziplinen.[51] Ähnlich der klassischen Wertschöpfungsbereiche von traditionellen Universalbanken können diese Disziplinen in die vier Geschäftsfelder Finanzierung, Vermögensmanagement, Zahlungsverkehr und sonstige FinTechs untergliedert werden.[52] Abbildung 9 zeigt die unterschiedlichen Geschäftsfelder mit den einzelnen Teilbereichen, welche nachfolgend näher erläutert werden:

Abbildung 9: Geschäftsfelder der FinTech Branche

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Dorfleitner et al. (2016), S. 11.

Der Bereich Finanzierung beinhaltet FinTech-Unternehmen, die Finanzierungen für Privatpersonen und Unternehmen bereitstellen. Diese Disziplin wird in die Teilbereiche Crowdfunding und Kredite und Factoring unterteilt. Crowdfunding beschreibt eine Form der Finanzierung, in der viele Kapitalgeber einen Kapitalnehmer finanzieren. Ein Crowdfunding-Portal übernimmt die Funktion des Intermediäres anstelle einer Bank.[53] Der Teilbereich Crowdfunding kann durch die Gegenleistung, welche die Investoren erhalten, in vier unterschiedliche Unterpunkte gegliedert werden. Während die Investoren beim gegenleistungsbasierten Crowdfunding eine nicht entgeltliche Gegenleistung erhalten, spenden Investoren ihr Kapital beim spendenbasierten Crowdfunding und erhalten dementsprechend keine (nichtmonetäre als auch monetäre) Leistung.[54] Beim Crowdinvesting erwerben Investoren Anteile am Eigenkapital, Fremdkapital oder an einer hybriden Beteiligung am Unternehmen. Unter die Disziplin des Crowdlending fallen Plattformen, die Kreditvergaben an Privatleute und Unternehmen durch die Crowd ((Menschen-) Menge) ermöglichen.[55] Hier erhalten die Investoren einen vorher vereinbarten Zinssatz.[56] Im Teilsegment Kredite und Factoring vermitteln FinTech-Unternehmen zum einen Privat- und Unternehmenskredite in Zusammenarbeit mit einer oder mehreren Partnerbanken, zum anderen bieten sie innovative Factoring-Lösungen an. FinTech-Unternehmen versteigern bspw. Forderungen online oder bieten Factoring-Lösungen ohne Mindestumsatz an. In der Regel können FinTech-Unternehmen im Bereich Kredite und Factoring aufgrund automatisierter Prozesse ihre Dienstleistungen kostengünstig, schnell und effizient anbieten.[57]

Die Beratung, Anlage und Verwaltung von Vermögen fällt unter die Disziplin Vermögensmanagement. Dieses Segment wird in Robo Advice, Social Trading, Personal Financial Management (PFM) und Anlage und Banking unterteilt. Im Teilbereich Robo Advice steigt die Anzahl der Kunden, die automatisierte Tools nutzen, um ihre Finanzen zu managen, an. Durch einen Algorithmus erhalten die Investoren Anlageempfehlungen ehe sie ihr Kapital platzieren.[58] Im Bereich des Social Tradings werden Portfolios von Mitgliedern eines sozialen Netzwerks eingesehen und diskutiert. Ziel ist es, dass der einzelne Anleger vom kollektiven Wissen des gesamten Netzwerkes profitiert.[59] FinTech-Unternehmen aus dem Teilbereich Personal Financial Management bieten die Finanzplanung als software- oder appbasierte Dienstleistung an. Neben FinTechs aus dem Segmenten PFM, Social Trading und Robo Advice gibt es weitere FinTech-Unternehmen, die ihre Beratung oder Verwaltung von Vermögen durch innovative Konzepte anbieten. Dazu gehören onlinebasierte Vermögensverwaltungen, die viele Prozesse automatisiert haben, deren Anlageberater und Anlageberaterinnen menschlicher Natur sind. Auch Einlagevermittler, die Geldanlagen im EU-Ausland über ihre deutsche Internetseite vermitteln, zählen dazu. Sie alle fallen unter das Teilsegment Anlage und Banking.[60]

