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Welchen Einfluss hat der Führungsstil auf den Unternehmenserfolg?

Transaktionale und transformationale Führung

Studienarbeit 2016 10 Seiten

Führung und Personal - Führungsstile

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Full-Range-Leadership-Modell
2.1 Transaktionale Fuhrung
2.2 Transformationale Fuhrung

3. Wirkung auf den Unternehmenserfolg
3.1 Einfluss transaktionaler Fuhrung auf den Unternehmenserfolg
3.2 Einfluss transformationaler Fuhrung auf den Unternehmenserfolg
3.3 Fazit

4. Rolle der Personalentwicklung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mitarbeiter gelten in der Literatur als eine der elementarsten Ressourcen des Unternehmens. Weiterhin verkorpern sie das Unternehmen in der Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und anderen Personengruppen. Motivierte Mitarbeiter entwickeln Ideen und sorgen fur Innovationen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Unternehmensfuhrung und Vorgesetzte der Fuhrung der Mitarbeiter hochste Prioritat zukommen lassen um direkt auf Verhalten und Leistung Einfluss nehmen zu konnen.

Im Rahmen dieser Arbeit wird transaktionale sowie transformationale Fuhrung beleuchtet. Dazu werden zunachst die zentralen Begriffe abgegrenzt und der Einfluss der Fiihrungsstile auf den Unternehmenserfolg analysiert. Die Rolle der Personalentwicklung und im speziellen des Vorgesetzten als „Entwicklungsverantwortlichen“ runden das Bild im Hinblick auf die Fuhrungsansatze ab.

Schwerpunkt dieser Arbeit ist die Beurteilung transaktionalersowie transformationaler Fuhrung. Andere Fiihrungskonzepte, wie beispielsweise die Dualitat der Mitarbeiterund Aufgabenorientierung sowie geschichtliche Abrisse einzelner Konzeptionen, sind nicht Bestandteil dieser Arbeit.

2. Das Full-Range-Leadership-Modell

Die transaktionale wie auch transformationale Fuhrung lasst sich uber das Full- Range-Leadership-Modell von Bernard Bass definieren, welches B.J. Bernard Bass aus diesen Fiihrungstheorien entwickelt hat (vgl. Bass und Riggio, 2006, S.9). In diesem Modell sind sieben „Subdimensionen“ enthalten, welche sich wiederum auf die zwei zu thematisierenden Fuhrungsverhalten verdichten lassen.

Dieses Modell ordnet die Subdimensionen auf einem zweidimensionalen Rahmen an, welcher die Pole aktives und passives, sowie effektives und ineffektives Fuhrungsverhalten gegenuberstellt (vgl. Abb.1).

Mithilfe dieses Modells ist die Einordnung der Subdimensionen hinsichtlich des beschriebenen Kontinuums moglich und die Fuhrungsdualitaten werden sichtbar.

Durch diesen Ordnungsrahmen ist eine Grundlage gegeben um die zentralen Begrifflichkeiten zu definieren.

2.1 Transaktionale Fiihrung

Im Zentrum des Transaktionalen Fiihrens steht ein Austausch, eine „Transaktion“. Die Fuhrungskraft belohnt die Gefuhrten fur eine Leistung. Grundlage dieser „Transaktion" ist notwendigerweise ein Zielvereinbarungsprozess (Steyrer und Meyer, 2010, S.150), welcher die notwendigen Anforderungen im Hinblick auf die Zielerreichung enthalt. Die transaktionale Fiihrung setzt monetare Anreize und belohnt somit die Zielerreichung bzw. diszipliniert die Nichterreichung. Diese Form des „Verstarkerlernens" kombiniert mit materiellen Anreizen zur Steigerung der Leistungsbereitschaft zeigt, dass hier der Fokus auf extrinsischer Motivation liegt. Um die transaktionale Fuhrung zu charakterisieren mussen die zugehorigen Subdimensionen beleuchtet werden (Bass et al., 2008, S.41).

Im Rahmen der „Bedingten Verstarkung“ werden Rahmenbedingungen ausgehandelt, inwieweit der Gefuhrte mit Zuwendungen wie z.B. Vergutung, Aufstiegsmoglichkeiten Oder Statussymbolen bei Zielerreichung rechnen kann. Das Management-by- Exception, was Fuhrung im Ausnahmefall bedeutet, wird im Kontext dieses Modells in aktives und passives unterschieden. Wahrend beim passiven Management-by- Exception erst Feedback der Fuhrungskraft erfolgt, wenn z.B. Kennzahlen unterschritten sind, ist die Fuhrungskraft beim aktiven Management-by-Exception tendenziell permanenter Prozessbeobachter, welcher MalJnahmen Oder Korrekturen einleitet. Das Laissez-faire-Verhalten hingegen beinhaltet keine Fuhrung im eigentlichen Sinne. Die Fuhrungskraft greift nicht ein, macht keine Vorgaben und sanktioniert auch nicht, was einen Austausch im Sinne der transaktionalen Fuhrung unmdglich macht. Deshalb spielt der Anteil des Laissez-faire-Verhaltens im Rahmen der transaktionalen Fuhrung eine eher unbedeutende Rolle.

2.2 Transformationale Fuhrung

Charakteristisch fur die transformationale Fuhrung ist, dass die Gefuhrten auf hohere Dimensionen der Bedurfnisbefriedigung gehoben werden sollen, wie man an den Subdimensionen des Verhaltens ablesen kann. Ziel hierbei ist, die Gefuhrten zu zusatzlicher Leistung oberhalb der Erwartung von transaktionaler Fuhrung bewegen zu konnen, indem versucht wird, die Haltung der Gefuhrten zur Arbeit zu „transformieren“ und einen ubergeordneten Sinn zu stiffen, denn „ [...] then, followers come to see their work as congruent with personally held values and as more meaningful." (Bono und Judge, 2003, S.555), was empirisch nachweisbar bessere Leistungen erzielen lasst (vgl. ebenda). Die Fuhrungskraft spielt hier auf der Klaviatur folgender Subdimensionen urn die Bediirfnisse der Gefuhrten mit den Interessen des Unternehmens in Einklang zu bringen, sie zu ermutigen und im Gegensatz zur transaktionalen Fuhrung intrinsisch zu motivieren: Charisma zeigt die Fuhrungskraft durch Vorleben und kommunizieren einer Berufung urn Vertrauen und auch Sympathie aufzubauen.

[...]

Details

Seiten
10
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668682887
ISBN (Buch)
9783668682894
Dateigröße
2.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v419477
Institution / Hochschule
Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung
Note
1,5
Schlagworte
Transaktionale Führung Transformationale Führung Full Range Leadership

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