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Management und dessen Wirkung am Beispiel des Theaterstücks "Ein Sommernachtstraum Reloaded"

Facharbeit (Schule) 2018 14 Seiten

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Management ist nicht gleich Management

Management - die Themenbereiche
1. Projektmanagement
2. Theatermanagement
3. Eventmanagement
4. Marketingmanagement
5. Onlinemanagement
6. Social Media Management
7. Sales-Management

Literaturzeichnis

Anhang

Einleitung

Auf der Suche nach einem geeigneten Thema fur die besondere Lemleistung bin ich auf das Thema Management gestoBen, welches mich bereits das letzte Jahr begleitete und welches ich bereits dadurch etwas kennenlernen durfte. ,,Projektkurs Theater“ bei Herm Dr. Jost, so stand es auf dem Plan. „Ein Sommernachtstraum - reloaded“: so hieB das Theaterstuck, um das sich alles drehte. Egal ob Buhnenbild, Text oder Musik - alles musste auf das Stuck zugeschnitten werden. Dabei spielte das Management naturlich keine kleine Rolle. Was auf den ersten Blick mehr nach Spielerei und kaum Arbeit aus- sieht, entpuppt sich als arbeitsaufwandiges Projekt. Das Hauptprojekt ist naturlich noch immer das Schauspiel, doch wer kummert sich eigentlich um die Buhne? Wer um die Besucher und die Karten? And last but not least: wer kummert sich um das Essen? Das sind nur kleine Einblicke in das, was Management ausmacht. Zwar war es „nur“ das Or- ganisieren eines Theaterstucks, doch mit der Zeit wurde aus dem „nur“ ein „sogar gluck- licherweise“, denn dieses Theaterstuck hat Geschichte geschrieben: das erste Open-Air- Theaterstuck im Freilichtmuseum Hagen, das erste Theaterstuck mit Bockwurstchenver- kauf, das erste Theaterstuck, welches deutlich mehr als ausverkauft war und trotzdem noch eine Nachfrage bestand. Dieses Theaterstuck brach Rekorde und all das machten verschiedene Gruppen von Schulern moglich, welche den Projektkurs Theater wahlten. Und ob der Kurs nun freiwillig gewahlt wurde, zum Stundengewinn oder man nachtrag- lich auf die Kursliste gesetzt wurde, da man dort fehlte - jeder hatte seine Aufgabe und eine Menge SpaB. Durch die Freiheit, welche uns gegeben wurde, kamen wir auf Ideen, welche wir sonst nie geauBert hatten und sie waren schrag, aber gut! Gut genug, um das das Freilichtmuseum mit insgesamt uber 350 Leuten zu fullen.1 Es wurden mehrere Durchsagen in der Schule gemacht, Plakate in der Stadt aufgehangt, im Eingangsbereich verbrachten wir drei Pausen pro Woche, und das bereits 4 Wochen vor Auffuhrung. Selbst die kleinste Aktion wurde besprochen und bis aufs kleinste Detail geplant. Wer sagt bei der Umfrage was und wie? Wo werden welche Plakate aufgehangt? In welchen Gruppen- konstellationen geht man in die Stadt? In welchen durch die Schule? Wer verkauft wo und wann Karten? Und immer wieder die gleiche Frage: wer druckt uberhaupt die Mate- rialien? Genau darum durfte ich mich kummern. Ich verbrachte gefuhlte 50 Abende an der Erstellung der Poster, weitere 25 an den Karten und wiederum 5, bis man die richtige Druckerei ausfundig gemacht hat.

