Lade Inhalt...

Unterrichtsplanung für das Fach "Wirtschaft-Technik-Haushalt" in der 7. Klasse

Mit einer Beleuchtung der didaktisch-wissenschaftlichen Grundlagen

Unterrichtsentwurf 2015 39 Seiten

Pädagogik - Unterrichtsvorbereitung allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärung
2.1 Der Lehrplan
2.2 Der Unterrichtsentwurf

3 Bedingungsanalyse
3.1 Situation der Schule
3.2 Situation der Klasse
3.3 Konstruktion einer Realsituation

4 Lernbereichsplanung
4.1 Einordnung des Lernbereichs in korrespondierende Lernbereiche
4.2 Einordnung der zu planenden Doppelstunde in den Lernbereich

5 Analyse und Formulierung einer Lernsituation
5.1 Konstruktion einer Lernsituation
5.2 Sachanalyse
5.3 Didaktische Analyse
5.4 Lernzielorientierte Didaktik und Kompetenzorientierte Lernziele
5.4.1 Formulierung von Kompetenzzielen im Lernbereich
5.4.2 Formulierung kurzfristig anzustrebender Kompetenzziele einer Unterrichtseinheit
5.5 Auswahl und Begründung der Methoden
5.6 Auswahl und Begründung des Medieneinsatzes

6 Verlaufsplanung

7 Fazit

8 Quellenverzeichnis

9 Anlagen / Portfolio

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Formulierung Kompetenzziel aus Richtziel

Tabelle 2: Formulierung Kompetenzziel aus Grobziel

Tabelle 3: Hierarchisierung der Lernziele

Tabelle 4: Formulierung Kompetenzziel aus Feinziel

Tabelle 5: Methodische Grundformen in den Unterrichtphasen

Tabelle 6: Zusammenhang zwischen Unterrichtsphase, Funktion und Medium

1 Einleitung

„Langweilig zu sein ist die ärgste Sünde des Unterrichts“, sprach schon der deutsche Philosoph, Psychologe und Pädagoge Johann Friedrich Herbart (1776 – 1841). Er gilt als einer der Pioniere der Entwicklung einer systemischen Theorie vom Lernen und Lehren und entwickelte eine komplexe Methodenlehre.[1]

Was Herbart bereits im 18. Jh. postulierte scheint im Zeitalter der Informations-gesellschaft aktueller denn je. Heute sind Lehrende mit einem breiten Arsenal moderner und bewährter Lernmethoden und Materialien bewaffnet, unterstützt durch kompetenzorientierte Lehrpläne, die sich durch die Vermittlung von anwendungsbereiten Wissen und Fähigkeiten anstelle des schnöden Auswendig-Lernens von Faktenwissen auszeichnen. Und genau durch jenes Geflecht aus kompetenzorientierten Lernzielen, lebensweltbezogenen Inhalten und einer abwechslungsreicher und trotzdem optimalen Wahl von Methoden und Mitteln zeichnet eine schülerorientierte Unterrichtsplanung aus.

Diese Seminararbeit setzt sich intensiv mit der Planung einer kompentenzziel-orientierten WTH-Doppelstunde einer 7. Klasse auseinander, beginnend bei der Bedingungsanalyse bis hin zum Aufstellen des Verlaufsplanes.

Dabei behandelt diese Seminararbeit die Fragen nach…

1. dem Einfluss der spezifischen Lernsituation auf die Lernzielsetzung,
2. der Legitimation der Eignung eines Lerngegenstandes,
3. dem Weg vom Lehrplan zum Lernziel,
4. der geeigneten Wahl von Methoden und
5. der Auswahl und Begründung des Medieneinsatzes.

Dafür wurde eine umfangreiche Literaturrecherche vorgenommen.

Das sich dieser Einleitung anschließende Kapitel 2 beinhaltet zunächst eine grundlegende Einführung der Begriffe Lehrplan und Unterrichtsentwurf. In Kapitel 3 folgt die Bedingungsanalyse der fiktiven, aber realitätsnahen Modellschule und Modellklasse, von der eine Realsituation abgeleitet wird, welcher als Rahmen der Unterrichtsplanung dienen soll. Kapitel 4 behandelt mit der Lernbereichsplanung anhand des sächsischen Lehrplanes den ersten Schritt des Unterrichtsentwurfes, welcher mit der Konstruktion der Lernsituation, einer Sachanalyse, Didaktischen Analyse, sowie einem Überblick über die Lernzielorientierte Didaktik und kompetenzorientierte Lernziele bis hin zum Formulieren der Feinziele der Unterrichtseinheit und der Auswahl und Begründung von Methoden und Medien in Kapitel 5 konsequent fortgeführt wird und in Kapitel 6 zusammengefasst in der Verlaufsplanung mündet.

