Lade Inhalt...

Gesundheitsförderung der Zielgruppe 50plus

Ausarbeitung der Konzeptinhalte für den Teilbereich Ernährung

Projektarbeit 2017 9 Seiten

Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 TEILBEREICH ERNAHRUNG
1.1 Beschreibung und Begrundung der Ernahrungsform
1.2 Stoffwechselbesonderheit der Zielgruppe
1.2.1 Sarkopenie
1.2.2 Osteoporose
1.3 Beeinflussung der Stoffwechselbesonderheiten uber die Ernahrung
1.4 Physiologische Wirkungen der vermittelten Ernahrungsstrategien
1.5 Wirksamkeit der vermittelten Ernahrungsstrategien

2 LITERATURVERZEICHNIS

3 TABELLENVERZEICHNIS

1 Teilbereich Ernahrung

1.1 Beschreibung und Begrundung der Ernahrungsform

Das Konzept beruht auf der Vollwertkost und orientiert sich nach den aktuellen Emp- fehlungen der Deutschen Gesellschaft fur Ernahrung e.V. (DGE). Kluthe et al. (2004, S. 245) definieren die Vollwertkost als eine Kost, die

- den Bedarf an essenziellen Nahrstoffen deckt,
- den Energiebedarf berucksichtigt,
- Erkenntnisse zur Pravention und Therapie ernahrungsmitbedingter Erkrankun- gen berucksichtigt,
- in ihrer Zusammensetzung den ublichen Ernahrungsgewohnheiten angepasst ist

Nach Koerber, Mannle und Leitzmann (2012, S. 3) wird die von ihnen konzipierte Voll- wert-Ernahrung als eine uberwiegend pflanzliche Ernahrungsweise mit groBem Anteil an moglichst gering verarbeiteten Lebensmitteln definiert. Dabei finden Gemuse und Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hulsenfruchte sowie Milch und Milchprodukte hauptsachlich Verwendung in dieser Ernahrungsform. Fleisch, Fisch und Eier konnen in geringen Mengen verzehrt werden. AuBerdem empfehlen Koerber et al. (S. 3) die Halfte an frischen Lebensmitteln unerhitzt zu verzehren.

Diese Definitionen wurden von der DGE aufgegriffen und mit den „10 Regeln der DGE“ erweitert (Deutsche Gesellschaft fur Ernahrung e.V., 2017).

1. Lebensmittelvielfalt genieBen
- abwechslungsreich essen
- uberwiegend pflanzliche Lebensmittel verzehren

2. Gemuse und Obst - nimm „5 am Tag“
- 3 Portionen Gemuse am Tag
- 2 Portionen Obst am Tag

3. Vollkorn wahlen

4. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl erganzen
- taglich Milch und Milchprodukte
- Fisch 1-2 mal pro Woche
- nicht mehr als 300-600 g Fleisch pro Woche

5. Gesundheitsfordernde Fette nutzen
- pflanzliche Ole bevorzugen
- versteckte Fette meiden

6. Zucker und Salz einsparen
- gesuBte Lebensmittel und Getranke meiden
- Zucker sparsam einsetzen
- salzreiche Lebensmittel reduzieren
- kreativ wurzen mit Krautern und Gewurzen statt mit Salz

7. Am besten Wasser trinken
- jeden Tag 1,5 Liter Wasser oder andere kalorienfreie Getranke trinken

8. Schonend zubereiten
- Lebensmittel eher Garen

9. Achtsam essen und genieBen
- langsames, bewusstes Essen

10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben
- 30 bis 60 Minuten moderate korperliche Aktivitat pro Tag

Den Richtlinien der DGE sind auBerdem die Energiemenge und Nahrstoffverteilung zu entnehmen (D-A-CH, 2015):

- Energie: 2000 kcal (Individuelle Anpassung moglich)
- Protein: 15 % der Gesamtenergiezufuhr (oder 1-1,2 g/Tag)
- Fett: 30 % der Gesamtenergiezufuhr
- Kohlenhydrate: 50-55 % der Gesamtenergiezufuhr

Was die Fettqualitat angeht, merken Kluthe et al. (S. 246) auBerdem an, dass
- das Verhaltnis an gesattigten Fettsauren < 10 %, einfach ungesattigten Fettrau- ren 10-15 % und mehrfachungesattigten Fettsauren 7-10 % der Gesamtenergie- zufuhr betragen sollte
- das Verhaltnis von Omega-6-Fettsauren zu Omega-3-Fettsauren maximal 5:1 betragen sollte

1.2 Stoffwechselbesonderheit der Zielgruppe

Bereits im mittleren Alter beginnen altersbedingte Veranderungen am Stoffwechsel und auBern sich in der Abnahme der Knochenmasse oder der Verschlechterung des Sehver- mogens. Dabei werden diese Altersveranderungen gering oder garnicht wahrgenommen (Kupper, 2008, S. 549). Im folgenden werden zwei Stoffwechselbesonderheiten darge- stellt, die eine hohe Pravalenz bei alteren Menschen aufweisen (Kathmann, 2016, S. 46).

1.2.1 Sarkopenie

Ein Syndrom, das durch die Ruckbildung der Skelettmuskelmasse und Muskelkraft ge- kennzeichnet ist und mit einem erhohten Risiko fur negative Folgen wie physischen Einschrankungen, schlechter Lebensqualitat und Tod einhergeht (Cruz-Jentoft et al., 2010, S. 413).

Ab dem 20. bis zum 80. Lebensjahr betragt der Verlust von Muskelmasse 30-40 % und kann die Ausdauerfahigkeit, Mobilitat, Beweglichkeit und das Gleichgewicht negativ beeinflussen. AuBerdem kann der Verlust von Skelettmuskelmasse und Muskelkraft das Sturzrisiko erhohen und den Abbau von Knochenmasse fordern (Kupper, S. 550). Kup­per merkt auBerdem an, dass besonders korperlich inaktive Menschen und vorallem bettlagerige Personen von diesen Prozessen betroffen sind.

1.2.2 Osteoporose

Die Osteoporose ist durch eine verringerte Knochenmasse und eine Storung der Kno- chenarchitektur gekennzeichnet, was zu einer erhohten Knochenbruchigkeit und einem erhohten Frakturrisiko fuhrt (The American Journal of Medicine, 1993, S. 646).

Laut Sendera und Sendera (2015, S. 114) wird die Osteoporose durch die Bestimmung des Knochenmineralgehaltes diagnostiziert und kann durch einen Vitamin D Mangel oder eine erhohte knochenspezifische alkalische Phosphatase bedingt sein.

1.3 Beeinflussung der Stoffwechselbesonderheiten uber die Ernah- rung

Tab. 1: ErnahrungsmaBnahmen zur Beeinflussung der Stoffwechselbesonderheiten (Luppa, 2017, S. 141)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Details

Seiten
9
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668719354
ISBN (Buch)
9783668719361
Dateigröße
611 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v423600
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,3
Schlagworte
Ernährung Ernährungsberatung Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Gesundheitsförderung der Zielgruppe 50plus