Das Segment Zahlungsverkehr wird in alternative Bezahlverfahren, Blockchain und Kryptowährungen und weitere FinTechs unterteilt und beinhaltet FinTeh-Unternehmen, deren Geschäftszweck den nationalen oder internationalen Zahlungsverkehr betrifft. Im Teilsegment Blockchain und Kryptowährungen bieten FinTechs virtuelle Zahlungsmittel als Alternative zu gängigen Währungen an. Diese neuartigen Zahlungsmittel werden international unterschiedlich bezeichnet, wie z.B. digitale, virtuelle, alternative oder Krypto Währungen, Devisen oder Geld. Beispiele sind Bitcoin, Ripple oder Litecoin. Der Wert dieses virtuellen Geldes wird nicht von einer Zentralbank geschaffen. Es muss keine Verbindung zu gesetzlichen Zahlungsmitteln geschaffen werden. Kryptowährungen können von privaten und juristischen Personen elektronisch verwahrt, gehandelt und übertragen werden.[61] Eine weitere Form sind FinTech-Unternehmen, die alternative Bezahlverfahren anbieten. Das sind zum einen Mobile-Payment-Lösungen, wie kontaktloses Bezahlen mit dem Mobiltelefon oder Überweisungen. Des Weiteren sind Vertreiber von E-Wallets und Cyberwallets dem Teilsegment alternative Bezahlverfahren zuzuordnen. Sie ermöglichen Zahlungen über das Internet.[62] Weitere Anbieter in diesem Teilsegment bieten bspw. Peer-to-Peer-Überweisungen an.[63]

Im Bereich sonstige FinTechs sind FinTech-Unternehmen aufzufinden, welche nicht den klassischen Bankgeschäften Finanzierung, Vermögensmanagement oder Zahlungsverkehr zuzuordnen sind. Hierzu gehören FinTech-Unternehmen, die Versicherungen vermitteln (auch InsurTechs genannt), die internetbasierte Suche von Finanzprodukten ermöglichen oder technische Lösungen für Finanzdienstleister bereitstellen.[64]

3.2 Regulatorisches Umfeld

Wie in Kapitel 3.1 beschrieben, nutzen FinTech-Unternehmen neue, innovative Geschäftsmodelle und -prozesse. Diese wurden von den Regulatoren und Aufsichtsbehörden bei der Einführung der bestehenden Gesetze und Vorschriften nicht erwartet. Dies stellt politische Entscheidungsträger und Regulierungsbehörden vor eine große Herausforderung. Es gibt ein kompliziertes Zusammenspiel im Bereich Regulierung und FinTech. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 sind verschiedene Regierungen weltweit bestrebt, den Wettbewerb und die Innovation bei Finanzdienstleistungen anzuregen, um eine übermäßige Abhängigkeit von einer kleinen Anzahl großer Akteure zu vermeiden, welche im Falle eines Scheiterns das System nachhaltig beeinflussen würden. Um den Wettbewerb zu fördern, hat dies zu einer unterschiedlichen Herangehensweise einiger Regulierungsbehörden und neuen Rechtsvorschriften geführt. Darüber hinaus sehen Regierungen und politische Entscheidungsträger die neue FinTech-Branche als fähig, ein signifikantes Wirtschaftswachstum anzutreiben, welches seit der Finanzkrise fehlt und gleichzeitig eine Säule für eine Innovationswirtschaft bildet. Diese beiden Punkte stellen für politische Entscheidungsträger und Regulierungsbehörden einen interessanten Konflikt dar, da sie ihre traditionellen Prioritäten des Verbraucherschutzes, Steuerung des Verhaltensrisikos und Sicherstellung der systemischen Risiken des Finanzsystems mit ihrer neuen Ausrichtung auf Innovation und innovativen Unternehmen balancieren müssen.[65] So wurden bspw. in Ländern wie Großbritannien und der Schweiz eine sogenannte Regulatory Sandbox eingeführt, die es den FinTech-Unternehmen ermöglicht, ihr Geschäftsmodell drei bis sechs Monate unter gelockerten Regulierungen am Markt zu testen.[66] Während FinTech-Unternehmen in Deutschland laut Felix Hufeld, dem BaFin-Präsident, nach dem Prinzip „gleiches Geschäft, gleiches Risiko, gleiche Regel“ reguliert werden sollen.[67]