2 Begriffsklärung

2.1 Der Lehrplan

Das Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung definiert den Lehrplan als den „Planung der Lehre“, welcher neben einer Auflistung von Zielen und Aufgaben eines Faches als Beitrag zur allgemeinen Bildung, auch eine Festlegung von Zielen und Lerninhalten in den jeweiligen Klassenstufen darstellt und den Lehrkräften damit als Grundlage für die Organisation ihrer Unterrichtstätigkeit dient. Der Lehrplan wird von den Kultusministerien der jeweiligen Länder erlassen und ist verbindlich, womit einheitliche Bildungsstandards in den jeweiligen Bundesländern gewahrt werden sollen.[2]

Becker weist darauf hin, dass Lehrpläne eine gesellschaftspolitische Funktion auszeichnet und ein Abbild ihrer Zeit sind, da in unserem demokratischen Gesellschaftssystem Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Wahlverhalten indirekt Einfluss auf Lehrplanentscheidungen ausüben können. Nach der Landtagswahl wird im überparteilichen Konsens der Kultusminister bestimmt, welcher mit Hilfe der Lehrplankommissionen über Ziele und Aufgaben des Lehrplans, in Abhängigkeit ihrer Relevanz für den Zeitgeist, entscheiden kann und vom Landtag beschlossen werden muss. Das erklärt die Unterschiedlichkeit die Lehrpläne der einzelnen Bundesländer. Durch die transparente Aufschlüsselung der Lehr- und Lernziele und klar definierte Abschlüsse ermöglicht der Lehrplan Arbeitgebern, Berufsschulen, Hochschulen und Universitäten eine Einschätzung der zu erwartenden Leistung der Edukanten und besitzt deswegen auch eine Selektionsfunktion. Für Lehrkräfte, Schulleitungen und Vertreter(-innen) der Schulaufsicht erhält er dadurch zudem eine Legitimationsfunktion und kann bei Nichterreichen der Mindeststandards als Begründung für das Nicht-Versetzen oder Herabstufen auf eine andere Schulart herangezogen werden. Schulleitungen oder Vertreter(-innen) der Schulaufsicht ermöglicht er durch Abgleich der Klassenbucheinträge mit den Lehrplanvorgaben die Kontrolle über die Lehrtätigkeit der Lehrkräfte und trägt somit zur Sicherung des angestrebten Bildungsstandards bei. Aufgrund der chronologischen Auflistung bereits vermittelter und noch zu vermittelnder Inhalte und Kompetenzen stellt er den Lehrkräften wiederum eine unverzichtbare Orientierungshilfe bei der Unterrichts-planung dar und sichert damit die Kontinuität des Lernfortschritts.[3]

2.2 Der Unterrichtsentwurf

Anhand des Lehrplans und auf Grundlage vorrangegangener Unterrichtseinheiten, d.h. dabei vermittelten Fachkenntnisse, Kompetenzen und Themen, denkt die Lehrkraft über den zu haltenden Unterricht nach und entwirft ihn. Im Nachhinein kann diese das Unterrichtsgeschehen mit dem Unterrichtsentwurf abgleichen, reflektieren, Diskrepanzen und Probleme analysieren und bewerten, sowie falls notwendig über Änderungen sinnieren, so Krüger und Helsper.[4]

Becker stellt des Weiteren fest, dass geplanter Unterricht meist zielführender als nicht geplanter Unterricht ist und damit aus institutioneller Sichtweise einen qualifizierten Unterricht sichert – und auch für den Edukanten wertvoll wird, wenn er vom Lehrenden mit Einfallsreichtum und Planungskreativität ergänzt wird.[5]

Rinschede legt dar, dass der Unterrichtsentwurf das letzte Glied einer langen Planungsreihe darstellt und eine umfassende und detaillierte Planung der zu haltenden Unterrichtseinheit inklusive aller regelbaren und zu reglementierenden Aspekte und Vorgänge des Unterrichts beinhaltet. Zwar stellt er aufgrund der Unberechenbarkeit zukünftiger Geschehnisse nur eine Unterrichtsmöglichkeit, ein theoretisches Konstrukt und nicht die Unterrichtswirklichkeit dar, drängt dabei jedoch auf seine Verwirklichung, also danach den Unterricht nach der Planung zu gestalten. Deshalb ist es empfehlenswert, auch mögliche Alternativen für einzelne Situationen zu skizzieren und festzuhalten.[6]