Doch all diese Kleinigkeiten, welche schlussendlich jedoch eine der wichtigsten waren, liefen im Hintergrund ab. Das Endprodukt war alles, was man von uns gesehen hat. Es dauerte einige Wochen, bis man sich auf einen Auffuhrungsort einigen konnte, dass dies noch vom Kursleiter koordiniert wurde, verschaffte uns anfangs etwas Ruhe. Das sollte aber nicht allzu lange andauern, denn auch der Kursleiter wusste, dass wir Schuler mit Freiheit umgehen lernen sollten und schlussendlich kann man stolz sagen, dass es kaum Probleme gab. Zwischen dem Management und dem Kursleiter gab es keinerlei Schwie- rigkeiten. Man gab einen Vorschlag ab, stellte ihn kurz vor, prasentierte seine Arbeit bis dahin und dann kam es wie es kommen musste:

„Ich halte dies fur eine durchaus gut durchdachte Idee, ABER...“.

Der erste Teil des Satzes horte sich immer gut an, die Hoffnungen stiegen schon, doch dann kam das alt beruchtigte ,,.. ,,ABER..

Oftmals konnte man diese Zweifel wieder verschwinden lassen, in dem man spontan mit einer weiteren Idee um die Ecke kam, welche die Hauptidee unterstutzte. Doch die per- fekte Losung zu finden war nicht immer so leicht.

Anfangs solltejeder Schuler undjede Schulerin eine Arbeit abgeben, welche sich auf die Erwartungen des Kurses beziehen sollte. Ich hatte mich diesbezuglich schon etwas mit so einer Arbeit beschaftigt, meine Ideen zu Papier gebracht und auch die ersten Entwurfe erstellt. Ohne lange zu uberlegen habe ich die Arbeit dann schlieBlich als erster abgege- ben. Dass diesejedoch so gut ankommen wurde, hatte ich nicht gedacht; doch wenn ich meine Ideen und Entwurfe noch einmal revidiere, fallt mir auf, dass die Entwurfe nur Entwurfe geblieben sind, die Ideen jedoch wurden zu Planen und diese Plane wiederum zu Zielen. Des Weiteren erinnere ich mich gerne zuruck an die Zeit, in der es hieB, man solle sich entscheiden, fur welchen Bereich man sich interessiere und in welchem Bereich man aktiv werden mochte. Wenn ichjetzt, nach dem Theaterstuck, an die Gedanken mei- ner Mitschuler denken, aber auch an meine eigenen, so wird mir erstmal klar, wie span- nend Management sein kann und wie arbeitsaufwandig und zeitintensiv. Die Entschei- dung fur Management ist mir relativ leichtgefallen: Schauspielen kann ich nicht, fur das Buhnenbild bin ich kunstlerisch zu unbegabt und fur eine Choreografie vermutlich zu unkreativ. Doch organisieren und planen konnte ich eigentlich schon immer gut und es machte mir etwas SpaB manche Dinge zu planen. Doch das ein Theaterstuck trotz den Unmengen an Arbeit so viel SpaB machen kann und man nach dem Theaterstuck stolz zuruckschaut und man sich denkt, dass man an all dem mitgewirkt hat, das hatte ich mir niemals vorstellen konnen.

Der Projektkurs Theater ist kein Schulfach fur sich, es ist und bleibt ein Kurs, mit dem man unheimlich viel SpaB haben und mit welchem man einiges erreichen kann. „Ihr seid seltsam“ oder „Ihr seid merkwurdig“ durften wir des Ofteren horen, doch genau das stimmte. Ich kann mir kaum einen besseren Kurs vorstellen als den erlebten denn wenn es ernst wurde, und diese Momente gab es, ruckten alle zusammen und zogen an einen Strang, plotzlich war man ein Team.

Ehrlich gesagt habe ich schon vieles uber Management erfahren durfen und es interessiert mich so sehr, dass ich mir selbst einen Beruf in dieser Branche vorstellen konnte.

Man hat sich sicherlich oft geargert, dass es so viel Arbeit ist und nicht immerjeder ein- verstanden ist und es auch nicht immer auf Anhieb geklappt hat. Doch wo gibt es das schon? Ich selbst weiB nun, dass das, was wir dort gemacht haben, nur ein winziger Teil des Themas „Management“ ist. Hatte man sich so viel Arbeit machen mussen? Genau dem mochte ich auf den folgenden Seiten auf den Grund gehen. Die Frage nach dem Management: Management, was ist das uberhaupt? Und kann man Management wirklich so einfach mit einem Schul-Theaterstuck in Verbindung bringen? Auf der Basis dieser Leitfragen werde ich das Thema Management neu kennenlernen und hoffentlich span- nende, neue Sachen erfahren durfen. Schlussendlich werden meine Erkenntnisse noch auf „unseren“2 Sommernachtstraum bezogen und dort wird dann schlieBlich noch ein Fazit gezogen; sowohl zum Thema Management, als auch zum Theaterstuck.