Dem kann entgegengesetzt werden, wie in Kapitel 3.4 erläutert wird, dass FinTech-Unternehmen nur einzelne bzw. wenige Prozesse der Wertschöpfungskette anbieten. In der Regel verfügen sie lediglich über wenig Kapital und beschäftigen nur eine geringe Anzahl an Mitarbeiter. Aus diesen Gründen können für FinTech-Unternehmen nicht dieselben Rahmenbedingungen gelten, wie für Banken oder Vermögensverwaltungen. Besonders FinTech-Start-ups fühlen sich durch die Gesetze der Bankenregulierung beeinträchtigt. Ob bestimmte Geschäftsmodelle bewilligt werden müssen und ob Sorgfaltspflichten zur Geldwäscheprävention eingehalten werden müssen, ist ebenfalls nicht immer eindeutig bestimmbar. Hinzu kommt, dass die entsprechenden Gesetze zum Teil noch aus der Pre-Internet-Zeit stammen und dem technischen Fortschritt nicht Rechnung tragen.[68]

Die hohe Anzahl von FinTech-Neugründungen und die Bereitstellung von Dienstleistungen und Produkten stellt die Regulatoren vor große Herausforderungen. Bspw. umfasst die Regulierung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht alle Geschäftsfelder von FinTechs. Einige Dienstleistungen, wie die Honorar-Finanzanlageberatung oder die Vermittlung von Finanzanlagen, unterliegen nicht der BaFin, sondern der Gewerbeaufsicht. Die Schutzbedürftigkeit der FinTech-Kunden betrifft nicht nur die regulierten Produkte, sondern vielmehr die Schutzbedürftigkeit der Daten. Diese obliegt jedoch nicht der BaFin. Die Ausweitung der BaFin-Regulierung auf FinTechs ist zeitintensiv und benötigt lange Vorlaufzeiten. Daher kann ein Gesetzesentwurf zur FinTech-Regulierung gegebenenfalls überholt sein, bevor er verabschiedet wird.[69]

Von Juli 2016 bis heute hat die EZB sechs FinTechs eine Banklizenz erteilt. Nebst einem allgemeinen, auf alle CRR-Kreditinstitute anwendbaren Leitfaden, veröffentlichte die EZB im September 2017 ein Konsultationspapier für die Zulassung von FinTech-Kreditinstituten. Dieses wird voraussichtlich im Jahr 2018 finalisiert. Der EZB-Leitfaden soll zur Harmonisierung der aufsichtsrechtlichen Verwaltungspraxis im Rahmen des Genehmigungsverfahrens von FinTechs beitragen. Er ist jedoch nicht verbindlich. Die EZB zeigt in dem Papier Themen auf, denen sie im Rahmen des Lizenzverfahrens von FinTechs besondere Bedeutung beimisst, wie z.B. IT- / Datenschutz- oder Cyberrisken. Zusätzlich definiert sie Anforderungen, die speziell von FinTechs zu beachten sein werden. So sollen u. a. für die fachliche Eignung der Geschäftsleiter deren IT-Kenntnisse sein. Unter Umständen wird die Ernennung eines Chief Technology Officers auf Ebene der Geschäftsleitung notwendig. Da FinTech-Investoren meist einen starken Einfluss auf junge Unternehmen ausüben, sollen auch die Anteilseigner von FinTech-Unternehmen künftig ihre Managementqualitäten und technischen Kompetenzen unter Beweis stellen. FinTechs sollen darüber hinaus einen Exit-Plan als Teil ihres Geschäftsplans vorzeigen. Darin sind Maßnahmen für eine geordnete und freiwillige Abwicklung aufzuzeigen. Das Konsultationspapier wird vorwiegend auf FinTechs anwendbar sein, die eine Bankerlaubnis beantragen, jedoch auch auf traditionelle Banken, welche FinTech-Produkte anbieten.[70]