3 Bedingungsanalyse

3.1 Situation der Schule

Um sinnhafte Aussagen über eine Klasse zu treffen, ist es zunächst notwendig auf die Schule einzugehen. Sie ist mit circa 400 Schülern die größte von fünf Oberschulen einer im eher ländlichen Raum gelegenen sächsischen Kleinstadt. Neben dem Stadtgebiet umfasst das Einzugsgebiet der Schule auch etliche Dörfer im Umkreis der Stadt. Ihre regionale Bedeutung ist nicht zuletzt dem hervorragenden mathematisch-technischen Profil, den modernen Fachkabinetten und bestens ausgestatteten Klassenzimmern, sowie den allgemein sehr guten Unterrichtsbedingungen geschuldet. Die Schülerschaft ist ein heterogener Mix aus Edukanten aller sozialen Schichten, unter denen sich etwa 40 Migrantenkinder, 8 behinderte Schüler und 12 Kindern mit Lernschwäche befinden. Zwei Lernberater stehen diesen zur intensiven individuellen Betreuung zur Seite und unterstützen die Lehrkräfte im Umgang mit ihnen. Ein wesentliches Ziel der Schule ist es, allen Edukanten die Teilnahme an hochwertigen Unterricht zu ermöglichen.

3.2 Situation der Klasse

Die Klasse 7a besteht aus insgesamt 28 Schülern, unter denen sich auch 2 Schüler mit Lernstörungen befinden. Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung beschreibt lerngestörte Schüler als Kinder, welche bei ähnlich ausgeprägter Intelligenz Defizite beim Lesen, Schreiben und Rechnen aufweisen. Diese manifestiert sich durch relativ große Schwierigkeiten bei der Einfindung in neue Lernsituationen und daraus resultierender leichter Ablenkbarkeit, sowie teilweiser Lernfrustration.[7]Durch die Schaffung geeigneter gegliederter und strukturierter Lerneinstiege und die Unterstützung durch der Lernberater versuchen Lehrkräfte und Schule dieser Herausforderung gerecht zu werden. Deshalb wird die 7a vornehmlich in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mehrmals wöchentlich durch die Lernberater begleitet.

Bedingt durch die Leistungsheterogenität und der Klassenstärke entstehen für einzelne Schüler ab und an Wartephasen, in denen manchmal Unruhe aufkommt. Beispielsweise übermannte die Edukanten bei der Ausgabe von Leistungskontrollen nicht selten die Aufregung und es kam oft zu immer störender werdenden Gesprächen zwischen den Schülern. Daher dürfen diese nun erst nach der Ausgabe aller Arbeiten Einsicht nehmen, wodurch ihnen gegenseitige Rücksichtnahme, selbstständige Stillbeschäftigung und das Warten auf andere vermittelt wird. Jetzt tauschen sich die Edukanten in solchen Situationen still aus. Eine weitere bewährte Methodik zum Überbrücken von Wartephasen ist Freiarbeit. Dafür stehen den Edukanten verschiedenste Lernspiele zur Verfügung, mit denen sie sich dann beschäftigen können. Mit Freiarbeit wird auch dem unterschiedlichen Lerntempo und Vermögen der Klasse begegnet.

3.3 Konstruktion einer Realsituation

Der am 04.04.2016 zum Thema „Merkmale und Verarbeitung von Fasern und Textilien“ abzuhaltende Unterricht findet als geblockte Doppelstunde in der 3. und 4. Stunde im WTH-Computerkabinett der Schule statt. Jeder Schüler erhält einen eigenen Computerarbeitsplatz, zudem gibt es einen Gemeinschaftsarbeitsbereich mit mobilen Tischen. Wie in WTH üblich, wird er mit nur einer Hälfte der Klasse 7a durchgeführt, unter den 14 Edukanten befinden sich 8 Jungen und 6 Mädchen unterschiedlicher Begabung, Aufmerksamkeit, Lernbereitschaft und Motivation zum Lernen.