Management ist nicht gleich Management

Management ist ein extrem komplexes Thema und umfasst viele verschiedene Bereiche, welche man als Konsument gar nicht mitbekommt. Management ist nicht gleich Manage­ment.

Das Wort Management stammt aus dem Englischen und ersetzte bereits im 19. Jahrhun- dert die deutschen Worter „Planung“ und „Leitung“. Der Anglizismus bringt mittlerweile sogar ein Verb mich sich: etwas managen3. Der Wandel der Sprache steht hier auBer Frage, doch wie sieht es eigentlich mit dem Management aus?

Management ist ein staatlich anerkanntes Studium, welches meist an Fachhochschulen oder Femuniversitaten angeboten wird, seltener an Universitaten. Wolfang Staehle4, ein Managementforscher, beobachtete, dass bereits um 1950 herum eine Arbeitsteilung statt- fand, welche sich um wirtschaftlich-perspektivische Managementaufgaben drehte. Die industrielle Revolution soil dafur ausschlaggebend gewesen sein.5 Schon bereits zu dieser Zeit war bewusst, dass ausschlieBlich qualifizierte, planungssichere Personen Fuhrungs- positionen ubernehmen konnen. Das „Know-how“6 musse stimmen, genauso sollte Kom- petenz7 und Expertise8 9 eine nicht zu kleine Rolle spielen. Um diese Punkte zu erfahren und zu erlernen bieten Universitaten, Fachhochschulen und Akademien Managementstu- diengange an. Doch wo man letztendlich am Besten lemt und die meiste Erfahrung sam- melt, dass wird ein Ratsel bleiben. Fest steht jedoch, dass nicht jede Universitat oder Fachhochschulejedes Managementstudium anbietet. Wahrend man an Universitaten hau- fig international management^ lernt, wessen Vortrage oftmals sogar auf Englisch ge- halten werden, bieten Fachhochschulen eher praxisorientierte, auf Deutsch verfasste Gruppenarbeiten rund um den Themenblock des jeweiligen Managementthemas an. Auf Englisch wird hier selten gelehrt.10 Es heiBt auch hier deutlich, dass das Studium an der Fachhochschule nicht wenige Beruhrungspunkte zu einem dualen Studium11 hat, denn auch hier wird sehr praxisorientiert gearbeitet, sodass man bereits erste Berufserfahrun- gen im Studium sammeln darf.

[...]


1 Vorgesehen und geplant waren maximal 300 Zuschauer

2 Den, der 45 Schulerinnen und Schuler

3 Etwas planen, etwas leiten

4 *1938; f 1992, deutscher Betriebswirt

5 Aus: http://www.femstudium-management.de/geschichte-des-managements/ (Z. 1-4)

6 Das Wissen, wie etwas funktioniert (en.)

7 Sachverstand

8 Fachkenntnis

9 Internationales Management (en.)

10 Aus: https://www.internationales-management-studieren.de/infos/uni-fh-akademie/

11 Ein sehr praxisorientiertes Studium, in welchem in abwechselnden Zyklen von drei Monaten in dem Bereich gearbeitet wird und im nachsten Zyklus schlieMch weiter studiert wird

Details

Seiten
14
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668673793
ISBN (Buch)
9783668673809
Dateigröße
672 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v418374
Note
1
Schlagworte
management wirkung beispiel theaterstücks sommernachtstraum reloaded

Autor

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Titel: Management und dessen Wirkung am Beispiel des Theaterstücks "Ein Sommernachtstraum Reloaded"