Die EU-Kommission wird Anfang 2018 einen Aktionsplan vorstellen, der erforderliche Maßnahmen aufzeigt, wie die Herausforderungen in einem integrierten Markt für digitale Finanzdienstleistungen zu meistern sind. Zur Diskussion stehen ein unionsweiter Rechtsrahmen für die Zulassung von FinTech-Tätigkeiten und ein „Europäischer Pass“ für FinTech-Unternehmen. Neue Reformvorschläge der EU-Finanzaufsicht enthalten u.a. Maßnahmen zur Förderung der Entwicklung von FinTechs. Die europäischen Finanzaufsichtsbehörden EBA, ESMA und EIOPA (European Supervisory Authorities, ESAs) müssen das Thema FinTech priorisieren und nationale Initiativen zur Cybersicherheit und Innovationsförderung koordinieren. Die ESMA wird ihre Leitlinien voraussichtlich zu einigen Aspekten der MiFID II-Geeignetheitsanforderungen im ersten Halbjahr 2018 veröffentlichen. Sie enthalten u.a. Regulierungsvorschläge zu Robo-Advice. Diese Vorschläge beinhalten Hinweise zum Zweck der automatischen Geeignetheitsprüfung, wie z.B. die Erfüllung von Informationspflichten gegenüber dem Kunden bei der Anlageberatung. Bspw. muss dem Kunden mitgeteilt werden, dass zur Geeignetheitsprüfung von Finanzinstrumenten ein Algorithmus eingesetzt wurde. Darüber hinaus werden Kriterien für die Geeignetheitsprüfung bei der Verwendung von Online-Fragebögen und Hinweise für den Online-Auftritt aufgezeigt. Der zu erwartende Fokus des Aktionsplans wird auf der Regulierung von Robo-Advice liegen. Hier soll die Haftungsverteilung genauer geklärt werden. Ein weiteres wichtiges Thema im Jahr 2018 wird Blockchain sein. Dieser Technologie wird das Potential zugesprochen, Finanzintermediäre gänzlich ersetzen zu können und die Transaktionen transparenter und effizienter durchzuführen. Jedoch wurden für 2018 noch keine konkreten Regulierungsansätze angekündigt. Daher kann man erwarten, dass Banken und Finanzdienstleister sich mit innovativen Geschäftsmodellen beschäftigen werden, die den Einsatz von Blockchain-Anwendungen bspw. zur Wertpapierabwicklung, dem Zahlungsverkehr, zur Durchführung von KYC-Prüfungen oder Unternehmensfinanzierung, vorsehen.[71]

[...]


[1] Vgl. Schmidt (2014), S. 75.

[2] Vgl. Schmidt (2014), S. 75.

[3] Nocera (1998).

[4] Vgl. Bundesverband deutscher Banken e. V. (2016), S. 5ff.

[5] Im Firmenkundengeschäft von Banken werden Geschäfte mit Großunternehmen und Firmenkunden gebündelt. Zum Firmenkundengeschäft gehören Akquisitionen und die laufende Beratung und Betreuung von Firmenkunden in allen Finanz- und Bankgeschäften. Unter anderem werden Kredit- und Einlagengeschäfte, Auslands- und Devisengeschäfte angeboten und verschiedene Dienstleistungen für erbracht. Vgl. Hölscher.

[6] Vgl. Sinn et al. (2015), S. 4.

[7] Nach Umsatz definiert: Kleine Unternehmen 1-5 Mio. €, Mittelständische Unternehmen 5-25 Mio. €, Gehobener Mittelstand 25-250 Mio. €, größere Unternehmen 250 Mio. bis > 1 Mrd. € (Großunternehmen 250 Mio. bis 1 Mrd. €, Multinationals > 1 Mrd. €).

[8] Vgl. Sinn et al. (2015), S. 4f.

[9] Vgl. Sinn et al. (2015), S. 5.

[10] Vgl. Ernst & Young (2015), S. 4ff.

[11] Vgl. Peters (2018), S. 26.

[12] Vgl. o.V. (2015), S.1.

[13] Vgl. Walter (2016), S. 31.

[14] Vgl. Feddersen/ Lemmer (2015), S.3.

[15] Vgl. Buchholz (2015), S. 7.