Johannes ist der Klassenprimus und lernt sehr gern, ist für alles zu begeistern und arbeitet deshalb rege mit. Seine Stärke liegt allerdings in der Alleinarbeit, bei Gruppenarbeiten nimmt er sich zurück, da er die Erfahrung machen musste von den Gruppenpartnern ausgenutzt zu werden. Daher liegt ihr die Herausforderung für den Lehrenden darin, sein Vertrauen in soziale Arbeitsformen nach und nach zu steigern, ohne ihn damit gleichzeitig zu überfordern.

Muhamed ist ein weiterer leistungsstarker Schüler. Seine Familie ist im Zuge der Einwanderungswelle erst vor einem Jahr in die Bundesrepublik immigriert, daher besucht er die Schule erst seit diesem Schuljahr. Seine Mutter ist Deutsche und zog Muhamed bilingual auf, wodurch seine Deutschkenntnisse hinreichend gut sind. Bedingt durch die noch fehlende Akzeptanz einiger Bevölkerungsschichten und den darauf begründet negativen Einfluss auf ihre Kinder, hat er ab und an mit Anfeindungen seitens seiner Mitschüler zu kämpfen. Muhamed ist bemüht den Anschluss zu finden, sich durch gute Leistung zu beweisen und bevorzugt soziale Arbeitsformen, wo er durch sein Engagement und Teamgeist bei den Mitschülern punkten kann. Ein Problem stellt dagegen oft die fehlende Einsicht in die deutsche Lebenswelt, sowie mangelnde Medienkompetenz dar.

Mareikes Vater arbeitet in einer Textilfabrik, sie besitzt ein großes Vorwissen in diesem Themenfeld. Obwohl sie eine fleißige Schülerin ist, neigt sie bei Unterforderung zum Quatschen und Stören. Die größte Herausforderung ist es also, sie sinnvoll in den Unterricht einzubinden.

Hope hat bereits mit der Schule abgeschlossen. Ihre Eltern sind Althippies und ziehen ihre drei Kinder Antiautorität auf. Bedingt durch fehlende Strukturen und Vorbilder im Leben lernt sie kaum, was sich in ihren Leistungen manifestiert. Sie träumt davon Model oder Modedesignerin zu werden, dadurch bietet der Lernbereich die Möglichkeit sie bei der Berufsorientierung positiv zu beeinflussen.

Kevin ist ein Störenfried wie er im Buche steht. Obwohl er grundsätzlich lernen kann, stört er bei Langeweile oder fehlender Struktur mit seinem lauten, geltungsbedürftigen und impulsiven Charakter massiv den Unterricht. Gebietet dem der Lehrende mangels Autorität kein Einhalt kippt schnell das Klassenklima, weil sich die restlichen Schüler entweder vom Gequatsche anstecken lassen oder dadurch massiv gestört fühlen. Die Herausforderung bei Kevin ist es also, ihn durch klare Strukturen und abwechslungsreiche Methodik und Medien zu fordern.

Um dem Lehrenden die Arbeit mit der Klasse zu erleichtern wurden die beiden lernbeeinträchtigten Schüler auf die WTH-Gruppen verteilt. Ronny ist normal intelligent und weist Defizite beim Lesen und Textverständnis auf. Dies führte in der Vergangenheit oft zu Frustration, die sich in leichter Ablenkbarkeit und fehlendem Durchhaltevermögen bei Leseaufgaben ausdrückt. Dann lässt er sich gern von Kevin anstecken und quatscht mit ihm lauthals. Auf der anderen Seite verfügt er über ein sehr ausgeprägtes Assoziationsvermögen, arbeitet gern Zusammenfassungen aus und präsentiert diese.

Die acht verbliebenen Schüler sind eher „durchschnittlicher Natur“ und befinden sich charakterlich und leistungsmäßig irgendwo zwischen den hier beschriebenen Extrema und werden daher hier nicht weiter erwähnt.

Bedingt durch die Heterogenität der Edukanten der 7a, mit all ihren individuellen Stärken, Schwächen, Interessen, Abneigungen und Vorkenntnissen kann nur durch die differenzierte und individuelle Konstruktion der Lernumgebung interessanter und produktiver Unterricht geplant und durchgeführt werden. Durch die dadurch auftretende Komplexität bei der Planung und Durchführung des Unterrichts stellt sie für den Lehrenden auf der einen Seite eine Herausforderung, auf der anderen Seite durch das Nutzen verschiedenster Potentiale aber auch eine große Chance dar.