[16] Vgl. Hainz et al (2017), S. 38.

[17] Vgl. Buchholz (2015), S. 7.

[18] Vgl. Kaulvers (2015), S. 31.

[19] Vgl. Thun (2016), S. 1f.

[20] Vgl. Walter (2016), S. 32f.

[21] Vgl. Sinn et al. (2015), S. 3ff.

[22] Vgl. Praeg/ Schmidt (2015), S. 6.

[23] Vgl. o.V. (2015), S.1.

[24] Vgl. o.V. (2015), S.1.

[25] Vgl. Bundesministerium der Finanzen (2010).

[26] Vgl. Bundesministerium der Finanzen (2010).

[27] Vgl. Altunbas et al (2011), S. 13.

[28] Vgl. Kaulvers (2015), S. 31.

[29] Vgl. Andrae/ Gruber (2012), S. 370f.

[30] Vgl. Voigtländer (2015), S. 5 f.

[31] Vgl. Krüger (2015), S. 56.

[32] Vgl. o.V. (2015), S. 1.

[33] Vgl. Schmitz/ Behrens (2017), S. 76; Vgl. Drummer et al (2016), S. 2.

[34] Vgl. Theilacker (2017), S. 698f.

[35] Vgl. o.V. (2017), S. 2.

[36] Vgl. Peters (2018), S. 26f.

[37] Vgl. Porter (2004), S. 36ff.

[38] Vgl. Petry/ Rohn (2005), S. 266f.

[39] Vgl. Theilacker (2017), S. 700.

[40] Vgl. Roßbach/ Lippmann (2001), S. 273f.

[41] Vgl. Büschgen, H. / Büschgen, A. (2002), S. 527ff.

[42] Vgl. Petry/ Rohn (2004), S. 4; Lammers et al. (2004), S. 6.

[43] Vgl. Schnarr/ Pfeiffer (2015), S. 8.

[44] Vgl. Lammers et al. (2004), S. 6.

[45] Vgl. Schnarr/ Pfeiffer (2015), S. 5.

[46] Vgl. Lammers et al. (2004), S. 6f.

[47] Vgl. Schnarr/ Pfeiffer (2015), S. 8.

[48] Vgl. Jhoon (2015), S. 359f; Vgl. Cassala (2017), S. 32.

[49] Vgl. Gulamhuseinwala et al (2015), S. 18.

[50] Vgl. Walter (2016), S. 31f.

[51] Vgl. Bodek/ Matinjan (2017), S. 120.

[52] Vgl. Dorfleitner et al (2016), S. 5.

[53] Vgl. Belleflamme et al (2014), S. 586f.

[54] Vgl. Dorfleitner et al (2016), S. 6; Vgl. Bradford (2012), S. 15.

[55] Vgl. Dorfleitner et al (2016), S. 6f.

[56] Vgl. Bradford (2012), S. 20.

[57] Vgl. Dorfleitner et al (2016), S. 7.

[58] Vgl. ESA (2015), S. 5; Vgl. Dapp (2017), S. 373.

[59] Vgl. Auge-Dickhut et al (2014), S. 33.

[60] Vgl. Dorfleitner et al (2016), S. 8.

[61] Vgl. Bafin (2016).

[62] Vgl. Kalmykova/ Ryabova (2016), S. 2.

[63] Vgl. Dorfleitner et al (2016), S. 8f.

[64] Vgl. Dorfleitner et al (2016), S. 9.

[65] Vgl. Lovells et al (2017).

[66] Vgl. FCA (2015), S. 2; Vgl. FINMA (2016).

[67] Vgl. Danker/ Bartels (2016).

[68] Vgl. Herger (2016), S. 11.

[69] Vgl. Beier et al (2015), S. 3f.

[70] Vgl. Glos et al (2018), S. 39f.

[71] Vgl. Glos et al (2018), S. 40f.

Details

Seiten
84
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668698604
ISBN (Buch)
9783668698611
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v424412
Note
1,7
Schlagworte
chancen risiken firmenkundengeschäft banken markteintritt fintechs

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Titel: Chancen und Risiken für das Firmenkundengeschäft der Banken durch den Markteintritt von FinTechs