4 Lernbereichsplanung

4.1 Einordnung des Lernbereichs in korrespondierende Lernbereiche

Zur Planung der neunzigminütigen Unterrichtseinheit wird hier aus Klassenstufe 7 der Lernbereich 3: Umgang mit Gütern und Geld gewählt. Der Lernbereich baut auf die im Lernbereich 1: Bedürfnisse und knappe Güter, sowie den Lernbereich 2: Fertigung materieller Güter Kenntnisse und Fähigkeiten auf. Die drei Lernbereiche sind in Klassenstufe 7 in das übergeordnete Themenfeld „Erkennen komplexer Zusammenhänge der Lebens- und Arbeitswelt in übergreifender ökonomischer Betrachtungsweise“ eingebettet.[8]

In Lernbereich 1 werden den Edukanten Kenntnisse „grundlegender Bedürfnisse als Basis menschlichen Denkens und Handelns“, sowie die Fähigkeit zum „Berteilen der Zusammenhänge zwischen Bedürfnissen, Gütern und Bedarf“ vermittelt. Darauf aufbauend erlernen die Edukanten in Lernbereich 2 Kenntnisse zur „Einteilung von Gütern und ihrer Gebrauchseigenschaften“, Kompetenzen zum „Übertragen der Kenntnisse auf die Auswahl eines zu fertigenden Werkstückes“, Kompetenzen zur „Gestaltung des Fertigungsprozesses“ – welche auf in Mathe Klasse 5, Lernbereich 3 und auf in TC Klasse 5, Lernbereich 1 erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten aufbauen – sowie Kompetenzen zum „Beurteilen der Arbeitsergebnisse unter Bezugnahme auf Bedarfsanalyse und Gebrauchseigenschaften“. In Lernbereich 3 erreichen die Edukanten schließlich Kenntnisse „der Merkmale von Textilien“, Fähigkeiten „Sich (…) zum verantwortungsvollen Umgang mit Textilien [zu positionieren, M.S.]“ und Kenntnisse „der Rolle des Geldes als Mittel zur Realisierung der Kaufentscheidung“, wobei Textilien exemplarisch für alle anderen Güter stehen sollen. Die im Lernbereich 3 erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen werden später an vielfältiger Stelle weiterentwickelt, so z.B. in Klasse 7, Wahlpflicht 2: Vielfalt der Werkstoffe oder Klasse 9, Lernbereich 3: Wohnen und Wohnumfeld.[9]

4.2 Einordnung der zu planenden Doppelstunde in den Lernbereich

Da der Lernbereich 3 selbst nur eine Zeitspanne von 18 Stunden umfasst, soll die neunzigminütige Unterrichtseinheit das Grundlagen schaffende Thema „Merkmale und Verarbeitung von Fasern und Textilien“ behandeln.[10]

Dazu sind das Aktivieren des Vorwissens bei den Edukanten, sowie das Zusammentragen des kollektiven Wissenstandes der Klasse notwendig. Zusammen mit einer vorangegangenen Themeneinleitung und Motivation soll dies in der ersten Unterrichtseinheit des Lernbereichs stattfinden, an welche sich nun unsere Unterrichtseinheit anschließt.

[...]


[1]Vgl.: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (o. J), http://wiki.bildungsserver.de/index.php/Johann_Friedrich_Herbart [letzter Zugriff: 03.12.2015]

[2]Vgl.: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (o. J.), http://bildungs-wiki.de/index.php/Lehrplan [letzter Zugriff: 03.12.2015]

[3]Vgl.: Becker (2004), S. 37ff

[4]Vgl.: Krüger/Helsper (2000), S. 86

[5]Vgl.: Becker (2004), S. 12f

[6]Vgl.: Rinschede (2007), S. 419

[7]Vgl.: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (o. J.), http://wiki.bildungsserver.de/index.php/Lernstörung [letzter Zugriff: 03.12.2015]

[8]Vgl.: Sächsisches Staatsministerium für Kultus (2009), S. 5ff

[9]Vgl.: ebd.

[10]Vgl.: ebd.

Details

Seiten
39
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668674158
ISBN (Buch)
9783668674165
Dateigröße
678 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v418296
Institution / Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
Note
1,3
Schlagworte
unterrichtsplanung fach wirtschaft-technik-haushalt klasse beleuchtung grundlagen

Autor

Zurück

Titel: Unterrichtsplanung für das Fach "Wirtschaft-Technik-Haushalt" in der 7. Klasse